Solidaritätsversammlung für die Erdbebenopfer

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Remscheider,

die Türkei und Syrien wurden von einer großen Naturkatastrophe heimgesucht. Zwei aufeinanderfolgende Erdbeben haben nach neuesten Berichten mehr als zehntausende Menschen das Leben gekostet, weitere Zehntausende sind verletzt. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern in der Region an.

Viele unserer Gemeindemitglieder haben bei dem Erdbeben Familie, Verwandte und Freunde verloren. Die Solidarität mit ihnen ist in unserer Gesellschaft enorm. Aus diesem Grund möchten wir, die Islamische Gemeinden aus Remscheid unsere Nachbarn und Freunde zu einer Solidaritätsversammlung für die Opfer des Erdbebens aufrufen und so auch einen Beitrag dazu leisten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb unserer Kommune stärken. Mit einem Bittgebet möchten wir den Opfern und Hinterbliebenen zudem seelischen Beistand leisten.

Sie sind herzlich eingeladen, am 26.02.2023, um 12:00 Uhr, am Rathaus-Platz Remscheid dabei zu sein.

Wir würden uns auch sehr freuen, wenn Sie in Ihren Kreisen auf diese Versammlung aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüßen
Remscheider Moschee-Gemeinden

Jürgen Hardt: Die Ukraine kämpft auch für unsere Freiheit

Vor einem Jahr hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundestags­abgeordnete aus Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU), erklärt hierzu:

Seit einem Jahr sterben ukrainische Soldaten bei der Verteidigung ihres Landes gegen die russische Kriegs­maschinerie. Seit einem Jahr müssen ukrainische Familien und Kinder fliehen, werden Städte und Dörfer von russischer Artillerie zerbombt. Seit einem Jahr wissen wir, dass sich das Russland Putins für eine Zerstörung der europäischen Friedensordnung entschieden hat.

An diesen Krieg und dieses Leid dürfen wir Deutsche uns nicht gewöhnen. Es muss jeden Tag aufs Neue klargemacht werden, dass dieser Krieg nur eines ist: ein Verbrechen, das sich nicht lohnen darf.

„Es darf keinen Zweifel geben, dass Russlands Neo-Imperialismus gestoppt werden muss.“

Jürgen Hardt, MdB (CDU)

Die Ukraine führt diesen Krieg nicht für sich allein. Sie verteidigt nicht nur ihre eigene Existenz als Staat, sondern die Herrschaft des Rechts in Europa gegen militärische Aggression, gegen Kriegsverbrechen und Diktatur. Die Ukraine kämpft auch für unsere Freiheit.

Eine bittere Erfahrung der letzten zwei Jahrzehnte mit Putin als Präsident ist, dass er nur aus der Defensive zu diplo­ma­tischen Zugeständnissen bereit ist. Er wird den Angriffskrieg gegen die Ukraine nur beenden und sich mit Präsident Selenskyj an den Verhandlungstisch setzen, wenn die Fortführung des Kampfes risikoreicher erscheint, als Friedensverhandlungen zu beginnen.

Die Ukraine muss durch westliche Waffenhilfen in die Lage versetzt werden, Putin militärisch die Stirn zu bieten. Waffenlieferungen an die Ukraine verlängern nicht den Krieg, sondern erhöhen die Aussicht, das Schlachten in der Ukraine zu beenden. Gleichzeitig müssen umfassende Sanktionen dazu führen, dass Russland technologisch bald nicht mehr in der Lage ist, eigene Waffensysteme zu produzieren. Diesen Sanktionen haben sich alle Länder anzuschließen, die für sich in Anspruch nehmen, anerkannte Mitglieder der Weltgemeinschaft zu sein.

„Echte Verhandlungen wird es nur geben, wenn Russland militärisch scheitert.“

Jürgen Hardt, MdB (CDU)

Deshalb war es so wichtig, dass die demokratischen Fraktionen des Bundestags auf Druck der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 28. April 2022 von der Bundes­regierung entschiedene Unterstützung für die Ukraine verlangt haben. Noch immer warten die ukrainischen Streitkräfte täglich auf die versprochenen Waffen aus Deutschland und zahlen währenddessen einen hohen Blutzoll. Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn diese Bundesregierung in der Frage Waffenlieferungen einiger gewesen wäre.

Die ukrainische Politik und Zivilgesellschaft haben eine bemerkenswerte Widerstandsbereitschaft gezeigt. Putin hat die Standfestigkeit dieser jungen Demokratie unterschätzt. Es kommt darauf an, diesen ukrainischen Mut zu belohnen.

