Presseschau 9. Januar 2021

Diese Themen waren am 9. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Welt

„Rhein-Neckar-Zeitung“ (Heidelberg) über eine mögliche Absetzung Donald Trumps

Die Furcht ist berechtigt, dass Donald Trump in seinen letzten Tagen im Weißen Haus weiteren Schaden anrichten könnte. Denn die Distanzierung des Präsidenten von der Gewalt seiner Anhänger ist wenig glaubhaft – und dient wohl allein dem Zweck der Schadensbegrenzung für sich selbst. Wie lange die Mäßigung anhält – die vor allem den Rücktritt wichtiger Regierungsmitglieder verhindern sollte – ist schwer vorauszusehen. Insofern ist es verständlich, dass etwa die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, die sofortige Absetzung Trumps fordert. Es ist jedoch nicht nur aussichtslos, den Präsidenten noch vor dem 20. Januar loszuwerden, sondern wäre auch politisch unklug. Denn ein solcher Schnellschuss sähe in den Augen vieler Trump-Anhänger wie ein Racheakt der Demokraten gegen ihr Idol aus und würde es dem Populisten ermöglichen, sich einmal mehr als Opfer des politischen Establishments zu stilisieren, gegen das er zu kämpfen vorgibt. Da erst vor zwei Monaten 74 Millionen Amerikaner für Trump gestimmt haben, werden es die Republikaner ohnehin nicht wagen, ihn einfach fallenzulassen. Entscheidend für die Zukunft der amerikanischen Demokratie ist daher auch weniger, wie Trump kurzfristig aus dem Amt entfernt werden kann, sondern wie der Trumpismus dauerhaft besiegt werden kann.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung – www.rhein-neckar-zeitung.de

Europa

Deutschland

Corona

Corona-Krise: Alle stochern im Nebel

Kommentar von Bernhard Walker.

Bodo Ramelow ist wenigstens ehrlich. Ganz offen räumt der Thüringer Ministerpräsident ein, dass er sich in der Corona-Bekämpfung geirrt habe: Der November-Teil-Lockdown sei nicht so wirksam gewesen, wie er es gehofft hatte. (…) Die Frage ist nur, was aus seinem Eingeständnis folgt. Immerhin vermeldete das Robert-Koch-Institut am Freitag neue und regelrecht deprimierende Zahlen zum Infektionsgeschehen. Umso bedenklicher, dass die Gesundheitsämter schon vor Wochen den Überblick verloren haben – (…). Ausgerechnet in einer schweren Krise der öffentlichen Gesundheit, die nun durch den Lockdown massive Schäden auch für die Bildung und die Wirtschaft nach sich zieht, stochern also alle Akteure im Nebel. http://www.mehr.bz/khs9i

Quelle: Badische Zeitung – www.badische-zeitung.de

Stamp warnt vor Corona-Mutationen

NRW-Familienminister Joachim Stamp hat sich besorgt über die mögliche Verbreitung von hochansteckenden Varianten des Coronavirus in Deutschland gezeigt. „Wir wissen nicht, ob sich die Mutation des Coronavirus aus England auch bei uns verbreitet“, sagte der FDP-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagausgabe). Die Pandemie habe „kein Drehbuch“, es könne immer wieder „böse Überraschungen geben“, fügte Stamp hinzu. „Wir dürfen nicht riskieren, dass die Situation außer Kontrolle gerät“, warnte der stellvertretenden Ministerpräsident von NRW. Die Verbreitung von Mutationen müsse daher „wissenschaftlich besser untersucht werden“.

Stamp: Corona-Meldewesen ist inakzeptabel

NRW-Familienminister Joachim Stamp hat das Krisenmanagement der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Pandemie kritisiert. So sei das Meldewesen stark verbesserungswürdig: „Dass die Datenlage derzeit bundesweit nicht aussagekräftig ist, finde ich ungeheuerlich“, sagte der FDP-Politiker dem Kölner Stadt-Anzeiger (Samstagausgabe). Es ist „inakzeptabel“, dass am Dreikönigstag in Bayern und Baden-Württemberg keine verlässlichen Zahlen erhoben worden seien. „In einer solchen Krise muss in der Verwaltung auch an Feiertagen notwendige Arbeit sichergestellt werden. Da muss jetzt ein Ruck durch manche Ämter gehen“, fügte Stamp hinzu.

