Klauser Delle: Kleingärtner pflegen Brauchtum und die Gemeinschaft

Das traditionelle Eierlotten am Gründonnerstag im Kleingartenverein an der Klauser Delle war mit 60 Besuchern schon erfolgreich. Verbissen geht beim Spiel um die Eier niemand zur Sache, die Zeit, die man gemeinsam mit seinen Gartenfreunden oder den mitgebrachten Freunden verbringt, steht im Vordergrund. Beim Osterfeuer verhält es sich genau so. Freundschaft, Geselligkeit und das Miteinander stehen eigentlich im Mittelpunkt.

Pflege der Gemeinschaft

Eine Zeit lang wurde im Sommer ein Sommerfest veranstaltet, aufgrund mangelnder Unterstützung wurde dies aber wieder eingestellt und stattdessen das Osterfeuer etabliert, das heuer zum vierten Mal stattfand. „Das Osterfeuer haben wir initiiert, damit hier weiter Gartenzusammenhalt ist und nebenbei auch für die Vereinskasse ein bisschen was reinkommt“, erklärt der Vereinsvorsitzende, Martin Henning. Gemeinschaft und Zusammenhalt scheinen wichtige Eckpfeiler im Vereinsleben der Kleingärtner zu sein. Wer als Fremder kam, verließ das Fest, bei dem rund 70 Menschen gemeinsam feierten, mit neuen Freunden, bestens unterhalten und mit unzähligen Geschichten. Weit mehr als „Grünzeug“ erwächst in dieser bunten Gemeinschaft.

Ob großes Bier oder kleiner Sekt, Softdrinks oder Kurze, für geselliges Beisammensein wurde nicht nur mit dem Feuer gesorgt. Mit zweierlei Kartoffelsalat, Bratwürstchen, Krakauer oder Pferdewurst vom Grill und Frikadellen war das Angebot für nen schmalen Taler groß.

Gelebte Herzlichkeit: Wer als Fremder kam, ging als Freund. | Foto: Sascha von Gerishem
Gelebte Herzlichkeit: Wer als Fremder kam, ging als Freund. | Foto: Sascha von Gerishem

„Wir haben Freunde hier, die einen Garten haben, und die haben immer gesagt ‚kommt doch mal vorbei, kommt doch mal vorbei‘ und da haben wir gesagt, heute machen wir das mal“, sagt Ute Michel, die eigentlich nur ein paar Straßen weiter wohnt. Von außen betrachtet denkt man, Ute Michel sei bereits seit Jahren Bestandteil der Gartenfamilie. „Das Schöne ist, man kommt hier hin, jeder ist freundlich, ob man sich kennt oder nicht. Man lacht zusammen, man nimmt sich in den Arm, sowas findet man doch nur noch selten“, strahlt Klaus Schielicke, der seit etwa sechs Jahren regelmäßig in den Gartenverein kommt.

In diesem Jahr kamen weniger Menschen als noch im letzten Jahr. Dass es am Wetter gelegen hat, kann sich der frühere Pilot Klaus Schielicke kaum vorstellen: „Natürlich ist es um so schöner, wenn das Wetter mitspielt, wir haben aber auch schon erlebt, da hat es geregnet, da haben wir alle ganz eng unter dem Hüttendach zusammengestanden und haben gefeiert – es war ein Traum.“ Das nächste Osterfeuer am 11. April 2020 sollte man sich also schon mal vormerken – bei jedem Wetter.

Eiersuche in Lennep: Besser als rosig

Zum dritten Mal luden der Ortsverband Lennep-Lüttringhausen der AWO und die Lenneper SPD zur Ostereiersuche bei strahlendem Sonnenschein in den Rosengarten.

