Musik ist Medizin!

Rührende Momente in Hastener Altenheimen – Die SPD hatte einen Musiker eingeladen, der sich als Super-Entertainer erwies und Glück verteilte.

Um 15 Uhr erschienen die Bewohnerinnen und Bewohner vom Haus am Park und dem Haus Herder Straße auf ihren Balkonen, wurden mit ihren Rollstühlen in den Innenhof gefahren oder saßen auf Treppen und Terrassen. In der 2. Etage, winkten Damen im Rollstuhl aus dem Fenster. Das Pflegepersonal, mit Masken ausgestattet, freute sich genauso wie die Alten.

Orgel statt Akkordeon

Manfred Janzen hatte diesmal nicht das Akkordeon in den Mittelpunkt gestellt, sondern seine Orgel. Auf Peter Kraus folgte Bata Ilic mit Michaela, Heino war im Umweltschutz mit dem Enzian unterwegs und viele alte Melodien erklangen.

Zu „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“, hatten bestimmt manche früher getanzt. Einige Damen des Altersheims konnten jedes Lied mitsingen. Sie hatten sich für den Anlass besonders chic gemacht, klatschten Applaus und bedankten sich nach der Vorstellung.

Für die anwesenden Mitglieder des SPD-Ortsvereins Stadtmitte/Hasten gab es Kaffee und Mineralwasser und ein herzliches Dankeschön mit Abschiedswinken. Auch ein Dankeschön an unser Ratsmitglied York Edelhoff, Mitglied im Vorstand des Ortsvereins, für diese wunderbare Idee, Musik zu den Menschen zu bringen, die nicht mobil sind.

Ganz. Schön. Abgezockt.

Neun Duos trafen sich am Samstagabend zum ersten Remscheider FIFA 2020-Turnier gegen Rechts – und blieben dabei in der eigenen Bude.

Die Enttäuschung war riesig, als das für den ersten Aprilsamstag in der Sporthalle Neuenkamp angesetzte 1. Remscheider Hallenfußballturnier gegen Rechts wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste.

Zocken gegen Rechtsextremismus

Da es aber auch einen Virus namens „Rechtspopulismus“ und „Rassismus“ gäbe, der im Februar im hessischen Hanau zu einem rechtsterroristischen Attentat mit mehreren Toten geführt hatte und der trotz Corona nicht verschwunden ist, kam der Juso-Vorsitzende Burhan Türken auf die Idee, das Turnier in die virtuelle Welt zu verlegen – und so lud die Veranstaltergemeinschaft von AWO, Caritas, Jusos, Remscheid Tolerant und SPD zum ersten FIFA 2020-Turnier gegen Rechts ein.

„Ich möchte es nicht verhehlen: Das war mehr Experiment als alles andere!“, so ein sichtlicher genervter Juso-Vorsitzender, der bis „kurz vor Toreschluss“ an der Übertragungstechnik im heimischen Juso-Raum gebastelt hatte. Via Skype sandte er ein „Danke!“ an Jan Chalupa, ein treuer Teilnehmer des sehr beliebten Stadtpark-Pokals der Remscheider SPD, der dankenswerterweise die Spielleitung übernommen hatte und Viertplatzierter mit seiner Freundin das einzige quotierte Duo bildete.

Kurzum: neun zweier-Teams spielten am Samstagabend zusammen – auf Distanz. Der Spaß war den Teilnehmern deutlich anzusehen. Sieger wurde der „Oldie“ in der Runde, Marcus Nawrath. Der Begriff „Oldie“ stammte dabei von einem Unterlegenen. Der Sieger würde sich selbst wohl eher als „Routinier“ bezeichnen. Der Sieger darf sich über eine kleine Prämie freuen.

Ein Wermutstropfen bleibt: Eine Siegerehrung ist in naher Zukunft wohl nicht möglich. „Das holen wir aber nach – und wie“, so Burhan Türken.

Christsein äußert sich nicht nur in Liturgie: Vorerst keine Hl. Messe in Lennep/Lüttringhausen

Das Pastoralteam von St. Bonaventura u. Hl. Kreuz sieht nach reiflicher Überlegung zurzeit noch keine seriösen und zuverlässigen Informationen, auf deren Grundlage es verantwortbar erscheint, mit den Gläubigen jetzt schon eine gemeinsame Hl. Messe zu feiern. Die Erklärung des Pastoralteams lesen Sie hier:

Das Bergische Land ist ausmalend schön!

