Polizisten nach Streit angegriffen

Polizisten wurden gestern (12.10.2021), gegen 12:25 Uhr, zu einem Verkehrsunfall an der Heusnerstraße gerufen. Ein betrunkener Mann sollte gegen ein geparktes Auto gelaufen sein und sich dabei verletzt haben.

Am Einsatzort trafen die Beamten auf ein alkoholisiertes Pärchen, das sich, nachdem die Situation um den gemeldeten Unfall geklärt war, von der Örtlichkeit entfernte. Plötzlich schubste die 19-Jährige ihren 43-jährigen Bekannten zu Boden, wobei sich der Wuppertaler verletzte und von Rettungskräften behandelt sowie zur weiteren ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht werden musste.

Die 19-Jährige versuchte fortlaufend auf den am Boden liegenden Mann einzuwirken, woraufhin die Polizisten sie in Gewahrsam nahmen. Die Wuppertalerin beleidigte die Beamten lauthals, sperrte sich massiv gegen die Einsatzkräfte und versuchte, die Polizisten zu schlagen und zu treten. Die junge Frau wurde daraufhin gefesselt und im Streifenwagen in das Polizeigewahrsam gebracht. Die 19-Jährige erwartet ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung. Die am Einsatz beteiligten Polizisten blieben unverletzt und dienstfähig. (hm)

Abfallbrand an Hausfassade in der Lenneper Altstadt

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Remscheid erreichte ein Notruf aus der Lenneper Altstadt. Die Anruferin berichtete, dass eine Mülltonne unter einem Anbau in der Minoritengasse in voller Ausdehnung brannte. Erste Löschversuche wurden bereits durch einen Nachbarn durchgeführt. Dieser hatte einen Feuerlöscher zur Hilfe genommen, um die Flammen zu bekämpfen.

Die Mülltonne nach dem Brand. Foto: Patrick Gröne / Feuerwehr Remscheid
Die Mülltonne nach dem Brand. Foto: Patrick Gröne / Feuerwehr Remscheid

Für die Feuerwehr stellt die dichte Altstadtbebauung und die vielen denkmalgeschützten Gebäude immer eine Herausforderung dar. Da in der Altstadt eher schmale Gassen anstatt breite Straßen für die Zufahrten vorhanden sind, geht es an einigen Stellen nur zu Fuß weiter. Dadurch kann sich ein kleiner Brand sehr schnell auf benachbarte Gegenstände ausbreiten. So auch in dem gemeldeten Fall. Die Müllbehälter waren komplett niedergebrannt und hatten bereits einen Anbau in Mitleidenschaft gezogen. Durch das beherzte Eingreifen des Nachbarn, konnte schlimmeres verhindert werden.

Durch die Einsatzkräfte wurde die angrenzende Fassade mit einer Wärmebildkamera kontrolliert und Teile der Fassade geöffnet. Das Feuer blieb weitestgehend auf den Entstehungsraum begrenzt und die Einsatzstelle konnte an den Eigentümer übergeben werden. Über die Brandursache können keine Angaben gemacht werden, die Polizei war ebenfalls vor Ort.

FCR begrüßt Entscheidung vom Sportausschuss

Der FC Remscheid e.V. begrüßt die Entscheidung des Remscheider Sportausschusses vom vergangenen Donnerstagabend für die Umwandlung der Tennenplätze (Asche) am Hackenberg und Neuenkamp auf moderne Kunstrasenplätze und gratuliert der SG Hackenberg und dem BV 10 Remscheid ausdrücklich zu dieser Entscheidung.

Der FC Remscheid e.V. weist jedoch nochmals darauf hin, dass bekanntlich der FC Remscheid e.V. am 08.02.2021 den Weg für diese Entscheidung freigemacht hat, indem der FC Remscheid e.V. auf den Bau eines Alternativstadions am Hackenberg als Ersatz zum Röntgen-Stadion verzichtete.

Der FC Remscheid e.V. bekennt sich nochmals ausdrücklich zum Lenneper Standort „Röntgen-Stadion“. Eine Traditionsstätte, die eng mit der Geschichte des BVL 08 Lüttringhausen/Remscheid und des heutigen FC Remscheid verbunden ist. Eine wichtige Sportstätte für den Fußball, die Leichtathletik und den Schulsport in unserer Stadt. Das Röntgen-Stadion ist die Heimat unserer 1. Mannschaft.

