Nächster Schritt hin zum Barmer Kulturteppich

Die Neugestaltung des Werth in Barmen geht in die Umsetzung: Die Verwaltung hat einen Durchführungsbeschluss für den neuen Werth in Barmen vorbereitet und legt diese dem Rat in seiner Sitzung am 1. März vor. Stimmt der Rat zu, können die Arbeiten in der zweiten Hälfte diesen Jahres beginnen.

Das Projekt wird 9,64 Millionen Euro kosten. Es wird im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) umgesetzt und wird innerhalb des Städtebauförderprogramms „Aktiven Stadt- und Ortsteilzentren“ zu 80 Prozent gefördert. Weil nach der aktuellen Kostenberechnung und weiteren Anpassungen – zum Beispiel durch die Berücksichtigung von Klimafolgeanpassungsmaßnahmen, weiterführende Baugrunduntersuchungen oder generellen Steigerungsraten im Bereich der Baupreise – wurden für die Nachqualifizierung der Maßnahme bei der Bezirksregierung zusätzliche Städtebaufördermittel beantragt.

Der Wunsch nach einer Aufwertung der Barmer Innenstadt ist nicht neu: Schon 2014 wurde er im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) Barmen-Innenstadt zum ersten Mal formuliert. 2018 fand ein europaweiter Realisierungswettbewerb mit umfangreicher Beteiligung der Bürger und der ISG Barmen Werth statt. Der Preisträger, die Bietergemeinschaft ARGE Werth, bestehend aus den Planungsbüros Greenbox Landschaftsarchitekten (Köln), dem Stadtplanungsbüro Reicher Haase Assoziierte (Aachen) und dem Lichtplanungsbüro LichtIKunstILicht (Bonn), gewannen mit dem Konzept des „Barmer Kulturteppichs“. Ihnen wurde der Auftrag zur Planung des Werth übertragen. 

„Innenstädte […] sind auch Wohnumfeld, Erholungsraum, Spielplatz und Ort der Kultur und des sozialen Miteinander.“

Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal

Im Februar 2019 beschloss der Rat, das Projekt bei der Bezirksregierung Düsseldorf zur Förderung anzumelden. In diesem Beschluss war die Zustimmung zu einer Baukostenerhöhung, die im Rahmen der Kostenschätzung ermittelt werden konnte, enthalten. Die Förderung der Maßnahme zu den erhöhten Bruttobaukosten von 7,2 Millionen Euro wurde durch die Bezirksregierung im Rahmen der Anträge innerhalb der Stadterneuerungsprogramme (STEP) 2019 und 2020 bestätigt. Erste Mittel sind bereits abgerufen worden und für die Planung der Gesamtmaßnahme ausgegeben worden.

©Greenbox Landschaftsarchitekten Köln
©Greenbox Landschaftsarchitekten Köln

Bis Mitte des Jahre 2020 wurde durch die ARGE Werth eine zwischen der Stadtverwaltung, der ISG Barmen Werth und dem Innenstadtmanagement Barmen Urban abgestimmte Entwurfsplanung erarbeitet. In Teilen mussten noch einmal Anpassungen bei der Gestaltung vorgenommen werden, um eine zukunftsfähige technische Netz- und Infrastruktur zu ermöglichen und das Wettbewerbsergebnis bestmöglich umzusetzen. Auch die Berücksichtigung der Klimafolgeanpassung war ein notwendiger Baustein in der Überarbeitungsphase und zur Erfüllung der Förderbedingungen der Bezirksregierung notwendig. Daraus folgend ergab sich ein erhöhter Planungsaufwand auf Seiten der ausführenden ARGE, der sich ebenfalls in der erhöhten Kostenaufstellung wiederspiegelt. Drüber hinaus wurde eine Anpassung der Kostenpositionen an die aktuelle Baupreisentwicklung (auf Grundlage der Erkenntnisse aus aktuell durchgeführten Baumaßnahmen in den Wuppertaler Innenstädten) berücksichtigt. 

