Mannesmann-Denkmal: Hängepartie um Blauen Mond

Das Remscheider Mannesmann-Denkmal auf dem Aldi-Parkplatz an der Burger Straße steht seit heute wieder.

Zäh und lange wurde um die Wiederaufstellung des Blauen Mondes gerungen, über sieben Jahre dauerte die Auseinandersetzung zwischen Aldi und der Stadt Remscheid, Rechtsstreit inklusive. Aldi ließ das Denkmal 2015 aus Sicherheitsgründen demontieren und sagte unmittelbar zu, es auch wieder aufzustellen, rückte dann aber von der Zusage ab. Daraufhin organisierten sich in Remscheid Proteste, vornehmlich im Süd-Bezirk, die Interessengemeinschaft Blauer Mond gründete sich und auch die Stadt Remscheid übte Druck auf den Discounter aus.

Nach sieben Jahren am Boden zog es den Mond wieder in die Höhe. Foto: rs1.tv / Wappler
Nach sieben Jahren am Boden zog es den Mond wieder in die Höhe. Foto: rs1.tv / Wappler

Zwischenzeitlich erhob Aldi Klage gegen die Stadt Remscheid, die mit einer Klageerwiderung antwortete. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Aldi-Klage zurück, entsprach zudem der Klageerwiderung in allen Punkten: Aldi müsse das Denkmal wieder aufstellen.

Heute war es dann endlich soweit. Unter den Augen vieler Zuschauenden sollte das MW, der Blaue Mond, wieder aufgesetzt werden. Doch auf der Zielgeraden wurde es nochmal richtig holprig: Der Kabelkanal, durch den das Kabel zur Stromversorgung des beleuchteten Denkmals geführt werden muss, war zu schmal, der Aufbau wurde erheblich verzögert.

Aber, was lange währt, wird endlich gut: Eine Lösung wurde gefunden, nun sitzt der Blaue Mond wieder an seinem angestammten Platz. Remscheid hat sein weitsichtbares Wahrzeichen zurückerhalten. Wann die neue LED-Beleuchtung des Blauen Mondes in Betrieb genommen wird, steht aktuell noch nicht fest.

Teo Otto Theater: Sechs Richtige für Nepomuk

Die Lüttringhauser Volksbühne führt das Stück „Sechs Richtige für Nepomuk“, das aus der Feder von Autor Christian Wüster stammt, am 11. September 2022 ab 15 Uhr im Teo Otto Theater auf.

Wir schreiben das Jahr 1930 und befinden uns in einem Dorf im Bergischen Land. Die Geschäftsleute im Ort halten sich mehr schlecht als recht über Wasser und haben mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Da kommt eine willkommene Ablenkung sehr recht: Das alljährlich stattfindende Dorffest inklusive großer Verlosung! Doch dieses Jahr verlockt nicht nur die Aufsicht und Musik und Tanz, nein, es lockt auch die Gewinnsumme von 100.000 Reichsmark. Eine Summe, die sich die gewiefte Inhaberin des örtlichen Gasthofs unter den Nagel reißen möchte. Wäre hier nicht die beste Gelegenheit, wenn die Gewinnzahlen unbeaufsichtigt sind? – Ihrer Meinung nach ja!

Neben diesem Trubel kommt noch hinzu, dass der österreichische Militär Ferdinand Poltbacher zurzeit im Gasthof residiert und sein Unwesen treibt: Er möchte die Jugend des Ortes für seine „Bewegung“ begeistern, um die Schmach von 1918 wieder wettzumachen. Und seine Bemühungen bleiben nicht ohne Erfolg.

Update

Der ursprüngliche Beginn von 19.30 Uhr wurde auf 15 Uhr vorverlegt. Also 11. September 2022 ab 15 Uhr.

Veranstaltungsinfos

Die Theaterkarten kosten pro Person 15 Euro, das Jugendticket nur 5 Euro. Die Kartenpreise sind mit Teos TheaterCard rabattierbar. Karten gibt es an der Theaterkasse und online bei Remscheid-Live.

Das Teo Otto Theater befindet sich in der Konrad-Adenauer-Straße 31-33 in 42853 Remscheid. Die Bushaltestelle „Allee Center“ befindet sich direkt vor dem Eingang.

