26.01.2021: Corona im Ennepe-Ruhr-Kreis

Im Ennepe-Ruhr-Kreis gibt es 7.680 bestätigte Corona-Fälle (Stand Montag, 25. Januar), von diesen sind aktuell 870 infiziert, 6.581 gelten als genesen. Die Zahl der Infektionen ist innerhalb der letzten 24 Stunden um 16 gestiegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner, liegt im Kreisgebiet bei 103,67 (Vortag 107,06).

56 Patienten stationär

In den Krankenhäusern im Kreisgebiet sind derzeit 56 Patienten mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung. 9 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, 8 beatmet.

Die aktuell 870 Erkrankten wohnen in Breckerfeld (14), Ennepetal (42), Gevelsberg (65), Hattingen (136), Herdecke (48), Schwelm (58), Sprockhövel (76), Wetter (32) und Witten (399).

1.174 Kreisbewohner in Quarantäne

Die Gesundeten kommen aus Breckerfeld (150), Ennepetal (582), Gevelsberg (709), Hattingen (1.271), Herdecke (497), Schwelm (609), Sprockhövel (440), Wetter (427) und Witten (1.896).

Für die positiven Fälle sowie für Ansteckungsverdächtige ist häusliche Quarantäne angeordnet. Insgesamt gilt diese Vorgabe für 1.174 (Vortag 1.233) Personen im Kreis.

Zahl der Todesfälle steigt auf 229

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona ist um 3 auf 229 gestiegen. Verstorben sind ein 73-jähriger Mann aus Witten sowie eine Bewohnerin und ein Bewohner des ESV Feierabendhauses in Schwelm. Beide waren 81 Jahre alt.

Die insgesamt 229 Todesfälle im Ennepe-Ruhr-Kreis verteilen sich wie folgt auf die kreisangehörigen Städte: Breckerfeld (6), Ennepetal (9), Gevelsberg (18), Hattingen (54), Herdecke (31), Schwelm (20), Sprockhövel (15), Wetter (6) und Witten (70).

Stichwort Einrichtungsliste

Pflege- und Seniorenheime mit positiven Fällen oder Verdachtsfällen

  • Hattingen: St. Josef Altenheim
  • Herdecke: Seniorenhaus Ruhraue
  • Schwelm: Haus Curanum am Ochsenkamp, ESV Feierabendhaus Schwelm
  • Witten: Altenzentrum am Schwesternpark Feierabendhäuser, AWO-Seniorenzentrum Witten-Annen, Seniorenhaus Witten-Stockum, Lutherhaus Bommern, Boecker-Stiftung – Haus am Voß’schen Garten, Haus Buschey, Caritas-Pflegedienst, Altenzentrum St. Josef

Krankenhäuser

  • Hattingen: VAMED Klinik

Kindertageseinrichtungen

  • Gevelsberg: Kath. Familienzentrum St. Engelbert
  • Herdecke: Familienzentrum Zum Kuckuck
  • Witten: Ev. Kindergarten Rüdinghausen, Ev. Familienzentrum Fröbelhaus

Quelle: Ennepe-Ruhr-Kreis, Stand: 25.01.2021

Robert Koch Institut für Ennepe-Ruhr-Kreis heute

Es gibt insgesamt 7.732 positiv getestete Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 96,0. 225 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage311
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW96,0
Fälle gesamt7.732
Fälle gesamt/100.000 EW2.385,6
Todesfälle gesamt227
Einwohnerzahl324.106
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz

Am 27. Januar begehen wir den Holocaust-Gedenktag und erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus. Dazu erklärt Axel Behrend Sprecher DIE LINKE Remscheid: „Am 27. Januar vor 76 Jahren befreite die Rote Armee der Sowjetunion das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Seitdem ist Auschwitz ein Symbol dafür, wohin Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze führen können. Gleichzeitig ist Auschwitz ein Auftrag: nämlich die Erinnerung an die Opfer des menschenverachtenden NS-Regimes wachzuhalten, jeder Form von Antisemitismus und Rassismus entschlossen entgegenzutreten und das Gedenken an die Opfer des Holocaust als Teil unseres Alltags zu verstehen.

