Ohne Schirm, mit Charme und Harke – Lüttringhauser SPD brachte kleinen Spielplatz auf Vordermann

Lüttringhauser SPD brachte kleinen Spielplatz am Schmittenbusch in Lüttringhausen auf Vordermann.

„Es reicht bei weitem nicht, die Flatterbände zu entfernen. Die Eltern müssen ihre Kinder auch guten Gewissens wieder auf die Spielplätz gehen lassen können!“

Bei einem Rundgang durch ihre Nachbarschaft hatte Gerhilt Dietrich, seit März Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Lüttringhausen und bei der Kommunalwahl am 13. September 2020 Ratskandidatin für den Wahlbezirk Lüttringhausen-Zentrum, den Spielplatz an der Schmittenbuscher Straße in Augenschein genommen und festgestellt, dass der Sandkasten verunreinigt war.

Bei einem Gespräch mit Ratskollegen am Rande des Hauptausschusses erfuhr der stv. Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser, dass die Technischen Betriebe Remscheid im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Spielplätze nach der Freigabe nach und nach reinigen werden.

Einfach machen!

Dietrich, die als unmittelbare Anwohnerin die Bedeutung des kleinen Spielplatzes in unmittelbarer Nähe des Lüttringhauser Dorfkerns kennt, regte an, selber tätig zu werden und so traf sich am Freitagnachmittag eine kleine Gruppe von Lüttringhauser SPD-Mitgliedern – auf Abstand, versteht sich – auf dem Spielplatz in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Hallenbades.

Während der Geschäftsführer der Remscheider SPD, ungläubig staunend über den Enthusiasmus der Lüttringhauser Parteifreunde, die Spielgeräte austestete, „fischte“ die energische Historikern Dietrich mit Hilfe einer Harke die Hinterlassenschaften schnurrender Wesen auf vier Pfoten aus dem Sandkasten. „Die Sandkästen sollten grundsätzlich mit Planen abgedeckt werden, um die Katzen daran zu hindern hier ihre Notdurft zu verrichten“, so Dietrich.

Der dritte im Bunde, Adolf Kappenstein, telefonierte derweil mit einigen Freunden und Bekannten aus seinem Sportverein. Er rief einen Bekannten herbei, der sich mit Hilfe eines mitgebrachten Rasenmähers dem Rasenwildwuchs widmete.

Dank dem Einsatz eines Rasenmähers, kann der ehemalige Dschungel wieder als Spielplatz genutzt werden. Foto: SPD Remscheid
Dank dem Einsatz eines Rasenmähers, kann der ehemalige Dschungel wieder als Spielplatz genutzt werden. Foto: SPD Remscheid

Passanten, die das Treiben der kleinen roten Schar beobachteten, zeigten sich überrascht und beklatschten die Aktion auf besondere Weise. „Jetzt kann auch ich endlich wieder auf die Schaukel“, so ein Passant zu seiner Ehefrau. Diese konterte schlagfertig: „Da ist nur eine auf dem Spielplatz – und die ist für unseren Enkel reserviert!“

Bei dieser einmaligen Spielplatzbegehung und Reinigung soll und wird es nicht bleiben. „Wir werden das Thema in der nächsten Bezirksvertretung Lüttringhausen zur Sprache bringen“, so Jürgen Heuser. Spätestens seit Corona sollte das Thema Hygiene kein Randthema mehr sein.

„Von den Kindern wurden während der Corona-Krise enorme Einschränkungen verlangt, um die Gesundheit anderer nicht zu gefährden. Wir sind es den Kindern einfach schuldig, dass auch auf ihre Bedürfnisse und ihre Gesundheit Rücksicht genommen wird“, so Dietrich. „Wir brauchen unsere Spielplätze. Und unsere Spielplätze brauchen ein Hygienekonzept. Hierauf werden wir drängen“, ergänzte Heuser.

4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus

Presseinformation der Stadt Remscheid: 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2.

Heute Vormittag hat den Remscheider Krisenstab die 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 8. Mai gemeinsam mit der ab 11. Mai gültigen Coronaschutzverordnung erreicht. Interessierte finden sie in der Anlage.