Kritik übte der NRW-Familienminister an der Teststrategie in den Alten und Pflegeheimen. Er hätte es „befürwortet, den Fokus viel früher und stärker auf die Hochbetagten in Pflegeheimen zu richten, als über immer stärkere Einschränkungen für alle zu diskutieren. Für ihren Schutz hätte der Bund frühzeitig mehr Testkapazitäten zur Verfügung stellen müssen“, sagte der Vizeministerpräsident von NRW der Zeitung.

Stamp: Virologen sollen nicht so oft in Talkshows auftreten

NRW-Familienminister Joachim Stamp hat Virologen angemahnt, sich mit Auftritten in Talkshows zurückzuhalten. „Zum wissenschaftlichen Diskurs gehören kontroverse Diskussionen über Annahmen und Hypothesen. Talkshows sind aber nicht das geeignete Format dazu“, sagte der FDP-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagausgabe). Durch die TV-Auftritte der Wissenschaftler sei „eine Situation entstanden, in der sich jeder auf seinen Lieblingsvirologen berufen“ könne. „Das führt zu unversöhnlichen Positionen, die in den sozialen Netzwerken aufeinandertreffen. Das hilft uns in der Pandemiebekämpfung keinen Schritt weiter“, sagte Stamp der Zeitung.

Niedersachsens Ministerpräsident hofft auf Corona-Lockerungen ab Februar

Stephan Weil (SPD): „Ziel ist, dass die zusätzlichen Beschränkungen nicht über den Januar hinaus verlängert werden müssen“ – Aber: „Ein Ziel ist etwas anderes als ein Versprechen“

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hofft, dass das Land ab Februar die Corona-Beschränkungen wieder spürbar lockern kann. „Wir werden die strengen Maßgaben natürlich nicht einen Tag länger aufrechterhalten als notwendig. Das gilt sowohl für den wirtschaftlichen als auch für den gesellschaftlichen und privaten Bereich“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Mein klares Ziel ist, dass die zusätzlichen Beschränkungen nicht über den Januar hinaus verlängert werden müssen. Aber ein Ziel ist etwas anderes als ein Versprechen, das muss allen klar sein“, ergänzte Weil und rief die Bürger dazu auf, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen unter den Wert von 50 sinkt.

Gleichzeitig äußerte der Regierungschef Verständnis dafür, dass sich in der Gesellschaft eine gewisse Corona-Müdigkeit ausbreitet. „Das Gefühl der Zermürbung kennen auch wir Politiker nur allzu gut. Wir haben jetzt seit knapp einem Jahr eine permanente Drucksituation. Wir wünschen uns alle nichts mehr, als dass Corona endlich in den Hintergrund treten möge, aber jetzt müssen wir erst mal noch durch den Winter kommen“, erklärte Weil.

Zu den Startschwierigkeiten beim Impfen in Niedersachsen sagte der 62-Jährige, dass es nicht um einen Sprint gehe. „Das Thema Impfen wird uns noch viele Monate beschäftigen. Ich bin früher auch den ein oder anderen Halbmarathon gelaufen und weiß deswegen, dass bei Strecken dieser Art nicht das Tempo direkt am Anfang entscheidend ist, sondern wie schnell und gut man in den Laufrhythmus kommt – und da sind wir drin.“ Für einen Wechsel an der Spitze des Gesundheitsministeriums sehe er jedenfalls keinen Anlass. „Da sollten wir die Kirche mal im Dorf lassen. Die Gesundheitsminister tragen derzeit überall die Hauptlast. Und die Krise, mit der wir es seit vielen Monaten zu tun haben, ist eine, wie wir sie noch nie erlebt haben. Ich halte es zwar für höchst wünschenswert, aber gleichzeitig auch für unwahrscheinlich, dass solche Krisen bewältigt werden können, ohne dass es an der ein oder anderen Stelle mal ruckelt“, verteidigte der Regierungschef seine zuständige Ministerin Carola Reimann (SPD).

