U20 WM in Kanada als Free TV-Angebot bei MagentaSport

Halbfinals Kanada gegen Russland und USA gegen Finnland ab Dienstagnacht – 7:2 – Kölner Haie fertigen Krefeld ab: „Wir müssen das hier nutzen!“

Die Kölner Haie setzen sich nach einem 7:2 in Krefeld auf Platz 2 in der Nord-Gruppe fest. Dagegen warten die Pinguine weiter auf den ersten Erfolg in der PENNY DEL. „Fakt ist: wir müssen jedes Spiel alles geben und nicht einmal das tun wir“, kritisierte Martin Schymainski und mahnte: „Wir müssen das hier nutzen.“ Im Keller-Duell der Süd-Gruppe schafft Nürnberg in Augsburg den ersten Erfolg. Die Panther sind wie Krefeld noch ohne Punkt.

Kanada gegen Russland (ab 00.00 Uhr) und USA gegen Finnland (ab 03.30 Uhr): MagentaSport zeigt die Halbfinals der U20 WM in der Nacht zum Dienstag live und frei zugänglich. Nachfolgend die Stimmen der DEL-Sonntagsspiele.

Krefeld Pinguine – Kölner Haie 2:7 – „Wir müssen das hier nutzen“

Krefelds Martin Schymainski kritisierte das gesamte Team: „Fakt ist: wir müssen jedes Spiel alles geben und nicht einmal das tun wir! So Kleinigkeiten – aufs Tor schießen, Chancenverwertung. Ja, wir haben eine sehr unerfahrene Truppe. Ja, ok. Aber trotzdem: jeder Spieler hat bei uns eine Chance in der DEL zu spielen. So viel Eiszeit wie in Krefeld kriegst du in anderen DEL-Vereinen nicht. Wir müssen das hier nutzen.“

Kölns Lucas Dumont: „Wir hatten ein konstant gutes Spiel. Teilweise ein paar Konter zu viel zugelassen. Aber – im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein.“

Düsseldorfer EG – Grizzlys Wolfsburg 4:5 OT – „Ein drunter und drüber“

0:2, 2:2, 3:4 – Ausgleich 22 Sekunden vor Schluss: Das Duell zwischen der Düsseldorfer EG und den Grizzlys Wolfsburg war spannend. Nach nur 32 Sekunden in der Overtime fiel der Siegtreffer durch Garrett Festerling – zufrieden war er dennoch nicht: „Wir haben zu einfache Gegentore bekommen. Es ist noch früh in der Saison, aber jeder Punkt ist wichtig.“

Düsseldorfs Alexander Karachun war nach dem Spiel bedient: „Es war ein drunter und drüber. Wolfsburg ist gut gestartet und wir haben Stärke gezeigt, als wir zurückgekommen sind und bis zum Ende des Spiels durchgehalten haben… Es ist sch****, so zu verlieren, aber den Punkt nehmen wir mit.“

Augsburger Panther – Nürnberg Ice Tigers 1:4 – „Wichtige 3 Punkte“

Die Augsburger Panther spielten ein starkes erstes Drittel, kamen allerdings nicht zum Torerfolg. Nach der ersten Drittelpause wurde Nürnberg spielbestimmend und fuhr einen verdienten Auswärtssieg ein. Augsburgs Steffen Tölzer nach der Niederlage: „Wir haben ganz gut gespielt im ersten Drittel, aber unsere Chancen nicht genutzt. Wir haben uns dann das ganze Spiel schwergetan, ein Tor zu schießen. Wenn wir im ersten Drittel die Dinger gemacht hätten, wäre das Spiel ganz anders verlaufen. Momentan hakt es irgendwie bei uns am Tore schießen. Daran müssen wir arbeiten.“

Nürnbergs Luke Adam nach dem ersten Saisonsieg: „Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Es war nicht der Start, den wir als Team wollten. Wir hatten kein gutes erste Drittel heute. Dafür waren das zweite und dritte Drittel umso besser. Das sind wichtige drei Punkte… Der erste Sieg ist immer der Schwerste.“

Eishockey live bei MagentaSport

Montag, 05.01.2021

DEL

  • Ab 18.15 Uhr: Schwenninger Wild Wings – Straubing Tigers
  • Ab 20.15 Uhr: ERC Ingolstadt – Adler Mannheim

Dienstag, 05.01.2021

U20 WM

  • Ab 00.00 Uhr: Kanada – Russland
  • Ab 03.30 Uhr: USA – Finnland
  • Ab 19.15 Uhr: Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin

Mittwoch, 06.01.2021

  • Ab 18.15 Uhr: Fischtown Pinguins Bremerhaven – Grizzlys Wolfsburg
  • Ab 20.15 Uhr: Straubing Tigers – Augsburger Panther

Donnerstag, 07.01.2021

  • Ab 18.15 Uhr: Adler Mannheim – Schwenninger Wild Wings
  • Ab 20.15 Uhr: Iserlohn Roosters – Düsseldorfer EG

Freitag, 08.01.2021

  • Ab 18.15 Uhr: EHC Red Bull München – ERC Ingolstadt
  • Ab 20.15 Uhr: Eisbären Berlin – Kölner Haie

Quelle: Magenta Sport. Erhältlich in MagentaZuhause L mit MagentaTV Smart

Duo raubt Haaner aus – Polizei ermittelt

Bereits einen Tag vor Silvester, vergangene Woche Mittwoch am 30. Dezember 2020, haben zwei bislang unbekannte Täter einen 71-jährigen Haaner vor einer Gaststätte am „Neuer Markt“ überfallen und ausgeraubt.

Gegen 15:15 Uhr hatte der Inhaber nach Erledigungen seine Gaststätte verlassen, als er von zwei Männern angesprochen wurde. In gebrochenem Deutsch fragte das Duo, ob der Mann ihnen Geld für eine Parkuhr wechseln könne. Als der Haaner daraufhin sein Portemonnaie aus der Tasche holte, drückten die beiden Männer ihn in den Hauseingang und entwendeten ihm dabei die Geldbörse.

Anschließend lief das Duo in Richtung Dieker Straße davon. Kurz darauf alarmierte der zum Glück unverletzte 71-jährige Haaner die Polizei, welche umgehend nach den beiden Tätern fahndete. Dabei konnten jedoch keine verdächtigen Personen angetroffen werden.