Das Plakat zur Aufführung des Stückes "Sechs Richtige für Nepomuk" von Autor Christian Wüster wird von der Lüttringhauser Volksbühne im Teo Otto Theater in Remscheid aufgeführt. ©Sascha von Gerishem
Das Plakat zur Aufführung des Stückes „Sechs Richtige für Nepomuk“ von Autor Christian Wüster wird von der Lüttringhauser Volksbühne im Teo Otto Theater in Remscheid aufgeführt. ©Sascha von Gerishem

Tod und Spiele – München ’72

Doku-Serie und Dokumentation zum 50. Jahrestag der Olympischen Spiele von München in der ARD Mediathek und im Ersten eröffnen neue Perspektiven auf das terroristische Attentat

Die Olympischen Spiele von München beginnen am 26. August 1972. Die „heiteren Spiele“ sollen die Bundesrepublik Deutschland als weltoffene Demokratie zeigen. Doch am 5. September nimmt die palästinensische Organisation „Schwarzer September“ elf israelische Sportler als Geiseln. Kurz nach Mitternacht endet die Geiselnahme mit einem Befreiungsversuch, der auf dramatische Weise scheitert. Am Ende sind alle israelischen Geiseln, ein deutscher Polizist und fünf palästinensische Terroristen tot.

Anlässlich des 50. Jahrestags rekonstruiert die vierteilige Doku-Serie „Tod und Spiele – München ’72“ aus unterschiedlichen Perspektiven den Tag, der als Geburtsstunde des internationalen Terrorismus gilt. Überlebende der israelischen Mannschaft, deutsche Polizisten und erstmalig auch die beiden noch lebenden palästinensischen Geiselnehmer erzählen ihre Geschichte. Mit Bildern, die sich bis heute ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben, und mit bisher unbekannten Archivaufnahmen schildert die Doku-Serie die Ereignisse von 1972. Sie zeigt das Versagen des deutschen Polizei- und Sicherheitsapparats, vor allem aber macht sie die Dimensionen des bis heute andauernden Nahost-Konflikts spürbar und zeigt, dass die Wunden der Angehörigen der Opfer nicht geheilt sind.

In der ARD Mediathek werden die vier Episoden der Doku-Serie à 45 Minuten ab 26. August 2022 zum 50. Jahrestag der Eröffnung der Olympischen Spiele von München 1972 abrufbar sein. Das Erste zeigt eine 90-minütige Fassung am 5. September 2022 um 20:15 Uhr zum 50. Jahrestag des Attentats.

„Tod und Spiele – München ’72“ ist eine Produktion von LOOKSfilm in Koproduktion mit rbb, SWR (gemeinsame Federführung) und BR für die ARD in Zusammenarbeit mit France Télévisions und VPRO. Gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und den German Motion Picture Fund der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Buch und Regie: Bence Máté und Lucio Mollica. Produzenten:innen: Regina Bouchehri und Gunnar Dedio, Redaktion: Rolf Bergmann (rbb), Susanne Gebhardt und Mark Willock (SWR), Andrea Bräu, Matthias Leybrand und Susanne Poelchau (BR).

Hautkrebs: Nicht einmal jede*r Dritte geht zur Früherkennung

Allein im Corona-Jahr 2020 sind aus diesem Grund rund sieben Erkrankungen je 100.000 Versicherte unerkannt geblieben. Die Zahlen stammen aus dem Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg. Daten auch für einzelne Städte und Kreise.

Düsseldorf/Hamburg, 18.07.2022

Die Haut ist in der Sommer- und Urlaubszeit einer starken Belastung ausgesetzt. Mit den intensiven Sonnenstrahlen steigt das Hautkrebsrisiko. Wird eine Erkrankung früh erkannt, stehen die Heilungschancen oft gut. Doch Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg zeigen, dass viele Menschen gar nicht oder nicht regelmäßig zum Hautkrebs-Screening gehen. Noch nicht einmal jeder und jede dritte Versicherte nimmt das Früherkennungs-Angebot wahr.

