Müllabfuhr verschiebt sich

Verschiebung wegen des Feiertags am 1. November.

Solingen. Wegen des Feiertags Allerheiligen am Montag, 1. November, verschiebt sich die Müllabfuhr in der Feiertags-Woche: Alle Abfallbehälter (Bio, Restmüll, gelbe und blaue Tonnen) werden jeweils einen Tag später geleert, beginnend mit der üblichen Montag-Leerung, die am Dienstag nachgeholt wird. Die Freitag-Leerung verschiebt sich auf Samstag. Im Abfallkalender und im AbfallNavi sind die Verschiebungen bereits verzeichnet.

Stadt rät Kita- und Schulkindern zu kostenlosem Schnelltest

Weitere Ausbreitung des Coronavirus soll nach Ferienende verhindert werden.

Die Stadt Solingen möchte allen Kindern und Jugendlichen nach den Herbstferien einen möglichst unbeschwerten Kita- oder Schulbesuch ermöglichen. Deshalb bittet der Stadtdienst Gesundheit alle Kinder, die eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen (Kita, Grundschule, weiterführende Schule, Berufskolleg), vor Kita- oder Schulbeginn einen Schnelltest zu machen, sofern sie nicht an regelmäßigen Testungen in den Ferien teilgenommen haben.

So kann verhindert werden, dass es nach Kita- und Schulbeginn zu einer weiteren Ausbreitung des Virus kommt und Kinder in Quarantäne genommen werden müssen. Die aktuell in Solingen vorherrschende Delta-Variante ist auch für Kinder sehr ansteckend. Sie zeigen oft keine Symptome, können aber infiziert sein. Kostenlose Schnelltests für Kinder und Jugendliche sind bei den Bürgerteststellen möglich.

Eine Liste der Bürgerteststellen finden Bürgerinnen und Bürger auf der Homepage der Stadt Solingen unter: www.solingen.de/de/inhalt/coronavirus-test

Kostenfreie Komposterde als „Erntedank“

Technische Betriebe informieren am 23. Oktober über Einsatzmöglichkeiten.

Am Samstag, den 23. Oktober, informieren die Technischen Betriebe Solingen (TBS) im EntsorgungsZentrum Bärenloch von 8 bis 12:15 Uhr über Biobehälter, Grünschnitt, Kompostprodukte und Rinden. Als „Erntedank vom Kompostplatz“ werden an diesem Tag alle abgepackten Kompostprodukte und Rinden zwei Euro günstiger angeboten.

Bürger:innen können in mitgebrachten Behältnissen kostenfrei Komposterde (0-20 mm) für Blumentöpfe, Balkon, Garten, Vorgarten oder Friedhof mitnehmen. Die Mitarbeitenden der TBS präsentieren zudem die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Kompostprodukte.

Dank an die Bürgerschaft

Der Grünschnittkompost wird von Bürger:innen und Betrieben in der Stadt gesammelt. Auf der städtischen Kompostierungsanlage reift er zu qualitätsgeprüftem Grünkompost. Er ist auch wichtiger Bestandteil der Kompostprodukte „Blütezeit“ (Blumenerde) und „Querbeet“ (Gartenkompost). Jedes Jahr sammeln Solinger Gartenbesitzer:innen und Blumenfreund:innen sowie Gartenbaubetriebe und städtische Gärtner:innen mehr als 10.200 Tonnen Grünschnitt.

Bedanken möchten die TBS sich auch bei den Nutzer:innen der Biobehälter. Auf einer externen Kompostierungsanlage wird aus ihrem Bioabfall Kompost, der im Gartenbau oder in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Jährlich sind dies 1.375 Tonnen organischer Abfall, der ohne lange Wege aus der Küche oder dem Garten direkt in die Biobehälter wandert.