Zu den beiden Tätern liegen folgende Personenbeschreibungen vor:

Erster Täter:

  • männlich
  • circa 1,70 Meter groß
  • circa 20 bis 25 Jahre alt
  • schlanke Statur
  • nach hinten gegelte Haare
  • trug eine dunkle Jacke und eine dunkle Jeans

Zweiter Täter:

  • männlich
  • circa 1,70 Meter groß
  • kräftige Statur
  • nach hinten gegelte Haare
  • trug eine dunkle Jacke und eine dunkle Jogginghose

Die Polizei fragt:

Wer kann Angaben machen zu den beiden Tätern oder hat möglicherweise den Überfall beobachtet? Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Haan jederzeit unter der Rufnummer 02129 9328-6480 entgegen.

DRF Luftrettung bald im Einsatz mit fünfblättrigem Hubschrauber

Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Luftrettung sowohl im deutschsprachigen Raum als auch EU-weit: Die DRF Luftrettung erweitert ihre Flotte um einen Hubschrauber des Typs H145 von Airbus mit fünf Hauptrotorblättern. Heute beginnen die Techniker der DRF Luftrettung, den ersten von fünf dieser Hubschrauber in diesem Jahr für den Einsatz an einer der Luftrettungsstationen auszurüsten. Die technischen Arbeiten in der Werft der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden dauern rund einen Monat, gefolgt von Checkflügen und dem Einlernen der Besatzung, bevor die Maschine voraussichtlich im April auf ihre Mission zur Rettung von Menschenleben aufbricht.

„Mit dieser Weiterentwicklung verfolgen wir konsequent unser zentrales Ziel: morgen auch die Menschenleben zu retten, denen wir heute noch nicht helfen können“, freut sich Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung. Die gemeinnützig tätige DRF Luftrettung beginnt, den ersten Hubschrauber mit Fünfblattrotor im deutschsprachigen Raum und in der gesamten Europäischen Union für den Einsatz an der Station auszustatten. „Wir sind stolz darauf, hier die Ersten zu sein. Ganz bewusst haben wir uns dafür entschieden, das Fünfblatt-Rotorsystem – sobald es am Markt ist – einzusetzen. Denn mit dieser Investition erweitern wir unsere Möglichkeiten, noch mehr Menschen in Not schnelle und hochprofessionelle Hilfe zu bringen. Dies entspricht unserem Selbstverständnis als Innovator, die Luftrettung auf höchstem fliegerischen, medizinischen und technischen Niveau in Deutschland und weltweit voranzutreiben“, sagt Dr. Krystian Pracz. Ergänzend fügt Dr. Wolfgang Schoder, CEO Airbus Helicopters Deutschland, hinzu: „Wir haben intensiv an der Weiterentwicklung gearbeitet und danken der DRF Luftrettung für das Vertrauen in unsere Technologie. Wir teilen die Mission unseres Partners, die Geschichte der Luftrettung fortzuschreiben.“

Es ist der erste von insgesamt fünf Hubschraubern des Typs H145 mit Fünfblattrotor, den die Techniker der DRF Luftrettung im Laufe des Jahres in Rheinmünster einrüsten werden. Den Grundstein dafür legt ein im Sommer 2019 getroffener Vertrag beider Parteien. Nach der Abnahme dieses ersten Hubschraubers durch die DRF Luftrettung in Donauwörth, dem Hauptstandort der Hubschrauberproduktion von Airbus in Deutschland, wurde er bei seinem ersten Flug am 23. Dezember 2020 in die Werft im Operation Center der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden überführt. „Mit diesem Hubschrauber haben wir ein neues, hochmodern weiterentwickeltes Mitglied in unserer Flotte – das war sozusagen ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, so Dr. Krystian Pracz.

Das fünfte Rotorblatt – ein Plus für die Luftrettung

Die DRF Luftrettung baut mit dieser Investition ihre Flotte weiter aus, weil sie auch in Zukunft zu einer der besten Luftrettungsorganisationen der Welt zählen möchte. „Das Fünfblatt-Rotorsystem bedeutet, dass wir Patientinnen und Patienten in Not noch besser helfen können“, erläutert Dr. Krystian Pracz diese Entscheidung. Die H145 ist dank des neuen Systems leichter und bietet noch mehr Leistung. Somit können die Crews bis zu 150 Kilogramm mehr Last an Bord aufnehmen. Das ermöglicht auf spontane Anforderungen am Einsatzort, wie zum Beispiel die Aufnahme von zusätzlichem medizinischen Personal, besser reagieren zu können. Bei Bedarf können die Luftretter*innen auch mehr Treibstoff tanken und damit noch längere Strecken fliegen. Insgesamt erweitert das Plus an Leistung die fliegerischen Möglichkeiten und führt so zu mehr Sicherheit bei den Einsätzen. „Ein Hubschrauber kämpft beständig gegen die Schwerkraft. Jedes Kilo weniger ist dabei ein Gewinn – hin zu einem leichteren und damit noch sichereren Flug“, verdeutlicht Dr. Krystian Pracz. Zudem liegt der Hubschrauber durch die fünf Rotorblätter noch besser in der Luft, wodurch sich der Flugkomfort sowohl für die Besatzung als auch für ihre Patient*innen weiter erhöht. „Dieser technische Fortschritt und die nun startende Flottenmodernisierung tragen nachhaltig dazu bei, unserer Aufgabe gerecht zu werden.“ Als technische Neuerung bringt die H145 mit Fünfblattrotor neben dem neuen Rotor auch ein ins Cockpit integrierte WiFi mit, durch das die Pilot*innen wichtige Daten direkt vom Tablet auf den Bordcomputer übertragen können.

Von der Werft bis zum Einsatz in der Luftrettung

Anflug des ersten H145 mit Fünfblattrotor am Operation Center der DRF Luftrettung. Foto: DRF Luftrettung
Anflug des ersten H145 mit Fünfblattrotor am Operation Center der DRF Luftrettung. Foto: DRF Luftrettung

Bevor der neue Hubschrauber voraussichtlich im April seinen Dienst an einer der bundesweiten Stationen aufnehmen kann, wird der Innenraum in der Werft der DRF Luftrettung mit der notwendigen Ausstattung versehen. So werden beispielsweise die Patiententrage, Halterungen für Spritzenpumpen und die Sitze für das medizinische Personal angebracht. Zudem zertifiziert der Entwicklungsbetrieb der DRF Luftrettung den Wetterradar und es werden Checkflüge durchgeführt. Abschließend wird die erste Besatzung einer Luftrettungsstation in den Einsatz mit dem Muster eingelernt. Welche Station das sein wird, gibt die DRF Luftrettung noch bekannt.

