Töttern: Bundestagswahl im Zeichen von Corona und Klimawandel

Zum Thema „Bundestagswahl im Zeichen von Corona und Klimawandel“ sind Kandidat*innen aus dem Wahlkreis 103 Remscheid/Solingen/Cronenberg/Ronsdorf eingeladen:

  • Jürgen Hardt – CDU
  • Ingo Schäfer – SPD
  • Silvia Vaeckenstedt – Bündnis90/ Die Grünen
  • Shoan Vaisi – Die Linke
  • Dr. Robert Weindl – FDP

Es wird ein offener Austausch mit den Kandidat*innen geboten, Bürger*innen sind herzlich eingeladen Fragen zu stellen. Start ist um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Das Töttern findet im großen Saal vom CVJM Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 38 statt. Es gelten die die 3G Regeln. Der Eintritt ist frei.

Moderation: Thorsten Greuling

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen e.V. und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid.

Anmeldung bitte unter kulturkreis.jetzt@web.de

Löf: Plattenbörse am 19.9.

Plattenbörse am Sonntag, 19. September 2021 ab 11 Uhr im Löf.

Es gibt eine bunte Auswahl an Vinyl, breit gefächert über viele Genres. Bei einem Kaffee oder Bier über die Musik fachsimpeln und Lieblingsplatten finden, sind die erfolgreichen Grundzutaten für die Plattenbörse im Löf, die vom Remscheider Vinyl-Spezialisten Uwe Rapp organisiert wird.

Location

Löf Eventlokal, Theodor-Körner-Straße 6, 42853 Remscheid

Bundesligastart der IGR am Wochenende

Das Bundesligateam der IGR Remscheid startet am Samstag gut vorbereitet in die neue Bundesligasaison. Man freut sich nach 18 langen Monaten sowohl auf den den Start als auch auf die Fans. 

Am Samstag, 18. September 2021 spielt die IGR ab 16 Uhr gegen TuS Düsseldorf-Nord.

Insgesamt sind 400 Zuschauende in der Heimspielstätte am Hackenberg erlaubt, es gibt Kaffee und Kuchen. Vor dem Bundesligastart werden die blau-weißen Minis ab 14:30 Uhr ein Spiel austragen.

Folgende Regeln gelten nach der Corona-Schutzverordnung und in Abstimmung mit den lokalen Behörden:

  • Nachweis nach 3G gem. der aktuellen Coronaschutzverordnung
  • Kinder/Jugendliche unter 16 Jahren benötigen keinen Nachweis
  • Schulbescheinigung bei Jugendlichen ab 16 Jahren 
  • Am Eingang befindet sich eine Desinfektionssäule. Jeder ist angehalten, diese zu nutzen
  • In der gesamten Halle besteht Maskenpflicht, am Platz kann die Maske abgenommen werden
  • Wo immer möglich, soll ein Mindestabstand von 1,50m eingehalten werden

echt.Remscheid: Anfrage Sportflächenentwicklungsplan

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Damen und Herren,

laut Bericht gemäß Ziff. 11.5 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt, die Bezirksvertretungen und Ausschüsse über den Stand der vom Rat zur Ausführung beschlossenen Anträge (TOP 6.1) wurde u. a. am 19.02.21 vom Rat der Stadt beschlossen:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Fortschreibung der Sportentwicklungsplanung für die Remscheider Sportfreianlagen, die insbesondere die folgenden Punkte beinhalten soll, zu erstellen:

  • eine Bedarfserhebung und eine Bedarfsprognose unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungsarten einschließlich der Zuschauerzahlen,
  • Vorschläge für die künftige Nutzung der vorhandenen Anlagen und für mögliche Investitionsmaßnahmen auf Grundlage der ermittelten Bedarfe,
  • Eine Darstellung der erforderlichen Investitionsmittel und eine Folgekostenabschätzung für die Anlagen in den nächsten 25 Jahren einschließlich einer Gegenüberstellung verschiedener Oberflächenbeläge (Kunstrasen, Hybridrasen, Naturrasen, Grüne Asche).

In der Beschlussvorlage fehlen relevante Angaben zu Zuschauerströmen, Parkplatzflächen und zu berücksichtigende Sicherheitsaspekte sowie eine Folgekostenabschätzung für die Anlagen in den nächsten 25 Jahren einschließlich einer Gegenüberstellung verschiedener Oberflächenbeläge (Kunstrasen, Hybridrasen, Naturrasen, Grüne Asche).

