Räder von Bagger geklaut

Ungewöhnliche Beute haben Diebe in Homburg-Bröl gemacht: Sie demontierten von einem Bagger alle vier Räder und verschwanden damit.

Der Bagger war in der Zeit von 17 Uhr am Mittwoch (13. Januar) und 14 Uhr des Folgetages auf einem neu zu erschließenden Gelände an der Straße „Homburger Papiermühle“ abgestellt. Aufgrund des Gewichtes der Räder dürften die Täter ein Fahrzeug zum Abtransport benutzt haben.

Belohnung ausgesetzt

Der Eigentümer setzt für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 1000 EUR aus. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Waldbröl unter der Rufnummer 02261 81990 entgegen.

Polizei stellt diverse Verstöße gegen die Coronaregeln fest

Bei Kontrollen hinsichtlich der verschärften Coronaregelungen im Oberbergischen Kreis hat die Polizei am Wochenende (15. – 17. Januar (Stand 07.00 Uhr)) diverse Verstöße festgestellt.

Allein 27 Anzeigen wurden wegen Missachtung der Ausgangssperre erstattet. In vielen Fällen verstießen die Betroffenen dabei zusätzlich gegen das auf zwei Haushalte beschränkte Kontaktverbot. Nach Zeugenhinweisen löste die Polizei in Reichshof und Lindlar zwei private Treffen auf. In Reichshof hatten sich am Samstagnachmittag fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einer Scheune getroffen. In Lindlar-Hohkeppel beendete die Polizei am Freitagabend aus dem gleichen Grund eine Feier; hier hatten sich sechs Personen versammelt.

Auch an die 15-Kilometer-Regel der Corona-Regionalverordnung hielten sich nicht alle; während im Rahmen von Verkehrskontrollen hier lediglich drei Verstöße auftraten, waren es in Reichshof etwa zwei Dutzend Auswärtige, die von der Autobahn abfuhren und von Ordnungsamt und Polizei an den gesperrten Zufahrten zum Skigebiet Blockhaus angehalten und zurückgeschickt wurden. Zumeist gaben die Betroffenen an, von den Regelungen nichts gewusst zu haben.

Baumschnitt auf der Alleestraße ab dem 18. Januar

Ab kommenden Montag, 18. Januar, werden die Baumkronen der 74 Platanen in der Fußgängerzone der Alleestraße durch ein von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) beauftragtes Fachunternehmen beschnitten. Die Arbeiten werden voraussichtlich einen Zeitraum von vier Wochen beanspruchen.

Es wird in diesem Jahr erneut der Zuwachs der letzten Jahre entfernt, um mit dieser turnusmäßigen Schnittmaßnahme ein den örtlichen Gegebenheiten angepasstes Kronenvolumen zu erreichen. Auch in diesem Jahr wird das anfallende Schnittgut nicht mit einem Buschholzhacker an Ort und Stelle gehäckselt. Ebenso wird erneut nahezu ausnahmslos mit einer pneumatischen Astschere gearbeitet. Beides findet aus Gründen des Lärmschutzes statt, aber auch, um Belästigungen durch Späne und Staub möglichst gering zu halten.

Obwohl die beschriebenen arbeitstechnischen Verbesserungen erneut zum Einsatz kommen, bitten die TBR um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen unumgänglichen kurzzeitigen Beeinträchtigungen.

17.01.2021: Corona in Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 10.965 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 140,2. 271 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage498
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW140,2
Fälle gesamt10.965
Fälle gesamt/100.000 EW3.087,9
Todesfälle gesamt271
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

17.01.2021: Corona im Oberbergischen Kreis

Robert Koch Institut für Oberbergischer Kreis heute

Es gibt insgesamt 7.005 positiv getestete Menschen aus dem Oberbergischen Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 163,9. 116 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage446
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW163,9
Fälle gesamt7.005
Fälle gesamt/100.000 EW2.574,8
Todesfälle gesamt116
Einwohnerzahl272.057
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

17.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 5.320 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 273 Personen nachgewiesen infiziert, 33 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.929 Menschen sind wieder genesen. 118 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 163 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 102,4 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 621 Personen. Die Quarantäne konnten 21.904 Personen beenden.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 16.01.2021 – 14:36 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 5.320 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 107,4. 118 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage171
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW107,4
Fälle gesamt5.320
Fälle gesamt/100.000 EW3.340,8
Todesfälle gesamt118
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