Behrend weiter: „Es fing nicht mit Gaskammern an. Es fing an mit einer Politik, die von WIR gegen DIE sprach. Laut einer Meldung des Bundes-Innenministeriums von August 2020 ist die Zahl der antisemitischen Straftaten erneut angestiegen. DIE LINKE wird sich weiterhin geschlossen all jenen entgegenstellen, die dem Faschismus wieder den Weg bereiten wollen. Der Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Hetze gehört zur DNA unserer Partei. Das wird sich auch zukünftig nicht ändern.“

Pressemitteilung des Kreisverbandes DIE LINKE.Remscheid

Tanklaster vom Weg gerutscht

Ein mit 20.000 Liter Propangas beladener Tanklaster ist heute morgen an der Siebeneicker Straße beim Rangieren auf der schneebedeckten Zufahrt zu einem Bauernhof von der Fahrbahn gerutscht und erheblich in Schieflage geraten. Die gegen 9.40 Uhr alarmierte Feuerwehr Velbert rückte daraufhin mit der hauptamtlichen Wache, allen drei Nevigeser Löschzügen sowie den beiden ABC-Zügen aus Velbert-Mitte und Langenberg nach Neviges aus.

Der Untergrund war durch Schnee und Eis sehr glatt. Foto: Feuerwehr Velbert
Der Untergrund war durch Schnee und Eis sehr glatt. Foto: Feuerwehr Velbert

Vor Ort stellte sich heraus, dass der Lkw nicht, wie zunächst gemeldet, auf der Seite lag, sondern in Schräglage mit den Achsen auf der Böschung festsaß. Vorsorglich wurde der Bereich um das Fahrzeug weiträumig abgesperrt, ein unmittelbar angrenzendes Wohnhaus geräumt und der Brandschutz sichergestellt. Weitere Sicherungsmaßnahmen waren auch aufgrund der statischen Lage zunächst nicht erforderlich, der Austritt von Flüssiggas war nicht zu befürchten.

Schnell war klar, dass das Fahrzeug nur mit erheblichem Aufwand aus seiner misslichen Lage zu bringen war. Da sich die Einsatzstelle kurz hinter der Stadtgrenze auf Wuppertaler Stadtgebiet befand, kümmerte sich die Berufsfeuerwehr Wuppertal ab Mittag um alle weiteren Maßnahmen zur Sicherung und Bergung des Tanklasters. Die Velberter Feuerwehr konnte ihren Einsatz nach gut zwei Stunden beenden.

Laterne musste nach Unfall gekappt werden

Den ganzen gestrigen Sonntag war die Feuerwehr unterwegs um nach dem Schneefall schräg stehende und umgekippte Bäume zu kappen – am heutigen frühen Morgen kam noch eine Straßenlaterne hinzu.

Auslöser war der Verkehrsunfall eines 33-jährigen Heiligenhausers, der auf der Heiligenhauser Straße mit seinem Nissan 370Z gegen den Zaun und den Laternenmast auf dem Mittelstreifen gekracht war. Die Feuerwehr war zunächst angefordert worden war, um ausgelaufene Betriebsstoffe abzustreuen und den im Fahrzeug verbliebenen Hund des Fahrers aufzunehmen. Auch die Stadtwerke Velbert waren bereits vor Ort.

Der Mast wird kontrolliert umgeworfen. Foto: Feuerwehr Velbert
Der Mast wird kontrolliert umgeworfen. Foto: Feuerwehr Velbert

Aufgrund der schweren Beschädigung, den das Sportcoupé am Fuß des Mastes beim Aufprall verursacht hatte, musste die Laterne durch die nachalarmierte hauptamtliche Wache mit einem Trennschleifer gekappt werden. Dazu wurde der Mast mit Hilfe eines Hubsteigers der Stadtwerke gesichert und schließlich kontrolliert auf die Fahrbahn fallen gelassen. Die Feuerwehr entfernte außerdem mehrere beschädigte Zaunelemente.

Der Fahrer des Nissan hatte den Unfall augenscheinlich unverletzt überstanden, wurde jedoch vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Die Heiligenhauser Straße war während der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten in beide Richtungen komplett gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr entsprechend um. Nach einer ersten Schätzung entstand ein Sachschaden von etwa 12.000 Euro.

