Grüne Remscheid: Bestens aufgestellt für die Kommunalwahl

Remscheider Grüne wählen im Neuen Lindenhof neue Sprecherin, bestätigen Burkhard Mast-Weisz als zu unterstützenden Oberbürgermeisterkandidaten und verabschieden das Wahlprogramm.

Die Remscheider Grünen tagten im Neuen Lindenhof am Honsberg. Foto: Peter Klohs
Die Remscheider Grünen tagten im Neuen Lindenhof am Honsberg. Foto: Peter Klohs

Am Samstagnachmittag, 27. Juni 2020, trafen sich dreißig Delegierte von Bündnis 90 / Die Grünen zu ihrer Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl am 13. September. Es war bereits die zweite Versammlung der Grünen unter Corona-Bedingungen. Der große Saal im Neuen Lindenhof (Honsberger Straße) war optimal hergerichtet, um den strengen Corona-Regeln Genüge zu tun. Der Vorstand der Remscheider Grünen – Beisitzerin und Wahlkampfkoordinatorin Jutta Velte, Kassierer Lars Jochimsen, Beisitzer Vincent Amtmann sowie die stellvertretende Parteisprecherin Ilka Brehmer – hatten gemeinsam mit ihren Mitstreitern einige Programmpunkte abzuarbeiten.

Grüne Remscheid bestätigen BMW als gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten

Burkhard Mast-Weisz bewirbt sich. Auch Vorstandsmitglied Vincent Amtmann (li.) hört aufmerksam zu. Foto: Peter Klohs
Burkhard Mast-Weisz bewirbt sich. Foto: Peter Klohs

Nachdem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) sich von der parallel stattfindenden Aufstellungsversammlung seiner Partei loseisen konnte, gesellte er sich zu der Versammlung der Grünen hinzu und stellte sich in einer zwanzigminütigen Rede als OB-Kandidat der Grünen vor. An dieser Stelle hatten die Delegierten kurz Gelegenheit festzustellen, dass auch der Humor nicht zu kurz kam: Der OB wurde angekündigt: „Dann kommen wir jetzt zur Wahl des Oberbürgermeisters“, was zahlreiche Lacher zur Folge hatte. Die Grundsätze seiner politischen Arbeit (Freude, Begeisterung, Verantwortung, Respekt) thematisierte Mast-Weisz ebenso wie den Remscheider Haushalt und die vielfältigen Zukunftsaufgaben wie die anstehenden Digitalisierung. Die abschließende geheime Wahl erbrachten 28 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Ablehnung. Mast-Weisz ist somit offizieller OB-Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen Remscheid. Der Amtsinhaber freute sich sichtlich über das Vertrauen und gab dem auch Ausdruck: „Ich freue mich unbändig auf den gemeinsamen Wahlkampf mit euch.“

Die Stadtrats-Kandidat*innen der Remscheider Grünen mit Burkhard Mast-Weisz als Oberbürgermeisterkandidaten. Foto: Peter Klohs
Die Stadtrats-Kandidat*innen der Remscheider Grünen mit Burkhard Mast-Weisz als Oberbürgermeisterkandidaten. Foto: Peter Klohs

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand das Wahlprogramm der Grünen unter dem Motto „Grün ist…“ zur Diskussion und zur Abstimmung. Sieben Rednerinnen und Redner stellten die Eckpunkte des 22-seitigen Programms vor, das laut Jutta Velte „gar nicht alles abbilden kann.“ Remscheid als grüne Stadt (Frank Hoffmann: „Natur und Gewerbe können in unserer Stadt nebeneinander existieren.“) wurde ebenso vorgestellt wie die Energiewende („5% regenerative Energien in Remscheid ist kein guter Wert.“), nachhaltiges Wirtschaften, die Unterstützung der Tafel sowie von Foodsharing und der Kampf gegen Rassismus und alle anderen Formen der Diskriminierung. Die anschließende Diskussion über das vorgestellte Programm drohte sich hier und da in extrem ausführlichen Wortbeiträgen zu verlieren, so dass David Schichel, stellvertretender Bürgermeister von Remscheid, die geraden Pfade einer konstruktiven Auseinandersetzung wieder herstellen musste. Die Abstimmung ergab, dass die Delegierten das Programm mit einigen kleineren Ergänzungen einstimmig befürworteten.

