Die Woche – KW49/2020

Die Lokalnachrichten aus Remscheid, immer montags um 18.30 Uhr auf rs1.tv und Lüttringhauser.

Diese Ausgabe der Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Sarah Stahlschmidt und Daniel Pilz. Heute mit diesen Themen:

  • Gastronom Markus Kärst trotzt den Corona-Widrigkeiten: Er veranstaltet den kleinsten Weihnachtsmarkt der Welt.
  • Bunte Adventsfenster für jedermann. Was sich die evangelische Kirchengemeinde Lüttringhausen Besonderes hat einfallen lassen, erzählen Andrea Behnecke und Antje Kammin.
  • Enttäuschung für Sportfans. Die erhoffte Finanzspritze für den Sportplatz Neuenkamp und die Sporthalle Fürberg kommt doch nicht.
  • Fit bleiben während der Pandemie und gleichzeitig was für die Stadt tun. Wie das geht haben uns Reinhard Ulbrich und Emel Dutkun vom Sportbund Remscheid verraten.
  • Und RS1.tv hat Geburtstag. Um das gebührend zu feiern, haben wir für Sie einen legendären Beitrag herausgesucht.

So schauen wir Die Woche im TV

Wohnwagen vollständig abgebrannt

Bereits Donnerstagabend um 21.50 Uhr wurde die Hattinger Feuerwehr zum Campingplatz an der Tippelstraße gerufen. Dort sollte ein Wohnwagen brennen.

Nachdem sich weitere Anrufer meldeten und von einer Gefahr des Übergreifens auf andere Wohnwagen berichteten, wurde die Alarmstufe erhöht und zusätzlich die Kräfte des Löschzuges Mitte alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Fahrzeuge stand ein Wohnwagen im Vollbrand. Zum Glück befanden sich in unmittelbarer Nähe keine weiteren Campinganhänger.

Unter schwerem Atemschutz bekämpften die Einsatzkräfte den Brand zunächst mit einem C-Rohr. Im weiteren Verlauf wurde ein Schaumrohr eingesetzt und die Überreste des völlig ausgebrannt Anhängers mit einem Schaumteppich bedeckt. Während der Löscharbeiten kontrollierten die Einsatzkräfte den Brandherd mehrmals mit einer Wärmebildkamera.

Da es sich letztlich nur um einen Wohnwagen handelte, brauchten die ehrenamtlichen Kräfte des Löschzuges Mitte nicht mehr tätig werden. Einsetzende war gegen 22.40 Uhr.

Adventsgefühl zum Mitnehmen

Markus Kärst trotzt einmal mehr den Corona-Widrigkeiten und bringt am 1. Advent das Weihnachtsmarktgefühl nach Lüttringhausen – zum Mitnehmen.

Als Gastronom gehört Markus Kärst mit seinem Hotel Restaurant Kromberg zu den von der Pandemie wirtschaftlich hart getroffenen Menschen. Dennoch hat Kärst weder an Enthusiasmus noch an Elan oder Ideenreichtum eingebüßt, sondern versucht stets das Beste aus jeder Lage zu machen. Sei es die Neugründung von „Frisch verpackt“ mit seinem Kollegen Tobias Riemann, bei dem sie frisch zubereitete Speisen vakuumiert auf dem Remscheider Wochenmarkt feilbieten, die man zuhause nur im Wasserbad aufzuwärmen braucht. Oder durch die Vermietung von Luftfilter-Anlagen, die bis zu 99,97% der durch die Luft übertragenen Keime und Krankheitserreger aus der Raumluft filtern.