Wir bitten um Ergänzung der Angaben und Darstellung der Folgekosten etc. analog zur Beschlussfassung vom 19.02.21.

Mit freundlichen Grüßen
echt.Remscheid e.V.
Bettina Stamm
Remscheid, 13.09.2021

RTV: Judoteam erobert Tabellenspitze

Das Remscheider TV JUDOTEAM ist erfolgreich in die neue Saison in der 2. Bundesliga gestartet. In Mönchengladbach gewann der Aufsteiger jeweils mit 6:1 gegen den Braunschweiger JC und den gastgebenden 1. JC Mönchengladbach.

Zum Auftakt gegen Braunschweig legten Cedric Thyssen (- 90 Kilogramm), Jasper Lefevere (- 66) und Junior Degen (-81) im Eiltempo vor und stellten mit technisch hochwertigem Judo, schnell auf 3:0. Den siegbringenden vierten Punkt erkämpfte Christos Pintsis (-60). Rodel Arnolds (-73) konnte seinen Gegner per Würgetechnik zur Aufgabe zwingen und nachdem Sascha Schmitz (-100) seinen Kampf verletzungsgeplagt abgeben musste, besorgte Johannes Frey (+100) nach nur 13 Sekunden den letzten Remscheider Punkt.

Neuzugang Johannes Frey gewann seine Kämpfe souverän. Foto: Jürgen Steinfeld
Neuzugang Johannes Frey gewann seine Kämpfe souverän. Foto: Jürgen Steinfeld

Gegen Mönchengladbach lief es ähnlich. Auch hier hatten Cedric Thyssen (-90), Jasper Lefevere (-66) und Junior Degen (-81) keine Probleme vorzeitig zu punkten. Deutlich spannender verliefen die Kämpfe von Christos Pintsis (-60) und Rodel Arnolds (-73). Bei beiden stand es nach regulärer Kampfzeit unentschieden und somit mussten beide in die Verlängerung (golden Score), wo sich ebenfalls beide dank starker Willensleistung durchsetzen konnten. Arthur Hass (-100) hatte zwar anschließend gegen seinen Kontrahenten trotz zwischenzeitlicher Führung das Nachsehen, aber Johannes Frey (+100) schloss auch diese Begegnung für die Remscheider mit einem Sieg ab.

Das die Siege so souverän und deutlich erkämpft werden konnten, sieht man im Lager vom JUDOTEAM als Bestätigung dafür, dass in den vergangenen Jahren sehr gut gearbeitet wurde. Der Kader ist sowohl in der Spitze, als auch in der Breite qualitativ optimal aufgestellt und die Mischung aus lokalen Talenten aus dem bergischen Land und internationalen Top-Athleten funktioniert weiterhin optimal. Zudem scheinen die Remscheider Judoka die Zeit während der Pandemie optimal genug zu haben, denn sie machten beim Saisonstart allesamt einem extrem fitten und fokussierten Eindruck.

Manager Cedric Pick: „Gerade während der letzten gemeinsamen Trainingseinheiten im RTV haben wir das Tempo nochmal mächtig angezogen und alle haben fantastisch mitgezogen. Und sowohl auf der Matte als auch von der Bank weg, herrscht eine extrem positive Energie. Das gilt es jetzt in die kommenden Kampftage zu transportieren.“

Weiter geht es in der 2. Bundesliga am Samstag (18.9). Dann treffen die Remscheider in Leverkusen auf den JT Holten und den SV Nienhagen.

Amitié – Aufzeichnung vom Rathausplatz

Das Fest zum 50. Jubiläum der Städtefreundschaft von Remscheid und Quimper fand, Freitag 10. September, von 19 bis 23 Uhr auf dem Remscheider Rathausplatz statt.

Hier die Aufzeichnung des Freundschaftsfestes.

ZDF-Politbarometer September II 2021

Union stagniert auf niedrigem Niveau / K-Frage: Scholz mit leichten Einbußen, aber weiter deutlichem Vorsprung

Gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl ist im Vergleich zur Vorwoche relativ wenig Bewegung zu erkennen. Insgesamt verfestigt sich das Kräfteverhältnis der Parteien eher: Weiterhin liegt die SPD vor der Union, und Scholz findet die größte Zustimmung als Kanzler.