Nach Abschluss der Entwurfsplanung weist die Kostenberechnung für die Neugestaltung des Werth Bruttobaukosten (inklusive Baunebenkosten) in Höhe von 9,64 Millionen Euro aus. Dafür werden jetzt Fördermittel bei der Bezirksregierung beantragt, es erhöht sich dadurch auch der Eigenanteil der Stadt.

Zeitplan und Umsetzung

Stimmt der Rat zu, wird die ARGE mit den weiteren Leistungsphasen beauftragt und übernimmt dann die Betreuung der Ausschreibung und die Vergabe der Leistungen, sie betreut dann die Umsetzung der Maßnahmen. Der Zeitplan sieht vor, dass zunächst vom Kugelbrunnen bis Geschwister-Scholl-Platz Mitte (2021-2022) gebaut wird, dann von dort bis zum Rathaus (2022-2023) sowie vom Rathaus bis zum Alten Markt (2023-2024).

„Das Konzept des „Kulturteppich Barmen“ greift schon auf, was nicht erst seit der Corona-Krise deutlich wird: Die Innenstädte sind zwar wichtige „Martkplätze“ für den stationären Einzelhandel – aber eben nicht nur. Sie sind auch Wohnumfeld, Erholungsraum, Spielplatz und Ort der Kultur und des sozialen Miteinander. Eine Planung, die das berücksichtigt, macht eine Innenstadt fit für die Zukunft. Das gehen wir jetzt hier in Barmen an“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

03.02.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 5.671 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 213 Personen nachgewiesen infiziert, 32 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 5.331 Menschen sind wieder genesen. 127 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 137 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 86,0 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 518 Personen. Die Quarantäne konnten 22.933 Personen beenden.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 02.02.2021 – 16:14 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 5.671 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 90,4. 127 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage144
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW90,4
Fälle gesamt5.671
Fälle gesamt/100.000 EW3.561,2
Todesfälle gesamt127
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

03.02.2021: Corona in Wuppertal

Am 3. Februar um 8:00 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):11999
– davon aktuell infizierte Personen: 743
– davon genesene Personen:10919
– davon verstorbene Personen337
Gesamtzahl in Quarantäne1472
– davon Infizierte: Hinweis: In einigen Fällen (z. B. während einer Isolierung im Krankenhaus) wird keine Quarantäne angeordnet.685
– davon Haushaltsangehörige von Infizierten409
– davon sonstige Kontaktpersonen der Kategorie 1332
– davon andere Quarantänen (z.B. wegen freiwilliger Quarantäne)46
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:58
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:400
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:112,68

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 11.912 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 114,9. 335 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage408
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW114,9
Fälle gesamt11.912
Fälle gesamt/100.000 EW3.354,5
Todesfälle gesamt335
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Brand in einem Reihenmittelhaus in Lüttringhausen

Gegen frühen Nachmittag wurden die Löscheinheit Lüttringhausen, die Löscheinheit Lennep und die Berufsfeuerwehr zu einem Brand in den Fuchsweg nach Lüttringhausen gerufen.

Anwohner hatten eine Verrauchung in einem Reihenmittelhaus festgestellt und die Rettungskräfte alarmiert. Bei Eintreffen der Feuerwehr war das gesamte Haus verraucht, die junge Familie war zum Zeitpunkt des Ereignisses glücklicherweise nicht zugegen und blieb unverletzt.

Leider konnte von den drei im Haus lebenden Katzen ein Tier nicht mehr lebend aus dem Haus gerettet werden. Durch schnelle Löschmaßnahmen konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Teile des Hauses unterbunden werden. Durch die starke Rauchentwicklung bleibt das gesamte Haus unbewohnbar. Zum Glück fanden die Betroffenen Unterkunft innerhalb der Familie.
Zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Aussage treffen.

Quelle: Feuerwehr Remscheid

Brand in einem Gewerbebetrieb mit mehreren Betroffenen

Gegen 11 Uhr wurde die Feuerwehr Remscheid zu einem Brand in einem Gewerbebetrieb gerufen.

An einem Automaten zum Sandstrahlen von Werkstücken war, nach ersten Erkenntnissen, ein Feuer durch Schweißarbeiten entstanden. Durch die starke Verrauchung der Halle und Löschversuchen der Mitarbeiter wurden neun Personen durch Rauchgase verletzt.