Der FCR freut sich über die aktuellen und dringend erforderlichen Arbeiten am Röntgen-Stadion, die der Verein mit Eigenleistungen, nach Abstimmung mit dem Sportamt Remscheid, unterstützen wird.

Gleichwertiger Ersatz zum Röntgen Stadion

Sollte das Röntgen-Stadion im Zuge eines DOC-Baus wirklich abgerissen werden müssen, erwartet der FC Remscheid e.V. eine gleichwertige regionalligataugliche Ersatzsportstätte zum heutigen Röntgen-Stadion. Die Kosten für diese Ersatzsportstätte sollten zu Hundertprozent aus den Mitteln des DOC-Grundstücksverkaufs finanziert werden.

Gespräche mit der Stadt Remscheid werden in Zukunft sicherlich zu diesem Thema folgen.

1. FC Klausen sollte Kunstrasenplatz erhalten

Des Weiteren bedauert der FC Remscheid e.V. sehr, dass der Remscheider Sportausschuss sich nicht dazu durchringen konnte, auch für den 1. FC Klausen die Umrüstung auf einen Kunstrasenplatz zu genehmigen. Der 1. FC Klausen ist ein Traditionsverein unserer Stadt und leistet bis heute wichtige Quartiersarbeit für den Standort Lüttringhausen. Der 1. FC Klausen ist aus dem Stadtteil nicht wegzudenken, egal was irgendwelche Auslastungsstatistiken aufzeigen.

Diese Entscheidung sollte aus Sicht des FC Remscheid nochmals überdacht werden.

Für die Würde unserer Städte: Parteien bekommen Besuch von satirischem Wagen

Benachteiligte Städte und Kreise machen mit einer spektakulären Aktion auf ihre schwierige Situation und die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufmerksam. Die betroffenen Kommunen fordern eine gerechte Finanzverteilung, eine Lösung für das Altschuldenproblem, faire Förderprogramme und ein Ende der Steueroasen in Deutschland. Die Kämmerinnen und Kämmerer haben Wort gehalten und in den vergangenen Jahren eisern gespart und Schulden abgebaut.

CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke haben am Montag (11. Oktober) Besuch von einem Esel bekommen. Das Lastentier war überlebensgroß auf einem Wagen zu sehen und trug gewaltige Säcke auf dem Rücken, die es in die Knie zwingen. Der Wagen stoppte im Laufe des Tages vor den Zentralen der Parteien. An der Seite des Esels waren Oberbürgermeister:innen, Bürgermeister:innen und weitere Vertreter:innen der Mitgliedsstädte unterwegs, die den Vertreter:innen der Parteien symbolisch einen Stein aus dem Lastensack überreichten. Damit verdeutlichten sie ihre Forderung nach einem fairen Neustart für benachteiligte Städte und Kreise. „Wir leiden unter den gewaltigen Lasten, die die ungerechte Finanzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommen verursacht hat“, erklärten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Stadtdirektor/Stadtkämmerer Sven Wiertz auch für Remscheid.

Diese spektakuläre Aktion hat das Bündnis „Für die Würde unserer Städte“ initiiert. Im Bündnis haben sich 70 Kommunen zusammengeschlossen, die besonders unter der Finanzverteilung in Deutschland leiden. Die Städte und Kreise haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit Geld umgehen können, und aus einem Minimum an Möglichkeiten ein Maximum gemacht. Die Pandemie hat ihnen allerdings erneut vor Augen geführt, dass sie eine Krise nicht aus eigener Kraft bewältigen können, sondern auf Hilfen von Bund und Land angewiesen sind. Deshalb fordern sie einen Neustart bei den Finanzen und eine faire Verteilung zwischen den drei Ebenen.  

Der häufig den Kommunen gemachte Vorwurf, sie erfüllten ihre Sparaufgaben unzureichend, geht dabei ins Leere: Die Städte im Bündnis haben Wort gehalten und in konjunkturell starken Jahren Schulden getilgt: Seit dem Höchststand der Liquiditätskredite im Jahr 2015 (50,4 Milliarden Euro) ist deren Stand bis zum 31. Dezember 2020 um mehr als 15 Milliarden Euro gesunken. Die Kommunen haben den notwendigen Rückgang der Liquiditätskredite möglich gemacht. Sie haben gezeigt, dass sie mit Geld umgehen können und Hilfen verantwortungsvoll einsetzen.

