Flüchtlinge in Bosnien – Help leistet Nothilfe nach Brand im Flüchtlingslager Lipa

Bei einem Großbrand vor einer Woche wurde das Flüchtlingslager Lipa im Nordwesten Bosniens zerstört. Rund 1.300 Flüchtlinge aus dem Nahen und Mittleren Osten wurden so obdachlos und harren aktuell bei Schnee und Minusgraden ohne jeglichen Schutz aus. Die Bonner Hilfsorganisation „Help – Hilfe zur Selbsthilfe“ leistet Hilfe.

„Die Geflüchteten werden permanent hin- und hergeschoben. Die bosnischen Behörden haben es bis jetzt nicht geschafft, die Betroffenen aus dem Flüchtlingslager Lipa angemessen unterzubringen. Wir fordern lokale und internationale Behörden sowie die Europäische Union dazu auf, endlich zu handeln und dem Elend ein Ende zu setzen“, so Karin Settele, Geschäftsführerin von Help. Das Flüchtlingslager wurde einen Tag vor Weihnachten aufgrund der menschenunwürdigen Bedingungen geschlossen und brannte kurz darauf ab. Noch immer gibt es keine alternative Unterkunft für die Betroffenen.

Help ist seit 1995 in Südosteuropa tätig und leistet seit 2015 humanitäre Hilfe für Flüchtlinge auf der Balkanroute. „Wir tun alles dafür, um unserem humanitären Auftrag gerecht zu werden. Wir dürfen die Geflüchteten jetzt nicht alleine lassen“, warnt Settele, die seit 25 Jahren mit der Region vertraut ist. Help arbeitet eng mit der Organisation SOS Bihac zusammen und unterstützt mit humanitärer Hilfe die Flüchtenden.

Help bittet um Spenden für die Flüchtlinge in Bosnien

Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V.
Stichwort: Bosnien und Herzegowina
IBAN: DE47 3708 0040 0240 0030 00
Commerzbank Köln

Ausstellung in Remscheid

Der Caritasverband Remscheid hat die Ausstellung „Kinder spielen überall“ des Fotografen Tim Lüddemann in die Remscheider Kraftstation geholt. Aufgrund der Coronaschutzbestimmungen kann sie derzeit leider nicht angesehenen werden. Einen Einblick gibt der folgende Beitrag:

Laschet: „Wenig Raum, dass dieser Lockdown beendet werden könnte“

Armin Laschet (CDU) sieht im Moment keinen Spielraum, um den Lockdown schon im Januar zu beenden. Das sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin.

Im Moment würde das Infektionsgeschehen nicht vollständig abgebildet, weil Gesundheitsämter und Testlabore über die Feiertage nur bedingt arbeiten würden, so Laschet, und weiter: „Wir werden Anfang Januar mit der Bundeskanzlerin und den 16 Ministerpräsidenten zusammenkommen. Ich sehe im Moment wenig Raum, dass dieser Lockdown beendet werden könnte. Was das genau bedeutet, das werden wir Anfang Januar im Lichte der Zahlen erörtern.“

Ähnlich wie Laschet hatten sich bereits andere Ministerpräsident*innen geäußert. Damit werden Lockerungen noch im Januar immer unwahrscheinlicher.

Kritik am Vorgehen weist Laschet zurück

Laschet äußerte sich auch zu Kritik an der Informationspolitik zur Impfkampagne und wies Kritik des Hausärzteverbandes und der Opposition scharf zurück, nicht genug über die Impfungen aufzuklären. Derzeit gäbe es mehr Impfwillige als Impfdosen, es bestünden also andere Probleme als dass Überzeugungsarbeit geleistet werden müsste, so der Ministerpräsident: „Das Hauptproblem ist derzeit wo kommen genügend Impfdosen her. Es gibt eine riesige Nachfrage, es gibt viele Menschen, die sagen, wir sind außerhalb der Heime, wann sind wir denn dran. Also die Menschen drängen eher, jetzt geimpft zu werden, als dass man das Problem hätte, dass man Überzeugungsarbeit leisten muss.“

Das Bundesgesundheitsministerium als auch seine Landesregierung würden zudem „auf die Risiken, Nebenwirkungen hinweisen, die es bei jeder Impfung gibt. So transparent wie möglich.“ Es komme aber auch auf den Zeitpunkt an. Eine Aufklärungskampagne allein, „die dazu führt, dass am Ende jemand individuell doch nicht geimpft werden kann, weil wir ja erst die Prioritäten in den Altenheimen setzen, läuft auch ins Leere. Aufklärungskampagne muss dann sein, wenn die Menschen auch die Gelegenheit haben ins Impfzentrum zu gehen“, so der Ministerpräsident.