Pkw ausgebrannt

Zu einem brennenden Kleinwagen ist am gestrigen Sonntag, dem 24. Januar, um kurz vor 20 Uhr die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Velbert alarmiert worden. Der an der von-Humboldt-Straße in Birth neben einer Garage geparkte, abgemeldete Renault stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits vollständig in Flammen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der Pkw bereits in voller Ausdehnung. Foto: Feuerwehr Velbert
Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der Pkw bereits in voller Ausdehnung. Foto: Feuerwehr Velbert

Ein Trupp unter Atemschutz brachte das Feuer mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle, zu diesem Zeitpunkt war der Wagen jedoch schon vollständig zerstört. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen aktuell nicht vor. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Stadtbücherei – gefragt wie nie

Die Stadtbücherei hat so mancher Familie und vielen Singles in Wermelskirchen durch die anstrengenden Monate der Pandemie geholfen. Und auch aktuell ist sie trotz erneutem Lockdowns gefragt. Der angebotene Abholservice wird gut genutzt: im Viertelstundenrhythmus werden die fertig gepackten Pakete im Eingangsbereich der Bücherei deponiert. Durch die vereinbarten Termine ist sichergestellt, dass sich die Kunden dort nicht begegnen. Die Mitarbeiterinnen der Bücherei nehmen die Wünsche der Leserinnen und Leser vorab per Telefon und E-Mail entgegen.

Die coronabedingte lange Schließung der Stadtbücherei im vergangenen Jahr hat sich glücklicherweise weniger deutlich auf die Ausleihstatistik ausgewirkt als zunächst befürchtet. Zwar ist die Ausleihe insgesamt von 123.894 auf 110.969 Medieneinheiten zurückgegangen – im Verhältnis zu den Jahresöffnungsstunden ist das aber sehr gut nachvollziehbar. Viel deutlicher fällt allerdings der Rückgang der Besucherzahlen aus: von 40.805 in 2019 auf 23.684 im Corona-Jahr 2020. Und auch das verwundert nicht, denn die Bücherei konnte über weite Strecken des Jahres keine Veranstaltungen anbieten, Sitzplätze mussten weggeräumt, Computer-Plätze gesperrt, Klassenführungen abgesagt werden. Die Kunden wurden sogar gebeten, sich nicht länger als nötig in der Bücherei aufzuhalten. Trotz alldem freuen die Besucherinnen und Besucher sich, die Bibliothek überhaupt noch nutzen zu können, das wurde vielfach geäußert. Aber viele vermissen die Bücherei auch als „dritten Ort“: Zeitung lesen, Kaffee trinken, im Internet surfen, das W-LAN nutzen, eine Veranstaltung besuchen usw. – die Kunden wünschen sich die Bücherei dringend als öffentlichen Raum und Aufenthaltsort zurück.

Längst nicht alles ist durch digitale Angebote zu ersetzen, wenngleich die Onleihe in 2020 natürlich einen Aufschwung erfahren hat. 13.292 Downloads wurden getätigt, in 2019 waren es nur 10.492. Aber auch andere Mediengruppen sind im Aufwind: stark nachgefragt wurden Kinderbücher, Tonies, Switch-Spiele und Gegenstände aus der „Bibliothek der Dinge“.

Rückläufig entwickelten sich dagegen die Ausleihen bei Sachbüchern für Erwachsene, Musik-CDs, DVDs und bei Hörbüchern für Erwachsene. In den letztgenannten Bereichen sind hier sicher die konkurrierenden Streaming-Angebote verantwortlich.

Die Renner in der Publikumsgunst

Und was sind die Renner in der Publikumsgunst? Auf der Hitliste der beliebtesten Medien rangieren bei den DVDs die Filme „TKKG“ und „Pets 2“ ganz oben, bei den Romanen war Jojo Moyes „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ am gefragtesten, außerdem erfreut sich die Familiensaga „Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley großer Resonanz.

Der Favorit in der Sparte „Krimi / Thriller“ war der Titel „Zimmer 19“ von Marc Raabe. Bei den Kinder- und Jugendbüchern liegt der Comicband „Aus dem Leben eines Superstars“ auf Platz eins und die beliebteste Reihe für die Leseanfänger ist zurzeit „Lego Ninjago“.

Im Sachbuchbereich hat es im Jahr 2020 ein Titel aus der Sachgruppe Psychologie ganz nach vorn geschafft: „Das Wunder der Wertschätzung“ von Reinhard Haller.

Coronabedingt konnten im Jahr 2020 deutlich weniger Veranstaltungen durchgeführt werden als im Vorjahr: in den begrenzten Zeitfenstern konnten aber immerhin noch 9 Vorleseveranstaltungen stattfinden und 11 Schulklassen und 4 Kindergartengruppen kamen zu einem Programmangebot in die Stadtbücherei.