Klein aber fein: Der "Weihnachtsmarkt to go" vom Hotel Kromberg in Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem
Klein aber fein: Der „Weihnachtsmarkt to go“ vom Hotel Kromberg in Lüttringhausen. Foto: Sascha von Gerishem

Glühwein und Lachs zum Mitnehmen

Nun überraschte Markus Kärst die Lütterkuser mit einem kleinen Weihnachtsmarkt, traditionsgerecht am 1. Advent. Der Clou: Das gesamte Angebot gibt es nur zum Mitnehmen, da coronabedingt der Verzehr vor Ort untersagt ist. Dennoch kommt ein Gefühl von Normalität auf, trotz Maske und Abstandsregeln. Aber man sieht den Budenzauber, es gibt einen geschmückten Weihnachtsbaum, man sieht mal ein paar andere Gesichter, oder wenigstens die Augen und Lachfalten.

Ein Lachsbrötchen von Kromberg gehört zu jedem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt dazu. Foto: Sascha von Gerishem
Ein Lachsbrötchen von Kromberg gehört zu jedem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt dazu. Foto: Sascha von Gerishem

Auf der Terrasse neben dem Hotel Kromberg in der Lüttringhauser Kreuzbergstraße 24 hat Kärst zwei Buden aufgestellt, seinen traditionsreichen Lachsstand „Kromberg’s Lachserlebnis“ und einen Crêpes-Stand im Vintage-Stil mit dem passenden Namen „Sweet & Tiny“. Es gibt Stremellachs in Honig-Dill-Senf-Sauce mit Baguette, Krombergs Lachsbrötchen mit gebeiztem Lachs und Honig-Dill-Senf-Sauce und das klassische Matjes-Brötchen. Neben Kaffee gab es eine große Bandbreite an Crêpes-Variationen. Glühwein, den es ebenfalls nur zum Mitnehmen gab, holte man sich im Restaurant ab.

Eine große Auswahl an Crêpes gab es am Vintage-Stand von "Sweet & Tiny". Foto: Sascha von Gerishem
Eine große Auswahl an Crêpes gab es am Vintage-Stand von „Sweet & Tiny“. Foto: Sascha von Gerishem

Arunava Chauduri, Chefredakteur von rs1.tv, unterstützte das Kromberg Team, und DJ Marcel Filodda sorgte aus dem Fenster heraus für weihnachtliche Klänge. Ein rundum stimmiges Konzept, das viele Menschen sehr gerne angenommen haben. Dieses Stück gefühlter Normalität brachte die Menschen in weihnachtlichem Gedanken näher zusammen, wenn auch auf Abstand. Lieber Markus, danke – und einen fröhlichen ersten Advent.

Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter zur Corona-Lage in der Vorweihnachtszeit

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Beigeordneter Thomas Neuhaus appellieren an die Remscheiderinnen und Remscheider, sich weiter an die Corona-Regeln zu halten, um zumindest im kleinen Kreis ein schönes Weihnachtsfest feiern zu können. Außerdem geben sie den hoffnungsvollen Ausblick, dass Mitte des kommenden Jahres die Impfungen durchgeführt sind und nach und nach Normalität zurückkehrt.

Diakonie im Kirchenkreis Lennep erweitert Beratungskapazitäten

Ab 1. Dezember 2020 erhöht die Diakonie im Kirchenkreis Lennep ihre Beratungskapazitäten. Damit das möglich wurde, sind in den Beratungsräumen im Kompetenzzentrum der Diakonie in Remscheid sowie in den Diakonie-Beratungsstellen in Hückeswagen, Wermelskirchen und Radevormwald Plexiglasscheiben zum Schutz von Beratenden und Ratsuchenden angebracht worden.

Raumluftfiltergeräte, die mit den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hepa-13- und Hepa-14-Filtern ausgestattet sind, komplettieren die strengen Hygienemaßnahmen. Die 15 Raumluftfiltergeräte wurden aus Kirchensteuermitteln und Zuwendungen der Stiftung „Soziale Impulse“ finanziert.

Florian Schäfer, der Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Lennep, freut sich besonders darüber, dass einige der Plexiglaswände im diakonieeigenen Werkstattatelier hergestellt wurden, einem vom Jobcenter geförderten Beschäftigungsprojekt für Menschen mit Vermittlungshindernissen. Allein im Beratungszentrum Remscheid sind zu den zwei bisherigen Beratungsräumen noch drei hinzugekommen, in denen bis zu vier Personen beraten werden können.

