Friedensgebet in Lüttringhausen

Heute Abend, Donnerstag, 24. Februar 2022, um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirchengemeinde Lüttringhausen herzlich zum Friedensgebet in die Kirche Lüttringhausen ein.

O HERR, mach´ mich zu einem Werkzeug deines Friedens, (…) dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert.

Mast-Weisz unterstützt Friedensgebet in St. Suitbertus

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz begrüßt und unterstützt ganz ausdrücklich ein für heute, 24. Februar, um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Suitbertus (Papenberger Straße 14b in 42853 Remscheid) angesetztes Friedensgebet. Hierzu laden die evangelische und die katholische Kirche sowie die freikirchliche Gemeinde kurzfristig die Menschen allen Glaubens ein. In Sorge um den Krieg in der Ukraine und den Frieden in Europa will man gemeinsam mit den Menschen, die im Zuge der Auseinandersetzung Opfer von Krieg und Gewalt werden, über alle Grenzen hinweg Verbundenheit demonstrieren.

„Ich verurteile den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste.“

Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister von Remscheid

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Ich verurteile den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine aufs Schärfste. Ich setzte auf friedliche Lösungen und hoffe sehr, dass der Weg zurück zu Gesprächen und zur friedvollen Beendigung des Krieges gefunden wird.“

Friedensgebet in der Remscheider Stadtkirche

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Die Welt hat sich heute dramatisch verändert. Am 24. Februar 2022 wurde die europäische Friedensordnung durch den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine grundsätzlich in Frage gestellt.

Das Leben von Kindern, Frauen und Männer in Europa ist bedroht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Mit großer Sorge verfolgt die Citykirche die Entwicklungen dieses Tages und möchte am kommenden Freitag, 25. Februar 2022 Remscheider Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, in der „Offenen Stadtkirche“ am Remscheider Markt ab 17 Uhr in aller Stille ihre Gebete vor Gott zu bringen.

Um 18 Uhr findet in der Stadtkirche dann ein gemeinsames Friedensgebet statt, zu dem alle Menschen herzlich eingeladen sind.

Einladung zum Friedensgebet in die Remscheider Stadtkirche am 25. Februar 2022 ab 18 Uhr.
Einladung zum Friedensgebet in die Remscheider Stadtkirche am 25. Februar 2022 ab 18 Uhr.

Bildungsabschlüsse und Förderangebote

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Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 05.04.2022 und zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 11.05.2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz, die Folgen der Corona-Pandemie belasten weiterhin Kinder und Jugendliche. Besonders Jugendliche mit Unterstützungsbedarfen bei ihrer beruflichen Orientierung drohen den Anschluss zu verlieren. Dies ist umso kritischer vor dem Hintergrund eines bereits bestehenden Fachkräftemangels bzw. Mangels an Auszubildenden in Remscheid.

Bereits vor der Pandemie wuchs die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss bzw. stagniert auf hohem Niveau, wie das Sozialmonitoring für das 1. bis 3. Quartal 2021 zeigt.

Anzahl der SchulabgängerInnen ohne Hauptschulabschluss

Schuljahr 2016/2017: 42
Schuljahr 2017/2018: 37
Schuljahr 2018/2019: 80
Schuljahr 2019/2020: 73

Remscheid liegt 2019/20 mit 5,95 % des Anteils an Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss an allen Schulabgängern von allgemeinbildenden Schulen etwas über dem Durchschnitt von NRW mit 5,4 % (vgl. IT NRW Pressemitteilungen, 25. Mai 2021 sowie Schulabgänge von allgemeinbildenden Schulen in NRW am Ende des Schuljahres 2019/20 – öffentliche und private Schulen (Kreisergebnisse)).

Da auch ein Abschluss im Rahmen sonderpädagogischer Förderung ohne Hauptschulabschluss erworben werden kann, können die vorliegenden Zahlen des Sozialmonitorings für das 1. bis 3. Quartal 2021 ohne weitere Informationen nur schwer eingeschätzt werden. Zum Vergleich lohnt ein erneuter Blick auf NRW:

