Greenpeace reinigt Wupperufer und hofft auf Unterstützung

Die erste Aufräumaktion nach dem Hochwasser im Sommer 2021 die die Remscheider Greenpeace Gruppe organisiert hatte, war ein toller Erfolg. Viele Remscheider und Solinger Bürger, die von der Reinigungsaktion gelesen hatten, kamen mit Handschuhen und Gummistiefeln bewaffnet zum verabredeten Treffpunkt am Brückenpark und befreiten das Wupperufer in diesem Gebiet von dem Müll den die Flut mitgebracht und liegengelassen hatte. Weiterhin aber liegt sehr viel Unrat am Wupperufer der dringend entsorgt werden muss. Daher organisiert Greenpeace Remscheid eine weitere Aufräumaktion entlang des Wanderwegs zwischen Müngsten und Solingen-Unterburg.

Greenpeace Remscheid Gruppenkoordinator Prof. Dr. Jörg Krone hofft darauf, dass sich erneut viele freiwillige Umweltschützer am 15.01.2021 um 11:00 Uhr am Treffpunkt „Wanderparkplatz Schlossbergstrasse 4 in Solingen Unterburg“ einfinden werden.

„Vom Treffpunkt aus gehen wir dann in Richtung Müngsten um nach einem kurzen Spaziergang gemeinsam einen Teil des Wupperufers von Unrat zu befreien“, erläutert Greenpeace Remscheid Mitmacherin Jutta Breuer die Aktion. Mitzubringen sind nur Handschuhe, Gummistiefel, gute Laune und die Lust einen kleinen ehrenamtlichen Beitrag für eine saubere Umwelt unserer Heimat zu leisten. Weitere Infos unter: info@remscheid.greenpeace.de

Wintervögel beobachten und zählen: Stunde der Wintervögel in der Natur-Schule

Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ (06. – 09.01.2022) mit zwei Veranstaltungen, die sich nicht nur an erwachsene Teilnehmer*innen richten.

Am Freitag, dem 07.01.2022, stellt der pädagogische Leiter der Natur-Schule, Dipl.-Biol. Jörg Liesendahl, in zwei Veranstaltungen Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Anschließend gibt es jeweils die Möglichkeit, Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule Grund zu beobachten. Dabei kommt u.a. die Vogelbeobachtungsstation im Garten der Natur-Schule zum Einsatz. Teilnehmende sollten ein Fernglas und ggf. auch ein Lieblings-Vogelbestimmungsbuch mitbringen.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist ein Verleih von Ferngläsern leider nicht möglich.

Ein Angebot für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkel*innen im Alter ab 7 Jahren startet um 10 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, und dauert zwei Stunden. Die Teilnehmenden zahlen 6 Euro, Kinder bis 15 Jahren 4 Euro.

An erwachsene Teilnehmende richtet sich das zweite Angebot des Tages von 14 bis ca. 16 Uhr. Hier sind nur noch wenige Plätze verfügbar, eine schnelle Anmeldung ist also zu empfehlen. Der Teilnahme-Beitrag für diese Veranstaltung liegt bei 7 Euro.

Um den Corona-Regeln zu genügen, müssen alle Teilnehmenden eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Für die Erwachsenen gilt die 2G-Regel. Die Kinder müssen negativ getestet sein mit einem Test, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung benötigt die Natur-Schule neben den Namen der angemeldeten Personen auch deren Anschrift und Telefonnummer, deshalb muss die Anmeldung per Mail erfolgen: info@natur-schule-grund.de.

Der NABU und und die Natur-Schule Grund rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Weiterführende Infos zur NABU-Aktion: www.stundederwintervoegel.de

Feuer in Remscheider Mehrfamilienhaus

Aus bislang ungeklärter Ursache brach gestern Nachmittag (04.01.2022) ein Feuer in einer Wohnung an der Büchelstraße in Remscheid aus.

