Junger Mann bei Raub schwer verletzt

Gestern kam es in Solingen in den frühen Morgenstunden (11.07.2022, 00:30 Uhr) zu einem Raub, bei dem einem 22-Jährigen schwere Verletzungen zugefügt wurden.

Der junge Mann war zu Fuß im Bereich Kronprinzenstraße Ecke Albrechtstraße unterwegs, als ihn eine Gruppe von zwei Frauen und zwei Männern ansprachen. Nach einem Wortgefecht schlugen die beiden Männer auf ihn ein. Einer der Beiden fügte ihm mehrere Stichverletzungen zu. Dann stahlen sie sein Portemonnaie und liefen in Richtung Frankfurter Damm weg.

Der Rettungsdienst brachte ihn zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Die Verletzungen des 22-Jährigen sind nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht lebensbedrohlich. Die polizeiliche Fahndung führte bislang nicht zur Ergreifung der Täter.

Tater*innenbeschreibung

Eine der männlichen Personen hatte blonde Haare. Die beiden weiblichen Personen waren dunkel gekleidet. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 0202/284-0 zu melden. (sw)

Mittelalterfest und Ritterspiele auf Schloss Burg

Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist auf Schloss Burg traditionell die Zeit der Ritterspiele. Zum ersten Mal gibt es diese gemeinsam mit dem Mittelaltermarkt in einer großen Veranstaltung vereint.

Da Renovierungsarbeiten ein Bespielen der Burghöfe nicht zulassen, wird das Fest auf eine Außenfläche in der Talsperrenstraße, 400 Meter fußläufig von Schloss Burg entfernt, verlegt. Der Eintritt ins Museum ist im Veranstaltungsticket enthalten.

In alter Tradition werden die Georgs Ritter drei Mal am Tag (ausgenommen freitags) ein eigens für Schloss Burg geschriebenes Theaterstück mit Kampfszenen aufführen. Aufführungen finden um 12, 14:30 und 17:15 Uhr statt.

Hoch zu Ross findet ein weiteres Schauspiel statt: das große Ritterturnier von Heimdalls Erben. Hier treten die Ritter täglich um 16 Uhr auf der großen Turnierbahn gegeneinander zum ritterlichen Lanzenkampf mit Pferden an. Das Lager der Turnierteilnehmer ist ganztägig zugänglich und bietet neben Axtwurf und Bogenschießen auch eine Ausstellung von mittelalterlichen Waffen, Kleidung und Schilden.

Heimdalls Erben. Foto: Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V.
Heimdalls Erben. Foto: Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V.

Auf dem mittelalterlichen Markt bieten Krämer und Händler ihre Waren feil. Spielleute, Feuerspucker, Artisten und Gaukler zeigen hier und da ihr Können. Für Kinder gibt es ein handgedrehtes Holzriesenrad, einen Kettenflieger, verschiedene Spiele wie die Drachenjagd oder das Eierknacken und Kinderschminken. Neben dem Ritterlager ist im Mai auch eine Falknerei vor Ort.

Verpflegung aus Bratereien und Tavernen sowie Live-Konzerte von Klanginferno, de Speelüe und Dragol sorgen für passende Stimmung.

Der Eintritt beträgt 5 Euro für Kinder und Jugendliche von 3 bis 15 Jahren und 10 Euro für alle ab 16 Jahren. Kleingruppen aus 2 Erwachsenen und bis zu drei Kindern zahlen 30 Euro. Kinder unter 3 erhalten kostenlosen Einlass. Es gibt nur Tagestickets und Tageskasse, kein Vorverkauf.

Termine

26. bis 29. Mai 2022: Donnerstag von 11-19 Uhr, Freitag von 14-20 Uhr, Samstag von 11-20 Uhr und Sonntag von 11-19 Uhr.

3. bis 6. Juni 2022: Freitag von 14-20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11-20 Uhr und Montag von 11-19 Uhr.

Fairtrade: Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten

Am 15. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt und damit Politiker*innen, die in dieser Zeit von globalen Krisen unsere Zukunft gestalten können. Das Bergische Forum für globale Verantwortung und Eine Welt wollte deswegen von den Kandidat*innen erfahren, wie sie ihrer Verantwortung nachkommen werden.

Das in Solingen beheimatete „Forum Globale Verantwortung und Eine Welt“ hatte für den Abend des 6. Mai zu einer Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten des Wahlkreises Wuppertal II zum Thema Nachhaltigkeit und fairer Handel eingeladen. Im CVJM-Haus an der Lüttringhauser Gertenbachstraße fanden sich Josef Neumann (SPD) sowie die Grüne Eva Miriam Fuchs und der Kandidat der Linken Kai Merkel ein. Die CDU sah sich außer Stande, diesen Termin wahrzunehmen, und auch die FDP-Kandidatin Alexandra Trachte hatte sehr kurzfristig abgesagt. Dazu Josef Neumann: „Es kann nicht sein, dass sich zwei demokratische Parteien der Diskussion über Nachhaltigkeit und fairen Handel immer wieder entziehen.“ 25 Interessierte verfolgten die zweistündige Diskussion und beteiligten sich mit Zwischenfragen an der Runde.