Sowohl die Grünen als auch Die Linke und FDP hatten mehr Aufklärung gefordert, um den Menschen die Ängste zu nehmen. So sagte etwa der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dietmar Bartsch: „Wir brauchen die große Bereitschaft der Bevölkerung. Und diese Bereitschaft ist nur erzeugbar, wenn es Aufklärung, Transparenz und Klarheit gibt. Da ist das Gesundheitsministerium leider in einer Verzögerungssituation.“

Lockdown gilt seit 16. Dezember

Der derzeitige Lockdown gilt seit dem 16. Dezember und ist noch bis zum 10. Januar 2021 vorgesehen. Ziel der bundesweiten Einschränkungen, die auch die Schließung von Läden, Schulen und Kitas beinhalten, ist es, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf unter 50 zu senken. Am 5. Januar werden sich die Ministerpräsident*innen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. Dann könnte auch die Verlängerung der bestehenden Maßnahmen beschlossen werden.

Quelle: Mittagsmagazin – www.mittagsmagazin.de – https://www.youtube.com/user/ARDMittagsmagazin

Neue Staffel „Die Mädchen-WG – Im Schloss am See“ bei KiKA

In der neuen Staffel von „Die Mädchen-WG“ ziehen fünf Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren nach Brandenburg in ein Schloss am See. KiKA zeigt die 20 Folgen ab 4. Januar 2021 von Montag bis Donnerstag, jeweils 20.10 Uhr. Bereits am Tag vor der jeweiligen TV-Ausstrahlung sind die neuen Folgen in der ZDFmediathek zu sehen.

Ein vierwöchiger Urlaub ohne Eltern erscheint wie das reinste Paradies: den Alltag planen, die Gegend erkunden und vor allem Spaß haben mit vielen ungewöhnlichen Aktionen auf dem See. Diesmal ist es ein Schloss in der idyllischen Landschaft Brandenburgs, in dem die fünf Mädchen vier Wochen verbringen. Dort geben sie ab sofort den Ton an, müssen sich komplett allein organisieren und erleben aufregende Momente zusammen.

Weitere Informationen zur Serie

Bonusmaterial zu den neuen Folgen ist unter https://zdf.de/kinder/die-wg sowie auf dem YouTube-Kanal „Die WG“ zu finden. Für 2021 ist zudem die Ausstrahlung einer weiteren WG-Staffel geplant – erstmals mit Mädchen und Jungs zusammen.

„Die WG“ in der ZDFmediathek: https://zdf.de/kinder/die-wg

„Die WG“ auf YouTube: https://kurz.zdf.de/viD/

Corona-Überlebender Jörg Pütz in ‚Hirschhausens Sprechstunde‘

Mit dem Thema Corona und einem besonderen Wiedersehen startet „Hirschhausens Sprechstunde“ in eine neue Staffel. In Folge 1 von 6 am 4. Januar 2021 (20.15 bis 21 Uhr im WDR Fernsehen und danach jederzeit in der ARD-Mediathek) ist Jörg Pütz aus Bad Honnef zu Gast. Pütz war einer der ersten Covid19-Patienten der Region und musste über Wochen mit schwersten Lungenschäden beatmet werden. Eckart von Hirschhausen: „Als ich Jörg Pütz das erste Mal sah, schwebte er zwischen Leben und Tod. Dass er sich so gut erholt hat und dass ich ihn so munter wiedersehen darf, ist mir eine große Freude. Ihm und seiner ganzen Familie ist es ein Herzensanliegen, über die Gefahren des Virus zu berichten, und allein dafür wünsche ich dieser Sendung viele Zuschauerinnen und Zuschauer.“

Eckart von Hirschhausen lernte Jörg Pütz bei den Dreharbeiten zur WDR-Dokumentation „Hirschhausen auf Intensiv“ zu Beginn der Pandemie im Universitätsklinikum Bonn kennen. In „Hirschhausens Sprechstunde“ berichtet Pütz von seinem beeindruckenden Kampf zurück ins Leben und warnt: „Corona ist keine Erkältung, ist keine einfache Lungenentzündung, ist nicht irgendein Larifari. Es ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, und du siehst sie nicht. Ich bin sonntags ins Krankenhaus gekommen und habe mittwochs im Koma gelegen.“

Zu Gast in Hirschhausens Sprechstunde ist außerdem eine Notärztin, die ihren täglichen Kampf im Klinikalltag schildert. Bild: WDR/Ben Knabe
Zu Gast in Hirschhausens Sprechstunde ist außerdem eine Notärztin, die ihren täglichen Kampf im Klinikalltag schildert. Bild: WDR/Ben Knabe

Ebenfalls zu Gast: Cornelia Betsch, Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt. Sie erläutert im Gespräch mit Eckart von Hirschhausen unter anderem, wie es um die Akzeptanz von Corona-Beschränkungen, das Vertrauen in die Politik und die Einstellung zum Impfen bestellt ist: „Es ist ja nicht nur so, dass da die Impfgegner stehen und wettern, sondern dass Leute echte Fragen haben. Und da muss es Menschen geben, die sie auch beantworten. Das ist ganz wichtig. Denn Vertrauen ist der Dreh- und Angelpunkt.“