Ilka Brehmer neue Parteisprecherin

Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem
Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem

Der ehemalige Kreissprecher, sozusagen der 1. Vorsitzende der Remscheider Bündnisgrünen, Frank vom Scheidt, war aus Enttäuschung über seinen Listenplatz Anfang Juni von seinem Amt zurückgetreten, so dass die Neuwahl einer oder eines 1. Vorsitzenden nötig wurde. Die vorgeschlagene Ilka Brehmer wurde mit 27 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen bis zum Jahresende zur Parteisprecherin gewählt. Anfang 2021 soll dann eine endgültige Lösung gefunden werden.

Als neue Beisitzer wurden Frank Hoffmann (25 Stimmen), Petra Kuhlendahl (26 Stimmen) sowie David Schichel (27 Stimmen) in den Vorstand gewählt.

IGR: Drei Remscheider im Kader der U23-Nationalmannschaft

Rollhockey kommt wieder in Fahrt. IGR Remscheid zeigt sich begeistert. Drei Spieler in U23-Nationalmannschaftskader aufgenommen.

Die U23-Nationalmannschaft hatte sich im Frühjahr über die Einladung zu einem internationalen Turnier über Ostern ins schweizerische Wimmis gefreut. Das Turnier im Berner Oberland fiel jedoch der Corona-Pandemie zum Opfer. Nachdem nun die Reisebeschränkungen wieder gelockert wurden und auch der Trainings- und Spielbetrieb in beiden Ländern wieder aufgenommen werden kann, kam der RHC Wimmis mit einer erneuten Einladung auf den Deutschen Rollsport- und Inline-Verband DRIV zu.

Cup-Teilnahme in der Schweiz

Die U23-Herren nehmen vom 11. bis 13. September am Brand-Uhren-Cup in Wimmis teil. Der für dieses Wochenende geplante Start der neuen Bundesliga-Saison ist dafür verlegt worden. Nach dem Rückzug der ERG Iserlohn erfährt der Bundesliga-Spielplan jedoch ohnehin eine Überarbeitung und auch die gestern beschlossene Neu-Terminierung der Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften auf die ersten drei September-Wochenenden hätten Einfluss auf die Bundesliga-Termine gehabt. So starten die Bundesligen nun wohl erst Ende September in die neue Saison, was neben dem Rollhockey-Nachwuchs bis zu U19 nun auch dem U23-Team für die Turnier-Vorbereitung in die Karten spielt.

Das Nationalteam, zu dem ein Großteil der beiden letzten U20-Nationalmannschaften aus den Jahren 2017 und 2018 gehört, wird an den Wochenenden vor dem Turniertermin noch gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren. Nationaltrainer Tobi Wahlen hat dafür zunächst den folgenden Trainingskader eingeladen: Tor: Jonas Langenohl (IGR Remscheid), Leon Geisler (RSC Cronenberg) und Marvin Mensah (RSC Darmstadt), Feld: Lucas Seidler, Aaron Börkei, Niko Morovic, Thomas Köhler (alle RSC Cronenberg), Alexander Ober und Daniel Strieder (beide IGR Remscheid), Nils Koch und Max Becker (beide RSC Darmstadt), Mattia Hackel (Hülser SV Krefeld) und Jan Dobbratz (RESG Walsum).