Umrüstung auf das neue System in der eigenen Werft

Im ersten Quartal des neuen Jahres wird die DRF Luftrettung zudem erstmalig mit Airbus zusammen die Umrüstung einer bestehenden Einsatzmaschine auf das Fünfrotorblatt-System vornehmen – als weltweit erster Kunde von Airbus. Die Umrüstung muss zunächst mit Airbus im Detail erarbeitet und erforderliche Freigaben und Genehmigungen müssen eingeholt werden. „Dabei erleben wir einmal mehr eine sehr gute und zuverlässige Zusammenarbeit mit Airbus und sind stolz darauf, nach der Einführung der H145 im Jahr 2015 erneut Erstkunde von Airbus zu sein“, so Dr. Krystian Pracz.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre plant die DRF Luftrettung, alle ihre vorhandenen Hubschrauber des Typs H145 von vier auf fünf Rotorblätter umzurüsten. Diese Umrüstung kann die DRF Luftrettung bei freien Kapazitäten künftig auch externen Kunden anbieten.

Kontinuierlich neue Informationen rund um die Einrüstung der H145 mit Fünfblattrotor finden Sie unter: www.drf-luftrettung.de/h145-fuenfblattrotor

Über die DRF Luftrettung

Die DRF-Gruppe mit Sitz in Filderstadt ist eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Insgesamt leistete die Gruppe 40.738 Einsätze im Jahr 2019. An 14 der 35 Stationen in Deutschland, Österreich und Liechtenstein sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an acht Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz.

Zur DRF-Gruppe gehört seit 2001 die österreichische ARA Flugrettung mit zwei Stationen sowie seit 2019 die Northern HeliCopter GmbH (NHC), die an drei Stationen Einsätze in der Luft- und Wasserrettung leistet. Außerdem ist die DRF Luftrettung im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer Station in Balzers/Liechtenstein beteiligt. Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patienten aus dem Ausland zurück.

Für den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnützige Luftrettungsorganisation auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Weit über 400.000 Förderer weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite.

Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Drei Fragen an den scheidenden Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland Manfred Rekowski

Herr Rekowski, bei Krisen wie Corona steht immer das Gottvertrauen auf dem Spiel. Kennen Sie solche Belastungsproben auch?

Manfred Rekowski: Als ich vor zwei Jahren von jetzt auf gleich erfuhr, dass ich an einer chronischen Form der Leukämie erkrankt bin, war das ein Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich mich auf ziemlich dünnem Eis bewege. Dabei habe ich erfahren, dass ich getragen und gehalten bin, und war selbst überrascht über meine Zuversicht. Die schwierigsten Momente waren eigentlich die, in denen ich vertrauten Menschen von meiner Erkrankung erzählt habe. Ich kenne also dieses Fragezeichen – warum jetzt, warum ich, warum diese Krankheit? -, aber auch die Zuversicht, dass ich auf diesem Weg nicht allein unterwegs bin.

„Unsere Aufgabe als Seelsorger ist es, Dinge auszuhalten, die man eigentlich nicht aushalten kann.“

Manfred Rekowski

Wie haben Sie den kirchlichen Vertrauensverlust in Ihrer Amtszeit erlebt?

Rekowski: Kirche ist nicht als Institution identitätsstiftend, sondern erst, wenn Menschen ihre existenzielle Relevanz erleben. Ich denke zum Beispiel an den Anruf einer Kinderklinik mit Bitte um eine Taufe. Es war klar, dass danach die Geräte abgestellt werden. Unsere Aufgabe als Seelsorger ist es dann, Dinge auszuhalten, die man eigentlich nicht aushalten kann. Dass wir die großen kirchlichen Strukturen an die kleiner werdenden Zahlen anpassen müssen, ist ja richtig, aber das müssen wir unaufgeregt erledigen. Wichtiger ist es, Wege zu finden, von unserer Relevanz zu erzählen.

Was ist Ihre Antwort auf die alte Streitfrage, wie politisch Kirche sein darf oder muss?

Rekowski: Wir sind nicht deswegen für Klimaschutz, weil wir ein Ableger von Rot-Grün wären, sondern weil wir uns zu Gott, dem Schöpfer, bekennen und Verantwortung für seine Schöpfung haben. Das ist der Unterschied. Weil ich selbst immer politisch interessiert war, bin ich 1982 auch Mitglied der SPD geworden. Gerade mit diesem Schritt wollte ich aber bewusst mein parteipolitisches Engagement von meinem Pfarramt trennen. Etwa zehn Jahre später habe ich die Partei wieder verlassen.

Vertrauen der Deutschen zu den politischen Institutionen hoch

RTL/ntv-Trendbarometer – Forsa-Aktuell: Im Verlauf der Corona-Krise bleibt das Vertrauen der Deutschen zu den politischen Institutionen hoch. Junge Deutsche vertrauen der deutschen Politik und der EU – Größtes Vertrauen zu Beginn des neuen Jahres zum Bundespräsidenten und zur Kanzlerin.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie war im Mai das Vertrauen der Deutschen zu fast allen politischen Institutionen stark gewachsen. An diesem großen Vertrauen hat sich im Verlauf der Corona-Krise nichts geändert. Zum Jahreswechsel ergeben sich im aktuellen Vertrauens-Ranking bei der Beurteilung der politischen Institutionen gegenüber dem Mai 2020 kaum Veränderungen.