Die Verwendung von Qualitätskompost ist Bodenpflege und Umweltschutz zugleich, denn Kompost ist ein natürliches, biologisches Recyclingprodukt. Er fördert das Bodenleben durch Versorgung mit organischen Substanzen und Mikroorganismen. Kompost ist zudem eine gute Alternative zum Torf. Zudem binden 1000 Kilogramm Kompost 250 Kilogramm CO2 im Boden. Kompostierung und die Verwendung von Kompost ist somit auch angewandter Klimaschutz.

Kommunen gehen in die Knie: Parteien bekommen Besuch von satirischem Wagen

Benachteiligte Städte und Kreise machen mit einer spektakulären Aktion auf ihre schwierige Situation und die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufmerksam. Die betroffenen Kommunen fordern eine gerechte Finanzverteilung, eine Lösung für das Altschuldenproblem, faire Förderprogramme und ein Ende der Steueroasen in Deutschland. Die Kämmerinnen und Kämmerer haben Wort gehalten und in den vergangenen Jahren eisern gespart und Schulden abgebaut.

CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke haben am Montag (11. Oktober) Besuch von einem Esel bekommen. Das Lastentier war überlebensgroß auf einem Wagen zu sehen und trug gewaltige Säcke auf dem Rücken, die es in die Knie zwingen. Der Wagen stoppte im Laufe des Tages vor den Zentralen der Parteien. An der Seite des Esels waren Oberbürgermeister:innen, Bürgermeister:innen und weitere Vertreter:innen der Mitgliedsstädte unterwegs, die den Vertreter:innen der Parteien symbolisch einen Stein aus dem Lastensack überreichten. Damit verdeutlichten sie ihre Forderung nach einem fairen Neustart für benachteiligte Städte und Kreise. „Wir leiden unter den gewaltigen Lasten, die die ungerechte Finanzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommen verursacht hat“, erklärte Solingens Stadtkämmerer Ralf Weeke.

Diese spektakuläre Aktion hat das Bündnis „Für die Würde unserer Städte“ initiiert. Im Bündnis haben sich 70 Kommunen zusammengeschlossen, die besonders unter der Finanzverteilung in Deutschland leiden. Die Städte und Kreise haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit Geld umgehen können, und aus einem Minimum an Möglichkeiten ein Maximum gemacht. Die Pandemie hat ihnen allerdings erneut vor Augen geführt, dass sie eine Krise nicht aus eigener Kraft bewältigen können, sondern auf Hilfen von Bund und Land angewiesen sind. Deshalb fordern sie einen Neustart bei den Finanzen und eine faire Verteilung zwischen den drei Ebenen.  

Der häufig den Kommunen gemachte Vorwurf, sie erfüllten ihre Sparaufgaben unzureichend, geht dabei ins Leere: Die Städte im Bündnis haben Wort gehalten und in konjunkturell starken Jahren Schulden getilgt: Seit dem Höchststand der Liquiditätskredite im Jahr 2015 (50,4 Milliarden Euro) ist deren Stand bis zum 31. Dezember 2020 um mehr als 15 Milliarden Euro gesunken. Die Kommunen haben den notwendigen Rückgang der Liquiditätskredite möglich gemacht. Sie haben gezeigt, dass sie mit Geld umgehen können und Hilfen verantwortungsvoll einsetzen.

Trotz all dieser Erfolge stehen viele Kommunen in Deutschland noch immer mit dem Rücken zur Wand, weil sie strukturell unterfinanziert sind und immer neue Lasten von Bund und Ländern aufgeladen bekommen. Der Besuch der Parteizentralen war deshalb mit vier Forderungen verbunden:

  • Gerechte Finanzverteilung

Bund und Länder können den Kommunen Aufgaben zuteilen und festlegen, welchen finanziellen Ausgleich diese bekommen. Die Ausgaben sind aber höher und treiben die Kommunen in eine Schuldenfalle. Bund und Länder müssen bei den Kosten endlich fair mit den benachteiligten Städten und Kreisen umgehen.