SPD Landtagsabgeordneter Josef Neumann und RGA-Redakteur Sven Schlickowey. Foto: Peter Klohs
SPD Landtagsabgeordneter Josef Neumann und RGA-Redakteur Sven Schlickowey. Foto: Peter Klohs

Wenig überraschend waren sich die drei Diskussionsteilnehmer im Großen und Ganzen in den beiden Gesprächsblöcken zu den Themen „Internationale Zusammenarbeit“ und „Fairer Handel“ einig. Dass es keine langweilige Veranstaltung wurde lag auch an der lebhaften und engagierten Moderation von RGA-Redakteur Sven Schlickowey.

„Zeigt die aktuelle Krise nicht, dass wir ein viel radikaleres Lieferkettengesetz bräuchten?“

Frage aus dem Publikum

Unterschiedliche Positionen wurden zum Lieferkettengesetz deutlich. Neumann sowie Fuchs betonten, sie seinen froh, dass es überhaupt ein solches gebe, während Merkel die Meinung vertrat, das Lieferkettengesetz verdiene diesen Namen nicht. „Das ist ein zahnloses Gebilde.“ Eva Miriam Fuchs zitierte dazu Robert Habeck: „Wir müssen und wir werden besser werden.“ Dazu ergab sich eine interessante Frage aus dem Publikum: „Zeigt die aktuelle Krise nicht, dass wir ein viel radikaleres Lieferkettengesetz bräuchten?“ Josef Neumann drückte seine Sorge aus, dass die Globalität angesichts der weltweiten Krisen zumindest kurzfristig verloren gehen könne. „Wobei“, fügte er hinzu, „der faire Handel unbestritten eine globale Angelegenheit ist.“ „Immer billiger produzieren ist auf jeden Fall nicht die Lösung“, fand Kai Merkel, der hinzufügte, dass die Lieferketten in Teilen auch noch nicht nachhaltig seien.

Kai Merkel, Landtagskandidat für Die Linke. Foto: Peter Klohs
Kai Merkel, Landtagskandidat für Die Linke. Foto: Peter Klohs

Etwas ausführlicher wurde über die aktuellen Probleme in der Weltwirtschaft gesprochen. „Die Probleme stammen nicht alleine von der Coronakrise oder des Krieges in der Ukraine. Die Preiserhöhungen sind von China gewollt. Da werden auch mal zwei Millionen Chips einfach mal eine Woche irgendwo stehen gelassen“, war Neumann überzeugt. Eva Miriam Fuchs brachte es auf den Punkt: „Die Welt wird – wenn überhaupt – von Menschen gerettet werden, die sich einen fairen Einkauf leisten können.“ Das sah Kai Merkel etwas differenzierter: „Ich finde die Frage unangemessen, ob wir es uns leisten können, auf fairen Handel zu achten.“

„Ich finde die Frage unangemessen, ob wir es uns leisten können, auf fairen Handel zu achten.“

Kai Merkel, Landtagskandidat Die Linke.NRW

Ein weiteres Thema war die Bildungspolitik. „Es ist ein neues Schulfach ‚Wirtschaft‘ eingeführt worden, wusste Moderator Schlickowey und erfragte die Meinung der Diskutanten hierzu. „Ein Fach ‚politische Bildung‘ hätte mir besser gefallen“, äußerte der Vertreter der Linken. „Und da kann man auch direkt über internationale Zusammenhänge lehren.“ „Vielleicht“, ergänzte ergänzte Eva Miriam Fuchs, „brauchen wir gar kein neues Schulfach, sondern neue Inhalte.“ Dazu ergäbe sich die spannende Frage, wie man eine Schule für Neues öffnen könne, fügte Neumann hinzu.

Landtagskandidatin für die Grünen: Eva Miriam Fuchs. Foto: Peter Klohs
Landtagskandidatin für die Grünen: Eva Miriam Fuchs. Foto: Peter Klohs

Zusammenfassend erklärte der SPD-Vertreter, dass es zu all diesen Themen keine einfachen Lösungen gebe. „Und wenn jemand sagt, er habe eine gefunden: Glaubt ihm Nicht.“ Kai Merkel beendete den diskussionsreichen Abend mit der Feststellung: „Man sieht auch immer häufiger fair gehandelten Kaffee bei den Discountern. Wir sind auf einem guten Weg.“

OB Kurzbach fährt zum „Tag der Befreiung“ nach Gouda

Einladung der niederländischen Partnerstadt ist eine Ehre für den Vertreter der einstigen Kriegsfeind-Nation

Am Dienstag fährt Oberbürgermeister Tim Kurzbach erneut in die niederländische Partnerstadt Gouda. Im Gegensatz zum Stadtjubiläum vor drei Wochen hat dieser Besuch einen ernsten Anlass: Kurzbach wird am Nationalen Totengedenktag (4. Mai) sowie am Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung teilnehmen, den die Niederländer traditionell am 5. Mai mit einem  „Freiheitsmahl“ feiern. An den entsprechenden „Dialog-Tischen“ im Kulturzentrum „Chocoladefabriek“ werden am Donnerstag neben Kurzbach mit Daniela Tobias vom Max-Leven-Zentrum sowie Susanne Vieten und Birte Fritsch vom Zentrum für verfolgte Künste noch drei weitere Gäste aus der Klingenstadt sitzen.