Presseschau 16. Januar 2021

Diese Themen waren am 16. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Berlin plant Migrantenquote im öffentlichen Dienst

Als erstes deutsches Bundesland will Berlin eine Migrantenquote im öffentlichen Dienst einführen. Dem Tagesspiegel liegt exklusiv ein entsprechender Gesetzentwurf der Senatsverwaltung für Integration vor. Demnach ist eine Migrantenquote von 35 Prozent geplant. Sie soll für die Landesverwaltung und für alle Landesunternehmen wie BSR und BVG gelten, aber auch für Stiftungen, Staatsanwaltschaften und Gerichte. Das Gesetz soll noch bis zur Wahl im September beschlossen werden.

Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Soziales, Elke Breitenbach (Linke), sagte dem Tagesspiegel: „Wir haben den Anspruch, dass alle Menschen in dieser Stadt die gleichen Chancen haben. Strukturelle Diskriminierung nehmen wir nicht hin.“ Deshalb müsse man das Partizipations- und Integrationsgesetz auf „Grundlage der Erfahrungen in den vergangenen zehn Jahren“ reformieren. Die Vielfalt Berlins müsse sich in der öffentlichen Verwaltung widerspiegeln. „Festgelegte Regeln und eine klare Förderung in Form einer Quote sind nötig, damit mehr Menschen mit Migrationsgeschichte in der Verwaltung eingestellt werden.“

Der Senat will eine weiche Quote einführen, die sich nach dem Anteil der Migranten an der Gesamtheit der Berliner richtet – das sind heute 35 Prozent. Bei Auswahl- und Einstellungsverfahren sollen Migranten künftig bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden, wenn sie in einer Verwaltung unterrepräsentiert sind. Bislang wird ihr Anteil auf nur zwölf Prozent aller Verwaltungsmitarbeiter geschätzt. Berlins Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial sieht die Quote auch durch deutsche und europäische Antidiskriminierungsgesetzgebung gedeckt. „Für unterrepräsentierte Gruppen dürfen positive Maßnahmen ergriffen werden, um sie zu fördern“, sagt sie.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/berlin/deutschlandweit-einmalig-berlin-plant-eine-migrantenquote-von-35-prozent-fuer-die-verwaltung/26822470.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Esken hält „Identitätskrise der CDU“ noch nicht für gelöst – Appell an Laschet

SPD-Chefin Saskia Esken sieht den künftigen Kurs in der CDU nach den Entscheidungen des digitalen Parteitages noch nicht geklärt. „Wie sich die Identitätskrise auflöst, in der sich die CDU erkennbar befindet, ist auch nach diesem Parteitag noch nicht klar zu erkennen“, sagte Esken der „Saarbrücker Zeitung“ unter Verweis auf die offene Frage der Unions-Kanzlerkandidatur. „Wir benötigen in der Koalition aber dringend einen stabilen Partner in den nächsten Monaten und keinen Partner, der mit sich selbst beschäftigt ist“, fügte Esken hinzu. Denn vor dem Regierungsbündnis lägen mit der Bewältigung der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen große Aufgaben. An Armin Laschet äußerte sie die Erwartung, dass er im Koalitionsausschuss seine Rolle als Parteivorsitzender ausfülle. Angela Merkel agiere dort „in erster Linie als Regierungschefin“, sagte Esken. „Es ist aber auch ein Ort, wo die Koalitionsparteien und die Fraktionen miteinander verhandeln.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Norbert Walter-Borjans gratuliert Armin Laschet

Entscheidung für Kanzlerkandidatur „darf Arbeit der Koalition nicht beeinträchtigen“

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat dem neuen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet zum Wahlerfolg gratuliert, mahnt aber auch die Union, die Regierungsarbeit im Zuge der Wahl des Kanzlerkandidaten nicht zu vernachlässigen. „Ich gratuliere Armin Laschet zu seiner Wahl. Die Entscheidung für die Kanzlerkandidatur haben CDU und CSU jetzt noch vor sich. Das darf die Arbeit der Koalition während der letzten Monate bis zum Ende der Legislaturperiode nicht beeinträchtigen“, sagte Walter-Borjans dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Der SPD-Vorsitzende mahnte, dass Laschet nun seine Versprechen einhalten müsse. „Er hat heute von Zusammenhalt, von Anstand, von Politik für die Mitte und für starke Kommunen gesprochen. Gerade bei diesen Themen erleben wir zurzeit eine Blockadehaltung von CDU und CSU, wenn es darum geht, diese Überschriften mit konkreten Inhalten zu füllen“, so Walter-Bojans.

