Ein Leben mit viel Musik: Familie Kammin

Die Lüttringhauser Familie Kammin ist sehr musikalisch. Erst am Wochenende errang das Blechbläserquartett um Lino und Marti Kammin (zusammen mit Jan Peter Heynen und Justus Scheffen)in der Altersgruppe III, die die Jahrgänge 2006 und 2007 betrifft, bei „Jugend musiziert“ im Röntgen-Gymnasium einen 1. Preis, der gleichzeitig die Weiterleitung zum Landeswettbewerb bedeutete, der im März in Essen stattfinden wird. Unter anderem musizierte das Quartett eine Komposition des Kreiskantors Johannes Geßner, ein Satz aus der Suite Es-Dur.

Jürgen Kammin ist Vater von vier musikaffinen Kindern und Ehemann von Antje, der ebenfalls die Musik nicht fremd ist. Jürgen ist von Beruf Küster der evangelischen Gemeinde in Lüttringhausen – und Posaunist.

„Ich bin sehr spät zur Musik gekommen“, erzählt er, „mit zwölf oder dreizehn. Ein Freund hatte mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, im Posaunenchor mitzuspielen.“ Jürgen Kammin hatte Lust. Aber warum ausgerechnet die Posaune, eines der am schwersten zu spielenden Instrumente? „Das hat sich so ergeben“, berichtet der Küster. „Im Posaunenchor hat man damals gesagt: Die mit den dicksten Lippen bekommen die größten Instrumente. Das ist natürlich Unsinn. Dann hätte Louis Armstrong niemals Trompete spielen dürfen“.

In seinem musikalischen Schaffen greift der Posaunist auf die Harmonielehre zurück, die er unter dem ehemaligen Kantor Jürgen Harder erlernen durfte. Kammin leitet das Lenneper Bläserensemble und arrangiert auch artfremde Kompositionen für die Musiker. Natürlich spielt er immer noch im Lüttringhauser Posaunenchor, wo er stellvertretender Dirigent ist. Daneben gibt es noch ein lockeres Quartett mit den Brüdern Marc und Sebastian Brüninghaus. „Ich habe Maschinenbau studiert“, erzählt er weiter, „hatte dazu aber eigentlich keine Lust. Da habe ich mich hier als Küster beworben.“

Sebastian Brüninghaus, Marc Brüninghaus, Jürgen Kammin und Volker Müller (v.l.) an der Biertuba. | Foto: privat
Sebastian Brüninghaus, Marc Brüninghaus, Jürgen Kammin und Volker Müller (v.l.) an der Biertuba. | Foto: privat

Antje und Joy Kammin

Antje Kammin hat jahrelang Blockflötenunterricht erteilt und auch ein eigenes Ensemble geleitet. Sie lehrt Klavieranfängern die ersten Schritte im musikalischen Hobby. Wenn sie merkt, dass sie mit ihren Fähigkeiten an ihre Grenzen stößt, werden erkennbar gute Musiker weitergeleitet.

Die älteste Tochter der Kammins, Joy, ist Tänzerin und zur Zeit beruflich in Israel unterwegs.

Celine Kammin

Celine, zweitälteste Tochter, hat über die Remscheider Pianistin Maren Donner zur Musik gefunden. Ein Auftritt Donners hatte die damals Fünfjährige derart beeindruckt, dass sie ebenfalls das Klavierspiel erlernen wollte. Die Möglichkeit dazu ergab sich zunächst über Maren, später dann bei einem gemeinsamen Musiklehrer. Für das Schulorchester kam dann das Euphonium hinzu, was sie auch im Jugendorchester von Christoph Spengler spielt. Später erlernte sie noch die Querflöte. Sie studiert Klavier und klassischen Gesang, dazu elementare Musikpädagogik in Köln. Celine ist private Klavierlehrerin und gibt auch Unterricht in der Bergischen Musikschule am Standort Wuppertal-Ronsdorf.

Celine Kammin am E-Piano. Foto: Sascha von Gerishem
Celine Kammin am E-Piano. Foto: Sascha von Gerishem

Celine begleitete drei Sänger bei „Jugend musiziert“ und leitete das Blechbläserquartett, in dem ihre Brüder spielen.

Lino und Marti Kammin

Lino spielt Kornett, ein Instrument, das der Trompete sehr verwandt ist, durch ein anderes Mundstück jedoch über einen etwas weicheren Klang verfügt. „Üben ist nicht cool“, sagt Lino, der sich zunächst am Klavier probierte, dann zum Euphonium wechselte und jetzt beim Kornett angekommen ist. „Das ist ein Hobby“, erklärt er selbstbewusst, „und das wird es auch immer bleiben. Eigentlich möchte ich eher artistisch tätig werden. Clown oder so.“ Das Spielen des Kornetts war nie sein größter Traum.