Im NRW liegen die Anteile bei den Abschlüssen im sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung” und im Förderschwerpunkt „Lernen” bei 3,4 %. Ohne jeden Abschluss verlassen 2,1 % der Jugendlichen die Schule. Auffällig ist hier, dass sich die deutschen und ausländischen Kinder bei den sonderpädagogischen Abschlüssen noch auf einem ähnlichen Niveau bewegen. Bei den fehlenden Abschlüssen unterscheiden sich die Anteile massiv. 8,5% aller Abgänge ohne jeglichen Abschluss haben eine ausländische Herkunft, bei den deutschen Kinder sind es 1,5 %. (vgl. IT NRW Pressemitteilungen, 25. Mai 2021, NRW: 9 710 Schüler gingen 2020 ohne Hauptschulabschluss ab)

Um das Problem in seinen langfristigen Dimensionen erfassen zu können, erinnern wir an die Ergebnisse der Zensus-Befragung von 2011. Diese zeigte auf, dass 11.780 Remscheider (12,4 Prozent aller Einwohner) ohne Schulabschluss waren. (Die nächste Zensus-Befragung wird erst wieder in diesem Jahr abgeschlossen werden.)

Gleichzeitig müssen wir wiederholt zur Kenntnis nehmen, dass trotz aller glaubhaften Anstrengungen in der Arbeitsverwaltung Maßnahmeplätze zur beruflichen Orientierung bzw. Ausbildung für Jugendliche nicht bzw. nur unzureichend besetzt werden können. Konkretes Beispiel: Produktionsschule bei der Arbeit Remscheid.

Dies macht möglicherweise deutlich, dass ein Amt bzw. eine einzelne Behörde oder auch ein Träger mit einem singulären Förderangebot mit der komplexen Herausforderung der beruflichen Integration von Menschen mit mehrfachen Problemlagen überfordert ist.
Die Pandemie und deren Folgen hat bestehende Ungleichheiten noch verschärft und Chancengleichheit massiv behindert. Remscheid braucht eine Strategie zur Integration von Menschen mit komplexen sozialen Problemlagen. Wir bitten um Beantwortung und Stellungnahme zu folgenden Fragen:

  1. Wie viele Jugendliche ohne Schulabschluss erhalten ein Förderangebot für eine berufliche Perspektive?
  2. Für wie viele unversorgte Jugendliche besteht ein Bedarf an weiteren Förderangeboten?
  3. Wie viele Plätze in Förderangeboten können besetzt werden? Wie viele Plätze sind derzeit besetzt?
  4. Welche Anstrengungen unternimmt die Verwaltung, um Bildungsabschlüsse und berufliche Qualifikationen für un- und angelernte Arbeitskräfte zu fördern?
  5. Welche Anstrengungen unternimmt die Arbeitsverwaltung, um Förderangebote zu besetzen?
  6. Welche Strategie verfolgt die Verwaltung insbesondere bei Schulabbrecherinnen und Abgängerinnen ohne Abschluss, um der Jugendarbeitslosigkeit „den Nachwuchs“ zu entziehen?

gez.
David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Fahrzeug fährt in Schaufenster

Am 23.02.2022, um 18:15 Uhr, kam es auf der Straße Neuenteich zu einem Unfall mit einem Pkw.

Ein 30-jähriger Remscheider war mit einem Audi Q5 auf der Straße Am Engelnberg unterwegs und beabsichtigte nach rechts in die Straße Neuenteich abzubiegen. Im Zuge des Abbiegens verlor er aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr über den Gehweg in das Schaufenster eines Ladenlokals.

Der Fahrer verletzte sich leicht. Der Sachschaden am Fahrzeug und am Gebäude liegt bei circa 80.000 Euro. (jb)

Das Werkzeugmuseum wird 55 Jahre

Geburtstagswochenende am 26. und 27. Februar 2022

Es war der 26. Februar 1967 um 11.15 Uhr …

Mit 55 Jahren, da fängt das Leben an
Mit 55 Jahren, da hat man Spaß daran
Mit 55 Jahren, da kommt man erst in Schuss
Mit 55 ist noch lange nicht Schluss (frei nach Udo Jürgens)

Das Deutsche Werkzeugmuseum kann auf eine fast hundertjährige Geschichte zurückblicken. Der Beginn geht auf das Jahr 1928 zurück. 1925 verstarb Richard Lindenberg, der Miterfinder des Elektrostahlofens, Besitzer der Glockenstahlwerke hier auf dem Hasten und Eigentümer des Hauses Cleff. Zwei Jahre später kaufte die Stadt das Haus der Firma ab.