„Die Kontaktbeschränkungen während der Lockdown-Monate im Frühjahr wie auch jetzt haben dazu geführt, dass die Nachfrage etwa nach professioneller Suchtberatung erheblich größer geworden ist, so dass wir mittlerweile eine Warteliste für Beratungstermine haben“, berichtet Florian Schäfer. Er ist deshalb besonders froh, dass Beratungen nunmehr aufgrund der hygienischen Vorkehrungen wieder vor Ort stattfinden können. Die Suchtberatung hat für Neuanfragen extra eine Offene Sprechstunde montags von 13 – 16 Uhr eingerichtet.

Natürlich haben die Mitarbeiter während des Corona-Lockdowns Kontakt zu Klienten und neuen Ratsuchenden auch per Telefon oder Videochat gehalten. „Viele Ratsuchende bevorzugen jedoch lieber ein Gespräch vor Ort“, fasst Gundula Meuer, die stellvertretende Geschäftsführerin der Diakonie im Kirchenkreis Lennep, die Erfahrungen der letzten Monate zusammen. Zudem sei die Nachfrage nach Erwerbslosenberatung zum Beispiel drastisch angestiegen. „In der aktuellen Corona-Lage haben viele Hilfeeinrichtungen auf Online-Kommunikation umgestellt, doch unsere Kunden verfügen oft nicht über die technischen Vorrausetzungen, so zumindest erklären wir uns, neben den Sprachproblemen, den großen Anstieg.  Weiterhin übernehmen wir seit jeher eine Lotsenfunktion, damit wir auch bei vielfachen Problemlagen breitgefächert Hilfe anbieten können“, berichtet Gundula Meurer aus dem Beratungsalltag.

Beratung bei der Diakonie in Corona-Zeiten

Die Beratungskapazitäten folgender Arbeitsbereiche zur persönlichen Face-to-Face-Beratung werden zum 1. Dezember 2020 im Beratungszentrum Remscheid coronagerecht erweitert

  • Suchtberatung
    Neuanfragen: Offene Sprechstunde montags von 13 – 16 Uhr
  • Ehe-, Familien- und Lebensberatung
    Telefonische oder persönliche Terminvereinbarung zu den regulären Öffnungszeiten
  • Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung
    Telefonische oder persönliche Terminvereinbarung zu den regulären Öffnungszeiten
  • Schuldner- und Insolvenzberatung
    Telefonische oder persönliche Terminvereinbarung zu den regulären Öffnungszeiten. – Zu beachten: Aktuell können nur Personen mit Zuweisung durch das Jobcenter beraten werden
  • Jobfit (Arbeitslosenzentrum und Erwerbslosenberatung) – Ambrosius-Vaßbender-Platz 1
    Telefonische oder persönliche Terminvereinbarung zu den regulären Öffnungszeiten.

Diakonie im Kirchenkreis Lennep

Beratungszentrum Remscheid, Kirchhofstraße 2, 42853 Remscheid, Telefon: 02191 – 591600, www.diakonie-kklennep.de, Aktuelle Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 9 – 16 Uhr, Freitag 9 – 12 Uhr.

Polizei-Aktion „Siehst Du mich?“

Auch in diesem Jahr machte die Polizei wieder auf die besonderen Gefahren aufmerksam, die für Kinder im Straßenverkehr lauern. Viele Kindergärten und Grundschulen haben mitgemacht.