Die Ragazzi der Familie Kammin besuchten Familie Belfi in den Dolomiten. Foto: Familie Kammin
Die Ragazzi der Familie Kammin besuchten Familie Belfi in den Dolomiten. Foto: Familie Kammin

Marti hörte mit sechs oder sieben Jahren zufällig in einem Gespräch, dass der Posaunenchor Mitglieder suchte. Etwas vorlaut sagte er: „Trompete mache ich!“ Auch Marti übt nicht wirklich gerne, ist durch den 1. Preis bei „Jugend musiziert“ aber motiviert worden. „Ich habe vorher ausnahmsweise viel geübt“, erzählt der junge Musiker, „und habe mir auch ein eigenes Kornett zusammengespart.“ Marti gesteht, dass ihm die Wettbewerbslieder nicht mehr aus dem Kopf gehen. Der Kornettist wirkt in der Tat sehr fokussiert.

Mit dem 1. Preis hat niemand gerechnet, auch die Leiterin des Quartetts, Celine Kammin, nicht. „Ich wusste schon, dass wir gut sind. Aber so gut…? Damit konnte keiner rechnen. Da machen ja auch halbe Profis mit.“

In Essen wird das Quartett das gleiche Repertoire spielen wie in Remscheid. Und dann, wer weiß, vielleicht im Juni beim Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Freiburg noch einmal.

Kostenloses Preisträgerkonzert im Teo Otto Theater

Das Teo Otto Theater befindet sich in der Konrad-Adenauer-Straße 31-33 in 42853 Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Das Teo Otto Theater befindet sich in der Konrad-Adenauer-Straße 31-33 in 42853 Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Zuvor findet am Sonntag, 23. Februar 2020 um 11 Uhr noch das Preisträgerkonzert  im Teo Otto Theater statt. Das Konzert ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

Erinnerung: Oper Légère – Die Fledermaus

Franziska Dannheim und Jeong-Min Kim führen am Sonntag, 9. Februar 2020 ab 18 Uhr, „Die Fledermaus“ in Schloss Burg in Solingen auf.

Wir möchten nochmal an die Veranstaltung im Rittersaal von Schloss Burg am Sonntag erinnern und geben daher hier noch einen kleinen Einblick in das vorherige Programm „Carmen“ von Franziska Dannheim und Jeong-Min Kim. Die Aufnahme entstand ebenfalls im Rittersaal.

Oper Légère … das sind Franziska Dannheim mit geschmeidigem Sopran, die nicht nur alle Partien einer Oper vorstellt, sondern auch erfrischend unverkrampft geschichtliche und musikalische Zusammenhänge erläutert und Jeong-Min Kim, ihre kongeniale Partnerin am Flügel. Das Format verspricht mit seinen Produktionen Werkeinführung der unterhaltsamen Art, ein Opernführer, der Einsteiger und Kenner gleichermaßen begeistert.

Oper für Kenner und Einsteiger

Mit „Die Fledermaus“ widmen sich die beiden Musikerinnen einer der berühmtesten Operetten nach Johann Strauss. Ein perfekter Silvesterknaller im Dreivierteltakt. Ein rauschender Ball entpuppt sich als inszenierter Racheakt voll süffisanter Boshaftigkeiten… Schein oder Nichtschein – das ist die Blamage. Pures Wiener Lebensgefühl schwingt in den mitreißenden Melodien und zeitlosen Wahrheiten, wie: „Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist.“ Franziska Dannheim genießt einmal mehr die „Stimmfach-Freiheit“ ihres Formats zwischen Spiel-Tenor und Soubrette, während Jeong-Min Kims brillantes Spiel dem Flügel puren Walzerrausch entlockt und in keiner Sekunde den Orchesterklang vermissen lässt.

Oper Légère ist ein Programm für die ganze Familie. Hier darf auch gerne das Publikum die Chöre singen oder Teile des Bühnenbilds darstellen. Erleben Sie Oper einmal erfrischend anders und begeben sich mit den beiden sympathischen Damen auf den Maskenball…

Information und Eintrittskarten

Karten für die Aufführung am Sonntag, 9. Februar 2020 ab 18 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) gibt es ab 20 Euro direkt bei Schloss Burg oder über den Webseitenlink über unsere Terminplattform „Kieck.moda„.

Anschrift: Museum Schloss Burg, Schlossplatz 2, 42659 Solingen

Alexa Bell möchte OB-Kandidatin werden

Der Kreisvorstand der CDU Remscheid schlägt seinen Mitgliedern Alexa Bell als CDU-Kandidatin für die Kommunalwahl am 13. September 2020 vor. Eine Entscheidung fallen die Mitglieder am 20. April bei der Mitgliederversammlung.

Alexa Bell ist 45 Jahre jung, Mutter eines erwachsenen Sohnes und seit 30 Jahren CDU-Mitglied. Sie ist seit fast 20 Jahren als Vertriebs-Controllerin bei der Stadt-Sparkasse Solingen tätig. In ihrer Freizeit engagiert sie sich in vielen Vereinen und in der Politik.

Seit dieser Legislaturperiode sitzt sie im Rat der Stadt, ist Mitglied der Bezirksvertretung 1 – Alt-Remscheid. Sie gehört dem Integrationsrats an, ist Beisitzerin im Vorstand der Frauen Union NRW und Vorsitzende der Frauen Union Remscheid. Weiter bekleidet sie einen von vier Stellvertreterposten zum Remscheider Parteivorsitz.