Das größte Vertrauen haben die Bundesbürger wie schon im Mai auch zum Jahreswechsel 2020/2021 zum Bundespräsidenten (76 %) und zur Kanzlerin (75 %). Das Vertrauen zur Kanzlerin ist seit Mai sogar noch um 3 Prozentpunkte gestiegen. Größer geworden ist im Verlauf der Corona-Krise auch das Vertrauen zur Exekutive auf Bundes- und Landesebene: Zur Bundesregierung haben zum Jahreswechsel 63 Prozent (ein Plus von 3 Prozentpunkten) zu den Landesregierungen 60 Prozent (ein Plus von 2 Prozentpunkten) großes Vertrauen. Unverändert geblieben ist seit Mai das Vertrauen zu den lokalen Institutionen: Zum Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister haben weiterhin 58 Prozent und zur Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung 56 Prozent großes Vertrauen. Das Vertrauen zur politischen Vertretung in der Stadt bzw. Gemeinde geht nur minimal um einen Prozentpunkt zurück – bleibt aber mit 56 Prozent auf recht hohem Niveau. Das Vertrauen zum Bundestag ist mit 54 Prozent ebenfalls so groß wie im Mai geblieben.

Das Vertrauen zur Europäischen Union ist auch zum Jahreswechsel mit 38 Prozent (ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Mai) deutlich geringer als das zu den nationalen politischen Institutionen.

Recht geringes Vertrauen genießen weiterhin die politischen Parteien mit unverändert 25 Prozent.

Vertrauen in politische Institutionen Anfang 2021*

Es haben großes Vertrauen zu (zur, zum)

  • Bundespräsidenten 76% (0)
  • Bundeskanzlerin 75% (+3)
  • Bundesregierung 63% (+3)
  • Landesregierung 60% (+2)
  • Bürgermeister/Oberbürgermeister 58% (0)
  • Gemeindevertretung 56% (-1)
  • Stadtverwaltung 56% (0)
  • Bundestag 54% (0)
  • Europäischen Union 38% (+1)
  • Politischen Parteien 25% (0)

*In Klammern Veränderung gegenüber Mai 2020

Großer Vertrauenszuwachs für die Politik in der Corona-Krise

Vor der Corona-Pandemie war das Vertrauen zu den politischen Institutionen in Deutschland deutlich geringer. Nach der ungewöhnlich langen und schwierigen Regierungsbildung nach der letzten Bundestagswahl 2017, dem heftigen Streit zwischen den Schwesterparteien CDU und CSU und den andauernden Konflikten zwischen den Regierungsparteien Union und SPD hatten zum Jahreswechsel 2019/2020 nur noch 34 Prozent Vertrauen zur Bundesregierung. Auch zur Kanzlerin hatten nur noch 50 Prozent Vertrauen. Hoch war Anfang 2020 nur das Vertrauen zum Bundespräsidenten.

Im Verlauf der Corona-Krise aber stieg das Vertrauen zur Kanzlerin von 50 auf 75 Prozent um 25 Prozentpunkte und das zur von ihr geführten Bundesregierung von 34 auf 63 Prozent um 29 Prozentpunkte wieder deutlich. Vertrauenszuwächse haben in der Corona-Krise auch die Landesregierungen und der Bundestag (mit einem Plus von jeweils 13 Prozentpunkten) und die lokalen Institutionen (Verbesserungen zwischen 8 und 10 Prozentpunkten) zu verzeichnen. Lediglich das Vertrauen zur Europäischen Union liegt mit 38 Prozent unter dem Wert von Anfang 2020 mit 40 Prozent.

Vertrauen in politische Institutionen Anfang 2021 und Anfang 2020*

Es haben großes Vertrauen zu (zur, zum)

  • Bundespräsidenten 76% (+3)
  • Bundeskanzlerin 75% (+25)
  • Bundesregierung 63% (+29)
  • Landesregierung 60% (+13)
  • Bürgermeister/Oberbürgermeister 58% (+10)
  • Gemeindevertretung 56% (+8)
  • Stadtverwaltung 56% (+9)
  • Bundestag 54% (+13)
  • Europäischen Union 38% (-2)
  • Politischen Parteien 25% (+9)

*In Klammern Veränderung gegenüber Januar 2020

Hohes Ansehen der Politik bei den 18- bis 29-Jährigen

Häufig wird unterstellt, dass die junge Generation nur geringes Vertrauen zu den politischen Institutionen habe. Doch das ist nicht der Fall. Zu den Regierungen in den Bundesländern, zu den lokalen politischen Institutionen, zu politischen Parteien und vor allem zur Europäischen Union haben die 18- bis 29-Jährigen größeres Vertrauen als die über 60-Jährigen. Großes Vertrauen zur Europäischen Union haben mit 61 Prozent deutlich mehr 18- bis 29-Jährige als über 60-Jährige (32 %). Das Vertrauen zur Bundesregierung ist bei Alten und Jungen gleich groß. Etwas geringer ist das Vertrauen der Jungen im Vergleich zu den Älteren nur zum Bundespräsidenten (73 zu 82 %) und zur Kanzlerin (76 zu 80 %).

Die meisten AfD-Anhänger misstrauen allen politischen Institutionen

Auch in der Corona-Krise ändert sich am Misstrauen der AfD-Anhänger gegenüber den politischen Institutionen nichts. Im Unterschied zum Rest der Gesellschaft haben lediglich 12 Prozent der AfD-Anhänger Vertrauen zum Bundespräsidenten, 8 Prozent zur Bundeskanzlerin, 6 Prozent zur Bundesregierung und 7 Prozent zum Bundestag. Lediglich zu kommunalen Institutionen ist das Vertrauen von AfD-Anhängern etwas größer – 32 Prozent trauen ihrer Gemeindevertretung, 31 Prozent der Stadtverwaltung und 29 Prozent dem Bürgermeister oder Oberbürgermeister. Aber auch zu den kommunalen Institutionen haben von den nicht zur AfD neigenden Wahlbürgern rund doppelt so viel Vertrauen wie die Anhänger der AfD.

Die Daten zum Vertrauen in die politischen Institutionen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen dem 28.12. 2020 und dem 2. 1. 2021 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 4.029 Befragte.

Quelle: RTL/ntv-forsa-Institutionen-Ranking

04.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 4.959 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 345 Personen nachgewiesen infiziert, 59 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.513 Menschen sind wieder genesen. 101 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 169 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 106,1 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 916 Personen. Die Quarantäne beenden konnten 20.674 Personen.

Zahlen zeugen noch nicht von Entspannung!

