11.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

In Absprache mit dem Remscheider Krisenstab hat das Remscheider Gesundheitsamt aus arbeitsorganisatorischen Gründen am gestrigen Sonntag (10.01.) die statistische Erhebung der aktuellen Infektionszahlen und deren Meldung an das Robert-Koch-Institut ausnahmsweise für einen Tag ausgesetzt.

Eine Nachmeldung der gestrigen Zahlen erfolgt heute im Verlaufe des Tages gemeinsam mit den heutigen Zahlen. Den nächsten Bericht zur aktuellen Gesundheitslage gibt es demnach morgen.

Die Krankenhäuser vermelden 25 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 4 intensivpflichtige Behandlungen (3 beatmet), Stand 11.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.052 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 115,9. 99 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage129
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW115,9
Fälle gesamt3.052
Fälle gesamt/100.000 EW2.741,2
Todesfälle gesamt99
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Wohnungsbrand in Wuppertal-Barmen – Seniorin verstorben

Gestern, in den frühen Morgenstunden (10.01.2020, gegen 00:30 Uhr), kam es in Wuppertal-Barmen zu einem Wohnungsbrand.

Die Feuerwehr konnte eine 73-Jährige aus ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Sedanstraße bergen und ins Krankenhaus bringen. Dort erlag die Seniorin schließlich ihren Verletzungen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache des Feuers zu klären. Dazu wird ein Brandsachverständiger hinzugezogen.

Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. (sw)

Stadtbücherei weiter geschlossen

Das teilt die Stadt Radevormwald mit. Wegen der Corona-Pandemie bleibt die Stadtbücherei Radevormwald weiterhin voraussichtlich bis zum 31. Januar 2021 geschlossen. Die Rückgabedaten der entliehenen Medien werden entsprechend angepasst.
Das Team der Stadtbücherei ist während der Schließung erreichbar: telefonisch unter 02195 / 932177 oder per E-Mail: buecherei@radevormwald.de

Elektronische Medien aus der Bergischen Onleihe können weiterhin entliehen werden. Sollte der Büchereiausweis in dieser Zeit ablaufen, ist eine telefonische Verlängerung bei der Stadtbücherei möglich.

Nächtliche Ausgangsbeschränkung beendet

Inzidenz ist gesunken.

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung, die in Solingen seit Mitte Dezember galt, ist seit Wochenbeginn beendet. Sie war verhängt worden, als es  innerhalb von sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gab. Aktuell entfallen 140 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

Sollten die Zahlen wieder steigen oder sich die Situation in den Kliniken verschärfen, könnte die Beschränkung wieder in Kraft treten. Das hatte Ordnungsdezernent Jan Welzel in der vergangenen Woche betont.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

Einbrecher flüchten ohne Beute

Am Samstagabend (09.01.) gegen 18:00 Uhr sind die Mieter einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhaus in der Ackerstraße zum Einkaufen gefahren.

Als sie gegen 19:20 Uhr zurückkehrten, kamen ihnen zwei verdächtige Männer entgegen, die sich in einem Kleinwagen mit Kölner Kennzeichen zügig entfernten.

In der Wohnung stellten die Geschädigten dann fest, dass in der Küche eine Scheibe eingeschlagen worden ist. Die Täter gelangen aber nicht in die Wohnung und machten keine Beute. Erst im Nachgang wurde den Geschädigten klar, dass sie vermutlich vor dem Haus auf die zwei Einbrecher getroffen sind.

Zum Tatort wurde der Erkennungsdienst gerufen, um Spuren zu sichern.