Diese wurden vor Ort durch den Rettungsdienst gesichtet und auf eine Vergiftung durch Rauchgase untersucht. Glücklicherweise musste nur eine Person mit einschlägigen Symptomen zur Weiterbehandlung in das Sana Klinikum Remscheid verbracht werden. Die acht weiteren Betroffenen konnten nach eingehender Untersuchung vor Ort verbleiben.

Die Löschmaßnahmen selbst zeigten schnellen Erfolg. Ein größerer Sachschaden blieb aus.

Quelle: Feuerwehr Remscheid

Jugendstadtrat wählt neuen Vorstand

Konstituierende Sitzung des Gremiums fand per Zoom-Konferenz statt

„Wenn wir keinen Jugendstadtrat hätten, müssten ihn erfinden“: Mit diesen Worten begrüßte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der konstituierenden Sitzung die Mitglieder des zwölften Jugendstadtrates. Er sei „stolz, dass wir in der Klingenstadt so engagierte Jugendliche haben, die nicht alles besser wissen wollen, sondern selbst mit anpacken, um unser Solingen immer besser zu machen“.

Erstmalig in der Geschichte des Jugendstadtrates fand die konstituierende Sitzung rein digital statt. Zum Vorsitzenden wurde Alexander Erkelenz gewählt. Den Vorstand komplettieren Sinja Waldmann, Désirée Barretta, Taha Kaya und Christos Konstantinidis. Letztgenannter, der mit 14 Jahren der jüngste Jugendstadtrat der aktuellen Legislaturperiode ist, wird das Gremium zudem im Jugendhilfeausschuss vertreten. Zu seiner Stellvertreterin wurde Tabitha Brandt gewählt. In der nächsten Sitzung am kommenden Montag werden die weiteren Vertreter:innen für Ausschüsse, Beiräte und Bezirksvertretungen sowie die Mitglieder der Projektgruppen bestimmt.

OB Kurzbach bot den Jugendlichen nicht nur seine Zusammenarbeit für die anstehenden drei Jahre an, sondern warb auch darum, „uns in Politik und Verwaltung häufiger mal auf die Füße zu treten“. Denn die besten Ideen entstünden, wenn man sich mit anderen zusammensetze und gemeinsam nach Lösungen suche.

Quelle: Stadt Solingen

Gewerbesteuer: Antrag jetzt stellen!

Vorauszahlung ist am 15. Februar fällig

Am 15. Februar werden die ersten Gewerbesteuervorauszahlungen für 2021 fällig. Stadtkämmerer Ralf Weeke empfiehlt allen Gewerbetreibenden dringend, den letzten Gewerbesteuerbescheid noch einmal anzuschauen und zu prüfen, ob die dort genannte Vorausszahlung auch für 2021 noch korrekt ist oder angepasst werden muss.

Hintergrund: Im vergangenen Jahr haben viele Steuerpflichtige coronabedingt einen Herabsetzungsantrag gestellt, dem aber nur für 2020 entsprochen wurde. Im neuen Jahr wird also wieder die höhere Vorauszahlung fällig. Ein Herabsatzungs- oder Stundungsantrag muss deshalb bei Bedarf jetzt neu gestellt werden. Das Antragsformular ist online verfügbar: https://www.solingen.de/de/dienstleistungen/gewerbesteuer-corona/

Das ausgefüllte Formular kann gerne per E-Mail oder Fax an den Stadtdienst Steuern übermittelt werden:

  • E-Mail: stadtdienst.steuern@solingen.de
  • Fax: 0212 – 290 3606

Wer ein SEPA-Lastschrift-Mandat erteilt hat, muss ich mit dem Antrag besonders beeilen: Der Abbuchungsauftrag wird am Abend des 9. Februar an die Banken übermittelt.

Quelle: Stadt Solingen

Stockder Stiftung: Zweite Corona-Schutzimpfung

Pflegeeinrichtung Stockder Stiftung hat zweite Coronaschutz-Impfung erhalten. Mobiles Impfteam unter der Führung von Dr. Christoph Manske setzt 138 Zweitimpfungen.