Im Rahmen des Brand-Uhren-Cups, zu dem vorrangig Teams der schweizer NLA eingeladen wurden, wird es dann auch zu einem U23-Länderspiel gegen die Schweiz kommen. Der SK-Vorsitzende und U23-Teammanager Thomas Ullrich freut sich: „Das Länderspiel ist in dieser Altersklasse für beide Nationen eine Premiere. Wir freuen uns, dass wir dies gemeinsam mit der Schweizer Nationalmannschaft bestreiten können.“ Das Länderspiel steht dann auch für die gemeinsamen Bemühungen, die die beiden nationalen Verbände zuletzt mit den „kleineren“ Nationen in Europa initiiert haben, um gegenüber den „großen drei“ Portugal, Spanien und Italien mehr Mitsprache und Mitbestimmung in internationalen Angelegenheiten zu erreichen. „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um eine gemeinsame Positionen gegenüber den Profis aus Südeuropa zu schaffen“, so Ullrich weiter.

International gibt es Bestrebungen ab 2021 eine U23-Europameisterschaft auszurichten. Sicherlich eines der Themen, die er in der Schweiz mit seinem Amtskollegen Simon von Allmen näher erörtern möchte.

Sonderprägung: Röntgenmedaille zum Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Stadt Remscheid den berühmten Sohn der Stadt. Vor 175 Jahren wurde Wilhelm Conrad Röntgen geboren. Am 27. März 1845 erblickte der erste Nobelpreisträger für Physik in Lennep das Licht der Welt. Diesen besonderen Geburtstag nimmt die Stadtsparkasse Remscheid zum Anlass, den Entdecker der nach ihm benannten Strahlen mit zwei Sondermedaillen zu ehren – Corona-bedingt etwas später als am eigentlichen Jahrestag.

Auf der exklusiven Sonderprägung sind als Motive der Wissenschaftler selbst und auf der Rückseite sein Geburtshaus am Lenneper Gänsemarkt zu sehen. Eingraviert sind weiterhin neben dem Geburtsdatum Röntgens sein Todestag am 10. Februar 1923. Die Prägung entstand durch eine Kooperation zwischen der EuroMint GmbH und der Deutschen Röntgengesellschaft.

In Gold oder Silber

Die Silbermedaillen in einer Auflage von 500 Stück besteht jeweils aus 999er Feinsilber, hat einen Durchmesser von 30 Millimetern und ist 8,5 Gramm schwer. Der Preis beträgt 69 Euro pro Stück. Von der 999 Feingold Prägung wird es nur 50 Exemplare geben, die in Handarbeit gefertigt werden. Die Goldmünze kostet 899 Euro. Die Edelmetallpreise gelten freibleibend. Verkaufsstart ist der 25. Juni 2020. Die Münzen können ausschließlich in der Stadtsparkasse Lennep erworben werden. Die silberne ist vorrätig, die goldene muss bestellt werden.

„Wir freuen uns, auf diese Weise Wilhelm Conrad Röntgen und seine bis heute herausragende wissenschaftliche Arbeit noch einmal besonders zu ehren. Beide Medaillen sind eine schöne Erinnerung, die zum Beispiel auch als Geschenk zu verschiedenen Anlässen Freude bereiten wird“, sagt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Michael Wellershaus. Mit einer der ersten Silbermedaillen wurde das Röntgen-Geburtshaus bedacht, das damit seine Ausstellung bereichern wird.

DIE LINKE. Remscheid hat Kandidat*innen zur Kommunalwahl aufgestellt

Am Samstag, 20. Juni 2020 fand im Neuen Lindenhof die Aufstellungsversammlung der Remscheider LINKEN für die Kommunalwahl am 13. September 2020 statt.

Es waren 28 stimmberechtigte Mitglieder und 4 Gäste erschienen. DIE LINKE wird in allen 26 Wahlbezirken und für die vier Bezirksvertretungen antreten. Ebenso wurden die Listen für den Integrationsrat und den Seniorenbeirat gewählt.

OB-Kandidat Fritz Beinersdorf

Auf Vorschlag des Kreisvorstandes wurde Fritz Beinersdorf als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters aufgestellt. Die Reserveliste wird angeführt von Fritz Beinersdorf, Platz 2: Brigitte Neff-Wetzel, Platz 3: Peter Lange.

