echt: 1. Vorschlag zur Nachnutzung der DOC Flächen

Pressemitteilung von echt.Remscheid

Sofern der Investor weiter an seinen Plänen festhält, haben wir die Verwaltung gebeten, die Folgen des Szenarios „Aufstellung eines neuen, vorhabensbezogenen Bebauungsplans“ detailliert inkl. Ablauf Planverfahren, Kosten und Zeitplan in der nächsten am 03.03.22 Ratssitzung darzustellen.

Sollten die Grundstücke einer anderen Nutzung zugeführt werden, ist für uns eine Wohnbebauung auf dem Kirmesplatz, dem Gebiet Jahnplatz und katholischer Grundschule vorstellbar, die sich in das Gesamtbild der Altstadt einfügt. Die Kommunalaufsicht hatte im Rahmen eines Haushaltsgespräches mit der Verwaltung am 02.08.2016 mitgeteilt, dass, sofern das DOC nicht umgesetzt wird, die freigewordenen Flächen einer Wohnbebauung zugeführt werden. Eine Wohnbebauung auf der Fläche des Schützenplatzes wurde bereits im Zuge des Maßnahmenplanes zum Schuldenabbau 2010-2015 geprüft (aus Drucksache 16/0293).

Möglich wäre die Entstehung eines Spektrums an Wohnraum auf dieser Fläche, dass sowohl bezahlbaren Wohnraum zur Miete als auch Möglichkeiten zur Schaffung von Wohneigentum beinhaltet. Der Standort zeichnet sich durch seine Fußläufigkeit zu Kultur- und Sportstätten,
Schulen, Kindergärten, Naherholungsgebiete sowie der Nahversorgung aus. Alles Voraussetzungen für die Entwicklung eines attraktiven Wohnortes für Menschen aller Generationen.

„Wir setzen uns für den Erhalt des Röntgenstadions ein!“

Bettina Stamm, echt. Wählergruppe Remscheid

Als Frequenzbringer für die Altstadt und mit Blick auf die geplante Bebauung im Wasserschutzgebiet Knusthöhe und einhergehender Flächenversiegelung, stellt ein Wohngebiet vor den Toren der Altstadt, die nachhaltigere Alternative für uns dar. Die Idee einer ökologischen
Siedlung ist standortunabhängig und wäre auch an diesem Ort umsetzbar. Sollte weiterhin an der Umsetzung des Platzes „am Wassertor“ festgehalten werden, müsste dieser entsprechend in die Planungen eingebunden werden.

Aus unserer Sicht sinnvoll, wäre die Doppelnutzung des ehemaligen Tennenplatzes als öffentliche Veranstaltungsfläche (evtl. mit Mehrzweckhalle für die Vereine) inkl. Tiefgarage mit Stellplätzen für die Anwohner sowie Besucher von Veranstaltungen. Darüber hinaus setzen wir uns für den Erhalt des Röntgenstadions ein.

Der DOC-Investor hat vertraglich eine Laufzeit von 10 Jahren garantiert, d.h. wenn sein Geschäftsmodell nicht mehr läuft, zieht er weiter. Grundsätzlich muss hinterfragt und abgewogen werden, ob solche Investorenmodelle tatsächlich geeignet sind, um dauerhaft die Lenneper Altstadt und den Einzelhandel zu beleben. Eine Wohnbebauung ist auf Dauer angelegt. Das gleiche gilt für die Steuereinnahmen aus Lohn- und Einkommenssteuer.

Dies ist ein erster Vorschlag zur Nachnutzung der DOC-Flächen, den wir – analog zu unserem Antrag auf eine erste und weitere Bürgerbeteiligungen – in die öffentliche Diskussion einbringen. Die von uns forcierte Wohnraumbeschaffung durch Sanierung im Bestand verfolgen wir weiterhin.

Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid e.V.
Bettina Stamm
Remscheid 07.02.2022

DOC gestorben: Kein Outlet-Center für Remscheid

Am 8. Februar haben Vertreter von McArthurGlen und der Stadt zusammen beraten, welche Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum DOC zu ziehen sind.