Viele begeisterte Kinder

Schon weit vor Ostern wurde über die sozialen Medien und Zeitungen zur Ostereiersuche in den Lenneper Rosengarten eingeladen. Versteckt wurden plastene Ostereier, die am Pavillon gegen Süßigkeiten eingetauscht werden konnten. „Diesmal haben wir die Regel, wenn drei gleichfarbige Ostereier gesammelt werden, gibt es einen Schoko-Osterhasen und sonst so allerlei, so dass jeder immer was bekommt“, erklärt Bezirksvertreterin Katharina Janotta, von der die Idee zur Eiersuche in Lennep stammt. „Sie hat das vor drei Jahren auf den Plan gerufen, wir haben es ausprobiert und es ist gut angekommen, auch bei schlechtem Wetter, und dann hatten wir letztes Jahr gutes Wetter, dieses Jahr Bombenwetter, eine tolle Idee, muss ich sagen, besser als einfach nur Eier zu verteilen“, ist Jürgen Kucharczyk, Vorsitzender der Lenneper SPD, begeistert. Es ergäben sich auch viele Gesprächsmöglichkeiten, etwa mit den Eltern, aber besonders für die Kinder sei es ein Highlight.

Der Andrang war so groß, dass der Start zur Eiersuche zwanzig Minuten vorverlegt wurde, weil schon so viele Menschen da waren. „120 Kinder und die doppelte oder dreifache Zahl an Erwachsenen, hier war richtig was los. Ich hab schon überlegt im nächsten Jahr kommt hier ein Getränkestand hin, und ein Kinderkarussell und über­nächs­tes Jahr machen wir daraus ne Kirmes“, scherzt Antonio Scarpino, Vorsitzender der AWO Lennep-Lüttringhausen, nur das Wetter müsse mitspielen. Auch sein Stellvertreter, Jürgen Heuser, ist begeistert: „Es lief sehr gut hier, ausgezeichnet. Es ist schon fast Tradition hier. Die Leute fragen schon nach dem nächsten Jahr.“

Viele helfende Hände, wie von Petra Albowski, die sich neu in der AWO etwa für das Seniorencafé engagiert, oder auch von Familie Janotta, haben diese schöne Aktion vorbereitet und am Stand für mehrere selbstgebackene Kuchen und fairgehandelten Kaffee gesorgt, die auch gut weg gingen. „Wir haben dieses Jahr auch auf Plastikgeschirr und -besteck verzichtet und nur Porzellantassen“, freut sich Katharina Janotta, die mit dieser kleinen Entscheidung spielend leicht die Müllmenge von drei auf einen blauen Sack reduzieren konnte.

„Kinder sind für solche Sachen zu begeistern“, ist sich Jürgen Kucharczyk sicher, weshalb er sich für die Pflege solcher Traditionen ausspricht. Nicht jede Familie sei in der Lage wegzufahren, da sei ein solches Abenteuer auch eine gelungene Abwechslung. „Ich glaube hier vor Ort etwas für die Kinder zu machen trifft in Lüttringhausen genau so wie hier den Nagel auf den Kopf, und ist insofern eine tolle Sache“, zieht der Lenneper SPD-Vorsitzende positiv Bilanz.

Lenneper Straße: Fahrradfahrer schwer verletzt

Ein Fahrradfahrer verunfallte am Dienstagabend, 23. April 2019, auf der Lenneper Straße schwer. Der 59-jährige Mountainbiker fuhr gegen 18 Uhr auf dem Radweg in Richtung Lennep und übersah einen am Boden liegenden Poller.

Der Remscheider stürzte zu Boden und zog sich schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten ihn zur intensivmedizinischen Behandlung in eine Klinik.

Bahnhof Lennep: Brand in leerstehendem Gebäude

In einem leerstehenden Gebäude neben dem Bahnhofsgebäude in Remscheid-Lennep kam es in der Nacht zu Ostermontag, 22. April 2019, gegen 3.10 Uhr zu einem Brand. Aus bislang ungeklärter Ursache, fing Unrat in dem Gebäude Feuer, was zu einer starken Rauchentwicklung führte.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand und lüfteten das Gebäude. Sachschaden entstand nicht. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Feuer geben können, sich telefonisch unter der Rufnummer 02 02 / 2 84-0 zu melden.