Wer Hinweise zu den verdächtigen Personen oder dem Kölner Kleinwagen geben kann, wendet sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei. (ct)

„Forum: Beruf“ geht am 14. Januar online

11. Ausbildungsmesse findet coronabedingt in digitaler Form statt.

Auch die Planungen für die 11. Ausbildungsmesse „Forum: Beruf“ im Theater und Konzerthaus wurden durch die Corona-Pandemie ausgebremst. Dabei ist gerade vor diesem Hintergrund die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im Übergang von der Schule in den Beruf besonders wichtig. Deshalb bietet das städtische KAoA-Team („Kein Abschluss ohne Anschluss“) ab Donnerstag, 14. Januar, auf der Website forumberuf.solingen.de ein digitales Ausstellungsformat an. 30 Unternehmen und Institutionen sind bislang vertreten. Weitere Anmeldungen ausbildungsfreundlicher Unternehmen sind willkommen über die Website oder per Mail an kaoa@solingen.de.

Auf der Website forumberuf.solingen.de werden die vielfältigen Ausbildungsangebote der regionalen Wirtschaft online präsentiert und Links zu Informationen, Videos und Inhalten der Unternehmen zum Thema Ausbildung veröffentlicht. Aufbereitet nach Branchen können sich die Jugendlichen auf diese Weise ein eigenes Bild von den verschiedensten Ausbildungsbereichen machen und sich bei Bedarf direkt mit den Verantwortlichen der Unternehmen in Verbindung setzen.

Des Weiteren werden auch weiterführende Ausbildungs- und Unterstützungsangebote verlinkt, so dass die Jugendlichen sich beispielsweise über duale Ausbildungen, die schulischen Angebote der Berufskollegs, die Angebote der Bergischen IHK und das Netzwerk Bergischer AusbildungsPate informieren können. Der eigentlich als Präsenzveranstaltung geplante Berufs-Parcours – eine Erkundung der Berufswelt an verschiedenen Stationen mit der Möglichkeit der Probearbeit – muss aufgrund der Pandemie leider ausfallen.

Das Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wird finanziell unterstützt vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie dem Europäischen Sozialfonds.

Kellereinbrüche

In der Leppestraße in Marienheide haben Unbekannte mehrere Keller zweier Mehrfamilienhäuser aufgebrochen. Im Tatzeitraum zwischen dem 26. Dezember und dem 4. Januar knackten die Täter die Türschlösser von sieben Kellerräumen.

Hinweise

Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

11.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 11. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):10542
– davon aktuell infizierte Personen:1297
– davon genesene Personen:8999
– davon verstorbene Personen246
Gesamtzahl in Quarantäne2234
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne2138
– davon in freiwilliger Quarantäne96
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:6
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:619
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:174,37

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut heute für Wuppertal

Es gibt insgesamt 10.425 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 152,6. 241 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage542
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW152,6
Fälle gesamt10.425
Fälle gesamt/100.000 EW2.935,8
Todesfälle gesamt241
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

11.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 5.175 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 325 Personen nachgewiesen infiziert, 46 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.735 Menschen sind wieder genesen. 115 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 223 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 140 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 943 Personen. Die Quarantäne beenden konnten 21.285 Personen.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 10.01.2021 – 17:20 Uhr

Aktuelle Meldung vom Robert Koch Institut für Solingen

Es gibt insgesamt 5.175 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 130,0. 115 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage207
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW130,0
Fälle gesamt5.175
Fälle gesamt/100.000 EW3.249,7
Todesfälle gesamt115
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

Presseschau 10. Januar 2021

Diese Themen waren am 10. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Welt

Sahelzone: Konflikt oder Chance?

In der Sahelzone addieren sich die Krisen. Der Einsatz des Militärs allein wird sie nicht lösen.