Voraussetzung für McArthurGlen, das Projekt weiter zu verfolgen, wären ein bestandskräftiger Bebauungsplan, eine bestandskräftige Baugenehmigung und die bestandskräftige Einziehung der Wupperstraße auf der Basis einer Verkaufsflächengröße von 20.000 m².

Beide Seiten stimmen darin überein, dass der Aufwand, die Kosten und die Risiken, dies zu erreichen, unverhältnismäßig hoch seien. Um diese Voraussetzungen zu erfüllen, müssten erneut mehrere Millionen Euro Planungs-, Gutachten und juristische Beratung investiert werden. Ein neues Bebauungsplan-Verfahren – einschließlich der erwartbaren Klagen – würde sich aus heutiger Sicht über mindestens fünf bis sieben Jahre hinziehen.

„Das Urteil beim Bundesverwaltungsgericht zum DOC ist das Ende einer großen Chance!“

Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister von Remscheid

Weder McArthurGlen noch die Stadt sehen sich in der Lage, dies zeitlich, finanziell und strategisch zu leisten. Dies hat zur Folge, dass beide Seiten das Projekt zum DOC einvernehmlich nicht weiterverfolgen werden. Der Entwicklungschef von McArthurGlen, Herr Gary Bond, und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gelangten zum Ergebnis, dass man sich gezwungen sehe, einander die Hand zu geben und ohne gegenseitige Vorwürfe auseinander zu gehen und zu konstatieren, dass ein für beide Seiten wichtiges und zukunftsweisendes Vorhaben an dem Widerstand einiger weniger Kläger und an einem nur schwer nachvollziehbaren Urteil gescheitert ist.

„Man muss sich das vor Augen führen: Es gibt ein Grundstück, einen Investor, keine Konkurrentenklagen, kein vorheriges Windhundrennen um die Frage, wer denn investiert. Es gibt ein mehrfach wiederholtes positives Votum des Rates! Und dennoch darf das DOC aus formaljuristischen Gründen infolge einer zwischenzeitlich veränderten Rechtsprechung nicht umgesetzt werden. Daraus kann man kaum schlau werden! Das ist für viele Menschen in unserer Stadt nicht nachvollziehbar“, so Burkhard Mast-Weisz.

Für McArthurGlen, die bereits bisher 16 Millionen Euro investiert haben und nun abschreiben müssen, ist das Urteil auch ein Warnruf für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Wie soll ein Investor noch verlässlich planen können, wenn trotz aller politischer Zustimmung ein solche Investition nicht aus sachlichen, sondern ausschließlich formalen Gründen scheitert“, stellt Henning Balzer fest.

Der Stadt und der gesamten Region entgeht eine riesige Chance. 170 Mio. Euro Direktinvestition, 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze, Aufträge für die regionalen Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe: All das ist nun nicht mehr möglich. Für Hotellerie und Gastronomie wäre es eine große Chance gewesen – nicht nur in der Lenneper Altstadt. Die Erfahrungen anderer Center zeigen, dass nicht nur die jeweilige Stadt, sondern auch das Umfeld davon profitiert. Insofern ist auch das ehrliche Bedauern aller Nachbarstädte über das Urteil in Leipzig nachvollziehbar.

Die Stadt bedankt sich bei McArthurGlen für die Geduld mit einem Verfahren, das mit mehr als zehn Jahren Planungen, außergerichtlichen Auseinandersetzungen und mehreren Gerichtsverfahren für ein Projekt mit einer so hohen Bedeutung für den Standort viel zu lange gedauert hat. „Ich danke auch allen Kolleginnen und Kollegen sowie den Mitgliedern des Rates, die sich für das Vorhaben ausgesprochen und mit viel Engagement verfolgt haben, für ihren Einsatz und ihre Geduld“, so OB Burkhard Mast-Weisz abschließend. „Wir werden jetzt zeitnah Überlegungen zur weiteren Planung in Lennep mit Rat und Bezirksvertretung beraten und die Bürgerschaft in geeigneter Weise frühzeitig einbeziehen.“

Presseinformation der Stadt Remscheid

4.000 Tage

Eine ernste Komödie von Peter Quilter, Regie Boris Aljinovic, Produktion EURO-STUDIO Landgraf.

