Zeugen gesucht: Schlägerei in Remscheid

Am vergangenen Freitagabend (24.09.2021, 23:40 Uhr), kam es in der Remscheider Innenstadt zu einer Auseinandersetzung, bei der zwei junge Männer Verletzungen erlitten.

Zeugen meldeten der Polizei mehrere Männer, die in eine Auseinandersetzung gerieten. Dabei sollten ein Messer und ein Schaubendreher eingesetzt worden sein. Als die starken Polizeikräfte eintrafen, entfernten sich die Streitenden in unterschiedliche Richtungen. Zwei Männer erlitten Verletzungen, die ambulant im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Der Hergang und die Ursache für die Auseinandersetzung sind noch unklar.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Durch Zusammenstoß mit Radfahrer verletzt

Am 24.09.2021, gegen 14:15 Uhr, zog sich eine 27-jährige Frau eine Verletzung bei dem Zusammenstoß mit einem Radfahrer zu.

Die Fußgängerin ging auf dem Gehweg der Schnurstraße um anschließend auf der Heckinghauser Straße ihren Weg fortzusetzen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem circa 13-Jährigen, der mit seinem Rad auf dem Gehweg fuhr. Der Radfahrer entfernte sich anschließend.

Der Junge hat blonde Haare. Er trug einen grauen Pullover und eine graue Jeans mit schwarzen Streifen. Möglicherweise zog er sich ebenfalls eine Verletzung zu.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Morgan Finlay live im Löf

Im Rahmen der Buderus Lokalrunde spielt Morgan Finlay am 2. Oktober 2021 ab 20 Uhr live im Löf.

Singer-Songwriter Morgan Finlay stammt aus Kanada und hat bereits über 750 Konzerte gespielt. Gerne spielt Finlay auch in kleinerem Rahmen, um eine bessere Verbindung zu seinem Publikum aufzubauen. Er begleitet sich selbst auf der Gitarre und hat viele neue Songs im Gepäck.

Mit dem Video zu seinem Song „Shots of Light“ gewann er in diesem Jahr bereits mehrere Preise.

Morgan Finlay, Shots of Light

„Wir haben uns in diesem Jahr bewusst für einen Singer-Songwriter im Rahmen der Buderus Lokalrunde entschieden“, sagt Veranstalter Maximilian Süss, da dieses Konzertformat als sehr gut coronakonform durchführbar ist. Es gilt die 3G-Regel und es gibt feste Plätze.

Eine Anmeldung per E-Mail an info@remscheidrockt.de ist daher erforderlich. Der Eintritt ist frei, der Künstler lässt den Hut kreisen.

Location

Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid

Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr.

Laufen, Hüpfen, Springen, Lachen und trotzdem das Einmaleins lernen

Das Team von „Nervenkitzel ist Kopfsache“(NiK) und die Remscheider Sportjugend veranstalten ein besonders Lern-Event in der Friesenhalle.

Mit „Laufen, Hüpfen, Springen, Lachen und trotzdem das Einmaleins lernen!“ möchten die Sportjugend und das NiK-Team den durch die Pandemie entstandenen Bewegungs- und Lerndefiziten entgegenwirken. Besonders an dieser Idee ist, dass neben lustigem Herumtoben mit vielen verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten ganz nebenbei das kleine Einmaleins geübt wird.

Lernen und spielen

Durch Synästhesie sollen die Gehirnbereiche für Bewegung und das Einmaleins verknüpft werden, so dass die teilnehmenden Kinder neue Lernbereiche erschließen und gleichzeitig künftig beim Herumtoben auch immer indirekt das Einmaleins wiederholen. Lernen beim Spielen und Spielen beim Lernen.


Die Veranstaltung findet am 18. und 19. Oktober jeweils von 9.30 bis 12.30 Uhr beim Sportbund Remscheid in der Friesenhalle, Jan-Wellem-Straße 29 in 42859 Remscheid statt. Die Termine gehören zusammen und können nicht einzeln besucht oder gebucht werden. Grundschüler*innen ab dem zweiten Schuljahr können teilnehmen. Inhaltlich wird neben verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten das kleine Einmaleins geübt, denn Bewegung, Spaß und Lernen passen sehr gut zusammen.