Eckart von Hirschhausen ist Proband einer klinischen Corona-Impfstudie

Prof. Cornelia Betsch (Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation) mit Eckart von Hirschhausen. Bild: WDR/Ben Knabe
Prof. Cornelia Betsch (Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation) mit Eckart von Hirschhausen. Bild: WDR/Ben Knabe

Cornelia Betsch ist auch in der neuen WDR-Dokumentation mit Eckart von Hirschhausen zum Thema Impfen dabei. Passend zum Impfstart in Deutschland wird der WDR zusammen mit dem Arzt und Wissenschaftsjournalisten Fragen klären, die sich derzeit viele Menschen stellen: Wie werden Impfstoffe geprüft? Wie sicher ist ihr Einsatz? Und was gibt es für Nebenwirkungen? Um den Prozess zu erklären, wie ein Impfstoff entwickelt, getestet und schließlich zugelassen wird, ist von Hirschhausen seit dem 22. Dezember 2020 selbst Proband in einer klinischen Impfstudie. An der Uniklinik Köln durchläuft er alle Schritte von Aufklärungsgesprächen und körperlicher Untersuchung über Blutentnahme und Impfung mit einem noch nicht zugelassenen Impfstoff oder einem Placebo bis hin zur Nachuntersuchung. Ein WDR-Fernsehteam ist bei allen Terminen, Begegnungen und Interviews dabei. Der Sendetermin steht noch nicht fest.

„Hirschhausens Sprechstunde“ – Termine, Themen und Gäste im Überblick

Montags von 20.15 bis 21 Uhr im WDR Fernsehen und jederzeit in der ARD-Mediathek:

  • 04.01.2021 Gast: Jörg Pütz / Thema: Corona
  • 11.01.2021 Gast: Reiner Calmund / Thema: Übergewicht
  • 18.01.2021 Gast: Margot Käßmann / Thema: Brustkrebs
  • 25.01.2021 Gast: Wigald Boning / Thema: Schlafstörung
  • 01.02.2021 Gast: Torsten Sträter / Thema: Depression
  • 08.02.2021 Gast: Lisa Ortgies / Thema: Herzinfarkt
WDR Fernsehen HIRSCHHAUSENS SPRECHSTUNDE FOLGE 2, "Reiner Calmund und das Übergewicht", am Montag (11.01.21) um 20:15 Uhr. Seit fast 50 Jahren kämpft Reiner Calmund mit Übergewicht. In "Hirschhausens Sprechstunde" erzählt der frühere Fußballmanager von den vergeblichen Diätversuchen, seiner Magenbypass-Operation und den Veränderungen, die die purzelnden Kilos mit sich bringen. Bild: WDR/Ben Knabe
WDR Fernsehen HIRSCHHAUSENS SPRECHSTUNDE FOLGE 2, „Reiner Calmund und das Übergewicht“, am Montag (11.01.21) um 20:15 Uhr. Seit fast 50 Jahren kämpft Reiner Calmund mit Übergewicht. In „Hirschhausens Sprechstunde“ erzählt der frühere Fußballmanager von den vergeblichen Diätversuchen, seiner Magenbypass-Operation und den Veränderungen, die die purzelnden Kilos mit sich bringen. Bild: WDR/Ben Knabe

„Hirschhausens Sprechstunde“ gibt es auch im Radio: Immer montags um 9.20 Uhr bei WDR 4. Ein neuer WDR 4-Podcast zur Sendung mit von Hirschhausen und Wissenschaftsjournalistin Katharina Adick startet parallel zur TV-Sendung am 4. Januar 2021 ebenfalls bei WDR 4. In „Hirschhausens Sprechstunde“ entstehen erfrischend offene und ehrliche Gespräche, ergänzt von Filmbeiträgen, Praxistipps und Hinweisen, wie man sich sicher im Netz informiert.

29.12.2020: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Bedauerlicherweise gibt es einen weiteren Todesfall zu vermelden. Ein 80-jähriger Remscheider ist mit einer Coronainfektion verstorben.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 173 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 2.838 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.576 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 89 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 465 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Fälle letzte 7 Tage128
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW115,0
Fälle gesamt2.838
Fälle gesamt/100.000 EW2.549,0
Todesfälle gesamt89
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Die Krankenhäuser vermelden 23 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 5 intensivpflichtige Behandlungen (1 beatmet), Stand 29.12.2020 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Aktualisiert: 14.47 Uhr

Einbruchsversuch in Remscheid

Zwischen dem 23.12.2020, 16:30 Uhr, und 28.12.2020, 05:30 Uhr, versuchten Unbekannte in Remscheid in ein Büro an der Straße Auf dem Knapp einzudringen. Sie scheiterten mit ihren Hebelversuchen an der Tür und entkamen unerkannt.