Trotz all dieser Erfolge stehen viele Kommunen in Deutschland noch immer mit dem Rücken zur Wand, weil sie strukturell unterfinanziert sind und immer neue Lasten von Bund und Ländern aufgeladen bekommen. Der Besuch der Parteizentralen war deshalb mit vier Forderungen verbunden:

  • Gerechte Finanzverteilung

Bund und Länder können den Kommunen Aufgaben zuteilen und festlegen, welchen finanziellen Ausgleich diese bekommen. Die Ausgaben sind aber höher und treiben die Kommunen in eine Schuldenfalle. Bund und Länder müssen bei den Kosten endlich fair mit den benachteiligten Städten und Kreisen umgehen.

Der Bund muss für die Aufgaben der Kinderbetreuung und der Inklusion, die er gesetzlich vorgibt, eine hinreichende Finanzierung sicherstellen. Um die Dynamik in diesem Bereich aufzufangen, ist eine konsequente Orientierung an den Fallzahlen notwendig.

Zur Bekämpfung der Kinderarmut ist eine Grundsicherung für Kinder einzuführen. Die Grundsicherung muss sowohl ein ausreichendes Existenzminimum sicherstellen als auch eine Zusammenführung der vielen unterschiedlichen Leistungen herbeiführen. Dies würde zur Entschärfung der sozialen Problemlagen in den Familien beitragen und könnte damit auch die Hilfe zur Erziehung indirekt entlasten.

Die Kommunen sind weiterhin die letzte Hilfe bei Problemen der Pflegefinanzierung und decken damit ebenfalls einen Finanzbedarf ab, der aus Altersarmut entsteht, und stehen für die bisher im Rahmen der Pflegeversicherung nur unzureichend gelösten Probleme einer alternden Gesellschaft ein.

  • Lösung des Altschuldenproblems

Die ungerechte Finanzverteilung hat viele Kommunen dazu gezwungen, Kredite aufzunehmen und Schulden zu machen. Deshalb müssen sich die benachteiligten Kommunen um Zinsen und Tilgung kümmern, während die wohlhabenden Kommunen in ihre Zukunft investieren können. Bund und Länder müssen einen Teil der Altschulden übernehmen, damit die Kluft zwischen den Kommunen nicht größer wird.

Der Abbau der kommunalen Altschulden ist in einer solidarischen Gesamtlösung in enger Kooperation von Ländern, Bund und Kommunen herbeizuführen. Das Altschuldenproblem belastet die finanzschwachen Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiterhin.

Mit Blick auf die aus der Pandemie neu entstehenden Schulden ist das Altschuldenthema zu erweitern. Insbesondere finanzschwache Kommunen werden aufgrund ihrer geringeren Resilienz mit höheren Belastungen aus der Krise hervorgehen und länger brauchen, diese wieder abzuarbeiten. Dies dürfte die Disparität unter den Kommunen weiter vergrößern. Zwar besteht angesichts der niedrigen Zinsen derzeit scheinbar kein direkter Druck auf die Haushalte. Mittelfristig ist aber mit steigenden Zinsen zu rechnen, zumal auch Risiken auf den Finanzmärkten bestehen (zum Beispiel durch Inflation oder Blasenbildung).

  • Investitionen durch echte Förderprogramme ermöglichen

Wegen der Sparanstrengungen der letzten Jahrzehnte gibt es einen großen Nachholbedarf bei den Investitionen. Es gibt zwar zahlreiche Förderprogramme für Kommunen. Meist fehlen dort aber das Personal, um sich für die Programme zu bewerben, und die Eigenmittel, die Voraussetzung der Förderung sind. Die Kommunen brauchen Hilfe durch Reduzierung der Eigenanteile. Die benachteiligten Kommunen brauchen außerdem eine kontinuierliche Investitionsfinanzierung.

  • Steueroasen schließen

Bei den kommunalen Steuerhebesätzen wird das Dilemma der benachteiligten Städte und Kommunen noch einmal besonders deutlich. Angesichts hoher Sozialausgaben und unterproportionaler Einnahmen sind sie gezwungen, ihre Hebesätze zu erhöhen. Andere Kommunen dagegen können ein Steuerdumping betreiben. Sie nutzen die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Gewerbesteuer und haben Unternehmen dazu gebracht, den Standort zu wechseln.