Dauerhaften Frieden in Europa ohne einen militärischen Erfolg der Ukraine gegen die russischen Besatzer wird es nicht geben. Es darf keinen Zweifel geben, dass Russlands Neo-Imperialismus gestoppt werden muss. Wenn Putin gegen die Ukraine siegt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er die Europäische Union und die NATO direkt heraus­fordert. Echte Verhandlungen wird es nur geben, wenn Russland militärisch scheitert und dafür muss die Ukraine weiter in der Lage sein, schnell Territorium zurück­zuerobern.

Unsere Stärke gegen militärische Bedrohungen liegt im NATO-Bündnis. Wir können uns auf dieses Bündnis verlassen, doch wir dürfen unsere Partner nicht ent­täuschen. Dem Kanzlerwort „2 Prozent für Verteidigung ab sofort“ müssen Taten folgen. Sonst schwindet auch noch das Vertrauen in Deutschland und der isolationistische Teil der Republikaner in den USA und die Deutschland-Skeptiker in Europa bekommen Oberwasser. Aktuell droht, dass Deutschland im Jahr 2023, wie vermutlich schon im Jahr 2022, weniger für Verteidigung ausgibt als versprochen.

Eine solche Verantwortungslosigkeit kann sich die Bundesregierung nicht länger leisten.

Anja Liebert: Vorfreude aufs 49-Euro-Ticket – aber noch Luft nach oben

Am 1. Mai soll das 49-Euro-Ticket kommen. „Und ich freue mich drauf“, erklärt Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land. Eine Etappe auf dem Weg zur Verkehrswende sei damit geschafft. „Aber es bleibt noch Luft nach oben“, erklärt die Abgeordnete.

„Ein deutschlandweit gültiges Ticket für den ÖPNV ist von Millionen Menschen sehnsüchtig erwartet worden, jetzt kommt es endlich. Damit das Deutschland-Ticket aber auch zu einem Ticket für ganz Deutschland wird, müssen wir in Zukunft mehr Anreize schaffen. Damit das eigene Auto zum Auslaufmodell wird.“

Liebert nennt als Beispiele mehr Sharing-Angebote, mehr Mobilstationen und einen Ausbau der Infrastruktur. „Mit Fokus auf die Schiene und nicht die Autobahn“, betont Liebert. „Gerade auf dem Land ist der ÖPNV in vielen Regionen noch keine Alternative.“

Auch die Verknüpfung Bahn-Rad müsse optimiert werden. „Wer mit dem Rad zum Bahnhof fährt, muss  sichere und schnell erreichbare Abstellanlagen vorfinden. Dass es nach aktuellem Stand allerdings regionale Unterschiede gibt – von der kostenlosen Fahrradmitnahme über Einzelticketkauf bis hin zu Abomodellen – passt nicht mehr in unsere Zeit. Die Kleinstaaterei muss aufhören“, erklärt Liebert, die eine Optimierung der Ticketstruktur fordert.

Twitter: ZDF-Konto nach Magazin über russische Kindesentführung gesperrt

In einer Spezialsendung des Politmagazins „frontal“ wurde über die systematische Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland und die Verstrickungen der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer aufgeklärt (Wir berichteten: ZDF: SOS-Kinderdörfer verstrickt in Russlands Zwangsadoptionen). Anschließend war der Twitter-Account des Investigativmagazins verschwunden.

Zeitweise war das Twitterkonto von „frontal“ bei Twitter verschwunden, seit der Mittagszeit ist der Account aber wieder freigeschaltet. Auch das Konto vom beteiligten Filmemacher Arndt Ginzel ist betroffen und ist nun nicht mehr direkt erreichbar: Eine Warnmeldung, dass dort „potenziell sensible Inhalte“ geteilt würden wurde stattdessen angezeigt.

Den Sperrungen und Einschränkungen ging eine Reihe Tweets von Ginzel voraus, der auf seine Recherchearbeit und die daraus resultierende Sendung hinwies. Das frontal-Magazin teilte diesen Beitrag über sein Twitterkonto.

In der Sendung, um die es geht, war zu sehen, wie russische Armeeangehörige ukrainische Kinder aus einem Kinderheim in der Ukraine entführten. Die Reporter veröffentlichten mehrere Fälle von Kindern und Familien aus Cherson, die noch immer gegen ihren Willen in Russland festgehalten werden und nicht mehr in ihre Heimat zurückkönnen.