Dass die Sieben-Tages-Inzidenz in Stadt und Land in den vergangenen Tagen gesunken ist, weist noch nicht auf eine Entspannung der Infektionslage hin. Bei der Interpretation der Fallzahlen muss man beachten: Wegen der Feiertage suchten weniger Menschen eine Ärztin oder einen Arzt auf. In Solingen und in anderen Städten wurde weniger getestet, zum Teil pausierten die Testzentren ganz. Auch die Labore arbeiteten über die Feiertage nur eingeschränkt.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 03.01.2021 – 14:26 Uhr

Aktuelle Meldung vom Robert Koch Institut für Solingen

Es gibt insgesamt 4.959 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 125,6. 101 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage200
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW125,6
Fälle gesamt4.959
Fälle gesamt/100.000 EW3.114,1
Todesfälle gesamt101
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

04.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 4. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):9936
– davon aktuell infizierte Personen:1366
– davon genesene Personen:8348
– davon verstorbene Personen222
Gesamtzahl in Quarantäne2086
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne1998
– davon in freiwilliger Quarantäne88
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:47
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:592
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:166,76

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut heute für Wuppertal

Es gibt insgesamt 9.865 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 156,9. 221 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage557
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW156,9
Fälle gesamt9.865
Fälle gesamt/100.000 EW2.778,1
Todesfälle gesamt221
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Presseschau 3. Januar 2021

Diese Themen waren am 3. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Kretschmer für deutliche Verlängerung des Lockdowns

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich für eine längerfristige Verlängerung des geltenden Lockdowns ausgesprochen. „Ich plädiere statt einem Hü und Hott zwischen Lockerungen und Beschränkungen dafür, konsequent zu sein und Nervenstärke zu haben. Eine Verlängerung des Lockdowns in Sachsen bis mindestens Ende Januar ist daher unvermeidbar“, sagte Kretschmer dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagausgabe). Es sei durch den Lockdown im Dezember gelungen, den rapiden Anstieg der Neuinfektionen abzubremsen. „Allerdings dürfen wir uns nicht in einer falschen Sicherheit wiegen. Wir befinden uns in der härtesten Phase dieser Pandemie.“ Kretschmer ergänzte, die Erfahrungen in Nachbarländern zeigten, dass frühes Lockern zu einem sprunghaften Anstieg der Infektionen führe.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/politik/bis-wann-wird-der-lockdown-vorerst-verlaengert-mehrheit-der-laender-fuer-31-januar/26765258.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Schulen im Lockdown

Wenige Tage vor dem möglichen Schulstart ist nichts geklärt. Während Gesundheitsminister Jens Spahn Schulen weiter geschlossen halten will, stellte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann schon vor Weihnachten eine Rückkehr zum Präsenzbetrieb mindestens in Grundschulen und Kitas in Aussicht. Beides verursacht Kopfschütteln.

Echte Lösungen sehen für den Pandemiewinter anders aus als ein pauschales Öffnen oder Schließen: Wechselunterricht in kleinen Gruppe etwa, gepaart mit verlässlichem digitalem Unterricht – mit zusätzlichen Angeboten für Schüler, die mehr Unterstützung nötig haben. Nur die hätten vor langer Zeit vorbereitet werden müssen. Zeit, die seit dem vergangenen Frühjahr verschenkt wurde.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Kitas und Schulen: Die Summe ist entscheidend
Kommentar von Thomas Steiner

Einen Sonderstatus für Bildung und Betreuung einzufordern, wie es Susanne Eisenmann tut, ist der falsche Weg. Es geht jetzt ums Große und Ganze. Dafür spielten die jüngeren Kinder keine große Rolle, sagt die Kultusministerin und beruft sich auf Studien. Ganz so eindeutig ist das aber nicht, es gibt Studien mit anderen Ergebnissen. (…) Vermutlich wird es bei der Kultusministerkonferenz am Montag und bei der Ministerpräsidentenkonferenz nicht zuletzt um die unterschiedlichen Expertisen gehen. Dabei gilt es derzeit, möglichst alle Infektionsgelegenheiten zu unterbinden. Die Summe muss es machen im Kampf gegen die hohen Zahlen. http://www.mehr.bz/khs4i

Quelle: Badische Zeitung – www.badische-zeitung.de

nd.DerTag zu Lehrplänen, die ins Wanken geraten

Schon im Herbst – vor der zweiten Infektionswelle – gab es einen Aufschrei von Schüler*innen in Bayern, die darüber klagten, dass der Leistungsdruck enorm sei. Zwar würden wohl die Regeln für Klausuren eingehalten werden, erklärte daraufhin der Deutsche Lehrerverband, aber die Lehrkräfte seien darauf aus, rasch eine Notenbasis zusammenzubekommen. Natürlich machten sie sich Sorgen um die Bewertungen der Schüler*innen. Der Realschullehrerverband hat jetzt noch einmal unterstrichen, dass es keine Qualitätsabstriche bei den Abschlüssen geben werde, auch wenn nicht mit einem baldigen Präsenzunterricht zu rechnen ist.

Das hört sich nach Wunschdenken an. Keineswegs wird es nämlich im Wechselunterricht überall eine Videoschaltung geben, und noch immer werden Lernplattformen beim Heimunterricht unterschiedlich genutzt. Es wird Verzögerungen im Lehrplan geben. Ohnehin können sich nicht alle Schüler*innen gleich gut mit der Situation arrangieren. Wer es versteht, sich selbst zu organisieren, ist klar im Vorteil. Das wird sich auch auf die Abschlüsse auswirken. Zwangsläufig werden Abstriche gemacht werden müssen, auch wenn es den Lehrerverbänden nicht gefällt, die darauf pochen, die Leistungsstandards hochzuhalten.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Harte Wochen – Kommentar von Friedrich Roeingh zum Lockdown

Nein, eine Aufhebung des aktuellen Lockdowns ist leider nicht in Sicht. Dafür sind die Kliniken fast bundesweit zu sehr am Anschlag. Dafür ist die Zahl der Neuinfektionen noch nicht hinreichend gesenkt worden. Und die Frage, ob Weihnachten und Silvester nicht sogar einen leichten Rückschlag in der so mühsamen Bekämpfung der Pandemie ausgelöst haben, wird schließlich erst Mitte Januar beantwortet.