Kurzbachs Programm beginnt am Mittwoch, 4. Mai, mit der Begrüßung durch seinen Amtskollegen Pieter Verhoeve und der gemeinsamen Kranzniederlegung auf dem Alten Katholischen Friedhof. Die abendliche Gedenkfeier in der Sint-Jans-Kerk steht unter dem Thema „Freiheit in Verbundenheit“, bevor es mit einem Schweigemarsch zur öffentlichen Kranzniederlegung auf den Marktplatz geht, um der Opfer des Zweiten Weltkrieges und der aktuellen Kriege zu gedenken. Am Donnerstag, 5. Mai, geht es im neu konzipierten Widerstandsmuseum „Libertum“ in den Räumen der alten Schokoladenfabrik um  „Erinnerungskultur“ und „Freiheit“ – Themen, die die Solingerinnen sowie zwei Stiftungs-Vertreter aus Gouda im Gespräch mit Kurzbach und Verhoeve in persönlichen Statements reflektieren wollen. An den Dialog-Tischen wird beim anschließenden Freiheitsmahl mit rund 50 Jugendlichen und weiteren Gästen über den künftigen Austausch zwischen Gouda und Solingen unter Berücksichtigung der UN-Agenda 2030 und nachhaltiger Beziehungen diskutiert, bevor die beiden (Ober-)Bürgermeister ein persönliches Fazit für die künftige Zusammenarbeit ziehen möchten.

750 Jahre Gouda: OB Kurzbach trifft den König

Königliche Audienz am Rande des Stadtgeburtstages: OB Kurzbach traf beim Festakt „750 Jahre Gouda“ den niederländischen Monarchen.

„Alles hat gepasst. Das Wetter. Das Programm. Die Begeisterung der Menschen.“ Sehr beeindruckt von der perfekten Organisation in Gouda und dem eindrucksvollen Auftritt des niederländischen Königs Willem-Alexander zeigte sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach, der mit seiner Frau Ursula Linda Kurzbach an den zweitägigen Feierlichkeiten teilgenommen hatte. Gefeiert wurde am Dienstag die Verleihung der Stadtrechte an Gouda im Jahr 1272. Das Programm sah neben dem Festakt und der Ausstellungseröffnung „Erlebe das Wunder von Gouda“ auch die Teilnahme am Bürgerfest auf dem Markplatz, einen Einblick in das neu konzipierte Widerstandsmuseum „Center for Peace anHald Freedom“ und den Austausch mit Kurzbachs Amtskollegen Pieter Verhoeve und weiteren städtischen Vertreter:innen vor.

OB Tim Kurzbach tauscht sich in Gouda mit König Willem-Alexander über das deutsch-niederländische Verhältnis aus. (© Stadt Gouda / Bettina Verbeek
OB Tim Kurzbach tauscht sich in Gouda mit König Willem-Alexander über das deutsch-niederländische Verhältnis aus. (© Stadt Gouda / Bettina Verbeek

Am Rande der Festlichkeiten traf der Solinger Oberbürgermeister den König kurz persönlich: „Wir haben ein paar Worte über das gute deutsch-niederländische Verhältnis, die tiefe Verbundenheit der Städte Gouda und Solingen und die Schönheiten der Klingenstadt gewechselt“, so Kurzbach.

Gutes deutsch-niederländisches Verhältnis

Zu den Aktionen unter dem Motto „Reiche Gouda weiter“ hatten auch die Solinger Künstlerinnen Susanne Müller-Kölmel und Sabine Smith von Solinger Künstler e.V. einen Beitrag geleistet. Er bestand darin, die überlebensgroße Skulptur einer Käsebäuerin mit einem großen runden Käse im Arm künstlerisch mit Farben, Pinsel, Spraydosen und Schablonen zu gestalten. Auf der Solinger Käsebäuerin ist die Wupper als blaues Band zu sehen, der Schriftzug „Solingen“ sowie verschiedene Wahrzeichen der Stadt, wie die Solinger Lieferfrau als Pendant zur niederländischen Käsebäuerin. Die Skulptur erstrahlt in Silber, Blau und Gold. Die verschiedenen Figuren standen jetzt auf dem Markt zusammen und werden später in der ganzen Stadt verteilt.

Der Marktplatz in Gouda mit Skulpturen. © Hans Tibben
Der Marktplatz in Gouda mit Skulpturen. © Hans Tibben

Zu Gouda besteht seit Beginn der Städtefreundschaft im Jahr 1957 „eine besonders herzliche Verbindung“, betonte Tim Kurzbach. Regelmäßig finden zahlreiche Begegnungen auf der Ebene des Vereinslebens statt: im Sport, bei den Jugendfeuerwehren, Orchestern, Künstler-Vereinigungen und Musikschulen. Auch Bürgerreisen werden regelmäßig durchgeführt: Zahlreiche Solingerinnen und Solinger reisen im Dezember zum Kerzenfest, wenn in einer feierlichen Zeremonie der große Christbaum aus Goudas norwegischer Partnerstadt Kongsberg auf dem Marktplatz erleuchtet wird und durch die Fenster der Altstadt Hunderte von Kerzen strahlen. Zudem profitieren die beiden Stadtverwaltungen von einer intensiven Zusammenarbeit zu Themen wie Wirtschaft, Integration, Flucht, Sicherheit oder das „eGovernment“, die digitale Verwaltung.