Vorgeschobene Begründung

Das ZDF-Magazin machte öffentlich, dass die Sperrung des Accounts wegen eines falschen Geburtsjahres der Sendung erfolgt ist, und sich frontal nun mit seinem Ausweis verifizieren müsse. Twitter selbst hat sich nirgends über die Sperrungen geäußert.

Ein weiterer Beleg für die faschistoide Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit, die die Mitglieder von Twitter willkürlich treffen, seit der rechtsextreme Multimilliardär Elon Musk das ehemals soziale Netzwerk übernommen hat.

Unfallflucht: Polizei Wuppertal sucht Zeugen

Am 21.02.2023, gegen 07:10 Uhr, kam es auf der Kreuzung Erbschlöer Straße zur Lüttringhauser Straße zu einem Unfall zwischen einem LKW und einem BMW Z3. Der LKW-Fahrer entfernte sich unerkannt vom Unfallort.

Nach ersten Erkenntnissen stand der 30-jährige Fahrer mit seinem Auto auf der Erbschlöer Straße vor einer roten Ampel, als ein LKW an ihm vorbeifuhr und in die Lüttringhauser Straße abbog. Während des Abbiegens touchierte der Laster den BMW und beschädigte diesen stark. Daraufhin entfernte sich der LKW.

Am Heck des Lasters könnte ein Gabelstapler montiert gewesen sein.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Remscheid bleibt für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt

Remscheid darf sich für zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt nennen. Mit einer Urkunde wurde die Re-Zertifizierung im Dezember 2022 besiegelt.

Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus dem Einzelhandel, der Gastronomie, der Politik und den kirchlichen Institutionen wurde damit Remscheid für ihren Einsatz für den fairen Handel ausgezeichnet. Die Ideen, Aktionen und Veranstaltungen rund um die Kampagne Fairtrade-Stadt werden dabei durch eine Steuerungsgruppe gebündelt und umgesetzt. Seit 2016 trifft sie sich regelmäßig und baut seitdem ihr Engagement kontinuierlich aus.

Über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die erneute Zertifizierung als Fairtrade-Town ist ein Zeichen dafür, dass sich Remscheid für den fairen Handel einsetzt. Es ist schön zu sehen, dass die vielen verschiedenen Akteure an einem Strang ziehen und gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen auf die Beine stellen.“

Wie in vielen anderen Bereichen war die Arbeit der letzten zwei Jahre rund um Fairtrade-Stadt von der Coronapandemie geprägt. Viele Aktionen, die sonst im persönlichen Kontakt mit den Remscheider Bürgerinnen und Bürgern stattfinden konnten, mussten im Onlineformat umgesetzt werden. So verschickte etwa die Steuerungsgruppe zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am Weltfrauentag 2021 virtuelle Rosen, um auf die Frauenrechte im fairen Handel aufmerksam zu machen. Für das Jahr 2023 plant die Steuerungsgruppe allerdings wieder Aktionen, bei denen sie in den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten kann.

Von der Dachorganisation, Fairtrade Deutschland e.V., wird das Engagement der Remscheider Steuerungsgruppe besonders gewürdigt. Insbesondere die Aufkleber-Aktion wird als ein Best-Practice-Beispiel auf der Homepage erwähnt. Remscheider Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe, Schulen, Kirchen sowie Vereine, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment führen, können mit Aufklebern der Fairtrade-Stadt Remscheid auf ihr Engagement aufmerksam machen.

Remscheid ist eine von insgesamt über 820 Fairtrade-Städten in Deutschland und beteiligt sich damit an einem gut ausgebauten Netzwerk. Interessierte sind immer willkommen, sich an den Aktivitäten und an der Steuerungsgruppe zu beteiligen. Kontaktdaten und aktuelle Informationen sind auf der Homepage von Fairtrade Stadt Remscheid zu finden.

Weitere Infos zur Fairtrade-Stadt Remscheid gibt es hier.

ZDF: SOS-Kinderdörfer verstrickt in Russlands Zwangsadoptionen

Die internationale Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer ist in Russlands systematische Verschleppung ukrainischer Kinder verstrickt. Das belegen Recherchen des ZDF-Politmagazins „frontal“.