Remscheid ist ausmalend schön!
Remscheid ist ausmalend schön!

Das Bergische Land hat einiges zu bieten! Hiervon ist der Remscheider Fotograf und Illustrator Thomas Wunsch überzeugt. Anfang April haben wir begonnen, an jedem Wochenende drei Bilder von Thomas Wunsch zum Ausmalen über Facebook zu veröffentlichen. Diese Bilder enthielten Wahrzeichen des Bergischen Landes, wie Schloss Burg, den Diederichstempel – oder eben die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands.

„Mit dieser Aktion wollten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Kinder, die zurzeit wegen Corona zu Hause bleiben müssen, eine kleine Abwechslung haben. Die Resonanz auf diese Aktion war überwältigend.“ so die Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp. Vereinzelt erreichten uns auch Nachrichten, dass Kinder die Motive schön fänden, die Familien zu Hause aber keinen Drucker hätten. „Hier haben wir nicht lange gefackelt und haben diesen Familien Malbücher mit den entsprechenden Bildern zugeschickt.“, ergänzte die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, Ursula Wilberg.

Remscheid ist ausmalend schön!
Remscheid ist ausmalend schön!

Bei der Veröffentlichung der dritten Bilderserie Mitte April war ein Bild dabei, das einen Wanderer vor Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke gezeigt. Dieses Bild, das ein Bauwerk aus dem Jahre 1897 zeigt und im einem weiten Bogen das Tal bei Müngsten zwischen Remscheid und Solingen überspannt, hat uns zu einer kleinen Ausschreibung inspiriert: Wir haben dazu aufgerufen, dieses eine Bild, dass zu den schönsten Ausflugszielen in Remscheid und Umgebung gehört, möglichst phantasievoll auszumalen. Gleichzeitig haben wir gefragt, wie das Bauwerk heißt, vor dem der Wanderer steht, wie alt es sei und was das Besondere an ihr sei.

Bei dieser Ausschreibung galt, im wahrsten Sinne des Wortes, „höchste Eisenbahn“, denn alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten genau eine Woche Zeit, die Bilder auszumalen und die richtigen Antworten auf die Fragen zu finden.

„Wir haben uns gefreut, dass die Kinder aus einer Flüchtlingsunterkunft am Hasten die Herausforderung angenommen haben und uns gleich eine ganze Serie an sehr schön ausgemalten Bildern nebst richtigen Antworten geliefert haben.“, so Krupp. Damit alle Kinder etwas von dem Preis haben, wurde vereinbart, verschiedene Spiele anzuschaffen, die von allen Kindern genutzt werden können.

Heute Nachmittag haben die Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp und die stv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, Ursula Wilberg, Frau Radziwill von der Einrichtung die Spiele überreicht und den Kindern – auf Abstand, versteht sich – für ihr Mitmachen gedankt.

Bei ihrem Besuch erfuhren Krupp und Wilberg, dass die Situation für die Familien und vor allem für die Kinder in der Einrichtung zurzeit sehr herausfordernd sei. „Den Bewohnern und vor allen den Kindern fehlt die Abwechslung durch den Besuch von Kitas und Schulen.“, erläuterte Frau Radziwill von der Einrichtung. „Dieser Wettbewerb kam gerade zur richtigen Zeit.“

Die beiden Gäste nutzen die Übergabe, sich kurz über die Einrichtung zu informieren und versprachen. „Dieser Kurzbesuch heute hat uns wieder einmal gezeigt, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen durch die aktuellen Maßnahmen besonders stark eingeschränkt sind. Gerade diese Personen haben unsere Aufmerksamkeit verdient.“, so Krupp. Ursula Wilberg zeigte sich von den Sprachkenntnissen der Kinder geradezu begeistert. „Ich war echt erstaunt, wie gut die Kinder Deutsch sprachen und wie freundlich sie waren.“

Die beiden Gäste versprachen, wieder zu kommen. „Dann werden wir mit Euch die Spiele ausprobieren.“, rief Wilberg den Kindern hinterher, die die Spiele „in Sicherheit“ gebracht hatten.