Was bleibt von uns, wenn wir ohne Erinnerung sind?

Eine schreckliche Vorstellung, und was passiert, wenn man unsere Erinnerungen manipuliert?

Michael (Matthias Happach) liegt nach einem Unfall drei Wochen im Koma, liebevoll umsorgt von seiner Mutter Carola (Mona Seefried) und seinem Lebenspartner Paul (Mathias Herrmann), die sich leidenschaftlich hassen. Während für Paul die Beziehung zu Michael verklärend rosarot ist, hat Carola ihm nie verziehen, dass er Michael auf „sein gnadenlos langweiliges Niveau  herabgezogen hat“. Michael hatte nämlich für Paul sein künstlerisches Schaffen aufgegeben und einen Job bei einer Versicherung angenommen und mit seinem Partner 11 Jahre nach Carolas Ansicht „ein Leben in einer Sackgasse“ geführt.

Und dann wacht Michael auf und die Erinnerung an genau diese 4.000 Tage sind weg, die Beziehung hat es nie gegeben und Michael ist wieder der Künstler, der er war, zwar elf Jahre älter, aber ohne Erfahrungen und Eindrücke dieser Zeit dazwischen. Das Spiel beginnt um die Deutungshoheit. Kann Carola die Zeit zurückdrehen und ihren Michael wieder so unter ihre Fittiche nehmen, wie er vor elf Jahren war? Paul gibt seinem Liebsten mit Hilfe von Zeitungen aus den Archiven zwar einen Schnelldurchlauf durch 4.000 Tage Zeitgeschehen, jedoch die Erinnerungen an ihre gemeinsamen Jahre frischt er auf mit Fotos aus glücklichen Tagen und gaukelt damit nicht nur sich selber vor, es wäre alles eitel Sonnenschein gewesen.

Chaos im Kopf

Schon künstlerisch chaotischer im Krankenzimmer: Mona Seefried, Mathias Herrmann und Matthias Happach. ©Tom Philippi
Schon künstlerisch chaotischer im Krankenzimmer: Mona Seefried, Mathias Herrmann und Matthias Happach. ©Tom Philippi

Und Michael? Der weiß plötzlich, dass er gar nichts mehr weiß und findet damit für sich selber einen Ausweg. Das Chaos in seinem Kopf verarbeitet er, indem er das sterile Krankenzimmer in ein mehr oder weniger chaotisches Gesamtkunstwerk verwandelt. Einzig eine Jacke, gewebt aus Streifen, die einem alten, immer gleichen Muster folgen, zeigen, dass sich Michael für sein Leben eine gewisse Beständigkeit wünscht. Anfangs hilft seine Mutter ihm sogar dabei. Und aus diesem Schaffen kommen auch die Erinnerungen wieder, zögerlich und von Carola und Paul beäugt.

Die drei gehen dabei Kompromisse ein, die das Stück auf ein versöhnliches Ende zusteuern lässt. Paul stellt die Beziehung in Frage, manches war schon „sehr beige angestrichen“ und bewahre nicht durchweg harmonisch, aber Michael gibt Paul Impulse zurück, Momente, in denen auch er spontan, witzig und ein Hauch verrückt war.

Und auch Carola rückt davon ab, Michael wieder ganz für sich zu haben, schließlich ist auch sie elf Jahre älter geworden und gehört wohl zu den „alten Leuten, die Gott danken, dass das jugendliche Feuer erloschen ist“. Die Liebe ist geblieben, trotz Koma. Vielleicht hatte Michael Glück, dass bei ihm ein Reset-Knopf gedrückt wurde und er sein Leben neu starten kann, mit Erkenntnissen über seine ihm nächsten Menschen und die damit verbundene Chance, es besser zu machen.

Happach spielt den Michael mit überbordendem Charme und Bindeglied zwischen Carola und Paul. Mit letzterem leidet man mit, so eindringlich bringt er die Sorge um den geliebten Menschen und den Schmerz des drohenden Verlusts der Liebe und der Beziehung rüber.