Bilder, die der Redaktion vorliegen, zeigen, wie ukrainische Kinder in die Siedlung Tomilino in der Nähe von Moskau gebracht werden. Dort werden sie offenbar russischen Pflegeeltern übergeben. Die Siedlung Tomilino gehört seit 1990 zu den SOS-Kinderdörfern. Das „frontal spezial: Der Ukraine-Krieg – ein Jahr der Zerstörung“, das am Dienstag, 21. Februar 2023, 21.00 Uhr, im Rahmen des ZDF-Programmschwerpunkts „1 Jahr Ukraine-Krieg“ zu sehen ist, berichtet unter anderem über diese Recherche. In der ZDFmediathek ist bereits die 43-minütige „ZDFzoom“-Doku über „Die verschwundenen Kinder von Cherson – Auf der Spur eines Kriegsverbrechens“ abrufbar, die am Mittwoch, 22. Februar 2023, 22.15 Uhr, im ZDF zu sehen ist.

Propagandabilder mit verschleppten ukrainischen Kindern

Gegenüber dem ZDF räumte die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer ein, dass sie von 13 ukrainischen Kindern in ihren Dörfern in Russland wisse und teilte zudem schriftlich mit: „SOS-Kinderdorf Russland kann keine Auskunft darüber geben, wie die Kinder nach Russland kamen und wie sie die russische Staatsbürgerschaft erlangten.“ Weiter schrieb die Hilfsorganisation: „SOS-Kinderdorf ist gegen den Einsatz von Kindern für politische Zwecke. Wir unterstützen das nicht und werden diesen Fall prüfen.“ Das Hauptziel von SOS-Kinderdorf Russland sei es, Kinder unabhängig von ihrer Herkunft zu schützen, auch unter extrem schwierigen Bedingungen.

SOS-Kinderdorf Russland arbeitet nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren in Russland und betreut dort derzeit mehr als 600 Kinder. Der Verein verweist darauf, dass er in der Ukraine seit Kriegsbeginn mehr als 74.000 Kinder unterstützt habe.

Nach Recherchen von „frontal“ besuchte Putins „Beauftragte für Kinderrechte“, Maria Lvova-Belova, im Dezember 2022 das SOS-Kinderdorf bei Moskau. Ihre Behörde organisiert Zwangsadoptionen ukrainischer Kinder mit dem Ziel der Russifizierung. Während ihres Besuches in der Siedlung Tomilino entstanden Propagandabilder mit verschleppten ukrainischen Kindern. Weitere Aufnahmen zeigen, wie Putins Partei „Einiges Russland“ durch das SOS-Kinderdorf in der Nähe von Moskau marschiert.

Seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 werden ukrainische Kinder und Jugendliche systematisch nach Russland verschleppt. Viele der Kinder werden zur Zwangsadoption freigegeben und kommen in russische Pflegefamilien. Ziel ist oftmals eine Umerziehung: Die Kinder sollen alles Ukrainische vergessen und stattdessen eine pro-russische patriotische Erziehung erhalten. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis90/Die Grünen) bezeichnete dies als Kriegsverbrechen. Der Kreml bestreitet die Vorwürfe. Wie viele Kinder betroffen sind, ist unklar. Der Humanitarian Research Lab der US-Universität Yale ging zuletzt von etwa 6000 ukrainischen Kindern aus, die ukrainische Regierung rechnet aktuell mit mindestens 14.000.

Diese Sendung wird mit Untertiteln angeboten.

Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland ist ein Verbrechen

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Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat eine humanitäre Katastrophe ausgelöst: Kinder, Frauen und Männer erleben Bombardierungen, Zerstörung, Kälte, Leid und Tod. Millionen Menschen, die meisten Frauen und Kinder, suchen Schutz in den Nachbarstaaten, viele weitere sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht.

Terre des hommes reagierte mit Beginn der Ausweitung des Krieges schnell und nahm Kontakt mit lokalen Organisationen in der Ukraine und den Nachbarstaaten auf, die insbesondere Kindern und Jugendlichen wirkungsvoll helfen. Inzwischen arbeitet terre des hommes mit einem breiten Netz von rund 20 Partnerorganisationen, mit denen bisher 33 Hilfsprojekte durchgeführt wurden, davon 17 Projekte in der Ukraine, elf Projekte in Deutschland, drei Projekte in Polen und jeweils ein Projekt in Rumänien und Ungarn. Schwerpunkt waren und sind Nothilfepakete und Arzneimittel, Notunterkünfte, Stromgeneratoren und Wärmezelte gegen die Winterkälte, aber auch Hilfe für Kinder mit Behinderungen und Waisenkinder sowie traumatherapeutische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen zur Bewältigung ihrer Ängste und Kriegserlebnisse.