Der Bund muss für die Aufgaben der Kinderbetreuung und der Inklusion, die er gesetzlich vorgibt, eine hinreichende Finanzierung sicherstellen. Um die Dynamik in diesem Bereich aufzufangen, ist eine konsequente Orientierung an den Fallzahlen notwendig.

Zur Bekämpfung der Kinderarmut ist eine Grundsicherung für Kinder einzuführen. Die Grundsicherung muss sowohl ein ausreichendes Existenzminimum sicherstellen als auch eine Zusammenführung der vielen unterschiedlichen Leistungen herbeiführen. Dies würde zur Entschärfung der sozialen Problemlagen in den Familien beitragen und könnte damit auch die Hilfe zur Erziehung indirekt entlasten.

Die Kommunen sind weiterhin die letzte Hilfe bei Problemen der Pflegefinanzierung und decken damit ebenfalls einen Finanzbedarf ab, der aus Altersarmut entsteht, und stehen für die bisher im Rahmen der Pflegeversicherung nur unzureichend gelösten Probleme einer alternden Gesellschaft ein.

  • Lösung des Altschuldenproblems

Die ungerechte Finanzverteilung hat viele Kommunen dazu gezwungen, Kredite aufzunehmen und Schulden zu machen. Deshalb müssen sich die benachteiligten Kommunen um Zinsen und Tilgung kümmern, während die wohlhabenden Kommunen in ihre Zukunft investieren können. Bund und Länder müssen einen Teil der Altschulden übernehmen, damit die Kluft zwischen den Kommunen nicht größer wird.

Der Abbau der kommunalen Altschulden ist in einer solidarischen Gesamtlösung in enger Kooperation von Ländern, Bund und Kommunen herbeizuführen. Das Altschuldenproblem belastet die finanzschwachen Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiterhin.

Mit Blick auf die aus der Pandemie neu entstehenden Schulden ist das Altschuldenthema zu erweitern. Insbesondere finanzschwache Kommunen werden aufgrund ihrer geringeren Resilienz mit höheren Belastungen aus der Krise hervorgehen und länger brauchen, diese wieder abzuarbeiten. Dies dürfte die Disparität unter den Kommunen weiter vergrößern. Zwar besteht angesichts der niedrigen Zinsen derzeit scheinbar kein direkter Druck auf die Haushalte. Mittelfristig ist aber mit steigenden Zinsen zu rechnen, zumal auch Risiken auf den Finanzmärkten bestehen (zum Beispiel durch Inflation oder Blasenbildung).

  • Investitionen durch echte Förderprogramme ermöglichen

Wegen der Sparanstrengungen der letzten Jahrzehnte gibt es einen großen Nachholbedarf bei den Investitionen. Es gibt zwar zahlreiche Förderprogramme für Kommunen. Meist fehlen dort aber das Personal, um sich für die Programme zu bewerben, und die Eigenmittel, die Voraussetzung der Förderung sind. Die Kommunen brauchen Hilfe durch Reduzierung der Eigenanteile. Die benachteiligten Kommunen brauchen außerdem eine kontinuierliche Investitionsfinanzierung.

  • Steueroasen schließen

Bei den kommunalen Steuerhebesätzen wird das Dilemma der benachteiligten Städte und Kommunen noch einmal besonders deutlich. Angesichts hoher Sozialausgaben und unterproportionaler Einnahmen sind sie gezwungen, ihre Hebesätze zu erhöhen. Andere Kommunen dagegen können ein Steuerdumping betreiben. Sie nutzen die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Gewerbesteuer und haben Unternehmen dazu gebracht, den Standort zu wechseln.

Der Bund muss daher im Steuerrecht den ruinösen Steueroasen die Grundlage entziehen.