Wie geht es in 2021 weiter?

In den Phasen des Lockdowns sind die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei keineswegs arbeitslos: Organisieren des Abholservices, Bestandsauf-  und abbau, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung per Webinar und Fachliteratur, Statistik, Aufräumarbeiten und die Planung neuer Projekte stehen auf der Agenda. Aktuell werden die neuen Miniroboter getestet, die über ein Förderprojekt des Landes NRW beschafft werden konnten. Die kleinen Ozobots und Dash-Roboter sollen Schülerinnen und Schüler erstes Programmieren ermöglichen, Planung von algorithmischen Abläufen verdeutlichen und Logisches Denken fördern. Damit möchte die Stadtbücherei in der post-pandemischen Zeit  die bereits begonnenen Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz fortsetzen und sich weiterhin als außerschulischer Lernort profilieren.

Quelle: Stadt Wermelskirchen

Corona: Bürgertelefon im Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr und am Wochenende von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

Verzicht auf OGS Elternbeiträge für Januar 2021

Elternbeiträge für die OGS müssen für Januar 2021 nicht gezahlt werden, Verrechnung erfolgt im Februar.

Wegen der Corona-Pandemie sind die Schulen in ganz NRW weiterhin geschlossen. Damit entfallen natürlich auch Betreuungsangebote für Kinder wie die Offene Ganztagsschule (OGS). Dies führt zu besonderen Belastungen für Eltern und Kindern. Die Schloss-Stadt Hückeswagen möchte deswegen zumindest finanziell eine Hilfestellung geben.

Im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung hat die Schloss-Stadt Hückeswagen am 22.01.2021 beschlossen, auf die Erhebung von Elternbeiträgen für die offenen Ganztagsschulen für den Monat Januar 2021 zu verzichten. Die Schloss-Stadt Hückeswagen entlastet damit die Eltern um rund 12.200 Euro.

Das Land NRW und der Oberbergische Kreis beteiligen sich zur Hälfte an den ausfallenden Kosten.

„Es ist in der jetzigen Ausnahmesituation für Eltern und Kinder während der Corona Pandemie nicht vermittelbar, dass  für den Monat Januar 2021,  in dem kein reguläres OGS Betreuungsangebot stattfindet, trotzdem ein voller OGS Beitrag zu zahlen ist. Der Schulbetrieb inklusive einem OGS Angebot findet  mindestens bis zum 14. Februar 2021 nicht statt. Der Verzicht auf die Gebühren schafft so zumindest eine kleine Entlastung bei den Familien“, so Bürgermeister Dietmar Persian.

Da die Beiträge für Januar bereits von den Eltern gezahlt worden sind, wird auf den Bankeinzug bzw. die Zahlungsverpflichtung für den Monat Februar verzichtet, um die Abwicklung so einfach wie möglich zu gestalten.

Der Internationale Bund teilt mit, dass Beiträge für das Mittagessen nach tatsächlicher Inanspruchnahme berechnet werden. Evtl. geleistete Vorauszahlungen von den Eltern werden verrechnet bzw. erstattet.

Auch der Oberbergische Kreis beabsichtigt, die Beitragserhebung für die KITAs für den Monat Januar 2021 auszusetzen.

Soweit die Schließung der Schulen über den Monat Januar hinaus verlängert wird, werden sich Rat und Verwaltung über einen weiteren Beitragsverzicht abstimmen.

Kontaktbeschränkung gilt weiterhin auch für den privaten Bereich

Die Allgemeinverfügung des Oberbergischen Kreises tritt morgen (26.01.2021) in Kraft.

Oberbergischer Kreis. Die zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen, die der Oberbergische Kreis mit seiner Allgemeinverfügung vom 10.01.2021 für das Kreisgebiet festgelegt hat, gelten bis einschließlich heute (25.01.2021). Der Krisenstab des Oberbergischen Kreises beriet heute Nachmittag über eine eventuelle Fortführung der Maßnahmen. „Wir sind zur Entscheidung gelangt, die Kontaktbeschränkung für den privaten Bereich weiter aufrechtzuerhalten“, gibt Landrat Jochen Hagt nach der Sitzung bekannt. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen getroffen.

