Das Auswärtsspiel des IGR-Bundesligateams der Herren gegen die SG Eldagser Falcons am 24. Oktober fällt aus, das gegnerische Team hat zur Zeit kein einsatzbereites Team zur Verfügung. Das Spiel der IGR-Bundesligistinnen gegen den SC Bison Calenberg findet wie geplant in der Sporthalle der Grundschule Eldagsen statt. Anpfiff am 24. Oktober 2020 ist um 17 Uhr.
Mit einer Live-Talkshow und den Musikern Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam und Kai Steckmann verlegt die Vereinigung Gertenbachstraße den 5. Restaurant Day am 13. Juni 2020 ab 20.15 Uhr live ins Netz zu rs1.tv.
Als größter Restaurant Day den es bisher in der Gertenbachstraße gegeben hätte, sollte die fünfte Wiederholung des ideellen Straßenfestes in die Geschichtsbücher eingehen. Coronabedingt pausiert das Nachbarschaftsfest in diesem Jahr.
Erinnerungen und Musik
Singer-Songwriter aus Neuss: Kai Steckmann. Foto: Sascha von Gerishem
Aus dem Lüttringhauser Wohnzimmerstudio in der Gertenbachstraße sendet rs1.tv eine Livetalkshow mit den Gästen Thorsten Greuling, Kai Steckmann, Thordis Kotthaus, Carsten Pudel, Jochen Wingsch, Steph Hoffmann und Arne Held. Gemeinsam mit mir als Gastgeber schwelgen wir in Einzeltalks in Erinnerungen an die vergangenen Restaurant Days.
Die Musiker Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam und Kai Steckmann waren bereits gebucht, um die Veranstaltung wieder zu einem besonderen Erlebnis in denkmalgeschützter Kulisse zu machen. Mit jeweils vier Stücken, die bereits im Vorfeld im Wohnzimmer aufgezeichnet wurden, geben sie der Sendung den musikalischen Rahmen, den man sonst in der Lütterkuser Altstadt live erlebt hätte.
Remscheider Singer-Songwriter Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam. Foto: Sascha von Gerishem
Fahrten des Remscheider Bürgerbusses unter erschwerten Bedingungen möglich.
In der Corona-Zeit hat der 1. Bürgerbusverein Remscheid e.V. seine Dienstleistung eingestellt. Nunmehr aber, da immer mehr Lockerungen durchgeführt werden, überlegt der Verein, wann und unter welchen Bedingungen er die beliebten Fahrten wieder aufnehmen kann. Zu diesem Zweck fand am Abend des 27. Mai eine Versammlung des Vereins im großen Saal des Remscheider Rathauses statt.
Lebhafte Diskussion um Wiederaufnahme des Fahrbetriebes
Annährend zwanzig Fahrer waren anwesend. Der 1. Vorsitzende Siegfried Broska verwies zu Anfang auf die Regelungen, die in Lindlar und Engelskirchen wirksam werden und nach denen der dortige Bürgerbus Anfang Juni den Betrieb wieder aufnimmt. „Das kommt für uns sicher noch zu früh“, sagte Broska. Aber zu diesem Zeitpunkt der Sitzung war noch gar nicht ausgemacht, ob der Bürgerbusverein seine ehrenamtliche Tätigkeit wieder aufnehmen würde.
Die Anwesenden diskutierten durchaus lebhaft und mit unterschiedlichen Argumenten. Auch ein: „Ich rate zur Vorsicht! Es ist nicht ungefährlich. Überlegt euch eine Wiederaufnahme der Fahrten gut!“, war aus der Fahrerrunde zu vernehmen.