Ab 1928 wurde hier die Stadtgeschichte und bergische Wohnkultur ausgestellt. Darüber hinaus wurden natürlich Exponate aus dem Bereich Werkzeug gesammelt, so dass sich ein zusätzlicher Neubau lohnte. Am 26.02.1967 wurde dieser als Thienes-Halle (nach dem Initiator und 1. Vorsitzendem der Abt. Remscheid des Bergischen Geschichtsvereins) eingeweiht und als Werkzeugmuseum benannt. Die Halle schloss sich an das Kontor-Gebäude an und es wurden u. a. der Lindenberg-Ofen, verschiedene Maschinen und Werkzeuge ausgestellt. Drei Jahre später bekam das Museum den Zusatz Deutsches, da es bundesweit einmalig war und ist.

Ein Vierteljahrhundert später reicht der Platz wieder nicht mehr. Die Thienes-Halle wird abgerissen und ein Neubau wird zwischen die historischen Gebäude – Kontorgebäude und Halle Berger – gebaut. Am 31.10.1998 wurde das Museum mit komplett neuer Dauerausstellung, der Dampfmaschine sowie der Halle als Begegnungsstätte wiedereröffnet. Hieran war der 1987 gegründete Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum e. V. maßgeblich beteiligt.

Das Haus Cleff wurde 2013 wegen baulicher Schäden geschlossen und wird aktuell saniert. Nach Fertigstellung werden auch dort wieder Ausstellungen zu sehen sein.

Folgende Museumleiter/-direktoren gab es in der Geschichte:

Anbei finden Sie eine kleine Broschüre, die einen spannenden Einblick in die Eröffnungsfeierlichkeiten sowie in die Vorstellungen und Beweggründe der damaligen Zeit gibt. Die Berichte sind erstaunlich aktuell. Einige Passagen sind hervorgehoben, weil sie wichtige Aussagen beinhalten.

Aus dem Remscheider Stadtarchiv

Weiterhin geben die Zeitungsberichte und das Foto einen sehr guten Eindruck von dem hervorragenden Start vor 55 Jahren.

Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus dem RGA vom 27.2.1967 - zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus dem RGA vom 27.2.1967 – zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus der RP vom 27.2.1967 - zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid
Artikel zur Eröffnung des Werkzeugmuseums aus der RP vom 27.2.1967 – zur Verfügung gestellt vom Stadtarchiv Remscheid

Kostenloser Einlass am Geburtstagswochenende

Das Werkzeugmuseum wird sich über Ihren Besuch freuen und lädt Sie am kommenden Geburtstagswochenende, 26. und 27. Februar 2022, zu einem kostenlosen Besuch des Deutschen Werkzeugmuseums ein. Natürlich gibt es für jeden Besucher eine kleine Überraschung. Außerdem gibt es ein interessantes Angebot mit der „Schnapszahl 55“:

Für alle, die 55 Jahre alt sind oder zwei Fünfen in ihrem Geburtsdatum vorweisen können, hat das Werkzeugmuseum ein tolles Geschenk. Der 55. Besucher wird zu einer Werkzeugmuseum-Veranstaltungeingeladen. Weiterhin gibt es Artikel aus dem Shop, die besonders zusammengestellt und deutlich günstiger und zu einem „55er-Preis“ angeboten. Das Team des Werkzeugmuseums ist sich sicher: „Lassen Sie sich überraschen, ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.“

Internet: Deutsches Werkzeugmuseum

Potenzial für modernen Wohnraum identifizieren und nutzen

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Antrag zur Sitzung des Rates am 3. März 2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,
die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der o. g. Sitzung zu nehmen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt ein Bausubstanz- und Wohnraumentwicklungskataster zu erstellen. Im Einzelnen sollen bestehende Potenziale für Nachverdichtungen, energetische und klimaresiliente Sanierungen, Neubauten oder aber auch notwendige Abrisse in bestehenden Stadtquartieren identifiziert werden. Dazu wird im ersten Schritt eine Analyse der Bausubstanz vorgenommen.
  2. Das Kataster wird mit externer Unterstützung, zum Beispiel in Form eines Forschungsprojektes oder eines Auftrags-Gutachtens, erstellt und ausgearbeitet. Die notwendigen Finanzmittel werden im Rahmen des Haushalts 2021/2022 zur Verfügung gestellt. Die Verwaltung bemüht sich darüber hinaus um Fördermittel.
  3. Auf dieser Grundlage wird im nächsten Schritt eine Wohnraumentwicklungsplanung erarbeitet mit dem Ziel bis 2032 neue, moderne und energieeffiziente Wohneinheiten in den verschiedenen Kategorien (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Eigentum, sozialer Mietwohnraum) zu schaffen.
  4. Die Verwaltung aktualisiert in einem Schritt das Baulandkataster und nennt Ansprechpersonen für die Flächenentwicklung.