Der Bund muss daher im Steuerrecht den ruinösen Steueroasen die Grundlage entziehen.

„Für die Würde unserer Städte“ hat bereits im Sommer auf die gewaltigen Lasten der Kommunen und die Forderung nach einem fairen Neustart aufmerksam gemacht. Die Oberbürgermeister:innen und Bürgermeister:innen schilderten auf Facebook und Twitter, mit welchen Herausforderungen die Städte und Kreise zu kämpfen haben und wie Bund und Länder die Last verringern könnten. Auf der Homepage des Bündnisses www.fuerdiewuerde.de sind die Versprechen der Parteien dokumentiert, die diese den Kommunen im Bundestagswahlkampf gemacht haben. Auch daran hat die Aktion am Montag in Berlin erinnert.

Weitere Informationen

Die Städte und Kreise Im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 70 Kommunen aus acht Bundesländern zusammengeschlossen. In den Städten und Kreisen leben rund neun Millionen Menschen – und damit mehr als zehn Prozent aller Deutschen. Die Kommunen waren besonders vom Strukturwandel betroffen, deshalb haben sie geringe Einnahmen aus Steuern und hohe Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich. Infolgedessen sind die Kommunen besonders benachteiligt durch die beschriebene Finanzverteilung und waren in besonderem Maße gezwungen, Schulden zu machen, um die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen zu können.

Mitglieder im Bündnis sind: Bochum, Bottrop, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Cuxhaven, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Frankfurt an der Oder, Geestland, Gelsenkirchen, Gera, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberbergischer Kreis, Oberhausen, Offenbach, Pasewalk, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Sprockhövel, Strasburg, Strausberg, Sundern, Torgelow, Trier, Ueckermünde, Kreis Unna, Voerde, Völklingen, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Wismar, Witten, Worms, Wuppertal und Zweibrücken.

Der Künstler Den satirischen Wagen, mit dem die Kommunen in Berlin für Aufsehen gesorgt haben, hat der Künstler Jacques Tilly geschaffen. Tilly und sein Team bauen die Wagen für den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Sie sind bekannt dafür, dass ihre Skulpturen die aktuelle politische Lage, Missstände und Mächtige mehr als eindeutig ins Bild setzen und scharf kritisieren. Die Fotos von den Wagen aus Düsseldorf werden jedes Jahr in den Medien weltweit gezeigt. Mehr zu Jacques Tilly und seinem Team gibt es unter www.grossplastiken.de.

Die Steine Die Vertreter:innen des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ haben den Parteien „in Stein gemeißelte“ Botschaften überreicht. Sie lauteten wie folgt:

  • CDU: „Das ist in Stein gemeißelt: Sicherheit braucht handlungsfähige Kommunen.“
  • SPD: „Das ist in Stein gemeißelt: Ein soziales Land gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • FDP: „Das ist in Stein gemeißelt: Niedrigere Gewerbesteuern gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Linke: „Das ist in Stein gemeißelt: Gerechtigkeit gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Grüne: „Das ist in Stein gemeißelt: Klimaschutz gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen

Kommunen gehen in die Knie: Parteien bekommen Besuch von satirischem Wagen

Benachteiligte Städte und Kreise machen mit einer spektakulären Aktion auf ihre schwierige Situation und die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufmerksam. Die betroffenen Kommunen fordern eine gerechte Finanzverteilung, eine Lösung für das Altschuldenproblem, faire Förderprogramme und ein Ende der Steueroasen in Deutschland. Die Kämmerinnen und Kämmerer haben Wort gehalten und in den vergangenen Jahren eisern gespart und Schulden abgebaut.

CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und Linke haben am Montag (11. Oktober) Besuch von einem Esel bekommen. Das Lastentier war überlebensgroß auf einem Wagen zu sehen und trug gewaltige Säcke auf dem Rücken, die es in die Knie zwingen. Der Wagen stoppte im Laufe des Tages vor den Zentralen der Parteien. An der Seite des Esels waren Oberbürgermeister:innen, Bürgermeister:innen und weitere Vertreter:innen der Mitgliedsstädte unterwegs, die den Vertreter:innen der Parteien symbolisch einen Stein aus dem Lastensack überreichten. Damit verdeutlichten sie ihre Forderung nach einem fairen Neustart für benachteiligte Städte und Kreise. „Wir leiden unter den gewaltigen Lasten, die die ungerechte Finanzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommen verursacht hat“, erklärte Solingens Stadtkämmerer Ralf Weeke.