Der Geschäftsführer des 1. Bürgerbusvereins Remscheid e.V., Holger Krant (links) und der 1. Vorsitzende Siegfried Broska leiteten die Sitzung. Foto: Peter Klohs
Geschäftsführer Holger Krant verlas seine E-Mail, die er an das Ordnungsamt geschrieben hatte und gab auch die Antwort desselben bekannt, nach der zu einer Wiederaufnahme der Fahrgeschäfte des Vereins kein Hinderungsgrund zu erkennen sei. „Ich kann und will aber niemanden von euch zwingen zu fahren“, sagte Krant. Immerhin gehören alle Fahrerinnen und Fahrer des 1. Bürgerbusvereins der Corona-Risikogruppe an. „Und viele unserer Fahrgäste kommen ja aus Heimen. Und Heime sind ja besonders Corona-anfällig. Wie man am Haus Clarenbach erkennen kann.“
Nicht mehr als vier Fahrgäste
Die durchgeführte Abstimmung ergab eine knappe 11:8-Mehrheit für die Aufnahme des Fahrbetriebs. Krant schlug den 15. Juni als Tag der ersten Fahrten vor und erläuterte auch die Bedingungen für die Fahrten. Demnach dürfen nicht mehr als vier Fahrgäste in einem Bürgerbus befördert werden. Eine Abschirmung für die Fahrer muss noch installiert werden. Den Fahrgästen darf beim Ein- bzw. Aussteigen nicht geholfen werden. Ein schlüssiges Hygienekonzept muss noch erstellt werden, wobei man sich an der Praxis der Städte Lindlar und Engelskirchen orientieren will. Für die ersten Wochen ist eine Probephase angedacht. Fahrten sollen an den Tagen Montag, Dienstag, Freitag und Samstag stattfinden. Eine entsprechende Fahrerliste wurde dank der Einsatzfreude der Fahrer schnell erstellt. Alle weiteren Einzelheiten werden der Presse rechtzeitig mitgeteilt.
Der Hausherr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, schaute kurz vorbei und hob die Wichtigkeit des Bürgerbusses für Remscheid hervor. Foto: Peter Klohs
Der Hausherr, OberbürgermeisterBurkhard Mast-Weisz, ließ es sich nicht nehmen, der Versammlung einen kurzen Besuch abzustatten, in dem er auf die Wichtigkeit des Bürgerbusses hinwies. „Es wäre schön, wenn Sie das Geschenk des Bürgerbusses wieder möglich machen würden.“ Aber eigentlich, so der OB schmunzelnd, sei er wegen der Frikadellen gekommen. In Ermangelung derselben gehe er jetzt wieder, enttäuscht und hungrig.
Nächste Fahrersitzung
In der Fahrersitzung am 25. Juni 2020 sollen erste Erfahrungen unter den neuen Bedingungen ausgetauscht werden. Nach neunzig Minuten schloss Siegfried Broska die Sitzung.
Die Neonazis von Pro Remscheid, eine lokale Nachfolgepartei der als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bekannten Kleinstpartei Pro NRW, schwärmt in unserer bunten Stadt aus und sammelt Unterschriften, um zur Kommunalwahl kandidieren zu können.
Wenn am 13. September 2020 die Kommunalwahl stattfindet, planen Vertreter*innen von Pro Remscheid auch den Einzug in die Lüttringhauser Bezirksvertretung. Das bisher nazifreie Lüttringhauser Rathaus, das so bunt erstrahlt wie unsere Remscheider Gesellschaft mit Menschen aus 120 Nationen ist, soll von den Rechtsextremen erobert werden. Im Rat der Stadt Remscheid sind die beiden Vertreter der Kleinstpartei bisher vor eher mit Pöbeleien, Blockaden und geplanten Ausgrenzungen denn mit Inhalten auffällig geworden.
Erfahrung mit Rechtspopulismus
Uns wurde berichtet, dass die Tochter von Claudia Bötte (frühere Gehrhardt), der Geschäftsführerin der Remscheider Pro-Gruppe, schon an einigen Haustüren aufgetaucht sein soll, um Unterschriften zu sammeln. Das Mädchen hat durchaus Wahlwerbeerfahrung. Bereits als kleines Kind wurde sie von ihrer Mutter instrumentalisiert, um in einem Wahlwerbespot der rechtsextremen NPD mitzuwirken:
Nun wird die Jugendliche erneut instrumentalisiert, um mit unschuldigem Augenaufschlag Unterstützungsunterschriften für die extreme lokale Kleinstpartei zu sammeln.
Erfahrung mit Betrug
Ob Sie beim Einwerben der Unterschriften dem Vorbild ihrer Mutter folgt und etwas über einen neuen Kindergarten erzählt oder um Unterschriften für den Tierschutz erzählt, ist nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass ihre Mutter, Claudia Bötte, sich bereits wegen Urkunden- und Wahlfälschung vor dem Strafgericht Schwelm verantworten musste: Der Westen vom 10. Dezember 2014. Per Eilentscheid von 2015 wurde Bötte selbst von der Führung der rechtsgerichteten damaligen Partei Pro NRW ihres Amtes enthoben, weil versucht wurde die ohnehin schon rechtsextreme Partei für militante Rechtsextremisten zu öffnen: Wuppertaler Rundschau vom 10. August 2015.
Achten Sie bitte unbedingt darauf, wem Sie Ihre Unterschrift geben und wofür Sie Ihre Unterschrift geben.