Verkehrsregelungen zu Karneval in Lennep

Gleich mehrere Karnevalsveranstaltungen in Remscheid-Lennep haben Auswirkungen auf die Verkehrsregelungen in der Zeit vom 16. bis 27. Februar 2020:

Auf der Robert-Schumacher-Straße wird ab dem 17. Februar 2020 ein Festzelt der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. aufgebaut. Dafür ist die Sperrung der P+R Plätze erforderlich. Hier wird ab Sonntag, 16. Februar, 18 Uhr, ein absolutes Haltverbot angeordnet. Die Robert-Schumacher-Straße kann in der Folge spätestens ab 17. Februar 2020 nicht mehr durchgängig befahren werden, die Zufahrt zu den ortsansässigen Geschäften ist aber weiterhin über die Alte Kölner Straße möglich. Der Abbau des Zeltes sowie die Reinigung der Fläche soll bis spätestens 27. Februar 2020 erfolgt sein.

Zum Ersatz der wegfallenden P + R Parkplätze in der Robert-Schumacher-Straße werden im Bereich der Straße Am Johannisberg sowie in der Düstergasse die ortsfest vorhandenen Zeitzusätze entwertet.

Rosenmontagszug

Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft in vollem Ornat. Foto: Sascha von Gerishem
Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft in vollem Ornat. Foto: Sascha von Gerishem

Der traditionelle Rosenmontagszug setzt sich am 24. Februar 2020 um 14.11 Uhr in Bewegung. Die Aufstellung des Zuges erfolgt ab 12 Uhr in der Albrecht-Thaer-Straße. Dort startet der Zug über die Strecke Hardtstraße -Thüringsberg – Poststraße – Kölner Straße – Ringelstraße – Leverkuser Straße – Rotdornallee – Kölner Straße – Bahnhofstraße und endet in der Straße Düstergasse.

Für die Zugaufstellung wird die Albrecht-Thaer-Straße ab Einmündung Drosselsang ab 12 Uhr voll gesperrt. Alle weiteren Einmündungen, die auf die Zugstrecke treffen, werden für den Fahrzeugverkehr ab 13 Uhr gesperrt. Die Haltverbote auf der gesamten Wegstrecke des Zuges gelten am 24. Februar ab 10 Uhr.

Zur Aufrechterhaltung des ÖPNV wird in der Hermannstraße in Fahrtrichtung Kölner Straße von der Einmündung Sauerbronnstraße bis zur Kölner Straße ein absolutes Halteverbot für den 24. Februar 2020 eingerichtet. Die Haltestelle „Kreishaus“ in Fahrtrichtung Remscheid auf der Kölner Straße wird verlegt (zu Höhe Hausnummern 87 – 89). Auf der Kölner Straße werden am Rosenmontag außerdem Taxihalteplätze eingerichtet (Höhe Hausnummern 85 – 87). Ortskundige Autofahrer werden gebeten, die Veranstaltungsbereiche zu umfahren.

Eine Bitte der Ordnungsbehörde

Die Ordnungsbehörde bittet darum, die ausgeschilderten Haltverbote unbedingt zu beachten. Falschparker werden noch vor der Veranstaltung abgeschleppt. Im Interesse aller gilt es, einen sicheren Ablauf der Karnevalsveranstaltungen zu gewährleisten. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

W.i.R. verteilt Blumen am Valentinstag

W.i.R. verteilt in Wuppertal-Ronsdorf am Valentinstag einen Blumengruß.

Eine langjährige Tradition ist die Aktion der W.i.R. – Wir in Ronsdorf e.V. – zum Valentinstag. Beginnen wird diese Aktion um 11.30 Uhr am Bandwirkerplatz in der Ronsdorfer City. Einige Helfer und Verantwortliche der Gemeinschaft werden, wie immer, bunte Blumengrüße verteilen. Das kleine Event ist ein Dankeschön an die Kunden, die dem Ronsdorfer Einzelhandel, Gewerbe und den Dienstleistern die Treue halten.

Greta-Effekt: Bio-Branche boomt

Die Bio-Branche gewinnt neue Kund*innen. Gleichzeitig kaufen die Kund*innen mehr. Der Naturkostgroßhandel hat seinen Umsatz in 2019 deutlich gesteigert. Er verzeichnet für 2019 einen Umsatzzuwachs von rund 8 Prozent. Laut Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. haben der ‚Greta-Effekt‘ und das gesteigerte Bewusstsein der Verbraucher*innen für Nachhaltigkeit einen deutlich positiven Einfluss auf die Marktentwicklung.

Der deutsche Naturkostgroßhandel steigerte seinen Umsatz von knapp 1,78 Mrd. Euro (2018) auf gut 1,92 Mrd. Euro (2019). Der Blick auf die einzelnen Monate zeigt: Alle schließen mit einem Umsatzgewinn ab. Dabei ist das erste Halbjahr traditionell das stärkere – diesmal war es jedoch genau umgekehrt. 2019 war von einer besonderen Dynamik geprägt. Im zweiten Halbjahr 2019 fiel die Umsatzentwicklung mit 7,92 Prozent deutlich höher aus als nach dem ersten Halbjahr zu erwarten war. Für den Facheinzelhandel lässt sich daraus ein Umsatzplus von 8,67 Prozent und ein Gesamtumsatz von 3,76 Mrd. Euro hochrechnen (2018: 3,46 Mrd. Euro).

