Unfallflucht: Schwerverletzter Fußgänger in Remscheid

Gestern in den frühen Morgenstunden (05.03.2023, 04:40 Uhr) kam es in Remscheid zu einem Unfall, bei dem ein Fußgänger eine schwere Verletzung erlitt.

Der 25-Jährige war zu Fuß im Bereich der Kirchhofstraße unterwegs. In Höhe des Parkplatzes eines Discounters kam es zum Zusammenstoß mit einem Auto. Dabei erlitt der junge Mann Verletzungen am Kopf, die stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Erste Erkenntnisse während der Unfallaufnahme legen den Verdacht nahe, dass ein 31-jähriger Corsa Fahrer mit dem Unfall in Verbindung stehen könnte. Sein in der Nähe der Unfallstelle abgestelltes Fahrzeug wies erhebliche Beschädigungen auf.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Zeugen gesucht: Flaschenwurf auf Linienbus?

Nachdem gestern Abend (05.03.2023, 21:00 Uhr) in Remscheid, mutmaßlich mit einer Flasche, auf einen Linienbus geworfen wurde, sucht die Polizei nach Zeugen.

Der Bus war auf der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Hochstraße unterwegs. Bei der Einfahrt in die dortige Unterführung zersplitterte eine der linken Seitenscheiben des Fahrzeugs. Verletzt wurde niemand.

Von dem Busfahrer konnte in dem Zusammenhang eine männliche Person gesehen werden, die circa 170 cm bis 180 cm groß ist und eine schwarz-weiße Jacke trug.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Unfall unter Alkohol

Am späten Freitagabend (3. März) ist ein 30-jähriger Morsbacher auf der Brölstraße mit mehreren Verkehrszeichen kollidiert. Da er alkoholisiert war, musste er eine Blutprobe abgeben.

Um 23:25 Uhr fuhr der Morsbacher aus Richtung Rossenbach kommend auf der Brölstraße (B 478) in Richtung Waldbröl Zentrum. Im Bereich des Ortseingangs überfuhr er zunächst teilweise einen Kreisverkehr und anschließend eine Mittelinsel. Dabei beschädigte er mehrere Verkehrszeichen erheblich. Im Rahmen der Unfallaufnahme führten die Polizisten bei dem 30-Jährigen einen Alkoholtest durch. Das Ergebnis fiel bei einem Wert, der etwa 1,88 Promille entspricht, deutlich positiv aus. Einen Führerschein konnte er vor Ort nicht vorweisen. Der Morsbacher musste eine Blutprobe abgeben und blickt nun einem Ermittlungsverfahren entgegen.

Hoher Sachschaden und mehrere Verletzte

Eine 19-jährige Reichshoferin fuhr am Samstag (4. März) mit ihrem BMW auf der Wülfringhauser Straße in Fahrtrichtung Wülfringhausen. Zeitgleich fuhr ein 31-jähriger Wiehler fuhr mit seinem Renault auf der Schulstraße in Richtung Wülfringhauser Straße. An der Kreuzung beabsichtigte er zu wenden, um auf der Schulstraße wieder entgegengesetzte Richtung zu fahren.

Dabei kam es im Kreuzungsbereich um 19:35 Uhr zum Zusammenstoß mit dem BMW der vorfahrtsberechtigten Reichshoferin. Die hatte noch vergeblich versucht auszuweichen und prallte dabei gegen ein Verkehrszeichen. Sowohl diese als auch ihr 20-jähriger Beifahrer zogen sich bei dem Unfall leichte Verletzungen zu. Auch der 31-jährige Renaultfahrer verletzte sich leicht; sein Beifahrer blieb unverletzt. An den beiden beteiligten Autos entstand erheblicher Sachschaden; sie waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt.

IHK: Rund 200 Interessenten bei Bewerberdating

600 Ausbildungsplätze bei 80 Firmen wurden angeboten.

Rund 200 Interessenten sind am Freitag trotz des Streiks im ÖPNV zum 15. Bewerberdating bei der Bergischen IHK gekommen. 80 Firmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid und allen vertretenen Branchen waren zu Gast in der Hauptgeschäftsstelle, um gut 600 offene Stellen zu bewerben.