Die 4. Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 enthält unter anderem wesentliche Änderungen für die Gastronomie, Kosmetikbetriebe, Nagelstudios, Massagestudios und Fitnessstudios. Unter Beachtung besonderer Hygiene- und Infektionsschutzstandards, die sich verpflichtend aus dem Infektionsschutzgesetz ergeben, ist ihr Betrieb wieder zulässig. Details hierzu enthält die ebenfalls beigefügte Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchutzVO NRW.

Anlagen

Der vollständigen Information halber sind außerdem beigefügt:

Livestream: Wohnzimmer Talk und Musik #8

Samstag, 9. Mai 2020, senden wir ab 19 Uhr live die achte Ausgabe unserer interaktiven „Bleib gefälligst in Deinem eigenen Zuhause“-Show von rs1.tv mit Gastgeber Arunava Chaudhuri und DJ Marcel Filodda.

Unsere Talkgäste

Wir haben ein paar interessante Gesprächsgäste, die wir per Telefon dazuschalten:

Die Musikwünsche aus der Show gibt es sonntags ab 19 Uhr im Webradio von Remscheid.LOVE: www.rslove.de 

Live-Video von WohnzimmerTALKundMUSIK auf www.twitch.tv ansehen

Hier geht es zum Stream mit Chat, für den ein kostenloses Twitch-Konto notwendig ist: https://www.twitch.tv/wohnzimmertalkundmusik

Remscheider Nachbarschaftshilfe: www.remscheid.love
Remscheider Nachbarschaftsradio: www.rslove.de

Unser Remscheid – Unser Genuss: Bei Facebook

 

Die Fangemeinde wächst – die Tour geht weiter!

Es kommt nicht häufig vor, dass man beim alten Haudegen des SPD-Ortsvereins Stadtmitte-Hasten, Sigmar Paeslack, so etwas wie Milde in seiner Stimme hört. „Die Bewohner waren begeistert. Sie haben sich mehrmals bedankt und äußerst freundlich. Besser geht es kaum!“

Am Donnerstagnachmittag fand der zweite musikalische Nachmittag der SPD aus der nördlichen Innenstadt und der Filiale Hasten statt. Nach der gelungenen Premiere im Haus am Park am Montag war der talentierte Musik-Routinier Manfred Janzen heute in der Anlage des Betreuten Wohnen am Hof Glassiepen zu Gast.

Musik liegt in der Luft

Das Konzept dieser Veranstaltung, welches den programmatischen Titel „Musik liegt in der Luft!“ trägt, ist sehr einfach. Die SPD bestellt die Musik – die Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen oder Stadtteile bleiben Zuhause. Mit dieser Aktion möchten die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten einen kleinen Beitrag gegen Einsamkeit leisten, die sich einstellen kann, weil zur Verlangsamung der Ausbreitung des COVID 19 – Virus seit einigen Wochen Kontaktsperren gelten und Besuche in Einrichtungen nicht so ohne weiteres möglich sind.

Schnell füllten sich die Balkone und das Gelände der einzelnen Wohneinheiten, wo Menschen ab 60 Jahren aufwärts leben. Beschäftigte fuhren Menschen im Rollstuhl vor das Haus. Musikalische Berührungsängste gab es nicht. Kaum begann Herr Janzen, die Tasten des Akkordeons zu bedienen, da wippte und summte die Zuhörerschaft, die sich sehr, sehr schnell zur Fan-Schar entwickelte, auch schon mit.

„Das war heute der zweite Streich – und der dritte folgt zugleich“, zeigte sich der stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, der auch Bezirksvertreter in Alt-Remscheid ist, beim Abhängen des großen Banners, mit denen die Remscheider SPD seit mehreren Wochen den Menschen dankt, die während der aktuellen Corona-Pandemie gewissenhaft ihre Arbeit machen, ungewohnt poetisch. In der Tat folgend noch weitere Auftritte in dieser Reihe.