Was hat sich seit der Corona-Krise geändert? Wie bewegen Sie sich durch die Region, zur Arbeit, zum Einkaufen? Welche Verkehrsmittel nutzen Sie aktuell? Wieviel Zeit haben Sie durchs Homeoffice gewonnen? Wie sind Sie in der Zeit vor Corona unterwegs gewesen?
All diese Angaben und Einschätzungen werden gebraucht, um ein genaues Bild vom Mobilitätsverhalten der Menschen im Bergischen Städtedreieck zu bekommen. Die Erkenntnisse fließen in ein Projekt ein, das sich mit den Herausforderungen für eine neue Mobilität beschäftigt – eine Mobilität, zu der auch autonomes Fahren gehört, eine Mobilität, die die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, die das Klima schont und die zudem in einer Stadt-/Landregion wie dem Städtedreieck für jeden möglichst viel individuellen Spielraum zulässt.
Wie sieht der Bedarf tatsächlich aus?
Es geht darum zu erfassen, welcher Bedarf bei den unterschiedlichen Menschen vorliegt. Sind sie auf den ÖPNV angewiesen? Passt dieses Angebot zu den gewünschten Zeiten und Zielen, sprich zu ihren persönlichen Lebensrealität? Wann ist das Auto erforderlich? Wie kombinieren sie unterschiedliche Verkehrsmittel? Und vor allen Dingen: Was hat sich durch die Corona-Krise geändert?
Dazu liegt jetzt ein Fragebogen vor, der von möglichst vielen Menschen aus dem Städtedreieck ausgefüllt werden sollte. Die Umfrageergebnisse werden zusammen mit weiteren Analysen wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Stadtentwicklung und Verkehrsinfrastrukturplanung liefern.
Umfrage: Wie verändert Corona die Mobilität im Bergischen Städtedreieck? Illustration: Lorena Addotto / www.bergische-gesellschaft.de
Bergisches Städtedreieck als Impulsgeber für die Zukunft
So kann das Städtedreieck einen beispielhaften Impuls für die Entwicklung neuer Mobilitätsformen geben. Der große Rahmen für das Projekt ist eine Entwicklungsstrategie, die das Automotive-Unternehmen APTIV, die Bergische Universität, die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Neue Effizienz mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam voranbringen: „Bergisch Smart: Künstliche Intelligenz als Enabler der Mobilität von Morgen“ soll bis Ende 2021 Technologien für autonom fahrende Fahrzeuge und für die Stadtinfrastruktur sowie zukunftsweisende ÖPNV-Geschäftsmodelle entwickeln und erproben. Die Projektergebnisse und -erkenntnisse sollen Aufschluss über technologische, rechtliche, gesellschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen des Einsatzes autonomer Fahrzeuge in städtischer Umgebung geben.
Remscheider Park Food Festival coronabedingt abgesagt. Veranstalter Markus Kärst hält eifrig die Stellung.
Alle großen Veranstaltungen in diesem Jahr sind bereits abgesagt, so wie etwa das Remscheider Park Food Festival, das an diesem Wochenende im Remscheider Stadtpark hätte stattfinden sollen. Um die Idee des Festivals lebendig zu halten, stand der Lüttringhauser Markus Kärst Christi Himmelfahrt mit einem einsamen Hotel Kromberg Stand im Park und hielt die Parkfood-Fahne hoch. „Natürlich sind die Streetfood Gerichte genau so lecker wie eh und je, aber die Auswahl natürlich sehr viel kleiner als sonst“, berichtet Gastronom Kärst.
Wiederholung Sonntag, 24. Mai von 12 – 18 Uhr
Für alle Spaziergänger und alle Streetfood-Fans hatte Tausendsassa Markus Kärst ein spannendes, nach eigenen Angaben, „Mini Mini Streetfood“ aufgebaut: „Verschiedene leckere Streetfood Gerichte wie Burger, Pasta To Go, Krombergs Currywurst oder Eis am Stiel für die Kids“, mit im Gepäck auch der OFYR Grill Anhänger, für Burger mit rauchigem Aroma.
Nach dem Erfolg der spontanen Aktion, wiederholen Markus Kärst und sein Kromberg-Team die Aktion am Sonntag, 24. Mai von 12 – 18 Uhr. Alle Besucher sollen bitte an die einzuhaltenden Corona Hygiene Richtlinien denken, also Abstand halten und eine Gesichtsmaske tragen. Wer in den Genuss der Köstlichkeiten kommen möchte, muss eine Maske tragen.