Livestream: Tanz in den Mai Special – WTUM#7

Heute, Donnerstag 30. April 2020, senden wir ab 20.15 Uhr live die siebte Ausgabe unserer interaktiven „Bleib gefälligst in Deinem eigenen Zuhause“-Show von rs1.tv mit Gastgeber Arunava Chaudhuri und DJ Marcel Filodda: 

Das große Tanz in den Mai-Special

Wir haben heute keine Gesprächsgäste eingeladen, sondern nehmen Euch mit auf eine Zeitreise durch die Musikgeschichte.

Außerdem senden wir Eure Grüße vom Grußtelefon vom Nachbarschaftsradio RSLOVE. Ruft unter 02191 93 47 19-5 an und hinterlasst Eure Grüße, maximal 1 Minute, und sie werden im Radio (www.rslove.de) und in der Show gespielt.

Die Musikwünsche aus der Show gibt es sonntags ab 19 Uhr im Webradio von Remscheid.LOVE: www.rslove.de 

Live-Video von WohnzimmerTALKundMUSIK auf www.twitch.tv ansehen

Hier geht es zum Stream mit Chat, für den ein kostenloses Twitch-Konto notwendig ist: https://www.twitch.tv/wohnzimmertalkundmusik

Remscheider Nachbarschaftshilfe: www.remscheid.love

Unser Remscheid – Unser Genuss: Bei Facebook

 

Haltung gegen Rechts? Kann Mann und Frau auch an der Konsole zeigen!

Anfang April sollte in der Sporthalle Neuenkamp das 1. Remscheider Hallenfußballturnier gegen Rechts stattfinden.  Die Sporthalle war gebucht, Pokal und Medaillen bestellt und nicht weniger als 16 Mannschaften hatten sich angemeldet. Dann die Hiobsbotschaft: aufgrund der Corona-Pandemie musste das Fußballturnier abgesagt werden.

Die Veranstaltergemeinschaft aus Arbeiterwohlfahrt, der Integrationsagentur der Caritas, den Jusos, Remscheid Tolerant sowie die Remscheider SPD laden als Alternative gemeinsam zu einem FIFA 2020 – Turnier ein. Es findet statt am Samstag, 02. Mai 2020 ab 18:00 Uhr. Jedes Team besteht aus zwei Personen. Gespielt wird FIFA 2020. Hierfür benötigen die Teams eine Playstation 4.

„Wir möchten mit dieser Veranstaltung darauf aufmerksam machen, dass Probleme wie Rechtsextremismus und Rassismus nicht einfach verschwunden sind.“ so die Vorsitzende von Remscheid Tolerant, Anne Marie Faßbender.

Zu Beginn des Spielgeschehens werden alle Teams gebeten, ein Statement abzugeben: „Ich / Wir zeigen Haltung gegen Rechts, weil … .“

Die Idee zu einem Online-Turnier kam dem Vorsitzenden der Remscheider Jusos, Burhan Türken. „E-Sport ist schon lange keine Randerscheinung mehr, sondern begeistert einen immer größeren Personenkreis!“ und verweist auf das seit mehreren Wochen laufende E-Sport-Veranstaltung „Bergisch Brawl“, welches wöchentlich montags von „Esport Berg“ und Jusos angeboten wird und wo mehrere hundert Personen mitspielen.

„Es versteht sich von selbst, dass sich alle Teilnehmer*innen auch und gerade bei diesem Turnier an die aktuellen Vorschriften des Landes halten müssen – u.a. einen ausreichenden Abstand von einer Person zur anderen einzuhalten sowie maximal zwei Personen an einem Ort.“ betont Burhan Türken von den Remscheider Jusos.

Das Turnier soll am Samstag, 02. Mai 2020 um 18:00 Uhr und damit zur besten Fußball-Sportschau-Zeit stattfinden. Anmeldungen werden unter der Emailadresse: Anmeldung@Turnier-gegen-Rechts.de entgegengenommen.

remscheid.love eröffnet digitalen Maskenmarkt

Ab dem 27. April 2020 gilt im öffentlichen Nahverkehr, in Ladenlokalen u.ä. eine landesweite Maskenpflicht. Nachfrage und Angebot stehen in keinem ausgeglichenen Verhältnis. Mit dem „Remscheider Maskenmarkt“ vermittelt remscheid.love das Angebot übersichtlich und zentral und bietet ein Forum zum direkten Austausch.

