Fahrradfahrer fährt auf Auto auf

Am 30.11.2021, um 07:50 Uhr, kam es auf der Nevigeser Straße in Wuppertal zu einem Auffahrunfall zwischen einem Fahrrad und einem Pkw.

Eine 60-jährige Frau fuhr mit ihrem BMW 1er auf der Nevigeser Straße in Richtung Elberfeld, als sie verkehrsbedingt halten musste. Ein 14-jähriger Jugendlicher war in gleicher Fahrtrichtung unterwegs und prallte aus bislang ungeklärter Ursache von hinten gegen den stehenden BMW und stürzte.

Der Jugendliche wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt bei circa 2.000 Euro. (jb)

Die Grünen: Neue Geschäftsstelle auf der Alleestraße

Zwei Container mit Altlasten, dutzende Umzugskartons, unzählige Stunden schleppen, organisieren und aufbauen, aber nun sind die Grünen Remscheid in der neuen Geschäftsstelle angekommen. Ab sofort finden Sie den Kreisverband und die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen mitten in der City, gegenüber vom Allee-Center, in der Alleestraße 75, in der ersten Etage.

„Wir sind sehr glücklich über diesen Schritt und dass wir so zentral so tolle Räumlichkeiten gefunden haben“, freut sich Fraktionsvorsitzender David Schichel. Sein Wunsch: „Es wäre schön, wenn unsere sichtbare Präsenz in der Stadt dazu führt, dass die Menschen bei uns reinschauen, das Gespräch suchen, Fragen stellen und uns von ihren Sorgen und Wünschen für ihre Stadt berichten. Zu unseren Geschäftszeiten ist jeder herzlich willkommen. Allerdings gilt das aufgrund von Covid 19 bis Weihnachten nur nach Terminabsprache und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Auflagen.“

Auch die Parteivorsitzenden Jutta Velte und Lars Jochimsen sind zufrieden: „Wir haben in den letzten Jahren viele Neuzugänge in der Partei verzeichnen können und haben in den neuen Räumen jetzt deutlich mehr Platz. Auch wir möchten, dass die Leute die Möglichkeit haben, einfach mal an unseren Sitzungen und Veranstaltungen teilnehmen zu können. Das ist jetzt grundsätzlich möglich.“

Die neue Geschäftsstelle der Remscheider Grünen ist in der Alleestraße 75 und montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Termine mit dem Kreisverband und der Fraktion können telefonisch unter 02191-73403 oder per Mail an kreisverband@gruene-remscheid.de oder fraktion@gruene-remscheid.de vereinbart werden.

Initiative bringt Bedürftige und Dienstleister zusammen

Netzwerk „Zuhause leben“ begrüßt neue Mitglieder bei der diesjährigen Hauptversammlung

Seit über sieben Jahren bietet das Netzwerk „Zuhause leben“ die Dienste von zuverlässigen Solinger Handwerkern und sozialen Dienstleistern an. Nun sind weitere Partner:innen hinzugekommen. Ob Elektrotechnik, Sanitär und das Schreinerhandwerk, Hörgeräte-Akustiker, Sanitätshäuser, Optiker, Lieferdienste, Anbieter von Pflege- und Haushaltsdienstleistungen: Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Solinger Senior:innen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben zu können. Deshalb hilft sie dabei, die richtigen Ansprechpersonen zu finden. Für die Umsetzung dieser Dienstleistungen wurden die Standards gemeinsam mit der Stadt Solingen festgelegt, um die Versorgungsqualität für älter werdende und bedürftige Menschen in der Klingenstadt zu verbessern. Die ausgewählten Handwerker und Dienstleister verpflichten sich demnach, ihre Leistungen verständlich anzubieten und zuverlässig zu erbringen.

Bei der jährlichen Versammlung der Initiative haben sich jetzt neue Mitglieder vorgestellt. Der bergische Hausmeister- und Objektservice Miftari-BHO Service, die Sally Seniorenbetreuung, Physiotherapeutin Anja Leinen und der Malteser-Telefonbesuchsdienst wurden in die Initiative aufgenommen. Alle Mitglieder sind in der überarbeiteten Broschüre, nach Branche geordnet, zu finden. Diese ist bei der städtischen Pflege- und Wohnberatung und den einzelnen Netzwerkmitgliedern erhältlich, kann aber auch auf der Homepage heruntergeladen werden: www.initiative-solingen.de.