Die Kinder stellen sich mit der Polizei vor ihrer Kita oder Schule an die Straße, tragen Taschenlampen und reflektierende Kleidung. Autofahrende sollen so dringen wieder daran erinnert werden, dass sie vor Kitas und Schulen besonders vorsichtig sein müssen. Besonders Eltern-Taxis, die allmorgendlich bis fast auf den Schulhof fahren, statt die Kinder frühzeitig abzusetzen oder gar alleine zur Schule gehen zu lassen, sind eine große Gefahr für die Kinder. Jeden einzelnen Tag. (SvG)

Offener Brief zu sozialer Beratung von Geflüchteten

Offener Brief der Fraktions Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remscheid an Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sehr geehrter Herr Minister Stamp,
 
immer noch kommen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung nach Remscheid. Damit sie gut und sicher ankommen können, brauchen sie Beratung in den so vielen Fragen, die das Leben in unserer Stadt betreffen. Das Land NRW hat diese Beratung bislang finanziert – aus guten Gründen. Denn je besser Menschen über die Bedingungen in Deutschland Bescheid wissen, desto leichter können sie sich zurecht finden, Fallstricke bewältigen und ihr Leben meistern. Das fördert die Integration und ermöglicht ein friedliches Zusammenleben.
 
Jetzt kürzt das Land diese Mittel um ein Fünftel. Das hat zur Folge, dass die beiden Remscheider Träger Leistungen nicht mehr oder nicht mehr vollständig anbieten können. Sie verfügen nicht über ausreichende eigene Mittel, um die Kürzungen zu kompensieren. Einer unserer Träger sagt aus, dass sie die Arbeit wahrscheinlich einstellen werden müssen, der andere denkt über Einschränkungen nach.
 
Das wäre nicht nur bedauerlich, sondern ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die bislang Erhebliches zur Integration der Geflüchteten beigetragen und damit das Zusammenleben in unserer Stadt, die stolz auf ihre Internationalität ist, für alle so viel leichter gemacht haben.
 
Sehr geehrter Herr Minister Stamp,
 
wir haben den Eindruck, dass diese Kürzungen ohne nennenswerte Rückkopplung mit den Trägern und der Beschäftigung mit den realen Bedingungen vor Ort erfolgen sollen und bitten Sie, die Entscheidung nochmals zu überdenken und mit den Trägern den Austausch zu führen. Wir laden Sie herzlich ein, sich vor Ort an Bild von der Arbeit zu machen, die sich im Laufe der vergangenen Jahre immer wieder den neuen Herausforderung angepasst hat und ihr Angebot  stets optimiert und professionalisiert hat.

Mit freundlichen Grüßen
David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Jutta Velte
Integrationspolitische Sprecherin

Silvesterfeuerwerk: Krisenstab wirbt eindringlich für einen verantwortungsvollen Umgang

Bei ihrer gemeinsamen Beratung zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 28. November unter anderem beschlossen, öffentlich veranstaltete Feuerwerke zu untersagen und die Verwendung von Pyrotechnik auf – von den örtlichen Behörden zu bestimmenden –  belebten Plätzen und Straßen zu verbieten. Größere Gruppenbildung soll vermieden werden.

Auf lokaler Ebene sieht der Remscheider Krisenstab keine Notwendigkeit, mit gezielten Verboten auf diesen Beschluss zu reagieren. Es gibt in Remscheid weder öffentlich veranstaltete Feuerwerke, noch gibt es Festplätze, für die ein gesondertes Verbot auszusprechen wäre. Somit liegt die Entscheidung für das Abbrennen von Silvesterböllern – und das selbstverständlich unter Einhaltung sämtlicher Vorgaben der Coronaschutzverordnung – in der Verantwortung der Remscheiderinnen und Remscheider.

Darüber hinaus gibt die Remscheider Ordnungsbehörde zu bedenken: Ein unsachgemäßer Umgang mit Silvesterknallern kann auch zu schweren Verletzungen führen. Feuerwerkskörper können Menschen in Schrecken versetzen, Fassaden beschädigen oder sogar Brand auslösen.