Der „Remscheider Maskenmarkt“ ist unter https://www.remscheid.love/maskenmarkt/ eröffnet und gliedert sich in zwei Marktplätze:

Bezugsquellen. Eine (unvollständige) Sammlung von Händlern und Produzenten, bei denen man OP-Masken (Mund-Nase-Schutz), Community-Masken (Behelfs-Schutz) u.ä. bekommen kann. Händler und Produzenten können sich per Email mit den notwendigen Infos melden und werden in die Liste aufgenommen.
Email: info@remscheid.love

Forum Maskenmarkt. Non-Profit-Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen, die z.B. gratis oder gegen kleines Entgelt Masken im Auftrag, vielleicht sogar nach individuellen Designwünschen nähen, können im Forum posten. Wer kann wem weiterhelfen, wer hat Tipps, welche Erfahrungen können andere interessieren?

Alle Infos auf www.remscheid.love

Livestream: Wohnzimmer Talk und Musik #6

Heute, Samstag 25. April 2020, senden wir ab 19 Uhr live die sechste Ausgabe unserer interaktiven „Bleib gefälligst in Deinem eigenen Zuhause“-Show von rs1.tv mit Gastgeber Arunava Chaudhuri und DJ Marcel Filodda.

Unsere Talkgäste

Wir haben ein paar interessante Gesprächsgäste, die wir per Telefon dazuschalten:

  • Thomas Neuhaus, Sozialdezernent und Corona-Krisenstabsleiter
  • Gunther Brockmann, Präsident der Lenneper Karnevalsgesellschaft
  • ChrisTine Urspruch, Schauspielerin
  • Rüdiger Lewandowski, Installateur und Heizungsbauer
  • Burhan Türken, Vorsitzender der Jusos Remscheid

Die Musikwünsche aus der Show gibt es sonntags ab 19 Uhr im Webradio von Remscheid.LOVE: www.rslove.de 

Live-Video von WohnzimmerTALKundMUSIK auf www.twitch.tv ansehen

Hier geht es zum Stream mit Chat, für den ein kostenloses Twitch-Konto notwendig ist: https://www.twitch.tv/wohnzimmertalkundmusik

Remscheider Nachbarschaftshilfe: www.remscheid.love
Remscheider Nachbarschaftsradio: www.rslove.de

Unser Remscheid – Unser Genuss: Bei Facebook

 

Wir sind zwar keine Gemeinde – aber eine Gemeinschaft.

Seit Mitte März gelten in Deutschland Kontaktsperren, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Direkt zu Beginn haben wir als Remscheider SPD die Losung ausgegeben, dass aus der kontaktlosen Zeit keine kommunikationsfreie Zeit werden darf – und so finden nunmehr regelmäßig Telefonkonferenzen und Skype-Meetings der Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften statt.

„Wir müssen auch an die Mitglieder denken, die keinen Zugang zu modernen Technologien haben!“, mahnte die Mitarbeiterin der Remscheider SPD, Ulla Wilberg. Und so hat sie begonnen, alle Mitglieder über 75 Jahren, die keine Emailadresse haben, anzurufen.

„Die Resonanz ist überwältigend positiv. Hilfe brauchen erfreulicherweise die wenigsten, weil sie Ehepartner oder Kinder haben, die Besorgungen erledigen oder regelmäßig anrufen. Aber viele sind froh, von „ihrer“ SPD zu hören, der sie oftmals seit vielen, vielen Jahrzehnten die Treue halten“, so Ulla Wilberg.

Bei diesen Gesprächen sei die Sorge wegen dem Corona-Virus zwar stets Thema, viele betonen aber auch, dass man sich nicht unterkriegen lasse. „Ich habe den Krieg erlebt und Not. Da lasse ich mich jetzt auch nicht bange machen“, ist eine Aussage, die stellvertretend für viele steht. „Ich habe eher mit einem Anruf der Kirche gerechnet als von meiner SPD!“, so reagierte heute ein langjähriges SPD-Mitglied erfreut.