Projektion

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 22 Prozent, die SPD könnte mit 25 Prozent rechnen, die AfD käme auf 11 Prozent, die FDP auf 11 Prozent (alle unverändert), die Linke auf 6 Prozent (minus 1), die Grünen auf 17 Prozent (unverändert), die Freien Wähler auf 3 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 5 Prozent, darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Damit hätte als Zweier-Koalition lediglich eine Koalition aus SPD und CDU/CSU eine sehr knappe Mehrheit. Reichen würde es für eine Vielzahl von Dreier-Bündnissen.

Noch viele unsicher

Ähnlich wie zum entsprechenden Zeitpunkt vor vier Jahren sind jetzt 41 Prozent aller Befragten unsicher, ob und wen sie wählen wollen. Ihrer Wahlabsicht sicher sind sich 59 Prozent. 85 Prozent und Mehrheiten in allen parteipolitischen Lagern meinen, dass es noch nicht klar ist, wer die Bundestagswahl gewinnen wird. Lediglich 14 Prozent halten das Rennen schon für entschieden (der Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils „weiß nicht“). Das sind deutlich weniger als gut zwei Wochen vor der letzten Bundestagswahl: Damals meinten mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent), dass das Rennen schon entschieden sei, für 43 Prozent war es das noch nicht.

Koalitionspräferenzen

Das aktuelle Kräfteverhältnis der Parteien rückt vor allem drei Koalitionen in den Fokus: die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, die 33 Prozent aller Befragten gut fänden und 41 Prozent schlecht (egal: 21 Prozent), die Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP, die 29 Prozent gut fänden und 52 Prozent schlecht (egal: 15 Prozent) und ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken, das von 28 Prozent positiv und von 56 Prozent negativ (egal: 12 Prozent) bewertet wird.

Wenn die SPD die Wahl hätte zwischen einer Koalition mit den Grünen und der FDP oder mit den Grünen und der Linken, dann sollte sich die SPD nach Meinung von 55 Prozent für eine Regierung mit den Grünen und der FDP entscheiden. 29 Prozent plädieren dann für ein Bündnis mit Grünen und Linken.

Eine Mehrheit von 51 Prozent glaubt, dass die SPD in einem solchen Fall eine Regierung mit Grünen und FDP eingehen würde, während 33 Prozent erwarten, dass die SPD dann mit den Grünen und der Linken eine Regierung bilden würde.

Wer kann Kanzler/in?

Weiterhin wird mehrheitlich lediglich Olaf Scholz als geeignet für das Kanzleramt angesehen: 68 Prozent (minus 2) trauen ihm das zu (nicht geeignet: 26 Prozent). Armin Laschet halten 29 Prozent (plus 4) als Kanzler geeignet (nicht geeignet: 66 Prozent). Noch etwas geringer (24 Prozent; plus 1) ist der Anteil der Befragten, die Annalena Baerbock dafür als geeignet ansehen (nicht geeignet: 71 Prozent).

Am liebsten als Kanzler/in

Der Vorsprung von Olaf Scholz bei der K-Frage ist weiterhin sehr deutlich, allerdings etwas weniger groß als letzte Woche: Am liebsten wäre 48 Prozent (minus 5) Olaf Scholz als Kanzler, gefolgt von Armin Laschet, für den sich 21 Prozent (plus 3) aussprechen. 16 Prozent (plus 2) sind für Annalena Baerbock.

Top Ten

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung („Was halten Sie von?“) liegt Angela Merkel weiterhin auf Platz eins mit einem Durchschnittswert von 2,4 (Sept. I: 2,2) auf der Skala von +5 bis -5. Es folgen mit Abstand Olaf Scholz mit 1,6 (1,7), Markus Söder mit 1,2 (1,3), Robert Habeck mit 1,2 (1,0), Christian Lindner mit 0,3 (0,0), Heiko Maas mit 0,1 (minus 0,1), Jens Spahn mit 0,1 (0,0) und 0,0 für Friedrich Merz, der jetzt wieder zu den zehn wichtigsten Politikern gerechnet wird. Klar verbessern kann sich Annalena Baerbock mit 0,0 (minus 0,5). Armin Laschet bleibt Schlusslicht mit minus 0,5 (minus 0,8).

Aktuelle Corona-Lage

Das Thema Coronapandemie hat weiter an Bedeutung verloren: Mit jetzt nur noch 30 Prozent ist es nach dem Thema Umwelt- und Klimaschutz (43 Prozent) das zweitwichtigste Problem in Deutschland.