Fußgängerin beim Rückwärtsfahren übersehen

Beim Zurücksetzen hat ein Autofahrer am Montag (29. November) in Radevormwald-Dahlerau eine 84-jährige Fußgängerin übersehen; die Seniorin musste schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Gegen 16.10 Uhr setzte ein 83 Jahre alter Radevormwalder von einem Grundstück rückwärts auf die Tuchstraße. Dabei übersah er eine 84-jährige Radevormwalderin, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Gehweg aufhielt. Das Auto erfasste die Fußgängerin zwar nur mit geringer Geschwindigkeit, durch den anschließenden Sturz zog sie sich aber schwere Verletzungen zu, die einen Klinikaufenthalt erforderlich machten.

Stadt Solingen weitet Stadtteil-Impfungen aus

Gestern haben wir Sie bereits über das erweiterte Impfangebot der Stadt Solingen informiert („Stadt Solingen öffnet neue Impfstellen in den Stadtteilen“). Dieses Impfangebot wird noch einmal ausgebaut. Im Walder Stadtsaal wird zusätzlich montags und in der Cobra zusätzlich freitags geimpft.

Hier nochmal als Übersicht die ab sofort geltenden Termine:

Impfstelle Solingen Wald (Walder Stadtsaal)

Friederich-Ebert-Straße 85-87

Montag 12-18 Uhr, Mittwoch 12-18 Uhr und Samstag 10 – 16 Uhr.

Impfstelle Solingen Ohligs/Merscheid (Cobra)

Merscheider Straße 77-79

Donnerstag12-18 Uhr, Freitag 12-18 Uhr und Sonntag 10-16 Uhr.

Zeugen gesucht: Unfallflucht in Wuppertal-Barmen

Am vergangenen Freitag (26.11.2021), zwischen 9 und 11 Uhr, kam es in Wuppertal-Barmen zu einer Unfallflucht.

Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer beschädigte einen geparkten weißen Ford an der Cuxhavener Straße und entfernte sich in der Folge in unbekannte Richtung. An dem beschädigten Ford entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 5000 Euro.

Bei dem flüchtigen Fahrzeug könnte es sich um einen Transporter mit einem Trittbrett handeln.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Geldautomat in Wuppertal-Cronenberg gesprengt

In der vergangenen Nacht (30.11.2021) sprengten Unbekannte einen Geldautomaten an der Hahnerberger Straße in Wuppertal.

Gegen 04:10 Uhr meldeten mehrere Zeugen explosionsartige Geräusche und Rauch aus dem Bereich eines Geldautomatens bei der Einsatzleitstelle der Polizei. Die Zeugen konnten einen dunklen Pkw und drei Personen erkennen, die sich im Fahrzeug befanden und sich an dem Automaten zu schaffen machten.

Nach kurzer Zeit flohen die Täter in ihrem Fahrzeug fluchtartig in Richtung Cronenberg. Die Fahndung nach den Tätern, in die auch ein Hubschrauber eingebunden wurde, führte bislang nicht zur Ergreifung.

Durch die Explosion entstand Sach- und Gebäudeschaden in bislang unbekannter Höhe. Personen kamen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Schaden. Ob die Täter Beute machten ist zum derzeitigen Stand ebenfalls unklar.

Die Ermittlungen am Tatort dauern an. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzten. Hinweise können unter der Rufnummer 0202/284-0 gemacht werden. (weit)

Lenneper Weihnachtstreff wird abgesagt

Bis vor wenigen Tagen bestand noch Hoffnung, dass der Lenneper Weihnachtstreff stattfinden könnte. Jetzt haben sich Vorstand und Beirat von Lennep Offensiv schweren Herzens entschieden, die Veranstaltung abzusagen. „Es ist uns nicht leicht gefallen, denn nach zweijähriger Corona-Pause hätten wir gern wieder diesen beliebten Treff für Lennep stattfinden lassen“ kommentiert Thomas Schmittkamp, Vorsitzender des Vereins, die Entscheidung. „Aber angesichts der aktuellen Entwicklung der Infektionslage war es aus unserer Sicht nicht mehr zu verantworten.“

Alle Vorbereitungen waren getroffen, das Programm stand fest, die Künstler waren engagiert, die ehrenamtlichen Helfer schon eingeteilt, die Vorfreude war groß. Letztlich musste aber bei der Entscheidung die Gesundheit der Besucher im Vordergrund stehen. Diese wäre beim derzeitigen Infektionsgeschehen nicht zu gewährleisten. „Ein mit fröhlichen Menschen dicht gedrängtes Weihnachtsdorf, so schön es auch sonst sein mag, ist in Zeiten der Pandemie fehl am Platz. Deshalb mussten wir uns zu der Absage entschließen.“

Die Hoffmann: „Wenn sie Königin von Deutschland wär…“

Angela I. , Stück von Katja Hensel wurde im Teo Otto Theater in Remscheid gespielt und mit viel Applaus belohnt.