Anmeldung und Anmeldeschluß

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail: Heike.Lamerz@n-ist-k.de oder telefonisch 0170-9000972 bei Heike Lamerz vom NiK-Team: Bitte den Namen des Kindes, die Schule und Klassenstufe angeben.

Mitzubringen sind Hallensportschuhe, Sportkleidung, eine Trinkflasche und ein Mund-Nasenschutz. Während der Sports wird auf den MNS verzichtet, außerhalb der Sporthalle ist er obligatorisch. Die Teilnahme ist auf 20 Kinder begrenzt. Anmeldeschluss ist Montag, der 15. Oktober 2021!

Deutscher Kinder- und Jugendpreis: Gewinner kommen aus Berlin, Essen und Ratzeburg

Projekte aus Berlin, Essen und Ratzeburg (Schleswig-Holstein) sind mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet worden. Damit können sich die Gewinnerinnen und Gewinner über ein Preisgeld in Höhe von je 6.000 Euro freuen. Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Die „Lobenden Erwähnungen“, die mit 3.000 Euro dotiert sind, erhielten in diesem Jahr Projekte aus Benningen am Neckar (Baden-Württemberg), Chemnitz und München. Den mit 3.000 Euro prämierten Publikumspreis Europa-Park JUNIOR CLUB Award konnte sich das Projekt aus Berlin sichern.

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis ist der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung. Partner sind die Deutsche Fernsehlotterie und der Europa-Park.

Die Gewinnerprojekte setzten in ihrer Arbeit unterschiedliche Schwerpunkte: Der 15-jährige Noah aus Berlin hat die Internetseite „CoronaPort“ erstellt. Mit dieser Seite möchte er durch eine deutschlandweite Nachbarschaftshilfe die Bewältigung der Corona-Pandemie erleichtern. Inzwischen hat die Webseite bundesweit rund 250.000 Nutzerinnen und Nutzer, und hat bereits viele Jugendliche dazu motiviert eigene Projekte umzusetzen. Die Schülerfirma „The Green Club“ des Gymnasiums an der Wolfskuhle in Essen wurde von Schülerinnen und Schülern gegründet und hat das Ziel, den Alltag der gesamten Schulgemeinschaft sowie deren Nachbarschaft nachhaltiger zu gestalten. Aktuell arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem neuen Konzept für die Vermarktung fairer und nachhaltiger Kleidung. Und das Jugendprojekt „Barlach GoYoung“ aus Ratzeburg ist ein multimediales und interaktives Ausstellungskonzept im Ernst Barlach Museum Ratzeburg, dass sich an bildungsbenachteiligte Jugendliche richtet, insbesondere an Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, mit oder ohne Schulabschluss, die zu Museumsbotschafterinnen und -botschaftern ausgebildet werden. Es lädt diese ein aktiv und kreativ eigene Videokunst zu produzieren, die das Museum und die Stadt Ratzeburg zu einem Erlebnis- und Diskursraum für andere Jugendliche verwandelt.

Kinder und Jugendliche wesentlicher Bestandteil der Demokratie

„Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, wie wichtig die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist. Kinder und Jugendliche, die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren, beteiligen sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens. Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird somit ein wesentlicher Grundpfeiler unserer Demokratie gestärkt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Die Corona-Zeit und die Hochwasser-Katastrophe haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig ein solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft ist. Wir freuen uns, dass die ausgezeichneten Projekte sowie alle nominierten Projekte, in besonderem Maße zeigen, wie echte Solidarität auch schon von sehr jungen Menschen in dieser Gesellschaft vorbildlich gelebt wird. Jedes dieser Projekte ist ein Gewinn!“, sagt Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, den Einsatz von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer zu unterstützen. Die Projekte, die es beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis in die Endrunde in den Europa-Park geschafft haben, zeichnen sich durch großes Engagement und einen enormen Ideenreichtum aus. Die Kinder und Jugendlichen können damit viel bewegen. Ich bin davon immer wieder aufs Neue beeindruckt“, erklärt Miriam Mack, Botschafterin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Vergeben wurde der Preis in den Kategorien Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement und Kinder- und Jugendkultur. Die Gewinnerinnen und Gewinner des 1. Platzes jeder Kategorie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro. Außerdem gab es in jeder Kategorie eine sogenannte „Lobende Erwähnung“, die mit 3.000 Euro dotiert ist. Zusätzlich wurde der Europa-Park JUNIOR CLUB Award vergeben, der mit einem Preisgeld von 3.000 Euro gewürdigt wird.