„Für die Würde unserer Städte“ hat bereits im Sommer auf die gewaltigen Lasten der Kommunen und die Forderung nach einem fairen Neustart aufmerksam gemacht. Die Oberbürgermeister:innen und Bürgermeister:innen schilderten auf Facebook und Twitter, mit welchen Herausforderungen die Städte und Kreise zu kämpfen haben und wie Bund und Länder die Last verringern könnten. Auf der Homepage des Bündnisses www.fuerdiewuerde.de sind die Versprechen der Parteien dokumentiert, die diese den Kommunen im Bundestagswahlkampf gemacht haben. Auch daran hat die Aktion am Montag in Berlin erinnert.

Weitere Informationen

Die Städte und Kreise Im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 70 Kommunen aus acht Bundesländern zusammengeschlossen. In den Städten und Kreisen leben rund neun Millionen Menschen – und damit mehr als zehn Prozent aller Deutschen. Die Kommunen waren besonders vom Strukturwandel betroffen, deshalb haben sie geringe Einnahmen aus Steuern und hohe Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich. Infolgedessen sind die Kommunen besonders benachteiligt durch die beschriebene Finanzverteilung und waren in besonderem Maße gezwungen, Schulden zu machen, um die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen zu können.

Mitglieder im Bündnis sind: Bochum, Bottrop, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Cuxhaven, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Frankfurt an der Oder, Geestland, Gelsenkirchen, Gera, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberbergischer Kreis, Oberhausen, Offenbach, Pasewalk, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Sprockhövel, Strasburg, Strausberg, Sundern, Torgelow, Trier, Ueckermünde, Kreis Unna, Voerde, Völklingen, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Wismar, Witten, Worms, Wuppertal und Zweibrücken.

Der Künstler Den satirischen Wagen, mit dem die Kommunen in Berlin für Aufsehen gesorgt haben, hat der Künstler Jacques Tilly geschaffen. Tilly und sein Team bauen die Wagen für den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Sie sind bekannt dafür, dass ihre Skulpturen die aktuelle politische Lage, Missstände und Mächtige mehr als eindeutig ins Bild setzen und scharf kritisieren. Die Fotos von den Wagen aus Düsseldorf werden jedes Jahr in den Medien weltweit gezeigt. Mehr zu Jacques Tilly und seinem Team gibt es unter www.grossplastiken.de.

Die Steine Die Vertreter:innen des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ haben den Parteien „in Stein gemeißelte“ Botschaften überreicht. Sie lauteten wie folgt:

  • CDU: „Das ist in Stein gemeißelt: Sicherheit braucht handlungsfähige Kommunen.“
  • SPD: „Das ist in Stein gemeißelt: Ein soziales Land gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • FDP: „Das ist in Stein gemeißelt: Niedrigere Gewerbesteuern gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Linke: „Das ist in Stein gemeißelt: Gerechtigkeit gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Grüne: „Das ist in Stein gemeißelt: Klimaschutz gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen

Zentrale Bergische Arena für Spitzensport

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach sind sich einig: „Der BHC braucht jetzt endlich Klarheit und Verlässlichkeit, was eine erstligataugliche Spielstätte im Bergischen Land angeht. Wir wollen eine gemeinsame Bergische Lösung für den BHC.“

Denn ein Handball-Erstligist mit einer dem Profisport entsprechenden Spielstätte stärkt ebenso die gesamte Bergische Region wie etwa der „Brückensteig“, das Circular Valley und der Gaskessel oder Nordbahn- und Korkenziehertrasse.  

Entwicklung auf Wuppertaler Seite

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind erläutert den aktuellen Stand zu einer  BHC-Arena aus Wuppertaler Sicht: „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv Gestaltungs- und Finanzierungsoptionen für einen BHC-Hallenstandort auf dem Gelände des Wicküler Parkes  geprüft. Daran waren neben mehreren städtischen Ressorts die Geschäftsführung der Stadthallen GmbH sowie die Unternehmensgruppe Clees als Eigentümer des Areals beteiligt. Im Rahmen der Prüfungen hat es sowohl mehrere Gutachten zu einem möglichen Betreiberkonzept als auch den Austausch mit Experten für den Betrieb großer Veranstaltungshallen gegeben.