Linke fordern „Heimgipfel“ in Corona-Krise

Bartsch: Niemand darf ungetestet und ohne FFP2-Maske Pflegeheim betreten

Osnabrück. Die Linken im Bundestag fordern, das Thema Pflegeheime bei den neuen Bund-Länder-Gesprächen über die Corona-Lage ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Das nächste Treffen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten muss auch zu einem ‚Heimgipfel‘ werden.“ Die Situation in den Pflegeheimen sei weiter dramatisch. „Das Sterben in den Heimen ist das vielleicht dunkelste Kapitel der letzten Jahrzehnte“, so Bartsch.

Der Fraktionsvorsitzende kritisierte: „Die Lockdown-Regeln gelten bundesweit, aber bei den Pflegeheimen gibt es bisher keine Einheitlichkeit.“ Er forderte eine nationale Kraftanstrengung und einen Null-Inzidenz-Ansatz. „Niemand darf ungetestet ein Heim betreten, FFP2-Masken-Pflicht und schnellstmögliche Durchimpfung sind dafür wesentlich“, so Bartsch.

Bund und Länder beraten schon am kommenden Dienstag wieder über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ursprünglich war die nächste Beratung erst für den 25. Januar vorgesehen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Unionsfraktionschef Brinkhaus zu Corona-Maßnahmen: Jetzt lieber einmal richtig

Unionsfraktionschef wirbt für härtere Maßnahmen schon ab nächster Woche – Sie müssten überall „eins zu eins“ umgesetzt werden

Osnabrück. Nach seiner früheren Kritik an schrittweisen Verschärfungen des Corona-Lockdowns spricht sich Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) jetzt für eine umfassende Ausweitung der Maßnahmen aus. „Jetzt lieber einmal richtig – anstatt eine Endlosschleife bis in den Sommer hinein“, sagte Brinkhaus im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Insbesondere die hohe Ansteckungsrate der neuen Mutation beunruhigt uns sehr. Wir müssen versuchen, diese neuen Virus-Varianten durch konsequente Maßnahmen rechtzeitig einzudämmen“, forderte der Unionsfraktionschef.

Er hält es für angezeigt, dass Bundesregierung und Länderchefs schon in der nächsten Woche weitere Maßnahmen auf den Weg bringen. „Und ich erwarte, dass die Dinge, die auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin beschlossen werden, dann zu Hause in den Landeshauptstädten eins zu eins umgesetzt und konsequent nachgehalten werden“, so der Unionsfraktionschef in der „NOZ“.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Saarbrücker Zeitung: Weltärztepräsident Montgomery plädiert für Bußgelder zur Durchsetzung von mehr Homeoffice

Bei der Bekämpfung von Covid-19 dürfen nach Ansicht von Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery auch Strafzahlungen für Unternehmen kein Tabu sein, wenn diese sich der Möglichkeit einer verstärkten Nutzung von Homeoffice verweigern. „Wenn Betriebe zu Infektionsherden werden und dadurch gesellschaftliche Kosten entstehen, obwohl das durch mehr Homeoffice im Unternehmen vermeidbar wäre, dann sind auch Bußgelder für Firmen geboten“, sagte Montgomery der „Saarbrücker Zeitung“ (Sonnabend-Ausgabe).

Trotz Lockdown gebe es immer noch zu viele persönliche Kontakte und zu viel Mobilität, erläuterte Montgomery. Für den beruflichen Bereich heiße das, „alles, was irgend geht, ins Homeoffice zu verlagern“. Zugleich müssten die Hygiene-Konzepte in den Unternehmen noch einmal akribisch auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. „Es nützt wenig, allein im Büro zu sitzen, aber mittags in der Kantine unter vielen Kollegen“, meinte Montgomery. Zudem halte er eine Kontaktreduzierung auch „um den Preis der zeitweiligen Stilllegung einzelner Fertigungsbereiche“ für gerechtfertigt, so der Mediziner.