Unfall auf der Wiedener Straße

Am 26.09.2021, um 10:30 Uhr kam es auf der Wiedener Straße zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Autos.

Eine 57-jährige Frau aus Mettmann fuhr mit ihrem Mercedes CLA auf der Wiedener Straße in Richtung Vohwinkel, als es im Einmündungsbereich Niederradenberg zu einem Zusammenstoß mit dem VW Touran eines 37-jährigen Wuppertalers kam. Der VW-Fahrer könnte nach bisherigen Erkenntnissen bei Rotlicht in die Wiedener Straße eingebogen sein.

Die 57-Jährige wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden liegt bei circa 35.000 Euro. (jb)

Bundestagswahl: Ich, ich, ich statt Zukunft

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Die Wahllokale sind geschlossen, der Wahlk(r)ampf ist endlich vorbei. Gewonnen hat das „weiter so“, verloren haben wohl die Jugend und die Zukunft. Auch wenn das amtliche Ergebnis erst am Montag feststehen wird. Ein Wunder für die Jugend und die zukünftigen Generationen wird es nicht mehr geben.

Menschen in Deutschland haben also weiterhin mehr Angst vor steigenden Benzinpreisen als vor steigenden Pegelständen. Das Gros der Wählenden hat nicht begriffen, dass die Natur nicht mit sich verhandeln lässt. Wahlgewinnende sind unterm Strich die Parteien, die weiterhin erfolglos versuchen werden, mit wissenschaftlichen Fakten und Erkenntnissen zu verhandeln. Schade. Und zutiefst erschreckend.

Markus Blume, CSU-Generalsekretär, freut sich, dass die Union den Linksrutsch verhindert hat. Dass das Land aber durch Lügennarrative von Neofaschist*innen und zuletzt von allen Parteien des rechten Spektrums, also auch CDU/CSU und FDP, seit Jahren immer weiter nach rechts rutscht, findet er augenscheinlich okay. Warum auch nicht, der geschasste Verfassungsschutzchef und mutmaßliche Rechtsextremist Hans-Georg Maaßen soll ja immerhin für die Union in den Bundestag ziehen, nicht für die AfD oder die NPD, wo man seinen offenen Antisemitismus und Rassismus ja eher verorten würde.

Verfassungsschmutz statt Klimaschutz

Auf den oberen beiden Stufen des Siegertreppchens stehen also Parteien, die Kandidaten aufgestellt haben, die sich mannhaft beim Längenvergleich messen können: Wessen Liste an Skandalen ist länger? Sind es Cum-Ex, Brechmittelskandal und G20? Oder eher Instrumentalisierung der Polizei für einen Privatkonzern, das Abholzen vom Hambacher Forst, die verlorenen Klausuren mit erwürfelten Noten, die van Laack-Korruption? Scholz war für viele Menschen die Wahl, die eigentlich ein „weiter so“ wollten, denen Laschet aber zu peinlich war. Unbedingt galt es aber Misogynie weiter salonfähig zu halten und das Gendern zu verhindern. Also unbedingt die Macht des alten weißen Mannes zu erhalten und der freitags schulschwänzenden Jugend ein weiteres Mal den Stinkefinger zu zeigen. Klar, war zu ahnen, oder gibt es mittlerweile Luftfilter in den Schulen? Gibt es Impfaktionen? Gibt es Konzepte fürs Homeschooling? Computer? Internet? Unterricht in Medienkompetenz?