Hier ist Feuerwerk verboten

In der Gertenbachstraße wurde bereits Silvester 2019/2020 nicht mehr geknallt, in diesem Jahr wird die gesamte Altstadt feuerwerksfrei bleiben. Foto: Sascha von Gerishem
In der Gertenbachstraße wurde bereits Silvester 2019/2020 nicht mehr geknallt, in diesem Jahr wird die gesamte Altstadt feuerwerksfrei bleiben. Foto: Sascha von Gerishem

Deswegen erinnert die Behörde zum Silvesterfest ausdrücklich daran, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder-und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern – das betrifft insbesondere die Lenneper Altstadt und den Stadtkern von Lüttringhausen – aus Sicherheitsgründen verboten ist. Dieses Abbrennverbot gilt übrigens bundesweit.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Umwelt- und klimaverträglich Autofahren im Winter

Bei den derzeit frostigen Nachttemperaturen ist morgens Eiskratzen am Pkw angesagt. Dabei verhalten sich weit mehr als die Hälfte aller AutofahrerInnen aber falsch, nehmen unnötige Umwelt- und Klimabelastungen in Kauf und riskieren sogar noch ein Bußgeld. Ein Tipp der Natur-Schule Grund.

Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, ist nicht nur verboten, sondern auch sinnlos, wie z.B. der ADAC nachgewiesen hat. Während der Motor in Wahrheit im Stand nur geringfügig wärmer und damit der Fahrzeug-Innenraum nur wenig erwärmt wird, werden bei dieser Verbrennung fossiler Energieträger giftige und klimaschädliche Gase freigesetzt. Der Spritverbrauch ist bei Kälte und im Stand deutlich höher, ebenso der Motorverschleiß.

Praxis-Tipp von Jörg Liesendahl

Wie es richtig geht, erläutert Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund: „Wer kann, deckt mindestens die Frontscheibe des Fahrzeugs über Nacht von außen ab, da entfällt das Eiskratzen in der Früh zumindest auf dieser Scheibe. Der Eiskratzer muss an allen Fenstern des Autos zum Einsatz kommen und den kompletten Sichtbereich von Eis befreien. Das Freikratzen sollte vor dem Einsteigen ins Auto erfolgen. Beim Einsteigen sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig Feuchtigkeit oder Schnee und Eis an Kleidung und Schuhen ins Auto zu bringen. Insbesondere bei Schnee ist das Abklopfen der Schuhe außerhalb des Fahrzeuges zu empfehlen.

Beschlagene Scheiben im Inneren des Fahrzeugs sollten vor Fahrtantritt mit einem Trockentuch gereinigt werden. Dabei wäre es sinnvoll, das Trockentuch über Nacht im Hause zu haben und dort zu trocknen, um optimale Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit zu erzielen. Erst nach Freikratzen und Reinigung ggf. beschlagener Innenscheiben sollte dann der Motor gestartet und das Fahrzeug sofort bewegt werden, denn während der Fahrt werden sich Motor und in der Folge auch die Innenraum-Luft schneller erwärmen.“

Kromberg: Weihnachtsmarkt to go

Markus Kärst, Inhaber des traditionsreichen Hotel Restaurant Kromberg, trotzt der Pandemie und stellt seinen eigenen Weihnachtsmarkt auf die Beine – alles zum Mitnehmen.

Heiligabend? Es kann kein Zufall sein, dass die Hausnummer vom Hotel Kromberg in der Lüttringhauser Kreuzbergstraße die 24 ist. Foto: Sascha von Gerishem
Heiligabend? Es kann kein Zufall sein, dass die Hausnummer vom Hotel Kromberg in der Lüttringhauser Kreuzbergstraße die 24 ist. Foto: Sascha von Gerishem

Am 1. Advent hätte traditionell der Ideelle Lüttringhauser Weihnachtsmarkt stattgefunden. Es ist das zweite Mal in seinem 44-jährigen Bestehen, dass er ausfallen muss. Dieses Mal ist jedoch nicht das Wetter Schuld, es liegt an Corona und an den vielen Maskenverweigerern, denen die Festivitäten zum Opfer fielen.