Die BV 1 Alt Remscheid: Thorsten Schwandt, Martin Klück, Wolfgang Kolonko, Fritz Beinersdorf.

Die BV 2 Süd: Klaus Wetzel, Gerald Wolf, Brigitte Neff-Wetzel, Frank Dirk Hilbert

Die BV 3 Lennep: Colin Cyrus, Michael Eisele, Peter, Lange, Philipp Schäfer

Die BV 4 Lüttringhausen: Axel Behrend, Eike Jesinghaus, Andrea Benkert, Thomas Fritsche

Die Kandidaten für die Wahl des Integrationsrates: Mehmet Keser, Musa Kizeltepe, Selami Polat, Sinasi Sahin

Die Kandidaten für den Seniorenbeirat: Horst Dehnert, Günter Kreuscher, Axel Behrend, Fritz Beinersdorf

Ebenso wurde das Kommunalwahlprogramm 2020 einstimmig beschlossen.

Kommunalwahlkampf hat für die Grünen begonnen

Ilka Brehmer und David Schichel ziehen als Spitzenkandidat*innen für die Remscheider Grünen in den Kommunalwahlkampf.

Über fünf Stunden dauerte die Sitzung vom Kreisverband Remscheid von Bündnis 90/Die Grünen, auf der etwa die Ratsreserveliste für die Kommunalwahl am 13. September 2020 gewählt wurden. Ilka Brehmer und David Schichel gingen auf den Listenplätzen 1 und 2 als Spitzenduo gestärkt aus dieser demokratischen Mitgliedsbefragung hervor.

Listenplatz 1: Ilka Brehmer

Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem
Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem

Ilka Brehmer, Direktkandidatin der Remscheider Grünen bei der vergangenen Bundestagswahl und ehemaliges Mitglied im Kreistag von Unna, wird sich in besonderem Maß für Selbstbestimmungsrechte und Gleichberechtigung engagieren. Digitalisierung im Schulbereich, bessere räumliche Ausstattung und verbesserte Raumkonzepte, sowie einen deutlich angehobenen Personalschlüssel für Kitas und Offene Ganztagsschulen wird Brehmer vorantreiben.

Als Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Remscheid setzt sie sich besonders dafür ein, dass die Idee des fairen Handels und eines nachhaltigen Konsums weiter verbreitet wird, sowohl im Einzelhandel, in Schulen, Verwaltung, Kitas und Seniorenheimen. Umweltfreundliche Lösungen bei der Energiegewinnung, wie Photovoltaik, sollen weiter ausgebaut werden. „Ich werde mich für nachhaltigere Wirtschaftsförderung, die Kriterien wie qualitative Arbeitsplätze, Ökologie, Energie und Innovation beinhaltet, einsetzen“, verkündet Ilka Brehmer ausdrucksstark.

Gemeinsamer Einsatz für die Verkehrswende

Aufstellungsversammlung der Remscheider Grünen

Den ausgeprägten Einsatz für die Verkehrswende und für mehr Radverkehr in Remscheid, etwa durch „Pop up Bike-Lanes“ oder einer möglichen Fahrradspur auf der Alleestraße, teilen sich Ilka Brehmer und David Schichel. „Wir haben viel zu sehr ans Auto gedacht, alles was im öffentlichen Raum gestaltet wurde, wurde immer ums Auto herum gebaut. Die Alleestraße muss autofrei bleiben, die paar Flächen, die wir noch ohne Autos haben, sollen es auch bleiben“, zeigt sich Schichel kämpferisch. Das Thema Transformation, zukunftsfähige Stadtentwicklung, die über die nächsten Jahrzehnte Bestand haben wird, ist eines seiner Kernthemen.