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Bildung

Unions-Fraktionschef Brinkhaus fordert umgehend klare Ansagen für Schulen

Die Schulen in NRW und den anderen Bundesländern brauchen in der Corona-Krise umgehend eine Perspektive für das restliche Schuljahr. Diese Forderung hat der Fraktionschef der Union im Bundestag, Ralph Brinkhaus, im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Samstagsausgabe) aufgestellt. „Schulen, Eltern und Kinder brauchen Planungssicherheit. Müssen wir Maßnahmen verlängern? Welche Auswirkungen hat das auf Prüfungen? Verkürzen wir die Osterferien? Die Menschen wollen planen, das Familienleben regeln.“ Mit klaren Aussagen solle die Politik das umgehend klarstellen.

Brinkhaus erklärte, Deutschland müsse den digitalen Unterricht als Chance verstehen und das Thema Bildung völlig neu denken. „Das heißt nicht nur, Tabletcomputer zu verteilen. Digitaler Unterricht ist eine Chance, individuell auf die Schüler zugeschnittene Lernprogramme zu etablieren.“ Er wolle den Bundesländern keine Kompetenzen wegnehmen, aber „wir müssen da in Deutschland einheitlicher und dynamischer vorgehen“.

Der Gütersloher Unionspolitiker verteidigte zugleich die Impfstrategie der Bundesregierung. Man habe sich nicht von vornherein nur auf den Biontech-Impfstoff verlassen können. „Als die Entscheidung im Herbst getroffen wurde, wusste keiner, welcher Impfstoff als erstes zugelassen wird. Es wäre fahrlässig gewesen, sich auf einen zu konzentrieren. Was wäre gewesen, wenn Biontech die Zulassung nicht bekommen hätte?“

Zu den neuen Schutzmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erklärte Brinkhaus, die 15-Kilometer-Regel für Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 200 sei „wichtig als Signal für die Menschen“. Kontakteinschränkungen seien entscheidend und dazu trage eine begrenzte Mobilität bei. Ihm sei klar, dass die Einhaltung der Regel schwer zu kontrollieren sei.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) – www.nw.de

Unrecht

CS-Gas gegen Behinderte eingesetzt?

NRW-Gesundheitsministerium richtet Projektgruppe ein: Ermittlungen gegen Pfleger, Ärzte und Betreuer

Es geht um Freiheitsberaubung und um Körperverletzung bis hin zum Einsatz von CS-Tränengas: Im Wittekindshof in Bad Oeynhausen, einer der größten Behinderteneinrichtungen Deutschlands, sollen Mitarbeiter jahrelang Gesetze und Vorschriften missachtet haben.

Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTES wird gegen mehrere Dutzend Beschuldigte ermittelt. Dabei soll es sich um Pflegerinnen und Pfleger sowie Ärzte der Einrichtung handeln, aber auch um gesetzliche Betreuer der geistig und körperlich Behinderten. Als Hauptbeschuldigter gilt ein Diakon, in dessen Verantwortungsbereich die Straftaten geschehen sein sollen. Er ist beurlaubt.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke äußern sich derzeit nicht zum Stand des Verfahrens. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums sagte dem WESTFALEN-BLATT, man sei am 17. Dezember 2020 von den Ermittlungsbehörden über einen Teil des Verfahrens informiert worden. „Dabei wurde bekannt, dass es nicht nur um freiheitsentziehende Maßnahmen geht, die nicht voll durch richterliche Genehmigungen gedeckt sind.“ Vielmehr ließen Ermittlungsergebnisse vermuten, „dass es zu einer Reihe schwerwiegender Übergriffe gekommen ist“. Als Reaktion auf diese Information sei im Ministerium eine Projektgruppe eingerichtet worden, die den Vorwürfen jetzt nachgehen und eine fachliche Aufarbeitung vornehmen werde.