Gegen 17:15 Uhr löste ein Rauchmelder des Hauses aus und alarmierte sämtliche Bewohner, die daraufhin ihre Wohnungen unversehrt verlassen konnten. Die hinzugerufene Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und stellte fest, dass sich niemand in der Brandwohnung aufhielt

Die eigentliche Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar, sodass die Bewohner anderweitig untergebracht werden mussten. Die übrigen Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Es entstand Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch das zuständige Kommissariat geführt. (weit)

Seniorin von Auto erfasst und verletzt

Gestern Nachmittag (03.01.2022, gegen 17:05 Uhr) kam es auf der Brändströmstraße in Wuppertal zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einer Fußgängerin.

Die 87-jährige Fußgängerin überquerte die Brändströmstraße von der Schwebebahnhaltestelle kommend, als ein Pkw sie erfasste. Die Frau stürzte durch den Aufprall zu Boden und zog sich hierbei Verletzungen zu.

Die Fahrerin des am Unfall beteiligten Opel Astra unterhielt sich kurz mit anwesenden Zeugen, setzte ihre Fahrt allerdings ohne Angaben zu ihren Personalien, fort.

Die Verletzte musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht und behandelt werden. Die Unfallfahrerin konnte kurze Zeit später im Rahmen der Fahndung auf der Straße Oberdörnen gesichtet und kontrolliert werden. Die Polizisten stellten den Führerschein der 73-Jährigen sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen sie ein. (weit)

Schönheit im Garten

Das Schönheitsempfinden ist nicht naturwüchsig einfach da, es wird geformt durch eine Vielzahl von Einflüssen. Vielen Menschen gefällt die Ordnung eben und nicht der Anschein des Chaos. Ich nehme es den Menschen ab, dass sie es lieben, wenn ihre Gartenwelt wohl geordnet ist. Im rechten Zusammenhang finden auch sie Wildes schön, im Urlaub zum Beispiel. Zu Hause aber lieber nicht.

Biophilie, für mich der Ursprung für ein Schönheitsempfinden der Natur, wird man aber auch lernen können, so hoffe ich wenigstens.

Möglicherweise, so eine weitere Spekulation, wird Sauberkeit, Ordnung, Aufgeräumt Sein auch als Spiegel der inneren Verfassung gesehen. Etwa in dem Sinne, dass äußere Reinheit folgerichtig auch saubere innere Moralmuster anzeigen muss. Da darf man den äußeren Wildwuchs natürlich bekämpfen. Der Spruch „Das Genie beherrscht das Chaos, nur der Dumme räumt auf“ dürfte gerade bei den Saubermännern auf Widerstand stoßen. Wenn das Göttliche als Schöpferkraft der Natur gesehen wird, ist Gott entweder chaotisch oder der Saubermann verkrampft.

Das Göttliche als Schöpferkraft der Natur

Dann gibt es den Konformitätsdruck. Wenn Rasenmähen Kult ist und die Anschaffung eines Aufsitzrasenmähers zur sozialen Akzeptanz gehört, ist es schwer mit einer Blumenwiese zu punkten. Was andere offensichtlich schön finden muss auch für mich schön sein. Der gesellschaftliche Druck ist immens und höchst verlogen. Im Rathaus und der Kirche wird von Erhalt der Vielfalt und Nachhaltigkeit gepredigt, vor den Gebäuden wird kräftig geputzt und gescheuert. Den ersten Preis bei „Unser Dorf soll schöner werden“ gewinnt eine „Geranienkombi“. Die jährliche Landesgartenschau wirbt im Slogan immer mit dem Wort „Natur“, zeigt aber eher Grünflächen und Schaubeete.

Nicht zu vergessen ist auch, dass unsere Emanzipation von der Natur, geschichtlich noch nicht lange zurück liegt. Natur heißt ja auch Krankheit, Parasiten, Nahrungskonkurrenz. Ein entspanntes Verhältnis zur Natur ist noch jung und kommt im Westen erst mit der Romantik zum Tragen. Paradoxerweise ist das was die Menschen im „Großen Stil“ verlieren immer auch der Beginn einer Gegenbewegung. So lassen Firmen, die ihr vieles Geld mit der Naturzerstörung verdienen, neuerdings für viel Geld ihre Außenanlagen gestalten. Nicht aus Liebe zur Natur, sondern weil es langsam „schick“ wird. Auch wenn der Chef und die Angestellten weiterhin auf grünem Rasen leben.