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Die AOK Rheinland/Hamburg bietet ihren Versicherten bereits ab Vollendung des 18. Lebensjahres solche Checks kostenlos an. In den Jahren 2018/19 haben aber nur knapp 30 Prozent der Versicherten (29,8 Prozent) diese Möglichkeit genutzt. Und die Motivation hat in der Corona-Zeit weiter nachgelassen: Im Jahr 2020 ist die Teilnahme an der Früherkennung im Vergleich zu den Durchschnittswerten der Jahre 2017 bis 2019 um 20 Prozent zurückgegangen. Aufgrund dieser Zurückhaltung blieben allein im Jahr 2020 rechnerisch 6,9 Hautkrebs-Erkrankungen je 100.000 Versicherte unerkannt, wie der Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg zeigt.

„Die Pandemie hat die onkologische Versorgung vor große Herausforderungen gestellt. Die Zahl der Arztkontakte insgesamt war deutlich geringer als in den Vorjahren. Deshalb sind im Jahr 2020 auch Screening-Angebote seltener angenommen worden. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Heilungschancen steigen, wenn Krebs früh erkannt wird“, sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.

Nach den Auswertungen der AOK Rheinland/Hamburg ist der Rückgang beim Hautkrebs-Check mit einem durchschnittlichen Minus von 20 Prozent im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen Krebs-Früherkennungsprogrammen am deutlichsten ausgefallen. Besonders in den ersten beiden Quartalen des Jahres sind die Zahlen eingebrochen. Das war bei anderen Früherkennungsprogrammen ähnlich, doch hier ist im dritten und vierten Quartal 2020 ein Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren zu beobachten. Offensichtlich haben viele Versicherte ihre verschobene Früherkennung nun nachgeholt, so beispielsweise beim Mammographie-Screening und bei der Krebsfrüherkennung der Frau. Beim Hautkrebs-Screening ist das Minus dagegen auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 geblieben.

Regionale Unterschiede beim Hautkrebs-Screening: Aachen liegt vorn, Essen im Durchschnitt, Oberbergischer Kreis hinten

In den Städten und Kreisen an Rhein und Ruhr sowie in Hamburg ist die Bereitschaft zu einer Teilnahme an der Hautkrebs-Früherkennung unterschiedlich stark ausgeprägt. Für den regionalen Vergleich hat die AOK Rheinland/Hamburg die Jahre 2018/19 betrachtet. Hier lag die Teilnahmequote in Aachen am höchsten (37,2 Prozent), am geringsten war sie im Oberbergischen Kreis (20,5 Prozent). Essen befindet sich im Durchschnitt (29,8 Prozent), Remscheid (34,4 Prozent), Wuppertal (34 Prozent), Düsseldorf (33,7 Prozent), Köln (30,2 Prozent) und Hamburg (30,5 Prozent) liegen darüber.

Dabei wäre eine konsequente Nutzung der Früherkennung sehr wichtig, denn seit Jahren werden immer mehr Hautkrebserkrankungen diagnostiziert. Allein zwischen 2006 und 2019 ist die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) um 36 Prozent gestiegen, von 16,9 auf 20,1 pro 100.000 Versicherte jährlich. Außerdem hat die AOK Rheinland/Hamburg ermittelt, dass sich zwischen 2003 und 2019 die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt hat.

Sozioökonomisch benachteiligte Rentnerinnen und Rentner erkranken früher an Hautkrebs

Der Onkologie-Report der AOK Rheinland/Hamburg geht auch den individuellen Gesundheitschancen nach, die maßgeblichen Einfluss auf den Zeitpunkt der Krebsentstehung haben: Menschen im Rentenalter mit einem niedrigen sozioökonomischen Status erkranken früher als solche mit einem höheren Status. Dieser Unterschied zeigt sich bei allen Krebsarten. Von Hautkrebs sind Männer im Rentenalter mit einem niedrigen Einkommen durchschnittlich rund sieben Jahre früher betroffen, nämlich mit 71 Jahren, als Männer mit einer hohen Rente. Diese erhalten durchschnittlich mit 78 Jahren ihre erste Hautkrebs-Diagnose. Bei den Frauen ist der Unterschied nicht ganz so groß: Hier erkranken die niedrigen Einkommensklassen durchschnittlich mit 74 Jahren und damit fünf Jahre früher als Frauen, die über eine hohe Rente verfügen.