In den Akten finden sich Hinweise auf möglicherweise illegales Einsperren, unerlaubtes Festschnallen auf Matratzen, Schläge, Tritte und den Einsatz von CS-Gas. Das Spray soll mit Geld der Einrichtung beschafft worden sein. Dazu erklärte Prof. Dr. Dierk Starnitzke, der Vorstand der Diakonischen Stiftung Wittekindshof: „Der Einsatz von CS-Gas ist und war zu keinem Zeitpunkt in Betreuungssituationen im Wittekindshof gestattet. Wenn Maßnahmen ergriffen wurden, die vielleicht strafbar gewesen sind, wollen und werden wir das schonungslos aufklären.“

Der Ministeriumssprecher sagte, beim Kreis Minden-Lübbecke, der die Heimaufsicht hat, sei schon vor geraumer Zeit ein Krisenstab eingerichtet worden. Hans-Joerg Deichholz, der Sozialdezernent des Kreises, erklärte: „Schwierige Fälle, die keine andere Einrichtung haben wollte, hat der Wittekindshof immer aufgenommen. Seine Konzepte haben uns überzeugt, und wir waren froh, auch für Menschen, die sich und anderen gegenüber gewalttätig werden, einen Platz gefunden zu haben.“ Denn es seien nicht alles harmlose Klienten, die in solchen Einrichtungen lebten. Heute müsse man aber zugeben, nicht immer richtig hingesehen zu haben. So sei das Einsperren in sogenannten „Time-Off-Räumen“ wohl nicht immer zulässig gewesen, und auch vom Gas-Einsatz wisse man jetzt aus einer Akte. Deichholz: „Das Ministerium hat uns angewiesen, die Heimaufsicht personell massiv aufzustocken.“

Die Ermittlungen waren 2019 aufgenommen worden, nachdem die Schwester ei­nes Behinderten Anzeige erstattet hatte. .Ende Juli 2020 hat das Gesundheitsministerium alle Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen angewiesen, sämtliche Einrichtungen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof zu überprüfen. In Bad Oeynhausen wurde der Geschäftsbereich 4, der von dem Diakon geleitet wurde und in dem die Taten verübt worden sein sollen, aufgelöst. Damit sei die örtliche Konzentration von Behinderten „mit besonders herausforderndem Verhalten“ aufgehoben, sagt Stiftungsvorstand Starnitzke.

Die Evangelische Kirche von Westfalen (Bielefeld) als Stiftungsaufsicht sieht keinen Grund, aktiv zu werden. Aus ihrer Sicht unternehme der Wittekindshof-Vorstand „alle notwendigen Schritte“, so eine Sprecherin. Er habe die Stiftungsaufsicht über die Vorwürfe informiert.

Quelle: Westfalen-Blatt – www.westfalen-blatt.de

Wenig Impfstoff, hoch ansteckende Virus-Mutationen – mühsamer Start ins neue Jahr

ANNE WILL am 10. Januar 2021 um 21:45 Uhr im Ersten.

Zu wenig, zu schleppend – der Corona-Impfstart in Deutschland steht in der Kritik. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weist die Vorwürfe zurück und verteidigt sein Vorgehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nun einen Kabinettsausschuss gebildet, um den Impfprozess zu beschleunigen. Unterdessen hat die Zahl der gemeldeten Todesfälle einen neuen Höchstwert erreicht. Zugleich wächst die Sorge vor Coronavirus-Mutationen wie jenen, die zuerst in Großbritannien oder Südafrika nachgewiesen wurden. Haben die Bundesregierung und die EU beim Impfstart versagt? Was bedeuten die Mutationen für den Pandemieverlauf und die Impfungen?

