23.10.2020: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 173 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 794 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 601 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 20 Menschen sind leider verstorben.

Auf dieser Basis meldet das RKI aktuell für Remscheid:

Fälle794
Fälle/100.000 EW713,1
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW115,0
Todesfälle20
Einwohnerzahl111.338
Aktualisierung23.10.2020, 00:00
Meldung des RKI.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 393 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 19 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter sechs intensivpflichtige Behandlungen, Stand 23.10.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Baumaschinen bei Containeraufbruch gestohlen

In Nümbrecht-Gaderoth sind Diebe in der vergangenen Nacht (23. Oktober) in zwei Baucontainer eingedrungen und haben diverse Baumaschinen gestohlen. Wie inzwischen ermittelt werden konnte, waren die Diebe auf der Baustelle in der Straße „Auf dem Höchsten“ zwischen 01.30 und 01.45 Uhr aktiv. Dabei zerstörten sie jeweils die Vorhängeschlösser, so dass sie die Türen öffnen konnten. Mit einer Rüttelplatte, einem Stampfer, einer Flex, einem Nivelliergerät, einem Bohrgerät und zwei Gasflaschen suchten die Diebe das Weite. Aufgrund des Gewichts der Beute dürften die Täter mit einem Transportfahrzeug vorgefahren sein.

Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen nimmt das Kriminalkommissariat Waldbröl unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Einbruch in Haushaltswarengeschäft

Ein Haushaltswarengeschäft in der Bergneustädter Innenstadt haben Unbekannte in der Nacht zu Donnerstag (21./22. Oktober) aufgebrochen. Um in das Geschäft zu gelangen, begaben sich die Täter auf die Rückseite des an der Kölner Straße befindlichen Geschäftes und hebelten dort einen Nebeneingang auf. Nach dem die Täter eine weitere Zwischentür aufgebrochen hatten, gelangten sie in die Geschäftsräume und suchten dort im Kassenbereich nach Beute.

Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 81990.

Trickdiebe ergaunern Bargeld an Geldautomaten

Beim Geld abheben an einem Automaten in Gummersbach-Dieringhausen haben Trickdiebe am Dienstagabend (20. Oktober) eine 66-Jährige überrumpelt und Bargeld erbeutet.

Die Frau aus Engelskirchen wollte kurz vor 19 Uhr an einem Geldautomaten Geld abheben. Als sie den Vorraum einer Bank an der Dieringhauser Straße betrat, hielten sich darin bereits zwei Männer und eine Frau auf. Nachdem die 66-Jährige bereits ihren PIN eingegeben hatte, bedrängten die Personen plötzlich die Geschädigte. Sie gaben vor, dass der Geldautomat offenbar eine Fehlfunktion hätte; dabei fuchtelte einer der Männer ständig mit einer Art Zeitung vor dem Gesicht der Geschädigten herum. Derart abgelenkt bemerkte die Engelskirchenerin nicht, dass einer der Täter zwischenzeitlich die Auszahlung eines Geldbetrages eingetippt und das Geld an sich genommen hatte. Dies wurde der Geschädigten erst klar, als sie zwei Tage später ihren Kontostand kontrollierte.

Hinweise zu den Personen nimmt das Kriminalkommissariat Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Fußgängerin in Dunkelheit zu spät erkannt

Zum Glück nur leichte Verletzungen hat sich am Donnerstagabend (22. Oktober) eine 48-jährige Hückeswagenerin zugezogen, die beim Überqueren der Straße von einem Auto angefahren worden war. Die Frau hatte gegen 19 Uhr die Bahnhofstraße an der Kreuzung mit der Goethestraße überqueren wollen.

Eine 21 Jahre alte Autofahrerin, die von der Goethestraße nach links in die Bahnhofstraße abbog, erkannte die dunkel gekleidete Fußgängerin bei regnerischem Wetter erst, als es schon zu spät war. Zum Glück zog sich die Fußgängerin bei der Kollision und dem anschließenden Sturz nur leichte Verletzungen zu. Die dunkle Jahreszeit ist für Fußgänger besonders unfallträchtig. Insbesondere bei zusätzlichen Sichtbehinderungen durch Regen und Lichtreflektionen sind dunkel gekleidete Fußgänger für andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar.