Die nächsten Termine:

Einen Auftritt für die Menschen in der Scheiderstraße am Rathaus wird es am Dienstag, den 12. Mai um 18:00 Uhr geben. Eine Woche später, am 19. Mai, wird Herr Janzen im Auftrag der Lüttringhauser SPD  vor dem Haus Clarenbach in Lüttringhausen spielen. Anfragen aus anderen Stadtteilen stehen ebenfalls an.

Mit dem korrekten Abstand ist jeder willkommen, der eine Stunde Abwechslung sucht und das gemeinschaftliche Singen miterleben möchte. Im Repertoire hat der vitale Unterhaltungsvirtuose so ziemlich alles, vor allem Klassiker.

Auf die Tafel können sich die Remscheider verlassen!

Dass sich die Remscheiderinnen und Remscheider auf die Tafel verlassen können, davon überzeugten sich heute die stellvertretende Vorsitzende der Remscheider SPD, Dr. Stefanie Bluth und der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Sven Wolf, bei einem Besuch der Räumlichkeiten der Remscheider Tafel an der Wülfingstraße in Lennep.

Mit einer Spende von zwei Kisten Masken wollten wir im Namen unserer SPD einen kleinen Beitrag zur Arbeit der Remscheider Tafel leisten. Aus diesem Grund haben sich die stv. Vorsitzende der SPD Remscheid Stefanie Bluth und der Landtagsabgeordenete Sven Wolf mit Frank vom Scheidt, dem Vorsitzenden des Vereins getroffen, wobei sie die Gelegenheit ebenfalls genutzt haben, um sich über die aktuelle Arbeit vor Ort zu informieren.

Alle Ausgabestellen der Tafel wieder geöffnet

Während in anderen Städten die Tafeln in Folge der Corona-Epidemie ihre Ausgabestellen schließen mussten, konnte der Vereinsvorsitzende Frank vom Scheidt den interessierten Gästen stolz mitteilen, dass sämtliche sieben Ausgabestellen in Remscheid aktiv sind. Dank einer beispielhaften Vernetzung mit Akteuren wie Foodsharing gäbe es keinen Mangel an Lebensmitteln. Auch auf Unkostenbeiträge könne bis Jahresende verzichtet werden.

„Gut ist, dass die Tafel auch während der Coronakrise ihre wichtige Arbeit aufrecht erhalten und weiterhin Menschen in Not mit Lebensmitteln versorgen konnte. Trotzdem besteht für uns Politiker weiterhin der Anspruch, in einem reichen Land wie Deutschland solche Strukturen zu fordern, dass möglichst wenig Menschen aus Bedürftigkeit die Tafel benötigen. Wir waren froh zu hören, dass die Corona-Maßnahmen bisher so gegriffen haben, dass sich in den letzen Wochen die Anzahl der Besucher der Tafel nicht signifikant erhöht hat, wobei natürlich die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten weiterhin im Blick behalten werden muss“, resümieren die beiden den Besuch.

Hohe Wertschätzung

Bluth und Wolf übergaben 100 Mundschutzmasken, die von Mitgliedern der Remscheider SPD gespendet wurden. „Wenn wir ehrlich sind, wussten wir bereits vor dem Besuch, dass die Remscheider Tafel gut aufgestellt ist“, so Stefanie Bluth augenzwinkernd, denn man habe sich vorab über den beispielhaften Betrieb informiert. „Wir wollten aber den Ehrenamtlichen und dem Vereinsvorstand unsere Hochachtung für ihre unschätzbare Arbeit überbringen.“, so Sven Wolf.

Um elf Uhr wurden die Spielplätze geöffnet

Freude und Kritik bei Eltern und Großeltern über die Wiedereröffnung der Spielplätze.

Am Donnerstag, dem 7. Mai, stand eine wichtige Lockerung in den Corona-Beschränkungen auf der Agenda der Stadt Remscheid, wenigstens für die Mitmenschen, die seit Wochen Kinder oder Enkel zu Hause hüten müssen: Die Öffnung der Spielplätze war angekündigt. Nun gibt es in der Stadt mehr als 120 Spielplätze, die Bolzplätze nicht mitgezählt, und die vorsichtige Vermutung, dass es hier und da leicht hakeln könnte, war zumindest bei einigen Eltern vorhanden.