Die Gutachten und die Beratungen dazu haben ergeben, dass der reine Betrieb einer Multifunktionsarena am Standort – wenn auch mit verbleibenden finanziellen Risiken – so möglich erscheint, dass der Aufwand des laufenden Betriebes bei enger Kooperation aller Beteiligten gedeckt werden könnte.

Es wurde aber auch klar, dass eine Refinanzierung der Investitionskosten für eine solche Halle in der Höhe von bis zu 40 Mio. Euro nicht darstellbar ist. Eine Finanzierung der Investitionskosten zu einem großen Teil durch die Stadt Wuppertal ist in zweifacher Hinsicht hoch problematisch: 1. Das Gelände befindet sich im privaten Eigentum (der Unternehmensgruppe Clees). Der Transfer eines öffentlichen Investitionszuschusses an einen privaten Investor stellt sich hier als besonders herausfordernd dar. 2. Eine zusätzliche städtische Wuppertaler Investition angesichts des aktuell schon hohen Investitionsprogrammes ist nicht mehr leistbar.“ 

Städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf in Solingen

Andere Voraussetzungen gelten für die Stadt Solingen, betont Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Klingenstadt. Bei der Klingenhalle handele es sich um eine städtische Halle mit hohem Sanierungsbedarf, für die ohnehin eine Sanierung oder Neuplanung anstehe. Auch wenn in Solingen für das Hallenprojekt die Verfahren auf Grundlage eines aktuellen Gutachtens jetzt anliefen, scheine es im Sinne eines berechenbaren Vorgehens sinnvoll, sich jetzt mit ganzer Kraft auf die abschließende Prüfung der Solinger Option zu konzentrieren.

Die neue Halle, in der bis zu 5.000 Zuschauer einen Sitzplatz finden würden, könnte die Klingenhalle aus dem Jahr 1973 ersetzen. Ziele: Schul- und Vereinssport am Weyersberg sollen weiterhin möglich sein, vor allem aber dem Bundesligisten Bergischer Handball-Club eine Perspektive gegeben werden, im Bergischen Städtedreieck dauerhaft spielen zu können.

Die 48 Jahre alte Halle mit rund 2.500 Sitzplätzen entspricht den Forderungen der Handballliga an Kapazität, Fernsehtauglichkeit und Bewirtungsmöglichkeiten immer weniger. Dazu wäre die neue Arena zusätzlich Spielstätte für größere Konzerte und Events ab 5.000 Zuschauer, für die es in der näheren Region bisher kein Angebot gibt.

Einnahmen würde die Arenagesellschaft aus der Vermietung erzielen: 18 Heimspiele des BHC und größere Shows wären in der modernen Arena am Weyersberg zu Beginn möglich. Und auch nötig, um die Kosten wieder hereinzuspielen.

Klarheit in Dezember-Ratssitzung

Denn, das stellt das Gutachten klar: Bei günstigem Betriebsverlauf könnte die Arena in einer Jahresbetrachtung günstiger als der Weiterbetrieb der bestehenden und zu sanierenden Klingenhalle sein. Das Geschäft rechnet sich für Solingen dennoch, da auch der Weiterbetrieb der alten Klingenhalle für die Stadt ein Verlustgeschäft ist. Aber eines, mit dem langfristig keine Einnahmen erzielt werden können, die die Last mindern würden. Für die Klingenhalle wird mit einem Sanierungsbedarf in hoher Millionenhöhe gerechnet. Und die Möglichkeit, Handballspitzensport live zu erleben, gäbe es dann wohl mittelfristig nur noch in Düsseldorf.

Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Tim Kurzbach wird der Ältestenrat jetzt eine Arbeitsgruppe bilden, die die politische Debatte in den Fachausschüssen und im Rat vorbereitet. Dazu wird ein Tagesworkshop mit dem Beratungsunternehmen SEM gehören, auf der die gesamte Analyse auf der Tagesordnung steht und die Gutachter sich den Fragen der Solinger Kommunalpolitik stellen. Bis zur Dezember-Ratssitzung wollen die Ratsfraktionen sich Klarheit über die Marschrichtung – Arenaneubau oder Weiterbetrieb der alten Halle – verschafft haben.

„Zentral ist, dass der BHC zeitnah eine belastbare Hallenoption erhält. Dies ist ein gemeinsames bergisches Anliegen. Deswegen ist uns wichtig, dass wir zwischen den Bergischen Städten mit offenen Karten spielen und nicht in einen unproduktiven Wettbewerb um die Standortfrage treten. Wer jetzt in eine verbindliche – politische und finanzielle – Klärung eines Bundesliga-tauglichen Standortes eintritt, muss sicher sein können, dass es dann auch wirklich zur Realisierung des Hallenprojektes kommt“, sind sich die beiden Stadtspitzen einig. 

Neue Qualität der bergischen Zusammenarbeit

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind betonte, die enge Abstimmung mit Solingen biete auch die Chance, der Zusammenarbeit der bergischen Städte eine neue Qualität zu geben und diese weiter zu intensivieren. Auf Wuppertal bezogen machte der Oberbürgermeister deutlich, dass der aktuell für eine Arena geprüfte, aber für ungeeignet gefundene Standort ehemaliger Wicküler Park für die Stadt weiter ein wichtiger Entwicklungsschwerpunkt sei. Die Stadt werde gemeinsam mit dem Eigner weiter nach tragfähigen Lösungen für diesen in der Talachse wichtigen Standort suchen.

Bergische IHK: Aufschwung gewinnt an Breite und erfasst auch den Dienstleistungssektor

Die konjunkturelle Lage der bergischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2021 weiter verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge heute (6. Oktober) vorstellten.

An der Umfrage hatten sich 513 Unternehmen mit 24.900 Beschäftigten beteiligt. Mittlerweile beurteilen 36 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und nur noch 16 Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Lageeinschätzungen wiedergibt, verbessert sich deshalb um 12 auf plus 20 Punkte. „Die Stimmung ist damit besser als unmittelbar vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich ist, dass nach dem Lockern der Corona-Schutzmaßnahmen der Aufschwung auch weite Teile des Dienstleistungssektors erreicht hat“, so Pasch und Wenge wörtlich.

Noch besser sei die Lage derzeit bei vielen Industriebetrieben, insbesondere den Herstellern von Metallerzeugnissen. Zunehmend problematisch seien aber die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und andere Vorprodukte sowie die häufig auftretenden Lieferengpässe. Unternehmensnahe Dienstleister wie die Speditionen profitieren vom industriellen Aufschwung. Dagegen dämpfen die genannten Lieferschwierigkeiten den Aufschwung im Großhandel. Die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen können dank der Öffnungsschritte etwas aufatmen. Sie sind aber noch relativ weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. „Aber nur noch fünf Prozent der Dienstleistungs­unternehmen fürchten ihre Insolvenz – im Frühjahr waren es noch doppelt so viele“, so die IHK-Vertreter.

Wirtschaftliche Lage in Remscheid am besten

Im Vergleich der drei bergischen Großstädte ist die wirtschaftliche Lage in Remscheid derzeit am besten. Das liege nicht zuletzt daran, dass in Remscheid 42 Prozent der Wertschöpfung auf das Produzierende Gewerbe entfallen – wesentlich mehr als in den beiden Nachbarstädten.