Das war kein guter Start ins neue Jahr: In der Sahelzone fing 2021 mit einer ganzen Serie tödlicher Zwischenfälle an. Westliche Terrorbekämpfer:innen hatten gehofft, das vergangene Schreckensjahr werde auch in der Sahelzone von gnädigeren Zeiten abgelöst. Die Hoffnung stellt sich nun als eitel heraus. Auch die Führung des internationalen Schutzmacht-Allerleis vor Ort weiß, dass ein militärischer Sieg ausgeschlossen ist, solange die Krisen der Region nicht auch politisch aus dem Weg geräumt werden. Doch ob der Erkenntnis auch die nötige Entschlossenheit und Ausdauer folgen, steht auf einem anderen Blatt. Ein paar Tausend Soldat:innen zu entsenden, um Einsatz zu markieren, ist wesentlich einfacher, als eine Krisenregion mit anhaltendem Engagement, konstruktiver Kritik und finanzieller Hilfe zu begleiten.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

MZ zu USA/Amtsenthebungsverfahren

In anderthalb Wochen wird Trump das Weiße Haus so oder so verlassen. Seine zahllosen Rechtsbrüche und Verbrechen müssen danach juristisch aufgearbeitet und geahndet werden. Aber seine Geister sind damit keineswegs besiegt. Ja, es stimmt: Bei einer Impeachment-Verurteilung wäre Trump daran gehindert, 2024 erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren. Doch wer ernsthaft glaubt, die Existenzkrise der US-Demokratie durch die Verbannung eines einzelnen Mannes lösen zu können, der hat die Größe des Problems nicht verstanden.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

taz-Kommentar von Dorothea Hahn zu den letzten Tagen der Präsidentschaft von Donald Trump

Der Putschversuch ist noch nicht vorbei.

Der US-Präsident Donald Trump könnte zurücktreten – sollte er darin einen Vorteil für sich erkennen. Er könnte wegen seiner offensichtlichen Untauglichkeit für das Amt abgesetzt werden – sollten Vizepräsident Mike Pence und andere verbleibende Regierungsmitglieder doch noch zu dieser späten Einsicht kommen und entsprechend handeln. Er könnte zum zweiten Mal vom Repräsentantenhaus angeklagt – impeached – werden. Oder er könnte irgendwo im Weißen Haus – ohne Telefon, Internet und andere Kommunikationsmöglichkeiten – eingesperrt werden.

Jede einzelne dieser Möglichkeiten wäre besser als Abwarten, Zittern und Hoffen. Aber keine einzige dieser Maßnahmen und nicht einmal alle zusammen können grundsätzlich etwas daran ändern, dass die verbleibenden zehn Tage bis zur geplanten Amtsübergabe an den gewählten Präsidenten Joe Biden eine Zeit maximaler Risiken bleiben. In Gefahr sind einzelne Personen wie die beiden frisch gewählten demokratischen Senatoren aus Georgia ebenso wie die verfassungsmäßige Ordnung in den USA in Gestalt der Inauguration am 20. Januar und der Frieden in der Welt. Denn zum Beispiel im Iran lancieren die USA derzeit eine Provokation nach der anderen.

Nach vier Jahren tagtäglicher Lügen, Hetze, Aushöhlungen des Rechtsstaats, Lobliedern auf die „schweigende Mehrheit“ und nach unzähligen kleinen und großen Machtproben auf den Straßen an den verschiedensten Orten der USA ist die Büchse der Pandora jetzt weit geöffnet. Der 6. Januar – an dem gleichzeitig ein Sturm auf den US-Kongress sowie auf andere gewählte Institutionen in den Bundesstaaten der USA stattfand – hat gezeigt, wie selbstbewusst die putschistischen Kräfte in den USA geworden sind. Die Leichtigkeit, mit der sie ihre illegalen Aktionen durchführen konnten, hat sie zu mehr ermutigt und ermuntert. Das achselzuckend signalisierte Verständnis in weiten Teilen der amerikanischen Bevölkerung hat ihnen zusätzlich den Rücken gestärkt.

Die Stürmer vom 6. Januar waren nicht naiv. Und sie sind nicht in etwas hineingeschlittert oder hineingeschickt worden, das sie nicht überblicken konnten. Sie waren vorbereitet und sie brachten ihre Symbole mit. Sie trugen die Kreuze und Jesus-Zeichen der evangelikalen Fundamentalisten und die Konföderiertenfahnen des vor 156 Jahren abgeschafften Sklavenhalterregimes in den US-Kongress. Und sie wussten, dass sie im Inneren seiner beiden Kammern Dutzende von politischen Unterstützern haben.