Markus Kärst, der den vielen Einschränkungen, die der Gastronomie aufgebürdet werden, mit Elan und frischen Ideen immer wieder aktiv entgegenhält, hat sich auch für den Lüttringhauser Weihnachtsmarkt eine coronakonforme Alternative ausgedacht: Einen „Weihnachtsmarkt to go“. Direkt neben dem Hotel Kromberg an der Kreuzbergstraße 24 in Lüttringhausen hat Kärst seine Lachsbude aufgebaut und generiert so einen Hauch von Normalität, nur eben zum Mitnehmen. Im Angebot hat er seinen leckeren Stremellachs, frische Crêpes und Glühwein.

Das Hotel Restaurant Kromberg befindet sich im Herzen von Lüttringhausen, in der Kreuzbergstraße 24 in 42899 Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Das Hotel Restaurant Kromberg befindet sich im Herzen von Lüttringhausen, in der Kreuzbergstraße 24 in 42899 Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Lütterkuser Weihnachtsmarkt am 1. Advent

Der nun wirklich kleinste Weihnachtsmarkt der Welt öffnet am 29. November 2020, dem 1. Advent, von 11 bis 17 Uhr. Es sind Masken zu tragen und die Abstandsregeln sind einzuhalten. Aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung dürfen die Speisen nicht vor Ort verzehrt werden. Aber das adventliche Gefühl, das man erheischt, kann einem keine Pandemie nehmen.

„Weihnachtsmarkt to go“ bei rs1.tv

Virtueller Weihnachtsmarkt im Rittersaal von Schloss Burg

Für viele Aussteller war und ist es ein schweres Jahr. Keine Märkte, keine Veranstaltungen, keine Verkaufsmöglichkeit. Auch für den Schlossbauverein sind wichtige Einnahmen aus Standgeldern verloren gegangen. In dieser Zeit, in der nun auch wieder einmal der Betrieb stillgelegt ist, tüftelt man also an neuen Ideen. So hat sich die Firma Excit3D aus Solingen – ein auf 3D und 360° Software – Entwicklung spezialisiertes Unternehmen – zusammen mit dem Schlossbauverein eine neue Variante der Märkte einfallen lassen: einen virtuellen und interaktiven Online-Weihnachtsmarkt.  Als Kulisse dient natürlich – wie auch in der realen Welt – das stimmungsvolle Ambiente des Rittersaals, welcher von der EXCIT3D GmbH dafür extra in 3D modelliert wurde. Ein besonderes Highlight ist, dass eine Persönlichkeit aus der Historie von Schloss Burg die Marktbesucher begrüßt.

Die Vorgehensweise ist simpel: Die Verkaufsprodukte werden durch die Firma Excit3d als 3D Modell oder Foto in den virtuellen Stand eingepflegt. Per Mausklick auf das Logo gelangt der Kunde in den Onlineshop des Ausstellers oder bekommt die Kontaktdaten angezeigt.

Zunächst etwas skeptisch, dann doch aber frohen Mutes wagen sich nun mehr als 20 Aussteller von Adventsbasar und Basar der Kunsthandwerker an das neue Konzept.

Neues Konzept findet Anklang

Mike Thümer, der mit der Lackmalerei von „Anna Art Design“ vielen ein Begriff ist freut sich: Konnte er doch dieses Jahr keinen realen Platz mehr auf dem Markt finden, so ist es online nun möglich, denn Platzprobleme sind im Internet natürlich kein Thema. Durch die weiten Möglichkeiten des Internet können darüber hinaus nicht nur Stammkunden, sondern auch neue Käuferkreise angesprochen werden. Besonders für Aussteller, die keine eigene Onlinepräsentation haben, bietet sich damit eine Chance, doch noch ihre Verkäufe anzukurbeln.

