Mit sechs Punkten zu mehr Chancengleichheit

Die Brailleschrift ermöglicht blinden Menschen ein unabhängiges Leben.

Während die anderen Papier und Stift zur Hand nehmen, greift Julienne im Unterricht zur Braille-Tafel. Die 13-Jährige aus Kamerun ist blind, und sie gehört zu den Besten in ihrer Klasse. Schnell flitzen ihre Finger über die Schreibtafel. Sie drücken mit dem Griffel die Punkte in das eingelegte Blatt der aufklappbaren Tafel. Inzwischen ist Julienne genauso flink wie ihre Mitschülerinnern und Mitschüler, wenn sie sich Notizen macht oder ihre Klassenarbeiten schreibt. 1825 erfand Louis Braille die Blindenschrift, die jeden Buchstaben durch eine Kombination aus sechs Punkten ersetzt. Ein Meilenstein, der zahlreichen Menschen rund um den Globus das Lesen und Schreiben ermöglicht – und ihnen den Weg zu Schule und Beruf öffnet. Anlässlich des Welt-Braille-Tags am 4. Januar erinnert die Christoffel-Blindenmission (CBM) an die Bedeutung dieser Punktschrift für blinde und sehbehinderte Menschen. Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. „Dort sind blinde Kinder häufig noch immer vom Schulbesuch ausgeschlossen“, sagt CBM-Vorstand Dr. Rainer Brockhaus. „Deshalb setzt sich die CBM in ihren Projekten dafür ein, dass diese Kinder Braille-Schrift lernen und zur Schule gehen können.“

Bildung schenkt Zukunft

So war es auch bei Julienne. Das Mädchen kommt aus einer abgelegenen Region, drei Autostunden von der Hauptstadt Yaoundé entfernt. „In unserem Dorf gab es keine Schule für Kinder, die wie ich nicht sehen können“, berichtet Julienne. Sie ist das jüngste von sieben Kindern. Ihre Eltern haben nicht das Geld, sie auf eine der wenigen inklusiven Schulen im Land zu schicken. Ohne die Hilfe des CBM-Partners Promhandicam hätte Julienne keinen Zugang zu Bildung und zu all den Möglichkeiten, die sich dadurch jetzt für sie eröffnen. Promhandicam ermöglichte dem Mädchen, die von ihm geförderte inklusive Schule in Yaoundé zu besuchen. Julienne fühlt sich wohl in dieser Schule, in der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen und spielen. Wie viele ihrer Mitschüler, die aus ganz Kamerun hierherkommen, wohnt sie im angeschlossenen Internat. Der CBM-Partner trägt die Kosten für die Unterkunft, den Schulbesuch und die Braillematerialien. Julienne hat große Pläne für die Zukunft: Sie will einen sozialen Beruf ergreifen, anderen Menschen helfen und dafür nach dem Schulabschluss eine Ausbildung machen. Ihre Chancen stehen gut. Denn hier bekommt sie die Förderung, die sie braucht, um einmal allein im Leben zurecht zu kommen. Damit sie, so wie alle anderen auch, ihren Weg geht und ihr Land später mit ihren Fähigkeiten bereichert.

Mehr als 110 Jahre Entwicklungshilfe

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland. Sie fördert seit mehr als 110 Jahren Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern. Die Aufgabe der CBM ist es, das Leben von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Behinderungen zu vermeiden und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Die CBM unterstützt zurzeit 540 Projekte in 51 Ländern. Weitere Informationen unter www.cbm.de.

Verkehrsunfallflucht unter Alkoholeinfluß

Am Neujahrsmorgen um 07.45 Uhr befuhr ein 31jähriger Bonner mit einem Ford Transit die Nordstraße in Remscheid in westliche Richtung. Während der Fahrt kam er aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und prallte gegen vier am Fahrbahnrand geparkte Pkw. Ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern, setzte der Fahrzeugführer seine Fahrt fort, bis er wenig später erneut gegen ein geparktes Fahrzeug prallte. Von dort aus flüchtete der Unfallfahrer zunächst zu Fuß von der Unfallstelle, konnte aufgrund der Beschreibung einer aufmerksamen Zeugin aber im Nahbereich angetroffen und kontrolliert werden. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten Alkoholgeruch bei dem Unfallfahrer, so dass ihm später eine Blutprobe entnommen wurde. Der 31jährige konnte keinen Führerschein vorweisen und scheint nach ersten Ermittlungen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein.

Das Fahrzeug des Beschuldigten war nicht mehr fahrtüchtig und wurde abgeschleppt.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 25.000 Euro.

