Solidarität mit Hanau

Erklärung von Oberbürgermeister und Bündnis für Toleranz und Zivilcourage

Der Anschlag von Hanau jährt sich zum ersten Mal. Aus diesem Anlass hat Oberbürgermeister Tim Kurzbach heute seinem Hanauer Amtskollegen Claus Kaminsky geschrieben: „Wir Solingerinnen und Solinger können das Entsetzen und den Schmerz nachempfinden, den ein solches Verbrechen in einer Stadtgesellschaft auslöst. Die Trauer um die Opfer und das Mitgefühl mit den Hinterbliebenen werden Hanau lange begleiten, so wie die Trauer und das Mitgefühl um fünf ermordete junge Solingerinnen unsere Stadt seit 1993 nicht verlassen haben“. Darin gründe der nicht nach lassende Einsatz Solingens für eine friedliche und demokratische Gesellschaft, die in der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Menschen und ihrer Lebensentwürfe ihre Stärke erkennt, betont Kurzbach.  

Als Zeichen der Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hanau übermittelte er eine Erklärung des Oberbürgermeisters und des Solinger Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Sie mahnt zur  Wachsamkeit gegenüber Gedankengut, dass die Gesellschaft spaltet und ruft auf zu respektvollem, solidarischem Miteinander.

Die gemeinsam Erklärung im Wortlaut

Am 19. Februar vergangenen Jahres ermordete ein Täter aus rassistischen und verschwörungsideologischen Motiven neun Menschen, bevor er sich und seiner Mutter das Leben nahm. Heute, genau ein Jahr nach der Tat, halten wir einen Augenblick inne und gedenken

Ferhat Unvar
Hamza Kurtović
Said Nesar Hashemi
Vili Viorel Păun
Mercedes Kierpacz
Kaloyan Velkov
Fatih Saraçoğlu
Sedat Gürbüz
und Gökhan Gültekin.

Unsere Gedanken sind bei Ihren Nächsten und Angehörigen.

Gleichzeitig rufen wir dazu auf, auch hier in Solingen immer wieder wachsam zu sein. Rassismus, Rechtsextremismus und Verschwörungserzählungen sind, vermittelt über unzählige Wege, schon wieder viel zu tief in die Mitte unserer Gesellschaft vorgedrungen. Dort wirken sie und machen aus dem Nächsten einen Feind. Diese Logik spaltet nicht nur unsere Gesellschaft, sie ebnet den Weg zu Taten wie in Hanau am 19. Februar vergangenen Jahres. Wir mahnen auch zu Wachsamkeit gegenüber all denjenigen, die das Produzieren von Feindbildern zu ihrem politischen, redaktionellen oder wirtschaftlichen Geschäft gemacht haben. In Zeiten, in denen die Verbreitung von Hass, vermittelt über Klicks, sich für Einzelne auszuzahlen scheint, sind wir besonders gefragt.

Wir rufen daher zu Respekt und Anerkennung, Dialog und Austausch, Solidarität und Herzlichkeit auf. Dies sind unsere Mittel für ein friedliches, von gegenseitiger Achtung geprägtes Miteinander aller hier in Solingen lebenden Menschen.

Benefiz-Song für Hanau: Bist Du wach?

Alle Einnahmen des Songs werden an die Amadeu Antonio Stiftung gespendet, die sich für die Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags von Hanau einsetzt.

Schwerer Verkehrsunfall in Solingen

Gestern (18.02.2021), gegen 16:45 Uhr, kam es auf der Klingenstraße in Solingen zu einem größeren Verkehrsunfall.

Eine 39-Jährige fuhr in Begleitung ihrer 20-jährigen Beifahrerin mit ihrem Ford auf der Klingenstraße in Richtung Dorper Straße. Als sie in die Kreuzung zur Felder Straße einfuhr, kam es zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Ford eines 40-Jährigen, der von der Klingenstraße in die Felderstraße abbog. Dabei zogen sich die Beifahrerin der 39-Jährigen und der Beifahrer (62) des 40-Jährigen Verletzungen zu. Der Rettungswagen brachte sie ins Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 6000 Euro.

Der Kreuzungsbereich musste für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt werden. (sw)

Streit um Parkplatz eskaliert

Am gestrigen Abend, 18.02.2021, gegen 19:40 Uhr, erhielt die Polizei Kenntnis von einer gefährlichen Körperverletzung auf der Straße Schwarzbach in Wuppertal-Oberbarmen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand stritten drei Männer um ein vermeintlich falsch geparktes Auto. Im Verlauf des Streites sollen zwei der Männer (39 und 55 Jahre) ihren Kontrahenten (26) mit Eisenstangen angegriffen und leicht verletzt haben. Auch der 55-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Beide brachte der Rettungsdienst in verschiedene Krankenhäuser.