Start mit Verspätung

Kurz vor 10 Uhr: Der Spielplatz am Schmittenbusch in Lüttringhausen hinkt noch hinterher. Foto: Peter Klohs
Kurz vor 10 Uhr: Der Spielplatz am Schmittenbusch in Lüttringhausen hinkt noch hinterher. Foto: Peter Klohs

Ich mache mich um 10 Uhr von Lüttringhausen aus auf den Weg zum Stadtpark. Der unscheinbare, bei kleinen Kindern aber beliebte Spielplatz an der Schmittenbuscher Straße ist noch immer abgesperrt. Er sieht auch ein wenig vernachlässigt aus mit seinem hohen Gras und der Masse an Löwenzahn, die jeden Allergiker erst einmal Abstand nehmen lässt. Auch die Spielwiese in der Dowidatsiedlung ist noch nicht benutzbar: Die Absperrbänder verhindern Kinderbesuch.

Nicht nur zu meinem Erstaunen ist der große Spielplatz im Remscheider Stadtpark ebenfalls noch von Bändern gesichert. Nichts desto trotz sitzen drei Mütter und eine Großmutter mit ihren Kindern und Enkeln auf dem Platz. „Die Spielplätze sind freigegeben“, sagt eine Mutter. „Ob Bänder oder nicht, ich bleibe jetzt hier.“ Allgemeine Unsicherheit macht sich breit. Durch die noch vorhandenen Bänder ist der Gebrauch von so manchem Spielgerät für die Kinder nicht ungefährlich. Es ist halb elf.

Natascha Schöne mit Tochter Mila spielte als Erstes im Sandkasten. Foto: Peter Klohs
Natascha Schöne mit Tochter Mila spielte als Erstes im Sandkasten. Foto: Peter Klohs

„Ich verstehe das nicht“, sagt Natascha Schöne, die mit ihrer knapp zweijährigen Tochter Mila im Sandkasten hockt. „Es ist doch allgemein bekannt, dass heute die Spielplätze wieder öffnen. Die Kinder haben sich so darauf gefreut. Und bei der Stadt ist niemand zu erreichen. Da ist seit heute Morgen dauerbesetzt.“

Steffi Brandt ist handfester und entfernt eigenhändig einige der Absperrbänder. Sie habe, berichtet sie, erst heute am frühen Morgen mit der Stadt gesprochen. Sie nennt auch Namen von Mitarbeitern, die anscheinend selbst nicht die Öffnungszeiten der Spielplätze gewusst haben. „Da scheint es keine Absprachen gegeben zu haben.“ Inzwischen spielen fünf Kinder im Sandkasten.

Um punkt elf Uhr rücken die TBR an. Der Mitarbeiter sagt freundlich „Guten Morgen“ in die Runde und beginnt, rund um den Spielplatz die Bänder zu entfernen. Allgemeines Aufatmen ringsum. Sind die Kollegen auch in anderen Stadtteilen unterwegs, will ich wissen. Ja, kommt die Antwort, ganz Remscheid wird jetzt entbändert.

Und als wäre das offizielle Entfernen der Absperrbänder ein Signal gewesen, füllt sich nun der Spielplatz recht schnell. Fünf Minuten nach Elf sind es zwanzig Kinder, zehn Minuten später mehr als dreißig. Und sehr schnell kehrt auch eine Art Spielplatzalltag ein. Manche der Kinder tollen sich erstmal richtig aus, jauchzen auf der Schwingschaukel, klettern um die Wette oder backen Sandkuchen, während andere, wie die kleine Maja, die mit ihrer Mutter Anja gekommen ist, ruhig im Sandkasten sitzt und anderen Kindern beim Spielen zusieht.