Listenplatz 2: David Schichel

David Schichel. Foto: Sascha von Gerishem
David Schichel. Foto: Sascha von Gerishem

Das Ausweichen auf die grüne Wiese, um neuen Wohnraum zu schaffen, hält David Schichel für nicht zukunftsfähig. Die Natur zurückdrängen, während bereits versiegelte Flächen brach liegen, kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein. Positive Beispiele wie die Neunutzung der Flächen des alten Lenneper Krankenhauses zeigen deutlich, dass eine städtebauliche Weiterentwicklung auch mit dem Erhalt der Natur einhergehen kann.

Die folgenden Listenplätze

Mit Abstand am besten: Die Top 10 der Remscheider Grünen mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem
Mit Abstand am besten: Die Top 10 der Remscheider Grünen mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem

Für die weiteren Listenplätze konnten sich Jutta Velte, Lars Jochimsen, Susanne Fiedler, Vincent Amtmann, Beatrice Schlieper, Frank vom Scheidt, Petra Kuhlendahl und Rolf Haumann bei den Wahlberechtigten durchsetzen. Die Plätze 11 bis 20 wurden an Sabine Yündem, Stephan Jasper, Silke Klumbis, Frank Hoffmann, Bibiana Martz, Günther Bender, Daniela Kamps, Bernd Fiedler, Bernhard Ruthenberg und Manfred Ebert vergeben. Nun hat der Wahlkampf für die Remscheider Grünen begonnen. Mit viel Elan, frischen Ideen und voller Tatendrang werden die Remscheider Grünen aktiv für eine hohe Wahlbeteiligung engagieren, um den prozentualen Anteil rechtspopulistischer Parteien so niedrig zu halten, wie es sich in einer bunten Stadt mit 120 Nationen gehört.

Der Bürgerbus fährt Mitte Juni wieder

Fahrten des Remscheider Bürgerbusses unter erschwerten Bedingungen möglich.

In der Corona-Zeit hat der 1. Bürgerbusverein Remscheid e.V. seine Dienstleistung eingestellt. Nunmehr aber, da immer mehr Lockerungen durchgeführt werden, überlegt der Verein, wann und unter welchen Bedingungen er die beliebten Fahrten wieder aufnehmen kann. Zu diesem Zweck fand am Abend des 27. Mai eine Versammlung des Vereins im großen Saal des Remscheider Rathauses statt.

Lebhafte Diskussion um Wiederaufnahme des Fahrbetriebes

Annährend zwanzig Fahrer waren anwesend. Der 1. Vorsitzende Siegfried Broska verwies zu Anfang auf die Regelungen, die in Lindlar und Engelskirchen wirksam werden und nach denen der dortige Bürgerbus Anfang Juni den Betrieb wieder aufnimmt. „Das kommt für uns sicher noch zu früh“, sagte Broska. Aber zu diesem Zeitpunkt der Sitzung war noch gar nicht ausgemacht, ob der Bürgerbusverein seine ehrenamtliche Tätigkeit wieder aufnehmen würde.

Die Anwesenden diskutierten durchaus lebhaft und mit unterschiedlichen Argumenten. Auch ein: „Ich rate zur Vorsicht! Es ist nicht ungefährlich. Überlegt euch eine Wiederaufnahme der Fahrten gut!“, war aus der Fahrerrunde zu vernehmen.

Der Geschäftsführer des 1. Bürgerbusvereins Remscheid e.V., Holger Krant (links) und der 1. Vorsitzende Siegfried Broska leiteten die Sitzung. Foto: Peter Klohs
Der Geschäftsführer des 1. Bürgerbusvereins Remscheid e.V., Holger Krant (links) und der 1. Vorsitzende Siegfried Broska leiteten die Sitzung. Foto: Peter Klohs

Geschäftsführer Holger Krant verlas seine E-Mail, die er an das Ordnungsamt geschrieben hatte und gab auch die Antwort desselben bekannt, nach der zu einer Wiederaufnahme der Fahrgeschäfte des Vereins kein Hinderungsgrund zu erkennen sei. „Ich kann und will aber niemanden von euch zwingen zu fahren“, sagte Krant. Immerhin gehören alle Fahrerinnen und Fahrer des 1. Bürgerbusvereins der Corona-Risikogruppe an. „Und viele unserer Fahrgäste kommen ja aus Heimen. Und Heime sind ja besonders Corona-anfällig. Wie man am Haus Clarenbach erkennen kann.“