Umsatzentwicklung des Naturkostgroßhandels 2019. Grafik: obs/BNN, Grafik Zitrusblau
Umsatzentwicklung des Naturkostgroßhandels 2019. Grafik: obs/BNN, Grafik Zitrusblau

Bedeutung von Klimaschutz wachsend

„Die Entwicklung der Umsatzzahlen im Verlauf des Jahres spiegelt die wachsende Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf der gesellschaftspolitischen Agenda. Mit ‚Fridays for Future‚, zwei globalen Klimastreiks und viel medialer Aufmerksamkeit ist das Thema nachhaltiger Konsum in der zweiten Jahreshälfte viel stärker bei Verbraucher*innen angekommen“, kommentiert Kathrin Jäckel, BNN-Geschäftsführerin Kommunikation und Markt, die Entwicklung in 2019.

Der Naturkostfachhandel hat 2019 neue Kunden*innen gewonnen und zugleich pro Kund*in mehr Naturkost und Naturwaren verkauft als 2018. Messen lässt sich das mittels Auswertung der Bons. 2018 lag der Betrag pro Bon höher als 2017, allerdings stagnierte die Anzahl der Bons. Für 2019 gilt: Mehr Bons pro Tag und ein deutlicher Anstieg der Bonbeträge – wiederum besonders im zweiten Halbjahr.

Ökologie und Nachhaltigkeit entsprechen dem Zeitgeist

„Der Naturkostfachhandel spürt den Zeitgeist. Ökologische Produkte und nachhaltiger Konsum sind in Deutschland stärker im Fokus der Verbraucher*innen. Heute kauft der Einzelne mehr Bio-Produkte und immer mehr Menschen tun das im Naturkostfachhandel. Die Öffnung des Lebensmitteleinzelhandel für Verbandsware hat die Lage für den Fachhandel fundamental verändert. Trotzdem zeichnet sich eine positive Entwicklung ab und der Umsatz der Branche steigt“, ergänzt Jäckel.

Kund*innen wollen heute mehr als nur ein Produkt. Und auch mehr als nur Einkaufen. Der Fachhandel vermittelt authentisch und glaubwürdig sein konsequentes und beständiges Engagement für ökologische Lebensmittel und die dahinterstehende Wirtschaft. So kann er auch in Zeiten starker Konkurrenz auf Kund*innen zählen, für die Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend ist, sondern ebenfalls Ausdruck einer Haltung. Diese besondere Kundenbindung und das Gewinnen neuer Kund*innen fördert die Branche aktuell mit der Kampagne „Öko statt Ego“, die zu einem bewussten und ökologisch- nachhaltigen Konsum aufruft.

Der Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. vertritt die Unternehmen der Naturkost- und Naturwarenbranche. Der Verband verabschiedet besondere Qualitätsrichtlinien für den Naturkost-Fachhandel (aktuell über 400 Verkaufsstellen), die über die gesetzlichen Anforderungen für Bio-Produkte hinausgehen. Die BNN-Mitgliedsunternehmen beschäftigen insgesamt rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter über 1.000 Auszubildende. Der Naturkost-Facheinzelhandel erzielte 2019 in Deutschland ein Umsatzvolumen von 3,76 Milliarden Euro mit Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik.

Doctor Who: 12. Staffel ab 16. April auf Fox

Jody Whittaker verkörpert erneut die Rolle des Doctors, mit Gastauftritten von Stephen Fry („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“), Sir Lenny Henry („Broadchurch“), Robert Glenister („Spooks – Im Visier des MI5“) und Goran Visnjic („Timeless“), die am längsten laufende Science-Fiction-Serie der Welt, alle 10 Episoden der 12. Staffel „Doctor Who“ exklusiv ab 16. April immer donnerstags um 21 Uhr als deutsche TV-Premiere.

Als erste weibliche Verkörperung des Doktors sorgte Jodie Whittaker für Begeisterung bei den Fans – jetzt kehrt sie in einer neuen Staffel in ihrer Paraderolle zurück. Begleitet von ihren drei besten Freunden Ryan (Toson Cole), Yaz (Mandip Gill) und Graham (Bradley Walsh) muss sich der Doktor seinen bisher größten Herausforderungen stellen. Die 12. Staffel beginnt mit „Spyfall“, einem zweiteiligen Blockbuster, der mit cineastischer Optik, fesselnden Charakteren und einer Vielzahl neuer außerirdischer Gefahren überzeugt. Als Gaststars treten in der neuen Staffel der britische Allround-Entertainer Stephen Fry („Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“), Sir Lenny Henry („Broadchurch“) sowie die Schauspieler Robert Glenister („Spooks – Im Visier des MI5“) und Goran Visnjic („Timeless“) auf.

FOX präsentiert die neuen Abenteuer der 12. Staffel „Doctor Who“ ab 16. April immer donnerstags um 21 Uhr.