Begründung

Noch 2017 führte Remscheid laut einer Studie des Forschungsinstitutes Empirica die Städte und Landkreise des Rheinlandes in Sachen Leerstandsquote an, ein Titel, aus dem ein klarer Arbeitsauftrag für die Kommune hervorgehen musste. Dieser Leerstand soll nun katalogisiert werden, um anhand dessen bedarfsgerechte Wohnbaupotenziale zu ermitteln. Viele der ca. 4.000 leerstehenden Wohnungen in Remscheid sind für die einzelnen Zielgruppen (Familien, Senioren) unattraktiv und müssten dementsprechend saniert werden.

Warum die Sanierung bzw. Modernisierung bereits bestehenden Wohnraumes für Kommunen eine wichtige Sache ist, zeigt der sog. „Donut-Effekt“. Vom „Donut-Effekt“ spricht man, wenn aufgrund fortschreitenden Flächenverbrauchs in den Außenbereichen einer Stadt, die gewachsenen Innenbereiche (Stadtteilzentren, Innenstädte) veröden und zerfallen. Das ohnehin durch den Rückgang des Einzelhandels geschwächte „Herz Remscheids“, nämlich die Innenstadt, kann es sich nicht erlauben, Wohnungspotenziale zu ignorieren und somit verkümmern zu lassen. Hier muss dringend nachgebessert und die Innenentwicklung der Außenentwicklung vorgezogen werden. Wir möchten Remscheid zur nachhaltigen europäischen Stadt entwickeln. Das funktioniert nur, wenn wir unseren aktuellen Bestand den Bedürfnissen und Anforderungen von Familien, Senioren, etc. anpassen und weiter entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Sven Wolf
Fraktionsvorsitzender

gez. David Schichel
Fraktionsvorsitzender

gez. Sven Chudzinski
Fraktionsvorsitzender

Aufgehoben: Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter

AUFHEBUNG der UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER

Die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter, ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr, gültig von Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr bis Montag, 21.02.2022 00:45 Uhr, wird am Montag, 21.02.2022 00:34 Uhr, aufgehoben.


Amtliche UNWETTERWARNUNG vor SCHWEREM GEWITTER für das Bergische Land.

gültig von: Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr voraussichtlich bis: Montag, 21.02.2022 00:45 Uhr ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Sonntag, 20.02.2022 23:51 Uhr

Es besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern (Stufe 3 von 4).

ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de).

Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen!

Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Special: Die Wahl zum 10. Remscheider Jugendrat

Wer sind Sie, die neuen Kandidatinnen und Kandidaten für den 10. Jugendrat Remscheid? Was macht sie aus und was sind ihre Vorstellungen von der Politik? Mit welchen Ideen und Visionen machen sie sich auf dem Weg zur Wahl des neuen Jugendrates Remscheid?

Eins steht fest: Es verspricht eine aufregende Wahl zu werden!

Denn insgesamt zehn allgemeinbildende Schulen und ein Berufskolleg schicken ihre Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. 22 gültige Bewerbungen wurden zur Wahl zugelassen. Die Altersspanne reicht von gerade noch pünktlich zum Beginn der Wahlwoche erreichten 14 Jahren bis hin zu den 17-Jährigen, die ebenfalls ihre Chance auf eine offizielle Mitgliedschaft im Jugendrat nutzen wollen.

Plakat Jugendratswahl 2022 Remscheid

Viele neue motivierte Gesichter sind auf den Wahlplakaten zu sehen. Auch einige bereits im 9. Jugendrat engagierte und politikerfahrenere Jugendlichen sind mit im Boot. Alle Kandidatinnen und Kandidaten vereint ein Ziel – die Remscheider Kommunalpolitik und die Stadtgesellschaft für die Belange und Interessen der Jugendlichen zu sensibilisieren und zu begeistern. Auch wollen die Bewerberinnen und Bewerber möglichst konkrete Veränderungen und Forderungen durchsetzen. Welche Themen und Schwerpunkte das nun sind, für die die jungen Herzen brennen, lässt sich aus ihren Bewerbungsbögen teilweise schon gut erahnen. Umso mehr können wir uns auf ihre individuellen Vorstellungen in den kommenden Wochen freuen.