Zu Gast bei Anne Will

  • Reiner Haseloff (CDU, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt)
  • Manuela Schwesig (SPD, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern)
  • Frank Ulrich Montgomery (Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes)
  • Melanie Brinkmann (Professorin für Virologie am Institut für Genetik an der Technischen Universität in Braunschweig)
  • Martin Knobbe (Leiter des „Spiegel“-Hauptstadtbüros)

Corona-Schutzimpfungen in Remscheid weiter erfolgreich – Vierter Impftag reibungslos verlaufen

Zufrieden zeigt sich heute Nachmittag Remscheids Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan, der die Arbeitsgruppe „Impfstrategie in Remscheid“ des Corona-Krisenstabs leitet, mit dem Verlauf des vierten Impftags: „Anstatt der ursprünglich angeforderten 310 Dosen haben 318 Dosen des BioNTech-Impfoffs in den frühen Morgenstunden insgesamt vier Remscheider Alten- und Pflegeheime erreicht. Sie waren im Vorab von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein über die heute angesetzte Impfaktion in ihren Häusern informiert worden. Die Einrichtungen waren bestens auf den heutigen Impftag vorbereitet.“

Weiter resümiert er: „Zur Verimpfung der Dosen waren heute insgesamt vier mobile Impfteams im Einsatz. Unterstützung erhielten die medizinischen Teams vor Ort von acht Führungsdiensten und drei Verwaltungsmitarbeitenden der Feuerwehr Remscheid und vier Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid. Von 8 bis 15 Uhr haben insgesamt 162 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 115 Mitarbeitende ihre erste Coronaschutzimpfung erhalten. Also wurden in den Einrichtungen weniger Dosen verimpft, als vorgesehen.“

Zufrieden ist er deswegen über flexible Lösungen in diesen Fällen: „Zwei Dosen musste verworfen werden, sie waren trübe und wurden nicht zur Verimpfung freigegeben. Die restlichen 39 Impfdosen wurden fünf Mitgliedern der Impfteams und 34 Mitarbeitenden des Rettungsdienstes – beide Personengruppen gehören gleichfalls zur Impfkategorie 1 – injiziert.“ Ihre zweite Dosis erhalten alle am 30. Januar.

In diesen Alten- und Pflegereinrichtungen wurde heute geimpft: CBT-Wohnhaus Katharinenstift, Evangelische Stiftung Hephata Wohnen, Insanto Seniorenresidenz Remscheid und Landhaus im Laspert.

Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA zwischenzeitlich sechs statt fünf Impfdosen pro BioNTech-Ampulle genehmigt hat, gewinnt Remscheid seit heute aus einer Ampulle die gesteigerte Dosenzahl. Die genehmigte Erhöhung von fünf auf sechs Dosen gilt seit Freitag (09.01.), 12 Uhr. Sie ändert allerdings nichts an der gelieferten Ampullenmenge. Das Land hat bislang noch keine weiteren neuen Impfdosen für Remscheid angekündigt. Der Impfstoff für die Zweitimpfungen am 17., 20. und 21. sowie am 30. Januar wird vom Land zentral zurückgehalten und tagaktuell angeliefert.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

09.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Auch heute gibt es bedauerlicherweise weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 zu vermelden. Zwei Remscheiderinnen im Alter von 87 und 94 sind mit der Coronanfektion verstorben.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 174 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.034 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.760 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 100* Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 395 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 26 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 4 intensivpflichtige Behandlungen (3 beatmet), Stand 08.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

(* Die Differenz in der Zahl der Todesfälle (1) resultiert aus zeitlichen Meldeverzögerungen.)

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.034 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 118,6. 99 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage132
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW118,6
Fälle gesamt3.034
Fälle gesamt/100.000 EW2.725,0
Todesfälle gesamt99
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

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Kein Rodeln und Wintersport in Remscheid

Die Stadt Remscheid bittet dringend darum, dass niemand mehr zum Rodeln und Wintersport nach Remscheid kommt.

Auch die Remscheiderinnen und Remscheider werden aktuell gebeten, die entsprechenden Gebiete nicht aufzusuchen.

Die Parkplätze sind überfüllt, die Hänge sehr voll.

Mit Blick auf die pandemische Lage ist es unverantwortlich, wenn noch mehr Menschen dort zusammenkommen. Polizei und Ordnungsdienst sind im Einsatz.