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Brinkhaus: CDU-Vorsitz ist kein Sprungbrett zur Kanzlerschaft

Unionsfraktionschef sieht in Vorsitzendenwahl „keine automatisch vorgezogene Kandidatenkür“ – Appell an die Verlierer: Es darf kein Nachkarten geben – „Schwarz-Gelb ist die beste Koalition“

Osnabrück. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) hat davor gewarnt, die Wahl des CDU-Vorsitzenden an diesem Samstag als Vorentscheidung für den Kanzlerkandidaten der Union zu sehen. „Ich finde, der CDU-Vorsitz ist keine Durchgangsstation und kein Sprungbrett zur Kanzlerschaft“, sagte Brinkhaus im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die CDU sei eine stolze Partei mit 400.000 Mitgliedern und vielen Ehrenamtlichen. „Sie alle haben einen Anspruch darauf, einen Parteivorsitzenden zu bekommen, der sich auch um die Partei kümmert – bis in die kommunale Ebene. Deswegen ist diese Wahl keine automatisch vorgezogene Kandidatenkür.“

Brinkhaus appelliert an die Verlierer der Wahl, „dass sie den Sieger und damit auch die Partei insgesamt vorbehaltlos unterstützen, damit wir bei der Bundestagswahl erfolgreich sind. Es darf kein Nachkarten geben. Alle drei müssen sich dann unterhaken und sagen: Jetzt geht es gemeinsam voran.“

Die Einschätzung von Kandidat Norbert Röttgen, mit der FDP könne man keine Koalition mehr schmieden, teilt Brinkhaus nicht. „Wenn ich es mir aussuchen könnte und die Mehrheiten dafür ausreichten, würde ich Schwarz-Gelb immer noch als die beste Koalition für unser Land ansehen.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Agrarministerin Klöckner will Supermärkten Werbung mit Fleischpreisen verbieten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will dem Handel per Gesetz die Werbung mit Fleischpreisen untersagen. „Es ist fatal, wenn gerade Fleisch als Ramschware über die Theke geht“, sagte Klöckner dem „Tagesspiegel am Sonntag“, „denn dafür haben Tiere gelebt und sind geschlachtet worden.“ Opfer der „ruinösen Preisschlacht“ seien häufig die Landwirte. „Mein Ziel ist daher ein Verbot von Werbung mit Fleischpreisen“. Klöckner will mit einem gesetzlichen Verbot mehr Wertschätzung für Fleisch erreichen. „Es kann keine Wertschätzung entstehen, wenn Dumpingpreise in den Prospekten des Handels an der Tagesordnung sind“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Statt mit Billigpreisen sollten Fleisch- und Wurstwaren positiv, also mit regionaler Herkunft, Tierwohl und guten Standards beworben werden.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/fleisch-und-milch-werden-verschleudert-preisschlacht-im-supermarkt/26821408.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Der Kunde bestimmt den Kurs

Die Bundeslandwirtschaftsministerin jubelt über den Boom der Biolebensmittel. Für eine umweltschonende Agrarwirtschaft braucht es aber mehr. Von Susanne Wiedamann

Bio boomt. Das hört sich gut an und erfüllt viele mit Genugtuung, die seit Jahrzehnten die Vorteile der ökologischen Landwirtschaft predigen. Der Umsatz von Bio-Produkten ist 2020 laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner um 17 Prozent gestiegen. Laut einer neuen Umfrage greifen 37 Prozent der Befragten regelmäßig zu Bio. Der Anteil der Bio-Landwirtschaft an der Agrarfläche in Deutschland stieg 2019 auf 9,7 Prozent und soll bis 2030 auf 20 Prozent gesteigert werden. Also alles im Fluss?

Die meisten der Käufer von Bio-Produkten versorgen sich in Supermärkten. Die großen Ketten haben es dank Mischkalkulation leichter, die Produkte zu vergleichsweise günstigeren Preisen anzubieten als Bioläden, die viele als generell „zu teuer“ abtun. Wenn Ministerin Klöckner das vor 20 Jahren eingeführte staatliche Biosiegel feiert, so hat sie einerseits Recht. Das Siegel stärkte das Vertrauen in die Produkte, wirklich biologisch hergestellt zu sein, und die steigende Nachfrage stärkte das Interesse von Bauern an der ökologischen Landwirtschaft. Das staatliche Bio-Siegel legt aber nur Mindeststandards für Lebensmittel fest, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert wurden.