Nicht mehr als vier Fahrgäste

Die durchgeführte Abstimmung ergab eine knappe 11:8-Mehrheit für die Aufnahme des Fahrbetriebs. Krant schlug den 15. Juni als Tag der ersten Fahrten vor und erläuterte auch die Bedingungen für die Fahrten. Demnach dürfen nicht mehr als vier Fahrgäste in einem Bürgerbus befördert werden. Eine Abschirmung für die Fahrer muss noch installiert werden. Den Fahrgästen darf beim Ein- bzw. Aussteigen nicht geholfen werden. Ein schlüssiges Hygienekonzept muss noch erstellt werden, wobei man sich an der Praxis der Städte Lindlar und Engelskirchen orientieren will. Für die ersten Wochen ist eine Probephase angedacht. Fahrten sollen an den Tagen Montag, Dienstag, Freitag und Samstag stattfinden. Eine entsprechende Fahrerliste wurde dank der Einsatzfreude der Fahrer schnell erstellt. Alle weiteren Einzelheiten werden der Presse rechtzeitig mitgeteilt.

Der Hausherr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, schaute kurz vorbei und hob die Wichtigkeit des Bürgerbusses für Remscheid hervor. Foto: Peter Klohs
Der Hausherr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, schaute kurz vorbei und hob die Wichtigkeit des Bürgerbusses für Remscheid hervor. Foto: Peter Klohs

Der Hausherr, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, ließ es sich nicht nehmen, der Versammlung einen kurzen Besuch abzustatten, in dem er auf die Wichtigkeit des Bürgerbusses hinwies. „Es wäre schön, wenn Sie das Geschenk des Bürgerbusses wieder möglich machen würden.“ Aber eigentlich, so der OB schmunzelnd, sei er wegen der Frikadellen gekommen. In Ermangelung derselben gehe er jetzt wieder, enttäuscht und hungrig.

Nächste Fahrersitzung

In der Fahrersitzung am 25. Juni 2020 sollen erste Erfahrungen unter den neuen Bedingungen ausgetauscht werden. Nach neunzig Minuten schloss Siegfried Broska die Sitzung.

IGR-Damen: Die beste Mannschaft Deutschlands

Feierstunde im Remscheider Rathaus zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Rollhockey der IGR-Frauen.

Die derzeitigen Umstände machen es für die Sportlerinnnen der IGR Remscheid schwierig, ihren wohlverdienten Meistertitel gebührend zu feiern. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zeigte sich sehr stolz, dass die Meisterinnen die Stadt Remscheid repräsentieren.

Stilvoller Rahmen voller Glückwünsche

Trainer Markus Feldhoff und Vereinsvorsitzender Georg Feldhoff freuten sich mit ihrem Siegerinnenteam im großen Ratssaal. Ein würdiger Rahmen, der auch dem Herzblut, das der gesamte Verein IGR in seine Teams investiert, gerecht wird. Thomas Ullrich, Vorsitzender der Sportkommission Rollhockey lobte die jungen Siegerinnen mit sehr deutlichen Worten: „Ihr seid die beste Mannschaft in Deutschland.“

Auch von uns die herzlichsten Glückwünsche. Ihr habt es Euch sehr verdient.

 

GRÜNE lehnen Baugebiet an der Knusthöhe ab

Pressemitteilung der Grünen Remscheid zu einem Baugebiet auf der grünen Wiese in Lennep.