„Aus der Vergangenheit wissen wir, dass unser Format wohl eines der erfolgreichsten in der Region ist bei der Vermittlung von Azubis“, sagte Carmen Bartl-Zorn, IHK-Geschäftsführerin des Bereichs Aus- und Weiterbildung. Und so haben auch dieses Mal mehrere Firmen schon im Laufe der Veranstaltung von vielversprechenden Begegnungen gesprochen – darunter etwa Knipex und Haribo.

IHK-Präsident Henner Pasch lobte das Format bei seinem Besuch am Vormittag: „Wir müssen alle Wege bespielen, um Firmen und angehende Azubis zusammenzuführen, digital wie auch die persönlichen Formate.“ Angesichts der demografischen Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel seien solche Begegnungen unersetzlich. „Hier bekommen die angehenden Azubis komprimiert und niederschwellig alle Infos aus einer Hand.“  Er war begeistert von der positiven Stimmung bei allen Beteiligten.

Carmen Bartl-Zorn zieht eine positive Bilanz des Tages. „Wir haben das Haus auf drei Ebenen bespielt und viele Besucher hier gehabt – wir sehen, dass die Firmen und Schüler nach den Corona-Einschränkungen wieder dankbar sind, sich begegnen zu können. Und wir freuen uns, wenn wir schon während des Tages und danach erfahren, dass die Gespräche zum Ziel führen. Dafür bieten wir das Format an.“

Irritation um Lenneper Outlet-Pläne

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid zu den neuen Outlet-Plänen in Lennep

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid wurde als einzige demokratische Ratsfraktion (neben Echt.RS) im Vorfeld nicht über die Pläne für ein Outlet-Center in Lennep informiert und zeigt sich daher erst mal sehr überrascht von dem neuen Vorhaben. „Wir sind zunächst einmal sehr irritiert über die Informationspolitik der Stadtspitze. Das ist kein guter Stil und zeugt nicht gerade von Transparenz und Vertrauen. Nun müssen wir uns zunächst einmal intensiv über die neue Situation beraten“, so unsere Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. Daher machten sich einige unserer Mitglieder auf der gestrigen Lennep Konferenz selbst ein Bild von dem neuen Vorstoß für ein Outlet-Center in Lennep.

„Die ersten Pläne sehen zwar besser aus als das alte Konzept, doch viele Fragen sind noch absolut offen und deswegen bleiben wir erst mal skeptisch.“ Kommentiert unser Bezirksvertreter Colin Cyrus die Situation. „Unser damaliges Nein zum DOC hatte gute Gründe – fraglich, ob sich bei den neuen Plänen dahingehend etwas geändert hat. Was ist mit der Verkehrsproblematik? Wie sind die Auswirkungen auf Lennep und auf die restliche Stadt? Und vor allem: Was passiert mit den Eingaben der Bürgerinnen und Bürger oder Vereinen wie dem FC Remscheid? Sind alle Anstrengungen, Ideen und Hunderttausende Euros für Planungsbüros für die Katz? Haben wir jetzt wieder jahrelang stillstand? Wie hoch ist das Risiko?“, so Cyrus weiter.

In der Tat schätzten sowohl die Stadt als auch McArthurGlen nach der Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht letztes Jahr „den Aufwand, die Kosten und die Risiken, um die Planungen erneut anzuschieben, [als] unverhältnismäßig hoch“ ein. Sie sprachen von mehreren Millionen Euro, die in Planungs-, Gutachten und juristische Beratung investiert werden müssten und von einem 5–7-jährigen Prozess. Was hat sich bis heute geändert, dass man diese Bedenken offenbar nicht mehr hat? Die weltpolitische Lage kann zumindest kein Anlass für eine optimistischere Risikoeinschätzung sein.