Ich bin Fan von Mona Seefried (Sturm der Liebe, Single Bells und O Palmenbaum, um nur drei der bekanntesten TV Formate zu nennen). Sie kann charmant, quirlig, beleidigt, aufbrausend, liebevoll, sprich, ALLE Facetten so glaubhaft spielen, dass es mich aus dem Sitz gehauen hat.

Stehende Ovation der leider wenigen Zuschauer war nicht Lohn genug für diesen wunderbaren Theaterabend. Mein Dank an unsere Intendanz, wieder so eine Perle eingekauft zu haben. Ende des Jahres 2022 geht das Stück erneut auf Tournee unter der Konzertdirektion Landgraf, es lohnt sich Augen und Ohren offen zu halten.

Vorstand der Volksbank im Bergischen Land in neuer Besetzung

Christian T. Fried ist neues Mitglied im Vorstand der Volksbank im Bergischen Land und bildet nun gemeinsam mit Vorstandsvorsitzendem Andreas Otto das zweiköpfige Leitungsgremium der bergischen Genossenschaftsbank. Sein Vorgänger Lutz Uwe Magney ist Ende Januar in den Ruhestand getreten.

Mit dem 49-Jährigen beruft die Bank ein „Eigengewächs“ und einen echten Bergischen in den Vorstand. Vor 30 Jahren, im Sommer 1992, begann der Remscheider seine Ausbildung bei der damaligen Volksbank Remscheid-Solingen, die 2017 durch Fusion mit der Credit- und Volksbank Wuppertal zur Volksbank im Bergischen Land wurde. Nach ersten Berufsjahren in der Filiale Hilden wechselte er 1999 in die Hauptverwaltung. Zuletzt leitete er als Generalbevollmächtigter den Bereich Betriebswirtschaft und Controlling.

„Ich gehe mit einer Mischung aus Stolz, Freude und dem Bewusstsein für die Verantwortung in die neue Aufgabe“, sagt Christian Fried. „Ich freue mich aufs Mitgestalten.“ Mit Andreas Otto ist er sich einig: Die bergische Genossenschaftsbank ist gut aufgestellt und muss nicht von rechts auf links gedreht werden. Aber die Veränderungen in der Welt und der Bankenwelt im Besonderen fordern auch von der Volksbank im Bergischen Land ständige Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Und so werden die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auch in der Arbeit des neuen Vorstandmitglieds Schwerpunkte bilden.

Christian Fried verantwortet den Bereich der sogenannten Marktfolge – also alle internen Bereiche wie die Kreditabteilung, Betriebswirtschaft und Controlling, Organisation und IT. Vorstandsvorsitzender Andreas Otto steht weiterhin dem „Markt“ vor. Er ist für das Privatkundengeschäft mit den Filialen und BaufinanzierungsCentern, die Firmenkundenabteilung und das Private Banking verantwortlich. Auch die Bereiche Personal und Kommunikation sind ihm zugeordnet. Über den „neuen“ Kollegen, den er seit vielen Jahren kennt und schätzt, sagt Andreas Otto: „Wir sind ein gutes Team und werden die Bank gemeinsam weiterentwickeln.“

Beitrag vom 07.02.2022 auf rs1.tv – Stadtfernsehen für Remscheid
Beitrag vom 20.01.2022 auf rs1.tv – Stadtfernsehen für Remscheid

ÖPNV: Befristete Umstellung auf Ferienfahrplan

Zeitlich befristete Umstellung des Fahrplanangebotes auf Ferienfahrplan aufgrund des coronabedingten hohen Krankenstands im Fahrdienst.

Die Lage in Bezug auf Corona führt im Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid GmbH nach wie vor zu einem überdurchschnittlich hohen Krankenstand im Fahrdienst. Selbst der Einsatz von Verwaltungspersonal, welches im Besitz eines Busführerscheins ist und bereits einzelne Fahrten im Schülerverkehr übernommen hat, konnte nur teilweise zur Entlastung der Gesamtlage führen.