Durch die aktuelle Situation rund um die Coronakrise fühlen sich 39 Prozent sehr stark oder stark belastet, 60 Prozent sehen das nicht so. Im Januar nahm noch jeder zweite Befragte eine (sehr) starke Belastung wahr.

Die aktuell geltenden Coronamaßnahmen fallen für 60 Prozent (plus 3) gerade richtig aus, 19 Prozent (minus 2) fordern, dass die Maßnahmen härter ausfallen sollen, und ebenfalls 19 Prozent (unverändert) finden die Vorgaben übertrieben.

Hintergrund

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 7. bis 9. September 2021 bei 1281 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte.

Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, 17. September 2021. Informationen zur Methodik der Umfrage und zu den genauen Frageformulierungen: www.forschungsgruppe.de.

Neuer Juso-Vorstand: Pilz folgt auf Türken

Remscheider Jusos wählten neuen Vorstand: Daniel Pilz löst Burhan Türken ab, Rekordbeteiligung bei Wahlen

Das hatte es schon lange nicht mehr gegeben: 22 stimmberechtigte Mitglieder der Jugendorganisation der Remscheider SPD fanden am Samstagnachmittag den Weg ins Soziokulturelle Zentrum „Die Welle“ am Rande der Lenneper Altstadt, um einen neuen Vorstand zu wählen.

Zum neuen Vorsitzenden wurde der 19-jährige Student Daniel Pilz gewählt. Daniel Pilz kam über die „Fridays for Future“ – Bewegung in die Politik, kandidierte im Herbst vergangenen Jahres als jüngstes Mitglied auf der Liste der Remscheider SPD zur Kommunalwahl. Er folgt auf Burhan Türken, der nach zwei Jahren an der Spitze des SPD-Nachwuchses auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

„Eine Partei ohne Jugend ist eine Partei ohne Zukunft!“, so Burhan Türken. „Es war keine einfache Aufgabe junge Menschen für sozialdemokratische Politik zu begeistern. Doch mit Hartnäckigkeit und kreativen Ansätzen haben wir das Fundament für die jugendpolitische Arbeit bei den Jusos Remscheid festigen können. Wir befinden uns in der heißen Phase des Wahlkampfs. Wir haben junge und engagierte Köpfe, die für die Inhalte der SPD brennen und diese aktiv sichtbar machen wollen.“

Der ehemalige Juso-Vorsitzende begleitet den neuen Vorstand als Beisitzer und möchte als Mentor den neuen Vorstand unterstützen. Er wird weiterhin die Themen wie E-Sport in der Remscheider Jugendszene bestärken.

Brücke zwischen Jugend und Politik

Daniel Pilz machte in seiner Vorstellungsrede deutlich, dass er ein sichtbares Signal des Aufbruchs in die junge Generation unserer Stadt setzen möchte: „Die jungen Menschen haben viele frische Ideen und Wünsche, das weiß ich aus meiner Zeit im Jugendrat und als Schülersprecher des Röntgen-Gymnasiums. Oft fehlt Ihnen aber der direkte Ansprechpartner auf Augenhöhe. Deshalb müssen wir Jusos wieder die Brücke sein zwischen den jungen Menschen und der Politik.“

Gemeinsam mit den Gewerkschaften wolle man sich mit den drei großen Zukunftsfragen für Remscheid beschäftigen: „Erstens: Wie sieht die gute Arbeit der Zukunft aus? Zweitens: Wie und in welchen Bereichen genau machen wir Remscheid zukunftsfähig? Und drittens: Was brauchen junge Menschen neben einem guten Job, um hier zu bleiben und sich eine Existenz aufzubauen?“

Pilz machte in seiner Vorstellungsrede deutlich, dass er für den Klimaschutz brenne, dieser aber nicht isoliert von sozialen Fragen betrachtet werden darf: „Klimaschutz ist eines meiner Herzensthemen. Bei den anstehenden Klimaschutzmaßnahmen darf keiner zurückgelassen und niemand vergessen werden. Wir Jusos haben dafür zu sorgen, dass man jungen Menschen in Arbeit oder in der Ausbildung, die sich gerade eine Existenz aufbauen, abgefedert werden. Man darf Ihnen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen!“

