Polizei sucht Zeugen: Unfallflucht auf der Ronsdorfer Straße

Unfallflucht beging ein Autofahrer am gestrigen Valentinsdonnerstag, 14. Februar 2019, auf der Ronsdorfer Straße in Lüttringhausen. Ein 31-Jähriger musste mit seinem Polo gegen 6 Uhr einem auf seiner Fahrbahn entgegenkommenden Auto ausweichen. Dadurch prallte er gegen eine Leitplanke. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 2.000 Euro.

Bei dem entgegenkommenden Fahrzeug handelt es sich um einen weißen Kleinwagen. Die Polizei in Wuppertal bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer (02 02) 2 84-0 zu melden.

Karneval: After-Zoch-Party abgesagt

Ausgelassen feierten die Jecken nach dem Rosenmontagszug in Lennep auf dem Alter Markt weiter, darauf muss in diesem Jahr verzichtet werden. Der Veranstalter der Traditionsveranstaltung, der die Planung letztjährig erstmals übernahm, konnte die Stadt innerhalb der gesetzten Fristen nicht von seinem Sicherheitskonzept überzeugen.

Alternative zum Karnevalfeiern

Das Festzelt der Lenneper Karnevalsgesellschaft lädt indes zum Feiern ein, Tickets gibt es bei Riemanns Küche, Kölner Straße 89, in Lennep: www.riemanns-kueche.de

Einbrüche in Lüttringhausen

In Lüttringhausen drangen in der Zeit von Dienstag auf Mittwoch (12. auf 13. Februar 2019) Unbekannte in eine Kindertagesstätte an der Remscheider Straße ein und nahmen Bargeld weg. An der Straße Timmersfeld stiegen Einbrecher Mittwochnachmittag (13. Februar 2019) in eine Wohnung ein, sie nahmen jedoch nichts mit.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0202/284-0 entgegen.

Tipp der Polizei Remscheid

Schützen Sie Ihr Eigentum. Lassen sie sich unter der Rufnummer 0202/284-1801 von der Kriminalpolizei zum Thema Einbruchprävention beraten.

„Jeder weiß, was wir gerade anrichten“

Erste Tötterrunde im Rathaussaal zum Thema Nachhaltigkeit.

Den Begriff „Töttern“ muss man den Menschen im Bergischen Land nicht erklären. Man trifft sich in gemütlicher Runde und bespricht ein Thema. Als Format für die Kulturarbeit ist dies ein neuer Ansatz in Lüttringhausen. Der Kulturkreis im Heimatbund lädt dazu in diesem Jahr sechsmal herzlich ein. Die erste Gesprächsrunde zum Thema „Nachhaltigkeit bei Gemeinde- und Stadtteilfesten“ fand im Sitzungssaal des Lüttringhauser Rathauses statt. Zwei Dutzend Gäste kamen, wobei die Zahl als zweitrangig anzusehen ist; es waren alles interessierte, engagierte Mitbürger, die auch über einen Entscheidungsspielraum verfügen.

Durch und durch nachhaltig

Zunächst gewährte Martina Faseler vom Institut Kirche und Gesellschaft / Projektbüro „Zukunft einkaufen“ am Beispiel ihres eigenen Projektes einen kurzen, aber intensiven Einblick in die Planungshilfen für nachhaltige Stadtfeste. Sie zeigte unterschiedliche Handlungsfelder auf und stellte konkrete Planungsschritte vor. Sie betonte den Vorbildcharakter für nachhaltigen Konsum und Lebensstil. „Wir haben eine Verantwortung für die Schöpfung“, sagte Frau Faseler leidenschaftlich, „denn jeder weiß, was wir gerade anrichten.“ Sie betonte, dass eine positive Öffentlichkeitsarbeit der Schlüssel zum Erfolg der Nachhaltigkeit ist. Über ihre Arbeit kann man sich auf www.zukunft-einkaufen.de
umfassend informieren und praktische Tipps abschauen.