02.01.2021: Corona in Wuppertal

Es gibt insgesamt 9.650 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 151,8. 218 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage539
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW151,8
Fälle gesamt9.650
Fälle gesamt/100.000 EW2.717,5
Todesfälle gesamt218
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

02.01.2021: Corona in Solingen

Es gibt insgesamt 4.909 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 101,1. 99 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage161
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW101,1
Fälle gesamt4.909
Fälle gesamt/100.000 EW3.082,7
Todesfälle gesamt99
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

Presseschau 1. Januar 2021

Diese Themen waren am 1. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Mitteldeutsche Zeitung zu Lockdown/Corona

Es ist ernüchternd: Das Land ist seit zwei Wochen im harten Lockdown, und die Kurve mit den Zahlen der Neuinfektionen will sich einfach nicht nach unten bewegen. Schon jetzt ist klar, dass die Ministerpräsidenten, wenn sie am 5. Januar zusammentreten, eine Verlängerung der Schutzmaßnahmen beschließen werden. Es braucht aber mehr. Es muss endlich eine Analyse auf den Tisch, warum Deutschland im Kampf gegen das Virus auf der Stelle tritt. Eine einfache Erkenntnis dabei könnte sein, dass die Gesellschaft insgesamt die Dringlichkeit der Schutzmaßnahmen weniger ernst nimmt.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Schäuble mahnt ausgewogene Entscheidungen von Bund-Länder-Gipfel am Dienstag an

Bundestagspräsident: „Auf so viel Freiheit wie möglich setzen“ – „Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Todesfall zu verhindern“

Osnabrück. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat vor dem nächsten Corona-Gipfel zu ausgewogenen Entscheidungen aufgerufen. Bei den erforderlichen Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern „bleibt es zentral, dass die Exekutive die Verantwortung des Einzelnen fest im Blick hält und auf so viel Freiheit wie möglich setzt“, sagte Schäuble im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Es ist schier unmöglich, per Gesetz jeden Corona-Todesfall zu verhindern“, erklärte Schäuble. Es sei daher seine „Grundüberzeugung“, dass die Politik die Abwägung zwischen dem Schutz des Lebens und den Nachteilen der Anti-Corona-Maßnahmen „nicht komplett per Verordnung oder Gesetz auflösen kann, sondern dass die Verantwortung auch in den Händen der Ärzteschaft, von Wissenschaft und Ethikern liegt“.

„Die Ressourcen strikt nach verbleibenden Lebensjahren zu verteilen wäre unbarmherzig den Älteren gegenüber“, betonte Schäuble. „Das ist nicht mein Verständnis von Menschenwürde, wenngleich ich als 78-Jähriger nicht ganz unparteiisch in dieser Frage bin. Gleichwohl plädiere ich dafür, dass wir, statt alles gesetzlich regeln zu wollen, mehr Zutrauen in die Verantwortung des Einzelnen, also vor allem die der Ärzte, setzen sollten.“

Mit Blick auf die Abwägung zwischen Lebensschutz und Kollateralschäden verwies der Bundestagspräsident auf Warnungen der UN und der Welthungerhilfe vor Millionen von Unterernährung und Hungertod bedrohten Menschen durch die Folgen der Pandemiebekämpfung. „Gesperrte Häfen, geschlossene Märkte und unterbrochene Lieferketten treffen Bauern hart. Sie können ihre Ernte nicht mehr verkaufen, und es fehlt ihnen an Dünger und Saatgut, die Nahrungsmittelpreise steigen dadurch massiv. Das zeigt die komplexen Zusammenhänge: Wir können nicht um jeden Preis jedes Leben schützen, und alles andere muss dahinter zurücktreten.“

Mit Blick auf die deutsche Corona-Politik forderte Schäuble: „Es braucht weiterhin den offenen Umgang mit den schwierigen Abwägungsprozessen und das flexible Vorantasten, denn niemand weiß alleine, wie es am besten geht.“ Es gebe auch keinen Wissenschaftler, der den Stein des Weisen besäße. „Wir leben ein Stück weit im Ungewissen. Das gehört zum Leben dazu. Mein Eindruck ist aber, dass in Deutschland die Abstimmung zwischen den Bundesländern nach manchen Verstimmungen, die nicht ausbleiben können, nun so gut gelingt, dass ausgewogene und vernünftige Entscheidungen getroffen werden.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Schäuble: Corona ist Auftrag an Deutschland und EU zu mehr internationaler Verantwortung

Bundestagspräsident sieht Pandemie als Chance – „Wird uns selbst nicht mehr lange gut gehen, wenn wir nicht zu fairen Lebenschancen für die anderen beitragen“