Als Ursache für diese Entwicklung gelten unter anderem Unterschiede im Gesundheitsverhalten. Die Lebens- und Gesundheitschancen des Einzelnen sind in Deutschland eng mit dem sozioökonomischen Status verknüpft. „Durch die gezielte Stärkung der Gesundheitskompetenz ließe sich in einigen Fällen die Entstehung von Krebs hinauszögern. Wir möchten für alle Menschen optimale Gesundheitschancen schaffen, unabhängig von ihrem sozialen Status“, sagt AOK-Vorstand Matthias Mohrmann. Angebote wie die Gesundheitskioske (in Essen, Hamburg, Aachen und Köln) bieten einen niedrigschwelligen Zugang zu medizinischen und sozialen Leistungen und leisten somit einen wichtigen Beitrag.

INFO: Weißer und schwarzer Hautkrebs

Man unterscheidet zwischen weißem und schwarzem Hautkrebs. Wird der aggressive schwarze Hautkrebs (malignes Melanom der Haut) bereits im Frühstadium entdeckt, ist die Chance auf eine Heilung besonders hoch. Zuletzt erkrankten in Deutschland laut Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 23.000 Menschen pro Jahr an schwarzem Hautkrebs. Wesentlich häufiger als das gefährlichere Melanom tritt der weiße Hautkrebs auf – mehr als 200.000 Menschen bekommen jedes Jahr diese Diagnose.

Aufruf zum BioBlitz 2022: Schmetterlinge melden

Gesucht werden Landkärtchen, Nachtschwalbenschwanz und Co.

Observation.org und die Natur-Schule Grund haben zum #BioBlitz2022/tag/bioblitz/ aufgerufen. Alle Interessierten sollen über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb ihrer kreisfreien Stadt oder innerhalb ihres Landkreises erforschen.

Die Projektpartner rufen nun dazu auf, besonders die Tag- und Nachtfalter näher zu betrachten, die gerade in dieser Jahreszeit besonders aktiv sind. Einige Tagfalter sind Ihnen bestimmt schon aufgefallen. Der Juli eignet sich besonders gut, um sie in Remscheid zu beobachten und bei Observation.org zu melden.

Tag- und Nachtfalter sammeln Nektar und Pollen von Blütenpflanzen und gehören somit zu den Bestäubern. Die Intensivierung der Landwirtschaft und die Siedlungsentwicklung bereiten den Faltern Probleme, da ihr Nahrungsangebot eingeschränkt wird. Umso wichtiger ist es, die Entwicklung der Falterpopulationen zu beobachten, um auf Grundlage der Ergebnisse effiziente Schutzmaßnahmen z.B. im Rahmen der städtischen Initiative „Remscheid brummt“ entwickeln zu können.

Klimawandel und Forschung

„Der Klimawandel führt dazu, dass sich manche Arten wie z.B. der Kaisermantel oder das Waldbrettspiel ausbreiten. Auch hierzu können Bürgerwissenschafler:innen wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern“, sagt Armin Dahl, Schmetterlingsexperte von der Arbeitsgemeinschaft
Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. „Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify benutzen. Alle Daten gehen automatisch in den BioBlitz 2022 ein“.

Was lässt sich beobachten?

Die Faltersaison hat schon im Mai begonnen, als die ersten Falter aus ihren Puppen geschlüpft sind. Nur eine Handvoll Arten wie zum Beispiel der Zitronenfalter oder der Kleine Fuchs sind fast ganzjährig im Falterstadium zu beobachten. Von einigen Falterarten kann man im Jahr sogar zwei Generationen beobachten. So lässt der Braune Feuerfalter seine erste Faltergeneration schon Anfang Mai und die zweite Generation ab Anfang Juli fliegen. Auch beim Mauerfuchs, Faulbaum-Bläuling und Landkärtchen läuft es so ähnlich ab.

Tagfalter sind derzeit vor allem an blühenden Pflanzen zu sehen. Schmetterlingsbeobachtungen sind aber auch möglich an einem lauen Sommerabend auf der Terrasse oder dem Balkon, wenn Nachtfalter sich, vom Licht angezogen, im Raum oder am Fenster niederlassen.