Thomas Neuhaus (hinten) und Daniel Schmidt (vorne). Foto: Sascha von Gerishem
Thomas Neuhaus (hinten) und Daniel Schmidt (vorne). Foto: Sascha von Gerishem

Thomas Neuhaus, Vorsitzender des Röntgen Sport Club Remscheid e.V. und Sportdezernent, berichtete im Anschluss über die Probleme, die eine so große Veranstaltung wie der Röntgenlauf mit sich bringt – und über die Lösungen, die den Organisatoren des Laufs den Remscheider Klimaschutzpreis 2017 eingebracht haben. Und ohne ein gewisses Risiko, so Neuhaus, gehe es nicht: „Wir haben ökomäßig Neuland betreten.“ Aber der Erfolg gibt den Organisatoren recht. Spitzenläufer Daniel Schmidt berichtete, dass sehr viele Läufer sich extra wegen der nachhaltigen Durchführung des Laufes darauf besonders freuen. Und sei es nur die gemeinsame Busfahrt der Athleten vom Ziel zurück zum Ausgangspunkt.

Volker Beckmann, Bernhard Hoppe und BErthold Hartmann v.l.). Foto: Sascha von Gerishem
Volker Beckmann, Bernhard Hoppe und BErthold Hartmann v.l.). Foto: Sascha von Gerishem

Diese beiden Berichterstatter noch im Ohr fand sich nun die eigentliche Tötterrunde zusammen: Für den Heimatbund die 1. Vorsitzende Christiane Karthaus sowie der 2. Vorsitzende Thomas Schulte (Ideeller Lüttringhauser Weihnachtsmarkt), Bernhard Hoppe von der katholischen Gemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz (Veranstalter des 24-Stunden-Laufs) und Berthold Hartmann für den Marketingrat Lüttringhausen (Herbst- und Bauernmarkt) kamen unter der Moderation von Volker Beckmann zusammen, um ihre Ressourcen, ihre Probleme und womöglich auch Lösungsansätze zu besprechen.

Auffallend war, dass die Vertreter des Heimatbundes ein eindeutiges Votum für die Nachhaltigkeit der drei größten Lüttringhauser Veranstaltungen abgaben. Thomas Schulte: „Als Veranstalter hat man Vorbildcharakter. Wir nutzen beim Weihnachtsmarkt moderne Technik und benutzen auch keine Einwegbecher mehr.“ Und Christiane Karthaus fügte an, dass der Heimatbund das Thema Nachhaltigkeit seit zwei oder drei Jahren auf der Agenda habe und stetig an Verbesserungen arbeite.

Der Marketingrat Lüttringhausen setzt zum Herbst- und Bauernmarkt den Bürgerbus ein. Foto: Sascha von Gerishem
Der Marketingrat Lüttringhausen setzt zum Herbst- und Bauernmarkt den Bürgerbus ein. Foto: Sascha von Gerishem

Als Bernhard Hartmann für den Marketingrat feststellte, dass dieser ja keinen eigenen Stand auf dem Herbst- und Bauernmarkt habe und deshalb auch über wenig Einfluss verfüge, widersprach ihm Martina Faseler leidenschaftlich: „Als Veranstalter haben Sie natürlich Einfluss. Vielleicht nicht immer direkt, aber sicher richtungsweisend.“ Hartmann dazu: „Es ist sehr schwer bis unmöglich, die Aussteller zu ändern. Die arbeiten bei uns wie immer und überall.“ Bernhard Hoppe ergänzte, dass nachhaltige Arbeit auf einigen Feldern nicht möglich sei. „Aber“, fügte er an, „wir tun unser Möglichstes.“

Erste Zusammenarbeiten wurden im Rahmen des Gespräches geplant und vereinbart. Einige Bemerkungen aus dem interessierten Publikum wurden sofort auf die Agenda gesetzt. Volker Beckmann regte einen kostenfreien öffentlichen Nahverkehr am Tag der jeweiligen Veranstaltung an. Inwieweit die Stadt Remscheid das mittragen kann, muss noch festgestellt werden. Thomas Schulte brachte mit einer gemeinsamen Datenbank, „um die Ressourcen zu bündeln“ eine Idee von Sascha von Gerishem auf den Tisch, die im Rahmen der Vereinigung Gertenbachstraße schon vorgestellt wurde.

Volker Beckmann bedankt sich mit fairgehandeltem Wein bei Martina Faseler und Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem
Volker Beckmann bedankt sich mit fairgehandeltem Wein bei Martina Faseler und Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem

Erste Schritte sind gemacht. Insoweit hat das Format „Töttern“ einen ersten Erfolg zu verbuchen. Festgestellt werden konnte zum Schluss: Nachhaltigkeit muss Spaß machen. Verbote helfen dabei wenig. Und: Man muss die Veränderungen behutsam angehen, nach und nach. Eine Entwicklung hin zur Nachhaltigkeit kann sich über Jahre hinziehen. Das weiß natürlich auch Volker Beckmann, der allen Beteiligten nach beinahe zwei Stunden für ihr Engagement dankte.