Deutliche Empfehlung der Polizei

Die Polizei empfiehlt daher das Tragen von heller Kleidung oder am besten von reflektierenden Materialien. Optimal geeignet sind reflektierende Jacken oder Warnwesten, aber auch Armbänder, Aufnäher, Aufkleber oder Anhänger sind gut geeignet, um als Fußgänger frühzeitig bemerkt zu werden.

Straßenraub am Alten Markt

In der Nacht zum 23. Oktober 2020 griffen drei jugendliche Täter an der Bushaltestelle „Alter Markt“ in Wuppertal einen 14-Jährigen und seinen 15-jährigen Freund an und raubten Fahrausweise und ein Mobiltelefon.

Die beiden Freunde saßen gegen 2.20 Uhr an der Bushaltestelle als eine fünfköpfige Gruppe junger Männer mehrfach an ihnen vorbeilief. Kurze Zeit später traten drei aus der Gruppe an die beiden Jugendlichen heran und forderten die Herausgabe von Mobiltelefonen und Fahrausweisen. Als der 15-Jährige sich weigerte, die Sachen auszuhändigen, prügelte einer der Täter auf ihn ein. Der 14-Jährige wurde von einem der jungen Männer festgehalten, sein Mobiltelefon und sein Fahrausweis wurden ihm entrissen. Der Jugendliche konnte sich befreien und über das Mobiltelefon eines Passanten die Polizei verständigen. Derweil schlugen die drei Räuber weiter auf seinen Freund ein. Vor Eintreffen der Beamten flohen die Täter zu Fuß.

Im Rahmen einer eingeleiteten Fahndung konnte die komplette fünfköpfige Gruppe (im Alter von 11 bis 17 Jahren) vorläufig festgenommen werden. Ein 11-jähriger Wuppertaler wurde von der Polizeiwache an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Die vier jungen Männer wurden heute Mittag nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen schweren Raubes. (hm)

Pedelecfahrerin nach Unfall schwerverletzt – Zeugen gesucht

Auf der Loher Straße in Wuppertal kam es am 22. Oktober 2020 zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Pedelecfahrerin und einem 12-jährigen Kind.

Die 37-Jährige fuhr mit ihrem Fahrrad gegen 16:50 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Rudolfstraße, als der 12-jährige Junge plötzlich vor ihr auf die Straße trat. Es kam zum Zusammenstoß und beide stürzten zu Boden. Das Kind zog sich hierbei leichte Verletzungen zu und wurde ambulant in einer Klinik behandelt. Die Pedelecfahrerin verletzte sich schwer und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Saisonunterbrechung beim Handball

Die Handballverbände Mittelrhein und Niederrhein, die Regionalliga Nordrhein und der Bergische Handballkreis haben beschlossen die laufende Handballsaison mit sofortiger Wirkung zu unterbrechen. Derzeit ist eine Unterbrechung bis Mitte November geplant. Aufgrund der hohen Anzahl an Corona-Neuinfektionen gingen der Saisonunterbrechung viele Spielabsagen voraus.

Gegenprotest gegen Querdenkende steht

Verschwörungswahnanhängende Querdenk-Bewegung trifft sich am Sonntag, 25. Oktober 2020 ab 14 Uhr auf dem Rathausplatz (Theodor-Heuss-Platz, 42853 Remscheid) und wird dann ab 15 Uhr über die Alleestraße spazieren. Auf der Veranstaltung sind auch Rechtsextreme als Redende geladen.