Diese spektakuläre Aktion hat das Bündnis „Für die Würde unserer Städte“ initiiert. Im Bündnis haben sich 70 Kommunen zusammengeschlossen, die besonders unter der Finanzverteilung in Deutschland leiden. Die Städte und Kreise haben in den vergangenen Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie mit Geld umgehen können, und aus einem Minimum an Möglichkeiten ein Maximum gemacht. Die Pandemie hat ihnen allerdings erneut vor Augen geführt, dass sie eine Krise nicht aus eigener Kraft bewältigen können, sondern auf Hilfen von Bund und Land angewiesen sind. Deshalb fordern sie einen Neustart bei den Finanzen und eine faire Verteilung zwischen den drei Ebenen.  

Der häufig den Kommunen gemachte Vorwurf, sie erfüllten ihre Sparaufgaben unzureichend, geht dabei ins Leere: Die Städte im Bündnis haben Wort gehalten und in konjunkturell starken Jahren Schulden getilgt: Seit dem Höchststand der Liquiditätskredite im Jahr 2015 (50,4 Milliarden Euro) ist deren Stand bis zum 31. Dezember 2020 um mehr als 15 Milliarden Euro gesunken. Die Kommunen haben den notwendigen Rückgang der Liquiditätskredite möglich gemacht. Sie haben gezeigt, dass sie mit Geld umgehen können und Hilfen verantwortungsvoll einsetzen.

Trotz all dieser Erfolge stehen viele Kommunen in Deutschland noch immer mit dem Rücken zur Wand, weil sie strukturell unterfinanziert sind und immer neue Lasten von Bund und Ländern aufgeladen bekommen. Der Besuch der Parteizentralen war deshalb mit vier Forderungen verbunden:

  • Gerechte Finanzverteilung

Bund und Länder können den Kommunen Aufgaben zuteilen und festlegen, welchen finanziellen Ausgleich diese bekommen. Die Ausgaben sind aber höher und treiben die Kommunen in eine Schuldenfalle. Bund und Länder müssen bei den Kosten endlich fair mit den benachteiligten Städten und Kreisen umgehen.

Der Bund muss für die Aufgaben der Kinderbetreuung und der Inklusion, die er gesetzlich vorgibt, eine hinreichende Finanzierung sicherstellen. Um die Dynamik in diesem Bereich aufzufangen, ist eine konsequente Orientierung an den Fallzahlen notwendig.

Zur Bekämpfung der Kinderarmut ist eine Grundsicherung für Kinder einzuführen. Die Grundsicherung muss sowohl ein ausreichendes Existenzminimum sicherstellen als auch eine Zusammenführung der vielen unterschiedlichen Leistungen herbeiführen. Dies würde zur Entschärfung der sozialen Problemlagen in den Familien beitragen und könnte damit auch die Hilfe zur Erziehung indirekt entlasten.

Die Kommunen sind weiterhin die letzte Hilfe bei Problemen der Pflegefinanzierung und decken damit ebenfalls einen Finanzbedarf ab, der aus Altersarmut entsteht, und stehen für die bisher im Rahmen der Pflegeversicherung nur unzureichend gelösten Probleme einer alternden Gesellschaft ein.

  • Lösung des Altschuldenproblems

Die ungerechte Finanzverteilung hat viele Kommunen dazu gezwungen, Kredite aufzunehmen und Schulden zu machen. Deshalb müssen sich die benachteiligten Kommunen um Zinsen und Tilgung kümmern, während die wohlhabenden Kommunen in ihre Zukunft investieren können. Bund und Länder müssen einen Teil der Altschulden übernehmen, damit die Kluft zwischen den Kommunen nicht größer wird.

Der Abbau der kommunalen Altschulden ist in einer solidarischen Gesamtlösung in enger Kooperation von Ländern, Bund und Kommunen herbeizuführen. Das Altschuldenproblem belastet die finanzschwachen Kommunen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiterhin.