Als weiteren Schwerpunkte nannte Pilz das Thema Kampf gegen Rechtsextremismus. „Unsere Aufgabe in Remscheid muss es sein, die Menschen in Remscheid immer wieder daran zu erinnern, was 120 Nationen gemeinsam leisten können und schon geleistet haben. Wir geben Rassismus, Hass und Hetze keinen Platz in unserer Stadt.“

Die Jusos machten deutlich, dass sie künftig in der Remscheider Stadtgesellschaft eine größere Rolle spielen und mit zahlreichen Akteuren vernetzen wollen. So wurden u.a. Mitglieder des Remscheider Jugendrates sowie der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Peter Lange, zur Jahreshauptversammlung der Jusos eingeladen.

Dass man von den Jusos noch einiges hören werde, machte Daniel Pilz am Ende seiner Vorstellungsrede deutlich: „Wir wollen uns daran messen lassen, dass wir unseren Worten auch Taten folgen lassen – und wollen in einem Jahr auf vielen Feldern einen Schritt weiter sein!“

Der neue Vorstand: Insgesamt sieben Personen bilden den neuen Vorstand: Neben Daniel Pilz wurden Rosana Düring (19 Jahre alt, Studentin) und Tobias Niebergall (24 Jahre alt, Student) zu stv. Vorsitzenden gewählt. Zu Beisitzer*innen wurden gewählt: Burhan Türken (29, Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung Solingen), Benedikt Matthes (16 Jahre alt, Schüler), Phillip Schulze (15 Jahre alt, Schüler) und Turgut Sahin (19 Jahre, Student).

Frontalzusammenstoß: Ein Schwerverletzter

Am Dienstag (07.09.) ist es am frühen Morgen in Laudenberg zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten gekommen.

Gegen 07:00 Uhr befuhr ein 29-Jähriger aus Hückeswagen die B506 in Richtung Wipperfürth. Auf Höhe der Ortslage Laudenberg geriet der Fahrer aus noch ungeklärter Ursache ungebremst in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem 23-Jährigen VW Polo-Fahrer aus Wipperfürth. Bei dem Frontalzusammenstoß wurde ein Verkehrsteilnehmer schwer, der andere leicht verletzt. Der 23-Jährige musste von der Feuerwehr aus dem Auto geborgen werden und wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Der 29-Jährige wurde mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. (mw)

Frontalzusammenstoß: Ein Schwerverletzter bei Unfall in Laudenberg. Foto: Polizei RheinBerg
Frontalzusammenstoß: Ein Schwerverletzter bei Unfall in Laudenberg. Foto: Polizei RheinBerg

Heimat shoppen: Kinder bemalten Jutebeutel

Die Imagekampagne Heimat shoppen der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hat vor den Sommerferien Stoffbeutel und Malsachen an sechs Ferienbetreuungen verschenkt. Die Kunstwerke der Kinder sind jetzt in verschiedenen Ausstellungen zu sehen.

„Wir wollten Kindern während der anstrengenden Corona-Zeit eine Freude machen“, erklärt Katrin Becker, Centermanagerin der City-Arkaden Wuppertal und Vize-Präsidentin der Bergischen IHK. „Gleichzeitig sollen die Taschen den Nachhaltigkeitsgedanken, der ja auch ein Aspekt der Aktion Heimat shoppen ist, betonen.“

Die Stofftaschen werden aktuell an fünf Standorten in den drei bergischen Großstädten ausgestellt. In Solingen sind die Malereien der Kinder von der Offenen Ganztagsschule (OGS) Klauberg in der Clemens-Galerie und die der Ferienbetreuung der OGGS Kreuzweg in Wald beim Paritätischen (Stresemannstr. 23) zu sehen. In Wuppertal haben die Taschen der Kinder der Alten Feuerwache und des Unterbarmer Kindertellers einen Vitrinenplatz in den City-Arkaden in Elberfeld erhalten. Die Werke aus der Remscheider GGS Reinshagen werden im Allee-Center ausgestellt und die des Sportbundes Remscheid im Modehaus Johann in Lennep (Kölner Str. 12).

Spontane Idee vor den Ferien

„Die Idee kam spontan zehn Tage vor den Ferien“, sagt Dr. Daria Stottrop, Heimat shoppen-Beauftragte der Bergischen IHK. „Zum Glück hatten wir durch unser Netzwerk Unterstützung bei der kurzfristigen Umsetzung.“ Wuppertal Marketing GmbH hat Stoffbeutel gesponsert und EinFach Kreativ hat Stoffmalfarben geschenkt. Zusätzlich unterstützte Bürobedarf Illert beim Einkauf von Stoffmalstiften.