Heute haben 63 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 62 Mitarbeitende der Alten- und Pflegeeinrichtung Stockder Stiftung mit der Gabe der zweiten Biontech/Pfizer-Impfdosis den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus erhalten. Gleiches gilt für 13 weitere Personen der Impfkategorie 1: allesamt Rettungsdienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und der Feuerwehr beziehungsweise Mitglied des Impfteams (Impfarzt, Führungsdienst der Feuerwehr sowie Verwaltungskraft der Feuerwehr). Morgen werden zum letzten Mal Remscheider Alten- und Pflegerichtungen für die allgemeine Erstinjektion angesteuert.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Masterplan für eine Bibliothek der Zukunft

Antrag für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 9. März 2021 und für die Sitzung des Rates am 22. April 2021.

Masterplan für eine Bibliothek der Zukunft

Beauftragung und Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für die bestmögliche Realisierung der Bibliothek der Zukunft für Remscheid

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Humpert,

die Fraktionen von SPD, CDU, GRÜNE und FDP bitten Sie darum, folgenden Antrag in die Tagesordnung der oben genannten Gremiensitzungen aufzunehmen und zur Abstimmung zu stellen.

  1. Die Verwaltung wird beauftragt
    • a) in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung den aktuellen Stand der Überlegungen zur Entwicklung der Bibliothek zu einem so genannten „Dritten Ort“, also einem offenen, gemeinsamen Ort der Kommunikation, vorzustellen.
    • b) unter Hinzuziehung externer Expertise zu prüfen, ob die Entwicklungsziele für die Bibliothek am derzeitigen Standort im Gebäude Scharffstraße 4-6 umgesetzt werden können oder ob dies besser an einem alternativen Standort, beispielsweise an der Alleestraße, möglich ist.
      Die Prüfung beinhaltet neben den konzeptionellen Aspekten ausdrücklich auch eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit und berücksichtigt die städtebauliche Perspektive im Sinne des Revitalisierungskonzepts für die Innenstadt und der aktuellen Überlegungen für die Zukunft der Alleestraße.
  2. Zu diesem Zwecke werden im Haushalt 2021/2022 einmalig Mittel in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine konsumtive Ermächtigungsübertragung in Höhe der zum Jahresabschluss ggf. nicht verbrauchten Haushaltsmittel 2021 auf das Folgejahr 2022 ist sicherzustellen.

Begründung

In Konkretisierung des einstimmig gefassten Beschlusses des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung vom 16.06.2020 zur Drucksache 15/7200 ist es aufgrund der daraus resultierenden Anforderungen aus Sicht der Antragstellenden erforderlich, die erforderlichen Wirtschaftlichkeitsprüfungen unter Zuhilfenahme externer Expertise durchzuführen.

Unter Heranziehung von Vergleichswerten für die Beauftragung entsprechender Betrachtungen bzw. Begutachtungen halten die Antragstellenden einen einmaligen Aufwandsansatz in Höhe von 50.000 Euro für realistisch und angemessen. Dieser Aufwandsansatz wäre im Rahmen der noch ausstehenden Beschlussfassung des Doppelhaushaltes 2021/2022 entsprechend zu berücksichtigen.

Auf Basis der Genehmigung dieses Haushaltes durch die Kommunalaufsicht ist die Beauftragung der externen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, für deren Durchführung ein Zeitraum von max. sechs Monaten angemessen erscheint. Für den Fall, dass sich aus pandemiebedingten und/oder sonstigen außergewöhnlichen Ereignissen ergeben sollte, dass das Projekt nicht im Jahr 2021 zum Abschluss gebracht werden kann, ist vorsorglich eine konsumtive Ermächtigungsübertragung in das Folgejahr vorzusehen, um keinen Projektstillstand zu erzeugen.

Zwischenzeitliche Sachstandsberichte und das schlussendliche Ergebnis dieser Betrachtungen sind den fachlich zuständigen Ausschüssen durch die Verwaltung vorzulegen.