Einbrüche im Städtedreieck

Seit gestern (28.12.2020), nahm die Polizei in Wuppertal, Remscheid und Solingen insgesamt sechs Einbrüche und Einbruchsversuche auf.

Wuppertal

Bei einem Einbruchsversuch blieb es in Wupeprtal in einem Haus an der Eintrachtstraße. Unbekannte Täter versuchten hier vergeblich zwischen dem 25.12.2020, 12:00 Uhr, und 26.12.2020, 11:00 Uhr, die Hauseingangstür aufzuhebeln.

Zwischen dem 22.12.2020 und dem 28.12.2020 verschafften sich Einbrecher gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung an der Zunftstraße. Sie hebelten die Wohnungstür auf und durchsuchten sämtliche Räume nach Wertgegenständen. Zur genauen Beute liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Bereits am 15.12.2020 gelangten Unbekannte in eine Wohnung an der Liegnitzer Straße. Nach der Durchsuchung der Räumlichkeiten entkamen sie unbemerkt. Ob sie Wertgegenstände erbeuten konnten, ist noch unklar.

Auf Unterhaltungselektronik hatten es Täter am 28.12.2020 abgesehen. Zwischen 11:50 Uhr und 22:00 Uhr öffneten sie eine Wohnungstür eines Mehrfamilienhauses. Aus dem Wohnzimmer entwendeten sie einen Fernseher und eine Spielekonsole.

Remscheid

Zwischen dem 23.12.2020, 16:30 Uhr, und 28.12.2020, 05:30 Uhr, versuchten Unbekannte in Remscheid in ein Büro an der Straße Auf dem Knapp einzudringen. Sie scheiterten mit ihren Hebelversuchen an der Tür und entkamen unerkannt.

Solingen

Aus einem Lagerraum an der Bleichstraße in Solingen stahlen Straftäter zwischen dem 22.12.2020 und dem 28.12.2020 Werkzeug und Maschinen, nachdem sie durch eine aufgehebelte Tür in das Objekt gelangt waren.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Schützen Sie Ihr Eigentum. Lassen Sie sich von der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0202/284-1801 zum Thema Einbruchschutz beraten. (weit)

29.12.2020: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 4.782 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 468 Personen nachgewiesen infiziert, 66 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.221 Menschen sind wieder genesen. 93 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 242 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 152,0 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben. In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 2.059 Personen. Die Quarantäne beenden konnten 18.271 Personen.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 28.12.2020 – 17.04 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 4.782 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 152,0. 94 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage242
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW152,0
Fälle gesamt4.782
Fälle gesamt/100.000 EW3.002,9
Todesfälle gesamt94
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

29.12.2020: Corona in Wuppertal

Am 29. Dezember um 10 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):9465
– davon aktuell infizierte Personen:1450
– davon genesene Personen:7802
– davon verstorbene Personen213
Gesamtzahl in Quarantäne2549
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne2478
– davon in freiwilliger Quarantäne71
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:86
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:565
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:159,15

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 9.376 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 150,9. 213 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage536
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW150,9
Fälle gesamt9.376
Fälle gesamt/100.000 EW2.640,4
Todesfälle gesamt213
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Presseschau 28. Dezember 2020

Diese Themen waren am 28. Dezember 2020 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Hypothek für 2021 – Kommentar zum Dax-Rekord von Christopher Kalbhenn

Nun hat es auch der Dax geschafft. Nachdem die Wall Street schon seit geraumer Zeit von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt war und auch die Nebenwerteindizes längst Höchststände erreicht hatten, hat der deutsche Leitindex am ersten Handelstag nach Weihnachten seine Bestmarke von 13.795 Zählern vom zurückliegenden Februar überwunden und ist erstmals über die Schwelle von 13.800 Punkten gestiegen. Zu verdanken ist das einem reichlich gedeckten Gabentisch. Quasi in letzter Minute sind sich die EU und die britische Regierung noch einig geworden und haben einen harten Brexit vermieden, US-Präsident Donald Trump hat das zunächst von ihm abgelehnte Corona-Hilfspaket doch noch durchgewunken.

Die Perspektiven für das kommende Jahr hellen sich zusehends auf. Der sich mit dem Beginn der Impfkampagnen abzeichnenden Normalisierung des öffentlichen Lebens und der Erholung der Wirtschaft droht nun keine Belastung durch die Folgen eines chaotischen Austritts Großbritanniens aus der EU. Darüber hinaus nimmt auch das Risiko von Störfeuern aus Washington ab, wenn Joe Biden das Ruder übernimmt und das Polit-Chaos im Weißen Haus ein Ende findet. Dadurch wird der Handelskonflikt zwar nicht beendet. Aber das Risiko einer für die Aktienmärkte belastenden Eskalation wird deutlich reduziert, wenn in dem Streit verstärkt wieder diplomatische Mittel zum Einsatz kommen.