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Wirtschafts-Erwartungen zum Jahresbeginn weniger pessimistisch

RTL/ntv Trendbarometer: Forsa-Aktuell: Im „Corona-Jahr“ gewann die Union 8, die AfD verlor 5 Prozentpunkte – Wirtschafts-Erwartungen zum Jahresbeginn weniger pessimistisch

CDU/CSU 36, Grüne 20, SPD 14, Linke 8, FDP 7 und AfD 8 Prozent

Das erste RTL/ntv-Trendbarometer im Wahljahr 2021 zeigt nur geringe Veränderungen gegenüber dem Ende des vergangenen Jahres. Die CDU/CSU geht unverändert mit 36 Prozent als stärkste politische Kraft ins neue Jahr. Die Grünen können gegenüber dem Jahresende 2020 zwei Prozentpunkte zulegen, rangieren aber weiterhin mit großem Abstand (minus 16 Prozentpunkte) hinter den Unionsparteien auf dem zweiten Platz. Die SPD verliert einen Prozentpunkt und liegt mit einem Rückstand von 22 Prozentpunkten auf die Union und 6 Prozentpunkten auf die Grünen auf Platz 3. Linke und AfD verlieren jeweils einen Prozentpunkt, die FDP kann sich um einen Prozentpunkt verbessern.

Im Herbst wird der neue Bundestag gewählt. Wenn die Wahlberechtigten jetzt bereits abstimmen würden, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 36 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), Grüne 20 Prozent (8,9%), SPD 14 Prozent (20,5%), Linke 8 Prozent (9,2%), AfD 8 Prozent (12,6%) und FDP 7 Prozent (10,7%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 21 Prozent etwas unter der Zahl der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

Union hat in einem Jahr 8 Prozentpunkte gewonnen, die AfD 5 Prozentpunkte verloren

Beim Vergleich des aktuellen RTL/ntv-Trendbarometers mit der ersten forsa-Umfrage im Vorjahr (Woche vom 6. bis 10. Januar 2020) ist die Union mit 8 Prozentpunkten der stärkste Gewinner. Die SPD hat während dieses Jahres um 2 Prozentpunkte zugelegt. Alle anderen Parteien haben verloren: Grüne minus 2 Prozentpunkte, Linke, FDP und sonstige kleinere Parteien minus 1 Prozentpunkt. Am stärksten verloren hat während dieses Jahres die AfD: minus 5 Prozentpunkte.

Vertrauen in die Kompetenz der CDU/CSU in einem Jahr um 22 Prozentpunkte gestiegen

Wie schon am Ende des Vorjahres trauen die Bundesbürger auch Anfang 2021 am ehesten der CDU/CSU zu, „mit den Problemen in Deutschland am besten fertigzuwerden“. Wie im Dezember 2020 setzen 40 Prozent der Befragten ihr Vertrauen in die Union. 6 Prozent trauen das der SPD zu (ein Prozentpunkt mehr als im Dezember), jeweils 5 Prozent den Grünen sowie den sonstigen Parteien. 44 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Im Vergleich mit dem Jahresanfang 2020 haben sich die Einschätzungen der Deutschen deutlich verändert. Damals hatten die CDU/CSU lediglich 19 Prozent der Befragten für hinreichend kompetent gehalten, die Probleme in Deutschland lösen zu können. Während der Bekämpfung der Corona-Pandemie haben die Unionsparteien ihren Kompetenz-Wert um 21 Prozentpunkte steigern können. In derselben Zeit wuchs das Zutrauen in die Kompetenz der SPD um 2 Prozentpunkte. Die sonstigen Parteien verloren 5, die Grünen 7 Prozentpunkte.

Deutsche starten weniger pessimistisch ins neue Jahr

Nach den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel beurteilen die Bundesbürger die künftige Entwicklung der Wirtschaft etwas weniger pessimistisch: 28 Prozent rechnen im ersten RTL/ntv-Trendbarometer des neuen Jahres damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden – das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber Dezember 2020. 47 Prozent befürchten eine Verschlechterung der ökonomischen Lage, das sind sechs Prozentpunkte weniger.