Die LüttringHASEN in der Lütterkuser Altstadt

Die fröhliche Eiersuche für Familien – Tolle Gelegenheit die Geschäfte im Dorf neu zu entdecken.

Es sind nur noch ganz wenige Tage bis Ostersamstag, 20. April. Dann stehen bei vielen jungen Familien in Lüttringhausen wieder die LüttringHASEN fest im Kalender.

Zum bereits vierten Mal hoppeln die LüttringHASEN wieder durchs Dorp. Die Vereinigung Gertenbachstraße im Heimatbund lädt von 10-13 Uhr gemeinsam mit dem WinterZeit Shop, dem Hotel Restaurant Kromberg, Hähnchen Optik, Fleischerei Nolzen, Kotthaus Berufsbekleidung, PC Freund Andreas Sommerfeld, Juwelier Hertel, Yia Mas, der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen, dem Heimatbund mit Lüttringhauser Anzeiger, Mi Casa – Dein zu Hause, Kaminlandschaft und McWhisky.com, dem Flair-Weltladen, Lüttringhauser, Café Lichtblick, RSC Daxeder, GalerieCHEN, Eiscafé Belfi, Alte Rentei, Isa‘s Dorf-Shop, Friseursalon Freya und dem Schlüsseldienst Heimchen in die Lütterkuser Altstadt.

Es wird empfohlen Osterkörbchen zum Sammeln mitzubringen. Außerdem sind viele Geschäfte geöffnet. Mitglieder aus dem Posaunenchor der evangelischen Kirche werden die Gemeinschaftsaktion, bei der es nicht nur Süßkram, sondern auch viele andere Kleinigkeiten zu finden und zu entdecken gibt, mit kleinen Platzkonzerten quer durch den Dorfkern begleiten. Auch die Remscheider Sportjugend ist aktiv dabei.

www.luettringhasen.de

Rosengarten: Großer Eiersuchspaß für Familien

Die fröhliche Eiersuche der AWO Lennep-Lüttringhausen und der Lenneper SPD gegenüber vom Hardt-Park.

Im Lenneper Rosengarten findet schon zum dritten Mal die gemeinsame Eiersuche der AWO Lennep-Lüttringhausen und der Lenneper SPD statt.

Herzliche Atmosphäre in natürlicher Kulisse

Im Kleinod an der Wupperstraße, gleich gegenüber vom Hardt-Park, wird es Ostersamstag wieder wuselig fröhlich und bunt. Wie in den vergangenen Jahren auch versteckt der AWO-Hase wieder in mehreren Runden plastene Ostereier, die von den Kindern gesucht werden können. Für je drei gleichfarbige Eier, die entdeckt und gesammelt wurden, gibt es am Stand ein kleines Präsent. „Die Ostereiersuche hat sich einfach bewährt – deshalb ist es selbstverständlich, dass wir sie auch dieses Jahr wieder anbieten“, erklärt SPD-Bezirksvertreterin Katharina Janotta, die vor zwei Jahren die Idee mit der Ostereiersuche hatte.

Während die Kleinen auf die Suche nach Ostereiern gehen, können die Großen bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee auf ihren Nachwuchs warten und sich mit den ehrenamtlichen Helfern der AWO über die vielen Veranstaltungen am Mollplatz austauschen oder auch mit Politikern und Bezirksvertretern ins Gespräch zu kommen.

Am besten kleine Osterkörbe mitbringen, um die Schätze sicher nach Hause zu bringen. Kosten entstehen keine.