In Kombination mit der ultraexpansiven Geldpolitik und dauerhaft sehr niedrigen Zinsen ist die Grundlage für weitere Kursgewinne an den Aktienmärkten gelegt, so dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, wann der Dax die nicht mehr ferne Schwelle von 14.000 Zählern durchbricht. Es steht sehr viel anlagensuchendes Geld be­reit, und es mangelt angesichts des auf mehr als 18 Bill. Dollar angeschwollenen Bergs negativ rentierender Anleihen an Alternativen zu Dividendentiteln.

Durch die Hausse des vierten Quartals hat sich aber auch eine Hypothek für 2021 aufgebaut. Mit den stark gestiegenen Kursen und Bewertungen ist die Erholung der Wirtschaft zu einem großen Teil vorweggenommen, was zu Lasten der erwartbaren Performance geht. Das von Banken am häufigsten genannte Dax-Ziel liegt bei 14.000 Punkten. Damit müssten entweder die Prognosen verändert werden oder es müsste konstatiert werden, dass mit dem Dax nicht mehr viel zu holen ist. Derzeit spricht aber das Umfeld dafür, dass der Index eher Richtung 15.000 Punkte marschieren wird.

Quelle: Börsen-Zeitung – www.boersen-zeitung.de

Covid-Patienten in den Kliniken – Lockdown und kein Ende – Ingo Kallischek, Düsseldorf

Morgen ist der harte Lockdown zwei Wochen alt. Den Zeitraum braucht es mindestens, um erkennen zu können, ob die Einschränkungen wirken, heißt es. In OWL ist die Lage aber weiter ernst. Dabei sollten wir nicht bloß auf die täglichen Infektionszahlen blicken. Es ist bekannt, dass an Wochenenden oder Feiertagen nicht so viel getestet wird – und die Zahlen deshalb niedriger sind, wie zum Beispiel aktuell in Bielefeld der Fall. Nach dem Weihnachtsfest ist mit reichlich Nachmeldungen zu rechnen.

Aussagekräftiger ist der Blick in unsere Krankenhäuser. Dort ist die Situation so angespannt wie noch nie. Am gestrigen Abend wurden mehr als 150 Corona-Patienten auf den Intensivstationen in OWL behandelt, 82 davon wurden beatmet. Ein neuer Höchstwert. Allein im Dezember starben in OWL annähernd so viele Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus wie zuvor in zehn Monaten zusammen.

Wenig Gutes verheißen die Einschätzungen Deutschlands führender Mediziner beim Blick auf die kommenden Tage. Die Zahlen auf den Intensivstationen werden weiter steigen, egal, wie gut der Lockdown funktionieren wird, sagt zum Beispiel Christian Karagiannidis. Er ist Geschäftsführender Oberarzt der Kliniken Köln und Mitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Deren Mediziner haben bereits vor wenigen Tagen vor einer „dramatischen Zunahme an Intensivfällen durch das Weihnachtsfest“ gewarnt.

Ihren Prognosen nach wird die Anzahl der Covid-Patienten auf den deutschen Intensivstationen bis Ende Januar um rund 1.000 steigen – auf insgesamt 6.000. Schon jetzt müssen Covid-Patienten verlegt werden, von ausgelasteten Kliniken in Krankenhäuser, die noch etwas mehr Luft haben.

Angesichts dieser Prognosen rückt ein Lockdown-Ende am 10. Januar in weite Ferne. Bis dahin sind es nur noch 12 Tage. Zu einer Öffnung wird es erst dann kommen, wenn die Zahlen deutlich sinken. Damit rechnet Karagiannidis erst im März oder April. Sollten diese Prognosen zutreffen, droht den Politikern im Jahr 2021 erneut eine sehr schwierige Aufgabe. Ein Lockdown bis in den Frühling hinein wird kaum durchzusetzen sein. Eine voreilige Öffnung bei hohen Krankenzahlen ebenso wenig.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) – www.nw.de

Kommentar zum Corona-Impfstart

Ein kleiner Piks für den Einzelnen, ein großer Schritt für uns alle. Mit dem Start der Impfungen gegen das Coronavirus ist nicht nur die Hoffnung verbunden, dass das Zählen der Toten und Erkrankten irgendwann ein Ende hat. Auch wirtschaftlich und finanziell ist die Pandemie längst zu einer Belastung historischen Ausmaßes geworden. Schließlich bringt das Vakzin die Aussicht auf eine Rückkehr unseres Alltags. Kino, Kneipe und Konzert, Umarmungen, Geselligkeit und Nähe sollen wieder möglich werden. Doch der Weg dorthin ist noch lang. Es wäre eine Wunder, wenn das Vorhaben, Millionen von Menschen innerhalb von einigen Monaten zu impfen, ohne Verzögerungen, Rückschläge und Pannen gelingt.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Auswüchse – Kommentar der Allgemeinen Zeitung Mainz zum Andrang beim Wintersport