Ursula Linda und Tim Kurzbach mit den Solinger Künstlerinnen Susanne Müller-Kölmel und Sabine Smith mit den gestalteten Skulpturen. © Stadt Gouda / Astrid den Haan
Ursula Linda und Tim Kurzbach mit den Solinger Künstlerinnen Susanne Müller-Kölmel und Sabine Smith mit den gestalteten Skulpturen. © Stadt Gouda / Astrid den Haan

Das Stadtjubiläum wird in den kommenden Wochen und Monaten mit vielen Aktionen und Veranstaltungen bis zum finalen Fest-Wochenende Mitte September gefeiert. Weitere Infos gibt es auf www.gouda750.nl

WDR: Kandidat:innen-Check zur NRW-Landtagswahl ist online

Informativ, persönlich, nah dran: Gut vier Wochen vor der NRW-Landtagswahl hat der WDR seinen Kandidat:innen-Check 2022 veröffentlicht – mit Videos von mehr als 850 Politiker:innen, die sich um ein Landtagsmandat bewerben.

Wer kandidiert in meinem Wahlkreis? Was ist den Politikerinnen und Politikern wichtig? Wofür stehen sie? Mit dem Kandidat:innen-Check zur NRW-Landtagswahl können sich Wählerinnen und Wähler ab sofort ein Bild von den Menschen machen, die sie im Düsseldorfer Landtag vertreten wollen. Mehr als 850 Politikerinnen und Politiker präsentieren sich in kurzen Videos auf der digitalen Plattform – darunter Prominente genauso wie Kandidierende kleinerer Parteien.

Remscheid I – Oberbergischer Kreis III

Solingen I

„Der Kandidat:innen-Check bietet den Menschen eine sehr direkte Möglichkeit, sich zur Wahl zu informieren und die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten ihres Wahlkreises besser kennenzulernen.“

Gabi Ludwig, Chefredakteurin WDR-Landesprogramme

Wuppertal III – Solingen II

Wuppertal I

Wuppertal II

Allen Teilnehmenden aus den 128 Wahlkreisen lagen die gleichen Fragen vor. Ihre maximal 30-sekündigen Antwortvideos haben sie selbst produziert – oft mit dem Smartphone und an persönlichen Lieblingsorten. Inhaltlich ging es bei den Fragen um die Themen Bildung, Verkehr, Klima und die Herausforderungen im eigenen Wahlkreis. Außerdem haben die Kandidierenden drei weitere Fragen schriftlich beantwortet: zu ihrer Vision für Nordrhein-Westfalen, zu einer möglichen Absenkung des Wahlalters bei Landtagswahlen und zu ihrer Idee vom perfekten Tag.

„Der Kandidat:innen-Check bietet den Menschen eine sehr direkte Möglichkeit, sich zur Wahl zu informieren und die Positionen der Kandidatinnen und Kandidaten ihres Wahlkreises besser kennenzulernen“, sagt Gabi Ludwig, Chefredakteurin der WDR-Landesprogramme. „Und um mit dem Angebot auch die jungen Wählerinnen und Wähler noch besser zu erreichen, haben wir den Kandidat:innen-Check in diesem Jahr für die mobile Nutzung weiter optimiert.“

Der Kandidat:innen-Check 2022 ist bereits die fünfte Ausgabe des Online-Tools. Zuvor gab es das digitale Angebot bei der NRW-Landtagswahl 2017, bei der Bundestagswahl 2017, den NRW-Kommunalwahlen im Jahr 2020 und der Bundestagswahl 2021. Insgesamt haben weit mehr als eine Million Wählerinnen und Wähler die bisherigen vier Ausgaben des WDR-Kandidat:innen-Checks genutzt.

Weil eine große Mehrheit das Online-Tool inzwischen auf mobilen Endgeräten nutzt, wurde die Ausspielung dafür in diesem Jahr weiter verbessert: Die Videos sind kürzer, und die Ausspielung für Smartphones wurde optimiert.

Hier geht es zum Kandidat:innen-Check beim WDR.

Quelle: wdr.de

Nina Brattig komplettiert Vorstand des Frauenforums

Stellvertretende Sprecherin tritt Nachfolge der verstorbenen Gabriele Racka-Watzlawek an

Der Vorstand des Frauenforums ist wieder komplett. Nach dem Tod von Gabriele Racka-Watzlawek, die sich unter anderem in diesem Gremium jahrelang engagiert hatte, wählten die Mitglieder in ihrer jüngsten Sitzung eine neue stellvertretende Sprecherin für das Frauenforum. Gemeinsam mit der Vorsitzenden Martina Zsack-Möllmann (Bündnis 90/Die Grünen) und ihrer Stellvertreterin Ioanna Zacharaki (SPD) wurde jetzt Nina Brattig (FDP) einstimmig in den Vorstand gewählt.

Die Parteivorsitzende der Solinger Liberalen erklärte in ihrer Bewerbungsrede, sie wolle „dazu beitragen, dass sexualisierte Gewalt aus der Tabuzone heraus kommt“. Diese richte sich mehrheitlich gegen Frauen und habe nicht nur auf diese, sondern auch auf deren Kinder massive Auswirkungen. Das erlebe sie als Pflegemutter und Schöffin am Jugendgericht immer wieder, so Brattig.

Ukraine-Konflikt: Rathaus hisst Friedensflagge

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OB Kurzbach bestürzt über Einmarsch: „Solidarität und Hilfsbereitschaft gelten den Menschen in der Ukraine“.

„Krieg in Europa! Bestürzt verfolge ich heute die jüngste Entwicklung in der Ukraine“, sagt Oberbürgermeister Tim Kurzbach zur jüngsten Entwicklung in Ost-Europa. Dort hatten in der Nacht zu Donnerstag russische Truppen mit dem Einmarsch in die Ukraine begonnen. Dies ist die nächste Eskalationsstufe in einem seit langem schwelenden Konflikt.