Welle solidarischer Unterstützung

„Diese Hilfe war terre des hommes möglich, weil wir eine Welle solidarischer Unterstützung in Form von großzügigen Spenden von bisher knapp acht Millionen Euro erhielten – so viel wie kaum jemals bei einer humanitären Katastrophe“, erklärte Joshua Hofert, Vorstandssprecher von terre des hommes. „Ein Großteil dieser Gelder ist bereits in die 33 laufenden oder beendeten Projekte geflossen. Die übrigen Mittel werden wir in den nächsten Monaten für weitere Hilfsleistungen einsetzen, die angesichts des fortlaufenden Krieges dringend erforderlich sind.“

Neben der weiteren Bereitstellung von Notunterkünften, Nahrungspaketen und Arzneimitteln für ausgebombte oder flüchtende Menschen wird terre des hommes verstärkt traumatisierten Kindern und Jugendlichen helfen. „Je länger der Krieg dauert, desto größer ist die Gefahr, dass in der Ukraine eine verlorene Generation von Jugendlichen heranwächst. Sie konnten nicht mehr in die Schule gehen, haben keine Ausbildung und müssen verarbeiten, was sie erlebt haben, nämlich zerstörte Häuser, Tote auf den Straßen und ein Leben in Luftschutzunterkünften ohne private Rückzugsräume. Sehr viele von ihnen leiden unter Traumata und brauchen psychotherapeutische Hilfe und Unterstützung – jetzt und gerade auch dann, wenn der Krieg in hoffentlich absehbarer Zeit ein Ende finden wird“, so Joshua Hofert.

terre des hommes ist empört über die skrupellose Verschleppung von ukrainischen Kindern nach Russland. Die Zahlen gehen weit auseinander, Russland bestätigt 6.000 bis 7.000 entführte Kinder, die ukrainischen Behörden melden ca. 14.000 „fehlende Kinder“. „Die Kinder bekommen neue Ausweispapiere, so dass ihr Verbleib nicht nachvollziehbar ist. Sie erhalten eine neue Identität und werden zur Adoption an russische Familien freigegeben. Die russische Propaganda bezeichnet diesen Diebstahl von Kindern als `Rettung‘, in Wahrheit ist es ein abscheuliches Kapitalverbrechen, das die Kinderrechte mit Füßen tritt“, sagte Joshua Hofert.

Sprechstunde der Vorsitzenden des Integrationsrates am 28. Februar

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Die Vorsitzende des Integrationsrates Frau Erden Ankay-Nachtwein lädt Interessierte – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – herzlich zur nächsten Bürgersprechstunde ein. Sie findet am Dienstag, 28. Februar, von 14.30 bis 15.30 Uhr im Sitzungszimmer 221 des Remscheider Rathauses, Theodor-Heuss-Platz 1, 42853 Remscheid, statt.

„Der Integrationsrat vertritt die Belange der Remscheider Migrantinnen und Migranten gegenüber der Politik, der Verwaltung und der Öffentlichkeit. Der Integrationsrat arbeitet nach parlamentarischen Grundregeln und stellt die Beteiligung und Mitwirkung der ausländischen Bevölkerung an der kommunalpolitischen Willensbildung sicher (§ 27 der Gemeindeordnung NRW).

Um diesem Anspruch gerecht zu werden und die politische Tätigkeit des Integrationsrates entsprechend auszurichten, bietet die Vorsitzende Erden Ankay-Nachtwein zusammen mit anderen Integrationsratsmitgliedern für alle Remscheiderinnen und Remscheider diese regelmäßige Sprechstunde an.

Erden Ankay-Nachtwein freut sich auf viele konstruktive Gespräche.

Ökumenisches Friedensgebet zum Jahrestag des Angriffs auf die Ukraine

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Am 24. Februar 2023 jährt sich die russische Großoffensive gegen die Ukraine.

Anlässlich des Jahrestages des Angriffs auf die Ukraine wird es am Freitag, 24. Februar 2023, um 18.00 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet in der Evangelischen Stadtkirche Remscheid, Ambrosius-Vaßbender-Platz 1, 42853 Remscheid, geben.

Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche und der freikirchlichen Friedenskirche werden mit den Teilnehmenden an diejenigen erinnern, die unter dem Angriffskrieg und seinen auch weltweiten Folgen leiden. Das Friedengebet bietet einen Raum für Klage und Stille.

© Zentrum Oekumene/Sabine Müller-Langsdorf
© Zentrum Oekumene/Sabine Müller-Langsdorf