Auch Angelika Geißler ist gekommen, gemeinsam mit den Enkeln Henry und Emmi. Sie ist noch immer über die späte Öffnung des Platzes ungehalten. „Die Stadt weiß doch, dass die Kinder gerade bei einem so schönen Wetter ungeduldig auf das Öffnen der Spielplätze warten“, sagt sie, „unsere beiden sitzen schon seit sieben Uhr wie auf heißen Kohlen. Gerade an einem solchen Tag kann man das auch besser organisieren. Da hat sich die Stadt nicht mir Ruhm bekleckert.“

Das Kletterschiff mit Rutsche war auch recht schnell gut besucht. Foto: Peter Klohs
Das Kletterschiff mit Rutsche war auch recht schnell gut besucht. Foto: Peter Klohs

Die auf dem Spielplatz anwesenden Erwachsenen halten den gebotenen Mindestabstand alle ein, manche tragen Masken. Der Geräuschpegel im Stadtpark ist deutlich angestiegen. Nur wenige Bänder mussten hängen bleiben, da in unmittelbarer Nähe Baumfällarbeiten stattfinden. Als ich um kurz vor Mittag gehe, haben sich die Erwachsenen wieder beruhigt. Die Kinder spielen selbstvergessen mit neugefundenen Freunden, alles ist gut.

Auf meinem Weg nach Hause schaue ich nochmal nach den anderen Spielplätzen. Der in der Dowidatsiedlung ist sowohl ohne Bänder als auch ohne Kinder. Der gleiche Anblick auf der Schmittenbuscher Straße. Auf dem größeren Spielplatz am Röntgen-Gymnasium verlieren sich eine knappe Handvoll Kinder. Vielleicht muss man sich wieder an offene Spielplätze gewöhnen.

Der 1. Unverpackt-Laden in Remscheid hat eröffnet

Die Eröffnung des ersten Unverpacktladens in Remscheid stieß auf großes Interesse bei allen Remscheidern.

Am Ende des Tages ist Melanie Rothe abgekämpft und erschöpft – und genau so zufrieden. Die Eröffnung des Ladenlokals „Urginell & Unverpackt im Kaffeehaus“ am Freitag, dem 6. März war anstrengend. Und ein voller Erfolg. „Ich schätze, dass mindestens 300 Menschen heute hier zu Gast waren und bei uns eingekauft haben“, erzählt sie zwischen einer winzigen Ruhepause und einem Bissen Banane. Ihr Lebensgefährte Kritsada Tschuschke, den alle nur „Big“ nennen, brüht indes einen Kaffee auf. Ich trinke ihn langsam und voller Genuss: Der Kaffee ist sensationell.

Kritsada "Big" Tschuschke macht Kaffee. Foto: Peter Klohs
Kritsada „Big“ Tschuschke macht Kaffee. Foto: Peter Klohs

Unverpacktes, Veganes und Vegetarisches

Alle im Ladenlokal angebotenen Waren werden unverpackt verkauft. Außerdem bieten Melanie Rothe und ihre Mitarbeiter ein tägliches Frühstück an, zu dem es Kaffee, belegte Brote oder ein selbst zusammengestelltes Müsli gibt. Vegetarisches und veganes Mittagessen steht danach auf dem Programm, Suppen, Aufläufe, Salate. Nachmittags ist Kuchen im Angebot, immer auch eine vegane Kuchenart.

Kunden wuseln umher, halten Taschen, Schüsseln oder andere Behältnisse bereit und legen die benötigten Waren hinein. Hier braucht eine junge Frau eine Nudelart, dort eine Müsli-Mischung, zwei Handvoll Nüsse noch dazu, dort deckt sich ein junger Mann mit Trockenfrüchten ein, Besucher kommen vorbei, die nicht länger bleiben können, aber gerne einen Blumengruß überbringen, natürlich unverpackt. In der gemütlich eingerichteten Sitzecke sitzen zur Hauptsache Frauen, in Gespräche vertieft, im Kaffee rührend, angetan von der positiven Atmosphäre im Ladenlokal. „Hast du schonmal schwarze Beluga-Linsen probiert?“ „Kennst du Amaranth? Sieht aus wie Hirse.“ Eine Kundin möchte Tee. Melanie berät sie mit müden Augen, freundlich, die halbgegessene Banane ist vergessen.