„Wir erleben einen Bruch des Völkerrechts und einen Einmarsch eines Aggressors in ein freies selbstständiges Land“, sagt Solingens OB. „Das sind Nachrichten, von denen wir geglaubt haben, dass sie im Europa des 21. Jahrhunderts nicht mehr möglich seien. Wir haben gedacht, dass Diplomatie, Politik und Sicherheitsarchitektur viel weiter seien; dass der Frieden sicherer und stabiler sei; und dass die Lehren der Vergangenheit heilsam genug gewesen seien. Nun müssen wir feststellen, dass dies ein Irrtum ist.“

Als Mensch und Christ denkt Tim Kurzbach in diesen Stunden zuallererst an die Menschen in der Ukraine: „Not, Leid, Angst und Tod werden über das Land gebracht. Allen Betroffenen gehört mein tiefes Mitgefühl, ebenso wie den knapp 600 Solingerinnen und Solingern mit ukrainischen Wurzeln, die in der Klingenstadt ihre Heimat gefunden haben. In denke an sie, an ihre Verwandten und an ihre Landsleute. Und ich nehme sie in meine Gebete auf.“

Als Politiker vertritt OB Kurzbach eine klare Haltung: „Die Ukraine hat sich zu Europa und zum Westen bekannt – Europa und der Westen müssen jetzt fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer stehen. Als Zeichen meiner und unserer Solidarität habe ich die Flagge des Friedensbündnisses „Majors for Peace“ vor dem Rathaus hissen lassen.“

Zugleich fordert der Oberbürgermeister von der internationalen Politik, in Richtung Russland immer gesprächsbereit zu bleiben: „Bei aller Erschütterung über den russischen Angriff und bei aller Verurteilung der dahinter stehenden Motive dürfen wir niemals die Bemühungen einstellen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und die Kämpfe zu beenden. Zurecht wird jetzt über Sanktionen beraten. Aber die Gesprächsbereitschaft muss ebenfalls immer aufrecht erhalten werden.“

Und auch auf etwas weiteres lenkt der OB bereits seinen Blick: „Es ist jetzt unsere Verpflichtung, den Menschen in der Ukraine zu helfen. Und es wird vermutlich viel humanitäre Hilfe nötig werden, wenn es nicht gelingt, den Konflikt schnell zu beenden. Darauf sollten wir vorbereitet sein. Und wir müssen bereit sein, unseren Beitrag zu leisten.“

Aufgehoben: Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter

AUFHEBUNG der UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER

Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr, gültig von Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr bis Montag, 21.02.2022 00:45 Uhr, wird am Montag, 21.02.2022 00:34 Uhr, aufgehoben.


Amtliche UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER für das Bergische Land.

gültig von: Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr voraussichtlich bis: Montag, 21.02.2022 00:45 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr

Es besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern (Stufe 3 von 4).

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de).

Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen!

Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Einsatzlage der Feuerwehr in Solingen

ABSCHLUSSMELDUNG: Informationen zur Einsatzlage der Feuerwehr am 19. FEBRUAR 2022, 12 Uhr

Die Lage im Solinger Stadtgebiet hat sich weiter entspannt.

Zu o.g. Stand sind noch 6 Einsätze in Bearbeitung und 194 Einsätze konnten abgearbeitet werden. Damit hat die Feuerwehr Solingen 200 Einsätze gefahren.

An besonderen Einsätzen sind noch ein Baum in Schieflage auf dem Bussche-Kessel-Weg, der auf geparkte PKW zu fallen drohte und abgetragen wurde musste. Außerdem musste ein Baum auf der Wörthstraße gesichert werden, der auf einen Gehweg zu stürzen drohte.

Es sind inzwischen 72 Einsatzkräfte im Einsatz, die jetzt nach und nach aus dem Einsatz entlassen werden.

Die bestehende Warnlage wird weiterhin von der Feuerwehr aufmerksam beobachtet.

Die Feuerwehr bedankt sich ausdrücklich bei der Bevölkerung für das sehr umsichtige Verhalten in den vergangenen stürmischen Tagen und bittet darum sich auch in den nächsten Tagen weiter so zu verhalten.

19. Februar 2022, 10 Uhr

Die Lage im Solinger Stadtgebiet hat sich entspannt.

In der Nacht kamen zu den sturmbedingen Einsätzen noch im Raum Ohligs der Brand einer Gartenlaube, die vollständig ausbrannte. Es wurden 3 C-Rohre eingesetzt und es kam zu erheblicher Rauchausbreitung und Funkenflug. Dabei wurde die Berufsfeuerwehr von den Kräften der Löscheinheit 1 Merscheid/Ohligs unterstützt. Die angrenzende Bahnstrecke war durch den Sturm schon vorher gesperrt worden. Zudem gab es noch einen weiteren Kleinbrand in Ohligs.

Morgens hatte der Führungstab der Feuerwehr mit 12 Mann die Arbeit wieder aufgenommen und koordiniert die Abarbeitung der Unwettereinsätze für das Solinger Stadtgebiet.