Die Produkte vieler Öko-Anbauverbände wie Bioland, Naturland und Demeter gehen weit darüber hinaus, legen sehr viel geringere Mengen an erlaubten Zusatzstoffen fest als die Bundesrepublik mit ihrem Siegel und die EU. Wem es um artgerechte Haltung von Tieren geht, der sieht ebenfalls beim Vergleich der Siegel sehr viel strengere Vorgaben bei den Bio-Anbauverbänden, die das Gros der Produkte in Bioläden stellen.

Die Landwirte im 21. Jahrhundert haben – ob biologisch oder konventionell arbeitend – oft das gleiche Problem. Vom Verkaufspreis bleibt bei ihnen zu wenig hängen. Biologische Landwirtschaft ist extrem aufwendig und braucht mehr Fläche. Traditionelles Wirtschaften ist oft hochtechnisiert, mit erheblichem chemisch-pharmazeutischem Einsatz, und deshalb auch kostenintensiv. Die Verbraucher, die sich bewusst für das Tierwohl einsetzen und biologisch erwirtschaftete, qualitätsvolle pflanzliche Nahrungsmittel mit geringen Rückständen und Zusatzstoffen haben wollen, müssen sich bewusst entscheiden: Reicht mir die staatliche Vorgabe oder will ich mehr? Und will ich’s billig, oder sind mir hochwertigere Biolebensmittel auch mehr Geld wert?!Die Bauern sind vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der Rettung der Artenvielfalt vor immer mehr Aufgaben gestellt. Die Landwirte beider Produktionsformen könnten voneinander lernen und ihre Arbeitsweisen angleichen. Agrarpolitik muss deshalb so gestaltet sein, dass die Staaten den Umbau in der Landwirtschaft hin zu mehr Ökologie, Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourcenschonung fördern, auch durch mehr Forschungsgelder. Gleichzeitig müssen sie die Landwirte so unterstützen, dass diese von ihrem schwierigen Geschäft auch leben können.

Leistungen von Öko- und konventionellen Bauern für Artenschutz oder Tierwohl müssen in gleicher Weise gewürdigt werden. Vielleicht muss es ein zusätzliches Siegel geben, das – ob bio oder nicht – gesunde Lebensmittel, die umwelt-, klimaschonend und aus artgerecht gehaltenen Tieren hergestellt wurden, auszeichnet. Und die Verbraucher müssen verantwortungsbewusst in ihre Landwirtschaft investieren, sprich mehr Geld hinlegen. Der Kunde bestimmt den Kurs! Wer artgerechte Tierhaltung ohne Tierleid will, wird sich für die strengste Form von Bio entscheiden müssen. Es sei denn, die traditionelle Landwirtschaft wird reformiert. Daran wird seitens vieler Bauern auch schon gearbeitet.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung – www.mittelbayerische.de

CDU Sachsen-Anhalt fordert neue Hochschule für die Lehrerausbildung

Sachsen-Anhalt soll für die Ausbildung von Lehrern eine eigenständige Pädagogische Hochschule bekommen. Das will die CDU in der nächsten Legislaturperiode durchsetzen, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabendausgabe) unter Berufung auf den Entwurf für das CDU-Wahlprogramm berichtet.

„Wir streben an, mittelfristig die personellen, sächlichen und räumlichen Voraussetzungen zur Errichtung und Einrichtung einer Pädagogischen Hochschule im Land Sachsen-Anhalt zu schaffen“, heißt es im Programmentwurf, der den Kreisverbänden und sonstigen Gliederungen der CDU zugegangen ist. Die Christdemokraten greifen damit ein aus der DDR stammendes Modell auf. Auf dem heutigen Gebiet Sachsen-Anhalts gab es Pädagogische Hochschulen in Halle, Köthen und Magdeburg.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte der MZ, mit der Neugründung könne das Land Studierwillige besser in solche Fächer lenken, die an den Schulen benötigt würden. „Wir brauchen dringend Lehrer für Naturwissenschaften, Mathe, aber auch Deutsch“, sagte Tullner. Anfang Februar will Ministerpräsident Reiner Haseloff als designierter CDU-Spitzenkandidat das Wahlprogramm öffentlich vorstellen. Ein Parteitag Ende März soll es dann beschließen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Phase 2 der Corona-Impfungen startet am 1. Februar

Alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler, die Ende Januar ihr 80. Lebensjahr vollendet haben, erhalten in der kommenden Woche ein durch die Stadt versandtes Info-Schreiben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Darin steht, wie sie sich ab 25. Januar zur Corona-Schutzimpfung anmelden können.

