Rassismus-Studie bei der Polizei kommt

Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) kündigt an, dass die Bundesregierung nun doch Rassismus innerhalb der Polizei untersuchen wird. „Es wird eine Studie geben“, sagte Scholz exklusiv im WDR COSMO–Podcast „Machiavelli“. „Wir überlegen noch, wie wir sie nennen.“ Dazu tausche Scholz sich derzeit „jeden zweiten Tag“ mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aus. Bereits im Juni kündigte die Regierung an, mögliche rassistische Tendenzen in der Polizei wissenschaftlich untersuchen zu lassen. Seehofer sagte die Analyse jedoch ab. „Eine Studie hätte längst in Auftrag gegeben sein müssen“, kritisiert Scholz. „Die Lösung muss sein, dass wir das untersuchen.“ Scholz sei zuversichtlich, dass dies zeitnah passiere.

Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) exklusiv im WDR COSMO-Podcast "Machiavelli". © WDR/Nils vom Lande
Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) exklusiv im WDR COSMO-Podcast „Machiavelli“. © WDR/Nils vom Lande

Der WDR COSMO-Podcast „Machiavelli“ beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel zwischen Rap und Politik. In der am Mittwoch (21.10.) erscheinenden Folge trifft Olaf Scholz auf Comedian und Rap-Fan Felix Lobrecht. Sie diskutieren mit den Journalisten Jan Kawelke und Vassili Golod über Rassismus, Chancengleichheit und Finanzen.

Link zum Podcast

Hier geht es zu COSMO Machiavelli – Der Podcast über Rap und Politik – Für Rapnerds und Politikheads, für Fans von Debatten und Disstracks: https://www1.wdr.de/radio/cosmo/podcast/machiavelli/index.html

Gummersbach: Bei Streit mit Machete zugeschlagen

Bei einer Auseinandersetzung unter Jugendlichen soll ein 14-Jähriger am Dienstag (20. Oktober) einen Kontrahenten mit einer Machete angegriffen haben; dieser erlitt allerdings nur eine leichte Verletzung. Gegen 15.30 Uhr war die Polizei über eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen im Bereich der Unterführung am Gummersbacher Busbahnhof verständigt worden. Als die Polizei kurz darauf eintraf, war ein 14-jähriger Tatverdächtiger bereits geflohen. Nach Zeugenangaben soll er bei dem Streit auf einen gleichaltrigen Kontrahenten mit einer Machete eingeschlagen haben, der hierdurch allerdings lediglich eine geringfügige Verletzung erlitt. Die Polizei konnte den in Gummersbach wohnenden Tatverdächtigen wenig später im Rahmen der Fahndung am Forum Gummersbach antreffen. Eine Machete führte er zu diesem Zeitpunkt nicht mit – ihr Verbleib ist bislang noch ungeklärt. Der 14-Jährige wurde dem Jugendamt überstellt.

Wiehl: Einfamilienhaus aufgebrochen

Ein Einfamilienhaus an der Richard-Wagner-Straße haben Einbrecher zwischen 16 Uhr am Montag (19. Oktober 2020) und 10 Uhr am Dienstag heimgesucht. Um in das Haus zu gelangen, begaben sich die Täter auf die Rückseite des Hauses und schlugen ein Loch in die Scheibe der Terrassentüre. So konnten sie durch das Loch hindurchgreifen, den Türgriff bedienen und die Türe entriegeln. Mit abschließbaren Fenster- und Türgriffen kann man diese Art des Eindringens verhindern. Wenn Sie sich über die Möglichkeiten der Einbruchsprävention informieren möchten, können Sie sich gerne an unsere kriminalpolizeiliche Beratungsstelle wenden (Tel.: 02261 8199-880); die Beratung ist kostenlos.

Fotowettbewerb: Zusammenhalt in Vielfalt-Jüdischer Alltag in Deutschland

Die Initiative kulturelle Integration hat gemeinsam mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden und dem Antisemitismusbeauftragten einen Fotowettbewerb „Zusammenhalt in Vielfalt – Jüdischer Alltag in Deutschland“ ausgelobt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Lebendigkeit und Vielfalt jüdischen Lebens in unserer Mitte zu zeigen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Damit wollen die Initiatoren auf den antisemitischen Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019 reagieren und mit dem Wettbewerb die Vielfalt, den Reichtum, aber auch die Normalität jüdischen Lebens als unverbrüchlichen, integrativen Bestandteil der deutschen Gesellschaft herausstellen.