Pause mit Banane: Melanie Rothe. Foto: Peter Klohs
Pause mit Banane: Melanie Rothe. Foto: Peter Klohs

Melanie Rothe ist im Schwarzwald aufgewachsen, auf einem Bauernhof mit eigener Mühle. Das Einkaufen auf einem Wochenmarkt war für sie schon immer obligatorisch. Die Frage, warum man denn nicht auch andere Lebensmittel unverpackt anbieten könne, verfolgt sie schon lange. In der Hindenburgstraße 45 hat sich nun die Gelegenheit dazu geboten.

„Wir haben den Grundstock an Hülsenfrüchten hier“, erzählt Melanie, „Nudeln, Reis, Körner, Cornflakes, Cerealien. Unser Gemüse wird uns von der Biokiste Kotthausen aus Wuppertal geliefert. Dazu gibt es Trockenfrüchte, Nüsse, Mehle, Tomatensauce, diverse Kaffeesorten und noch viel mehr.“ Am Morgen war Kaffee der Renner. „Und als wir um zehn Uhr geöffnet haben, standen schon Menschen vor der Tür und waren ganz gespannt.“

Melanie Rothe bei der Eröffnung vom ersten Unverpacktladen in Remscheid. Foto: Peter Klohs
Melanie Rothe bei der Eröffnung vom ersten Unverpacktladen in Remscheid. Foto: Peter Klohs

Der Remscheider Unverpackt-Laden hat dienstags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, Samstags von 9 bis 13.30 Uhr. Den Montag braucht man zur Erholung. Schließlich arbeitet Melanie als Sporttherapeutin noch an zwei Tagen in der Woche in Wuppertal. Da muss man seine Kräfte gut einteilen. Aber als Trainerin von Dr. Volker Schatz, Weltmeister im Para-Triathlon, weiß sie das natürlich.

Es geht auf 16 Uhr. Gleich ist der erste Tag beendet. Mitarbeiterin Tina Siegfried, die zur Gemeinschaft Zero Waste Bergisch Land gehört (eine Gemeinschaft, die versucht, ohne Abfälle zu leben), atmet noch einmal tief durch, ein letzter Espresso wird von Big gereicht, irgendwo wartet die halbgegessene Banane.

Teamerbeit im Urginell & Unverpackt im Kaffeehaus. Foto: Peter Klohs
Teamerbeit im Urginell & Unverpackt im Kaffeehaus. Foto: Peter Klohs

Update

Die Facebookseite von Urginell & Unverpackt im Kaffeehaus wird immer aktuell gepflegt. Am besten folgt man der Seite, um stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Lenneper Sommer fällt aus

Pressemitteilung des Lenneper Bühnenbeirates.

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen der weiterhin geltenden Beschränkungen im Zusammenhang mit der Covid – 19 Pandemie werden die bis zum 31. August 2020 geplanten Veranstaltungen des Lenneper Sommers ausfallen.

Darüber haben sich Mitglieder des Bühnenbeirats in Abstimmung mit der Unterstützerin des Lenneper Sommers, der Volksbank im Bergischen, verständigt.

Die Mitglieder des Bühnenbeirats bedauern diese Absage, weil in den beteiligten Vereinen und Organisationen bereits viel Planungsarbeit geleistet wurde und weil der Erlös einer gemeinsamen Veranstaltung der finanziellen Unterstützung der Sanierungsarbeiten am Kirchturm der Lenneper Stadtkirche dienen sollte.

Nun ruht die Hoffnung darauf, dass im kommenden Jahr alle  Veranstaltungen des Lenneper Sommers wieder stattfinden können.

Bis dahin wünschen die Mitglieder des Bühnenbeirats allen Freunden und Förderern des Lenneper Sommers, dass sie weiterhin gesund bleiben oder wieder werden.

für den Bühnenbeirat
Gunther Brockmann

Remscheiderinnen spenden Alltagsmasken für Seniorinnen und Senioren

Zwei Remscheiderinnen nähten Alltagsmasken und spendeten Sie für Senioren.