Die Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass Treffen nur zwischen Angehörigen eines Hausstandes sowie einer weiteren Person zulässig sind. Diese Regelung für den öffentlichen Raum gilt im Oberbergischen Kreis weiterhin auch für den privaten Bereich. Ausnahmen werden in der Allgemeinverfügung unter www.obk.de/corona-av beschrieben. Die Allgemeinverfügung tritt morgen (26.01.2021) in Kraft tritt und mit Ablauf des 01.02.2021 außer Kraft. 

„Die Neuinfektionen im Oberbergischen Kreis sind nach wie vor in großen Teilen auf den privaten Bereich zurückzuführen.“

Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes

Die Corona-Schutzverordnung NRW in der ab dem 25.01.2021 gültigen Fassung sieht vor, dass auch Kreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von weniger als 200 weitere Schutzmaßnahmen prüfen, wenn nach Einschätzung der zuständigen Behörden ohne solche Maßnahmen ein Absinken der Inzidenz unter 50 bis zum 14. Februar 2021 nicht zu erwarten ist. „Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass dieses Ziel im Oberbergischen Kreis nicht ohne weitere Kontaktreduzierungen erreicht werden kann. Auch vor dem Hintergrund der nachgewiesenen Virus-Mutante H69/V70 im Kreisgebiet sollten die Kontakte auf das absolut notwendige Minimum heruntergeschraubt werden“, sagt Landrat Jochen Hagt.

„Die Neuinfektionen im Oberbergischen Kreis sind nach wie vor in großen Teilen auf den privaten Bereich zurückzuführen“, sagt Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes. Sie macht deshalb klar, was jetzt besonders wichtig ist: „Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person treffen. Das sollte dann aber immer dieselbe Person sein und nicht jeden Tag eine andere Person.“ Die Kontaktkette und damit auch die mögliche Infektionskette werde sonst mit jedem Kontakt länger.

Das Präsenz-Verbot von Veranstaltungen zur Religionsausübung gilt ab morgen nicht mehr. Die Corona-Schutzverordnung gibt in ihrer aktuellen Fassung strengere Rahmenbedingungen für die Durchführung der Veranstaltungen vor.

Die durch den Oberbergischen Kreis angeordnete FFP2-Maskenpflicht in Pflegeeinrichtungen wird nicht erneuert, da diese Regelung inzwischen durch bundesweit geltende Vorgaben abgedeckt wird.

Die Ausgangssperre zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr wird nicht verlängert.

Virus-Mutante in 14 Fällen nachgewiesen

Wie berichtet, führte der Oberbergische Kreis eine proaktive Stichproben-Untersuchung auf Virus-Mutanten im Oberbergischen Kreis durch. Es wurden 100 Proben aus dem gesamten Kreisgebiet zur Typisierung an die Virologie der Uniklinik Köln übersandt. Zwischenzeitlich liegen alle Ergebnisse der Probenauswertung vor. „Bei 14 der 100 Proben wurde eine Mutante nachgewiesen. Nach weitergehenden Untersuchungen meldete die Virologie zurück, dass es sich in allen Fällen um die Mutante H69/V70 handelt“, berichtet Landrat Jochen Hagt nach der heutigen Sitzung des Krisenstabs. Die bestätigten Fälle weisen einen Bezug zu den nachfolgenden oberbergischen Kommunen auf: Bergneustadt, Marienheide, Morsbach, Reichshof, Nümbrecht und Waldbröl.

H69/V70 bezeichnet eine Mutante des Coronavirus SARS-CoV-2, bei der eine doppelte Deletion („Löschung“) im Gen des Spikeproteins vorliegt. „Diese Deletion kann in vielen, ganz verschiedenen, Virusstämmen weltweit nachgewiesen werden. Sie wurde unter anderem in Dänemark auf einer Nerz-Farm gefunden“, berichtet Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises. Die Virologie habe rückgespiegelt, dass die Deletion 69/70 mit einer erhöhten Infektiösität einhergehen könne, da sie zu einem bevorzugten Andocken an menschliche Zellen führen kann. Anders als ursprünglich durch die Virologie mitgeteilt, handele es sich bei der nachgewiesenen Mutante im Oberbergischen Kreis nicht um eine besonders infektiöse Unterkategorie der britischen Virusmutante. „Die Virologie hat uns nunmehr mitgeteilt, dass bei der britischen Variante B 1.1.7. neben dem Vorliegen der Deletion 69/70 noch weitere Deletionen notwendig sind“, sagt Kaija Elvermann.