Fast hätte man sich gewünscht, im Literatur-, Deutsch- oder Englischunterricht doch besser aufgepasst zu haben, so schnell wechselten die Erzählebenen des Stückes, die die Bremer Shakespeare Company grandios meisterten. Shakespeare, der Name war hier Programm, ob in Sprache, Reimform, Macbeth oder König Lear und alles garniert mit getragener Wagner-Musik, wir trafen sie alle wieder.

Demokratie! Ist! Kein! Brieffreund!

Hensels Stück ist zweieinhalb Jahre alt und so aktuell wie nie. Kanzlerin Merkel tritt ab, nach 16 Jahren. Und keiner hatte sie mehr gesehen, die neue Regierung noch nicht gebildet, so schippert der Regierungskahn führungslos im Gewässer. Das Bühnenbild, eine Wand aus Mosaikstücken stellt alles dar: bespielbare Requisite, Merkels Rückzugsort (der Fundus des Bundestages), die Gesellschaft, bröckelnde Macht.

Merkel (Silke Buchholz) untergetaucht beim Archivar des Fundus (Peter Lüchinger), doch der Chauffeur der Kanzlerin (Markus Seuss) und seine Angebetete, Angelas Stylistin (Petra-Janina Schultz), machen sich Sorgen um Deutschlands Zukunft. „Das ganze Land (…) braucht Führung. Und Merkel haut einfach ab, als wär’s ein Abiball…“ Der Chauffeur ist verliebt in die Stylistin, macht ihr den Hof, will sie heiraten, warum also nicht in Sonnett-Form, das hebt nicht nur den Jambus, sondern auch die Stimmung. Denn es ist etwas faul im Staate, nicht Dänemark, aber Deutschland, inkognito sucht Angela Merkel den Bundestag auf und so wie das Bühnenmosaik zu bröckeln beginnt, so sieht sie ihre Regierungsarbeit auch bald in Scherben liegen. „Ich habe die Demokratie geliebt, verehrt und bewundert damals. Wie einen Brieffreund von drüben! Und dann haben wir uns getroffen. Und dann war es ernüchternd, zäh, aber nie hätte ich die Demokratie fallen gelassen! Nie! Mir sind die Ostdeutschen so fremd, die dieses System nicht wollen, mir sind die Westdeutschen noch fremder, die es nicht verteidigen! Demokratie! Ist! Kein! Brieffreund!“

„Man muss nur genug reden, dann passt irgendwann alles“

Und dann gibt es noch die „Neuen“, die das Erbe antreten wollen. Große Fußstapfen sind das, und große Schuhe. Symbolisch hier, dass ein Politiker sich nach dem Fußballspiel die zu kleinen Socken eines Kindes anzieht. Komischerweise passen sie später. („Man muss nur genug reden, dann passt irgendwann alles“).

Die Kinder (auch gespielt von den sechs Erwachsenen) machen es in ihrem Erlebnis über den Schwimmbadbesuch deutlich: Das Mädchen, das 100 Jahre auf dem Dreimeterbrett stand und angefeuert wurde und nicht sprang. Erst als alle keine Lust mehr hatten, da sprang sie, aber da war das Wasser verdunstet. „Sie war sowieso total langweilig“

16 Jahre und das Land ist im Chaos, die Mauer zerbrochen, die Politik machtlos vor dem Aufstand der Bürger, angegriffen, nicht nur mit Worten. Die vorgetragenen Original Tweets, Posts und Mails sind nur schwer zu ertragen, man ist schier ohnmächtig von so viel Hass. Da kann man den Politiker schon fast verstehen, der wie der geblendete Gloucester aus König Lear sich die Klippen von Dover herabstürzen will (überragend Michael Meyer).