Osnabrück. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht in der Corona-Pandemie einen Auftrag an Deutschland und die EU, mehr internationale Verantwortung zu übernehmen. „Es wird uns selbst nicht mehr lange gut gehen, wenn wir nicht dazu beitragen, dass auch die anderen eine faire Lebenschance haben. Corona hilft uns, das zu begreifen. Diese Chance sollten wir nutzen“, forderte Schäuble im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Dass wir Deutschen und Europäer dabei helfen, die unglaublichen Herausforderungen, die sich uns stellen, besser zu meistern, das ist mein großer Wunsch für das Jahr 2021.“

Es wäre „ein katastrophaler Fehler“, wenn das Virus den Blick für die anderen großen Probleme dieser Welt verstellen würde, warnte Schäuble und nannte „allen voran den Klimawandel und den Verlust an Artenvielfalt, aber auch den Hunger, das Elend und die dadurch ausgelösten Fluchtbewegungen“. Die Pandemie habe sich rasend schnell über den Globus verbreitet. „Das schärft das Bewusstsein dafür, wie eng wir zusammenleben.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Europa

Die „Frankfurter Rundschau“ meldet in ihrer Samstagsausgabe (02.01.2021):

Bilder wie jene von frierenden Flüchtlingen in Bosnien sind von Europa zur Abschreckung eiskalt einkalkuliert

Flucht nach Europa: Eiskalte Abschreckung in Bosnien

Seit Jahren fließt EU-Geld in Aufklärungskampagnen über die Risiken „irregulärer Migration“ nach Europa – so etwa im westafrikanischen Senegal. Derweil machen dieser Tage Bilder von Männern aus Afghanistan und Pakistan die Runde, denen vor der EU-Grenze im Westen Bosnien-Herzegowinas auch mitten im Winter menschenwürdige Unterkünfte verweigert werden. Die bosnische Armee stellt ihnen lediglich Zelte hin.

Diese beiden scheinbar zusammenhanglosen Entwicklungen erfüllen denselben Zweck: Sie sollen Menschen, die es in ihrem Leid oder in ihrer Hoffnungslosigkeit nach Europa drängt, davon abhalten, sich nach ebendort auf den Weg zu machen. Und die Liste ließe sich lange fortsetzen: Man denke etwa an das Elendscamp auf der Insel Lesbos, an die geplanten Haftlager an den EU-Außengrenzen oder an die gezielte Behinderung von Seenotrettung.

Garstige Bilder wie jene aus Bosnien werden von der europäischen Staatengemeinschaft also nicht nur „einfach so hingenommen“, wie manche meinen – sie sind eiskalt kalkuliert.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Mitteldeutsche Zeitung zum Brexit

Bald schon könnte die Stimmungslage aber ganz anders aussehen. Denn nun wird der Brexit auf der Insel seine volle Wirkung entfalten. Und viele Briten dürften erstaunt feststellen, dass oft das Gegenteil dessen eintritt, was die Brexit-Fans ihnen versprachen. Ein Realitätsschock droht, ähnlich dem, was viele Trump-Fans in den USA durchleben. Die Unabhängigkeitsbewegung gewinnt nicht nur in Schottland, sondern erstmals sogar in Wales an Kraft. Die von Johnson versprochene „nationale Erfüllung“ durch den Brexit könnte sich also schon bald als nationaler Albtraum entpuppen. Statt „die Kontrolle zurückzugewinnen“ könnte London die Kontrolle rasch verlieren.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Deutschland

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Superwahljahr 2021

2021 ist ein Wahljahr. In sechs Landtagen und im Bundestag werden die Karten neu gemischt. Gerade in den Ländern zeigt sich, welche Risiken und Chancen der Föderalismus in der Krise birgt. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass sich die allgemeine Stimmungslage der Menschen bei der einen Partei mehr als bei der anderen in Prozenten niederschlagen wird. Abseits aller Feinheiten in den Wahlprogrammen. Wenn Millionen Bürger am 26. September über die Mehrheit im Bundestag und damit über einen neuen Kanzler zu bestimmen, wird neben ein bisschen Anerkennung vor allem die Frage entscheidend sein, wem man am meisten zutraut, dass es 2022 und die folgenden Jahre wieder dynamisch vorwärts gehen wird. Und wer sich in der Krise im Rückblick halbwegs bewährt hat.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Schäuble: Unions-Kanzlerkandidat muss nicht Parteivorsitzender sein

CDU-Grande verweist auf frühere Diskussionen – Entscheidung zwischen Ostern und Pfingsten früh genug