Auch zukünftig führt der Oberbergische Kreis in enger Zusammenarbeit mit der Virologie der Uniklinik Köln Untersuchungen auf Virus-Mutanten im Oberbergischen Kreis durch.

Appell: Corona-Schutz auch in Wohnanlagen

Die Stadt Wuppertal bittet Hausverwaltungen, ihre Mieter auf die Corona-Schutzvorkehrungen wie die AHA-Regeln aufmerksam zu machen.

Obwohl es keine Vorschriften in den Corona-Schutzverordnungen für den privaten Bereich gebe, sei es besonders in großen Wohnkomplexen sinnvoll und wichtig, auch hier wie im öffentlichen Raum auf den nötigen Abstand und den Schutz durch Masken zu achten, erläutert Gesundheitsdezernent Dr. Stefan Kühn.

In großen Wohneinheiten begegneten sich viele Menschen auf engem Raum – zum Beispiel im Treppenhaus, in Wirtschaftsräumen oder im Aufzug. Auch wenn man es gewohnt sei, sich in den eigenen vier Wänden und in der eigenen Familie ohne Mund-Nase-Schutz zu bewegen, sei die Begegnung mit anderen Menschen immer ein Ansteckungsrisiko. Das gelte nicht nur in Bus und Bahn oder beim Einkaufen, sondern auch in Treppenhäusern und Fluren. Kühn und Krisenstabsleiter Dr. Johannes Slawig appellieren deshalb an die Wohnungsgesellschaften, in ihren Häusern mit Informationen oder über eine Mail-Aktion auf die Hygiene-Regeln aufmerksam zu machen. 

Informationsmaterial – auch in vielen Sprachen und mit Symbolen zum Ausdrucken – bietet zum Beispiel die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Medien zum Download

Quelle: Stadt Wuppertal

Terminvergabe für Corona-Schutzimpfung: Telefone und Internetseite überlastet!

OB Kurzbach: Leider ein Trauerspiel

„Man kann es nicht beschönigen. Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen ist leider ein Trauerspiel. Erst fehlte es an Koordination für die Impfzentren, dann gab es zu wenig Impfstoff und der Beginn wurde verschoben. Und heute erlebten wir den nächsten Akt: die Terminvereinbarung scheiterte im ersten Anlauf an der Technik. Die zentrale Rufnummer war seit acht Uhr dauerbesetzt, die Internetseite für die Terminvereinbarung ständig überlastet. Und um neun Uhr sollten alle verfügbaren Termine bereits vergeben sein. Ich halte das für eine ganz schlechte Vorbereitung und schlicht für Missmanagement. Die Seniorinnen und Senioren in unserem Land haben den Schutz und die Unterstützung des Staats verdient; jetzt werden sie mit der Technik und der Terminvereinbarung mehr oder weniger allein gelassen.“

„Man kann es nicht beschönigen. Die Impfkampagne in Nordrhein-Westfalen ist leider ein Trauerspiel.“

Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Stadt Solingen

Mit energischen Worten reagiert Solingens Oberbürgermeister auf den Beginn der Anmeldungen zur Coronaschutzimpfung in NRW. Rund 11.000 Solingerinnen und Solinger über 80 Jahr haben vor über einer Woche Post von Gesundheitsminister Laumann und Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit den Grundinformationen zur Impfung erhalten. Doch weder Tim Kurzbach noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus einem engeren Umfeld war es heute Morgen gelungen, Impftermine für betagte Angehörige zu vereinbaren. Entweder ging die Seite 116117.de gar nicht erst auf oder der Registrierungsprozess brach kurz vor Ende ab.

Vor dem Impfzentrum im ehemaligen Kaufhof Solingen hatten sich am frühen Morgen bereits die ersten beunruhigten Seniorinnen und Senioren versammelt, die einen Termin vor Ort vereinbaren wollten, weil sie telefonisch nicht durchkamen. Doch die Terminvergabe ist weiterhin nur zentral möglich, telefonisch über die Hotline 0800 116 117 01 oder per Internet www.116117.de.