Die Unternehmen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zugleich machen sich viele Betriebe Sorgen, dass die Preise für Vorleistungen weiter steigen und die Versorgungsengpässe zunehmen könnten. „In der Industrie sehen vier von fünf Unternehmen die stark steigenden Rohstoffpreise als ein gravierendes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an. Auch befürchten viele, dass in der neuen Legislaturperiode die Steuern erhöht werden“, machten Pasch und Wenge deutlich. Trotz der Risiken wollen drei von zehn Unternehmen mehr investieren. Auch der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Über 20 Prozent der Unternehmen möchten Mitarbeiter einstellen, was aber aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird. Besonders davon betroffen sind die Gastronomie, das Verkehrsgewerbe und die Industrie. Mehr als jedes fünfte Unternehmen möchte deshalb die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.

Solingen erhält Recycling-Sonderauszeichnung

Seit fünf Jahren erbringt die Klingenstadt Bestleistungen im Papieratlas-Städtewettbewerb

Die Stadt Solingen hat am Dienstag im Bundesumweltministerium in Berlin die Sonderauszeichnung „Mehrfachsieger“ für herausragendes Engagement bei der Verwendung von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel erhalten. Seit fünf Jahren erbringt Solingen Bestleistungen im Papieratlas-Städtewettbewerb der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR).

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 92 Prozent stellen die 103 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf.

Die Stadt Solingen leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Solingen in den vergangenen fünf Jahren eine Einsparung von mehr als 22,3 Millionen Liter Wasser und über 4,6 Millionen Kilowattstunden Energie bewirken.

Bürgermeister Thilo Schnor nahm die Auszeichnung am Dienstag in Berlin entgegen.

Regelmäßige Impfungen bei McDonald’s und am Hauptbahnhof

Impfmobil verimpft Johnson & Johnson sowie Moderna.

Auch nach der Schließung des Impfzentrums gibt es in Solingen weiterhin regelmäßige Angebote für die Corona-Schutzimpfung. Das Impfmobil verimpft bis auf Weiteres jeweils mittwochs von 12 bis 18 Uhr bei McDonald’s in Wald (Frankfurter Damm) die Impfstoffe von Johnson & Johnson sowie Moderna. Jeder Erstgeimpfte erhält von der Stadt Solingen einen Gutschein, den er am Impftag direkt im Restaurant einlösen kann.

Außerdem finden jeweils donnerstags und freitags zwischen 12 und 18 Uhr mobile Impfungen auf dem Bahnhofsvorplatz des Solinger Hauptbahnofs statt. Verimpft werden auch hier die Vakzine von Johnson & Johnson und Moderna.

Darüber hinaus laufen zurzeit noch die Zweitimpfungen an einigen Solinger Schulen.

Platz für Flötenflöhe

Die städtische Musikschule Solingen hat ab November noch freie Plätze für „Flötenflöhe“. Der Kurs „Elementares Musizieren mit der Blockflöte“ richtet sich an Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren. Weitere Informationen und Termine bietet die Homepage der Musikschule. Anmeldungen sind nur online möglich: www.musikschule-solingen.de.

Ein neues „Impfzentrum light“ in Innenstadtnähe ist geplant

Seit dem 30. September 2021 ist das Solinger Impfzentrum im alten Kaufhof-Gebäude geschlossen. Der letzte gebuchte Termin fand um 18.50 Uhr statt – geöffnet war es auch am letzten Tag bis 20 Uhr.

Die ersten Impflinge haben dort am 8. Februar 2021 ihre Impfdosen erhalten. Insgesamt wurden im Impfzentrum mehr als 141.000 Impfdosen verabreicht, 73.600 Erst- und 67.400 Zweitimpfungen.

In der Spitze wurden bis zu 1500 Impfdosen am Tag verimpft, zuletzt waren es noch etwa 300 pro Tag. Insgesamt wurden 19.200 Vials (Flaschen mit bis zu zwölf Impfdosen) von Biontech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson verarbeitet. Es wurden etwa 3.500 Kreuzimpfungen (Astra/BionTech und Astra/Moderna) durchgeführt.