Die Ermittlungen hat das zuständige Kriminalkommissariat aufgenommen. Es gilt nun den genauen Tathergang zu ermitteln. (weit)

Weitere sieben Kita-Kinder wegen Corona in Quarantäne

Die Fröschligruppe der KTE Honsberg wird heute geschlossen. Sieben Kinder gehen bis 1. März in häusliche Quarantäne. Die restlichen Kinder der Fröschligruppe, die derzeit nicht kommen, müssen solange gleichfalls zu Hause bleiben.

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht an Schulen

Ab nächster Woche dürfen die Schulklassen der Primarstufe (Klassen 1. – 4.) und die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen wieder in den Präsenzunterricht.

Hygienekonzepte und Wechselunterricht mit festen Schüler*innen-Gruppen sollen das Infektionsrisiko in der Schule mindern. Infektionsketten sollen damit begrenzt werden, bestenfalls erst gar nicht zustande kommen.

Doch was nutzen die schulischen Hygienekonzepte, feste Gruppen und Cluster, wenn sich die Kinder nachmittags im Kinderzimmer verabreden – ganz ohne Hygienekonzepte… Aus den vergangenen Monaten wissen wir, dass die Infektionsketten unter Kindern und Jugendlichen überwiegend im privaten Rahmen in der Familie und in der Freizeit entstehen. In der Schule führen die Infektionen jedoch zu den weitreichenden Quarantänen. Viele von Ihnen mussten diese Erfahrung bereits machen. Der zugrunde liegende Gedanke der Eltern lautet: „Die Kinder sind ja sowieso zusammen in der Schule. Dann können sie sich auch nachmittags treffen. “

Dieser Gedanke kann für die Schule jedoch fatal sein, denn wie gesagt: Schulen haben zwingend ein Hygienekonzept, das Kinderzimmer jedoch nicht!

Bitte achten Sie, liebe Eltern, deshalb auch in der Freizeit darauf, dass sich ihre Kinder nicht im Kinderzimmer tummeln. Gemeinsame Aufenthalte in engen Räumen und wechselnde Kontakte sollten vermieden werden. Sobald das Wetter es erlaubt, am besten an die frische Luft gehen.  Der Frühling steht vor der Türe! Sorgen Sie mit dafür, dass bald auch die Schüler*innen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 wieder in die Schule dürfen und dämmen wir alle gemeinsam das Infektionsrisiko da, wo es möglich ist, ein.

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

19.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 108 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Leider ist ein 83jähriger Remscheider mit der Coronavirus-Infektion verstorben.

Damit gibt es insgesamt 3.525 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.289 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 128 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 370 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 14 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 5 intensivpflichtige Behandlungen (5 beatmet), Stand 19.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.525 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 57,5. 128 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage64
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW57,5
Fälle gesamt3.525
Fälle gesamt/100.000 EW3.166,0
Todesfälle gesamt128
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Kitas öffnen Montag für alle Kinder: Krisenstab bittet trotzdem um Betreuung zuhause, wo immer möglich

Ab Montag, 22. Februar, stehen die Kitas und Tagespflegestellen wieder allen Kindern offen. Für die Einrichtungen ist das eine große Herausforderung. Auch angesichts wieder angestiegener Infektionszahlen appelliert der Krisenstab daher an die Eltern, die Kinder trotzdem möglichst zuhause zu betreuen.

Ab Montag, 22. Februar, stehen die Kitas in NRW wieder allen Kindern offen. So sieht es das Phasenmodell von NRW-Familienminister Joachim Stamp vor. Der Appell des Landes, die Kinder möglichst zuhause zu betreuen, endet damit. Was bleibt, sind Einschränkungen im Betreuungsumfang um bis zu zehn Stunden die Woche und die strenge Trennung der festen Gruppen.

Kitas existentiell wichtig für die Familien

„Der Schritt vom „Pandemiebetrieb“ zum eingeschränkten Regelbetrieb ist ein existentiell wichtiges Signal für die Familien, die durch Corona doppelt und dreifach gefordert und in vielen Fällen zusätzlich wirtschaftlich belastet sind“, erklärte Oberbürgermeister Uwe Schneidewind zu der Entscheidung des Landes. „Allerdings ist es auch eine Riesen-Herausforderung für die Einrichtungen. Aus diesem Grund und aufgrund der regionalen Inzidenzlage im Bergischen Land bitten wir eindringlich alle Eltern, die das möglich machen können, ihre Kinder weiterhin zuhause zu betreuen.“