Und dann bleiben da auch hartnäckig die Sache mit dem Klima, die Sache mit Paris, die Sache mit der Kohle – also dem fossilen, klimaschädlichen Brennstoff, nicht die legalen und illegalen Nebeneinkünfte. Die Partei mit dem ambitioniertesten Wahlprogramm zum Thema Klima, Die Linke, zittert um den Wiedereinzug in den Bundestag und droht an der 5 Prozent-Hürde zu scheitern. Die Grünen haben ihre Stimmen fast verdoppelt, sind die eigentlichen Wahlsiegenden, müssen sich aber mit dem dritten Platz begnügen. Bleibt zu hoffen, dass sie sich in einer möglichen Koalition mit SPD und FDP erfolgreich gegen den viel zu späten und untragbaren Kohleausstieg 2038 und gegen Wundermaschine und Flugtaxis hin zu einer konkreten Verkehrswende durchsetzen können.

Die rechtsextreme AfD hat Stimmen verloren, dennoch ist diese Nazi-Vereinigung, die für Ausländerhass, Lügen und Fakenews, Rassismus und Frauenfeindlichkeit steht, wieder im Bundestag vertreten. Um es deutlich zu machen: Mehr als jeder zehnte Mensch in Deutschland hat freiwillig Nazis gewählt. In Deutschland. Im Jahr 2021. Gut aber: Die Querdenken-Partei Basis ist genau so gescheitert wie zuvor ihre albernen Vorhersagen und Prognosen zu Corona, Chemtrails und dem Great Reset. Irgendwas Gutes musste am Ende ja herauskommen.

tanzt.jetzt! durchs Dorp

Das internationale Tanzfestival „tanzt.jetzt!“ fand zum zweiten Mal in Lüttringhausen statt. An vier Orten gab es spannende Aufführungen mit zeitgenössischem Tanz.

Beim Auftakt im vergangenen Jahr regnete es in Strömen. Als Wiedergutmachung war den fünf Tänzer*innen, die zeitgenössischen Tanz mitten zu den Menschen bringen wollten, in diesem Jahr Sonne und strahlend blauer Himmel beschieden. Über vierzig Zuschauende sind der Einladung von Joy Kammin gefolgt und warteten an der Heimatbühne geduldig auf die erste Aufführung. Doch statt sich nur zuzuschauen, war die direkte Beteiligung nicht nur möglich, sondern auch erwünscht: Ein Mikrofon war aufgebaut, das den Zuschauenden die Möglichkeit zur Teilnahme gab. Egal ob Entensprache, Klatschen oder ein „Geht Sonntag wählen!“ einer jüngeren Zuschauerin, Tänzerin Julia Gómez Avilés improvisierte zu den Geräuschen. Als Bühne diente ihr dabei einfach ein alter Teppich. So reagierte Julia sportlich zackig, als ins Mikrofon geklatscht wurde, tanzte als ein Duo spontan ein paar Zeilen eines Popsongs einsangen oder hob zum Flug eines Vogels an, an sanft gepfiffen wurde.

Weiter ging es zum künftigen Gartenlokal von Ali Topbas. Bei live gespielter Gitarrenmusik wurde das Publikum Zeuge eines Liebesreigens zwischen Naomi Kamihigashi und Thomas Walschot, die auch im echten Leben ein Paar sind. Astrid Bramming versuchte, die beiden zu trennen, warf sich zwischen sie – doch erfolglos. Am Ende träumten alle drei gemeinsam mit der Sonne im Gesicht.