Übersicht zum Ablauf der COVID 19-Impfungen

Phase 1

Die Impfungen haben am 27.12.2020 mit mobilen Impfteams in den Alten- und Pflegeeinrichtungen begonnen. Diese erste Phase wird zum Ende des Monats Januar abgeschlossen. In Wuppertal haben aktuell rund 5.850 Bewohner*innen und Beschäftigte der Einrichtungen ihre erste Impfung erhalten, die (Stand heute) 21 Tage später wiederholt werden muss, um den vollen Impfschutz zu entfalten. Rund 70 Prozent der Bewohner*innen und des Personals haben sich impfen lassen. Bis Ende Januar erhält Wuppertal nur noch die restlichen Impfdosen zum Abschluss der Impfungen in den Einrichtungen und die Impfdosen für Krankenhausbeschäftigte, die COVID 19-Patienten behandeln und versorgen, nicht, wie noch in der vergangenen Woche vom Land angekündigt, fortlaufend 1.600 Impfdosen je Woche. Grund für diesen Strategiewechsel ist, dass andere Kommunen und Kreise bei den Impfungen in den Einrichtungen noch längst nicht so weit sind wie Wuppertal. Diese haben nun zunächst Vorrang, damit die Phase 1 landesweit einheitlich abgeschlossen und die Phase 2 am 1. Februar einheitlich begonnen werden kann. 

Phase 2

Die Phase 2 beginnt am 1. Februar 2021. Impfberechtigt sind nun alle Bürgerinnen und Bürger, die zum Stichtag das 80. Lebensjahr vollendet haben sowie die Mitarbeiter der Rettungsdienste und ambulanter Pflegedienste. Geimpft wird im Impfzentrum am Freudenberg, das am 1. Februar in Betrieb geht.

In NRW sollen ab Februar 80.000 Impfdosen je Woche zur Verfügung stehen; das wären für Wuppertal 1.600 Dosen je Woche.

Die impfberechtigte Gruppe 80+ erhält in der dritten Kalenderwoche ein durch die Stadt versandtes Schreiben von NRW-Gesundheitsminister Laumann mit Informationen zur Terminvereinbarung. Termine sollen ab dem 25. Januar telefonisch oder via Online-Anmeldung vereinbart werden können. Nach der Anmeldung erhalten die Impfberechtigten ein weiteres Anschreiben mit allen notwendigen Informationen und Unterlagen zum Impftermin. Eine Impfung ohne Termin ist ausgeschlossen. Wer das Impfzentrum nicht aufsuchen kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt durch seinen Hausarzt zuhause geimpft. Ein dazu in der Handhabung geeigneter Impfstoff steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

In Wuppertal gehören rund 25.000 Personen zur Impfgruppe 80+. Parallel erfolgt die Impfung des Krankenhauspersonals in den Krankenhäusern sowie der Rettungsdienste und der Beschäftigten von Ambulanten Pflegediensten, ebenfalls im Impfzentrum.

Erreichbarkeit des Impfzentrums

Das Impfzentrum verfügt über zahlreiche Parkplätze und eine ÖPNV-Anbindung, die bei Bedarf kurzfristig intensiviert werden kann. Von Angeboten ehrenamtlicher oder professioneller Fahrdienste für unterstützungsbedürftige Menschen, die das Impfzentrum nicht alleine aufsuchen können, rät die Stadt aufgrund des Infektions- und Transportrisikos für diese Gruppe eher ab. Diese Personen sollen vorrangig zuhause geimpft werden, sobald ein passender Impfstoff zugelassen ist.

Definition des impfberechtigten Personenkreises

Die Definition der impfberechtigten Personen und die Reihenfolge der Impfungen ist per Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums verbindlich und abschließend festgelegt. Sie fußt auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut (RKI). Abweichungen von dieser gesetzlichen Vorgabe sind ausgeschlossen. Entsprechende Anfragen sind zwingend abzulehnen. Der Erlass gebietet zudem eine enge Auslegung, wer zu den definierten Personengruppen zu zählen ist, da der zur Verfügung stehende Impfstoff limitiert ist.

Phase 3 und 4

Die Phase 3 umfasst alle über 70-jährigen, Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung, organtransplantierte Personen, enge Kontaktpersonen von Schwangeren und weitere Gruppen mit hohem Expositionsrisiko, Polizei und Ordnungskräfte in Einsätzen mit hohem Infektionsrisiko.