Zu o.g. Stand sind noch 6 Einsätze in Bearbeitung, ein Einsatz ist noch unbearbeitet und 178 Einsätze konnten abgearbeitet werden. Es wurden die Drehleitern der Feuerwehr eingesetzt um lose Dachteile und Äste zu entfernen. Besondere Einsätze gab es im Friedrichstal, dort lag ein Baum auf einer Stromleitung, auf der Liebigstraße traf ein Baum auf das Schulgebäude; auf der Theresienstraße droht ein Baum auf ein Haus zu stürzen.

Derzeit wird der TBS von der Feuerwehr auf der Burgerland Straße mit einer Drehleiter unterstützt um einen Gefahrenbaum zu beseitigen.

Die Feuerwehr Solingen ist mit ca. 66 Kräften im Einsatz. Die Fernmeldezentrale auf der FuRW I ist mit 4 Kameraden der Einheit für Information und Kommunikation, 2 Disponenten der gemeinsamen Leitstelle Solingen und Wuppertal, 1 Lagedienstführer  und 5 Führungskräften (Führungsstab) besetzt.

Während am gestrigen Tage alle Einheiten der Feuerwehr Solingen im Einsatz waren, sind ab dem Morgen des heutigen Tages die Löscheinheiten 5, 6, 7 und der Umweltschutzzug in die Abarbeitung der unwetterbedingten Einsätze eingebunden.

Die Versorgung erfolgt nach wie vor durch den Versorgungszug.

Die in der Schlussmeldung vom 18.02.2022 gemeldeten Straßensperrungen werden zur Zeit von den Technischen Betrieben Solingen und dem Stadtdienst Natur und Umwelt begutachtet und abgearbeitet.

19. Februar 2022, 1.20 Uhr

Erste Straßen wieder frei – andere Sperrungen halten an

Weitere Entscheidungen fallen am Samstag. Grünanlagen und Wälder meiden. 165 Einsätze für die Feuerwehr.

Das Orkantief bedeutete einen Vollalarm für die Solinger Feuerwehr. Bis kurz vor Mitternacht bearbeiteten die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr 165 sturmbedingte Einsätze im Solinger Stadtgebiet. Dabei waren 180 Kräfte im Einsatz. Dies übertraf die Erwartungen, die üblicherweise mit vergleichbaren Unwetterereignissen dieser Warnstufe einhergehen. Auch das Technische Hilfswerk war alarmiert.

Mit den Einsätzen waren und sind weiterhin verschiedene Straßensperrungen verbunden. Hier der aktuelle Stand:

  • Die Lacher Straße ist einspurig befahrbar.
  • Der Odentaler Weg ist wieder befahrbar.
  • Die Remscheider Straße ist befahrbar.
  • Die Burger Landstraße ist ab Hausnummer 180 gesperrt.
  • Die Ittertalstraße ist im Bereich Talblick gesperrt.
  • Die Nöhrenhauser Straße ist  gesperrt.
  • Der Balkhauser Weg ist ab der Wupperbrücke gesperrt (das Tierheim ist erreichbar).

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen keine weiteren sturmbedingten Einsätze mehr an.

Im Verlauf des Samstags wird erneut eine Zunahme des Einsatzgeschehens erwartet, weil mit Tagesbeginn vermutlich viele Schäden erst wirklich erkennbar werden.

Folgender wichtiger Warnhinweis ist bitte dringend zu beachten:

Grünanlagen, Wälder, Spielplätze und Bolzplätze sind in den kommenden Tagen unbedingt zu meiden.

Das gilt auch für die Korkenziehertrasse.

Auf den Sportplätzen, auf denen ab Samstag wieder Spielbetrieb angesetzt ist, muss vor Ort eine sorgfältige und vorsichtige Abwägung der Risiken durch die Zuständigen erfolgen.

Durch den Sturm können Bäume einen Knacks erhalten haben, der nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. Daher ist Vorsicht geboten. Das gilt natürlich auch im privaten Bereich, etwa im heimischen Garten.

Seitens der Stadt wird ab Samstag früh (8 Uhr) damit begonnen, Erkundungsfahrten zu den oben genannten öffentlichen Stellen durchzuführen, um möglichst schnell ein Lagebild zu Zustand und Gefahren zu erhalten. Wann und wo Entwarnung gegeben werden kann, bleibt abzuwarten. Aufgrund der Vielzahl der Orte ist davon auszugehen, dass diese Begutachtungen einige Tage benötigen werden.

18. Februar 2022, 19.15 Uhr

Seit Tagesbeginn des 18. Februar 2022 haben bis 19:15 Uhr 91 sturmbedingten Einsätze im Stadtgebiet Solingen stattgefunden. Aufgrund des Sturmes ist es in der Solinger Innenstadt zu einer verletzten Person aufgrund herabstürzender Dachteile gekommen.

Derzeit sind für das Sturmereignis 156 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Zum aktuellen Zeitpunkt sind alle Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr für die Unwetterlage im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr wird ebenfalls in das Einsatzgeschehen der Unwetterlage eingebunden und steht für parallele Brand- oder Hilfeleistungseinsätze bereit.

Die Feuerwehr wird durch die Technischen Betriebe Solingen mit ca. 10 Kräften und technischen Gerät und dem Stadtdienst Natur und Umwelt mit ca. 10 Kräften mit technischem Gerät unterstützt. Es kommen u.a. Hebebühnen und Schlepper

Besondere Einsätze der Feuerwehr werden folgend benannt:

  • In Solingen Ohligs war Zufahrt zum Keusenhof über die Kottendorferstr. zwischenzeitlich aufgrund umgestürzter Bäume nicht befahrbar.
  • In Solingen Wald ist die Haaner Str. aufgrund herabstürzender Bäume gesperrt.
  • In Solingen Widdert ist der untere Bereich der Lacher Str. aufgrund zahlreicher umgestürzter Bäume gesperrt.
  • Auf dem Balkhauser Weg ist aufgrund zahlreicher umgestürzter Bäume eine Sperrung der Straße erforderlich und wird durch die Technischen Betriebe eingerichtet.
  • In Solingen ist die Burger Landstraße aufgrund umgestürzter Bäume derzeit gesperrt.