Über „Doctor Who“ Staffel 12

In Staffel 12 sehen sich der Doktor und ihre Begleiter zahlreichen alten und neuen Bedrohungen gegenüber. Auf ihren Reisen durch Raum und Zeit begegnen sie etwa den körperlosen Kasaavin, einer außerirdischen Spezies, die sich mühelos durch jedes Hindernis bewegen kann und das Universum mittels DNA-Manipulation übernehmen will. Mit Mut und Einfallsreichtum muss das Quartett ihre Machenschaften durchkreuzen, um die Menschheit zu retten. Bei der Suche nach einer flüchtigen Person sorgen zudem die Judoon – rhinozerosartige Aliens, die als rüpelhafte Polizeitruppe für die intergalaktische „Schattenproklamation“ arbeiten – für Chaos. Doch wer ist der geheimnisvolle Flüchtige und welche Verbrechen werden ihm zur Last gelegt? Auch ihrem Erzfeind, dem „Master“ (Sacha Dhawan), der weiterhin an Plänen zur Vernichtung der Menschheit arbeitet, muss sich der Doktor in der neuen Staffel aufs Neue stellen.

Sendetermine

  • Die 12. Staffel von „Doctor Who“ ab 16. April 2020 immer donnerstags um 21 Uhr exklusiv auf FOX
  • Wahlweise im englischen Original oder der deutschen Synchronfassung
  • Alle zehn Episoden im Anschluss an die lineare Ausstrahlung über Sky Go, Sky On Demand, Sky Ticket, MagentaTV sowie Vodafone Select und GigaTV verfügbar

ZDF-Politbarometer Februar 2020

Drei Viertel unterstützen Nein der CDU zu Zusammenarbeit mit der AfD
Coronavirus: Deutsche sehen kaum Gefahr.

Die CDU lehnt generell eine politische Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Partei die Linke ab. Während dies im Fall der AfD mit 76 Prozent auf breite Zustimmung stößt (nicht richtig: 19 Prozent; Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“), gehen die Meinungen bezüglich der Linken eher auseinander. 40 Prozent unterstützen die CDU-Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der Linken, 50 Prozent finden das nicht richtig. Von den Unionsanhängern befürworten 83 Prozent eine solche restriktive Haltung gegenüber der AfD und 64 Prozent gegenüber der Linken. Der am Mittwoch überraschend und nur mit Hilfe der Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählte Thomas Kemmerich von der FDP hätte nach Meinung von 58 Prozent der Befragten diese Wahl nicht annehmen sollen. 33 Prozent finden es richtig, dass er die Wahl annahm. Das ergab ein bundesweites Politbarometer-Extra, das am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche durchgeführt wurde.

Projektion Bundestagswahl

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die Union weiterhin auf 27 Prozent, die SPD unverändert auf 14 Prozent und die AfD bliebe bei 14 Prozent. Leichte Veränderungen gäbe es für die anderen Parteien: Die FDP verschlechterte sich auf 6 Prozent (minus 1), die Linke verbesserte sich auf 10 Prozent (plus 1), und die Grünen würden einen Punkt abgeben auf 22 Prozent (minus 1). Die anderen Parteien zusammen lägen bei 7 Prozent (plus 1). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit, für Grün-Rot-Rot würde es knapp nicht reichen.

Top Ten: Söder mit Verlusten

Neu zu den zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern zählt nach Meinung der Befragten Annalena Baerbock, und wieder dabei ist Ursula von der Leyen. Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker liegt weiterhin Angela Merkel auf Platz eins. Auf der Skala von +5 bis -5 erhält sie einen unveränderten Durchschnittswert von 1,4. Danach kommt Robert Habeck mit 1,2 (Jan.: 1,3) und auf Platz drei steigt Annalena Baerbock ein, mit einer Bewertung von 0,8. Es folgen Olaf Scholz mit 0,6 (Jan.: 0,8) und Heiko Maas mit 0,6 (Jan.: 0,7). Markus Söder verschlechtert sich deutlich auf 0,1 (Jan.: 0,5) und Christian Lindner wird mit 0,0 (Jan.: 0,0) eingestuft. Im Negativbereich liegen Ursula von der Leyen mit minus 0,1, Horst Seehofer mit minus 0,3 (Jan.: minus 0,3) und Schlusslicht bleibt Annegret Kramp-Karrenbauer mit minus 0,7 (Jan.: minus 0,8).

Coronavirus: Große Mehrheit sieht keine Gefahr für eigene Gesundheit

90 Prozent der Befragten halten ihre Gesundheit durch das neuartige Coronavirus nicht für gefährdet, 10 Prozent äußern entsprechende Sorgen. Zudem glauben 80 Prozent, dass in Deutschland zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus genug getan wird, nur 14 Prozent bezweifeln das. Großen Schaden für die Weltwirtschaft durch die Ausbreitung des Coronavirus erwarten 34 Prozent. 63 Prozent rechnen nicht mit solchen Folgen.