Der Putschversuch in den USA ist keine in der Vergangenheit abgeschlossene Sache. Er ist ein laufender Prozess. Der Ausgang ist offen.

Quelle: taz – die tageszeitung – www.taz.de

nd.DerTag über den irakischen Haftbefehl für Donald Trump

Nach dem Sturm des Mobs auf das Kapitol fragen sich viele Medien: Könnte Trump vor Gericht landen? Ja, und zwar in Bagdad. Oder in Teheran. Wegen der Tötung des Milizenführers Abu Mahdi al-Muhandis, getötet am 3. Januar 2020 beim Raketenanschlag auf den iranischen General Ghassem Soleimani, hat der Irak einen Haftbefehl gegen den US-Präsidenten ausgestellt. Und der Iran hat Trump über Interpol zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ermittler wissen ja, wo er zu finden ist. Es wäre ein Leichtes, ihn der Justiz zu überstellen für die Verbrechen, die er mutmaßlich begangen hat. Noch schützt ihn sein Amt, nach dem 20. Januar könnte er untertauchen. Vielleicht den spanischen Monarchen Juan Carlos I. in Abu Dhabi besuchen oder sich wie Osama Bin Laden in Pakistan verstecken.

Sollte Trump sich einem Prozess in Bagdad oder Teheran stellen, werden die Richter die Punkte, die für und gegen ihn sprechen, abwägen und dann zu einem Urteilsspruch kommen. Vielleicht landet er dann in Abu Ghraib, dort wo US-amerikanische Soldaten irakische Gefangene gequält und gefoltert haben. Diese Sonderbehandlung möchte Trump niemand wünschen; vielleicht würde schlicht die Liste der Kriegsverbrechen der USA vor einem Gericht verhandelt. Das könnte dauern, denn diese Liste ist lang.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Deutschland

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Koalitionsüberlegungen in Baden-Württemberg

Kunst kommt von Können. Gerade die Kunst, Koalitionen zu bilden. Zumal in Baden-Württemberg. Gut zwei Monate vor der Landtagswahl sehen sich dabei ganz besondere Künstler aufgerufen, ihren Präferenzen und Hoffnungen Ausdruck zu verleihen. Es geht vor allem um die beiden koketten kleinen Parteien im Stuttgarter Landtag. Die Landes-SPD will wieder mit den Grünen unter die Haube, am liebsten monogam. Allein, das Wollen wird nicht reichen. Immerhin gibt es da noch die FDP, die zwar eigentlich lieber mit der CDU koalieren, im Ernstfall aber vor allem überhaupt mitregieren will – und keineswegs dezent eine politische Polyamorie praktiziert. Die SPD liebäugelt mit den ganzen Grünen, während die FDP vor allem mit Winfried Kretschmann kann. Das setzt die CDU um Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann im gerade an der Schulfront geführten Wahlkampf unter Erfolgsdruck. Manche nennen das Künstlerpech.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Verbandschef Fiebig: Reisebranche könnte kürzere Sommerferien verkraften

Die deutsche Reisebranche könnten mit einer Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Pandemie leben. „Für die Reisebranche ist die Länge der Sommerferien nicht das entscheidende Thema, da die Menschen in der Regel keine sechs Wochen verreisen, sondern eher zwei“, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), Norbert Fiebig, dem Tagesspiegel (Montagausgabe). Wichtig für die Branche sei aber, dass sich die Bundesländer weiterhin mit den Ferienterminen so abstimmen, dass nicht alle zur gleichen Zeit Schulferien haben. Wegen der Corona-Krise gibt es aus der CDU und vom Kinderschutzbund Forderungen, die Weihnachts- und Winterferien zu verlängern und dafür die Sommerferien zu verkürzen.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/deutscher-reiseverband-kuerzere-sommerferien-waeren-verkraftbar/26784300.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

nd.DerTag über Verhaftungen bei der Ehrung von Karl und Rosa

So mancher Ostdeutsche hat sein altes FDJ-Hemd zusammen mit anderen Andenken aufgehoben und zeigt es ab und zu mal seinen Kindern und Enkeln. Folgt man der Logik der Polizei vom Sonntag, ist man damit ein gefährlicher Verfassungsfeind – und man begeht eine Straftat, wenn man aus Spaß mit FDJ-Hemd zu einem Klassentreffen kommt.