FCR im Bergischen Derby unter Druck

Knappe Niederlage im Amern • FCR drängt auf Wiedergutmachung • Sonntag gegen den VfB Solingen

Trotz guter spielerischer Leistung des FCR beim Tabellenfünften VSF Amern, mussten die Remscheider am Sonntag nach der 0:1-Niederlage die Heimreise ohne Punkte antreten. Somit bleibt der FC Remscheid im Tabellenkeller der Landesliga stecken und steht am Sonntag im bergischen Derby gegen den VfB Solingen bereits unter Zugzwang.

Niederlage schmerzt noch immer

Die Mannschaft von FCR-Trainer Acar Sar braucht dringend Punkte im Abstiegskampf. Da die Mannschaft bislang auswärts (erst 4 Punkte) wenig bewegen konnte, gilt die ganze Konzentration den Heimspielen. Im heimischen Röntgen-Stadion soll mit den eigenen Fans im Rücken der Grundstein zum Klassenerhalt gelegt werden. Und, gerade mit dem kommenden Gegner, dem VfB Solingen, haben die Röntgenstädter noch eine Rechnung offen. Im Geisterspiel vor 14 Tagen unterlag der FCR den Klingenstädtern in Duisburg bekanntlich mit 0:4-Toren. Für die damalige desolate Leistung mussten die FCR-Kicker viel Kritik einstecken. Verständlicherweise wollen die Remscheider Sonntag zeigen, dass sie es deutlich besser können. Mit von der Partie sein wird FCR-Torhüter Nico Tauschel. Tauschel weilte vor 14 Tagen noch im Urlaub und wurde schmerzlich vermisst. Am Sonntag ist der FCR-Kapitän auf jeden Fall wieder an Bord.

FCR hofft auf ein friedliches Fußballspiel

Da die Partie durch die Polizei als Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft worden ist, wird es am Sonntagnachmittag rund um das Röntgen-Stadion eine veränderte Einlasssituation und Wegeführung geben. Der FC Remscheid verweist hierzu auf die Vereinshomepage (www.fcremscheid.de) wo die Sicherheitshinweise bereits veröffentlicht sind. Durch verschärfte Einlasskontrollen kann es zu Wartezeiten an den Eingangsbereichen kommen.

Der FC Remscheid freut sich dennoch auf das bergische Derby gegen den VfB Solingen und hofft, dass viele Remscheider und Solinger Fans das Spiel am Sonntagnachmittag besuchen werden. Der Verein bittet die Besucher aktiv durch ihr Verhalten zum Gelingen einer friedlichen Veranstaltung beizutragen. So, dass zukünftig Spiele zwischen dem FC Remscheid und dem VfB Solingen kein erhöhtes Sicherheitsrisiko in der Landesliga mehr darstellen. Anstoß ist am Sonntag um 15:00 Uhr im Röntgen-Stadion

Lachmuskelkater mit Niveau

Amateurtheaterverein Wipperwagen lieferte perfekte Unterhaltung auf der großen CVJM-Bühne.

Tosender Applaus und schallendes Gelächter tönten aus dem CVJM-Saal, als sich Paul, Sophie und Martin nach herrlichen Wirrungen doch noch trennten. Der Amateurtheaterverein Wipperwagen bot eine formidable Aufführung und bewies mit der Komödie „Trennung für Feiglinge“ erneut ein feines Gespür für unterhaltsamen Stoff.

„Ich kann dich nicht ausstehen“

Paul (Oliver Hecker) hat sich schnell von Sophie (Ute Joho) entliebt und möchte nach nur vier Monaten des Zusammenlebens einen Schlussstrich unter die Beziehung ziehen. Jede Nacht träumt er detailreich, wie ein Lastwagen Sophies Leben ein Ende setzt. Für eine aufrechte Trennung fehlt es ihm jedoch an einer typisch männlichen Eigenschaft: Mut. So versucht er sie feige und unterschwellig zum Auszug zu bewegen. Als Sophie berichtet, dass sich Paare unweigerlich trennen, wenn sie einen Mitbewohner aufnehmen, zieht er seinen Freund Martin (Norbert Becker) ins Vertrauen und in die partnerschaftliche Wohnung. „Martins Mutter wurde von einem Lastwagen überfahren“, beschwindelt Paul Sophie, die sich daraufhin bereit erklärt Martin aufzunehmen.