18. Februar 2022, 17.57 Uhr

Seit Tagesbeginn des 18. Februar 2022 haben bis 17:57 Uhr 41 sturmbedingten Einsätze im Stadtgebiet Solingen stattgefunden.

Derzeit sind für das Sturmereignis 102 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Für die Einsatzführung wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Das Stadtgebiet Solingen wurde in die Einsatzabschnitte Ost und West unterteilt, um eine lageabhängige Disposition der Einsatzmittel zu ermöglichen. Daneben werden für den Grundschutz (Brand-, Gefahrgut- und Hilfeleistungseinsätze) Kräfte der Berufsfeuerwehr vorgehalten.

Besondere Einsätze der Feuerwehr werden folgend benannt:

  • Einen besonderen Einsatz stellt ein umgestürzter Baum auf die Stromleitung der S- Bahnstrecke zwischen Solingen Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf / Hilden dar. Die Einsatzbearbeitung durch die Feuerwehr erforderte eine Streckensperrung der benannten Bahnstrecke durch die Deutsche Bahn.
  • Einen weiteren Einsatzschwerpunkt stellt ein umgestürzter Baum auf eine Überlandleitung (Niederspannung) auf der Straße Götsche in Solingen Ohligs dar. Hier ist neben der Feuerwehr der Stadtdienst Natur und Umwelt eingebunden.
  • Auf dem Balkhauser Weg ist aufgrund zahlreicher umgestürzter Bäume eine Sperrung der Straße erforderlich.

Vorbereitungen für den Zensus laufen

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Im Mai findet die Volkszählung auch in Solingen statt

Ab Mitte Mai dieses Jahres findet der Zensus 2022 statt. Die Volkszählung wird in Deutschland alle zehn Jahre durchgeführt. Sie wurde pandemiebedingt um ein Jahr verschoben.

Die Vorbereitungen dafür haben auch in Solingen begonnen. Die Stadt Solingen hat im Auftrag des Landes NRW eine abgeschottete Erhebungsstelle eingerichtet, die den Zensus in Solingen koordiniert.

Was genau ist der Zensus?

Der Zensus 2022 ist eine registergestützte, statistische Erhebung der Bevölkerung Deutschlands sowie eine Bestandsaufnahme der Gebäude und Wohnungen. Mittels einer zufälligen Stichprobe werden bundesweit voraussichtlich über zehn Millionen Personen befragt. Zusätzlich werden alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Gebäuden um Auskunft gebeten.

Die Informationen, die dabei erfragt werden, stehen nicht flächendeckend zur Verfügung. Außerdem ist das Einwohnermelderegister nicht immer aktuell. Es gibt sowohl veraltete Einträge als auch Fehlbestände, die der Zensus 2022 ermitteln soll. So sollen die Einwohnerzahlen statistisch verlässlich hochgerechnet werden können.

Wozu wird der Zensus durchgeführt?

Der Zensus soll aktuelle Daten über die Bevölkerung Deutschlands liefern und damit verlässliche Aussagen über das Alter, die Geschlechterverteilungen, den Bildungsstand oder die Erwerbssituation liefern, um z.B. Planungsprozesse mit aktuellen Zahlen zu unterstützen. Die wohl wichtigste Funktion des Zensus ist die Erhebung der amtlichen Einwohnerzahl, die unter anderem für die Zuweisung von Finanzmitteln an die Städte und Gemeinden von großer Bedeutung ist.

Zusätzlich ermöglicht der Zensus einen genauen Blick auf den Gebäude- und Wohnungsbestand der Städte und Gemeinden mit Informationen zur Wohnungsgröße, zum Gebäudealter, der Nettokaltmiete oder zum Wohnungsleerstand. Diese Angaben liegen nicht flächendeckend vor, da es bislang in Deutschland kein verbindliches Gebäuderegister gibt.

Muss ich mitmachen, oder kann ich die Angaben verweigern?

Der Zensus 2022 ist eine Bundesstatistik, für die eine Auskunftspflicht besteht. Bei einer Auskunftsverweigerung wird ein Mahnverfahren eingeleitet, das in einem Zwangsverfahren enden kann. Im Höchstfall kann ein Bußgeld bis zu 5.000 Euro verhängt werden.

Wie läuft der Zensus ab?

Aktuell bereiten Mitarbeitende der Erhebungsstelle Solingen den Zensus 2022 vor. Ab Anfang Mai 2022 können sich dann Erhebungsbeauftragte zu Interviewterminen ankündigen. Die Erhebungen und Befragungen selbst starten ab dem 16. Mai 2022 und dauern bis Anfang August 2022. Auf einer Ankündigungskarte finden die Auskunftspflichtigen einen Terminvorschlag sowie Kontaktdaten des/der für sie zuständigen Erhebungsbeauftragten. Sofern der vorgeschlagene Termin nicht passt, kann man selbst einen Termin mit dem/der Erhebungsbeauftragten vereinbaren.