Zum für die Bezirksvertretung Lennep am 27. Mai vorgesehenen Aufstellungsbeschluss für die Bebauung der Knusthöhe (Bebauungsplan Nr. 680 – Gebiet: Schützenfeld – Wohngebiet südlich der Ringstraße und östlich der Heinrich-Hertz-Straße in Remscheid–Lennep) erklärt Bezirksvertreter Rolf Haumann: „Wir GRÜNE lehnen ein Baugebiet an der Knusthöhe ab. Aus ökologischen Gründen ist eine Wohnbebauung an dieser Stelle für uns nicht vertretbar.

Die Knusthöhe liegt im Einzugsgebiet der Herbringhauser Talsperre und ist damit besonders schützenswert. Neben den offenen Fragen zum Wasserschutz rechnen wir auch ohne ein zusätzliches Baugebiet an dieser Stelle mit steigenden Belastungen durch den Verkehr. Neben den bereits bestehenden Problemen im Bereich der Autobahnauffahrt und dem Kundenverkehr der angrenzenden Fachmärkte, wird insbesondere das geplante DOC für zusätzliches Verkehrsaufkommen entlang der Ringstraße sorgen. Ein Neubaugebiet mit Blick auf eine Lärmschutzwand erscheint uns auch aus Nachfragesicht wenig attraktiv.“

Knusthöhe: Wohnbebauung auf der grünen Wiese statt bereits versiegelte Flächen neu zu nutzen sehen die Grünen Remscheid als Sackgasse. Foto: Sascha von Gerishem
Knusthöhe: Wohnbebauung auf der grünen Wiese statt bereits versiegelte Flächen neu zu nutzen sehen die Grünen Remscheid als Sackgasse. Foto: Sascha von Gerishem

Versiegelte Flächen aus Bestand nutzen

„Angesichts der nach wie vor enormen Wohnungsleerstände in unserer Stadt, bleibt es für uns unverständlich, warum hier zusätzlicher Wohnraum auf der grünen Wiese erschlossen werden soll. Die Beispiele Eisernstein, Düppelstraße oder das Baugebiet am ehemaligen Lenneper Krankenhaus zeigen, dass Lösungen im Bestand nicht nur möglich, sondern auch mit vergleichbarem Aufwand zu realisieren sind.

Durch Umbau, aber auch den Abriss und Neubau von Gebäuden schaffen wir nicht nur zeitgemäßen und nachfragegerechten Wohnraum, wir werten gleichzeitig die gewachsenen Quartiere in unserer Stadt auf. Dies führt zu einer Neubelebung im Innenbereich und schützt die wichtigen Naturräume und Agrarflächen in unseren Außenbereichen. Neben den genannten Neubaugebieten zeigen dies auch die wirklich hoffnungsvoll stimmenden Entwicklungen am Honsberg. Wir fordern die Verwaltung auf, ihre sehr begrenzten Planungskapazitäten im Sinne einer nachhaltigen Wohnraumentwicklung, auf solche Bestandslösungen zu konzentrieren und dabei insbesondere die städtische Gewag und deren Leerstände mit einzubeziehen“, ergänzt David Schichel, stellvertretender Fraktionssprecher.

Umfrage: Wie verändert Corona die Mobilität im Bergischen Städtedreieck?

Was hat sich seit der Corona-Krise geändert? Wie bewegen Sie sich durch die Region, zur Arbeit, zum Einkaufen? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie aktuell? Wieviel Zeit haben Sie durchs Homeoffice gewonnen? Wie sind Sie in der Zeit vor Corona unterwegs gewesen?

All diese Angaben und Einschätzungen werden gebraucht, um ein genaues Bild vom Mobilitätsverhalten der Menschen im Bergischen Städtedreieck zu bekommen. Die Erkenntnisse fließen in ein Projekt ein, das sich mit den Herausforderungen für eine neue Mobilität beschäftigt – eine Mobilität, zu der auch autonomes Fahren gehört, eine Mobilität, die die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, die das Klima schont und die zudem in einer Stadt-/Landregion wie dem Städtedreieck für jeden möglichst viel individuellen Spielraum zulässt.

Wie sieht der Bedarf tatsächlich aus?