In den vergangenen Tagen formierte sich ein Gegenprotest, der den Querdenkenden zeigen soll, dass sie hier in Remscheid nicht willkommen sind. Die Querdenkenden marschieren Seite an Seite mit Faschist*innen und Reichsbürger*innen, kehren feststehende Begriffe um, um Antifaschist*innen und die Regierenden als Faschist*innen bezeichnen zu können und treiben durch ihr massiv unsolidarisches Verhalten einen tiefen Keil in unsere bunte Gesellschaft. Aus diesem Grund lautet das Motto der Gegenversammlung auch:

„Keinen Millimeter nach rechts – Remscheider*innen gegen Faschismus und Antisemitismus“

Querdenkende verbreiten massiv Falschmeldungen und offene Lügen, etwa dass Kinder wegen des Mund-Nasen-Schutzes erstickt oder wenigstens an einem so ausgelösten Lungenpilz verstorben seien oder die Mär von einer geringeren Sterblichkeitsrate als die Grippe. Sie fabulieren über eine Gleichschaltung der sogenannten „Merkel-System-Medien (MSM)“ oder einer Einschränkung der Meinungsfreiheit. Sie träumen von einer „Durchseuchung“ und „Herdenimmunität“, die es nachweislich nicht geben wird. Die ganze Bewegung ist von Rechtsextremen unterwandert und gesteuert, was sich auch in der Liste der Redenden niederschlägt.

Der Gegenprotest gegen diese demokratiezersetzende Bewegung findet am Sonntag, 25. Oktober von 13-19 Uhr am Brunnen am Markt in Remscheid statt. Es gibt eine angemeldete Versammlung, die 150 Personen zulässt. Es ist notwendig, dass bei dieser Versammlung ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird, wie es übrigens in der gesamten Remscheider Innenstadt seit Mittwoch verpflichtend ist. Zusätzlich müssen 1,5m Abstand zwischen Menschen oder Bezugsgruppen eingehalten werden. Es wird Plakate geben, die den Schwurbelnden beim „Spazieren“ entgegengehalten werden können sowie ein paar Ansprachen via Megafon.

„Wir möchten ein friedliches und sicheres Zeichen gegen diese unsolidarischen, faktenresistenten Faschismusunterstützenden setzen, aber ohne Menschen zu gefährden“, heißt es aus Kreisen des Organisationsteams. Wer zu einer Risikogruppe gehört, möge bitte ganz genau abwägen, ob ein Erscheinen vor Ort sinnvoll ist. „Der heutige Inzidenzwert liegt bei 115! Wer nicht kommen möchte, kann gerne Statements und Fotos in den Sozialen Netzwerken teilen und mit dem Hashtag #solidaritätjetzt versehen. So wissen wir Sie auch als unterstützenden Menschen, wenn Sie nicht vor Ort sind“, so die Organisierenden weiter.

Filmtipp: Ich bin Greta

Nach der Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig ist die WDR-Koproduktion „ICH BIN GRETA“ in mehr als 300 deutschen Kinos auf den Leinwänden zu sehen. Das Erste zeigt den Dokumentarfilm am 16. November im Rahmen der ARD-Themenwoche #WIE LEBEN.

Die WDR-Koproduktion "Ich bin Greta" läuft am 16. November 2020 um 23.20 Uhr im ERSTEN. Bild: WDR/B-Reel Films
Die WDR-Koproduktion „Ich bin Greta“ läuft am 16. November 2020 um 23.20 Uhr im ERSTEN. Bild: WDR/B-Reel Films

Filmemacher Nathan Grossmann erzählt die Geschichte der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg von Beginn ihres Schulstreiks vor dem schwedischen Parlament bis zur Entwicklung einer weltweiten Bewegung. Er folgt ihr auf dem Weg von Stockholm zur UNO, zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos und in den Vatikan zu Papst Franziskus. Gedreht wurde auch beim Tagebau Hambach. Der Dokumentarfilm wurde soeben beim 16. Zurich Film Festival mit dem Science Film Award ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es, der Film sei „ein faszinierendes und aufschlussreiches Porträt, das sich eng darauf konzentriert, wie diese junge Frau mit einzigartiger Entschlossenheit vom Kind zum Katalysator einer weltweiten Bewegung wird.“

Produzenten sind Cecilia Nessen und Fredrik Heinig (B-Reel Films), Redaktion: Christiane Hinz/Jutta Krug (WDR), Simone Reuter (SWR), Rolf Bergmann (RBB). Daneben gehören auch SVT, BBC und der Streaming-Dienst HULU zu den Koproduzenten.

Sendetermin

„Ich bin Greta“ läuft am 16. November 2020 um 23.20 Uhr im ersten Programm Das Erste.