So langsam wird fast allen klar, dass uns die eigentliche Bewährungsprobe der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen, ja Monaten erst bevorsteht. Noch einmal zu früh lockern, ist jedenfalls keine Strategie. Das ewige Rauf- und Runterfahren verursacht mehr Schaden, als es nützt. Die Erkenntnis lautet, dass die Zahlen erst auf breiter Fläche noch deutlich weiter runter müssen, bevor es eine Perspektive auf dann nachhaltige Lockerungen gibt. Womit sich die Frage stellt, ob sich die Politik nicht sogar noch zu bundesweiten nächtlichen Ausgangs- und Reisebeschränkungen durchringen muss, um endlich zu schnelleren Erfolgen zu kommen. Pandemieverordnungen haben schließlich grundsätzlich den Sinn, allen Bürgern notwendige Beschränkungen aufzuerlegen, statt allein auf die Einsicht einer (nicht ausreichenden) Mehrheit zu setzen.

Im Gegenzug sollte vor allem Kita-Kindern, Grundschülern und deren Eltern eine möglichst rasche Rückkehrperspektive aufgezeigt werden. Das Allerwichtigste in dieser festgefahrenen Situation ist aber: Deutschland oder die EU müssen so schnell wie möglich den Astrazeneca-Impfstoff zulassen, der von jedem Hausarzt verimpft werden kann. Vorher wird es keine nachhaltige Entspannung geben.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz – www.allgemeine-zeitung.de

Verlängerter Corona-Halbschlaf/Die Einschränkungen werden wohl andauern. Die Politik hat im Kampf gegen die Pandemie allerdings auch kaum Alternativen. Von Reinhold Zweigler

Der staatlich verordnete Corona-Halbschlaf für das öffentliche Leben erfährt offenbar eine weitere Verlängerung. Was im Sommer angesichts erfreulich gesunkener Infektionszahlen wohl niemand befürchtet hätte, dürfte bittere Realität werden. Wird am Dienstag der jetzige, seit November währende Lockdown wirklich über den 10. Januar hinaus verlängert, dann erlebt Deutschland ein Vierteljahr des quälenden Teilstillstands. Und der dürfte bis Ende Januar anhalten, wie Bayerns Ministerpräsident und oberster politischer Corona-Mahner Markus Söder bereits den Takt vorgegeben hat.

Die Gründe für die nunmehr dritte Verlängerung des November-Lockdowns sind dabei so vielfältig wie schwerwiegend. Im Herbst als die Infektionszahlen wieder dramatisch anstiegen, wurde offenbar der Preis für die vielfach allzu große Sorglosigkeit und Lässigkeit im Umgang mit dem gefährlichen Virus gezahlt. Bei vielen Menschen mag der Eindruck entstanden sein, man habe das Gröbste bereits überwunden. Es wurde, mit Einschränkungen zwar, wieder Urlaub gemacht. Es gab private Feiern, Veranstaltungen, auch einige Gottesdienste, bei denen die Hygieneregeln sträflich missachtet wurden. Doch statt ungetrübter Freuden entwickelten sich daraus nicht wenige Hotspots mit massenhaften Infektionen.

Der Massenandrang auf Skigebiete während der vergangenen Feiertage, unbedachte Weihnachts- und Silvesterfeiern waren nun hoffentlich nicht der Auftakt für eine neue Corona-Welle, wie jene aus dem österreichischen Ischgl im März 2020. Genaueres über das derzeitige Infektionsgeschehen weiß man allerdings erst in den nächsten Tagen und Wochen.

Insofern macht ein verlängerter Lockdown jetzt durchaus Sinn. Er ist allerdings auch gewissermaßen der letzte Pfeil im Köcher der Politik im Kampf gegen das Virus. Unser Nachbarland Österreich hat erfahren müssen, dass eine Corona-Strategie nach dem Muster Auf-zu-auf-zu nicht funktioniert. Die deutsche Politik von Bund und Länder muss sich indes vorwerfen lassen, dass der jetzige Lockdown zu spät und zu zaghaft begonnen wurde. Möglicherweise hätten härtere Maßnahmen bereits im November die Infektionswelle früher brechen können. Freilich gilt auch in diesem Fall: Hinterher ist man immer klüger.

Das gilt ebenso für das Vorgehen beim Einkauf von Impfstoffen. In den zurückliegenden Monaten, als noch völlig unsicher war – und teilweise weiterhin ist – welche Medikamente vor Corona schützen könnten, hat die EU möglicherweise zu wenig Impfstoffe bestellt und zu lange über Preise verhandelt. Auch weil der Abstimmungsprozess innerhalb der Union zu schwierig und bürokratisch war. In Israel dagegen war man weniger pingelig und hat das Vakazin für Höchstpreise eingekauft und flugs bereits ein Zehntel der Bevölkerung geimpft.

Trotz aller Anfangsschwierigkeiten, die Mainzer Biontech-Chefs und Spitzenforscher Özlem Türeci und Ugur Sahin – in ihrem Herkunftsland Türkei werden sie als Helden gefeiert – haben zugesichert, dass Deutschland ausreichend Impfstoff bekommen werde. Neue Kapazitäten für die technologisch höchst anspruchsvolle Produktion des Vakazins gehen in wenigen Wochen in Betrieb.

Hinzu kommen in absehbarer Zeit Impfstoffe anderer Hersteller, die gleichfalls vor dem tückischen Virus schützen können. Die riesige Herausforderung bleibt allerdings bestehen, die Impfdosen schnell und verlässlich dorthin zu bringen, wo sie verimpft werden können – wie gerade am Beispiel von Regensburg zu sehen ist.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung – www.mittelbayerische.de

Welt

Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Julian Assange

Die Frankfurter Rundschau schreibt zur bevorstehenden Entscheidung über die Auslieferung des Wikileaks-Gründers:

Die USA führen Krieg. Gegen die Pressefreiheit. Das Ziel des Verfahrens ist erschreckend schlicht. Die USA und ihre Helfershelfer wollen Wikileaks kriminalisieren, weil es geheime Dokumente veröffentlichte, die Regierungen, Banken, Militärs, Sektenführer und Firmenbosse an den Pranger stellten – wegen Korruption, Machtmissbrauch, Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Klar, Julian Assange ist ein umstrittener Mann. Bewundert für seine Chuzpe, verhasst wegen seiner Hybris. Kann das eine Rolle spielen, wenn es um Menschenrechte geht? Ein Held der Aufklärung soll zum Schweigen gebracht werden. Und mit ihm Whistleblower und kritische Journalist:innen. Doch ohne deren Zivilcourage können freiheitliche Demokratien nicht überleben. Es ist weltweit im öffentlichen Interesse: Julian Assange muss freikommen!