Bürgerwissenschaftliches Engagement

Durch die Beteiligung an dem BioBlitz 2022 können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt im Allgemeinen und der Erforschung der Tagfalter im Speziellen beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der App kann jede:r Interessierte teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis. Die Daten können bei jedem Spaziergang durch die Natur oder im eigenen Garten gesammelt werden.

Oder Interessierte nehmen teil an Aktionen der regionalen Partner des Bioblitzes und erfassen dabei Tiere, Pilze und Pflanzen..

Insgesamt sind inzwischen schon fast 1100 Arten für Remscheid gemeldet worden. Nach Auffassung von Jörg Liesendahl, Biologe und Leiter der Natur-Schule Grund, geht da aber noch viel mehr, wenn noch mehr Remscheider:innen teilnehmen; derzeit sind es knapp über 70 Beobachter:innen, die Remscheider Daten zum #BioBlitz2022 beigetragen haben.

Weitere Informationen unter: www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/

Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022

Lösung für Eissporthalle in Sicht

Gemeinsame Mitteilung von Stadt und Lebenshilfe

Für den Fortbestand der Solinger Eissporthalle zeichnet sich eine Lösung ab: Die Lebenshilfe will Halle und Grundstück an die Stadt verkaufen. Die Entscheidung dafür fiel am Mittwoch, 20. Juli, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Lebenshilfe.

Damit hat die Lebenshilfe die Grundlage für den nächsten Schritt geschaffen. Die Stadt will den Betrieb der Halle dem Eishockeyclub (EC) Bergisch Land als Erbbaurecht übertragen. Während der vertraglich zu vereinbarenden Laufzeit muss der Verein dafür einen marktgerechten Erbbauzins an die Stadt zahlen. Doch zunächst ist die Politik am Zuge: Sie muss dem Kauf der Eissporthalle nun zustimmen. Vor diesem Hintergrund werden in der kommenden Sitzungsrunde die zuständigen Gremien – Sportausschuss und Finanzausschuss – eingebunden.

Vorausgegangen waren intensive Gespräche der Verhandlungspartner. „Wir haben konstruktiv zusammengearbeitet und hatten immer ein gemeinsames Ziel: Den Erhalt des Eissports in Solingen. Und es lag uns sehr am Herzen, dieses wichtige Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt zu retten“, betont Stadtdirektorin Dagmar Becker. Das bestätigt auch Peter Heinen, erster Vorsitzender der Lebenshilfe: „Nachdem sich unsere ursprünglichen Pläne, auf dem Gelände der Eishalle eine neue Werkstatt für Menschen mit Behinderungen zu errichten, nicht umsetzen ließen und die Fortführung des Betriebs für die Lebenshilfe aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr vertretbar war, war es uns wichtig, eine Lösung zu finden.“ Vor diesem Hintergrund waren verschiedene Vorschläge geprüft worden, um dem Eissport in Solingen auch weiterhin eine Heimat zu bieten. Die Idee, einen Neubau zu errichten, war dabei aus Kostengründen verworfen worden. Um einen realisierbaren Weg zu eröffnen, hat die Stadt sich wieder eingebracht und es wurde eine Kaufoption entwickelt, wie sie nun zum Zuge kommen soll. Eng in die Gespräche einbezogen war immer auch der EC Bergisch Land als wesentlicher Nutzer der Halle, der den Betrieb übernehmen soll.

18-Jährige überschlägt sich mit Auto

Schwere Verletzungen hat eine 18-Jährige aus Reichshof am Donnerstagabend (21. Juli) bei einem Unfall auf der Landstraße 145 erlitten.

Gegen 19 Uhr war die junge Frau auf der L 145 von Wiehl-Alferzhagen in Richtung Gummersbach-Dieringhausen gefahren, als ihr in einer Rechtskurve ein Auto entgegenkam.

Obwohl genügend Abstand zwischen den Fahrzeugen war, erschrak die 18-Jährige und lenkte sie ihren VW so weit nach rechts, dass sie gegen den ansteigenden Böschungsbereich geriet. In der Folge verlor sie die Kontrolle über ihren Wagen, der ins Schleudern geriet und sich überschlug.