Aufgrund dieser angespannten Personallage stellt der Verkehrsbetrieb den Fahrplan ab Donnerstag, 10. Februar 2022 auf den Ferienfahrplan um, wodurch sich das Gesamtangebot um etwa fünf Prozent reduziert. Dieser Ferienfahrplan wird jedoch zur Schulverkehrszeit mit zusätzlichen Verstärkerfahrten erweitert. Auch die durch den Dienstleister Reisebüro Növermann GmbH im Auftrag durchgeführten Schülerfahrten werden weiterhin angeboten. Auf anderen Strecken müssen Schüler jedoch ggf. auf normale Linienwagen ausweichen. Nach heutigem Stand gehen die Stadtwerke Remscheid davon aus, dass diese Änderungen zunächst bis zum 25. Februar 2022 Gültigkeit haben werden.

Details zu diesem erweiterten Ferienfahrplan entnehmen Sie bitte den Infos unter „Aktuelles“ auf www.stadtwerke-remscheid.de. Der Ferienfahrplan ist sowohl über die Fahrplanauskunft und über die SR App abrufbar als auch direkt an den jeweiligen Schulen über das Sekretariat erhältlich. Telefonisch können Fahrplanauskünfte unter der kostenpflichtigen Hotline 01806 – 50 40 30 eingeholt werden.

Mit dem erweiterten Ferienfahrplan soll Fahrgästen eine gewisse Planungssicherheit gegeben werden.

Kultur Nacht Solingen im März

Nach der kurzfristigen Absage 2020 und dem kompletten Ausfall 2021 sind in Solingen alle Beteiligten energisch und optimistisch an die Planung und Durchführung der Kultur Nacht 2022 herangegangen. So ist wieder ein vielfältiges Programm in den Kultureinrichtungen, den „Kultursternen“, zusammengestellt worden.

Erstmals mit dabei sind zwei neue Kultursterne, nämlich die Bergische VHS in Kooperation mit der Stadtbibliothek und das Haus der Jugend an der Dorper Straße. Auch die Fahrt mit den Programm-Bussen der Verkehrsbetriebe ist dabei, dieses Mal gestrafft auf einem Rundkurs vom Hauptbahnhof bis Gräfrath und zurück mit Haltepunkten an oder nahe den Kultursternen.

Bitte beachten Sie, dass es für einzelne Programmpunkte und Veranstaltungsorte aus Sicherheitsgründen Kapazitätsgrenzen gibt. Sie müssen dann gegebenenfalls auf alternative Angebote ausweichen.

Das Programmheft als Download

Update: Lüttringhausen: Vodafone-Störung durch Kaskadenausfall behoben

Es gab eine große Störung bei Vodafone. Es handelte sich bei der Störung, die Vodadone seit ca. 7.2.2022 – 22.10 Uhr bekannt war, um einen Kaskadenfehler (Ausfall eines Netzelements). Die Behebung kann langwierig sein. In Einzelfällen dauerte es länger als 14 Tage den Fehler zu beheben. Aber Remscheid hatte Glück, der Fehler wurde noch in der Nacht behoben.

Der Ausfall betraf indestens den Bereich der Altstadt Lüttringhausens, über die Barmer Straße bis Linde.

Sonntag: Warnung vor Dauerregen

Am Sonntag (06.02.) kann es im Bergischen Land zu erhöhten Niederschlägen kommen. Wachsamkeit ist angezeigt.

Der Hochwassereinsatzstab der Bezirksregierung Düsseldorf und der Wupperverband informierten darüber, dass es am Sonntag, 6. Februar 2022, zu erhöhten Niederschlägen kommen kann. Demnach wird im Bergischen Land ein Dauerregen mit 25 bis 40 mm/m2 Niederschlag erwartet. Vereinzelt sind auch Mengen über 50 mm/m2 nicht ganz ausgeschlossen. Diese Niederschlagsmengen können dazu führen, dass die Gewässer über die Ufer treten.

Die Situation wird fortlaufend beobachtet, etwa vom Hydrologen vom Dienst beim Wupperverband. Wenn sich die Vorhersagen bestätigen, werden die Feuerwehren Kontrollfahrten an möglichen Hotspots wie Brücken und Auenlagen vornehmen.

Sollte es tatsächlich zu bedrohlichen Niederschlagsmengen kommen, wird aktuell und kurzfristig informiert.