Vor einem Jahr, vor Ausbruch der Pandemie, waren die Bundesbürger deutlich pessimistischer. Damals hatten nur 12 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse gerechnet. 52 Prozent äußerten die Erwartung, dass sich die ökonomische Lage verschlechtert.

Die aktuellen Daten zu Parteipräferenzen, politischer Kompetenz und Wirtschaftserwartungen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 4. bis 8. Januar 2021 erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte. Zum Vergleich wurden die Daten der Erhebungen vom 6. bis 10. Januar 2020 herangezogen.

Quelle: RTL/ntv-forsa-Institutionen-Ranking

Kita-Gebühren: Signal an die Familien

Familien mit Kita-Kindern müssen für den Monat Januar keine Kita-Gebühren bezahlen. Für Oberbürgermeister Uwe Schneidewind ist diese Entscheidung ein wichtiges Signal an Eltern, die durch Corona persönlich und wirtschaftlich schon genug belastet sind.

Die Eltern von Kita-Kindern müssen für den Monat Januar keine Gebühren zahlen. Das ist das Ergebnis einer Einigung zwischen dem Land NRW und den Kommunen von gestern (Donnerstag, 7. Januar) Abend. 

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind erklärt zu der Entscheidung: „Dies ist ein wichtiges Signal an die Familien, die durch Corona stark gefordert und in vielen Fällen auch wirtschaftlich belastet sind. Die Mütter und Väter, die aktuell darauf verzichten, ihre Kinder zur Kita zu schicken, leisten einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie. Sie ermöglichen in dieser kritischen Phase höchster Infektionszahlen eine Betreuung der Kinder, deren Eltern aus beruflichen oder anderen Gründen darauf angewiesen sind.“ 

Die Mütter und Väter, die aktuell darauf verzichten, ihre Kinder zur Kita zu schicken, leisten einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie.

Dr. Uwe Schneidewind

Aktuell behalten ungefähr achtzig Prozent der Eltern ihre Kinder zuhause, wobei die Verteilung innerhalb der Kitas je nach dem Anteil berufstätiger Eltern sehr unterschiedlich ist. 

Insgesamt werden in Wuppertal 13.000 Kinder in 205 Einrichtungen betreut, 69 davon städtisch. Die Gesamtsumme der Kitagebühren beträgt rund 800.000 Euro im Monat, die sich nun Stadt und Land je zur Hälfte teilen. Durch die Beitragsfreiheit für die beiden letzten Kita-Jahre, Befreiungen aufgrund von niedrigerem Einkommen und für Geschwisterkinder werden insgesamt nur für 25 bis 30 Prozent der Kinder Kita-Gebühren bezahlt. 

Wie das Verfahren für die Eltern abgewickelt wird, steht noch nicht fest. Möglich wäre eine Rücküberweisung für Januar oder der Verzicht auf den Einzug der Februar-Gebühr. 

Hilfe bei eisigen Temperaturen: Die Kälte-Hotline der Stadt: 0202 563-4020

„Ein Anruf kann Leben retten“, sagt Sozialdezernent Stefan Kühn, „deshalb hat die Stadt Wuppertal auch für diesen Winter unter der Rufnummer 0202 563-4020 wieder die Kältehotline eingerichtet. Wer glaubt, ein Mensch brauche bei diesen Temperaturen Hilfe, kann rund um die Uhr die Kältehotline informieren.“

„Seit Oktober 2020 sind bereits 180 Meldungen bei der Kältehotline in Wuppertal eingegangen. Die Telefonnummer der Kältehotline läuft tagsüber beim Ordnungsamt und nachts bei der Feuerwehr auf und gehört zum Kältekonzept der Stadt Wuppertal. Die darin abgesprochene Zusammenarbeit der unterschiedlichen Institutionen, Einrichtungen und Behörden hat sich in den vergangenen Jahren bewährt“, sagt Sozialamtsleiter Michael Lehnen.