Doch statt Chaos zu verursachen, entpuppt sich Martin als Goldstück, dem seine Rolle in der Dreiecksbeziehung sehr missfällt, „Ich kann dich nicht ausstehen“, gibt er Paul beständig mit. Doch auch der ist nicht amüsiert und beschwert sich: „Du bist seit zwei Tagen hier, und deine Sachen haben hier noch nie herumgelegen. Bist du auf dem Klo, hört man nicht einen Furz von dir.“ Sophie ist sehr begeistert von Martin und Paul gerät zunehmend ins Hintertreffen und versucht die Situation eskalieren zu lassen, indem er Martin massiv instrumentalisiert. Aber Sophie zeigt stets Verständnis und dreht die miese Absicht stets ins Gute: „Das ist gut, dass er am Vorabend der Beerdigung endlich ausrastet. Das ist gut. Das ist sehr gut.“

So nähern sich Martin und Sophie plötzlich an, die wiederum Paul nun loswerden will, doch leider fehlt ihr dazu eine typisch weibliche Eigenschaft: Grausamkeit. Das Lügengebilde bricht zusammen als die Mutter anruft. Sophie verlässt die Wohnung, obwohl Paul sie nun zurück will. „Jetzt war ich gerade eine Woche hier und Sophie ist ausgezogen, willst Du mir nicht danken?“, fragt Martin noch, bevor Paul ihn davonjagt.

Unterhaltung für die ganze Familie

Das Ensemble vom Wipperwagen spielte erneut sehr leidenschaftlich. Das große komödiantische Können der Schauspieler zeigte sich etwa darin, dass jede Pointe auf den Punkt saß, die Reaktionen des Publikums scheinbar vorausahnend. Oliver Hecker, der auch Regie führte, zeigte sich nach dem Stück gerührt: „Das Publikum hier war wieder grandios, wie schon im letzten Jahr. Jetzt können wir das Stück, jetzt will ich richtig loslegen – leider war es unsere letzte Aufführung.“ Für die nächste Bergische Tournee wird noch ein Stück gesucht, dann sechs Monate geprobt. Und dann gibt es hoffentlich deutlich mehr als vier Dutzend Besucher im großen Saal.

Kleiner Video-Einblick

Vergölst: Adressenwechsel im Winter

Über zehn Jahre war der Lütterkuser Vergölst-Partnerbetrieb Möller und Pahl mit seinem Reifen- und Autoservice an der Barmer Straße ansässig. Seit Monatsanfang findet man das Fachunternehmen etwa 500 Meter weiter an der Linde 165, im ehemaligen Autohaus Ewel.

Stärker in der Gemeinschaft

Am neuen Standort steht dem fünfköpfigen Team deutlich mehr Platz zur Verfügung als früher, die Arbeitssituation in der Werkstatt ist so entspannter. An insgesamt vier Hebebühnen kann nun auch parallel geschraubt werden. „Die Bewegungsfreiheit in der Werkstatt ist angenehmer geworden“, freut sich Silvia Pahl, die sich im Büro vornehmlich um Verwaltung und Buchhaltung kümmert.

Den Geschäftsbetrieb leitet Tobias Möller, Pahls Schwiegersohn und studierter Betriebswirt, dem besonders wichtig war, dass der Betrieb in Lüttringhausen bleibt. „Wir haben etwa zu 95 Prozent Stammkundschaft, kaum ein Lüttringhauser Handwerksbetrieb, der nicht bei uns Kunde ist“, begründet der sympathische Geschäftsführer sein klares Bekenntnis zum Stadtteil. „Wir sind eine vollwertige Kfz-Reparaturwerkstatt, es gibt so ein paar Kleinigkeiten, die wir nicht machen, da arbeiten wir mit anderen Lüttringhauser Werkstätten zusammen“, doch werde das ausführlich mit den Kunden besprochen.