Man sollte am Sonntag aufmerksam bleiben und sich auch selbst aktuell über die Wetterlage informieren. Wichtige Informationen zur Wetterlage bieten auch die Nina-Warn-App, das Hochwasserportal des Wupperverbandes: https://hwpsn.wupperverband.de/ und der Hochwassermeldedienst NRW: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/wasser/hochwasserschutz/hochwasser-meldedienst-nrw/.

Greenpeace lädt wieder zur Uferreinigung an die Wupper

Die nächste Müllsammelaktion von Greenpeace Remscheid an der Wupper ist am Samstag, 12. Februar 2022. Mit dabei sind dieses Mal außer Greenpeace Remscheid u.a. der Bund Umwelt und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund (NABU), der Verschönerungs- und der Angelverein von Burg an der Wupper.

Um ein großes Uferstück vom Unrat zu befreien, stehen zwei verschiedene Treffpunkte zur Auswahl. Um 11 Uhr starten die freiwilligen Helfer*innen am Wiesenkotten und um 12 Uhr am Parkplatz Hasencleverstraße, gegenüber der ehemaligen Grundschule, in Solingen Unterburg.

Die Technischen Betriebe Solingen werden für die Müllentsorgung einen Container aufstellen. In Abstimmung mit der Biologischen Station Mittlere Wupper werden wir Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, damit über die Stiefel nicht unabsichtlich die Salamanderpest verbreitet wird. Nach den erfolgreichen Aktionen diesen Januar und letzten Juli hofft Greenpeace auf zahlreiche freiwillige Helfer*innen. Geeignete Kleidung, insbesondere Gummistiefel, sind dringend empfohlen.

Ohligs und Wald: Elsässer Straße und Klommenberg werden saniert

Im Zuge des städtischen Deckenprogramms werden ab Dienstag, 8. Februar, zwei weitere Straßen saniert: Die Elsässer Straße in Ohligs (Untere Benrather Straße bis Hausnummer 15) sowie die Straße „Klommenberg“ in Wald. Die Arbeiten an der Fahrbahn und Teilen des Gehwegs starten am Dienstag, 8. Februar, und dauern auf beiden Straßen voraussichtlich etwa drei Wochen.

Zu Beginn werden die alte Fahrbahndecken abgefräst, dann die Straßeneinbauten reguliert, abschließend wird der neue Asphalt aufgebracht. Die Regulierungsarbeiten finden im laufenden Verkehr statt, zum Fräsen und Asphalteinbau sind Vollsperrungen notwendig.

Allee-Center: Bauantrag eingereicht

Wenn man alle Ordner, die der Bauantrag zum größten Umbau in der Geschichte des Allee-Centers Remscheid umfasst, aufeinanderstapelt, ergibt das einen kleinen Turm. Kein Wunder, umfasst der Antrag zahlreiche dicke Ringbuchordner. Eingeflossen ist die sorgfältige Arbeit von mehr als einem Dutzend Expertinnen und Experten, die im Vorfeld geprüft und erarbeitet haben, wie ein Umbau in dieser Größenordnung sicher und möglich ist. „Ende letzten Jahres haben wir den Bauantrag planmäßig und offiziell beim Bauordnungsamt der Stadt eingereicht“, freut sich Center Manager Nelson Vlijt, der die enge Zusammenarbeit mit dem Bauordnungsamt zu schätzen weiß.

Neue Rollsteige im Anmarsch – bis dahin steht die bisherige still

Nicht nur optisch, sondern auch technisch wird das Allee-Center in den kommenden knapp anderthalb Jahren aufgewertet. Zum Beispiel mit der nagelneuen Rollsteige, die im März angeliefert wird. Eine logistisch herausfordernde Aktion, denn sie wird in einem Stück ins Center gebracht, nachdem die bisherige auf dieselbe Art entfernt wurde. Bis dahin wird die Rollsteige, die nach oben führt, übrigens nicht rollen, sondern weiterhin stehen: „Wir hätten sie gerne noch repariert, aber aktuell dauert die Ersatzteillieferung sehr lange. Die neue Rollsteige trifft vermutlich früher ein als die Ersatzteile. Daher bitten wir unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis, dass es auf dem neuen Weg, den wir mit dem Umbau beschreiten, auch immer mal Umwege gibt“, erklärt Nelson Vlijt.