Im Kopf der Berliner Polizei herrscht offenbar noch der Kalte Krieg. Die Beamten erweisen sich als arg verspätete Erfüllungsgehilfen einer antikommunistischen Politik der Ära von Kanzler Konrad Adenauer (CDU). Zu dessen Zeiten wurde 1954 die FDJ in der Bundesrepublik verboten. Dass sich damit heute auch in Ostberlin das rabiate Vorgehen gegen FDJ-Fahnen rechtfertigen lässt – so geschehen am Sonntag bei der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration – ist höchstwahrscheinlich ein Irrtum, mindestens aber bewegt sich die Polizei hier in einer rechtlichen Grauzone.

Verwerflich ist der erfolgte Zugriff aus zwei Gründen: Erstens mussten Teilnehmer der Demonstration den Eindruck gewinnen, die Polizei hätte dies nicht gewagt, wenn es zeitgleich wie all die Jahre zuvor das stille Gedenken gegeben hätte und viel mehr Linke zur Ehrung von Karl und Rosa auf der Straße gewesen wären. Die Beamten hätten demnach die coronabedingte Angreifbarkeit der Demonstration ausgenutzt. Zweitens führte das Vorgehen dazu, dass sich ein Marschblock fest zusammenschloss, in dem die Demonstranten sonst bestimmt die Abstandsregeln eingehalten hätten. Dass es dann per Durchsage so dargestellt wurde, als sei es eine Gnade, angesichts von Corona überhaupt demonstrieren zu dürfen, ist ein Unding. Denn Demonstrationen sind keine Gnade, sondern ein Recht – verbrieft in dem Grundgesetz, das hier angeblich vor der FDJ geschützt werden musste.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

nd.DerTag: Digitalexperte fordert Technisches Hilfswerk für gefährdete öffentliche Infrastruktur

Manuel Atug, Fachmann für den Schutz sogenannter Kritischer Infrastruktur, spricht sich für die Schaffung eines Cyberhilfswerk analog zum Technischen Hilfswerk im Katastrophenschutz aus. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung nd.DerTag sagte Atug: „Wir wollen Cyberresilienz in der Kritischen Infrastruktur.“ Die von ihm vorgeschlagene Institution müsse eine neutrale sein, mahnte Atug, der sich in der von ihm mit gegründeten Arbeitsgemeinschaft Kritische Infrastruktur (AG KRITIS) für den Aufbau einer solchen freiwilligen digitalen Reparaturorganisation analog zu Feuerwehr und THW engagiert.

Atug wies auch darauf hin, dass Schwachstellen in der digitalen Infrastruktur „Begehrlichkeiten bei Sicherheitsbehörden“ auslösen. Diese würden Sicherheitslücken teils bewusst offen halten, statt bei ihrer Schließung zu helfen. „Das ist eine Praxis, die wir nicht wollen“, betonte Atug. Er plädiert dafür, dass ein CHW wie das THW „den völkerrechtlichen Status als Nichtkombattant“ erhält, „der weder angreift noch angegriffen werden darf“.

Manuel Atug ist Informatiker und seit mehr als 20 Jahren ist er im Bereich der Informationssicherheit tätig. Er befasst sich mit den Themen Kritische Infrastruktur, Hackback, Ethik und Katastrophenschutz. Ehrenamtlich engagiert sich Atug unter anderem im Chaos Computer Club und dem Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de