Angelika Finkernagel, ehrenamtliches Mitglied im Team Heimat shoppen, konnte die Taschen bei den Einrichtungen abholen: „Ich habe richtige Kunstwerke gesehen, die es verdient haben, von vielen gesehen zu werden“. Die Beteiligten bedanken sich bei den Betreuerinnen und Betreuern dafür, dass sie die Aktion kurzfristig in ihr Ferienprogramm aufgenommen haben.

Die Imagekampagne Heimat shoppen wird 2021 von den Sparkassen Wuppertal, Solingen und Remscheid unterstützt. Zudem stehen die Westdeutsche Zeitung, das Solinger Tageblatt und der Remscheider Generalanzeiger als Medienpartner zur Seite.

Welttag der Suizidprävention: Mentale Gesundheit noch immer stark stigmatisiert

Mentale Beschwerden können vielseitige Ursachen haben. In diesem und dem letzten Jahr kommt die Corona-Pandemie als zusätzlicher Belastungsfaktor hinzu. Anlässlich des Welttags zur Suizidprävention, am 10. September, macht der digitale Versicherungsmanager CLARK auf die anhaltende Stigmatisierung von mentalen Beschwerden aufmerksam. Eine bevölkerungsrepräsentative Studie [1] des Insurtechs verdeutlicht, dass die Corona-Pandemie auf das geistige Wohlbefinden von mehr als der Hälfte der Deutschen (60 Prozent) eine Auswirkung hatte.

Mentale Gesundheit in der Pandemie

Noch im Mai 2020 zeigte eine CLARK-Studie [2], dass 45% der Deutschen es für unwahrscheinlich hielten, an einer Depression oder an einem anderen psychischen Leiden zu erkranken. Das Fortdauern der Pandemie hat jedoch zu einem Wandel dieser Einschätzung geführt: Ergebnisse einer Umfrage von CLARK und Civey [1] zeigen, dass 60 Prozent der Deutschen unter mentalen Belastungen durch Corona Leiden. Diese äußern sich beispielsweise in Stress (22 Prozent), schlechtem Schlaf (15 Prozent) oder finanziellen Sorgen (13 Prozent). Am deutlichsten zeigen sich die konkreten Auswirkungen auf den Gemütszustand jedoch in Bezug auf das soziale Umfeld: Rund ein Drittel der Befragten macht sich aufgrund von Corona Sorgen um die Familie und Freunde.

Gesellschaftliche Stigmatisierung mentaler Leiden

Viele Menschen achten heute auf eine gesunde Ernährung und Sport, doch die mentale Gesundheit wird oftmals vernachlässigt. Das liegt zum Teil auch an dem Stigma, welches unberechtigterweise das Suchen von psychologischer Hilfe mit Schwäche gleichsetzt. Dies ist jedoch ein gefährlicher Trugschluss: Die mentale Gesundheit ist für unsere Leistungsfähigkeit genauso wichtig, wie eine gute körperliche Verfassung. Deswegen bemühen sich das Bundesministerium für Gesundheit diverse und Krankenkassen mit Informationskampagnen darum, Hilfestellen wie Telefonseelsorgen, Online-Beratungsstellen und anonyme Therapieanbieter noch weiter in die Mitte der Öffentlichkeit zu rücken und so Stigmata abzubauen. „Die eigene Gesundheit ist das höchste Gut, doch viele Menschen vergessen dabei auch auf ihre mentale Gesundheit zu achten – dies liegt nicht zuletzt auch an der immer noch starken Stigmatisierung, die wir weiter mit allen Mitteln bekämpfen müssen“, so die CLARK-Versicherungsexperten.

[1] Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag von CLARK Dein Versicherungsmanager 2500 Personen zwischen dem 06. und dem 07.10.2020 befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Einwohner der Bundesrepublik ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3.4 Prozent.

[2] Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1021 Personen zwischen dem 12. und 15.05.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

dbb Bürgerbefragung 2021: Die Grünen liegen vorn

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Deutschland zeigen wenige Wochen vor der Bundestagswahl eine deutliche Parteipräferenz für Bündnis 90/Die Grünen.