FC Remscheid will Gründonnerstag den letzten Schritt machen

Am vergangenen Wochenende durfte der Landesligist FC Remscheid einmal die Füße hochlegen und sich für den Endspurt im Abstiegskampf zu erholen. Der FCR war spielfrei und konnte somit die Konkurrenz beobachten. FCR-Trainer Acar Sar sah sich die Partie 1.FC Mönchengladbach gegen den DSC 99 Düsseldorf an. Warum gerade die Partie gegen den letzten Gegner aus Mönchengladbach? Einfache Erklärung, weil der FCR am kommenden Gründonnerstag um 20 Uhr in der Landeshauptstadt beim DSV 99 antreten muss. Sar sah am Ende einen 4:0-Erfolg der Hausherren.

DSC 99 aktuell Tabellenletzter

Aktuell sind die Düsseldorfer Tabellenletzter der Landesligatabelle. Doch gerade das macht die „Schwarz-Weißen“ so gefährlich. Fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat die Mannschaft von Trainer Christian Scholz im Augenblick. Bei noch sechs auszustehenden Partien sicherlich kein unmögliches Unterfangen dies noch aufzuholen. Damit dies auch gelingt dürfen die Grafenberger das Spiel gegen den FCR auf keinen Fall verlieren. FCR-Trainer Acar Sar möchte von Tabellenplätzen gar nichts hören: „Auf die Tabelle schaue ich nicht bei der Vorbereitung. Ich denke da nur an unsere Auswärtsniederlage in Holzheim – die zu diesem Zeitpunkt auch Tabellenletzter waren. Wir konzentrieren uns ganz alleine auf uns“, so der FCR-Coach.

FCR möchte Klassenerhalt endgültig sichern

Doch auch der FCR geht hochmotiviert in die Partie. mit einem Sieg könnte der FCR endgültig einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt schaffen. Aktuell haben die Röntgenstädter 8 Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen. Dies würde mit einem Sieg in Düsseldorf gegen einen direkten Konkurrenten mit Sicherheit ansteigen. Dieses ruhige Polster auszubauen ist das erste Ziel für die Bergischen. Das Hinspiel konnten die Remscheider mit 2:0 gewinnen. Mit diesem Ergebnis könnte der FCR auch am Donnerstag mit Sicherheit gut leben. Anstoß ist um 20 Uhr an der Sportanlage Windscheitstraße in Düsseldorf-Grafenberg.

Rosenpflege an der Gertenbachstraße

Die Solinger Rosenfreunde Maike Wand und Gisela Otto unterstützten die Rosenpaten um Gabi Lipka wieder bei der Pflege der Rosen und Baumscheiben em Dorp. Ulrike Terrée-Kriesell (Foto), die auf ihren Spaziergängen gern Verblühtes entfernt, half spontan mit.

Unterstützt wurden Christel Krollmann, Nicole Dahmen und Stephan Jasper auch durch Franca Schneider und Eric Erkes, die in der Natur-Schule Grund ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren. Auf Einladung des Oberbürgermeisters wurde im Flair-Weltladen gefrühstückt. Weiter so.

Nüchterne Worte für trunkene Menschen

Barbesucher und Kneipengäste wissen: Mit steigendem Pegel liegt alles sonnenklar vor einem. Nie waren Gedanken logischer und von so hoher Mitteilungsdringlichkeit. Gespräche münden in philosophische Exkurse und lassen eben noch Unbeteiligte in Ehrfurcht erstarren. Schenkel werden geklopft, Köpfe geschüttelt. Manchmal rollen Tränen. Mitten hinein platziert Autor Jörg Degenkolb-Degerli seine Worte. Frei nach der Erkenntnis „Ich kann auch ohne Alkohol nicht fröhlich sein“ liefert er eigene Texte, aus denen Absurditäten tropfen wie Bierreste aus letzten Gläsern. Geschichten von Antihelden, Friedhöfen und fragwürdiger Euphorie. Lachkater inklusive.

Wo und wann?

Freitag, 3. Mai 2019 um 19 Uhr im Lotsenpunkt Lennep, Kölner Straße 4, 42897 Remscheid-Lennep. Der Eintritt ist frei, der Hut geht rum!