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Mitteldeutsche Zeitung zu Trump

Die Zurückweisung eines präsidialen Vetos – das hat es in der ganzen Amtszeit von Trump noch nicht gegeben. Ist das, acht Wochen nach der verlorenen Wahl, nun endlich das Aus für den Nero im Weißen Haus? Soweit ist es leider noch nicht. Umfragen belegen, dass Trumps Anhänger zu ihrem Idol stehen. Und Trump wird weiter alles tun, um das Verschwörungsmärchen vom Wahlbetrug zu befeuern. Schon ruft er seine Anhänger für Mittwoch zu Protest und Krawall in Washington auf. Erschreckend wenig Republikaner haben sich diesem Wahnsinn bislang offen entgegengestellt. Zu groß ist die Angst, bei der nächsten Wahl abgestraft zu werden. In dieser Woche könnte sich aber entscheiden, ob das Fieber des Trumpismus weiter steigt oder zumindest drastisch gesenkt werden kann. Trump ist angezählt, aber erledigt ist er noch nicht.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Europa

nd.DerTag zu Migration in Europa: Einer für alle, alle für keinen

„Die EU“ ist besorgt in Anbetracht der Lage obdachloser Flüchtlinge in Bosnien und nannte deren Situation „inakzeptabel“, meldet AFP. „Die gesamte Europäische Union“ habe die Verpflichtung, den Menschen „an Ort und Stelle“ zu helfen, findet Friedrich Merz. Naht also endlich Rettung für die Geflüchteten?

Leider nein. Denn „die EU“, die sich um die Geflüchteten sorgt, ist in diesem Fall lediglich der zuständige Sondergesandte Johann Sattler. Der darf zwar für die Institution sprechen, in deren Auftrag er tätig ist. Nur ändert das nichts am Elend auf dem Balkan.

Friedrich Merz darf eigentlich nur für sich selbst sprechen, hat er doch derzeit weder in Deutschland, geschweige denn in der EU offiziell etwas zu sagen. Doch leider sprechen viele europäische Politiker genauso wie er, mit der Betonung auf „gesamte EU“. Und außerdem will der CDU-Vorsitz-Kandidat bald ohnehin mehr zu sagen haben.

Deutschland hat es in der Zeit seiner EU-Ratspräsidentschaft nicht geschafft, eine europäische Asyl- und Migrationspolitik auf den Weg zu bringen, die ihren Namen verdient, und es ist kaum vorstellbar, dass das seinem Nachfolger Portugal gelingt. Denn bekanntlich weigern sich einzelne Länder beharrlich, überhaupt Migranten ins Land zu lassen. Und andere fordern, dass die EU unbedingt gemeinsam handeln müsse. Gemeinsam können dann alle die Verantwortung von sich weisen.

So dürfte es bei dem Minimalkonsens bleiben, möglichst viele Geflüchtete spätestens an der Grenze zum Schengen-Raum wieder loszuwerden. Und wer das „an Ort und Stelle helfen“ nennt statt menschenverachtende und tödliche Politik, kann für die EU sprechen, auch wenn er bislang nicht einmal in der CDU das Sagen hat.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Städtetag will Partnerschaften mit britischen Städten nach Brexit vertiefen

Dedy: Bedeutung der Partnerschaften wächst – „Verständigung im Kleinen schafft Frieden im Großen“

Osnabrück. Nach dem an Neujahr in Kraft getretenen EU-Austritt Großbritanniens will der Deutsche Städtetag die Partnerschaften mit britischen Städten vertiefen. „Im Fahrwasser des Brexits dürfen die Freundschaften und Kontakte zwischen britischen und europäischen Partnerkommunen nicht abreißen. Im Gegenteil: Die Bedeutung solcher Partnerschaften wächst“, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Wir werden in den deutschen Städten diese Partnerschaften weiterhin aktiv gestalten und dazu nutzen, die Freundschaft zwischen den Kommunen und den Menschen beider Länder zu stärken“, sagte Dedy und ergänzte: „Austausch und Verständigung im Kleinen schaffen Frieden im Großen.

Zurzeit gibt es 419 britisch-deutsche Städtepartnerschaften. „Sie sind vertrauensvoll und lebendig. Und das soll so bleiben“, sagte der Städtetags-Hauptgeschäftsführer.

Ab dem 1. Januar werden die Brexit-Regelungen zunächst vorläufig angewendet, nachdem das Abkommen zur zukünftigen Handelspartnerschaft mit dem Vereinigten Königreich in den letzten Tagen des vergangenen Jahres von der EU und Großbritannien angenommen worden war. An der „tiefen Verbundenheit der Menschen in Großbritannien und den Ländern der Europäischen Union“ ändere der Brexit nichts, sagte Dedy. „Auch wenn Großbritannien und die Europäische Union in vielen Fragen künftig keinen gemeinsamen Weg mehr gehen, wünschen sich viele Menschen, dass die gewachsenen Beziehungen fortbestehen.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Deutschland

nd.Der Tag: Historiker Spohr bietet Recherchedienst zu NS-Verstrickungen von Familien an

Berlin Konkretes Wissen über das Handeln der eigenen Vorfahren während des Nationalsozialismus sei bis heute eher die Ausnahme, sagte der Historiker Johannes Spohr der Tageszeitung „nd.DerTag“ (Montagausgabe). „Viele sind mit Auslassungen oder Mythen über diese Zeit aufgewachsen.“ Spohr betreibt daher den Recherchedienst „present past“, mit dem NS-Verstrickungen in Familie und Gesellschaft der Bundesrepublik offengelegt werden sollen. „Recherchen können hier unter Umständen als Korrektiv wirken“, erklärte der Historiker, der an der Universität Hamburg über die Ukraine in der Zeit des Rückzugs der Deutschen im Zweiten Weltkrieg promoviert. Denn dass sich „überproportional viele Menschen in der Bundesrepublik als Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus betrachten“, basiere meistens eher „auf Gefühlen als auf Faktenwissen“ Spohr, dessen Großvater selbst als Ordonnanzoffizier im Oberkommando des Heeres mitwirkte, hat auch zur eigenen Familiengeschichte geforscht; er sagte aber, dass die Dimension der Verfolgung und Vernichtung sich nicht allein durch die Beschäftigung mit dem Nachlass der NS-Täter*innen fassen ließe.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Studie: Geplante Pflegereform könnte die Zahl der Sozialhilfeempfänger um ein Drittel senken