Bundestagsallianz für Katastrophenopfer

Bundestagsabgeordnete setzen sich für Erleichterungen beim Wiederaufbau in Katastrophengebieten ein

Gute Nachrichten für das Ahrtal, aber auch andere von Katastrophen betroffene Gebiete in Deutschland: Das Bauministerium wird in den kommenden Wochen einen Novellierungsentwurf vorlegen, mit dem bauplanungsrechtliche Erleichterungen im Baugesetzbuch ermöglicht werden. Dies nahmen die Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser (FDP), Martin Diedenhofen (SPD), Mechthild Heil (CDU/CSU) und Anja Liebert (Bündnis 90/Die Grünen) in dieser parlamentarischen Sitzungswoche zum Anlass, um sich mit dem Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Raumordnung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Dietmar Horn, zum aktuellen Stand des Verfahrens und den regierungsseitig erarbeiteten Erleichterungen auszutauschen.

Die überfraktionelle Parlamentariergruppe konnte zuletzt die Verlängerung der Antragsfristen für Hilfen aus dem Wiederaufbau-Fonds um drei Jahre und eine entsprechende Verlängerung der Bewilligungsfristen voranbringen, was auch Hochwasser-Betroffenen im Bergischen Land und in NRW zugute kommt. Nun wurde der gewinnbringende Austausch über Fraktionsgrenzen hinweg zwischen Parlament und Regierung fortgeführt.

Im gemeinsamen Dialog wurden auf Grundlage der bisher gewonnenen Erfahrungen, mögliche bauplanungsrechtliche Änderungen diskutiert. Ziel ist es jetzt, die notwendigen Weichenstellungen im Baugesetzbuch zu schaffen, um den Menschen im Ahrtal und anderen durch das Hochwasser 2021 getroffenen Gebieten zu helfen. Zudem soll so auch in Zukunft bei auftretenden Katastrophen besser reagiert werden können.

Um den Erfordernissen betroffener Gebiete gerecht zu werden, soll künftig den Ländern mithilfe einer Verordnungsermächtigung der Wiederaufbau erleichtert werden. Zudem soll die Möglichkeit der Errichtung von mobilen Bauten entfristet werden. Alle verständigten sich darauf jetzt, unter Abwägung aller Interessenslagen, zügig und bestimmt Verbesserungen einzubringen.

„Es ist ein hoffnungsbringendes Signal an die Bewohner und Bewohnerinnen des Ahrtals, aber auch deutschlandweit, dass mit dem Abbau von bürokratischen Hürden der Wiederaufbau in Katastrophengebieten endlich erleichtert wird“, resümierten die Abgeordneten.

Erdkröte und Grasfrosch gehen auf Wanderschaft

Zäune und Sperrungen schützen die bedrohten Amphibien.

In Teilen der Stadt Solingen sind die ersten Erdkröten bereits auf Wanderschaft. Vor allem in Regenzeiten und dann, wenn es abends wärmer wird, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichtümpeln und Teichen. Zum Schutz der Amphibien werden an einigen Stellen Schutzzäune aufgestellt, zudem sind zwei Straßen zeitweise gesperrt.

Schutzzäune wurden an folgenden Orten bereits aufgestellt: Dycker Feld, Theegarten, Papiermühle, Tiefendicker Straße, Glockenstraße, Schellberger Weg, Friedrichsaue, Wipperauer Straße, Langhansstraße, Hermann-Löns-Weg, Caspersbroich.

Die Straße Götsche ist von Donnerstag, 9. März bis voraussichtlich 14. April für Kraftfahrzeuge und Radfahrende rund um die Uhr gesperrt, der Hohlenpuhler Weg von 19 Uhr am Abend bis 6 Uhr morgens, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen komplett. Diese Regelung kann umgesetzt werden, da die Anwohnenden die Aktion tatkräftig unterstützen. Die Orte sind mit Straßenschildern gekennzeichnet und im Baustelleninformationssystem (BASTI) auf der städtischen Homepage veröffentlicht (www.solingen.de).