Heute, Mittwoch 20. April 2020, senden wir ab 20.15 Uhr live die neunte und allerletzte Ausgabe unserer interaktiven „Bleib gefälligst in Deinem eigenen Zuhause“-Show von rs1.tv mit Gastgeber Arunava Chaudhuri und den DJs Marcel Filodda und Chris Beck:
Das große Vatertags-Special
Wir haben heute keine Gesprächsgäste eingeladen, sondern wollen Euch nur unterhalten.
Lüttringhauser SPD brachte kleinen Spielplatz am Schmittenbusch in Lüttringhausen auf Vordermann.
„Es reicht bei weitem nicht, die Flatterbände zu entfernen. Die Eltern müssen ihre Kinder auch guten Gewissens wieder auf die Spielplätz gehen lassen können!“
Bei einem Rundgang durch ihre Nachbarschaft hatte Gerhilt Dietrich, seit März Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lüttringhausen und bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 Ratskandidatin für den Wahlbezirk Lüttringhausen-Zentrum, den Spielplatz an der Schmittenbuscher Straße in Augenschein genommen und festgestellt, dass der Sandkasten verunreinigt war.
Bei einem Gespräch mit Ratskollegen am Rande des Hauptausschusses erfuhr der stv. Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser, dass die Technischen Betriebe Remscheid im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Spielplätze nach der Freigabe nach und nach reinigen werden.
Einfach machen!
Dietrich, die als unmittelbare Anwohnerin die Bedeutung des kleinen Spielplatzes in unmittelbarer Nähe des Lüttringhauser Dorfkerns kennt, regte an, selber tätig zu werden und so traf sich am Freitagnachmittag eine kleine Gruppe von Lüttringhauser SPD-Mitgliedern – auf Abstand, versteht sich – auf dem Spielplatz in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Hallenbades.
Während der Geschäftsführer der Remscheider SPD, ungläubig staunend über den Enthusiasmus der Lüttringhauser Parteifreunde, die Spielgeräte austestete, „fischte“ die energische Historikern Dietrich mit Hilfe einer Harke die Hinterlassenschaften schnurrender Wesen auf vier Pfoten aus dem Sandkasten. „Die Sandkästen sollten grundsätzlich mit Planen abgedeckt werden, um die Katzen daran zu hindern hier ihre Notdurft zu verrichten“, so Dietrich.
Sandkasten oder Katzenklo?
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„Die Sandkästen sollten grundsätzlich mit Planen abgedeckt werden, um die Katzen daran zu hindern hier ihre Notdurft zu verrichten“, so Gerhilt Dietrich, Vorsitzende der SPD in Lüttringhausen. Foto: SPD Remscheid
Das Ergebnis lässt sich sehen: Der Katzenkot wurde vollständig entfernt. Foto: SPD Remscheid
Der dritte im Bunde, Adolf Kappenstein, telefonierte derweil mit einigen Freunden und Bekannten aus seinem Sportverein. Er rief einen Bekannten herbei, der sich mit Hilfe eines mitgebrachten Rasenmähers dem Rasenwildwuchs widmete.
Dank dem Einsatz eines Rasenmähers, kann der ehemalige Dschungel wieder als Spielplatz genutzt werden. Foto: SPD Remscheid
Passanten, die das Treiben der kleinen roten Schar beobachteten, zeigten sich überrascht und beklatschten die Aktion auf besondere Weise. „Jetzt kann auch ich endlich wieder auf die Schaukel“, so ein Passant zu seiner Ehefrau. Diese konterte schlagfertig: „Da ist nur eine auf dem Spielplatz – und die ist für unseren Enkel reserviert!“
Bei dieser einmaligen Spielplatzbegehung und Reinigung soll und wird es nicht bleiben. „Wir werden das Thema in der nächsten Bezirksvertretung Lüttringhausen zur Sprache bringen“, so Jürgen Heuser. Spätestens seit Corona sollte das Thema Hygiene kein Randthema mehr sein.
„Von den Kindern wurden während der Corona-Krise enorme Einschränkungen verlangt, um die Gesundheit anderer nicht zu gefährden. Wir sind es den Kindern einfach schuldig, dass auch auf ihre Bedürfnisse und ihre Gesundheit Rücksicht genommen wird“, so Dietrich. „Wir brauchen unsere Spielplätze. Und unsere Spielplätze brauchen ein Hygienekonzept. Hierauf werden wir drängen“, ergänzte Heuser.