Astrid Bramming versuchte erfolglos sich zwischen das Liebespaar zu drängen. Foto: Sascha von Gerishem
Astrid Bramming versuchte erfolglos sich zwischen das Liebespaar zu drängen. Foto: Sascha von Gerishem

Dritter Stopp war in der evangelischen Stadtkirche. Das Publikum nahm auf der Empore Platz und beobachtete zunächst Julia und Joy vor den Kirchenfenstern auf der gegenüberliegenden Seite. Plötzlich hörte und entdeckte man etwa Celine Kammin, Musikpädagogin und Joys Schwester, in einem der runden Kirchenfenster sitzen. Vater Jürgen Kammin saß ein Fenster weiter und intonierte fleißig mit. Ein tänzerisches Spiel mit den Bankreihen begann, mittlerweile wurde zu viert getanzt. Zur musikalischen Unterhaltung wurden neben der gesungenen Geräuschkulisse auch der Flügel und eine Posaune eingesetzt. Weiter ging es unten in der Kirche, kleine Accessoires, wie ein Hut und eine goldene Handtasche, kamen beim getanzten Dialog von Astrid und Joy zum Einsatz. „Entschuldigen Sie, das ist mein Platz, ich sitze hier jeden Sonntag!“, sagte Joy Kammin, bevor im Tanz weiter um den Platz gestritten wurde.

Auf dem Weg zur vierten und letzten Location ging es in Richtung Friedhofskapelle. Der Tross der wandernden Zuschauenden wurde jedoch noch vor dem Spielplatz Schmittenbusch von einem Kartonwesen mit Gummistiefelfüßen und Handschuhaugen überrascht. Nicht nur die vielen jungen Zuschauenden lachten. Allgemeine Erheiterung. Man folgte dem Wesen zum letzten Etappenziel.

Dort standen Joy und Julia, ihre Gesichter waren hinter Spiegeln verborgen, in denen man sich selbst, die Blätter, den Himmel oder jemand anderen sah. Es wurde zu einem Kennenlernen und Begreifen der Person hinter dem Spiegel. Wenn zunächst auch mit dem eigenen Spiegelbild getanzt wurde. Muss man sich lieben, um andere lieben zu können? Die Station endete mit Tänzer*innen auf der Wiese. Zunächst ein Spaziergang, dann Tai-Chi und dann ausgelassenes Gerenne mit Purzelbäumen und Herunterrollen. Und saßen dann in Zeitlupe beisammen, klatschten und tanzten.

Das Publikum, das es sich dazu im Gras gemütlich gemacht hatte, applaudierte begeistert, als das Spektakel vorbei war. Fotos wurden geschossen, es wurde gratuliert, Blümchen wurden überreicht.

Die einzelnen Stationen zu beschreiben ist schwierig, da die Performances sehr viele Sinne gleichzeitig ansprechen und dann auch noch mit diesen gespielt wird. Man muss es erleben. Daher auch aus Sicht der Erlebenden Dank an den Bergischen Kulturfonds, der das Festival erneut finanziell gefördert hat. Zeitgenössischen Tanz muss man erleben, wunderbar, dass es es hier erneut ging. Insgesamt waren mehr als doppelt so viele Zuschauende, oder Erlebende, dabei als im vergangenen Jahr. Wenn es im nächsten Jahr hoffentlich eine dritte Auflage gibt, wird es sicher eng. Wir drücken fest die Daumen.

Workshops am Sonntag

Wen das Bewegungsfieber gepackt hat, kann am Sonntag in Workshops mit den Tänzer*innen noch eigene Erfahrungen sammeln oder diese mit einfließen lassen. Alle Infos zu den Workshops und Anmeldemöglichkeit unter www.tanzt.jetzt.

Diebe setzen Pfefferspray ein

Gestern (24.09.2021), gegen 11:25 Uhr, versuchten drei bislang unbekannte Täter Fernseher aus einem Supermarkt zu stehlen. Zwei Männer trugen jeweils einen Fernseher aus einem Supermarkt an der Straße Höfen in Wuppertal. Als Mitarbeiter des Marktes die Personen ansprachen, setzte einer der Diebe Pfefferspray ein. Dann liefen die Männer, die sich in Begleitung einer Frau befanden ohne ihre Beute weg.