Für den Kunden ergibt sich der Vorteil, dass es nur einen Ansprechpartner gibt und sich der Vergölst-Partnerbetrieb um die vollständige Abwicklung kümmert. „Da sind die meisten Kunden total zufrieden mit und sagen ‚na, wenigstens muss ich nicht fünfmal durch die Gegend fahren‘ und auch wir bleiben mit den Fremdleistungen eigentlich in Lüttringhausen, wir arbeiten mit anderen hiesigen Werkstätten zusammen, Lütterkuser Klüngel ist hier schon angesagt“, grinst Möller, der sich über dieses Zusammenhalten em Dorp und über Gegenaufträge, etwa zur Achsvermessung, freut.

Die eigentliche Saison gilt aber weiter dem Reifenhandel und dem Reifen-Komplettservice. Auch Kunden, die ihre Reifen im Internet bestellt haben, suchen den Fachbetrieb schon mal auf, da sie die bestellten Reifen ja nicht selbst montieren können. „Da sollte man dann so souverän sein und auch diese Kunden bedienen, die mit den Reifen aus dem Internet kommen. Da muss man dann einfach ein freundliches Gespräch aufbauen, warum das im Internet bestellt wurde und nicht bei uns. Rund 80 Prozent der Internetkunden bleiben danach bei uns und bestellen nicht mehr online“, so der Geschäftsführer. Es ist alles eine Frage der Kommunikation und Kompetenz. Und die werden auch am neuen Standort geboten – alles wie gewohnt.

Kontakt:

Vergölst Partnerbetrieb Möller & Pahl GmbH
Linde 165, 42899 Remscheid
Telefon (0 21 91) 4 61 89 89
E-Mail: remscheid@vergoelst.de
www.vergoelst.de/remscheid

Ein Jahr Kotthaus Berufsbekleidung

Mit dem Einzug in das größte Ladenlokal im Prang-City-Center an der Gertenbachstraße 35 brachte Kotthaus Berufsbekleidung frischen Wind in die Lütterkuser Altstadt. Als Ankermieter in dem Gebäude, das eine Brücke zur Kreuzbergstraße schlägt, zog Thordis Kotthaus mit ihrem fröhlichen Team neue Kunden außerhalb Lüttringhausens ins Dorp.

Kunden von außerhalb ins Dorf holen

„Mehr Lüttringhauser Firmen könnten noch kommen, wir haben aus Remscheid, Solingen, Wermelskirchen, überall her große Firmen, und die Lüttringhauser sind noch etwas zurückhaltend“, sinniert Thordis Kotthaus über das vergangene Jahr. Gleichzeitig ist sie aber auch glücklich, dass es insgesamt bisher schon so gut angenommen wurde, denn „wir haben ja supernette Lüttringhauser Firmen dabei“, relativiert sie. „Wir verdienen mehr Geld von außerhalb als hier in Lüttringhausen“, belegt Olaf Kotthaus den Zustrom neuer Kundenfelder auch betriebswirtschaftlich. Ein bisschen entgegen dem Trend, dass man am besten vor Ort einkauft, um seiner Heimat den Rücken zu stärken, setzen viele hiesige Handwerksunternehmen auf Arbeitskleidung aus dem Internet. Dabei gibt es unter www.kotthaus-berufsbekleidung.de auch einen eigenen Internetshop.

Seit der Geschäftseröffnung hat sich auch das Sortiment weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl an Arbeitsschuhen, Kleidung für Pflegedienste oder auch Oberhemden und sogar Jeans sind mittlerweile im Angebot. „Ich trag ja nur noch diese Jeans hier, von Pioneer oder von Dickies“, wirft Olaf Kotthaus freudestrahlend ein, „ich hab immer nur normale Jeans getragen und hatte durch meine Arbeit als Raumausstatter die Jeanshosen dauernd an den Knien durchgescheuert, das ist jetzt gar nicht mehr, und dabei sehen die nicht mal aus wie Arbeitshosen.“

Seit einiger Zeit dient das Ladenlokal auch als Standpunkt für die Paketdienste GLS und UPS, das zieht weitere Menschen ins Center. Dazu passt auch, dass Geschäftsnachbar PC-Freund Andreas Sommerfeld das Paketangebot mit Hermes ergänzt und sich auch um die Computer von Kotthaus kümmert „und seine Arbeitskleidung natürlich auch hier kauft und besticken lässt“, lacht Thordis Kotthaus.