Hinsichtlich der Ausgestaltung der Beauftragung und des Umfangs der Wirtschaftlichkeitsprüfung wird u. a. auf die begründenden Ausführungen der DS 15/7200 zzgl. der in der Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 16.06.2020 hierzu festgehaltenen Ausführungen verwiesen, die hierfür insoweit maßgeblich sind.

gez. Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender
gez. Ursula Wilberg, Sprecherin im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung

gez. Markus Kötter, Fraktionsvorsitzender
gez. Mathias Heidtmann, Sprecher im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung

gez. David Schichel, Fraktionsvorsitzender
gez. Beatrice Schlieper, Sprecherin im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung

gez. Sven Chudzinski, Fraktionsvorsitzender
gez. Sven Stamm, Sprecher im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung

Frühere Bundesbahndirektion: Zentraler Service und Stärkung der Innenstadt

Der Umzug wichtiger Verwaltungseinheiten in die ehemalige Bundesbahndirektion wird konkreter: Die Verwaltung schlägt dem Stadtrat jetzt ein konkretes Nutzungskonzept vor und möchte die Umsetzungsplanung und die Verhandlungen zum Mietvertrag durch externe Fachleute begleiten lassen.

Deshalb steht das Thema auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 1. März. Der Rat hatte im Februar vorigen Jahres dem Umzug grundsätzlich zugestimmt. Demnach sollen in der früheren Bundesbahndirektion Teile des Jugendamtes, des Stadtbetriebes Schulen, des Schulamtes und des Sozialamtes untergebracht werden. Das Straßenverkehrsamt, der Bezirkssozialdienst Elberfeld und das Einwohnermeldeamt (ausgenommen die Bürger-Büros) sollen komplett dort einziehen. Sie sollen als zentraler, gut erreichbarer und moderner Standort gebündelt die Dienstleistungen der Stadt für die Bürger anbieten – nicht mehr orientiert nach einzelnen Ämtern sondern nach dem sogenannten Lebenslagenprinzip. Neben den städtischen Leistungseinheiten sollen auch das Jobcenter und die School of  Education der Bergischen Universität mit einziehen und so den Standort  zusätzlich aufwerten.

Der Rat entscheidet

Die Stadt will im Gegenzug durch Verkauf oder Abmietung der jetzt noch unterschiedlichen Standorte nicht nur den Service zu verbessern, sondern auch Einsparungen zu erzielen, die dann wiederum eine weitgehende Gegenfinanzierung für die Miete am zentralen Standort Döppersberg sicherstellen würden. Wie hoch unter dem Strich die jährliche Mehrbelastung wäre, soll jetzt mithilfe externer Experten konkret geprüft und mit dem Vermieter verhandelt werden. Der aktuelle Arbeitsauftrag sieht ausdrücklich auch vor, dass nach Prüfung aller Fakten auch das Ergebnis stehen kann, keinen Mietvertrag abzuschließen. Am Ende entscheidet der Rat.

Für Oberbürgermeister Uwe Schneidewind ist die Bundesbahndirektion ein Schlüsselprojekt: „Die kraftvolle Revitalisierung dieser stadtbildprägenden Immobilie unmittelbar am Döppersberg würde das neue Eingangstor unserer Stadt noch einmal ganz gewaltig aufwerten und viel zusätzliche Frequenz in diesen zentralen Bereich bringen. Ein weiter dauernder Leerstand an dieser Stelle ist eine schreckliche Vorstellung angesichts der positiven Entwicklung des gesamten Umfeldes, vom Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes über das Köbo-Haus und den Schwebebahnhof bis zum Wupperpark mit dem Marketing-Pavillon, dem Café Cosa und dem Bunker. Ein erfolgreicher Abschluss wäre ein zentraler Schritt in der Kulisse meines Zukunftsprogramms für unsere Stadt:  ein perfekter Impuls für die Zukunftsaufgabe multifunktionale Innenstadt. Wir wollen die Innenstädte zu lebendigen Zentren machen. Das erreichen wir mit optimierten Service-Angeboten und mit mehr Menschen, die die Nachfrage nach Angeboten des Einzelhandels, der Gastronomie und anderer Dienstleistungen erhöhen. Elberfeld kann eine der attraktivsten multifunktionalen Innenstädte Deutschlands zu werden – in einer engen Kopplung von Wohnen, Einkaufen, Arbeiten, Kultur, Freizeit und Erholung.“