Die flüchtigen Täter sind jeweils 20 bis 30 Jahre alt, 170cm bis 180cm groß und schlank. Einer trug eine Brille, der andere eine minzgrüne Kappe auf dem Kopf. Die Frau ist ebenfalls 20 bis 30 Jahre alt und zwischen 170 cm und 180 cm groß. Zum Tatzeitpunkt trug sie eine graue, enge Hose, eine schwarze Weste und eine schwarze Kappe. Ihre Haare hatte sie zu einem Dutt gebunden.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Unfall in Solingen-Mitte – 83-jähriger verstorben

Gestern (24.09.2021), gegen 14:05 Uhr, kam es auf der Straße Werwolf in Solingen zu einem Verkehrsunfall. Ein 83-Jähriger verlor aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Mercedes. In der Folge prallte er gegen den auf der Gegenfahrbahn verkehrsbedingt wartenden Mercedes eines 77-Jährigen. Der Rettungsdienst brachte den 83-Jährigen unter Reanimationsbedingungen ins Krankenhaus, wo er letztlich verstarb. Seine 71-Jährige Beifahrerin sowie der 77-Jährige blieben bei dem Unfall unverletzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Fahrbahn gesperrt werden. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen übernommen, um die Ursache zu klären. (sw)

ZDFinfo-Doku über „Das Nazi-Erbe – Trauma, Schuld, Verantwortung“

Sechs Nachfahren von NS-Tätern und Holocaust-Überlebenden erforschen ihr schweres Erbe. Der Umgang damit ist unterschiedlich – nur eines haben sie gemeinsam: Der Schatten der Nazizeit umgibt sie noch heute. Die Dokumentation „Das Nazi-Erbe – Trauma, Schuld, Verantwortung“ schildert ihre Lebenswege – zu sehen am Dienstag, 28. September 2021, 20.15 Uhr in ZDFinfo, und ab Samstag, 25. September 2021, 5.00 Uhr, in der ZDFmediathek.

Für die Ereignisse des Holocaust sind die nachfolgenden Generationen nicht verantwortlich. Dennoch prägen Trauma und Schuld ihrer Vorfahren den eigenen Lebensweg. Manche begreifen das schwere Erbe als Auftrag, um über das Grauen aufzuklären.

Für Bettina Göring, heute Bettina Sellers, ist es eine große Last, mit einem der größten NS-Kriegsverbrecher verwandt zu sein – sie ist die Großnichte von Hermann Göring. Die 65-Jährige benötigte mehrere Therapien, um das Trauma zu überwinden.

In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 wurden 20 Kinder und 28 Erwachsene im Keller des ehemaligen Schulgebäudes am "Bullenhuser Damm" von der SS ermordet. Maria Holzgrewe, Urenkelin eines Täters, gedenkt der Opfer. ©ZDF/Thomas Bresinsky
In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 wurden 20 Kinder und 28 Erwachsene im Keller des ehemaligen Schulgebäudes am „Bullenhuser Damm“ von der SS ermordet. Maria Holzgrewe, Urenkelin eines Täters, gedenkt der Opfer. ©ZDF/Thomas Bresinsky

Sharon Brauner dagegen sieht ihre Familiengeschichte als Auftrag. Die Sängerin ist die Nichte des jüdischen Filmproduzenten Artur Brauner. Als Kind hörte sie von Freunden und Verwandten immer wieder, wie sie den Holocaust überlebten – um zu erinnern und aufzuklären. Auch der Vater von Sportkommentator Marcel Reif war Jude. Doch seine Familie schwieg. Sie wollte die Trauer und das Entsetzen nicht an die nachfolgende Generation weitergeben. Im Dialog erkunden Brauner und Reif, wie Schweigen und Konfrontation ihren Umgang mit dem Trauma der Vorfahren geprägt haben.

Walter Chmielewski sagte sich als Sohn des Lagerkommandanten von Gusen von seinem Vater los – der SS-Mann war für den Mord an Hunderten Häftlingen verantwortlich. Hanna Veiler, Mitglied der Jüdischen Studierendenunion Württemberg und Aktivistin, hat viele Fragen an ihn. Sie kann nicht glauben, dass Chmielewski vom wahren Ausmaß der Verbrechen seines Vaters nichts wusste. Gemeinsam gehen sie in Österreich auf Spurensuche. Maria Holzgrewes Familie entdeckte im Internet, dass ihr Urgroßvater Wilhelm Dreimann ein NS-Verbrecher war, der selbst vor dem Mord an Kindern nicht zurückgeschreckte. Heute sucht die junge Lehrerin den offenen Dialog und klärt über die Taten ihres Vorfahren auf.