„In einer Zeit, in der Formate neu erfunden werden und alternative Ideen entstehen, wollen wir mit diesem Angebot neue Perspektiven schaffen“, so die Verwaltung des Schlossbauvereins. „Wir möchten jedenfalls nicht untätig zusehen, wie Veranstaltungen sang und klanglos verschwinden.“

Keine industrielle Massenware

Wer Interesse an einem virtuellen Stand hat, kann noch mit einsteigen und sich beim Schlossbauverein unter Vorstellung seines Angebots melden, solange es sich bei dem Angebot nicht um industrielle Massenware handelt. Die Kosten für den Stand betragen 50 Euro / Woche.

Den Weihnachtsmarkt findet man unter www.schlossburg360.de, dieser läuft über vier Wochen bis zum 24. Dezember.

Streaming statt TV: Welche Anbieter sollte man kennen?

Die Streaming-Technologie ist im Begriff, Kabel- oder Satelliten-Fernsehen den Rang abzulaufen. Denn sie ermöglicht uns absolute Freiheit beim Film- und Musikgenuss rund um die Uhr und stellt dabei auch hinsichtlich ihrer Auswahlmöglichkeiten alles bisher Dagewesene in den Schatten. Klassische Sender, wie z.B. der WDR, bieten einfach zu selten echte Highlights. Deshalb wird auch bei uns in der Region das Streaming immer beliebter.

Nötig für das Streaming ist dafür neben einer zuverlässigen Internetverbindung lediglich ein onlinefähiges Endgerät wie ein Tablet, Smartphone, Smart-TV oder PC. Das bringt den immensen Vorteil mit sich, völlig unabhängig von festen Sendezeiten zu jeder gewünschten Zeit von überall auf das Angebot zugreifen und exakt das aussuchen zu können, was den eigenen Vorlieben entspricht.

Darüber hinaus sparen Sie sich unschöne Werbeunterbrechungen und profitieren von ausgezeichneter Qualität. Anstatt Kabelgebühren zu bezahlen setzen damit immer mehr Nutzer auf ein Abonnement bei einem der zahlreichen Streaming-Dienste.

Aufgrund der immensen Nachfrage, die gerade in Zeiten von Corona gleich noch stärker ansteigt, wird der Markt immer größer. Es macht daher Sinn, Anbieter zu vergleichen und sich beispielsweise über die Erfahrungen mit Disney Plus zu informieren, bevor man sich verbindlich anmeldet. Doch wo genau liegen die Unterschiede?

Welche Streaming-Optionen gibt es und was macht sie aus?

Tatsächlich streamen wir sehr viel häufiger, als uns tatsächlich bewusst ist, beispielsweise beim Anhören von Musik oder Podcasts im Netz oder beim Anschauen von Videos auf YouTube. Daneben gibt es gerade für Filme und Shows eine Menge kostenloser Optionen.

Zum einen stellen manche Fernsehsender ihre bereits ausgestrahlten Formate in einer Online-Mediathek zur Verfügung. So sind Joyn und TV Now die bekannten Portale der deutschen Privatsender. Wer hier bereits das neueste Material noch vor Sendetermin streamen möchte, braucht eine kostenpflichtige Mitgliedschaft.

Zum anderen gibt es die Möglichkeit, einzelne Filme beispielsweise auf Amazon gegen eine Gebühr zu streamen. Wer sich hingegen für einen Vertrag bei einer Plattform wie Netflix entscheidet, zahlt einen Monatsbeitrag und kann im Anschluss unbegrenzt konsumieren, ohne dass weitere Kosten pro Film anfallen.

Die meisten arbeiten mit unterschiedlich teuren Paketen, die sich durch die HD-Qualität sowie die Anzahl der Endgeräte unterscheiden, auf denen gleichzeitig gestreamt werden kann. Das ist vor allem interessant, wenn man als Familie vom Service profitiert und jeder parallel in seinem Zimmer etwas anderes sehen möchte.

Die Dienstleister funktionieren also wie eine virtuelle Videothek, aus der man sich Serien und Filme beliebig ansehen und teilweise sogar auch downloaden kann, so dass diese dann zur Verfügung stehen, wenn man gerade einmal keinen Internetzugang hat, beispielsweise auf einer langen Zugfahrt.