„Ich freue mich, dass die Anrufe so positiv angenommen werden. Viele wollen sich einbringen, können es aber leider nicht mehr“, betont Ursula Wilberg.

Ob es bei den Telefonaten auch Kritik über die SPD zu hören gebe, beantwortet Ulla Wilberg diplomatisch: „Als SPD-Mitglied ist man bis ins hohe Alter ein kritischer Zeitgeist. Ich schreibe die Ideen und Anregungen auf und gebe sie an die richtigen Stellen weiter.“

Oberbürgermeister und Corona-Krisenstabsleiter begrüßen Maskenpflicht

Presseinformation der Stadt Remscheid: Oberbürgermeister Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus begrüßen aktuelle Entscheidung der Landesregierung zur landesweiten Maskenpflicht ab kommenden Montag.

Ab kommenden Montag, 27. April 2020, gibt es eine landesweite Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr und in Ladenlokalen. Das hat heute die Landesregierung bekannt gegeben. In Remscheid wird also ab Montag Maske getragen.

Corona-Krisenstab begrüßt Maskenpflicht

Die heute im Rahmen einer Pressekonferenz von Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, bekannt gegebene Entscheidung für eine landesweite Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Ladenlokalen ab dem 27. April begrüßen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus ausdrücklich. „Wir haben sehr darauf gedrungen, dass die Maskenpflicht eingeführt wird. Nach den seit Wochenbeginn geltenden Lockerungen von Corona-Restriktionen kommen die Menschen wieder mehr zusammen. Deswegen ist es gerade jetzt so wichtig, uns zusätzlich zu schützen. Das gilt vor allem für Bus und Bahn oder Geschäfte, in denen wir oft den nötigen Abstand nicht einhalten können. Hier müssen wir zum Schutz vor Infektionen alle eine Maske tragen. Das darf nicht in der Verantwortung des Einzelnen liegen“, so Corona-Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist von der Richtigkeit der Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen überzeugt: „Ohne die heute getroffene Entscheidung der Landesregierung hätten wir notfalls eine eigene Maskenpflicht gemeinsam mit unseren bergischen Partnern Solingen und Wuppertal verfügt. So hatten wir es abgesprochen. Dass nun eine landesweit einheitliche Regelung kommt, ist selbstverständlich die bessere Alternative. Sie verhindert einen Flickenteppich an Corona-Vorschriften in den einzelnen Städten, was zu viel zusätzlicher Irritation und Unsicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern geführt hätte. Wenn sich alle Bundesländer zur Maskenpflicht bekennen, wird außerdem eine fast bundeseinheitlich geltende Regelung erreicht.“

„Wichtig ist, dass es hier nicht um die Pflicht geht, eine medizinische Maske zu tragen. Sie ist den Profis in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen vorbehalten. Ob Mund-Nase-Schutz, Community-Maske, Schal oder Tuch – zu was man greift, kann jede und jeder für sich entscheiden. Hauptsache ist, der Schutz verhindert, dass man selbst Tröpfchen in die Umgebung weitergibt“, erklärt Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus die Regelung und macht klar, dass sich niemand sorgen muss, keine geeignete Maske am Montag parat zu haben.

„Die allgemeine Maskenpflicht ist der richtige Weg.“

„Die allgemeine Maskenpflicht ist der richtige Weg. Wir werden jetzt zunächst die heute angekündigte passende Landesverordnung abwarten und für Remscheid bewerten. Ich gehe davon aus, dass sich die versprochenen Regelungsinhalte tatsächlich wiederfinden. Anschließend werden wir entscheiden, welche Absprachen zur Vorbereitungen der Maskenpflichteinführung noch bis Montag zu treffen sind“, sagt Oberbürgermeister Mast-Weisz mit Blick auf die nächsten Tage.

Die Maskenpflicht ab Montag kommt für den Schulstart morgen leider zu spät. Schülerinnen, Schüler und Eltern sollten auch ohne Maskenpflicht bereits ab Donnerstag (23.04.) nur mit Alltagsmaske die Busse zu betreten.

Chaotisch. Verunsichernd. Unverantwortlich. – Sind das die Markenzeichen der CDU in Nordrhein-Westfalen?