Presseinformation der Stadt Remscheid: 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2.
Heute Vormittag hat den Remscheider Krisenstab die 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 8. Mai gemeinsam mit der ab 11. Mai gültigen Coronaschutzverordnung erreicht. Interessierte finden sie in der Anlage.
Die 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 enthält unter anderem wesentliche Änderungen für die Gastronomie, Kosmetikbetriebe, Nagelstudios, Massagestudios und Fitnessstudios. Unter Beachtung besonderer Hygiene- und Infektionsschutzstandards, die sich verpflichtend aus dem Infektionsschutzgesetz ergeben, ist ihr Betrieb wieder zulässig. Details hierzu enthält die ebenfalls beigefügte Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchutzVO NRW.
Samstag, 9. Mai 2020, senden wir ab 19 Uhr live die achte Ausgabe unserer interaktiven „Bleib gefälligst in Deinem eigenen Zuhause“-Show von rs1.tv mit Gastgeber Arunava Chaudhuri und DJ Marcel Filodda.
Unsere Talkgäste
Wir haben ein paar interessante Gesprächsgäste, die wir per Telefon dazuschalten:
Freude und Kritik bei Eltern und Großeltern über die Wiedereröffnung der Spielplätze.
Am Donnerstag, dem 7. Mai, stand eine wichtige Lockerung in den Corona-Beschränkungen auf der Agenda der Stadt Remscheid, wenigstens für die Mitmenschen, die seit Wochen Kinder oder Enkel zu Hause hüten müssen: Die Öffnung der Spielplätze war angekündigt. Nun gibt es in der Stadt mehr als 120 Spielplätze, die Bolzplätze nicht mitgezählt, und die vorsichtige Vermutung, dass es hier und da leicht hakeln könnte, war zumindest bei einigen Eltern vorhanden.
Start mit Verspätung
Kurz vor 10 Uhr: Der Spielplatz am Schmittenbusch in Lüttringhausen hinkt noch hinterher. Foto: Peter Klohs
Ich mache mich um 10 Uhr von Lüttringhausen aus auf den Weg zum Stadtpark. Der unscheinbare, bei kleinen Kindern aber beliebte Spielplatz an der Schmittenbuscher Straße ist noch immer abgesperrt. Er sieht auch ein wenig vernachlässigt aus mit seinem hohen Gras und der Masse an Löwenzahn, die jeden Allergiker erst einmal Abstand nehmen lässt. Auch die Spielwiese in der Dowidatsiedlung ist noch nicht benutzbar: Die Absperrbänder verhindern Kinderbesuch.
Nicht nur zu meinem Erstaunen ist der große Spielplatz im Remscheider Stadtpark ebenfalls noch von Bändern gesichert. Nichts desto trotz sitzen drei Mütter und eine Großmutter mit ihren Kindern und Enkeln auf dem Platz. „Die Spielplätze sind freigegeben“, sagt eine Mutter. „Ob Bänder oder nicht, ich bleibe jetzt hier.“ Allgemeine Unsicherheit macht sich breit. Durch die noch vorhandenen Bänder ist der Gebrauch von so manchem Spielgerät für die Kinder nicht ungefährlich. Es ist halb elf.
Natascha Schöne mit Tochter Mila spielte als Erstes im Sandkasten. Foto: Peter Klohs
„Ich verstehe das nicht“, sagt Natascha Schöne, die mit ihrer knapp zweijährigen Tochter Mila im Sandkasten hockt. „Es ist doch allgemein bekannt, dass heute die Spielplätze wieder öffnen. Die Kinder haben sich so darauf gefreut. Und bei der Stadt ist niemand zu erreichen. Da ist seit heute Morgen dauerbesetzt.“
Steffi Brandt ist handfester und entfernt eigenhändig einige der Absperrbänder. Sie habe, berichtet sie, erst heute am frühen Morgen mit der Stadt gesprochen. Sie nennt auch Namen von Mitarbeitern, die anscheinend selbst nicht die Öffnungszeiten der Spielplätze gewusst haben. „Da scheint es keine Absprachen gegeben zu haben.“ Inzwischen spielen fünf Kinder im Sandkasten.