Osnabrück. CDU-Grande Wolfgang Schäuble hält einen Unions-Kanzlerkandidaten für möglich, der weder CDU- noch CSU-Chef ist. „Dass jemand zum Kanzlerkandidaten bestimmt wird, der kein Parteivorsitzender ist, ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen“, sagte Schäuble im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Ähnliche Diskussionen gab es ja auch bereits früher einmal.“ Zugleich betonte der 78-Jährige: „Aber ich gebe hier keine neue Nahrung für Personalspekulationen, lassen wir uns überraschen.“

Die CDU will zunächst auf einem Online-Parteitag am 16. Januar ihren neuen Vorsitzenden wählen. „Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen sind alle drei für dieses Amt geeignete Persönlichkeiten“, sagte Schäuble. „Den Kanzlerkandidaten sollten CDU und CSU dann gemeinsam nach Ostern und vor Pfingsten bestimmen. Das reicht völlig aus, damit die Union einen gemeinsamen und überzeugenden Wahlkampf führen kann.“

Mit Blick auf die Kanzlerkandidatur liegen Laschet, Merz und Röttgen in Umfragen abgeschlagen hinter CSU-Chef Markus Söder. Der beliebteste Politiker in Deutschland ist einer jüngsten Umfrage zufolge aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der selbst nicht für den CDU-Chefposten kandidiert, sondern Laschet unterstützt.

Den Rückzug von Angela Merkel nach der Bundestagswahl im kommenden September sollte die CDU nach dem Willen Schäubles für einen Neuanfang nutzen. „Wir machen einen Fehler, wenn wir glaubten, wir müssten alles einfach nur so lassen, wie es war – und dann wird alles gut. Stillstand ist Rückschritt, und Angela Merkel hat das schon 1999 als CDU-Generalsekretärin klar erkannt – früher übrigens als ihr damaliger Parteivorsitzender“ (das war Schäuble selbst). „Eine Partei, die nur für das steht, was früher gewesen ist, würde ihrem Auftrag nicht gerecht werden“, sagte er.

Klar sei aber auch: „Je näher der Tag rückt, an dem Angela Merkel – wie sie es angekündigt hat – nicht mehr Bundeskanzlerin ist, umso mehr werden wir sie vermissen“, so Schäuble. „Sie gibt in dieser bitteren Pandemie den Menschen ein hohes Maß an Vertrauen und Halt. Das ist ein Glück für unser Land.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Wirtschaft und Finanzen

Verbot von Werkverträgen führt zu Masseneinstellungen bei Fleischfirmen

Das seit 1. Januar geltende Werkvertragsverbot in der Fleischindustrie führt zu einem massiven Wachstum der Stammbelegschaft in deutschen Fleischunternehmen. Allein die drei großen Konzerne Tönnies, Vion und Westfleisch haben kurz vor Inkrafttreten des Verbots erklärt, insgesamt mehr als 10.000 Beschäftigte zu übernehmen, die bislang bei externen Subunternehmen angestellt waren. Das berichtet die in Berlin erscheinende Zeitung „nd“ in ihrer Wochenendaugabe „nd.Die Woche“ (Samstag).

„Die Übernahme der Werksvertragsmitarbeiter ist seit September in vollem Gange“, erklärte ein Sprecher von Tönnies gegenüber der Zeitung. Nach Abschluss der Direkteinstellungen „werden unsere Häuser um mehr als 6000 Stammbeschäftigte in den Kernbereichen der Produktion wachsen“.

Bei Vion hätten bis Ende 2020 rund 3300 externe Beschäftigte an deutschen Standorten gearbeitet, teilte ein Sprecher „nd.Die Woche“ mit. „Vion übernimmt die bisherigen Werkvertragsmitarbeiter in der Produktion an allen Standorten.“

Westfleisch hat nach eigenen Angaben bereits 2014 damit begonnen, externe Mitarbeiter direkt anzustellen. Mit der Integration von rund 3000 Werkvertragsbeschäftigten bis zum 1. Januar 2021 steige die Zahl der Stammbeschäftigten auf rund 7000 Männer und Frauen, so die Pressestelle.

Der Bundestag hatte im Dezember beschlossen, dass ab 1. Januar 2021 im Kernbereich der Fleischindustrie, also fürs Schlachten, Zerlegen und für die Fleischverarbeitung, keine Werkvertragsbeschäftigten mehr eingesetzt werden dürfen. Eilanträge gegen das Gesetz hatte das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch abgelehnt.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

DIW-Chef Marcel Fratzscher warnt vor einem „Jahr der Ernüchterung“

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, rechnet nicht mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung in diesem Jahr. „Viele Wirtschaftsprognosen sind zurzeit vom Wunschdenken eines schnellen Endes der Pandemie und einer umgehenden wirtschaftlichen Erholung im Jahr 2021 geprägt“, schreibt er in einem Gastbeitrag für den „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe). „Dies dürfte sich als Illusion erweisen.“ Fratzscher geht davon aus, dass mit der andauernden zweiten Infektionswelle die Wirtschaftskrise nicht so schnell überwunden sein wird. Zudem sei die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal geschrumpft und das könnte sie laut Fratzscher „sehr wohl auch im ersten Quartal 2021 tun, sodass die Wirtschaft damit in eine zweite Rezession fallen dürfte“.