Kurz: Ich suche Antwort auf die Frage der Kultur und Ästhetik. Ich bin ein rechter Laie. Inzwischen denke ich aber: Einfach machen und zeigen und hoffen, dass das Vorbild wirkt. Mein Naturgarten www.hortus-insectorum.de ist ein Hortus, der neben Vielfalt und Schönheit sich auch zusätzlich mit den Themen Nutzen, Kreislauf, Nachhaltigkeit und Kreativität beschäftigt. So oder so ist er auch so ein dramatischer Gegensatz zum Nachbargrundstück.

Ab sofort: FFP2-Maskenpflicht in allen städtischen Gebäuden

In allen städtischen Gebäuden und Einrichtungen gilt ab sofort neben der bereits bekannten 3G-Regelung (geimpft/genesen/getestet) die Verpflichtung, eine FFP2-Maske zu tragen. Die sogenannte OP-Maske reicht nicht mehr aus.

Alle Gäste werden gebeten, diese Regelungen zum Schutze aller zu beachten und auch weiter privat die AHA+L-Regeln – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltag mit (FFP2-)Maske und Lüften – einzuhalten.

Die FFP2-Pflicht in städtischen Gebäuden gilt selbstverständlich auch für alle Mitarbeitenden der Stadt Remscheid.

Tannenbäume: Die Abholtermine stehen fest

Im Bergischen Städtedreieck stehen die Termine für die Abholung der abgeschmückten Weihnachtsbäume fest. Welche Bedingungen in welcher Stadt gelten, haben wir in folgender Übersicht zusammengestellt.

Wuppertal: AWG holt ausrangierte Weihnachtsbäume ab

Abholung startet in der 2. KW im Westen, in der 3. KW im Osten. Bäume müssen für die Kompostierung frei von Schmuck sein.

Auch in diesem Jahr holt die AWG wieder ausrangierte Weihnachtsbäume ab:  

  • im Westen Wuppertals in der 2. Kalenderwoche (ab Montag, 10. Januar 2021)
  • im Osten Wuppertals in der 3. Kalenderwoche (ab Montag, 17. Januar 2021).

Zum entsprechenden Leerungstermin müssen die Bäume zur grauen Restmülltonne gestellt werden. Die entsprechenden Termine finden sich in Ihrem aktuellen Abfallkalender.

Grundsätzliche Vorgabe für die Abholung: Die ausrangierten Bäume müssen frei von Schmuck bzw. Lametta sein. Von Bäumen, die einen Ballen haben, sollte der Benutzer vor dem Herausstellen den Übertopf entfernen und die Erde so gut wie möglich abschlagen. Die AWG bringt die Wuppertaler Weihnachtsbäume zur Kompostierungsanlage der Gesellschaft für Kompostierung und Recycling (GKR) im benachbarten Velbert. Nur entschmückte Weihnachtsbäume können dort fachgerecht kompostiert werden.

Remscheid: Drei verschiedene Termine

Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) erteilen auch in diesem Jahr den Weihnachtsbäumen eine Abfuhr. Für die Stadtteile Lennep, Lüttringhausen und Alt-Remscheid gelten unterschiedliche Termine.

Los geht’s in Lennep am Montag, 10. Januar. Am Mittwoch, 12. Januar, wird in Lüttringhausen eingesammelt. Zuletzt werden die Weihnachtsbäume in Alt-Remscheid am Samstag, 15. Januar, abgeholt.

Die TBR bitten darum, die Weihnachtsbäume am Abholtag bis 7 Uhr gut sichtbar auf dem Bürgersteig – also nicht am Mülltonnenstandort – abzulegen.

Weil die Bäume verwertet werden, werden nur vollständig abgeschmückte Weihnachtsbäume mitgenommen. Weihnachtsbäume über zwei Meter Länge bitte durchsägen!