Der Busbahnhof Wuppertal Hauptbahnhof am Döppersberg. Foto: Sascha von Gerishem
Der Busbahnhof Wuppertal Hauptbahnhof am Döppersberg. Foto: Sascha von Gerishem

Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig, in dessen Zuständigkeit die Planungen fallen, betont: „Die Bundesbahndirektion ermöglicht einen Quantensprung im Bürgerservice. Gleichzeitig schafft sie moderne Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen, zum Beispiel mit  Desk-Sharing und mobiler Arbeit oder Abläufen  nach dem Lebenslagenprinzip, also ein Beispiel für die moderne Arbeitsorganisation, die wir in der gesamten Verwaltung umsetzen wollen.“ Ihre Realisierung bedeute daher nicht, dass andere Verwaltungsstellen bei der Modernisierung auf der Strecke blieben. „In Kooperation mit dem Jobcenter könnten in der Bundesbahndirektion – wie vorbildlich im „Haus der Integration“ schon umgesetzt – Service-orientierte Frontoffice-Zonen entstehen. Dies ist aber noch lange nicht alles. Die Neuorganisation und Digitalisierung umfasst alle Verwaltungsbereiche –  zum Beispiel mit der digitalen Eingangspost und der elektronischen Akte. Auch für das Rathaus in Barmen und das Verwaltungshaus in Elberfeld sind mit zentralen Eingangszonen für die Angebote der Stadt Neuerungen geplant, die den Service verbessern sollen. Zudem wird Wuppertal seine Vorreiterrolle als Digitale Modellkommune weiter ausbauen und intensivieren.“ 

Bereits erfolgt ist eine erste Machbarkeitsuntersuchung. In ihr wurde durch eine Beratungsgesellschaft in enger Zusammenarbeit mit den Ämtern und Leistungseinheiten ermittelt, welche Raum-Bedarfe bestehen, wie groß die zu erwartenden Besucherströme sind und welche Funktionalität der neue Standort haben muss.

Wenn der Rat zustimmt, geht die Verwaltung jetzt in die Umsetzungsplanung und in die Verhandlungen zum Mietvertrag. Dafür veranschlagt sie Kosten in Höhe von 180.000 Euro für die Planungen und 110.000 Euro für die rechtliche Begleitung der Mietverhandlungen. 

Weiterbetrieb der Kinderärztlichen Praxis Lüttringhausen

Mit vereinten Kräften wurde zum Ende des letzten Jahres zwischen der Diakonie Bethanien und der Stadt Remscheid eine Kooperation zum Erhalt der kinderärztlichen Praxis in der Richthofenstraße 21 möglich. So konnte die zum 31.12.2020 schon geplante endgültige Praxisschließung vermieden und der Betrieb in den ersten Wochen des laufenden Jahres unverändert fortgesetzt werden. Die ärztliche Besetzung ist bereits gesichert, weitere medizinische Fachangestellte werden in den nächsten Tagen eingestellt.

„Die gemeinsame Kooperation verläuft bereits sehr vertraut und partnerschaftlich“, so der Gesundheits- und Jugenddezernent Thomas Neuhaus und der Stellvertretende Geschäftsführer des MVZ Bethanien Kai Goetze unisono.

Vorübergehende Schließung bis März

Die bisherigen Praxisräume müssen in der letzten Januarwoche geräumt werden, eine Verlängerung des Mietverhältnisses war nicht weiter möglich. In der Gertenbachstraße 35 konnten neue Praxisräume gefunden werden, die allerdings noch einiges an Umbauarbeiten erfordern. Als ehemalige Zahnarztpraxis müssen in der Gertenbachstraße unter anderem Wasseranschlüsse aus der Mitte der Räume rückgebaut werden. Frühestens zum 1. März, spätestens zum 15. März sollen die neuen Räume erneut in Betrieb genommen werden. Im ersten Schritt werden dabei Bestandsmöbel Verwendung finden – in den folgenden Wochen soll eine komplett neue Praxisausstattung folgen. Für Notfälle und nicht aufschiebbare U-Untersuchungen stehen die Remscheider Kolleginnen und Kollegen aller Praxen nach Möglichkeit zur Verfügung. Die gilt nicht zuletzt auch für die Praxis für Kinder- und Jugendmedizin in der Peterstraße 20, die gemeinsam mit dem Sana Klinikum und der Stadt Remscheid betrieben wird und am 1.2.2021 seine Arbeit wieder aufnimmt. Auf den Internetseiten der Stadt (www.remscheid.de) sowie des MVZ Bethanien (www.mvz-bethanien.de/kinderarzt) finden Interessierte jeweils aktuelle Informationen. Dort wird in Kürze unter anderem veröffentlicht, ab wann Termine für die Gertenbachstraße vereinbart werden können.