Es geht darum zu erfassen, welcher Bedarf bei den unterschiedlichen Menschen vorliegt. Sind sie auf den ÖPNV angewiesen? Passt dieses Angebot zu den gewünschten Zeiten und Zielen, sprich zu ihren persönlichen Lebensrealität? Wann ist das Auto erforderlich? Wie kombinieren sie unterschiedliche Verkehrsmittel? Und vor allen Dingen: Was hat sich durch die Corona-Krise geändert?

Dazu liegt jetzt ein Fragebogen vor, der von möglichst vielen Menschen aus dem Städtedreieck ausgefüllt werden sollte. Die Umfrageergebnisse werden zusammen mit weiteren Analysen wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Stadtentwicklung und Verkehrsinfrastrukturplanung liefern.

Umfrage: Wie verändert Corona die Mobilität im Bergischen Städtedreieck? Illustration: Lorena Addotto / www.bergische-gesellschaft.de
Umfrage: Wie verändert Corona die Mobilität im Bergischen Städtedreieck? Illustration: Lorena Addotto / www.bergische-gesellschaft.de

Bergisches Städtedreieck als Impulsgeber für die Zukunft

So kann das Städtedreieck einen beispielhaften Impuls für die Entwicklung neuer Mobilitätsformen geben. Der große Rahmen für das Projekt ist eine Entwicklungsstrategie, die das Automotive-Unternehmen APTIV, die Bergische Universität, die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Neue Effizienz mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam voranbringen: „Bergisch Smart: Künstliche Intelligenz als Enabler der Mobilität von Morgen“ soll bis Ende 2021 Technologien für autonom fahrende Fahrzeuge und für die Stadtinfrastruktur sowie zukunftsweisende ÖPNV-Geschäftsmodelle entwickeln und erproben. Die Projektergebnisse und -erkenntnisse sollen Aufschluss über technologische, rechtliche, gesellschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen des Einsatzes autonomer Fahrzeuge in städtischer Umgebung geben.

Fragebogen ausfüllen

Der Fragebogen liegt unter https://bergischsmartmobility.limequery.com bis zum 30. Juni 2020 vor.

Die Umfrage ist auch über die Projekt Homepage zu erreichen: www.bergischsmartmobility.de.

St. Bonaventura startet zu Pfingsten mit Hl. Messen

Am Samstag, 30. Mai, wird um 18 Uhr zum ersten Mal in St. Bonaventura wieder gemeinsam die Heilige Messe gefeiert.

Zum Pfingstfest lädt die Gemeinde Sonntag, 31. Mai, und Montag, 1. Juni, jeweils um 10 Uhr zur Heiligen Messe in Lennep ein. Im Zeichen des Infektionsschutzes sind die bekannten Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Anmeldung zum Besuch der Hl. Messe

Für die beiden Pfingstmessen ist vorab eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Hierfür stehen den Gläubigen drei Alternativen offen:

Umgestaltung des Kirchenraums

Anmerkung des Pastoralteams von St. Bonaventura u. Hl. Kreuz: „Wir möchten die Hl. Messe so würdevoll wie möglich gestalten und so vielen Gläubigen wie möglich die Teilnahme erlauben. Aus diesem Grunde haben sich das Pastoralteam und der Pfarrgemeinderat dazu entschlossen, die Bänke aus dem Kirchraum zu entfernen und Stühle im gebotenen Sicherheitsabstand zueinander aufzustellen. So können wir auf unschöne Absperrbänder und Markierungen verzichten und mehr Gläubige zur gemeinsamen Messfeier einlassen.

Die außergewöhnlichen Umstände stellen natürlich auch für uns eine neue Herausforderung dar. Im Bestreben, ein Erleben von Gemeinschaft in würdevoller Atmosphäre zu ermöglichen, werden wir im Laufe der Zeit dazulernen und den Rahmen gegebenenfalls anpassen bzw. verändern müssen. Gemeinsam werden wir das schaffen.“