Offener Wettbewerb

Alle in Deutschland lebenden Menschen sind eingeladen, sich fotografisch mit dem Leben, den Lebensgewohnheiten und dem Alltag der jüdischen Bürgerinnen und Bürger als festem Teil unserer Gesellschaft zu befassen. Der Fotowettbewerb bildet den Auftakt für einen jährlichen Aktionstag, der als Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts in Vielfalt künftig am 9. Oktober jedes Jahr stattfinden soll.

Chanukah. Foto: Ri Butov
Chanukah. Foto: Ri Butov

Bewerbungsfrist für den Wettbewerb ist der 20. Dezember 2020. Die Teilnahme ist über die Internet-Plattform www.fotowettbewerb-juedischer-alltag.de des Deutschen Kulturrates möglich. Es werden zehn Fotografien prämiert, die nach der Preisverleihung als Wanderausstellung veröffentlicht werden. Die Preise sind mit Preisgeldern zwischen 500 und 5.000 Euro dotiert.

Meldepflicht bei Reiserückkehr aus Risikogebiet

Online-Formular für Reiserückkehrende vereinfacht Meldepflicht beim Gesundheitsamt.

Für all diejenigen, die entgegen der dringenden Empfehlung des Remscheider Corona-Krisenstabs dennoch in ein ausländisches Corona-Risikogebiet fahren, wird die Meldepflicht beim Gesundheitsamt einfacher. Reiserückkehrende aus ausländischen Risikogebieten finden im Internetportal der Stadt Remscheid ab sofort eine online-Hilfe für ihre pflichtige Sofort-Meldung beim Gesundheitsamt.

Auf der Webseite der Stadt ist ein Online-Formular (Klick!) hinterlegt, über das Ein- und Rückreisende direkt das Gesundheitsamt kontaktieren können, um ihren Aufenthalt in einem Risikogebiet und eventuelle Symptome anzuzeigen. Sofern ein Corona-Testergebnis bereits vorliegt, kann es direkt über das Formular hochgeladen werden. Ein später eintreffendes Corona-Testergebnis muss ohne gesonderte Aufforderung an das Gesundheitsamt versendet werden: Corona@remscheid.de.

In jedem Fall gilt: BLEIBEN SIE ZU HAUSE!

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts sind die aktuellen Risikogebiete gelistet: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html.

Die neu ausgewiesenen Risikogebiete sind wirksam ab Samstag, 17. Oktober 2020, um 0:00 Uhr. Dazu gehören:

  • Frankreich: es gilt nun gesamt Kontinentalfrankreich sowie auch das franz. Überseegebiet Martinique als Risikogebiet.
  • Irland: es gelten nun auch die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands als Risikogebiete.
  • Italien: die Regionen Campania und Ligurien gelten als Risikogebiete.
  • Kroatien: es gelten nun auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska als Risikogebiete.
  • Malta: das gesamte Land Malta gilt als Risikogebiet.
  • Niederlande: es gilt nun das gesamte Land Niederlande (inkl. autonome Länder) als Risikogebiet.
  • Polen: die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Świętokrzyskie gelten als Risikogebiete.
  • Portugal: es gilt nun auch die Region Norte als Risikogebiet.
  • Schweden: die Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala gelten als Risikogebiete.
  • Schweiz: es gelten nun auch die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug als Risikogebiete.
  • Slowakei: es gilt nun das gesamte Land Slowakei als Risikogebiet.
  • Slowenien: es gelten nun auch die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska als Risikogebiete.
  • Ungarn: es gilt nun auch die Region/Komitat Veszprém als Risikogebiet.

Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: England: es gelten nun auch die Regionen East Midlands und West Midlands als Risikogebiete

Remscheid: Zur Zeit kein Verbot von Kontakt-Vereinssport

Die Analyse des aktuellen Infektionsgeschehens lässt keinen Rückschluss darauf zu, dass sich Menschen bei der Ausübung eines Kontakt-Vereinssports mit dem Coronavirus infizieren. Aus diesem Grunde wird der Kontaktsport zum aktuellen Zeitpunkt nicht untersagt.

Remscheid: Maskenpflicht wird ausgewiesen

Der mit Allgemeinverfügung vom 20. Oktober festgelegte Innenstadtbereich, in dem die neue verbindliche Maskenpflicht gilt, wird mit entsprechenden Schildern bestückt. Die Hinweisschilder im DIN A2-Format werden kurzfristig an den Laternenmasten angebracht.