Remscheider Jusos kritisieren den CDU-Ministerpräsidenten und örtlichen Landtagsabgeordneten wegen Verunsicherung der Bevölkerung.

„Bei der CDU in Nordrhein-Westfalen scheinen die Chaos-Tage ausgebrochen zu sein“, zeigt sich der Vorsitzende der Remscheider Jusos, Burhan Türken, erstaunt über die Diskussion über die Frage einer allgemeinen Maskenpflicht als Maßnahme zur Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus. „Unser Land braucht eine klare Richtung. Die Menschen verlangen nach Orientierung. Was wir alle am wenigsten brauchen, ist ein unverantwortlicher Zickzackkurs eines CDU-Parteivorsitzkandidaten“, so der Vorsitzende des Remscheider SPD-Nachwuchses.

Fachleute empfehlen das Tragen von Communitymasken

Nachdem zu Beginn dieser Woche die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Armin Laschet recht großzügige Öffnungen für den Bereichs des Handels durchgesetzt hatte, wäre die Einführung einer allgemeinen Maskenpflicht nur konsequent gewesen, schließlich darf die durch die Disziplin der Bürgerinnen und Bürger errungene verlangsamte Ausbreitung des Corona-Virus nicht allzu leichtfertig aus Spiel gesetzt werden. Auch nachdem immer mehr Fachleute aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse das Tragen von Mundschutzmasken empfohlen haben, wäre es an der Zeit gewesen, eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum einzuführen.

Während der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete eine Maskenpflicht in einer Stellungnahme vom heutigen Tage noch abgelehnt hat, scheint der CDU-Ministerpräsident in dieser Frage heute einen Kurswechsel eingeschlagen zu haben. „Dieser Kurswechsel ist symptomatisch für Armin Laschet und die nordrhein-westfälische CDU. Von einer klaren Richtung kann hier leider nicht gesprochen werden. Aber in Zeiten großer Verunsicherung ist eine klare Richtung genau das, worauf die Menschen in unserem Land einen Anspruch haben!“, unterstreicht Türken.

Es bleibe die Frage, ob nun die notwendige Anzahl an Masken für alle 18 Mio. Menschen in unserem Land beschafft werden können. „Durch Laschets Schlingerkurs ist viel wertvolle Zeit verloren gegangen!“, so Türken, der gleichzeitig allen Privatpersonen und Unternehmen dankt, die anders als Laschet bereits die Zeichen der Zeit richtig erkannt haben und selbst tätig geworden sind.

Spricht Laschet nicht mit seinen Abgeordneten?

Eine aktuelle Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf.

„Um 11.59 Uhr versendet Jens Nettekoven eine Pressemitteilung, in der er eine geplante Maskenpflicht seitens der Stadt Remscheid kritisiert, um 12.07 Uhr veröffentlicht die Landesregierung eine Pressemitteilung und verkündet eine Maskenpflicht ab dem 27. April 2020. Zu Recht fragen sich die Menschen: Redet der Ministerpräsident nicht mehr mit den Abgeordneten der CDU oder wird da derart überhastet entschieden, dass die Zeit fehlt, die Landtagsabgeordneten zu informieren?“, meint Sven Wolf.

„Wir brauchen klare eindeutige und frühe Entscheidungen. Die Landesregierung zieht nun als eine der letzten Landesregierungen bei der Maskenpflicht nach, nachdem Minister Laschet versucht hat, sich mit frühen Lockerungen zu profilieren und sich dann doch wieder in die Reihe seiner Regierungskollegen aus den anderen Bundesländern einreihen musste. Die von Jens Nettekoven aufgeworfenen Fragen kann er nun natürlich getrost seinem Ministerpräsidenten stellen. Dann erwarten wir mal die von Nettekoven geforderte Informationskampagne und die Hilfestellungen bei der Beschaffung des Mund-Nasen-Schutzes für die Bürgerinnen und Bürger vom Land Nordrhein-Westfalen, eine klare Faktenlage, eine Stellungnahme des Gesundheitsministeriums, in der glasklar die Vor- und Nachteile einer Maske herausgestellt werden. Und natürlich genaue Vorgaben, wo Masken getragen werden sollen.“