Das Kandidat*innen-Special

In den nächsten Wochen werden wir hier Kandidat*innen näher vorstellen. Durch Klick auf das Plakat gelangt man immer auf die Seite mit den allgemeinen Infos zur Jugendratswahl, und von dort zu den Infos zu den einzelnen Kandidat*innen. Der Special-Bereich wird bis zum Ende der Wahl fortlaufend aktualisiert.

Durch Klick auf die Namen der Kandidat*innen erhalten Sie jeweils weitere Informationen.

Samstag: Unwettereinsätze durch Orkantief Zeynep

Zwar beruhigte sich die Lage am Samstag im Laufe des Tages, dennoch rückte die Feuerwehr Remscheid zu weiteren neun Einsätzen im Stadtgebiet aus, die in Verbindung mit dem Orkantief Zeynep gebracht werden.

Lose Dachteile, umgestürzte Bäume und heruntergefallene Äste gefährdeten hier Verkehrsbereiche und mussten beseitigt werden. Vermehrt war hier der Einsatz der Drehleitern erforderlich. Auch hier kam glücklicherweise kein Mensch zu Schaden. Die Feuerwehr Remscheid zählt also insgesamt 73 Unwettereinsätze in Verbindung mit dem Orkantief Zeynep.

Hanau – Gedenken statt querdenken

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Vor zwei Jahren ermordete ein Rechtsterrorist in Hanau neun Menschen, bevor er seine Mutter und dann sich selbst tötete. Gökhan Gültekin (37), Sedat Gürbüz (30), Said Nesar Hashemi (21), Mercedes Kierpacz (35), Hamza Kurtović (22), Vili Viorel Păun (23), Fatih Saraçoğlu (34), Ferhat Unvar (22) und Kaloyan Velkov (33) sind die Todesopfer 207 bis 216 rechtsextremer Gewalt in der wiedervereinigten Bundesrepublik. Es folgte eine große Welle an Solidarität und antifaschistischer Bekundungen. Jetzt marschieren Bürger*innen wieder gemeinsam mit Rechtsextremist*innen. Wie konnte das geschehen?

Die neun Menschen, denen der rechtsextremistische Täter die Leben nahm, standen in der Blüte ihres Lebens, mit Hoffnungen, Träumen und Wünschen, die ihnen aus rassistischer Niedertracht genommen wurden. Der Täter war ein Einzelgänger, ein von rechtsextremistischem Gedankengut erfüllter Rassist, der diese jungen Menschen ermordete, weil sie in seinen Augen ausländisch aussahen.

Vor zwei Jahren durchströmten Solidarität und antifaschistisches Handeln die Gesellschaft. Rufe zum Verbot von rechtsextremen Vereinigungen wie AfD oder den Pro-Vereinen wurden lauter, da sie Xenophobie schüren. Ins selbe Horn stoßen antifaktische Medien, wie die Medien der Springerpresse (BILD, Welt) oder Organe, die auf das Verbreiten rechtsextremer Narrative spezialisiert sind, wie Junge Freiheit, Compact, eigentümlich frei, Die Freie Welt, Die Neue Ordnung und viele andere rechtspopulistische Postillen, die mit erfundenen oder zugespitzten Szenarien Hetze gegen ausländisch gelesene Mitbürger*innen betreiben. Sogenannte soziale Netzwerke wirken bei der Verbreitung als Katalysator, die Netzwerks-Betreibenden kommen ihren gesetzlichen Pflichten nicht nach.

Leider ist man in der Zwischenzeit nicht entschieden genug gegen Rechtsextremismus und Lügenhetze vorgegangen. Das Ergebnis erleben wir heute als Querdenken: Menschen verbreiten im großen Stil Fehlinformationen zu den Themen Gesundheit und Politik, greifen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung an und marschieren gemeinsam und öffentlich mit Rechtsextremist*innen. Der antifaktische, rechte Mob bedroht Politiker*innen mit dem Tod, taucht mit Fackeln vor deren Privatwohnungen auf und kann sich der positiven Berichterstattung in den o.g. rechtspopulistischen Medien sicher sein. Während sie Diktatur, Plandemie und Lügenpresse skandieren, Impfungen und andere solidarische Maßnahmen zum Schutz der Schwächsten ablehnen, werden Ordnungshütende und Pressevertretende angegriffen, und jede Anstrengung unternommen, um Wissenschaft, demokratische Politik und die ordentliche Presse zu unterminieren. Diese Gruppe Menschen hat sich in ihrer antifaktischen Blase nicht nur häuslich eingerichtet, sie radikalisiert sich zunehmend. Krude Meinungen ersetzen in diesen Netzwerken Fakten, der Realitätsverlust wird intensiviert. Antifaschismus wird von rechtsgerichteten Menschen als Gefahr und Extremismus wahrgenommen, weil ihr rechtsextremes Weltbild angegriffen wird.