Remscheider Kulturpolitiker besuchen Zentralbibliothek Duisburg

Bibliotheken befinden sich in einem grundlegenden Wandel, um auf die Folgen der Digitalisierung und veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen zu reagieren. Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung nutzten am vergangenen Freitag, 12. April, die Möglichkeit sich die Duisburger Stadtbibliothek als Paradebeispiel für einen „dritten Ort“ anzuschauen. Zur Feier des 10. Jubiläums des Fördervereins „Die Lütteraten“ in der Lüttringhauser Stadtteilbibliothek im vergangenen Jahr, stellte die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, Nicole Grüdl-Jakobs, das Prinzip vor. Ein „dritter Ort“ ist, nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz oder der Schule, ein öffentlicher Ort für Kultur, Bildung und das Zusammenkommen mit anderen Menschen.

In einem ausführlichen Fachgespräch mit dem Leiter der Duisburger Bibliothek, beleuchteten Gundis Friege, Karl-Heinz Humpert, Sven Wiertz, Ulla Wilberg, Norbert Schmitz, Monika Hein, Inge Brenning, Bernhard Schmid, Nicole Grüdl-Jakobs und Fritz Beinersdorf das Pro und Contra und konnten sich über Strategien für die Bibliothek der Zukunft informieren. Bibliotheksdirektor Dr. Jan-Pieter Barbian führte die Besuchergruppe durch die 2015 im sogenannten „Duisburger Stadtfenster“ neu eröffnete Zentralbibliothek. Er erläuterte die Konzeption der von Grund auf neu geplanten Bibliothek, die über eine landesweit beachtete modellhafte Kinder- und Jugendbibliothek verfügt. Außerdem sind Bibliothek und Volkshochschule gemeinsam in einem Gebäude untergebracht.

„Ein Erlebnis mit Inspiration, beeindruckend schön“, schwärmte Ulla Wilberg. Die sinnvolle Nachbarschaft mit der VHS und den gemeinsamen Empfangsbereich hob Wilberg besonders hervor.

Frühlingsfest von „Lennep Offensiv“: Sonniger Sonntag in Lennep

Am Sonntag, 7. April 2019, war es wieder so weit: „Lennep Offensiv“ hatte zum Frühlingsfest „Lennep blüht auf“ in die Lenneper Altstadt eingeladen und erneut zogen zahlreiche Stände und Aktionen viele Menschen in den Stadtkern. Auch der parallel stattfindende verkaufsoffene Sonntag wurde von vielen Bummlern genutzt.

„Die Leute sind sehr bereit für den Kirchturm zu spenden“

Ein großer Sektstand von „Lennep Offensiv“ fällt besonders auf. „Im Moment sind wir sehr zufrieden, sowohl mit dem Wetter, als auch wie gut die Bevölkerung das Fest annimmt. Es läuft heute sehr gut!“, fasst Hans-Willi Oberlis, Beisitzer im Vorstand von Lennep Offensiv, freudestrahlend zusammen. Gesammelt wird dort für die Kirchturmbeleuchtung der Stadtkirche. „Alle, die hierherkommen und Sekt trinken, tun auch ne Spende in die Dose. Die Leute sind sehr bereit für den Kirchturm zu spenden“, ergänzt Oberlis.

Hans-Willi Oberlis verbreitet beste Stimmung am Sektstand von Lennep Offensiv. | Foto: Sascha von Gerishem
Hans-Willi Oberlis verbreitet beste Stimmung am Sektstand von Lennep Offensiv. | Foto: Sascha von Gerishem

Auf dem Alter Markt gab es einen Stand mit viel Blühendem, passend zum Titel der Veranstaltung. Softgetränke und Bier erhielt man am Getränkewagen. Am Grillstand nebenan konnte man sich mit Bratwürsten und Nackensteaks versorgen. Zur anderen Seite des Getränkestandes gab es bergische Quarkbällchen. Ein Kinderkarussell in historischem Stil bot Unterhaltung für die jungen Besucher. Frank Hof vom Lüttringhauser Hoflädchen hatte auch wieder „Pommes con Carne“ oder mit Jalapeño-Käsesoße im Angebot.