Mit Blick auf die aus der Pandemie neu entstehenden Schulden ist das Altschuldenthema zu erweitern. Insbesondere finanzschwache Kommunen werden aufgrund ihrer geringeren Resilienz mit höheren Belastungen aus der Krise hervorgehen und länger brauchen, diese wieder abzuarbeiten. Dies dürfte die Disparität unter den Kommunen weiter vergrößern. Zwar besteht angesichts der niedrigen Zinsen derzeit scheinbar kein direkter Druck auf die Haushalte. Mittelfristig ist aber mit steigenden Zinsen zu rechnen, zumal auch Risiken auf den Finanzmärkten bestehen (zum Beispiel durch Inflation oder Blasenbildung).

  • Investitionen durch echte Förderprogramme ermöglichen

Wegen der Sparanstrengungen der letzten Jahrzehnte gibt es einen großen Nachholbedarf bei den Investitionen. Es gibt zwar zahlreiche Förderprogramme für Kommunen. Meist fehlen dort aber das Personal, um sich für die Programme zu bewerben, und die Eigenmittel, die Voraussetzung der Förderung sind. Die Kommunen brauchen Hilfe durch Reduzierung der Eigenanteile. Die benachteiligten Kommunen brauchen außerdem eine kontinuierliche Investitionsfinanzierung.

  • Steueroasen schließen

Bei den kommunalen Steuerhebesätzen wird das Dilemma der benachteiligten Städte und Kommunen noch einmal besonders deutlich. Angesichts hoher Sozialausgaben und unterproportionaler Einnahmen sind sie gezwungen, ihre Hebesätze zu erhöhen. Andere Kommunen dagegen können ein Steuerdumping betreiben. Sie nutzen die Gestaltungsmöglichkeiten bei der Gewerbesteuer und haben Unternehmen dazu gebracht, den Standort zu wechseln.

Der Bund muss daher im Steuerrecht den ruinösen Steueroasen die Grundlage entziehen.

„Für die Würde unserer Städte“ hat bereits im Sommer auf die gewaltigen Lasten der Kommunen und die Forderung nach einem fairen Neustart aufmerksam gemacht. Die Oberbürgermeister:innen und Bürgermeister:innen schilderten auf Facebook und Twitter, mit welchen Herausforderungen die Städte und Kreise zu kämpfen haben und wie Bund und Länder die Last verringern könnten. Auf der Homepage des Bündnisses www.fuerdiewuerde.de sind die Versprechen der Parteien dokumentiert, die diese den Kommunen im Bundestagswahlkampf gemacht haben. Auch daran hat die Aktion am Montag in Berlin erinnert.

Weitere Informationen

Die Städte und Kreise Im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 70 Kommunen aus acht Bundesländern zusammengeschlossen. In den Städten und Kreisen leben rund neun Millionen Menschen – und damit mehr als zehn Prozent aller Deutschen. Die Kommunen waren besonders vom Strukturwandel betroffen, deshalb haben sie geringe Einnahmen aus Steuern und hohe Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich. Infolgedessen sind die Kommunen besonders benachteiligt durch die beschriebene Finanzverteilung und waren in besonderem Maße gezwungen, Schulden zu machen, um die ihnen auferlegten Aufgaben erfüllen zu können.

Mitglieder im Bündnis sind: Bochum, Bottrop, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Cuxhaven, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Frankfurt an der Oder, Geestland, Gelsenkirchen, Gera, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Landkreis Vorpommern-Greifswald, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberbergischer Kreis, Oberhausen, Offenbach, Pasewalk, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Sprockhövel, Strasburg, Strausberg, Sundern, Torgelow, Trier, Ueckermünde, Kreis Unna, Voerde, Völklingen, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Wismar, Witten, Worms, Wuppertal und Zweibrücken.

Der Künstler Den satirischen Wagen, mit dem die Kommunen in Berlin für Aufsehen gesorgt haben, hat der Künstler Jacques Tilly geschaffen. Tilly und sein Team bauen die Wagen für den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Sie sind bekannt dafür, dass ihre Skulpturen die aktuelle politische Lage, Missstände und Mächtige mehr als eindeutig ins Bild setzen und scharf kritisieren. Die Fotos von den Wagen aus Düsseldorf werden jedes Jahr in den Medien weltweit gezeigt. Mehr zu Jacques Tilly und seinem Team gibt es unter www.grossplastiken.de.