So würden aktuell 32 Prozent der Beamtinnen und Beamten Bündnis 90/Die Grünen, 28 Prozent CDU/CSU und 16 Prozent SPD wählen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des dbb. „Wahrscheinlich werden hier auch der höhere Bildungsgrad, das gesicherte berufliche Umfeld und andere soziologische Faktoren wirksam. Mit Blick etwa auf die Positionen der Grünen in Sachen Beamtenstatus oder Bürgerversicherung ist es aber schon überraschend, wie weit die Parteienpräferenz der Staatsdiener in diesem Punkt vom Bevölkerungsdurchschnitt abweicht“, kommentierte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 7. September 2021 die Zahlen.

Priorität: Umwelt- und Klimaschutz

Folgerichtig stehe für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst das Thema Umwelt- und Klimaschutz mit deutlichem Abstand (51 Prozent) ganz oben auf der Prioritätenliste wichtiger Themen für die nächste Bundesregierung, gefolgt von der Schul- und Bildungspolitik und der Bewältigung der Corona-Pandemie (beide 17 Prozent).

Befragt nach den wichtigsten Themen für die eigene Wahlentscheidung stehen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes die Sicherung einer guten Gesundheitsversorgung (84 Prozent), die Schaffung eines leistungsstarken Bildungssystems (83 Prozent), der Klimaschutz (80 Prozent) und die soziale Gerechtigkeit (79 Prozent) ganz oben. Silberbach: „In dieser Priorisierung unterscheiden sich die Statusgruppen im öffentlich Dienst so gut wie nicht. Für mich ein weiterer Beleg für die These, dass Menschen vor allem in den öffentlichen Dienst gehen, um etwas für die Gemeinschaft zu tun und nicht wegen des Geldes und schneller Karriere. Das heißt natürlich nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen von Luft und Liebe leben, sondern Anspruch auf angemessene Bezahlung haben.“

„Wirklich besorgniserregend ist“, so der dbb Chef weiter, „dass mit 47 Prozent fast die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst keiner Partei zutrauen, sich für Anerkennung und Respekt, eine gute Bezahlung oder eine positive Entwicklung des öffentlichen Dienstes einzusetzen. Die staatlichen Arbeitgeber haben hier in den letzten Jahren viel Vertrauen verspielt und das lässt sich nicht mit ein paar Sonntagsreden zurückgewinnen. Hierfür braucht es handfeste organisatorische und materielle Beweise der Rückendeckung und Wertschätzung.“

Quelle: dbb – beamtenbund und tarifunion

SPD kritisiert Laschet-Reise nach Paris am Plenartag

Die SPD im Düsseldorfer Landtag kritisiert den für Mittwoch geplanten Besuch von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet beim französischen Ministerpräsidenten Macron. Sarah Philipp, Parlamentarische Geschäftsführerin, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Armin Laschet nutzt sein Amt als Ministerpräsident schon geraume Zeit für fragwürdige Wahlkampfzwecke. Am Mittwoch steht der letzte Haushalt seiner Regierungszeit in NRW auf der Tagesordnung des Landtags. Aber Armin Laschet geht lieber auf Reisen.“ Philipp kündigte an, dass die SPD die Laschet-Reise am Mittwoch im Parlament zum Thema machen will. „Meine Fraktion wird beantragen, dass er, der Ministerpräsident, bei der Einbringung des Haushalts zugegen sein soll“, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete. Scheinbar habe Laschet das Regieren in NRW „längst aufgegeben“. Laschet wird die Landtagssitzung am Mittwoch nach einer Gedenkstunde für die Opfer des Hochwassers im Juli verlassen.

Zeugen gesucht: Junger Mann im Gesicht verletzt

Gestern, in den frühen Morgenstunden (05.09.2021, 03:40 Uhr) kam es in Solingen zu einer Körperverletzung.

Ein 20-Jähriger war im Bereich Frankfurter Damm unterwegs, als mehrere Unbekannte ihn verprügelten. In der Folge verlangten sie seine Wertgegenstände. Ohne Beute flüchteten die Schläger. Der junge Mann erlitt mehrere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Behandlung ins Krankenhaus.

Ein Täter ist klein und hat eine dickliche Figur. Ein Weiterer wird als groß und dünn beschrieben. Der Dritte hatte eine unauffällige Figur. Alle trugen blaue Jeans und schwarze Jacken.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.