Für begeisterte Wintersportler und Schneeliebhaber, zumal in schneereichen Regionen, ist der Corona-Winter mit seinen Einschränkungen hart. Verständlich, dass der Drang nach draußen mangels anderer Alternativen, erst recht nach der Feiertagsvöllerei und angesichts des ein oder anderen Lagerkollers noch größer ist als sonst. Manch einer mag gehofft haben, dass viele Menschen ängstlich zu Hause bleiben, sich die Schneeliebhaber am Ende so weit verteilen, dass es nicht zum großen Gedränge kommen wird. Das hat leider nicht funktioniert und das ist keine Überraschung. Andrang gab es an den Feiertagen aber nicht nur im Schnee, sondern auch auf manchen beliebten Wanderparkplätzen und Spazierstrecken im Flachland. Ein regulierter und kontrollierter Zugang zu Freizeitgebieten in der Natur ist aber kaum umsetzbar. Das hat sich in der Schweiz und in Österreich gezeigt. Die Wintersport-Branche muss dort nun nachbessern oder doch wieder ganz schließen. Allumfassende Kontrollen sind aber ebenfalls fern jeder Realität, wie wir in den deutschen Wintersportorten gesehen haben. Es wäre so einfach, könnte man sich auf Vernunft, Vorsicht und Einsicht aller verlassen. Weil das ein frommer Wunsch ist, würden wohl nur strenge Ausgangssperren, wie sie in Italien, Frankreich oder Spanien im ersten Lockdown verhängt wurden, individuelle Auswüchse verhindern. Das wollte und will hierzulande niemand. Bis die Impfung gegen das Virus breit wirkt, werden wir also weiter ertragen müssen, dass mancherorts die Unvernunft siegt.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz – www.allgemeine-zeitung.de

Mitteldeutsche Zeitung zu Impfen und Privilegien

Gesundheitsminister Spahn mag Recht haben, wenn er die Solidarität der Geimpften mit jenen einfordert, die noch auf Immunisierung und die Rückkehr in die Normalität warten müssen. Sobald jedoch Impfmöglichkeiten für jedermann bestehen, also vermutlich erst Ende 2021, und sofern Geimpfte das Virus tatsächlich nicht mehr weitergeben, wendet sich das Argument: Wenn für das Ende der Pandemie 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, ist es unsolidarisch, die Impfung den anderen zu über- und sich auf deren Impfbereitschaft zu verlassen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Mitteldeutsche Zeitung zum Böllerverbot

Es ist Unfug, wenn Menschen beklagen, es solle mit einem Böllerverbot mal wieder, typisch deutsch, allen der Spaß verboten werden. Vielleicht möchte ja, als eine Art Kompromiss, die eine oder andere Stadt im Gegenzug für ein Böllerverbot ein Feuerwerk veranstalten, das wirklich eine ästhetische Freude ist – und weniger Risiken mit sich bringt. Davon hätten alle etwas. Abgesehen davon gibt es Millionen Arten zu Silvester Spaß zu haben, ohne zu böllern.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

Verfassungsschutz befürchtet Terror von Corona-Leugnern

In den Sicherheitsbehörden wächst die Sorge vor Anschlägen radikalisierter Corona-Leugner. „Das Apokalyptische der Verschwörungsmythiker verbindet sich mit dem Rechtsextremismus“, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, dem Tagesspiegel. Diese Entwicklung könne bei Corona-Leugnern „in seiner Konsequenz zu Terror führen“. Im Oktober hatten mutmaßliche Corona-Leugner in Berlin Brandflaschen auf das Gebäude des Robert-Koch-Instituts geworfen und nahe der Leibniz-Gemeinschaft einen Sprengsatz gezündet.

Mit Blick auf den Anschlag vom Februar in Hanau hält Freier den Typus des allein handelnden, rechtsextremen Täters für die aktuell größte Terrorgefahr. „Das Potenzial ist groß, und es schwillt anlassbezogen noch an“, warnte der Verfassungsschützer. In Hanau hatte der junge Rassist Tobias Rathjen neun Menschen aus Einwandererfamilien erschossen.

Freier befürchtet zudem, dass die Gefahr von Anschlägen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ wieder wächst. Der Angriff in Wien zeige, „dass der IS in den Ländern der Europäischen Union wieder Strukturen aufbauen will“. Anfang November hatte der Islamist Kujtim Fejzulai im Stadtzentrum um sich geschossen, vier Menschen getötet und 23 verletzt. Die Terrormiliz habe den Anschlag beeinflusst, der Täter sei möglicherweise in eine offenbar neu belebte Balkan-Connection des IS eingebunden gewesen. „Da ist eine langfristige Strategie zu erkennen“, sagte Freier.