Hilfreiche Hinweise

Mit Hilfe der Hinweise durch die Anrufer nehmen die beteiligten Institutionen Kontakt zu den gemeldeten Menschen auf und bieten Hilfe an – unter anderem indem sie Überzeugungsarbeit leisten, eine Übernachtungsstelle aufzusuchen. Auch die Streetworker der Diakonie und die Fachstelle für Wohnungsnotfälle werden informiert. Diese leiten weitergehende Hilfen ein. 

Kälte gefährdet Menschen ohne Wohnung

Geschlossene Orte in der Zeit des Corona-Lockdowns tragen zu einer weiteren Gefährdung von Menschen ohne Wohnung bei. Für alle Anlaufstellen der Wohnungslosenhilfe sind umfassende Hygienekonzepte zum Schutz vor Corona entwickelt worden. Diese sind weiterhin geöffnet. Auch wurden beispielsweise zusätzliche Plätze in weiteren Unterkünften geschaffen, um ein Abstandhalten zu ermöglichen und die Infektionsgefahren zu verringern. Auch werden in den Übernachtungsstellen Schnelltests angeboten, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. 

Die aktuellen Temperaturen, Regen und Schneefall können schnell zu einer Gefährdung für Menschen werden, die im Freien schlafen. Jeder Anruf kann daher Leben retten.

Stadtbibliothek Wuppertal sucht Jugendredakteure

Das Gerücht, dass Jugendliche immer weniger lesen, hält sich hartnäckig. Dass dem nicht so ist, will die Stadtbibliothek mit ihrem neuen Medienprojekt beweisen und sucht Jugendliche ab 12 Jahren, die Teil der neu gegründeten Jugendredaktion Bib4Teens werden wollen.

Die Redaktionsmitglieder bekommen Neuerscheinungen der Jugendbuchverlage noch bevor die Titel in die Ausleihe gehen und dürfen diese dann lesen und bewerten. Ihre Besprechungen werden dann auf dem eigenen Blog „Bib4Teens.de“ veröffentlicht und gehen als direktes Feedback der Zielgruppe an die Verlage. Natürlich können auch Games und Filme besprochen werden. Außerdem bestimmen die Jugendlichen mit, welche Medien für den Jugendbereich „4Teens“ der Bibliothek ausgewählt werden.

Coronabedingt finden die  Redaktionstreffen vorerst online statt, für die Zukunft sind jedoch regelmäßige Treffen in der Bibliothek geplant.

Wer Lust hat, Teil der Bib4Teens zu werden, weitere Informationen möchte oder direkt eine Besprechung schicken will, kann sich per Email an bib4teens@stadt.wuppertal.de melden oder nutzt das Kontaktformular auf bib4teens.de.

Bestellen und Abholen wieder erlaubt

Die Stadtbibliothek bietet Service im Bereich der analogen Medien, elektronisches Angebot noch einmal erweitert

Ab dem 11. Januar erlaubt das Land den Bibliotheken wieder einen Bestell- und Abholservice, der coronabedingt ausgesetzt war.

Die Stadtbibliothek Solingen bietet den Service ab Dienstag, 12. Januar, zu den bisherigen Öffnungszeiten an: dienstags und donnerstags 14 bis 18 Uhr, mittwochs bis freitags 10 bis 16 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr. In dieser Zeit ist das Team der Stadtbibliothek telefonisch erreichbar.

Medien werden per E-Mail an stadtbibliothek@solingen.de bestellt und können dann am Folgetag in der Mummstraße 10 abgeholt werden. Bestellungen (ausgenommen Vorbestellungen aktuell nicht verfügbarer Medien) werden maximal eine Woche lang zurückgelegt.  

Bestellformulare sind unter www.stadtbibliothek.solingen.dezu finden. Unter http://www.stadtbib.stadt-solingen.de/libero/WebOpac.cls/ kann man im Medienbestand der Bibliothek recherchieren.

Das Angebot an elektronischen Medien steht weiterhin unter www.bergisch-emedien.de zur Verfügung. Für Erstanmeldungen ist ein kostenloser Zugang bis zum 31. Januar  möglich. Zum Jahresende wurde das Angebot an e-Books und e-Audios noch einmal erweitert.