Schätzspiel zum Bauantrag in den Sozialen Medien – Umbau-Infos auf der Website

Der gesamte Center-Umbau wird in den nächsten Monaten von vielen kleineren und größeren Geschichten und Infos, sowie Gewinnspielen und weiteren Aktionen begleitet.

So gibt es auf der Instagram-Seite des Centers direkt zum Bauantrag ein Schätzspiel: Ab dem 4. Februar dürfen die Follower raten, wie schwer dieser wohl ist.

Zu gewinnen gibt es einen Center-Gutschein im Wert von 100 Euro. „Schätzen tun wir in dem Sinne nicht nur das Gewicht, sondern auch die Aufgabe des Bauordnungsamtes, den Antrag nun zu prüfen,“ so Nelson Vlijt „auf unserer Website ist ein neuer Bereich eingerichtet, auf dem alle weiterführenden Informationen und Hintergründe zum Umbau für Interessierte zu finden sind.“

Pressemitteilung vom Allee-Center Remscheid

Erweitertes Kinderimpfen in der städtischen Impfstelle im Zentrum Süd

Ab sofort können sich auch Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr in der städtischen Impfstelle (Rosenhügeler Straße 2-8) mit ihrem Kinderimpfstoff von BioNTech impfen lassen. Das Online-Buchungsportal lässt ab sofort die Reservierung des passenden Wunschtermins zu. Die Impfung von Jugendlichen (12 – 17 Jahre) und Erwachsenen ab 18 Jahren läuft parallel weiter. Um den Schutzbereich für die Kleinen wie bisher zu gewährleisten, werden sie in einem separaten Impfbereich betreut und versorgt.

Neu ist voraussichtlich ab Mitte nächster Woche (09.02.) bei der Buchung des Ersttermins für die Kleinen: Ein Zweitimpftermin wird zwar weiterhin nach exakt drei Wochen automatisch vom Buchungssystem eingebucht. Wenn dieser automatisch vergebene Zweitimpftermin wegen Krankheit oder anderer Umstände nicht wahrgenommen werden konnte, besteht dann die Möglichkeit, diesen Termin online neu zu buchen. Auch die individuelle Buchung eines Kinder-Zweitimpftermins – ohne dass die Erstimpfung in der städtischen Impfstelle stattgefunden hat –, wird dann möglich.

Das städtische Impfteam sorgt mit dieser Erweiterung der Terminbuchungsmöglichkeiten für eine noch flexiblere und vereinfachte Kinder-Coronaschutzimpfung. Mehr Informationen zum Kinderimpfen gibt es hier.

ZDF-Reportage „37°“ über Missbrauch in Kirche und Sport

Als Kinder oder Jugendliche wurden sie Opfer von sexualisierter Gewalt und bleiben ein Leben lang gezeichnet. Die „37°“-Reportage „Nicht vergessen, nie vergeben – Mein Leben nach dem Missbrauch“ zeigt am Dienstag, 8. Februar 2022, 22.30 Uhr im ZDF, mit welchen Folgen Betroffene noch Jahrzehnte später zu kämpfen haben und wie sie es schaffen können, sich selbst zu helfen. Autor Yves Schurzmann erzählt in „37°“ die Geschichten dreier Menschen, deren Leben schon früh erschüttert wurde, die sich heute aber öffentlich zur Wehr setzen und sich darüber hinaus engagiert auch für andere Missbrauchsopfer einsetzen. Die „37°“-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Auch wenn Klaus von manchem "Bodenpersonal" der Kirche schwer enttäuscht ist, so hat er sich sein Gottvertrauen bewahren können. © ZDF / Arne Wolter
Auch wenn Klaus von manchem „Bodenpersonal“ der Kirche schwer enttäuscht ist, so hat er sich sein Gottvertrauen bewahren können. © ZDF / Arne Wolter

„Mein größter Traum war es, Priester zu werden.“ Klaus (48) war als Jugendlicher Messdiener. Die Kirche, die Religion und sein Glaube gaben ihm Halt und die Orientierung, die er in seiner Familie vergeblich suchte. Drei Priester an unterschiedlichen Orten nutzten ihre emotionale Macht über den jungen Mann aus, und am Ende zerbrach sein Traum vom Leben als Geistlicher.