Verständnis für Unzufriedenheit der Landwirte

Für die Unzufriedenheit der Landwirte, die in letzter Zeit wegen ihrer Einkommenssituation und der Vorschriften zum Umweltschutz auch Protestaktionen durchführten, äußern 76 Prozent Verständnis. 19 Prozent meinen, diese Unzufriedenheit ist nicht gerechtfertigt. Lebensmittel in Deutschland sind für gut die Hälfte (54 Prozent) der Befragten alles in allem zu billig, für 8 Prozent sind sie zu teuer, und 36 Prozent halten die Lebensmittelpreise für gerade richtig.

Mehrheit für Tempolimit

Auch um den Schadstoffausstoß zu verringern, gibt es eine Debatte über die Einführung einer allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen in Deutschland. 59 Prozent sprechen sich für ein Tempolimit von 130 km/h aus, weitere 6 Prozent wären für ein Limit unterhalb von 130 km/h. Ein Drittel (33 Prozent) aller Befragten lehnt eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab, darunter mehrheitlich die Anhänger von AfD (54 Prozent) und FDP (56 Prozent).

Für Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen

Auf große Zustimmung treffen Überlegungen, in der EU Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. 78 Prozent der Befragten und deutliche Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen fänden das gut und nur 18 Prozent schlecht.

Hintergrund

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 4. bis 6. Februar 2020 bei 1.067 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei werden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 30 Prozent, SPD: 15 Prozent, AfD: 8 Prozent, FDP: 5 Prozent, Linke: 10 Prozent, Grüne: 26 Prozent.

Zusätzlich wurden am 5. und 6. Februar in einem bundesweiten Politbarometer-Extra zur Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen 966 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch befragt. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 6. März 2020. Am Freitag, 14. Februar 2020, gibt es ein Politbarometer-Extra zur Bürgerschaftswahl in Hamburg.

Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen finden Sie auch auf https://forschungsgruppe.de.

Remscheider Parteien beziehen Stellung zu Thüringen

Die Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen am 5. Februar 2020 wurde zur Zäsur für die Demokratie wie man sie bisher in Deutschland kannte.

Thomas Kemmerich (FDP), der mit der FDP nur denkbar knapp überhalb der 5-Prozent-Hürde in den thüringischen Landtag einzog, wurde mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt – und nahm die Wahl an. Die demokratischen Remscheider Parteien bezogen unmittelbar Stellung.

FDP Remscheid

Die Freien Demokraten Remscheid sind fassungslos und fordern Kemmerichs Rücktritt

Wir sind nach wie vor fassungslos und erschrocken, dass sich Thomas L. Kemmerich mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten von Thüringen hat wählen lassen. Es kann keinen liberalen Ministerpräsidenten, der mit den Stimmen einer zutiefst antidemokratischen Partei ins Amt gekommen ist, geben. Liberalismus und Faschismus schließen sich gegenseitig aus und daher distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit von den Ereignissen des heutigen Tages. Wir fordern Thomas Kemmerich zum sofortigen Rücktritt auf, um damit den Weg für Neuwahlen in Thüringen freizumachen.

Torben Clever
Kreisvorsitzender

Wolf Lüttinger
Vorsitzender der Ratsgruppe

 

GRÜNE Remscheid

Wir sind schockiert. Sich mit Stimmen von Rassisten wählen zu lassen ist unfassbar und ein Tabubruch. Thomas Kemmerich sollte sein Amt unverzüglich niederlegen!

 

SPD Remscheid

SPD Remscheid fordert Haltung auch von CDU Kreisvorsitzendem Nettekoven zur Wahl in Thüringen.

Zur heutigen Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen erklärt Sven Wolf, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion: „Die Ereignisse in Thüringen haben uns erschüttert. Wir sind fassungslos, dass sich demokratische Parteien in eine Absprache zur Wahl des Ministerpräsidenten auf einen Kuhhandel mit Nazis einlassen. Das ist ein unglaublicher Tabubruch in der Geschichte unseres Landes.

Christine Krupp, Vorsitzende der SPD Remscheid, begrüßt die Erklärung der FDP Remscheid: „Wir danken dem FDP Kreisvorsitzenden für seine klare und eindeutige Stellungnahme. Torben Clever steht damit in der guten Tradition der FDP, die für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie steht.

Ein ähnlich klares Bekenntnis erwarten wir nun auch vom Kreisvorsitzenden auf Abruf Jens Nettekoven. Eine Herumreden gibt es bei dem Thema nicht. Es sollte hier klare Haltung zeigen wie seine Bundesvorsitzenden oder der CSU Vorsitzende Markus Söder. Herr Nettekoven ist schnell dabei, wenn es um moralische Bewertung oder Haltungsnoten geht. Heute bekommt er zum Abschied aus seinem Amt als Kreisvorsitzender eine Note von uns: ungenügend.“

 

Die Linke Remscheid

Kemmerich, Ministerpräsident von AFD-Gnaden

Der Fraktionsvorsitzende der Remscheider LINKEN, Fritz Beinersdorf, kommentiert die Wahl des „liberalen“ Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen wie folgt:

„Das, was niemand zu glauben wagte, ist wirklich passiert: Die faschistische AfD, CDU und FDP haben gemeinsam einen Ministerpräsidenten gewählt.