Kindergärten: Dieses Jahr ist Eröffnung

Startschuss für den Bau von zwei Kindertageseinrichtungen durch die Stadtsparkasse Remscheid – Baubeginn ist Anfang März 2021.

Die Planungen für zwei neue Kitas, bei denen die Stadtsparkasse Remscheid als Investor auftritt, gehen auf die Zielgerade. Inzwischen liegen die Baugenehmigungen für die Einrichtungen an der Oststraße und am Hackenberg in Lennep vor. Anfang März 2021 soll Baustart mit der Erstellung der Fundamente sein. „Wir sind sehr froh, dass es nun bald losgeht. Mit den neuen, modernen Kindertageseinrichtungen leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Betreuungssituation in Remscheid zu entspannen“, sagt Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid. Je 80 Betreuungsplätze werden in zwei modernen Neubauten in Modulbauweise entstehen. Die Grundstücke befinden sich im Eigentum der Stadt und werden an die Stadtsparkasse über Erbbaurecht vergeben.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie habe leider auch auf das Genehmigungsverfahren und die Planungen Auswirkungen gehabt und den Start der Bauarbeiten verzögert, so Wellershaus weiter. Inzwischen steht aber der Zeitplan, so dass mit der Übergabe an die Träger beider Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2021/2022 zu rechnen ist. „Der Zeitplan steht und wir sind guten Mutes, dass wir das schaffen. Die Modulbauweise wird uns dabei in die Hände spielen“, bestätigt Jörg Böing, Architekt und Leiter der Abteilung Orga/Betrieb bei der Stadtsparkasse. Danach sollen beide Einrichtungen zeitgleich errichtet und auch eröffnet werden. Mit der Erstellung der Baukörper wurde ein Generalunternehmer beauftragt. Die Firma Alho aus Friesenhagen ist ein Pionier und Spezialist, wenn es um den Bau von modularen Gebäuden geht und kann hier exzellente Referenzen – auch bei der Erstellung von Schulen und Kindertageseinrichtungen – vorweisen. Auch Remscheider Handwerksbetriebe sind in die Arbeiten involviert. Bereits im Februar wird ein Tiefbauer mit den Arbeiten zur optimalen Vorbereitung der beiden Grundstücke beginnen.

Unter dem Dach des Vereins „Die Verlässliche“ wird die neue Elterninitiative „Kind-sein“ e.V. die Trägerschaft an der Oststraße übernehmen. Die Kita Hackenberg wird von der AWO-Elterninitiative e.V. eröffnet.

Kita an der Oststraße

Die Kita an der Oststraße entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule Dörpfeld. Es werden vier Gruppen mit insgesamt 80 Betreuungsplätzen eingerichtet. Davon sind 20 Plätze für unter dreijährige Kinder vorgesehen.

Kita am Hackenberg in Lennep

Die Kita Hackenberg wird eingeschossig nahe der Grundschule Hackenberg und der bereits bestehenden Elterninitiative Kita Hackenberg e.V. gebaut. Auch hier sind 80 Plätze, davon 20 U3-Plätze für Kinder ab zwei Jahren, vorgesehen.

„Wir wissen um die Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unserer Stadt. Dazu werden wir mit den beiden Einrichtungen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den beiden Trägern einen wichtigen Beitrag leisten. Wir freuen uns schon heute auf die Eröffnung“, sagt Michael Wellershaus.