Inzidenzwert wieder angestiegen

Krisenstabsleiter Johannes Slawig erläutert den Hintergrund des Appells: „Wir mussten leider im Krisenstab zur Kenntnis nehmen, dass nach 14 Tagen mit sinkenden Inzidenzwerten seit drei Tagen die Werte wieder ansteigen. Dies ist in einer Lockdown-Situation ein absolutes Alarmsignal. Dazu kommt: Die Mutanten, die wir auch in Wuppertal finden, scheinen unter Kindern und Jugendlichen besonders infektiös zu sein. So gab es in unserer Nachbarstadt Solingen bereits fünf Ausbrüche der britischen Mutante in Kitas. Eine derartige Entwicklung wollen wir, wenn irgend möglich, in Wuppertal unbedingt vermeiden.“

Maske und Abstand im Umgang mit Kita-Kindern nicht möglich

Gesundheitsdezernent Stefan Kühn richtet den Blick auch auf die Situation der Einrichtungen und Tagespflegepersonen: „Schutzmaßnahmen mit Abstand und Maske sind im Kontakt mit Kita-Kindern nicht umsetzbar. Unsere Erzieherinnen und Erzieher arbeiten im Wesentlichen ungeschützt. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Land zwei PCR-Tests je Woche ermöglicht. Trotzdem fallen Beschäftigte aus den Risikogruppen weiterhin aus. Zudem erfordern die geschlossenen, strikt voneinander getrennten Gruppen einen höheren Personaleinsatz. Daher werden wir leider Betreuungseinschränkungen weiterhin nicht ausschließen können.“

Dank an Mütter und Väter

OB Uwe Schneidewind betont: „Mütter und Väter, die weiterhin darauf verzichten, ihre Kinder zur Kita zu schicken, leisten einen kraftvollen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie – gerade angesichts der besorgniserregenden Entwicklung der Mutationen. Sie ermöglichen in dieser kritischen Phase lokal wieder steigender Inzidenzzahlen eine Betreuung der Kinder, deren Eltern aus beruflichen oder anderen Gründen unbedingt darauf angewiesen sind. Daher gilt ihnen unser ganz besonderer Dank.“ 

Schneidewind, Slawig und Kühn begrüßten einhellig die Versicherung des NRW-Familienministers, bei wider Erwarten sprunghaft steigenden Infektionszahlen eine „Corona-Notbremse“ als „Plan B“ vorzuhalten, die auch wieder zu Kita-Schließungen und einer ganz eng begrenzten Notbetreuung führen könne: Auch wenn dies eine weitere Belastung der Familien bedeute, müsse die Bekämpfung der Pandemie oberste Priorität haben.

Quelle: Stadt Wuppertal

19.02.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 6.066 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 317 Personen nachgewiesen infiziert, 25 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 5.610  Menschen sind wieder genesen. 139 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 138 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 103,0 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 1005 Personen. Die Quarantäne beenden konnten bisher 23.691 Personen.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 18.02.2021 – 16:30 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 6.066 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Inzidenzwert Solingen: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 108,0. 139 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage172
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW108,0
Fälle gesamt6.066
Fälle gesamt/100.000 EW3.809,2
Todesfälle gesamt139
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

19.02.2021: Corona in Wuppertal

Am 19. Februar um 8:00 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):12576
– davon aktuell infizierte Personen: 448
– davon genesene Personen:11766
– davon verstorbene Personen363
Gesamtzahl in Quarantäne1117
– davon Infizierte: Hinweis: In einigen Fällen (z. B. während einer Isolierung im Krankenhaus) wird keine Quarantäne angeordnet.409
– davon Haushaltsangehörige von Infizierten162
– davon sonstige Kontaktpersonen der Kategorie 1214
– davon andere Quarantänen (z.B. wegen freiwilliger Quarantäne)332
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:33
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:246
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:69,30

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 12.463 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Inzidenzwert Wuppertal: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 66,7. 363 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage237
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW66,7
Fälle gesamt12.463
Fälle gesamt/100.000 EW3.509,7
Todesfälle gesamt363
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen

Hanau, und jetzt?

Es ist jetzt ein Jahr her, dass bei einem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau neun Menschen getötet wurden, bevor der Täter seine Mutter und dann sich selbst tötete. Es sind die Todesopfer 207 bis 216 rechtsextremer Gewalt in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Remscheid Tolerant möchte dieser Opfer gedenken.

Die neun Menschen, denen der rechtsextremistische Täter die Leben nahm, hießen Gökhan Gültekin (37), Sedat Gürbüz (30), Said Nesar Hashemi (21), Mercedes Kierpacz (35), Hamza Kurtović (22), Vili Viorel Păun (23), Fatih Saraçoğlu (34), Ferhat Unvar (22) und Kaloyan Velkov (33). Junge Menschen, in der Blüte ihres Lebens, mit Hoffnungen, Träumen und Wünschen, die ihnen aus rassistischer Niedertracht genommen wurden. Der Täter war ein Einzelgänger, ein von rechtsextremistischem Gedankengut erfüllter Rassist, der diese jungen Menschen ermordete, weil sie in seinen Augen ausländisch aussahen.