Link zur Doku in der ZDF-Mediathek: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/das-nazi-erbe–trauma–schuld-verantwortung-100.html

Tanzt.jetzt wieder in Lüttringhausen

Am Samstag, 25. September 2021, wird Remscheid-Lüttringhausen wieder zu einer Bühne für den Tanz. Fünf internationale Tänzer*innen führen an vier verschiedenen Orten eigens für das diesjährige Festival entwickelte Choreographien auf, und verzaubern durch den Tanz, Bewegung, Klang und Visuelle Kunst ihre Umgebung. Das versprochene gute Wetter macht die Performance Route zum perfekten (Familien-) Ausflug. Treffpunkt: Heimatspielbühne Lüttringhausen. Um 17 Uhr gibt es noch Plätze, schnell noch anmelden.

Am Sonntag, 26. September 2021, habt ihr die Chance euch für einen oder mehrere der vielseitigen Tanzworkshops mit den Tänzer*innen anzumelden. Für jede und jeden, für Neulinge und für jedes Alter, sollte etwas dabei sein. Informationen und Anmeldung findet man unter www.tanzt.jetzt

Rückschau zu Tanzt.jetzt #1 in 2020

Erste Sitzung des Polizeibeirats im Polizeipräsidium Wuppertal

Am Dienstag (21.09.2021) begrüßte Polizeipräsident Markus Röhrl die Mitglieder des neuen Polizeibeirates bei der Kreispolizeibehörde Wuppertal zu ihrer Sitzung im Polizeipräsidium. Der Beirat setzt sich aus insgesamt elf Mitgliedern (davon sechs aus Wuppertal, drei aus Solingen, zwei aus Remscheid) zusammen. Die Mitglieder wurden aus den Stadträten der drei bergischen Großstädte gewählt und spiegeln die kommunalen Mehrheitsverhältnisse in den dortigen Gremien wider. Vorsitzender des Polizeibeirats ist Herr Mathias Conrads.

Der Polizeibeirat ist nach dem Polizeiorganisationsgesetz NRW Bindeglied zwischen Bevölkerung, Selbstverwaltung und Polizei. Er soll das vertrauensvolle Verhältnis zwischen ihnen fördern, die Tätigkeit der Polizei unterstützen sowie Anregungen und Wünsche der Bevölkerung an die Polizei herantragen. Darüber hinaus berät der Polizeibeirat mit dem Polizeipräsidenten polizeiliche Angelegenheiten, die für die Bevölkerung oder für die Selbstverwaltung von Bedeutung sind. Er ist u. a. vor der Schaffung sozialer Einrichtungen, vor der Planung baulicher Maßnahmen sowie vor der Einrichtung oder Auflösung von Polizeiinspektionen oder Polizeiwachen zu hören.

Zwei Leichtverletzte und hoher Sachschaden

Bei einem Unfall auf der Wermelskirchener Straße in Remscheid erlitten gestern (23.09.2021, gegen 17:10 Uhr) zwei Personen leichte Verletzungen und es entstand erheblicher Sachschaden.

Ein 18-jähriger Audifahrer befuhr die Wermelskirchener Straße in Richtung Preyersmühle, als er in einem Kurvenbereich die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er kam mit dem Audi von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Nissan, den er wiederum in eine angrenzende Hecke schob.

Der Audi drehte sich nach dem Zusammenstoß mit dem Nissan und kam im Gegenverkehr zum Stehen.

Der 18-Jährige und sein 19-jähriger Beifahrer zogen sich leichte Verletzungen zu und konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung verlassen. Der Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Die Wermelskirchener Straße musste für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. (weit)