Rund 100 Kinder pro Tag durch Impfung geschützt

Seit der Empfehlung des Biontech-Impfstoffs für Menschen ab zwölf Jahren sind nach Beratung durch Kinder- und Jugendärzte täglich rund 100 Kinder im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren geimpft worden.

Für Jugendliche im Alter zwischen 16 und 27 Jahren gab es im Juni an zwei Wochenenden das „Late-Night-Impfen“. Für jede Impfung gab es alkoholfreie Cocktails und einen Snack. Im Beobachtungsraum nach der Impfung untermalten DJs die Wartezeit musikalisch.

Die anfängliche Knappheit an Impfstoffen hat sich auch im Solinger Impfzentrum bemerkbar gemacht. Zu Beginn konnte nur eine begrenzte Anzahl an Terminen vergeben werden. In den vergangenen Monaten stand dann jedoch genügend Impfstoff zur Verfügung. Alle Impfwilligen konnten sich, seit Mitte Juli auch ohne Termin, den Schutz gegen das Coronavirus holen.

Das Impfzentrum wurde im Dreischichtsystem geführt. Es waren täglich bis zu 160 Mitarbeitende in verschiedenen Bereichen (Apotheke, DRK, Rettungssanitäter, Ärzte, medizinische Fachangestellte, Servicekräfte, Koordinierung, Mitarbeiter:innen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Terminierung, Hausmeister, Security, Reinigung, Verwaltung) tätig.

Nun folgt der Rückbau des Impfzentrums. Bis Ende Oktober 2021 wird es an den Vermieter zurückgegeben.

Die KoCI (Koordinierende COVID-Impfeinheit) organisiert künftig weiterhin regelmäßige mobile niederschwellige Impfaktionen für Personen, die nicht oder nur schwer erreicht werden können oder bei denen die Impfquote vergleichsweise niedrig ist. Zudem sucht die die Stadt Solingen noch nach einem innenstadtnahen geeigneten Standort, um ein temporär stationäres „Impfzentrum light“ in Betrieb zu nehmen. Außerdem finden noch Impfaktionen an Schulen statt.

Fußgängerin angefahren: Polizei sucht Zeugen

Gestern (30.09.2021), gegen 05:45 Uhr, kam es in Solingen zum Zusammenstoß zwischen einer Fußgängerin und einem Auto.

Die 39-Jährige lief auf dem Gehweg an der Schlagbaumer Straße und überquerte die Fahrbahn der Wernerstraße in Richtung Kuller Straße, als es zum Zusammenstoß mit einem Auto kam. Dabei zog sie sich eine Verletzung am Arm zu. Der grauhaarige, ältere Fahrzeugführer entfernte sich mit seinem roten Kleinwagen in Richtung Alleestraße, ohne sich um die Verletzte zu kümmern.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Auto bleibt nach Unfall auf der Seite liegen

Bei einem Unfall auf der L141n in Solingen erlitt gestern (29.09.2021) eine Fahrerin leichte Verletzungen.

Die 25-jährige Toyota-Fahrerin befuhr den Zubringer „Schwarze Pfähle“ der L141n in Fahrtrichtung Ohligs, als sie aus bisher ungeklärter Ursache auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor.

Der Toyota brach aus, geriet in einen Grünstreifen und prallte mit dem Heck vor ein Verkehrszeichen. Durch diesen Zusammenstoß drehte sich das Auto und kam auf der Seite zum Liegen. Die Fahrerin konnte sich selbstständig aus ihrem Fahrzeug befreien und erlitt leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte sie vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.

Zur Bergung des verunfallten Toyotas und zur Unfallaufnahme musste die Polizei die Straße Schwarze Pfähle zeitweise komplett sperren.

Den Sachschaden schätzen die aufnehmenden Beamten auf 8000 Euro. (weit)