Der „liberale“ Landeschef Thomas Kemmerich soll nun Thüringen regieren – ins Amt gebracht von der Fraktion, an deren Spitze der Rechtsextremist Björn Höcke steht.

Es ist wie 1924, als in Thüringen erstmals Nazis einer bürgerlichen Regierung zur Mehrheit verhalfen. Die sogenannte Brandmauer zur extremen Rechten, die zuletzt so oft beschworen wurde: Sie hat nicht gehalten.

Thomas Kemmerich ist der erste FDP-Ministerpräsident in der neueren Geschichte der Bundesrepublik. Aber er ist auch der erste Regierungschef seit 1945, der sich mit den Stimmen der extremen Rechten wählen ließ. Und die CDU? Sie hat mitgemacht.

Dieser braune Makel wird an allen Beteiligten kleben bleiben, egal was kommt.“

Weiter erklärt Beinersdorf: „Die Entscheidung des bekannten Remscheider Rundfunkjournalisten Horst Kläuser, seine Mitgliedschaft in der FDP zu beenden hat meinen allerhöchsten Respekt verdient. Die Pressemitteilung des Remscheider FDP Vorsitzenden Torben Clever, zeugt von einer klaren Haltung die nichts mit der Haltung der FDP Führung in Thüringen zu tun hat.

Bei der Union bin ich mir nicht sicher, wie sie zu den Ereignissen steht. Wir haben die Erklärung des designierten neuen CDU-Vorsitzenden Matthias Heidtmann die er vorgestern in der Presse abgegeben hat, niemals mit der AFD zusammen zu arbeiten. Der Fraktionsgeschäftsführer der CDU (Anm. d. Red.: Ansgar Lange) hingegen feierte das Thüringer Ereignis. Dass mir zum Wahlverhalten der CDU in Thüringen Parallelen zu Wahlen im Remscheider Rat einfallen, bei denen Neonazis von Pro NRW begünstigt wurden, ist wohl natürlich. Auch die seinerzeitige Forderung des scheidenden CDU Vorsitzenden, Jens Nettekoven, ein „entspanntes Verhältnis“ zu den Neonazis von Pro NRW anzustreben fällt mir hier wieder ein. Ich glaube, dass die Remscheider Union gut beraten wäre hier Klarheit zu schaffen.“

 

CDU Remscheid

Eine aufgeheizte Stimmung ist Wasser auf die Mühlen der politischen Extreme

CDU-Kreisvorsitzender Jens Nettekoven reagiert auf die Ereignisse in Thüringen.

„Die gestrigen Ereignisse in Thüringen haben die Republik in Aufruhr versetzt. Nun geht es darum, welche Lehren daraus gezogen werden. Für mich ist klar: Mehr denn je brauchen wir eine Abgrenzung der Parteien der politischen Mitte – dazu zähle ich CDU / CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen – von den politischen Rändern. Und die politischen Ränder – das wollen viele nicht mehr hören – bestehen eben nicht nur aus der AfD, sondern auch aus der Linken. Am 5. Dezember 2014 wurde Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt. Dieses Ereignis war einschneidend, denn zum ersten Mal nach dem Ende der DDR wurde ein Vertreter der SED-Nachfolgepartei an die Spitze einer Regierung gewählt. Dies war ein Dammbruch. Denn von da an wurde eine Partei mit teilweise extremen Forderungen und Inhalten bei vielen hoffähig gemacht. Das hätte nie passieren dürfen“, so der CDU-Kreisvorsitzende Jens Nettekoven.

„Heute regieren CDU, SPD und Grüne in zwei ostdeutschen Bundesländern zusammen, um die AfD von der Macht fernzuhalten. Ähnliches wird in Bezug auf die Linke nicht mehr in Erwägung gezogen. In Bremen beispielsweise regiert Rot-Grün-Rot. Der Kurs der CDU war vor der Wahl in Thüringen genauso klar wie danach: Es darf keine Koalitionen mit der Linken und der AfD geben. Wäre in Thüringen der Strohmann der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden, dann hätte dies zurecht für Empörung gesorgt. Wäre Herr Ramelow gewählt worden, dann hätten dies manche trotz der historischen Tradition und politischen Ausrichtung seiner Partei als völlig in Ordnung gesehen. Ich gehöre nicht dazu. Jetzt ist ein Vertreter der FDP mit knappster Mehrheit gewählt worden. Er hat eine Zusammenarbeit mit der AfD künftig kategorisch ausgeschlossen. Aus der Ferne kann ich nicht beurteilen, wie es dazu gekommen ist. Wenn es vorherige Absprachen – egal in welcher Form – mit der AfD gegeben hat, dann wäre dies völlig inakzeptabel. Ich denke, dass an Neuwahlen in Thüringen kein Weg vorbei gehen wird. Doch ich befürchte, die politischen Ränder werden gestärkt aus diesem erneuten Urnengang herausgehen“, so Nettekoven.