Solingen: Tannenbäume werden am Freitag abgeholt

Abgeschmückt an Sammelstellen deponieren

Ausgediente Tannenbäume werden am Freitag, 7. Januar, abgeholt. Sie müssen bis 7 Uhr morgens vor dem Grundstück abgelegt werden, dürfen aber den Verkehr nicht behindern oder gefährden. Gut ist es, die Bäume an nachbarschaftlichen Sammelstellen zu deponieren. Das erleichtert den Mitarbeitenden der Technischen Betriebe Solingen (TBS) die Arbeit.

Mitgenommen werden nur komplett abgeschmückte Bäume ohne Netze, Säcke oder Töpfe. Der Stammdurchmesser darf maximal 15 Zentimeter betragen, die Länge zwei Meter nicht überschreiten.

Wegen der Weihnachtsbaum-Abfuhr verschiebt sich die Abfallentsorgung in der anschließenden Woche: Die freitags-Leerung vom 7. Januar wird am Montag, 10. Januar, nachgeholt. Jede weitere Abfuhr in der Woche findet dann einen Tag später statt, die Leerung vom Freitag am Samstag, 15. Januar.

Die Änderungen sind auch im gedruckten Abfallkalender und im Abfall-Navi verzeichnet:
www.solingen.de/tbs/inhalt/abfallnavi/

Neuer Filialleiter für Volksbank in Lüttringhausen

Seit Jahresbeginn hat die Lüttringhauser Filiale der Volksbank im Bergischen Land mit Marc Buschhausen einen neuen Leiter. Der 47-Jährige freut sich, nach Stationen in Solingen und Hilden nun wieder in seiner Heimatstadt Remscheid zu
arbeiten.

Marc Buschhausen feierte erst kürzlich sein silbernes Dienstjubiläum. Bewusst hat er sich für die Arbeit in der Filiale und nicht etwa in einer internen Abteilung entschieden: „Der persönliche Kontakt, der direkte Umgang mit den Menschen ist mir sehr wichtig“, sagt er. „Jedes Gespräch ist individuell, weil auch jeder Mensch und seine Anliegen individuell sind.“

Seine neue Arbeitsumgebung ist dem 47-Jährigen nicht fremd. Aufgewachsen ist er am Grenzwall, mit seiner Frau und drei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren wohnt er im Südbezirk. Gemeinsam waren sie schon oft auf dem Lüttringhauser Weihnachtsmarkt – und haben im Sommer bei Belfi Eis gegessen. Gleichwohl: Auch darauf, den Stadtteil und seine tollen Kollegen noch besser kennenzulernen, freut sich der neue Filialleiter. Und im Gegenzug erfahren Kunden und Kollegen vielleicht auch noch mehr über ihn. Dass er gerne joggen geht und mit seinem Sohn eine Dauerkarte bei Bayer Leverkusen hat, verrät Marc Buschhausen jetzt schon.

Linksjugend Solid zum Vorschlag der Jusos einen Baum für jedes neue Baby zu pflanzen

Die Linksjugend Solid Remscheid unterstützt die Remscheider Jusos in ihrer Forderung für jedes in Remscheid neugeborene Baby einen Baum zu pflanzen. Bäume sind ein einfaches und wirksames Mittel im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben und helfen Kommunen dabei, sich besser an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen.

Besser als neupflanzen ist es jedoch, gesunde Bäume gar nicht erst zu fällen. „Wir freuen uns über jeden Baum mehr in der Stadt, doch Neupflanzungen sind teuer und aufwendig und es braucht Jahrzehnte, bis ein junger Baum die Leistungen eines ausgewachsenen Baums erbringen kann, daher sollte das oberste Gebot der Schutz der bestehenden Bäume sein“, so der Sprecher Louis Achenbach. Darin sieht die Linksjugend die größte Baustelle, denn jedes Jahr verliert Remscheid mehrere Hundert Stadtbäume und daran ist die SPD nicht ganz unschuldig. Zusammen mit anderen Fraktionen spricht sie sich gegen eine strengere Baumschutzsatzung aus und initiiert oder unterstützt Großprojekte, für die etliche Bäume gefällt werden müssen, wie z.B. am geplanten Durchstich Intzestraße. An dieser Stelle sollen Dutzende große alte Laubbäume einer neuen Straße weichen.