Tim Kurzbach: „Ich appelliere weiterhin an alle Solingerinnen und Solinger, sich impfen zu lassen. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern uns alle. Wir in Solingen werden alles tun, was wir tun können, damit die Impfungen erfolgreich ablaufen können. Aber jetzt müssen wir erst einmal Ruhe und Geduld bewahren“

Quelle: Stadt Solingen

Neue Interessensvertretung der Solingerinnen und Solinger muslimischen Glaubens

Kreis Solinger Muslime stellte sich dem Oberbürgermeister vor

Am Montagnachmittag vergangener Woche trafen sich Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Vertreterinnen und Vertreter von sieben Solinger Moscheevereinen zum Gedankenaustausch im Internet. Zweck der virtuellen Konferenz war die Vorstellung eines neuen Arbeitskreises: Die Vereine haben sich vor kurzem zum „Kreis Solinger Muslime“ zusammengeschlossen, der künftig die Interessen der etwa neuntausend Solingerinnen und Solinger muslimischen Glaubens in der Stadtgesellschaft, Kommunalpolitik und Kultur vertreten will. Mit dabei waren die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, Anne Wehkamp, und ihr Kollege Musa Kavalli.

Oberbürgermeister Kurzbach freute sich, dass die Vereine seine Anregung aufgegriffen hatten, einen zentralen Verbund nach dem Vorbild anderer Religionsgemeinschaften zu gründen, oberhalb der Einzelvereine: „Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu noch besserer Verständigung der Religionen und Kulturen in unserer Stadt.  Nichts geht ohne engagierte Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler an der Basis. Es ist aber genauso wichtig, bleibende Institutionen und feste Ansprechpartner:innen zu haben, die für Kontinuität sorgen. So werden Gespräche und Verabredungen erst wirklich verbindlich, verlässlich und dauerhaft.“

„Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu noch besserer Verständigung der Religionen und Kulturen.“

Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Stadt Solingen

Themen und Aufgaben für den Arbeitskreis gibt es genug, wie Kemal Uslu vom Integrations- und Kulturverein Solingen-Mitte vortrug. Der Verein und sein Gotteshaus finden sich an der Konrad-Adenauer-Straße. „Wir wollen das Sprachrohr der Solinger Musliminnen und Muslime sein. Es geht uns aber nicht um theologische Fragen, sondern um soziale und gesellschaftliche Anliegen. Wir bringen die Perspektive der Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens in das Stadtgespräch ein.“

Die Vertreterin der Walder DITIB-Gemeinde, Müjgan Erdogan, wie Uslu in Solingen geboren, konkretisierte das: „Die eingewanderte Generation, unsere Eltern und Großeltern, werden zunehmend gebrechlich. Sie finden aber oft nicht die Hilfen, die sie benötigen. Es gibt immer noch kulturelle und sprachliche Barrieren. Das Thema „Kultursensible Altenpflege“ gehört auch in Solingen auf die Tagesordnung.“

„Ich wünsche mir, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Solingen seine Stärke aus der Vielfältigkeit gewinnt und dass uns viel mehr verbindet als uns trennt.“

Tim Kurzbach, Oberbürgermeister der Stadt Solingen

Dass dies durchaus schon der Fall sei, stellte Anne Wehkamp dar: Solingen beteilige sich an dem Landesförderprogramm „Guter Lebensabend NRW“, das Seniorinnen und Senioren mit Einwanderungsgeschichte helfen soll, Zugangsbarrieren zu bestehenden Hilfs- und Pflegeangeboten zu überwinden. Sozialamt und Paritätischer Wohlfahrtsverband seien im Boot.

Grundsätzlich riet Oberbürgermeister Kurzbach zu geduldiger und ausdauernder Kommunikation: Viele Fragen, die Musliminnen und Muslimen am Herzen lägen, bedürften einer breiten gesellschaftlichen Debatte. Sie müssten erklärt und nachvollziehbar gemacht werden. Sein Appell:  „Beginnen Sie jetzt den Dialog in Form dieses Arbeitskreises: Sprechen Sie mit den Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und auch mit der Jüdischen Gemeinde. Stellen Sie sich im Hauptausschuss des Rates vor. Ich wünsche mir, dass sich die Erkenntnis durchsetzt, dass Solingen seine Stärke aus der Vielfältigkeit gewinnt und dass uns viel mehr verbindet als uns trennt.“

Quelle: Stadt Solingen

Schnee behindert Müllabfuhr

Tonnen werden nachgeleert.

Nach dem starken Schneefall am Wochenende wird die Müllabfuhr in einigen Straßen aktuell noch behindert, der reguläre Abfuhrtermin kann deshalb dort nicht eingehalten werden. Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) bitten um Verständnis und werden die Leerung im Laufe der Woche nachholen. Es ist nicht notwendig, dass sich die Betroffenen bei den TBS melden.

Quelle: Stadt Solingen