Das zur Verfügung stehende Portfolio setzt sich aus Blockbustern, Klassikern, Dokumentationen, Live-Sportevents sowie durch Titel zusammen, die vom Streaming-Dienst eigens produziert wurden. Es verändert sich außerdem kontinuierlich. Eine mobile App vereinfacht die Darstellung auch auf kleinem Display. Die Abonnements sind jederzeit kündbar, man muss sich also nicht für einen längeren Zeitraum verpflichten und kann gegebenenfalls monatsweise zwischen Anbietern wechseln.

Das Angebot ist übrigens inzwischen so vielseitig, dass es bereits spezielle Suchmaschinen wie Justwatch für die Suche nach einem konkreten Titel gibt.

All diese Services benötigen natürlich gewaltige Datenmengen, weshalb es schon einmal zu einem Engpass kommen kann. Auch mobiles Datenvolumen wird entsprechend schnell verbraucht. Man kann jedoch selbst die Auflösung verringern, um Daten einzusparen.

Welcher kostenpflichtige Dienst ist der beste?

Wo ein jeder Zuschauer das ideale Paket für sich findet, hängt sowohl vom Geschmack und eigenen Nutzungsverhalten sowie sehr entscheidend von der Zielgruppe ab. Sollen vornehmlich die Kinder unterhalten werden, stehen die neuesten Kinofilme im Vordergrund oder spielen Serien die größte Rolle? Außerdem gilt es zu klären, wie wichtig die übertragene Qualität ist.

Die folgenden großen Player werben um die Gunst ihrer Kunden:

  • Netflix: Sehr große Bandbreite, viele Eigenproduktionen.
  • Amazon Prime Video: Nur etwa halb so viele Titel wie Netflix, dafür häufig wechselndes Angebot. Die Mitgliedschaft bringt weitere Amazon-Extras mit sich.
  • Disney Plus: Großes Angebot für die komplette Familie mit dem Fokus auf junge Zuschauer.
  • Sky Ticket: Bietet neben Sport auch Serien und Kino-Neuheiten. Ab 10 Euro monatlich.
  • Joyn Plus: Umfangreiches deutsches Film- und Serienangebot sowie TV-Sendungen.
  • Magenta TV: Umfangreiches deutsches Film- und Serienangebot sowie TV-Sendungen.

Dazn hingegen stellt ausschließlich Sportaufzeichnungen und Live-Begegnungen zur Verfügung und liegt mit 12 Euro pro Monat deutlich über den meisten anderen, die bei 7 bis 8 Euro starten.

Neben diese bekannten Namen gibt es außerdem zahlreiche kleine Anbieter, die sich beispielsweise auf bestimmte Film-Genres wie Horror oder Fantasy spezialisiert haben und daher zwar nicht die große Vielfalt offerieren, dafür aber günstiger sind und eine spezielle Zielgruppe abdecken.

Trotz der recht erschwinglichen Tarife der genannten Anbieter und den damit zur Verfügung gestellten Möglichkeiten, floriert auch der Markt für illegales Streaming und Filesharing weiterhin. Ein großes Problem und ein gewaltiger Verlust für seriöse Unternehmen wie Netflix und Co. Es bleibt abzuwarten, wie man das künftig rechtlich lösen möchte.

Vermisster Mann in Remscheid – Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche

UPDATE: Der Gesuchte ist wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt. Die Polizei bedankt sich bei allen Mithelfenden.

Die Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung bei der Suche nach einem 80-Jährigen. Adolf G. wird seit gestern an seiner Wohnanschrift in der Papenberger Straße vermisst. Der Mann ist dement und zudem Diabetiker, der auf Medikamente angewiesen ist.

Er ist circa 1.65m groß, von stämmiger Statur und hat wenig Haare. Zuletzt trug Herr G. ein weißes T-Shirt und eine blaue Jeans.

Hinweise erbeten

Die Polizei bittet dringend um Hinweise. Hinweisgebende werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.