Rund 200 selbstgenähte Alltagsmasken hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz heute von Sandra Jilg und Thuong Huyen Phung für Seniorinnen und Senioren erhalten. Die Masken wurden von den beiden Damen in den vergangenen Woche genäht. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz freut sich sehr über dieses Engagement. Die Masken sind im Seniorenbüro deponiert und werden von dort aus kostenlos verteilt.

Auch im Seniorenbüro wurden in den vergangenen Woche Alltagsmasken gefertigt. Seniorinnen und Senioren, die eine kostenlose Maske benötigten, melden sich bitte telefonisch bei Annette Mores im Seniorenbüro, Telefon: (0 21 91) 4 64 53 50.

75 Jahre Kriegsende – Kranzniederlegung auf dem Friedhof Bliedinghausen und am Ehrenhain Reinshagen

Den Opfern in steter Erinnerung – Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid gedenken der Millionen Opfer

Aus Anlass des 75. Jahrestages zum Kriegsende werden morgen, 8. Mai 2020, unter Ausschluss der Öffentlichkeit Kränze auf dem Friedhof Bliedinghausen am Gräberfeld der sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie in der zentralen Gedenkstätte der Stadt Remscheid am Ehrenhain Reinshagen auf den Gedenktafeln im Vorfeld des Rundlings zwischen den beiden Treppenanlagen niedergelegt.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wird stellvertretend für Rat und Verwaltung auf dem Friedhof Bliedinghausen im stillen Gedenken an die Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs den Kranz niederlegen.

Naturerlebnis-Tipp der Natur-Schule Grund: Vögel beobachten

Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während der eingeschränkten Freiräume wegen des Coronavirus hat die Natur-Schule Grund einen tollen Tipp:

Wie wäre es mal damit, Vögel zu beobachten? Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: „Der Vorteil ist, dass das während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald. Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen.“ Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.

Spaß beim Lernen

Warum also nicht mal gucken und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen.

Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen.

Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.

Bestimmungshilfen vom NABU

Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html).

Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/voegel-bestimmen/index.html

Stunde der Gartenvögel

Wer mag, kann sich zudem über die Regeln für die „Stunde der Gartenvögel“ informieren, die vom Freitag dieser Woche an über das Muttertags-Wochenende stattfindet (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/index.html?werbecode=rk) und für die Aktion zwischen dem 8. und 10. Mai „trainieren“.

Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer halben Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise.

Apropos Meise: Das Meisensterben

Da derzeit auch in der Nachbarschaft der Bergischen Großstädte Blaumeisen an einem bakteriellen Erreger erkranken, wird es besonders interessant sein, die letztendliche Zahl beobachteter Blaumeisen im Städtedreieck zu erfahren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass eine große Zahl von Beobachtungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal zusammen kommt, um aussagefähige Zahlen zu ermitteln.

Diese Zahlen für alle Vogelarten sollten schnell an den NABU gemeldet werden. Wie es geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.

Remscheid: Aktuelle Corona-Gesundheitslage

Presseinformation der Stadt Remscheid vom 7. Mai 2020.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 10 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 219 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 209 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 194 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 15 sind verstorben.

Die Krankenhäuser vermelden auch heute neun positiv getestete Personen, die sich in einem Krankenhaus zur stationären Behandlung befinden. Zwei Personen davon befinden sich auf der Intensivstation. Zusätzlich befinden sich weitere Verdachtsfälle in stationärer Behandlung.

Bei den Angaben aus dem Krankenhausbereich handelt es sich nicht zwangsläufig um Remscheider Bürgerinnen und Bürger.

ACHTUNG ***Weiter gilt:

Mit Fortschreiten des Infektionsgeschehens gibt es immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und unerkannt bleiben. Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bereits bedeutend höher sein. Das Infektionsgeschehen ist so weit fortgeschritten, dass die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr vollständig möglich ist.