Angelika Geißler mit den Enkeln Henry und Emmi an der Schwingschaukel. Fotos: Peter Klohs
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Angelika Geißler mit den Enkeln Henry und Emmi an der Schwingschaukel. Foto: Peter Klohs
Angelika Geißler mit den Enkeln Henry und Emmi an der Schwingschaukel. Foto: Peter Klohs
Um punkt elf Uhr rücken die TBR an. Der Mitarbeiter sagt freundlich „Guten Morgen“ in die Runde und beginnt, rund um den Spielplatz die Bänder zu entfernen. Allgemeines Aufatmen ringsum. Sind die Kollegen auch in anderen Stadtteilen unterwegs, will ich wissen. Ja, kommt die Antwort, ganz Remscheid wird jetzt entbändert.
Und als wäre das offizielle Entfernen der Absperrbänder ein Signal gewesen, füllt sich nun der Spielplatz recht schnell. Fünf Minuten nach Elf sind es zwanzig Kinder, zehn Minuten später mehr als dreißig. Und sehr schnell kehrt auch eine Art Spielplatzalltag ein. Manche der Kinder tollen sich erstmal richtig aus, jauchzen auf der Schwingschaukel, klettern um die Wette oder backen Sandkuchen, während andere, wie die kleine Maja, die mit ihrer Mutter Anja gekommen ist, ruhig im Sandkasten sitzt und anderen Kindern beim Spielen zusieht.
Auch Angelika Geißler ist gekommen, gemeinsam mit den Enkeln Henry und Emmi. Sie ist noch immer über die späte Öffnung des Platzes ungehalten. „Die Stadt weiß doch, dass die Kinder gerade bei einem so schönen Wetter ungeduldig auf das Öffnen der Spielplätze warten“, sagt sie, „unsere beiden sitzen schon seit sieben Uhr wie auf heißen Kohlen. Gerade an einem solchen Tag kann man das auch besser organisieren. Da hat sich die Stadt nicht mir Ruhm bekleckert.“
Das Kletterschiff mit Rutsche war auch recht schnell gut besucht. Foto: Peter Klohs
Die auf dem Spielplatz anwesenden Erwachsenen halten den gebotenen Mindestabstand alle ein, manche tragen Masken. Der Geräuschpegel im Stadtpark ist deutlich angestiegen. Nur wenige Bänder mussten hängen bleiben, da in unmittelbarer Nähe Baumfällarbeiten stattfinden. Als ich um kurz vor Mittag gehe, haben sich die Erwachsenen wieder beruhigt. Die Kinder spielen selbstvergessen mit neugefundenen Freunden, alles ist gut.
Auf meinem Weg nach Hause schaue ich nochmal nach den anderen Spielplätzen. Der in der Dowidatsiedlung ist sowohl ohne Bänder als auch ohne Kinder. Der gleiche Anblick auf der Schmittenbuscher Straße. Auf dem größeren Spielplatz am Röntgen-Gymnasium verlieren sich eine knappe Handvoll Kinder. Vielleicht muss man sich wieder an offene Spielplätze gewöhnen.
Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während der eingeschränkten Freiräume wegen des Coronavirus hat die Natur-Schule Grund einen tollen Tipp:
Wie wäre es mal damit, Vögel zu beobachten? Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: „Der Vorteil ist, dass das während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald.Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen.“ Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.
Spaß beim Lernen
Warum also nicht mal gucken und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen.
Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen.
Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.
Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer halben Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise.
Apropos Meise: Das Meisensterben
Da derzeit auch in der Nachbarschaft der Bergischen Großstädte Blaumeisen an einem bakteriellen Erreger erkranken, wird es besonders interessant sein, die letztendliche Zahl beobachteter Blaumeisen im Städtedreieck zu erfahren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass eine große Zahl von Beobachtungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal zusammen kommt, um aussagefähige Zahlen zu ermitteln.
Diese Zahlen für alle Vogelarten sollten schnell an den NABU gemeldet werden. Wie es geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.
Presseinformation der Stadt Remscheid vom 7. Mai 2020.
Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 10 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 219 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 209 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 194 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 15 sind verstorben.
Die Krankenhäuser vermelden auch heute neun positiv getestete Personen, die sich in einem Krankenhaus zur stationären Behandlung befinden. Zwei Personen davon befinden sich auf der Intensivstation. Zusätzlich befinden sich weitere Verdachtsfälle in stationärer Behandlung.
Bei den Angaben aus dem Krankenhausbereich handelt es sich nicht zwangsläufig um Remscheider Bürgerinnen und Bürger.
ACHTUNG ***Weiter gilt:
Mit Fortschreiten des Infektionsgeschehens gibt es immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und unerkannt bleiben. Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bereits bedeutend höher sein. Das Infektionsgeschehen ist so weit fortgeschritten, dass die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr vollständig möglich ist.