„Was mich anwidert ist der Versuch einiger politischer Kräfte in Remscheid, die Geschehnisse in Erfurt dafür zu nutzen, um Wahlkampf hier vor Ort zu machen und den politischen Mitbewerber CDU zu diskreditieren. Noch sehe ich keine politischen Aktivitäten der AfD in Remscheid. Ihre Personen sind mir nicht bekannt. Durch ständigen Alarmismus können wir aber eine AfD in Remscheid geradezu herbeirufen und herbeischreiben. Auch der Versuch, einen Keil in die CDU Remscheid zu treiben, wird nicht gelingen. Die CDU Remscheid wird mit der AfD – sollte sie denn überhaupt in den Stadtrat kommen – nicht zusammenarbeiten. Auch im Landtag ist die NRW-Koalition aus CDU und FDP ständig als Mitte-Rechts-Bündnis verunglimpft worden.

Merken diejenigen, die dieses perfide Spiel betreiben, eigentlich gar nicht mehr, dass sie durch dieses Verhalten den Rechtspopulisten in die Hände spielen? Dass mir die heimische SPD noch gestern Abend, bevor ich mich überhaupt zu den Ereignissen in Thüringen öffentlich geäußert hatte, mit der ‚Haltungsnote ungenügend‘ versehen hat, ist der durchsichtige Versuch einer Partei, die mit Blick auf ihre Umfragewerte anfängt, in der öffentlichen Auseinandersetzung bewusst unter die Gürtellinie zu gehen“, meint der CDU-Politiker.

„Wo war denn der Aufschrei im Fall von Oskar Helmerich? Kaum jemand wird seinen Namen kennen. Bei der Landtagswahl 2014 war er über die Landesliste der AfD Thüringen in den Landtag gewählt worden. Im April 2016 erfolgte sein Wechsel in die SPD-Landtagsfraktion in Thüringen. Das hat damals offenkundig für keinen größeren moralischen Aufschrei gesorgt“, so Nettekoven.

„Dass in Thüringen die AfD nicht mitregiert, das können nur die politischen Kräfte vor Ort in Erfurt beeinflussen. Darauf haben wir in Remscheid null Einfluss. Dass der Vorsitzende der Linksfraktion im Stadtrat meinen Rücktritt als Parteivorsitzender öffentlich abgefeiert hat und meine Haltung zu Pro Remscheid in Zweifel zieht, sagt ziemlich viel über seinen Charakter aus. Dass Frau Krupp und Herr Wolf in ein ähnliches Horn blasen, wirft allerdings Fragen auf, die die weitere Zusammenarbeit im Stadtrat betreffen. Wie sollen wir es bei einer solchen aufgeheizten Stimmung schaffen, den Rest der Wahlperiode den Fokus auf gute kommunalpolitischen Sacharbeit zu legen? Und wie soll es uns gelingen, die Extreme aus dem nächsten Remscheider Rat möglichst herauszuhalten? Wer andere öffentlich anprangert, der erschwert einen Konsens der Kräfte der politischen Mitte im Umgang mit den politischen Extremen von rechts und links. Geht es SPD und Linker überhaupt um Thüringen? Oder will man nicht eher der CDU Remscheid bewusst schaden?“, so der CDU-Kreisvorsitzende.

Ausbildungsende: Neun neue Bankkaufleute bei der Volksbank

Neun junge Menschen haben ihre Ausbildung bei der Volksbank im Bergischen Land erfolgreich beendet. 

Über neun neue Mitarbeiter freut sich die Volksbank im Bergischen Land: Mit Sekt, einem kleinen Präsent und vor allem einem Anstellungsvertrag gratulierten die Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney dem Azubi-Jahrgang 2017, dem ersten der fusionierten Volksbank im Bergischen Land, zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

Geprägt vom Zusammenwachsen der vereinten Bank

„Wir brauchen Sie und freuen uns auf die nächsten Jahre mit Ihnen“, versicherte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto seinen jungen Kollegen. Lutz Uwe Magney dankte ihnen für besonderes Engagement in zweieinhalb Jahren, die für die Bank selbst nicht alltäglich waren: 2017/18 waren geprägt vom Zusammenwachsen der vereinten Bank, im vorigen Jahr forderte die Umstellung der Bank-IT alle Mitarbeiter, vom Vorstand bis zu den Auszubildenden, besonders heraus.

Für alle neuen Bankkaufleute hat der Arbeitsalltag bereits angefangen, sie werden in verschiedenen Bereichen der Bank beschäftigt. Nur auf den ersten Blick wirkt das Ausbildungsjahr kleiner als andere: Drei Mitglieder dieses Jahrgangs haben ihre Ausbildung bereits im vergangenen Sommer frühzeitig erfolgreich beendet. Der Jahrgang bleibt aus noch einem weiteren Grund in besonderer Erinnerung der Bank: Die jungen Frauen und Männer standen für die aktuellen Ausbildungsvideos vor der Kamera und ermuntern so junge Leute, selbst Volksbanker zu werden.

Noch freie Ausbildungsplätze

Im nächsten Ausbildungsjahrgang der Volksbank im Bergischen Land, der im August startet, sind noch Plätze frei. Interessenten wenden sich unter Tel. 02191 699-1602 oder ramona.fresen@voba-ibl.de an Ausbildungsleiterin Ramona Fresen.