Die Steine Die Vertreter:innen des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ haben den Parteien „in Stein gemeißelte“ Botschaften überreicht. Sie lauteten wie folgt:

  • CDU: „Das ist in Stein gemeißelt: Sicherheit braucht handlungsfähige Kommunen.“
  • SPD: „Das ist in Stein gemeißelt: Ein soziales Land gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • FDP: „Das ist in Stein gemeißelt: Niedrigere Gewerbesteuern gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Linke: „Das ist in Stein gemeißelt: Gerechtigkeit gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen.“
  • Grüne: „Das ist in Stein gemeißelt: Klimaschutz gibt es nur mit handlungsfähigen Kommunen

Motorradkontrollen in Schwelm

Am Sonntag führten die Verkehrsspezialisten der Polizei EN in der Zeit von 09:00 Uhr bis 11:15 Uhr gezielte Motorradkontrollen an den Grenzen zur Schwelmer Innenstadt durch. Hintergrund der Aktion ist die Landesinitiative „Ich bin leiser Biker unter dem Motto: Gas runter! Lärm runter!“

Auch Schwelms Bürgermeister Herr Stephan Langhard ließ es sich nicht nehmen, den auf der Untermauerstraße angehaltenen Kradfahrern persönlich einen Flyer zu überreichen. Verstöße konnten in der Zeit nicht festgestellt werden, aber im Vordergrund stand auch die Sensibilisierung der Motorradfahrer für eine angemessene Fahrweise und somit der Schutz von Anwohnerinnen und Anwohnern an beliebten Motorradrouten.

Examensfeier: „Der schönste Beruf der Welt“

Nachwuchs für die Kranken- und Kinderkrankenpflege: 14 junge Damen und Herren feiern ihr Krankenpflegeexamen.

Nach dreijähriger Ausbildungszeit feierten jetzt 14 junge Damen und zwei junge Herren ihr Krankenpflegeexamen am Remscheider Sana-Klinikum. Vier Absolventinnen wurden in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ausgebildet, zwölf der nun examinierten Pflegefachkräfte widmeten sich der Gesundheits- und Krankenpflege. „Wir freuen uns sehr, dass wir aus diesen beiden Kursen 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ein Anstellungsverhältnis übernehmen können. Nach einer intensiven Ausbildungszeit an unserem klinikeigenen Bildungszentrum haben sie beste Voraussetzungen, ihren beruflichen Weg erfolgreich in unserem Haus fortzusetzen“, sagt Svenja Ehlers, Geschäftsführerin des Remscheider Sana-Klinikums.

Eine herzliche Gratulation gab es auch von Christian Jonda, Leiter des Sana-Bildungszentrums, der sich über den Erfolg der Schülerinnen und Schüler freute und auch ihren Angehörigen für ihre Unterstützung, gerade in der anstrengenden und nervenaufreibenden Zeit des Examens, dankte. Persönliche Worte und gute Wünsche für die Zukunft richtete genauso Diplom-Medizinpädagogin Bärbel Wittstock an die Pflege-Nachwuchskräfte, die sie während der Ausbildung intensiv begleitet hatte. Und Jasmin Shmalia, Pflegedirektorin des Remscheider Sana-Klinikums versicherte ihnen, „den schönsten Beruf der Welt“ erlernt zu haben.

Wer sich für den Pflegeberuf interessiert, kann sich gerne im Sana-Bildungszentrum informieren und für einen der demnächst beginnenden Pflegekurse bewerben. Nach dem Pflegeberufe-Reformgesetz des Bundesgesundheitsministeriums werden die drei bisher unterschiedlichen Ausbildungsberufe nun nach einem generalistischen Ansatz vereint. „Bei uns im Sana-Klinikum bieten wir Vertiefungseinsätze in der stationären Akutpflege oder in der Pädiatrie – also der Kinderheilkunde – an“, erläutert Christian Jonda. Während der Ausbildung arbeite man zudem mit bewährten Partnern vor Ort und in der Region zusammen, dazu gehören auch die Sana-Fabriciusklinik und das Sana-Klinikum Radevormwald.