Das letzte Abendmahl

Und Merkel? Die bereitet das letzte Abendmahl vor, deckt die Tafel und verteilt die Tischkärtchen, um mal die Lieblingsfeinde aufeinander loszulassen. Jedoch hört sie nicht, oder will es nicht, die mahnenden Worte der Macbeth-Hexen in Gestalt von Loki Schmidt, Hannelore Kohl und Doris Schröder-Köpf, die beim Skat kloppen unisono tönen „Du bist unser Verderben. ANGELA!“ Und da es nichts wurde mit der Demokratie und selbst der Adler den Bundestagshorst verlassen hat, bleibt wohl nur die Monarchie. Ich bin an dieser Stelle froh, dass wir die allzu große Nähe zur Realität verlassen und es märchenhaft wird im Shakespeare-Universum. Das Stück lag uns wie ein großes Puzzle zu Füßen und jedes Teil hat sich eingefügt, bis es wie die Bühnenbildwand stand. Für mich war es ein unvergleichlicher Abend und ich danke der Bremer Shakespeare Company von Herzen für ihr wunderbares Spiel.

„plan b“: „Fair und flauschig – Die Zukunft der Wollwirtschaft“

Wolle gilt als Naturprodukt. Doch die Herstellung des flauschigen Materials ist oft wenig ökologisch und tierfreundlich. Dabei gibt es neue, nachhaltige Verfahren. „plan b“ stellt diese Alternativen am Samstag, 4. Dezember 2021, 17.35 Uhr im ZDF, vor. Die Dokumentation “ Fair und flauschig – Die Zukunft der Wollwirtschaft“ von Lydia Meyer und Philipp Juranek ist bereits in der ZDFmediathek zu finden.  

Schafwolle kommt meist vom anderen Ende der Welt. Hinzu kommen oft schlechte Haltungsbedingungen. Dabei gibt es gute Alternativen. Die naheliegendste: Wolle von heimischen Schafen. Diese landet allerdings wegen des Preisdrucks auf dem Weltmarkt und der vergleichsweise hohen Löhne in Deutschland meist auf dem Müll. Das wollen Ruth Werwai und ihr Geschäftspartner Marten Wellbrock ändern. Die beiden haben in Marburg das Label „Raincloud & Sage“ gegründet und arbeiten daran, die Wolle der sechs Millionen heimischen Schafe wieder marktfähig zu machen. Werwai und Wellbrock haben eine kleine Spinnerei in Bayern aufgetan und gehen mit ihrer regionalen Wolle in Produktion. 

Nina Krake und Tabea Borner hauchen mit ihrem Label Forschur ausrangierten Wollpullis neues Leben ein. So entstehen aus Pullovern, die sonst auf dem Müll landen, neue Kleidungsstücke. ©ZDF - Philipp Juranek
Nina Krake und Tabea Borner hauchen mit ihrem Label Forschur ausrangierten Wollpullis neues Leben ein. So entstehen aus Pullovern, die sonst auf dem Müll landen, neue Kleidungsstücke. ©ZDF – Philipp Juranek

Während die beiden an der Wiederentdeckung der Wolle aus regionaler Produktion arbeiten, gehen erfinderische Köpfe an ganz neue Fasern. Warum nicht Strickmode aus Hundehaaren herstellen? Das dachte sich Modedesignerin Ann Cathrin Schönrock und gründete zusammen mit Textilingenieurin Franziska Uhl die Marke Chiengora. „Das ist ja das Verrückte eigentlich, dass wir dieses super hochwertige Material vor der Haustür haben und wegwerfen“, findet Uhl. Die beiden jungen Unternehmerinnen aus Berlin lassen Hundehaare zu hochwertigem Garn verarbeiten. 

Auch im Labor des Forschungsinstituts für Textil und Bekleidung an der Hochschule Niederrhein arbeiten Forschende an den Fasern von morgen. Gemeinsam mit ihren Studierenden tüftelt Institutsleiterin Maike Rabe an Pflanzenresten, die sich zur nachhaltigen Produktion von Textilien eignen. Gerade testen sie, wie sich aus Ananasblättern flauschige Garne herstellen lassen. Nina Krake und Tabea Borner setzen auf Upcyclen und Wiederverwerten: Unter dem Label Forschur hauchen sie ausrangierten Wollpullis neues Leben ein. So entstehen aus Pullovern, die sonst auf dem Müll landen, neue Kleidungsstücke.

Rony Khan untersucht im Zuge seiner Masterarbeit an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach die Verwertbarkeit von Fasern aus Ananaspflanzen als Garn. ©ZDF - Philipp Juranek
Rony Khan untersucht im Zuge seiner Masterarbeit an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach die Verwertbarkeit von Fasern aus Ananaspflanzen als Garn. ©ZDF – Philipp Juranek