Amphibien gehören weltweit zu den besonders bedrohten Arten, die am meisten vom Aussterben bedroht sind. Deshalb setzen die Stadt Solingen, Helferinnen und Helfer von NABU und BUND sowie Anwohnende gemeinsam die Maßnahmen zum Schutz der Tiere um. Die Amphibien werden entlang der Schutzzäune in Fangeimern konzentriert gesammelt und so vor dem Tod auf der Straße gerettet. Außerdem werden sie gezählt, damit ihr Vorkommen ermittelt werden kann, und die Arten werden bestimmt. Deshalb sollten sie auf keinen Fall aus den Fangeimern genommen werden.

Fragen zum Artenschutz beantwortet die Untere Naturschutzbehörde, Ansprechpartnerin ist Marita Klause, Fon 290 65 79.

Grünschnittcontainer startet in die Saison

40 Haltestellen im Solinger Stadtgebiet werden angefahren.

Der Frühling steht vor der Tür und in vielen Gärten, auf Balkonen und Terrassen fallen die ersten Arbeiten an. Pünktlich zum Saisonstart geht auch der Grünschnittcontainer wieder an den Start: Ab Dienstag, 7. März, fährt er dienstags bis samstags insgesamt 40 Haltestellen im Stadtgebiet an. Termine und Haltestellen stehen im Abfallkalender und sind online abrufbar: https://solingen.de/inhalt/verzeichnis/product/1052

Angenommen werden Grünabfälle aus Garten, Haus/Wohnung und Balkon wie etwa Laubreste, Rasen-, Strauch- und Baumschnitt (maximal 15 Zentimeter Durchmesser, maximal 1,50 Meter Länge), Blumenabfälle, Wildkräuter, Zimmerpflanzen ohne Topf. Grünschnitt, der verunreinigt ist, beispielsweise mit Verpackungen, Schnüren, Plastikfolien, Erde oder Papier, gehört nicht in den Container. Auch Küchenabfälle werden nicht angenommen. Angeliefert werden kann mit dem PKW (Kofferraum bis maximal 50 Kilogramm Material), mit Schub- oder Handkarre, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. PKW-Anhänger sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Auch beim EntsorgungsZentrum Bärenloch kann der Grünschnitt abgegeben werden. Anlieferungen im PKW-Kofferraum (bis 50 Kilogramm) sind kostenfrei. Größere Mengen werden gewogen und sind kostenpflichtig.

NRW-Stiftung fördert mobilen Lernort

Das X-Perimente-Mobil kommt nach NRW.

Um Schülerinnen und Schüler interaktiv an die Themen Natur, Technik und Wissenschaft heranzuführen, hat das Deutsche Röntgen-Museum gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen das „X-perimente-Mobil“ entwickelt. Jetzt soll der mobile Lernort für zwei Jahre nach NRW kommen. Die NRW-Stiftung unterstützt die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums e.V. bei diesem Vorhaben mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Stationiert am Röntgen-Museum

Seit 2020 ermöglicht das „X-perimente-Mobil“ eine interaktive Wissensvermittlung an Schulen und öffentlichen Plätzen. In dem umgebauten Kleintransporter findet sich die technische und didaktische Grundausstattung, mit der Kinder und Jugendliche bei selbst durchgeführten Versuchen einen Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen erhalten. Ab Juni 2023 soll das „X-perimente-Mobil“ am Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid stationiert sein und von dort aus Ziele in ganz NRW anfahren. Das Angebot, das sich bisher insbesondere an weiterführende Schulen richtete, soll konzeptionell angepasst und künftig schwerpunktmäßig den Klassenstufen 3 und 4 zur Verfügung stehen. „Das Deutsche Röntgen-Museum bietet Kindern und Jugendlichen einen praxisnahen und spannenden Einblick in die Welt der Naturwissenschaften. Durch das ‚X-perimente-Mobil‘ können auch Schulen vom Angebot des Museums profitieren, die räumlich zu weit von Remscheid entfernt liegen“, begründet Eckhard Uhlenberg die Förderentscheidung. Die NRW-Stiftung hat das Röntgen-Museum mehrfach mit insgesamt rund 970.000 Euro gefördert. Die zuletzt geförderten Experimentierkoffer werden auch im „X-perimente-Mobil“ eingesetzt.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt 300 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im neuen Podcast „Förderbande“.