Phase 4 umfasst alle über 60-jährigen, Personen mit definierten Vorerkrankungen, weitere Beschäftigte medizinischer Einrichtungen, relevante Positionen in Verfassungsorganen und Verwaltungen, kritische Infrastruktur (Lebensmitteleinzelhandel, öffentliche Versorgung, Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz,  Apotheken und Pharma-Unternehmen, öffentliche Ver- und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation, Erzieher*innen, Lehrer*innen, Menschen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen.

Weiteres Vorgehen

Bei zunehmender, aber weiterhin begrenzter Impfstoffverfügbarkeit sollen weitere von der STIKO definierte Personengruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden, bis genügend Impfstoff für flächendeckende Impfungen durch die niedergelassenen Ärzte zur Verfügung steht. Die STIKO-Empfehlung setzt sich aus der allgemeinen Impfempfehlung und einer Empfehlung zur Priorisierung zusammen. Die Priorisierungsempfehlung hat nur solange Gültigkeit, bis genügend Impfstoff verfügbar ist. Mittelfristig ist es das Ziel, allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu einer Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können. 

Weil die weitere Entwicklung bei der Zulassung und den Produktionskapazitäten der Impfstoffe nicht abzusehen ist, können Termine noch nicht genannt werden.

Quelle: Stadt Wuppertal

Zum 90. Geburtstag von Johannes Rau: OB Schneidewind würdigt Verdienste

Am 16. Januar wäre der ehemalige Bundespräsident und NRW-Landesvater Johannes Rau, der auch Ehrenbürger der Stadt Wuppertal war, 90 Jahre alt geworden. In einem Schreiben an Christina Rau hat Oberbürgermeister Uwe Schneidewind die Verdienste ihres verstorbenen Ehemannes für Wuppertal gewürdigt.

„Mit Freude und Stolz erinnern die Wuppertalerinnen und Wuppertaler sich daran, dass der langjährige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und spätere Bundespräsident zunächst Oberbürgermeister seiner Heimatstadt war“, schreibt Schneidewind. „Hier begann seine bedeutende politische Karriere und hierher kehrte er auch später von Berlin aus immer wieder zurück. Zeit seines Lebens blieb er „seinem“ Wuppertal treu“, so Schneidewind.

Gründung der Bergischen Universität angestoßen

Als Wissenschaftsminister im Düsseldorfer Kabinett setzte Rau sich erfolgreich für die Gründung der Bergischen Universität in Wuppertal ein. Auch daher sei sein Name bis heute untrennbar mit Wuppertal verbunden, schreibt Schneidewind, der in seinem Dienstzimmer an demselben Schreibtisch arbeitet, an dem auch schon Johannes Rau als Oberbürgermeister wirkte.

„Er stand zu seiner Heimat und die Menschen hier sind bis heute stolz und dankbar für alles, was er für sie und die Stadt, aber auch für das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesrepublik getan und erreicht hat“, schließt Schneidewind. „Johannes Rau lebt in den Herzen der Menschen weiter und wir werden ihn immer in dankbarer Erinnerung behalten.“

Am 27. Januar 2006 starb Johannes Rau im Alter von 75 Jahren. 

Corona-Immunisierung schreitet voran – Weitere 280 Personen erstgeimpft

Die Immunisierung gegen Corona schreitet in Remscheid voran. Das erfolgreiche Fazit des heutigen Impftages liest sich so: 116 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 164 Mitarbeitende der Alten- und Pflegeeinrichtung der Ev. Stiftung Tannenhof haben heute ihre erste Dosis des Biontech/Pfizer-Impfstoffes erhalten. Die zweite Impfung erfolgt nach drei Wochen am 6. Februar.

Vier Ärzte, drei Medizinische Fachangestellte (MFA), eine Führungskraft und eine Verwaltungsmitarbeiterin der Berufsfeuerwehr waren heute im Einsatz. Bis auf zwei unbrauchbare Dosen, die verworfen werden mussten, konnten alle gelieferten Impfdosen mit Unterstützung des Teams der Stiftung Tannenhof von 9 bis 14 Uhr routiniert und zügig verimpft werden.

Morgen (17.01.) steht die Zweitimpfung in der Alloheim Seniorenresidenz an.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!