„So könnte 2021 zum Jahr der Ernüchterung werden, zumindest was die Wirtschaft betrifft“, schreibt Fratzscher. „Unternehmensinsolvenzen könnten deutlich steigen, da viele so stark überschuldet sind, dass sie entweder keine Bankkredite mehr bekommen oder keine mehr wollen, Rücklagen aufgebraucht haben und die Aufschiebung der Antragspflicht für Unternehmensinsolvenzen auslaufen wird.“ Mit den Problemen der Unternehmen dürfte Fratzschers Einschätzung zufolge auch die Arbeitslosigkeit steigen. „Vor allem die Schwächsten, wie die MinijobberInnen, dürften den höchsten Preis zahlen.“

Online lesen: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/zwischen-rezession-und-boom-2021-koennte-zum-jahr-der-ernuechterung-werden/26761928.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Welt

Transatlantische Normalität ist fern

Weil Donald Trump viel Porzellan zerschlagen hat, darf der neue US-Präsident Joe Biden die Beziehung zu Europa wieder kitten. Von Thomas Spang.

Die Katastrophe konnte so eben noch einmal abgewendet werden. Donald Trump schaffte es mit seiner „Amerika zuerst“-Politik nicht, die Nato zu zerstören, von Afghanistan über Deutschland bis Südkorea US-Truppen abzuziehen oder den freien Handel, den Klimaschutz und die universale Geltung der Menschenrechte zu unterminieren. Aber er hat es nach Kräften versucht.

Hätte dieser überforderte US-Präsident, Egozentriker und Selbstdarsteller nur etwas mehr politisches Talent bewiesen, stünden die Dinge nach vier Jahren an der Spitze der Supermacht heute vermutlich anders. Dass am 20. Januar Schlag zwölf Uhr Mittag die Amtszeit Trumps unweigerlich zu Ende geht, garantiert vor allem eines: Es kann nur besser werden.

Obwohl mit Joe Biden jetzt ein alter Freund Europas 46. Präsident der Vereinigten Staaten wird, kehrt mit ihm nicht automatisch transatlantische „Normalität“ zurück. Der „Amerika First“-Nationalismus Trumps hat in den vergangenen vier Jahren die Sollbruchstellen der multilateralen Nachkriegsordnung offengelegt.

Während die Europäer, allen voran die Deutschen, den militärischen Schutz der USA viel zu lange für selbstverständlich nahmen, behandelte sie der Geschäftsmann im Weißen Haus wie tributpflichtige Vasallen. Besonders schmerzhaft zutage trat dabei die Tatsache, dass die Europäische Union nicht einmal ihre eigenen Außengrenzen alleine verteidigen kann.

Dass die USA über sieben Jahrzehnte seit Ende des Zweiten Weltkriegs diese Lasten durch die Nato geschultert haben, verschleierte das Defizit. Trump hat durch sein Auftreten die Sensibilität für den Wert des Bündnisses geschärft. Statt Schadenfreude über den so gut wie gescheiterten Truppenabzug aus Deutschland zu empfinden, ist Demut geboten, gerade noch einmal mit dem Schrecken davongekommen zu sein. Es wäre ein großer Fehler, einfach wieder zur Tagesordnung übergehen zu wollen. An einer robusten Diskussion, wie Europa seine eigene Sicherheit unter dem Dach der Nato organisieren will, führt kein Weg vorbei.

Das hat auch der überzeugte Trans-Atlantiker Biden bereits unmissverständlich klargemacht. Zumal die USA in anderen Teilen der Welt Kapazitäten brauchen, den strategischen Rivalen China einzudämmen. Bidens designierter Außenminister Anthony Blinken brachte die veränderte Lage nach vier Jahren „Amerika zuerst“ mit einer oft zitierten Beobachtung gut auf den Punkt. Die Welt neige nicht dazu, sich selber zu organisieren. Mindestens nicht so, wie es im nationalen Interesse liegt.

Mit dem Rückzug der USA unter ihrem Anführer Trump füllten autoritäre Mächte wie China, Russland, die Türkei und Saudi-Arabien die entstandenen Vakuen, während die Europäische Union auf der anderen Seite nicht zuletzt auch wegen des Brexits mit ihrer Einheit rang. Biden muss versuchen, verlorenen Boden wiedergutzumachen.