Die verletzte Reichshoferin konnte sich selbst aus dem auf dem Dach liegenden Auto befreien, musste aber nach einer notärztlichen Behandlung vor Ort in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Untersuchungshaft: Verdacht des sexuellen Missbrauchs

Am 19.07.2022 erstattete die Mutter eines 13 Jahre alten Jungen Strafanzeige gegen einen 77 Jahre alten Sporttrainer, der ihren Sohn im Vereinssport als Karatelehrer betreut hatte. Nach den Angaben des Kindes soll der Beschuldigte in zwei Fällen sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen haben.

Nach einer Vernehmung des Kindes trugen die ermittelnden Polizeibeamten den Fall bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal vor, die bei dem Amtsgericht Wuppertal neben einem Durchsuchungsbeschluss auch einen Haftbefehl gegen den bereits einschlägig vorbestraften Beschuldigten beantragte. Beide Beschlüsse wurden durch das Amtsgericht Wuppertal erlassen und anschließend durch die Polizei vollstreckt.

Bei der Durchsuchung der Wohnräume des Beschuldigten wurden mehrere Datenträger aufgefunden, die nunmehr ausgewertet werden müssen. Der Haftbefehl wurde anschließend dem Beschuldigten verkündet und dieser in die Untersuchungshaft überstellt.

Für den Fall seiner Verurteilung droht dem Beschuldigten eine langjährige Freiheitsstrafe. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

Ferienkurs für Teenies: Yoga und Kochen

Sommerferienkurs für Teenies: Yoga und Kochen bei der Bergischen VHS.

Unter dem Motto „Bewegte Sommerferien“ erwartet Jugendliche eine Ferienwoche bei der Bergischen VHS in Solingen. Vom 1. bis zum 4. August, jeweils von 10 bis 13.45 Uhr, dreht sich alles um Yoga und Kochen für 10- bis 14-Jährige.

Morgens starten die Teenies mit einer Yogastunde mit der Kursleiterin Annika Blankenship, wodurch sie Stress abbauen und sich in Konzentration üben können. Anschließend bereiten sie zusammen mit der Kursleiterin Alina Braubach ein vegetarisches Mittagessen selbst zu und verzehren es gemeinsam. Es geht darum, zusammen in der Gruppe Spaß zu haben und Neues zu lernen.

Eine Anmeldung bis spätestens Dienstag, 26. Juli, ist erforderlich. Weitere Infos und Anmeldung unter www.bergische-vhs.de oder telefonisch zu den Bürozeiten unter der Tel.-Nr. 0212/ 290 7235; Kursnummer: 34-4905s@122

S7-Ausfälle: Sven Wolf macht Druck beim VRR

Nach wiederholten Problemen auf der Strecke der S7 und einer Häufung von Bürger*innen-Beschwerden hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf erneut mit einem Schreiben an den VRR gewandt:

S7 – ständige Ausfälle und Verspätungen

Sehr geehrte Frau Matz,
sehr geehrter Herr Castrillo,

bereits mehrfach haben wir uns zur Situation auf der Linie S7 ausgetauscht. Nach Wechsel des Betreibers von Abellio zu VIAS wurde angekündigt, dass sich die Qualität und die Zuverlässigkeit verbessern werden. Leider kam es in den vergangenen Wochen zu erheblichen Verschlechterungen: Züge fielen aus oder waren unpünktlich, zudem wurden die Nutzerinnen und Nutzer nur unzureichend hierüber informiert.

Wie Ihnen bekannt ist, verfügt die Stadt Remscheid nur über eine Bahnstrecke, die im Wesentlichen von der S7 bedient wird. Gerade aufgrund der erheblichen Verschlechterungen erreichten mich in den letzten Tagen viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern meines Wahlkreises. Die vorgetragene Kritik am VRR und dem beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen teile ich ausdrücklich, denn fallen hier Züge der S7 aus, sind die Remscheiderinnen und Remscheider vom ÖPNV abgeschnitten.

Bitte teilen Sie mir kurzfristig mit, welche Maßnahmen der VRR gegenüber dem EVU ergreifen wird, um künftige Ausfälle zu vermeiden und welche Zusagen VIAS ihnen gegenüber bereits gemacht hat.

Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse entgegen und habe mir wegen des großen öffentlichen Interesses erlaubt, den Brief Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz und der lokalen Presse zur Verfügung zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Wolf MdL