Die Gefahr schwerer Gewaltdelikte sieht der Verfassungsschützer auch bei der zunehmenden Radikalisierung einer Minderheit der linksextremen Szene. „Die Hemmschwellen sinken, und die Taten sind direkt gegen Einzelpersonen gerichtet“, sagte Freier.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/politik/anschlagsgefahr-in-deutschland-waechst-verfassungsschutz-befuerchtet-terror-von-coronaleugnern/26754180.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Kommentar zur Kanzlerkanditatur der Union: In Lauerstellung

Friedrich Merz hat begonnen, sich in Zurückhaltung zu üben, fast klingt er ein bisschen demütig. Das ist ein wichtiges Indiz dafür, dass es ernst wird im Rennen um die Kanzlerkandidatur der Schwesterparteien mit dem C im Namen. Denn bislang schien der Ex-Blackrock-Manager vor Siegesgewissheit fast zu platzen.

Nun hört man Ungewohntes von Merz: Sollte er auf dem Parteitag am 16. Januar zum CDU-Vorsitzenden gewählt werden, könne er sich auch damit anfreunden, dass sich die Unionsparteien noch ein wenig Zeit lassen mit der Kür des Kanzlerkandidaten, sagt er. Und betont sogar, er gehöre nicht zu denen, die aus einer Wahl zum Parteichef ein Zugriffsrecht auf die Spitzenkandidatur ableiten. Das ist insofern bemerkenswert, als genau dieses Zugriffsrecht in der Geschichte der CDU quasi Gesetz war.

Dass Merz seinem Mitbewerber um den CDU-Vorsitz, Armin Laschet, wie auch CSU-Chef Markus Söder die Fähigkeit attestiert, die Union in den Bundestagswahlkampf zu führen, zeigt, dass er sich seiner Sache nicht mehr so sicher ist. Er weiß offenbar, dass die Begeisterung der Erzkonservativen in der CDU für ihn noch keine Garantie für eine Mehrheit in der Partei ist, die 15 Jahre lang von Angela Merkels Politik der unbekümmerten Übernahme sozialdemokratischer und grüner Politikansätze geprägt war.

Für die Fortsetzung des Stils der Kanzlerin steht Laschet. Die geschmeidige Anpassung an Stimmungen einer Mehrheit in der Bevölkerung hat wiederum Söder zur Perfektion gebracht – und es in der Pandemie zugleich verstanden, sich als entscheidungsfreudiger Macher zu präsentieren. Zwar hat Söder Ambitionen aufs Kanzleramt bislang dementiert. Umfrageergebnisse sprechen dafür, dass er seine Zurückhaltung aufgeben wird. Klar dürfte sein: Mit harten Bandagen können alle drei potenziellen Spitzenkandidaten kämpfen.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Privilegien für Geimpfte

Sollten für Corona-Geimpfte die Regeln gelockert werden? Für eine Debatte darüber ist es noch viel zu früh. In diesen Wochen ist es an sich schon ein Privileg, überhaupt an eine der begehrten Impfdosen zu kommen. Und Abwarten empfiehlt sich auch aus einem anderen Grund: Noch steht der wissenschaftliche Beweis aus, dass eine geimpfte Person nicht andere infizieren kann.

Und dennoch: Die Debatte um eine „andere Behandlung“ geimpfter Personen wird kommen, sobald der Impfstoff für alle da ist. Die australische Fluglinie Qantas will in Zukunft nur „Geimpfte“ an Bord lassen. Andere Fluggesellschaften werden nachziehen. Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Druck auf Impfunwillige in der Gesellschaft wird zunehmen.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Spahns Problem

Noch ist unklar, wie gut Geimpfte geschützt und ob sie nicht mehr ansteckend sind. Deshalb ist es zu früh, ihnen bereits Sonderrechte einzuräumen. Nicht zu früh ist es jedoch für die Debatte, ob solche Privilegien später sinnvoll sind. Denn früher oder später muss die Politik einen Rechtsrahmen dafür finden. So mag Gesundheitsminister Spahn recht haben, wenn er die Solidarität der Geimpften mit jenen einfordert, die noch auf Immunisierung und die Rückkehr in die Normalität warten müssen. Wie soll man es Betroffenen in Pflegeheimen oder Gastronomie erklären, falls neue Ausgangssperren und Shutdowns nötig sind, weil es zwar genug Impfstoff für eine Herdenimmunität gibt, aber nicht genug Geimpfte? Falls die Politik diese Frage ohne Vorgaben aussitzen will, muss sie sich auf Klagen und einen Flickenteppich an Gerichtsvorgaben einstellen: Man kann Firmen kaum in die Pleite schicken, indem man ihnen Angebote für Geimpfte verbietet.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Dehoga warnt Gastronomen vor Zusammenarbeit mit Lieferando und Wolt

Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) rät Restaurants von einer Zusammenarbeit mit Lieferdiensten wie Lieferando und Wolt ab. „30 Prozent – da kann der Gastronom nicht existieren. Das geht gar nicht“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges dem Tagesspiegel und bezieht sich damit auf die Provision, die Lieferdienste von den Restaurants erheben. Diese beträgt bei einer Lieferung 30 Prozent des Bons. „Wer ein Geschäft in guter Lage und mit Stammkunden hat, sollte immer versuchen, den Abholservice selbst anzubieten“, so Hartges.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/lieferando-und-wolt-in-der-kritik-wie-essens-lieferdienste-von-der-not-der-restaurants-profitieren/26751120.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

EU-Vize-Kommissionspräsidentin Jourova will Polen und Ungarn überprüfen

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Vera Jourova, hat eine Überprüfung Polens und Ungarns im Rahmen des neuen Rechtsstaatsmechanismus ab Anfang 2021 angekündigt. „Es ist jetzt schon klar, dass wir uns ab Anfang kommenden Jahres mit der Umsetzung der Verordnung für den Mechanismus und damit auch mit Polen und Ungarn befassen werden“, sagte Jourova dem „Tagesspiegel“ (Montagausgabe).

Online: https://www.tagesspiegel.de/politik/vize-chefin-der-eu-kommission-im-interview-es-hat-nichts-mit-ideologie-zu-tun/26751584.html?version=1&id=26751584

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Laumann fordert Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich vor dem Hintergrund der Coronakrise dafür ausgesprochen, die Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige zu öffnen. „Für mich als Sozialpolitiker hat sich gezeigt, wie schutzwürdig Soloselbstständige sind. Die haben lange nichts von der Sozialversicherung wissen wollen. Jetzt in der Krise fordern sie einen Rettungsschirm. Die Lösung wäre, Soloselbstständige in die Arbeitslosenversicherung aufzunehmen“, sagte Laumann der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagsausgabe).

Laumann forderte im Interview mit der WAZ außerdem Solidarität der Besserverdienenden mit den Opfern der Krise ein: „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die die Hauptlast dieser Krise tragen, wirtschaftlich ruiniert werden. Es gibt eine große Gruppe von Menschen, und dazu zähle auch ich, die jetzt genauso viel verdienen wie vorher. Diejenigen sollten sich solidarisch zeigen“, so der Minister. Die Verlierer der Krise hätten einen „Anspruch auf die solidarische Unterstützung der Gemeinschaft“.

Corona-Pandemie: Trotz Lockdown 20 Millionen Überstunden bei deutscher Polizei

Gewerkschaft GdP spricht von enormer Arbeitsverdichtung und kritisiert „Querdenken“-Bewegung: Organisiert wie militante Gewalt

Osnabrück. Unzählige Corona-Einsätze, dafür aber keine Fußballspiele: Trotz des Lockdowns ist die Zahl der Überstunden bei der Polizei 2020 bundesweit auf unverändert hohem Niveau geblieben. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) schieben die Beamten derzeit insgesamt einen Berg von etwa 20 Millionen Überstunden vor sich her – wie auch im Vorjahr ein Rekordniveau. Der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Die Pandemie hat für eine ungeheure Menge von Einsätzen gesorgt. Es gab eine enorme Arbeitsverdichtung ohne Extra-Personal.“ Bei der Zahl geht es nicht nur um Mehrarbeit, die im Jahr 2020 geleistet wurde, sondern um die über Jahre hinweg aufgelaufenen Überstunden.

Zwar seien viele personalintensive Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Festivals 2020 weggefallen, dafür habe es aber in ganz Deutschland Hunderte Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen gegeben, bei denen vor allem Bundes- und Bereitschaftspolizeien gefordert gewesen seien. „Was unsere Einsätze angeht, war das ein Nullsummenspiel“, sagte Radek. Zudem seien viele Aufgaben hinzugekommen: Die Polizei überwache etwa die Abstandsregeln und das Maskentragen, kontrolliere die Grenzen intensiver und unterstütze Gesundheits- und Ordnungsämter.

Nach Einschätzung der Gewerkschaften ist die Last zwischen den 330.000 Polizeibeschäftigten in Deutschland sehr unterschiedlich verteilt, sodass eine Pro-Kopf-Berechnung wenig sinnvoll sei.

Der Gewerkschafter kritisierte vor allem die „Querdenken“-Bewegung der Gegner von Corona-Auflagen, die genauso organisiert sei wie eine militante Gewalt: „Der linke Schwarze Block wirft Steine, aber hier fordert der Veranstalter zu Provokationen der Polizei auf.“ Das habe deutlich zugenommen: „Es beginnt mit Beleidigung, setzt sich fort mit Anhusten oder Anspucken und geht bis zum körperlichen Widerstand und Gewaltattacken gegen Polizisten“, sagte Radek.

Dass sich die Arbeitsbelastung im nächsten Jahr verringert, glaubt der Gewerkschafts-Vize nicht. „Als Nächstes kommt die Auslieferung des Impfstoffes, die zum Teil in polizeilicher Begleitung stattfinden wird“, sagte Radek.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de