Während die Rückkehr in das Weltklima-Abkommen und die Weltgesundheitsorganisation einfache Schritte zu sein scheinen, hängt das Wiederbeleben des Atomabkommens mit dem Iran von den politischen Entwicklungen dort ab. Der Handel bleibt ein schwieriges Thema, wie auch der Umgang mit Russland und China von Ambivalenz geprägt ist.

Der gemeinsame Kampf gegen die Pandemie bietet sich für die neue amerikanische Regierung als idealer Ausgangspunkt für das transatlantische Wiederbelebungs-Projekt an. Die Kooperation des deutschen Unternehmens Biontech mit dem amerikanischen Pharma-Konzern Pfizer hat gezeigt, was möglich ist, wenn beide Seiten ihre Stärken kombinieren. Das kann mit frischem Elan und klarem Blick nun auch auf politischer Ebene gelingen.

Quelle: Mittelbayerische Zeitung – www.mittelbayerische.de

Silvester-Ziehung: Einer von vier Millionengewinnen geht nach Wuppertal

Prosit 2021! An Silvester wurden bei WestLotto weitere Millionäre des zurückliegenden Jahres ermittelt. Dank dem MillionenKracher wird der Traum vom Millionengewinn für vier WestLotto-Spielteilnehmende wahr, einer von vier Millionengewinnen geht nach Wuppertal. Da ist die Freude auf das neue Jahr besonders groß.

Zum Jahreswechsel gibt es die verschiedensten Bräuche. Gute Wünsche gehören zur Silvesternacht dazu, auch wenn diesmal das neue Jahr eher still und im kleinen Familienkreis begrüßt wird. Glückssymbole und gern gepflegte Traditionen dürfen dabei nicht fehlen. Wohl jeder von uns hat seine ganz eigenen Gewohnheiten, um sich möglichst viel Glück für die nächsten zwölf Monate zu sichern – egal ob Schornsteinfeger, Glückscent, vierblättriges Kleeblatt oder Zinngießen.

Größte Millionenchance des Jahres

In Nordrhein-Westfalen wartete am letzten Tag des alten Jahres ein besonderer Glücksmoment: der MillionenKracher. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:250.000 bot er bei WestLotto die größte Chance des Jahres auf eine Million Euro.

Die Gewinner

Aus einer Auflage von einer Million Lose wurden vier Spielteilnehmende ermittelt, die sich jetzt Millionär*innen nennen dürfen. Die entsprechenden Losnummern, die in der Gewinnklasse 1 gezogen wurden, sind in den Regionen Wuppertal, Krefeld, Dortmund und dem Rhein-Sieg-Kreis verkauft worden.

Darüber hinaus freuen sich die Spielteilnehmenden auf über 100.000 Gewinne zwischen 10 und 10.000 Euro. Neben den vier Spitzengewinnen verloste WestLotto noch 20 x 10.000 Euro, 200 x 1.000 Euro und 100.000 x 10 Euro.

WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter gratuliert den vier neuen Millionär*innen und vielen anderen Gewinnern im Jahr 2020: „Herzlichen Glückwunsch an die vier Neu-Millionäre. Das für uns alle nicht einfache Jahr 2020 geht dennoch für den einen oder anderen von uns recht positiv zu Ende.“

Ausverkauftes Loskontingent

Der MillionenKracher 2020 erwies sich wie im Vorjahr als Verkaufsschlager. Das auf eine Million Lose beschränkte Kontingent war bereits vor Weihnachten und damit deutlich vor der Ziehung am heutigen Silvestertag komplett verkauft. Lose konnte man sowohl in den WestLotto-Annahmestellen, wie auch digital unter www.westlotto.de erwerben.

Losnummern-Lotterie

Der MillionenKracher von WestLotto funktioniert nach dem Prinzip einer Losnummern-Lotterie. Jede sechsstellige Losnummer wird dabei per Zufallsgenerator ermittelt und nur einmal verkauft. Somit erhielten alle Spielteilnehmenden eine ganz persönliche, individuelle Glückszahl. Jedes Los kostete zehn Euro.

Veröffentlichung der Gewinnzahlen

Die Bekanntgabe der Gewinnzahlen erfolgt unter www.westlotto.de. Auch die Kundenzeitschrift GLÜCK, die wöchentlich in den WestLotto-Verkaufsstellen kostenlos ausliegt, wird in der Ausgabe 1/2021 (erscheint am 5. Januar 2021) die Gewinnzahlen veröffentlichen. Spielteilnehmende können ihre Spielquittung bereits seit dem 31. Dezember, 14 Uhr, in den WestLotto-Annahmestellen überprüfen lassen.