Nach einem kurzen persönlichen Interview von etwa fünf bis zehn Minuten Dauer unter Beachtung der jeweils gültigen Corona-Schutzverordnung überreichen die Erhebungsbeauftragten einen Zugangscode für eine Online-Befragung, in der weitere Informationen erhoben werden. In Ausnahmefällen kann diese zweite Befragung auch per Papier oder direkt mit dem/der Erhebungsbeauftragten durchgeführt werden. Sollte die Kontaktaufnahme scheitern oder verweigert ein Haushalt die Auskunft, wird das weitere Verfahren von der Erhebungsstelle Solingen per Post geführt.

Wer ist zuständig?

Die Erhebungsbeauftragten sind das Herzstück des Zensus 2022. Sie sind im Auftrag der Erhebungsstelle in Solingen unterwegs und führen die Befragungen und Erhebungen vor Ort durch. Alle Erhebungsbeauftragten werden geschult, schriftlich bestellt, sind förmlich auf die Geheimhaltung verpflichtet, tragen FFP-2-Masken und werden eine vollständige Immunisierung gegen das Corona-Virus aufweisen. Ein Einsatz in der eigenen Wohnumgebung findet nicht statt. Jegliche Nutzung der erhobenen Daten ist untersagt; um eine mögliche Zweckentfremdung zu unterbinden, dürfen auch bestimmte Berufsgruppen wie bspw. Polizistinnen und Polizisten, Journalistinnen und Journalisten oder einzelne Verwaltungsmitarbeitende, so zum Beispiel aus dem Ausländeramt oder dem Jobcenter, nicht als Erhebungsbeauftragte eingesetzt werden.

Alle Erhebungsbeauftragten können sich ausweisen. Im Zweifelsfall wenden sie sich gerne an die Erhebungsstelle Solingen oder die Polizei in Solingen.

Wer wird befragt?

In Solingen werden über 9.500 Bürgerinnen und Bürger in privaten Haushalten befragt; zusätzlich findet noch eine vollständige Erhebung in allen Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften wie Pflegeheimen oder Behinderteneinrichtungen statt. Dies betrifft weitere rund 2.700 Personen. Die Auswahl der privaten Haushalte basiert auf einer Zufallsstichprobe, die das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Auf diese Auswahl hat die Stadt Solingen keinerlei Einfluss. Die Befragung findet adressbasiert statt, das heißt, es werden immer alle Bewohnerinnen und Bewohner einer Adresse befragt einschließlich der dort lebenden Kinder. Es reicht jedoch aus, dass ein Haushaltsmitglied die Auskünfte stellvertretend für alle Personen im Haushalt erteilt.

Datenschutz und Rechtsgrundlagen:

Die Angaben, die im Rahmen des Zensus erhoben werden, werden streng vertraulich behandelt. Der Schutz der Daten im Zensus 2022 vor missbräuchlicher Nutzung ist besonders wichtig. Die eingerichteten Erhebungsstellen sind technisch und organisatorisch von der restlichen Stadtverwaltung getrennt und unterstehen der Aufsicht des Landes. Alle Mitarbeitenden der Erhebungsstellen sind besonders auf das Statistikgeheimnis verpflichtet, ebenso wie alle Erhebungsbeauftragten.

Die erhobenen Daten dürfen von den Erhebungsstellen selbst nicht ausgewertet werden. Gewonnene Erkenntnisse bspw. über Personen, die zwar in Solingen leben, hier aber nicht gemeldet sind, werden unter keinen Umständen den Meldebehörden oder sonstigen Dienststellen weitergegeben.

Deutschland ist rechtlich zur Durchführung des Zensus verpflichtet; die EU-Verordnung 763/2008 regelt einen verpflichtenden Zensus für alle EU-Mitgliedsstaaten in einem zehnjährigen Rhythmus.

Für weitere Informationen steht die Erhebungsstelle Solingen per Mail unter zensus@solingen.de oder telefonisch unter der Nummer 0212 / 2903599 zur Verfügung.

Die Bundeswebseite zum Zensus: www.zensus2022.de

Straßenarbeiten an Burgtalstraße und Theoderichstraße

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Burgtalstraße wird saniert

An zwei Tagen einspurige Verkehrsführung

Die Burgtalstraße wird zwischen Schloßbergstraße und Übergang zur Wermelskirchener Straße in Höhe Schlossplatz saniert. Die Arbeiten starten am Montag, 21. Februar, und werden voraussichtlich am Mittwoch, 23. Februar abgeschlossen. Zunächst wird die alte Fahrbahndecke abgefräst, dann werden die Straßeneinbauten reguliert, zum Abschluss wird der neue Asphalt aufgebracht. Während der Fräsarbeiten, die am Montag ausgeführt werden, und dem Deckeneinbau, der für Mittwoch geplant ist, wird der Verkehr in diesem Bereich einspurig geführt und mit einer Baustellenampel geregelt.

In Kürze folgt die Sanierung des nächsten Abschnitts, Wermelskirchener Straße bis zur Straße In der Planke. Der genaue Zeitplan wird noch bekannt gegeben.

Neue Decke für Theoderichstraße

Im Zuge des städtischen Deckenprogramms wird auch die Theoderichstraße in Gräfrath saniert. Die Arbeiten starten am Montag, 21. Februar, und dauern etwa zwei Wochen. Ein Baustellenampel regelt den Verkehr.