Eine neue Studie einer Gruppe von Forschern unter Führung des Bremer Pflegewissenschaftlers Heinz Rothgang, die dem Fachdienst „Tagesspiegel Background Gesundheit“ vorliegt, belegt, dass die von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im November vorgeschlagene Pflegereform zahlreiche Menschen in Pflegeheimen und deren Angehörige deutlich entlasten würde. Durch neue Finanzierungswege und einen Steuerzuschuss könnte die Zahl der Sozialhilfeempfänger um ein Drittel auf 25 Prozent reduziert werden. Dies wäre die niedrigste Quote seit über 20 Jahren. Zugleich würden Länder und Kommunen bei der Sozialhilfe um über zwei Milliarden Euro im Jahr entlastet. Laut Studie würden 90 Prozent der Pflegeheimbewohner davon profitieren. Ohne die Reform würde die Sozialhilfequote in Heimen dagegen von aktuell 33 auf 37 Prozent ansteigen. Grund dafür sind die geplanten Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen und den Löhnen der Pflegekräfte. Sie werden die Pflegekosten in den kommenden beiden Jahren um mindestens zehn Prozent steigen lassen.

Spahn hatte vorgeschlagen, den monatlichen Eigenanteil an den eigentlichen Pflegekosten auf 700 Euro zu begrenzen und nach 36 Monaten Heimaufenthalt vollständig zu streichen. Gleichzeitig sollten die Länder erstmals verpflichtet werden, sich mit 100 Euro pro Monat und Heimbewohner an den Investitionskosten zu beteiligen. Die Reformkosten, die laut Studie 5,3 Milliarden Euro betragen würden, will Spahn über Steuern finanzieren. Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit Andreas Storm, dessen Krankenkasse die Studie in Auftrag gegeben hatte, erklärte, die Modellrechnung der Bremer Wissenschaftler belegten, „dass die von Minister Spahn geplante Pflegereform hoch wirksam wäre und für zahlreiche Menschen einen Weg aus der Fürsorgefalle aufzeigt“. Es gehe um nicht weniger als eine „solidarische Neuausrichtung der Pflegeversicherung“. Diese dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werde. „Ich halte eine Reform noch in dieser Legislaturperiode für möglich und erforderlich“, sagte Storm gegenüber „Tagesspiegel Background“. „Ziel sollte es sein, die von Spahn versprochene Entlastung bereits zum 1. Juli in Kraft treten zu lassen. Dies der nächsten Bundesregierung zu überlassen, würde bedeuten, dass eine Reform frühestens 2023 in Kraft treten könnte. Wenn überhaupt“, sagte Storm.

Hintergrund: https://background.tagesspiegel.de/gesundheit

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

03.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Leider gibt es in Zusammenhang mit Corona ein weiteres Todesopfer: Ein 67-jähriger Remscheider ist mit einer Coronainfektion verstorben.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 128 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 2.908 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.686 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 94* Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 350 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

(* Die Differenz in der Zahl der Todesfälle (1) resultiert aus zeitlichen Meldeverzögerungen.)

Quelle: Stadt Remscheid – 03.01.2020 – 14:48 Uhr

Aktuelle Meldung vom Robert Koch Institut für Remscheid

Es gibt insgesamt 2.908 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 81,7. 93 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage91
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW81,7
Fälle gesamt2.908
Fälle gesamt/100.000 EW2.611,9
Todesfälle gesamt93
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

ZDF-Umfrage: 78 Prozent für höhere Steuern bei Spitzenverdienenden

78 Prozent der Deutschen wollen sehr hohe Einkommen stärker besteuern – Bundestagspräsident Schäuble dafür offen.

78 Prozent der Deutschen sind dafür, zur Bewältigung der Corona-Krise sehr hohe Einkommen stärker zu besteuern. Das ergab eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für eine ZDF-Dokumentation. 20 Prozent sind demnach dagegen (Weiß nicht: 2 Prozent). Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zeigt sich offen dafür, das Steuersystem in dieser Richtung zu verändern. Priorität habe die Reduzierung von Ausgaben und die Stärkung der Wirtschaftskraft. Wenn das zu einer Veränderung der Steuerbelastung führe, „geht die Welt auch nicht unter“, so Schäuble in der „Berlin Direkt“-Dokumentation „Land im Fieber – Die Folgen der Corona-Krise“, die das ZDF am Sonntag, 3. Januar 2021, 19.10 Uhr, ausstrahlt.

Schäuble gegen CDU-Linie

Schäuble stellt sich damit gegen die bisherige Linie der CDU. Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer weist in derselben Dokumentation Überlegungen zurück, Menschen mit höheren Einkommen und Vermögen stärker zur Kasse zu bitten. Entweder man mache den Kreis der Mehrbelasteten sehr klein. „Dann bekommen Sie aber in der finanziellen Wirkung nur einen vergleichsweise kleinen Betrag“, so Kramp-Karrenbauer. „Oder Sie machen den Kreis so groß, dass viele feststellen werden, dass auch sie unter die Definition der Besserverdienenden fallen. Und ob dann die Bereitschaft noch so groß ist, weiß ich nicht.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt Mitte Dezember im Bundestag eine Vermögensabgabe abgelehnt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bekräftigt in der ZDF-Dokumentation seine Forderung nach einer stärkeren Besteuerung von hohen Einkommen: „Für mich ist ganz klar, dass wir nur eine Chance haben, die Zwanzigerjahre gut für unser Land zu gestalten, wenn wir ein solidarisches und faires Land sind. Das hat dann Konsequenzen für die Art und Weise, wie wir den Sozialstaat organisieren, aber auch für das Steuersystem.“

Für die repräsentative Umfrage interviewte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen telefonisch 1246 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Sendetermin

Die „Berlin Direkt“-Dokumentation „Land im Fieber – Die Folgen der Corona-Krise“ läuft am Sonntag, 3. Januar 2021 ab 19.10 Uhr im ZDF.

Hier geht es zur ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/politik/berlin-direkt