Ulrikes große Leidenschaft ist Sport. Ein Trainer schaffte es fast, diese zu zerstören. © ZDF / Arne Wolter
Ulrikes große Leidenschaft ist Sport. Ein Trainer schaffte es fast, diese zu zerstören. © ZDF / Arne Wolter

Ulrikes Leidenschaft war von Kindheit an die Leichtathletik. Schon früh galt sie als Talent und wurde gefördert. Doch ihr Trainer hätte ihre Liebe zum Sport fast zerstört: „Diese Verbindung von emotionaler Erpressung und dem körperlichen so engen Kontakt, das war unerträglich.“ Die heute 43-Jährige erzählte über 20 Jahre lang niemandem etwas über die Geschehnisse – aus Scham und Unsicherheit. Heute arbeitet sie als Mental Coach, und viele ihrer Klientinnen und Klienten berichten von ähnlichen Erfahrungen.

Detlev arbeitet seit vielen Jahren im Betroffenenrat der evangelischen Kirche mit. © ZDF / Arne Wolter
Detlev arbeitet seit vielen Jahren im Betroffenenrat der evangelischen Kirche mit. © ZDF / Arne Wolter

Als er 14 Jahre alt war, wollte sich Detlev das erste Mal das Leben nehmen. Der heute 60-Jährige wurde in einem evangelischen Kinderheim jahrelang missbraucht und schwer misshandelt. Jahrzehntelang verdrängte er das Leid, bis er schließlich unter dieser Last zusammenbrach. Heute kämpft er dafür, dass sich die evangelische Kirche ihrer Verantwortung stellt.

WDR: Neues Zuhause für das „Studio für Elektronische Musik“

Das weltberühmte „Studio für Elektronische Musik“ (SEM) des WDR bekommt ein neues Zuhause: Der Rat der Stadt Köln stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag (3.2.2022) dem Vorschlag zu, das Kölner Zentrum für Alte Musik (zamus) um das „Studio für Elektronische Musik“ des WDR zu erweitern. Vorausgegangen waren Gespräche zwischen WDR, Stadt und Land. Das „zamus 2.0/SEM“ soll zu einem internationalen Produktions- und Veranstaltungszentrum ausgebaut werden, in dem das „Studio für Elektronische Musik“ öffentlich genutzt werden kann.

Matthias Kremin, Programmbereichsleiter WDR 3 und WDR 5: „Mit dem ,Studio für Elektronische Musik‘ hat der WDR Kulturgeschichte geschrieben. Ich freue mich sehr, dass es nun gelingt, diese kulturelle Errungenschaft in die Gegenwart und Zukunft zu überführen. Damit bleibt das Studio ein Ort für kreative musikalische Begegnungen in Nordrhein-Westfalen.“

Das legendäre, in den 1950er Jahren gegründete „Studio für Elektronische Musik“ war das erste Studio dieser Art weltweit und hat international Musikgeschichte geschrieben. Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel oder Bernd Alois Zimmermann schufen dort bedeutende Werke, die bis heute viele Spielarten der Musik prägen: von Neuer Musik über Elektronische Musik bis hin zu Techno und Pop.

„WDR 3 Forum“ zur Zukunft der Neuen Musik

Die Sendung „WDR 3 Forum“ beschäftigt sich am Sonntag, 13.2.2022, ab 18.04 Uhr mit dem Thema „Zur Zukunft der Neuen Musik. Das Studio für Elektronische Musik des WDR bekommt eine Perspektive“. Gäste der von Michael Köhler moderierten Podiumsdiskussion sind Isabel Pfeiffer-Poensgen (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW), Stefan Charles (Beigeordneter für Kunst und Kultur der Stadt Köln), Melanie Froehly (Geschäftsführerin KGAM e.V.), Prof. Dr. Rainer Nonnenmann (Musikwissenschaftler), Daniel Mennicken (Geschäftsführer ON – Neue Musik Köln e.V.) und Matthias Kremin (Programmbereichsleiter WDR 3 und WDR 5).