23. Februar 2020: Die Remscheider Mahnwache für die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau. Foto: Sascha von Gerishem
23. Februar 2020: Die Remscheider Mahnwache für die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags in Hanau. Foto: Sascha von Gerishem

Es gingen ein Ruck und ein Raunen durch die demokratische Gesellschaft, Mahnwachen wurden veranstaltet, Solidaritätsbekundungen abgehalten, Rassismus offen angeprangert. In Remscheid kamen rund 700 Menschen auf dem Rathausplatz zusammen. Eine Welle antifaschistischen Gemeinschaftsgefühls schwappte durch die Bundesrepublik, überall distanzierte man sich von Rassismus. Statt dieses menschlich-demokratischen Gemeinschaftsgefühls verbreitete sich dann leider Corona viral, und mit dem wiederaufkeimenden Egoismus kehrten Hass, Wut und öffentliche Gemeinschaftsveranstaltungen mit Rechtsextremist*innen zurück. Auch in Remscheid.

Remscheid Tolerant und seine Bündnispartner*innen rufen auf, eine Kerze zum Gedenken an die Todesopfer von Hanau und stellvertretend für alle Opfer und Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt zu entzünden. Nennen Sie diese neun Menschen bei ihren Namen. Und zeigen Sie Rassismus und Rechtsextremismus immer und überall die rote Karte.

Nie wieder.

Anne Marie Faßbender und Sascha von Gerishem
Remscheid Tolerant e.V.
www.remscheid-tolerant.de

Veranstaltungshinweis

Ein breites Bündnis von Wuppertaler Gruppierungen gegen Rechts rufen für 19. Februar 2020 ab 17 Uhr zu einer Demonstration unter dem Titel „Ein Jahr Hanau: Rassismus tötet weiter!“ auf dem Geschwister-Scholl-Platz in Wuppertal-Barmen auf. Medizinische oder FFP2-Masken sind zu tragen und die Abstandsregeln sind zwingend einzuhalten.

Benefiz-Song für Hanau: Bist Du wach?

Alle Einnahmen des Songs werden an die Amadeu Antonio Stiftung gespendet, die sich für die Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags von Hanau einsetzt.

Seebrücke Remscheid: Gedenken an die Opfer von Hanau

Pressemitteilung der Seebrücke Remscheid zum einjährigen Gedenken an die Opfer des Attentats in Hanau.

„SAY THEIR NAME“:  Wir trauern um Gökhan Gültekin, Ferhat Unvar, Hamza Kurtovic, Sedat Gürbüz, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Verlkov, Vili Viorel Paun, Said Nesar Hashemi und Fatih Saracoglu.

Es jährt sich das rechtsextremistische Attentat in Hanau, in dem neun Menschen aufgrund rassistischer Ideologien ermordet wurden. Die Wut und Trauer über diese schreckliche Tat vergeht auch nicht nach einem Jahr.  Wir haben die Verantwortung, die Namen der Opfer nicht zu vergessen, damit das was in Hanau geschah für immer ein Mahnmal für unsere Gesellschaft ist und sich nie mehr wiederholen kann.

Wir, die Seebrücke Remscheid, gedenken den Opfern und ihren hinterbliebenen Familien.

Wir trauern und erinnern uns.

Wir fragen uns: Wie konnte rassistischer Terror junge Deutsche so aus dem Leben reißen?

Ein Jahr nach dem Anschlag spricht die Öffentlichkeit immer noch von Einzeltätern und entpolitisiert die Morde. Doch Rassismus ist ein politisches Problem, tötet Leben.

Unsere Aufgabe in der Gesellschaft ist es daher Rassismus, rechte Gewalt und Menschenfeindlichkeit zu bekämpfen, damit Hanau das Ende von rassistischen Attentaten wird in diesem Land wird. Kein Vergeben. Kein Vergessen.

Seebrücke Remscheid

18.02.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 6.019 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 295 Personen nachgewiesen infiziert, 24 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 5.586  Menschen sind wieder genesen. 138 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 179 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 112,4 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 925 Personen. Die Quarantäne beenden konnten bisher 23.652 Personen.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 17.02.2021 – 16:46 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 6.019 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Inzidenzwert Solingen: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 103,0. 138 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage164
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW103,0
Fälle gesamt6.019
Fälle gesamt/100.000 EW3.779,7
Todesfälle gesamt138
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.