„Unökologischer geht es kaum. Da nützt es dann auch nichts am Waldesrand ein paar neue Bäume zu pflanzen. Wir brauchen vor allem in der Stadt gesunde Bäume, die vor Ort die Luft filtern und abkühlen, Lärm mindern und Mensch und Tier erfreuen“, so die zweite Sprecherin Natalia Lange. „Wenn die Jusos es mit dem Umwelt- und Baumschutz ernst meinen, müssen sie auch bei solchen Fragen und Themen mehr Druck auf ihre Partei in Remscheid ausüben“, so Lange weiter.

Die Linksjugend Solid begrüßt Baumpflanzaktionen aber sie dürfen nicht bestehende Probleme oder Handlungen verschleiern oder grünwaschen. Wir brauchen vor allem einen effektiven Bestandsschutz und daneben gerne auch Neupflanzungen!

„Shalom“-Oberleitungsbusse rollen durch die Klingenstadt

Hebräischer Friedensgruß macht für mindestens drei Monate auf jüdisches Leben neugierig

Dass die Solinger O-Busse rollende Werbetafeln sind, ist nicht ungewöhnlich. Jetzt bekennen sie auch Farbe: „Shalom“ steht in blau und weiß auf zwei Bussen, die für mindestens ein Vierteljahr die Linien 681, 682 und 683 bedienen werden – ein Zeichen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus. Dass der hebräische Friedensgruß einmal durch die ganze Klingenstadt fährt und am Vohwinkeler Bahnhof von einer „Shalom“-Schwebebahn „abgelöst“ wird, hat vor allem mit dem bundesweiten Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ (www.2021JLID.de) zu tun. Dessen Generalsekretärin Sylvia Löhrmann stellte bereits im Dezember zusammen mit Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Stadtwerke-Geschäftsführer Conrad Troullier sowie Bernd Krebs und Gabriela Lauenstein vom Freundeskreis Solingen – Ness Ziona die gemeinsame Aktion vor.

Diese findet Oberbürgermeister Kurzbach umso wichtiger, als pandemiebedingt derzeit viel Unfrieden herrsche: „Da kann der Shalom-Bus gleichermaßen irritieren und inspirieren.“ Zudem liegt ihm die Wachsamkeit für und das Engagement gegen alltäglichen Antisemitismus am Herzen: „Das ist ein ständiges Problem unserer Gesellschaft“, warnt Kurzbach, der nicht nur auf die Schönheit und traditionsreiche Kultur jüdischen Lebens aufmerksam machen möchte, wenn „mal wieder eine Mahnwache“ vonnöten sei.

Deshalb freuen sich die Projektpartner:innen darüber, mit dem Shalom-Bus eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und möglichst auch zu sensibilisieren. Gerne leisten die Stadtwerke mit dem aufmerksamkeitsheischenden Schriftzug „einen Beitrag zum Frieden“, betont SWS-Geschäftsführer Conrad Troullier. Und für den Freundeskreis, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und im kommenden Jahr die 35-jährige Städtepartnerschaft mit Ness Ziona feiert, war es eine Ehrensache, für die Beklebung Spenden einzuwerben. „Das ist Bürgerschaftspflicht“, findet Bernd Krebs. Als Solingerin und Generalsekretärin des bundesweit tätigen Vereins „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat Sylvia Löhrmann doppelt Grund zur Freude: „Wir wollen ja nicht nur die erreichen, die ohnehin in unsere über 2300 Veranstaltungen kommen, sondern die Menschen im Alltag ansprechen.“ So hätten mit Solingen nun acht Städte bundesweit „Shalom“-Fahrzuge ins Rollen gebracht – beispielsweise die Kölner „Schalömchen“-Straßenbahn oder die „Shalom“-Schwebebahn. Und da das Festjahr #2021JLID nun offiziell bis Ende Juli 2022 verlängert wird, fahre der „Shalom“-O-Bus mit Hinweisen auf den Verein und den Freundeskreis ja vielleicht sogar bis zum Sommer durch die Klingenstadt.