Die Veredelung von Textilien durch Besticken oder Folieren ist nach wie vor eines der besonderen Merkmale des modernen Fachbetriebes. Mit Lüttringhausen als Zentrum des fairen Handels in Remscheid war es für Thordis Kotthaus selbstverständlich auch fairgehandelte T-Shirts, Polohemden und auch Pullover ins Sortiment aufzunehmen. Und wer noch auf der Suche nach einem besonderen Geschenk oder Andenken ist, findet dort nun auch Kaffeetassen mit Lüttringhausen-Motiv. So ist das im Dorf.

Kontakt:

Kotthaus Berufsbekleidung
Gertenbachstraße 35, 42899 Remscheid
Telefon: (0 21 91) 5 65 57 58
E-Mail: info@kotthausberufsbekleidung.de
www.kotthausberufsbekleidung.de
Mo. – Fr.: 8.30 bis 18.30 Uhr
Sa.: 8.30 bis 13.00 Uhr

Unfall auf der Ronsdorfer Straße mit schwer verletztem Autofahrer

Auf der Ronsdorfer Straße kam es am gestrigen Sonntagnachmittag, 10. Februar 2019, gegen 17.45 Uhr, zu einem Unfall mit einem schwer verletzten Autofahrer. Der 20-Jährige war in Richtung Hastener Straße unterwegs, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam. Dort prallte er mit seinem Ford gegen einen geparkten BMW.

Der Autofahrer zog sich schwere Verletzungen zu, die im Krankenhaus behandelt werden mussten. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 7.500 Euro. Warum der junge Mann mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abkam, muss das Verkehrskommissariat der Polizei ermitteln.

Crowdfunding: Vereine erfüllen sich Herzenswünsche

Ein Rollerparkplatz für Grundschüler, professionelle Musiker zur Begleitung eines Chorkonzerts, eine Seillandschaft für das Außengelände der Kita – das sind nur drei Projekte, die Vereine der Region in den vergangenen Monaten mit Hilfe der Volksbank im Bergischen Land realisiert haben. Unter dem Motto „Viele schaffen mehr“ haben sie mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform der Volksbank Spenden gesammelt, auch die Genossenschaftsbank hat noch einmal etwas dazugetan.

Ziele gemeinsam erreichen

Anlässlich ihres Bankjubiläums möchte die Volksbank die gemeinnützigen Vereine und Initiativen im Geschäftsgebiet noch stärker dabei unterstützen, Wunschprojekte und Herzensanliegen zu realisieren: Wer jetzt ein Projekt startet, bekommt in jedem Fall einen Startbonus von bis zu 1.000 Euro für seinen Verein. Zusätzlich gibt die Volksbank für jeden, der mindestens fünf Euro für ein Projekt spendet, noch einmal fünf Euro dazu.

„,Viele schaffen mehr‘ ist Hilfe zur Selbsthilfe für die Vereine der Region“, sagt Volksbank-Vorstand Andreas Otto. Dahinter steht die Idee, dass sich ein Projekt einfacher finanzieren lässt, wenn sich viele Menschen mit kleinen Summe beteiligen, als wenn einige wenige Großspender gesucht werden. Diesen genossenschaftlichen Grundgedanken hat die Volksbank im Bergischen Land mit ihrer Internetplattform „Viele schaffen mehr“ in die digitale Zeit überführt. Sie stellt damit die Logistik für die Spendensammler zur Verfügung und verwaltet die Spendengelder treuhänderisch.

Über 57.000 Euro sind so in drei Jahren Volksbank-Crowdfunding für 17 erfolgreiche Projekte zusammengekommen. Erreicht ein Verein die angestrebte Spendensumme innerhalb von drei Monaten nicht, bekommen die Spender ihr Geld zurück. Der Verein aber, und das ist neu im Jubiläumsjahr, darf die von der Volksbank zum Start des Projekts zugesagte Spende in jedem Fall behalten. Dieser Startbonus richtet sich nach Höhe der Gesamtsumme und liegt zwischen 250 und 1.000 Euro.

Unterstützer werden oder selbst ein Projekt einreichen – wie’s geht erfahren Vereine und Spender auf der Crowdfunding-Plattform voba-ibl.viele-schaffen-mehr.de. „Wir freuen uns, wenn wir noch vielen Vereinen dabei helfen können, ihre Herzensanliegen, ob klein oder groß, zu verwirklichen“, sagt Andreas Otto.