Deutsche Umwelthilfe zieht gemischte Silvester-Bilanz

Besser aber noch nicht gut: Deutsche Umwelthilfe zieht gemischte Silvester-Bilanz und fordert vollständiges Böllerverbot für kommendes Jahr. Feinstaubwerte und Zahl der Verletzten stark reduziert im Vergleich zum Vorjahr, Luftbelastung aber vor allem dort immer noch deutlich zu hoch, wo keine konkreten Verbotszonen oder Ausgangssperren verhängt wurden.

„Wir brauchen im kommenden Jahr neben einem Verkaufs- auch ein Anwendungsverbot, damit die Menschen in Deutschland wirklich keine giftige Luft mehr atmen müssen oder schwer verletzt werden.“

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zieht eine gemischte Bilanz nach dem ersten Jahreswechsel mit einem Böller-Verkaufsverbot. So hat sich nach übereinstimmenden Polizei- und Medienberichten die Zahl der Verletzten durch Pyrotechnik stark reduziert. Auch die gemessenen Feinstaubwerte nach Mitternacht lagen deutlich unter denen des Vorjahres. Allerdings zeigten sich hier erhebliche regionale Unterschiede.

Deutliche regionale Unterschiede

„Wir freuen uns, dass das Böller-Verkaufsverbot klar Wirkung gezeigt hat. Das stützt, was wir seit Jahren sagen: Böllerverbote schützen Leben und Gesundheit. Es zeigt sich aber auch: Dort, wo neben dem Verkaufsverbot auch allgemeine Anwendungsverbote oder Ausgangssperren verhängt wurden, wie in Hamburg oder München, fällt die Bilanz besonders positiv aus. Wo diese konkreten Böllerverbote fehlten, gingen die Werte im Vergleich zum Vorjahr zwar auch zurück, aber nicht so stark. Und sie sind immer noch so hoch, dass die Gefahr für die Gesundheit der Menschen dort erheblich ist. Das zeigt nur eins: Wir brauchen vollständige Böller-Anwendungsverbote – für die Saubere Luft, damit wir Bürgerinnen und Bürger wirklich schützen“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

In München an der Messstation Landshuter Allee ging der maximale stündliche Höchstwert für Feinstaub (PM10) in der Luft von fast 1000 µg/m³ beim Jahreswechsel 2019/20 auf jetzt 70 µg/m³ zurück (um 92%). Dort galt eine Ausgangssperre. In der Hamburger Habichtstraße mit einem vollständigen Böllerverbot fiel die Belastung von 127 auf 22 µg/m³ (83%). In Berlin an der Messstation Frankfurter Allee, wo neben dem Verkaufsverbot in Deutschland keine weiteren Einschränkungen in Kraft waren, sank der Wert zwar auch von 757 auf 254 µg/m³. Die Reduktion war mit 66 Prozent allerdings deutlich geringer und der erreichte Wert ist immer noch deutlich zu hoch. Zur Einordnung: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt einen Jahresgrenzwert von 20 µg/m³. Auch starke kurzfristige Belastungen können eine Gesundheitsgefahr sein und von einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Atemwege bis hin zu vermehrten Krankenhausaufnahmen wegen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen sowie einer Zunahme der Sterblichkeit reichen.

Medien, Polizei und Krankenhäuser meldeten zwar weniger Brände und Verletzte als in den Vorjahren – nach wie vor verliefen Silvester und Neujahr aber viel dramatischer als andere Feiertage. Aus einer Berliner Klinik hieß es, die Zahl der Verletzungen sei zwar gesunken, die Art der Verletzungen sei aber ebenso gravierend wie in den Vorjahren bis hin zu abgetrennten Gliedmaßen. Aus Brandenburg wurde leider auch ein Todesfall gemeldet.

Jürgen Resch: „Es war unverantwortlich von der Bundesregierung, allen voran vom Bundesinnenminister, die Kommunen mit dem Problem allein zu lassen. Jede Kommune musste sich aufwändig damit auseinandersetzen, konkrete Grenzen für Verbotszonen definieren – anstatt einfach ein allgemeines bundesweites Anwendungsverbot für Pyrotechnik über die Sprengstoffverordnung zu verhängen. Genau das brauchen wir nun im kommenden Jahr, damit die Menschen überall in Deutschland keine giftige Luft mehr atmen müssen, so wie vergangene Nacht die Menschen in Teilen Hamburgs. Besonders wichtig ist das, weil die Corona-Pandemie auch Ende des kommenden Jahres immer noch ein Thema sein wird. Deshalb verlangen wir von der Bundesregierung ein klares, entschlossenes und diesmal rechtzeitiges Handeln mit einem allgemeinen Verbot.“