Neben historischen Fahrzeugen der Treckerfreunde waren auch der Lotsenpunkt und Crespo-Café vertreten. Auch die Geschäftsinhaber zeigten sich über die vielen Altstadtbesucher sehr zufrieden.

Stiftung Tannenhof: Neue Wohnstätte für selbstbestimmtes Leben

Es war ein herzlich gestalteter Festakt, mit dem die Evangelische Stiftung Tannenhof die neue Wohnstätte eröffnete, und viele Gästen, darunter Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, konnten die hellen, modernen Räume besichtigen und auch die ersten Bewohner kennenlernen, die schon bald unter einer neuen Anschrift mit Dorfanschluss leben werden.

Neues Heim und Heimat

„Alles braucht seine Zeit, auch die Errichtung dieser Wohnstätte für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und hohem Hilfebedarf“, begrüßte der Kaufmännische Direktor Dietmar Volk die Gäste und Freundinnen und Freunde der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Schon vor zehn Jahren begannen die Planungen zur schrittweisen Erweiterung des Quartiers Remscheid Tannenhof. „Wir wollen mit unseren Baumaßnahmen Stadträume vernetzen, neue Angebote schaffen und mit neuen Wegen das Quartier weiter öffnen und damit den Abbau von Barrieren hier im Tannenhof erreichen“, führte Volk weiter aus.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Stiftung viele Bauprojekte geplant und umgesetzt, meist im Klinikbereich, nun auch im Bereich des integrativen Wohnens, das dem dringenden Bedarf nach kleinteiligen, gruppenbezogenen Wohnformen gerecht wird und zwei Wohngruppen für je acht Personen zur Verfügung steht.

Einen „Quantensprung in der Entwicklung“ für die Bewohnerinnen und Bewohner nannte Pfarrer Uwe Leicht, geistlicher Vorsteher der Stiftung Tannenhof, den nun entstandenen Neubau. „Mehr Komfort, mehr Platz, eine eigene Dusche und eigene Toilette, alles neu und eine eigene Wohnadresse: Remscheider Straße 80, Zugang unmittelbar zum Wohnquartier an der Straße, zum Ort, zum Bus, zur Stadt – wir sind ein Teil dieser Stadt“, präzisierte Leicht die Komponenten, die die Integration vorantreiben und auch psychologisch wertvolle Impulse liefern. Professor Eugen Davids, Ärztlicher Direktor der Stiftung, hob zusätzlich die besondere Bedeutung der medizinischen und psychiatrischen Versorgung der Menschen hervor, die durch die unmittelbare Nähe zur betreuenden Fachklinik sichergestellt ist.

„Ich könnte dieses neue Gebäude in einem Wort zusammenfassen, weil ich eben mit einem der künftigen Bewohner gesprochen habe, den ich seit rund 30 Jahren kenne. Und ich fragte: ‚Wie geht es dir, wie ist es dir?‘ und er sagte: ‚Läuft!‘ – ich glaube, das reicht“, brachte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auf den Punkt, dass auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben und dabei die Unterstützung bekommen sollen, die sie brauchen.

Wieder Hoffnung zu schöpfen, eine sichere Basis zu finden, neue zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, soziale Integration und Kompetenzen zum Lösen von Problemen zu erwerben seien neben der Behandlung mit Medikamenten Inhalte der Gesundung, verkündeten die Einrichtungsleitenden Sieglinde Rühl-Schulz und Günther Fuchs, die sich mit allen künftig Bewohnenden freuen, das Haus auch bald beziehen zu können und mit Leben füllen werden. Und so bedankte sich der Bewohnerbeirat herzlich bei allen Beteiligten für sein neues Zuhause, und dass alle zu ihrer Einweihungsparty gekommen seien. Läuft.