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

Bertolt Brecht

Dabei ist Antifaschismus Grundpfeiler unserer bunten Demokratie, die Bundesrepublik Deutschland ein sozialer Bundesstaat. Unsere Verfassung wurde aufgrund der unmenschlichen Gräueltaten der Nationalsozialist*innen verfasst, um dieses dunkelste Kapitel der Menschheitsgeschichte für die Zukunft zu verhindern. Es wird Meinungsfreiheit gewährleistet, Meinungsfreiheit ist ein antifaschistischer Akt. Das Kritisieren von Maßnahmen unterliegt dieser Meinungsfreiheit, sofern empirische Erkenntnisse anerkannt und nicht durch Falschaussagen ersetzt werden. Meinungsäußernde müssen auch mit Konsequenzen rechnen, wenn ihre Meinung Straftatbestände erfüllt oder offensichtliche Falschaussagen sind. Es herrscht das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, soweit die Rechte anderer nicht verletzt werden und diese Freiheit nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung verstößt. Es besteht für alle Bürger*innen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, also auch für diejenigen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf den Schutz durch die Gemeinschaft angewiesen sind.

Viele der Probleme in unserer Stadt, in unserem Land und in unserer Gesellschaft lassen sich auf ausufernden Egoismus zurückführen. Das jeweilige Ich wird nicht mehr als Teil einer Gesellschaft verstanden, sondern als Nabel der Welt. Rechte werden selektiert und nicht mehr allen Menschen zugestanden, es wird verbal entmenschlicht, entwürdigt, es wird in Ich, Wir und Die unterteilt, faschistoide Spaltungsmethoden werden übernommen und etabliert. Gesellschaftliche Grenzen werden verschoben und dann ausgehebelt.

In Remscheid leben etwa 112.000 Menschen aus 120 Nationen. Etwa 6 Prozent der Bürger*innen wählten bei der Kommunalwahl 2020, also knapp ein halbes Jahr nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle, Parteien oder Vereine mit rechtsextremen Inhalten. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, schloss Bertolt Brecht, und so lange wir als Gesellschaft menschenfeindliche und antifaktische Inhalte dulden, statt uns offen und laut gegen sie zu stellen, sind rechtsterroristische Anschläge wie in Hanau weiter möglich. Wir als Gesellschaft können das verhindern. Lasst es uns tun.

Sachstand inklusive Spielplätze

Anfrage zur Sitzung des Beirates für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen am 08.03.2022, des Ausschusses für Sport und Freizeit am 15.03.2022 und zur Sitzung des Jugendhilfeausschuss am 06.04.2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,

mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in 2009 ist das Recht auf Inklusion in Deutschland festgeschrieben. Damit hat jeder Mensch das Recht auf gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen. Menschen mit und ohne Behinderung sollen ganz selbstverständlich miteinander leben, wohnen, arbeiten, lernen und auch spielen. Leider ist der Gedanke, dass es normal ist, verschieden zu sein, längst nicht allgegenwärtig.

Gerade beim gemeinsamen Spielen können so von Anfang an wertvolle Erfahrungen gesammelt werden, um hierdurch einen selbstverständlichen Umgang miteinander zu erreichen.

Um zunächst eine Übersicht über inklusiv gestaltete städtische Spielplätze zu erhalten, bittet daher die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen um die Beantwortung der u.g. Fragen.

  1. Wie viele inklusiv gestaltete Spielplätze gibt es in Remscheid? Um welche Art der inklusiven Ausstattung handelt es sich, d.h. welche Spielgeräte, Bodenbelag, Zugangsmöglichkeiten, rollstuhlgerechte Spielgeräte usw.?
  2. Welche Spielplätze könnte man inklusiv umbauen/erweitern? Was würde dafür benötigt werden?
  3. Können für den Bau inklusiver Spielplätze Drittmittel, z.B. der „Aktion Mensch“ in Anspruch genommen werden?

gez. David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Sascha Koch

Vincent Amtmann