Sinnvolle Alternativen zum Feuerwerk

Die DUH freut sich auch darüber, dass ihr Aufruf sehr gut angenommen wurde, auf alternative Silvesterbräuche zu setzen. Zahlreiche Menschen besannen sich vor allem auf alte Traditionen oder übernahmen Bräuche aus anderen Ländern und posteten ihre Eindrücke in den sozialen Medien. Die schönsten davon hat die DUH ausgewählt und empfiehlt sie zur Nachahmung:

  • Gemeinsames Backen: Süße Gebäck-Kränze werden verschenkt und dann gemeinsam gegessen – sie sollen Liebe und Glück bringen und durch ihre Form symbolisieren, dass alles rund laufen wird im kommenden Jahr. Eine Alternative dazu sind Stutzwecken, die mit ihren beiden Knubbeln Jahresanfang und -ende und mit zwölf Einritzungen die Monate darstellen. In jedem Fall ist Backen – auch als typisch deutsche Handwerkstradition – ein wunderbarer Brauch für künftige Jahreswechsel.
  • Obst-Traditionen aus Tschechien und Spanien: Großer Beliebtheit hat sich auch das tschechische Apfel-Orakel erfreut. Ein Apfel wird quer halbiert, dann werden die Kerne betrachtet. Sind sie sternförmig angeordnet, heißt das Glück fürs neue Jahr. Bilden die Kerne ein Kreuz, droht leider Pech. Ebenfalls viele Menschen haben um Mitternacht zwölf Weintrauben gegessen, mit jedem Glockenschlag eine – eine Glücks-Tradition aus Spanien.
  • Spenden statt Böllern: Follower der DUH haben geschrieben, dass sie Geld spenden, statt es in Böller zu investieren – etwa an Projekte für Obdachlose, die es in dieser Jahreszeit und zudem durch die Corona-Situation besonders schwer haben.

Krematorium in Wuppertal ausgelastet

Das privat betriebene Bergische Krematorium in Wuppertal ist derzeit über das Normalmaß hinaus ausgelastet. Deshalb sind die Flächen, wo die Särge bis zur Verbrennung aufbewahrt werden, belegt.

Um zusätzliche Flächen zu schaffen, hat die Stadt das Technische Hilfswerk gebeten, auf dem Gelände des Krematoriums ein Zelt aufzustellen, um dort die Särge abstellen zu können.

Bedingt durch die Feiertage und die durch die Corona-Pandemie hohe Zahl von Toten in den Städten der Umgebung, ist das private Krematorium auf diese Zwischenlösung angewiesen.

In Wuppertal sind seit Hl. Abend 12 Menschen an Corona verstorben. Insgesamt liegt die Zahl der Corona-Toten in Wuppertal seit Beginn der Pandemie bei 218.

Quelle: Stadt Wuppertal

01.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 185 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 2.900 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.622 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 93 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 410 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Das RKI meldet heute diese Zahlen für Remscheid: 

Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW89,8
Fälle insgesamt2.900
Fälle/100.000 EW2.604,7
Todesfälle92*
Einwohnerzahl111.338
Aktualisierung01.01.2021, 00:00
Meldung des RKI.

(* Die Differenz in der Zahl der Todesfälle (1) resultiert aus zeitlichen Meldeverzögerungen.) Die Krankenhäuser vermelden 21 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 4 intensivpflichtige Behandlungen (4 beatmet), Stand 30.12.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Stark alkoholisierte Pkw-Fahrerin verursacht einen Verkehrsunfall

Am Neujahrsmorgen, gegen 01:25 Uhr, befuhr eine 62-jährige Solingerin mit ihrem VW Golf die Straße „Pfaffenberger Weg“ in Fahrtrichtung „Hästen“. In Höhe des Einmündungsbereiches „Balkhauser Weg“ kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen den Bordstein und gegen ein dortiges Verkehrszeichen. Bei dem Zusammenstoß wurde der Pkw so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit.

Zeugen eilten zur Hilfe starken Alkoholgeruch bei der Frau fest. Als die 61-jährige Unfallverursacherin weiterfahren wollte, nahmen ihr die Zeugen den Fahrzeugschlüssel ab und verständigte die Polizei.

Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab um 01:35 Uhr einen Wert von 1,9 Promille. Auf der Polizeiwache Solingen folgte eine Blutentnahme und die Sicherstellung ihres Führerscheins.

Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 8.000 EUR.