Zeugnisfrühstück: Für jede Eins ein Eis

Sehr gut besucht war das Zeugnisfrühstück bei den Schlawinern in Klausen. Immer wenn Zeugnisvergabe ist, veranstaltet das Kinder- und Jugendzentrum ein großes Frühstück für die Schüler*innen des Leibniz-Gymnasiums und der ortsansässigen Grundschule Eisernstein.

Am 8. Februar 2019 war es wieder soweit: Nach Schulschluss kamen rund 40 Kinder und Jugendliche vorbei, um ihre Zeugnisse zu zeigen und sich mit den anderen Schülern auszutauschen. Dabei können sich die Schüler am Frühstücksbuffet mit vielen Leckereien bedienen und sich für jede Eins auf dem Zeugnis ein Eis bei den Mitarbeiterinnen abholen.

„Da wir eng mit der Schule kooperieren, kennen uns die Schüler sehr gut. Die meisten Jugendlichen kommen jedes Mal wieder und freuen sich darauf mit ihren Freunden Spaß zu haben“, sagt Nicole Meshing, pädagogische Leitung bei den Schlawinern. So wie Nina vom Brocke und Viktoria Kunz, die auch diesmal wieder mit ihren Zeugnissen glänzen können. „Den meisten Jugendlichen geht es gar nicht so sehr ums Zeugnis und die Schulnoten, sondern mehr ums Zusammensein“, erzählt sie. „Hier muss sich auch keiner Sorgen um schlechte Noten machen, meist teilen die Schüler mit vielen guten Zeugnisnoten ihre Eis-Ausbeute mit ihren Mitschülern, die vielleicht keine Eins haben“, sagt Suzanne Wirsching, Mitarbeiterin des Schülercafés im Leibniz-Gymnasium.

Töttern: Neues Format erfolgreich gestartet

Das vom Kulturkreis im Heimatbund neu organisierte Format „Töttern“ ist am Abend des 8. Februar erfolgreich gestartet. Zwei Dutzend Interessierte fanden sich im Saal des Lüttringhauser Rathauses ein, um über Nachhaltigkeit bei Gemeinde- und Stadtteilfesten informiert zu werden, selbst Anregungen zu geben oder Fragen zu stellen.

Remscheids Sportdezernent Thomas Neuhaus referierte als Vorsitzender des Röntgen-Sport-Clubs über den Vorbildcharakter vom Röntgenlauf. | Foto: Peter Klohs
Remscheids Sportdezernent Thomas Neuhaus referierte als Vorsitzender des Röntgen-Sport-Clubs über den Vorbildcharakter vom Röntgenlauf. | Foto: Peter Klohs

Martina Faseler vom Institut Kirche und Gesellschaft, Projektbüro „Zukunft einkaufen“ und der Vorsitzende des Röntgen Sport Club e.V., Thomas Neuhaus berichteten von ihren Erfahrungen, bevor sich die eigentliche Tötterrunde austauschte. Christine Karthaus und Thomas Schulte für den Heimatbund (Ideeller Lüttringhauser Weihnachtsmarkt) Moderator Volker Beckmann, Bernhard Hoppe für die katholische Gemeinde St. Bonaventura und Heilig Kreuz (24-Stunden-Lauf) und Berthold Hartmann für den Marketingrat Lüttringhausen (Herbst- und Bauernmarkt) fanden schnell einen gemeinsamen Ansatz, um so mache Probleme, die während ihrer Veranstaltungen auftraten, nachhaltig zu lösen.

Martina Faseler hatte für viele Bedenken immer die genau passende Antwort parat, Nachhaltigkeitsbestrebungen gibt es nicht erst seit gestern, sie verfügt über einen wertvollen Erfahrungsschatz, den sie gerne teilt. | Foto: Sascha von Gerishem
Martina Faseler hatte für viele Bedenken immer die genau passende Antwort parat, Nachhaltigkeitsbestrebungen gibt es nicht erst seit gestern, sie verfügt über einen wertvollen Erfahrungsschatz, den sie gerne teilt. | Foto: Sascha von Gerishem

Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie in der nächsten Ausgabe von Lüttringhauser Anzeiger und Lennep im Blick.