Ein mittlerer Bildungsabschluss und gute Kenntnisse in der deutschen Sprache werden für eine Ausbildung in der Pflege vorausgesetzt. Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz können per E-Mail an Christian.Jonda@sana.de geschickt werden. Ausführliche Information gibt es im Netz unter www.pflegeausbildung-remscheid.de

Zwei Verletzte bei Frontalzusammenstoß

Frontal mit einem entgegen kommenden Auto ist am Samstag (9. Oktober) ein 34-Jähriger mit seinem Wagen kollidiert. Beide Fahrer kamen mit Verletzungen in umliegende Krankenhäuser.

Der 34-Jährige Radevormwalder war gegen 18.50 Uhr auf der Landtraße 81 von Herbeck in Richtung Honsberg unterwegs, als er in einer Kurve aufgrund einer Ablenkung auf die Mitte der Straße steuerte. Die entgegenkommende Wuppertalerin versuchte noch auszuweichen, konnte aber einen Zusammenstoß nicht verhindern. Dabei zog sich der 34-Jährige Verletzungen zu, die eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich machten. Die Wuppertalerin kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Als die Bilder laufen lernten – Großes Kino im DWM am 23. Oktober

Am Samstag, 23. Oktober, heißt es im Deutschen Werkzeugmuseum wieder „Als die Bilder laufen lernten – Großes Kino im DWM“. Auch in diesem Jahr kann die Nacht der Kultur & Kirchen nicht stattfinden, so  dass sich das Museum auf eine reduzierte Zeit von 19 bis 21 Uhr beschränkt.

Aufgrund der großen Resonanz dreht sich auch in diesem Jahr alles um alte Filme, die etwas mit Werkzeugen, Remscheid und dem Bergischen Land zu tun haben. Im Vordergrund stehen „alte“ 16 mm-Filme. Das kennt heute kaum noch jemand, aber gerade dieses spezielle Tackern des Projektors ist schon ein außergewöhnliches Erlebnis.

Die Filme versetzen Sie in eine Zeit vor 30, 40, 50 oder noch mehr Jahren. Sie vermitteln einen tollen Einblick in die alten Arbeitsweisen, auch wenn sich die Sehgewohnheiten deutlich geändert haben und man den Eindruck hat, alles passiert etwas zu langsam.

Kinder können sich an dem Abend ihren eigenen Button herstellen. Erst den Umriss eines Werkzeugs aufstempeln, entsprechend ausmalen und dann den Button pressen.

Nachts im Museum: Kinoabend im Deutschen Werkzeugmuseum. Foto: Historisches Zentrum Remscheid
Nachts im Museum: Kinoabend im Deutschen Werkzeugmuseum. Foto: Historisches Zentrum Remscheid

Um die Kino-Atmosphäre perfekt zu machen, werden Gummibären, Chips, Eiskonfekt und noch weitere typische „Kinonaschereien“ angeboten. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings doch: Popcorn wird in diesem Jahr leider nicht serviert. Dafür gibt es diverse Getränke.

Genießen Sie „Nachts im Museum“ bei nostalgischen Filmen.

  • 23.10.2021, 19 bis 21 Uhr
  • Als die Bilder laufen lernten – Großes Kino im DWM
  • Es gelten 3G, Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, Anmeldepflicht.

Anmeldung bis 20.10.2021 per E-Mail über werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de oder telefonisch unter 02191/16 2519!

DWM: Fahrrad kaputt? Tipps und Tricks zur Fahrradreparatur am 19. Oktober

In diesem Workshop kann man unter der fachkundigen Leitung von Torsten Kosela vom Fahrradgeschäft Hasten das Flicken von Reifen und damit verbundene Tricks erlernen. Dies hilft, wenn das Fahrrad nach dem Winter mit platten Reifen aus dem Keller geholt wird oder auch unterwegs bei einer Fahrradtour. Man kann sich selbst helfen und muss nicht auf Hilfe warten.

Der Fachmann gibt noch viele weitere Tricks weiter: Wie stellt man ein Lager ein, kürzt die Kette oder repariert das Licht?

  • Dienstag, 19.10.2021, 11 bis 12.30 Uhr
  • 2,50 Euro pro Kind zzgl. einer Materialpauschale von 4 Euro
  • Altersgruppe 8-14 Jahre
  • Es gelten 3G, Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz, Anmeldepflicht.
  • Bitte bis spätestens 17.10.2021 per E-Mail über werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de oder telefonisch unter 02191/16 2519 anmelden!