Corona: Neue Allgemeinverfügung

Bekanntermaßen hat das Landeskabinett am vergangenen Freitag (16.10.) im Einklang mit den Beschlüssen des Bund-Länder-Kreises weitere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die neuen Regeln sind mit der aktualisierten Coronaschutzverordnung am Samstag, 17. Oktober 2020, in Kraft getreten und gelten zunächst bis Ende Oktober.

In der Folge wird nun auch die Allgemeinverfügung, die die Stadt Remscheid im Sinne der regionalen Anpassung an das Infektionsgeschehen gemäß § 15a Coronaschutzverordnung am vergangenen Donnerstag (15.10.) erlassen hat, angepasst. Veränderungen betreffen insbesondere die formale Feststellung der Gefährdungsstufe 2 im Sinne des § 15a der Verordnung, eine Ausweitung der Maskenpflicht auf den Remscheider Innenstadtbereich sowie die Streichung von kontaktreduzierenden Maßnahmen, die zwischenzeitlich in die Coronaschutzverordnung aufgenommen wurden.

Die Allgemeinverfügung ist ab sofort in Kraft und gilt bis zum Ablauf des 5. November.

Link zur neuen Allgemeinverfügung zum Zwecke der Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2: https://remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/dokumente050/0.02-2020-Amtsblatt-Nr.31-20Oktober-Sonderausgabe.pdf.

21.10.2020: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 138 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 737 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 579 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 20 Menschen sind leider verstorben.

Fälle737
Fälle/100.000 EW661,9
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW87,1
Todesfälle20
Einwohnerzahl111.338
Aktualisierung21.10.2020, 00:00
Meldungen des RKI für Remscheid

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 349 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 21 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter fünf intensivpflichtige Behandlungen, Stand 21.10.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Digitaler Workshop: Gewusst wie – Stark durch finanzielle Förderung

Viele Menschen engagieren sich in Vereinen, Initiativen, Schulen oder Gemeinden für internationale Solidarität, in der Partnerschaftsarbeit und im Fairen Handel. So wird gezeigt: Wir leben in der Einen Welt und nur gemeinsam können wir unsere globalen Herausforderungen lösen. Mit Partner*innen im Süden oder hier im Bergischen Land werden vielfältige Veranstaltungen, Aktionen und spannende Projekte umgesetzt. Doch oft fehlen die finanziellen Mittel, um viele weitere innovative Ideen umzusetzen. Folgender Workshop kann einen neuen Weg finanzieller Förderung aufzeigen.

Vereine, Initiativen und Schulen sind auf Spenden oder Fördergelder zur Umsetzung von Projekten angewiesen. Der Dschungel der Förderlandschaft scheint allerdings auf den ersten Blick sehr undurchsichtig. In diesem Workshop dienen zwei Experten als Wegweiser, um die richtigen Fördermöglichkeiten für den jeweiligen Bedarf zu finden und neue Fördertöpfe zu erschließen.

Sascha Ivan vom Eine Welt Netz NRW e.V. ist Fachpromotor für Fundraising und wird hilfreiche Einblicke in dieses Thema und Tipps für Ihr Engagement geben.

Zudem wird Andreas Hennig, Leiter der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global gGmbH, Fördermöglichkeiten des Landes NRW und des Bundes vorstellen.

In dem Zoom-Meeting am Mittwoch, 4. November 2020, 17–19.15 Uhr lernt man wichtige Ansprechpartner*innen und Angebote kennen und bekommt seine Fragen rund um die Förderung eigener Ideen beantwortet.

Anmeldung

Melden Sie sich jetzt oder spätestens bis zum 28. Oktober 2020 verbindlich für die Veranstaltung bei Sophia Merrem unter s.merrem@fsi-forum.de oder telefonisch unter 0163 6193827 an. Einen Link zur Einwahl sowie weitere technische Informationen gibt es mit der Anmeldebestätigung.

Download

Hier gibt es die vierseitige Einladung vom Forum für Soziale Innovation zum Download als .pdf.

Hintergrund

Durch die vielfältigen Vereine, Initiativen, Gemeinden und Schulen ist Solingen mit der ganzen Welt verbunden – von Mittelamerika, über den Nahen Osten und Afrika bis nach Südostasien. Mit verschiedenen Veranstaltungen möchten soll die Vernetzung der Engagierten in Solingen und dem Bergischen Land untereinander verstärkt werden. Informationen zu dem Forum für globale Verantwortung und Eine Welt: www.solingen.de/forum-fuer-globale-verantwortung-und-eine-welt/