Taschendiebe auf Diebestour in Einkaufsmärkten

Dass der Einkaufswagen nicht der richtige Aufbewahrungsort für ein Portemonnaie ist, mussten am Mittwoch (20. Januar) drei Frauen erfahren, die beim Einkaufen in Lebensmittelmärkten bestohlen wurden.

Beim ersten Fall war gegen 13.20 Uhr eine 70-Jährige aus Engelskirchen betroffen. Sie hatte sich in einem Lidl-Markt auf der Olpener Straße nur kurz umgedreht, um ein Glas Bohnen aus dem Regal zu nehmen und dabei ihre im Einkaufswagen deponierte Einkaufstasche nur kurz aus den Augen gelassen. Dieser Zeitraum reichte Dieben aber aus, um das Portemonnaie aus der Tasche zu stehlen. Vermutlich mit dem Diebstahl im Zusammenhang stehen zwei Frauen, die der Geschädigten verdächtig nahe gekommen waren und das Geschäft kurz darauf verließen.

Zwei Frauen sind auch auf einer Videoaufzeichnung zu sehen, die gegen 15.50 Uhr in Bergneustadt das Portemonnaie einer 46-jährigen Bergneustädterin erbeuteten. Die Vorgehensweise war hier die gleiche: Die Diebinnen schlugen zu, als sich die Frau beim Edeka-Markt an der Kölner Straße am Gemüseregal bediente. Eine der Tatverdächtigen, die das Geschäft anschließend umgehend verließen, trug eine weiße Pudelmütze.

Gegen 15.00 Uhr war zuvor einer 61-Jährigen im Netto-Markt in Dieringhausen ebenfalls die Geldbörse gestohlen worden. Diese hatte sie in einem Einkaufskorb deponiert, den sie während des Einkaufs ebenfalls im Einkaufswagen abgestellt hatte. Bei Hinweisen zu den Diebstählen wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizei unter untenstehende Rufnummer.

Die Polizei rät

Machen Sie es Dieben nicht so leicht. Geldbörsen, Handys oder ähnliche Gegenstände sollten Sie immer am Körper tragen, am besten in Innentaschen, die durch Reißverschlüsse gesichert sind.

Hinweise

Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Geldanlagetrends 2021: Einladung zum kostenlosen Webcast von Sparkassen und DekaBank

Das Corona-Jahr hat Gesellschaft und Wirtschaft bewegt wie keine andere Krise in den letzten Jahrzehnten. Das war auch an den Aktienkursen deutlich zu sehen. Wird das eben erst begonnene Börsenjahr 2021 genauso holprig wie das vergangene? Und welche Trends sind für Sparer und Geldanleger gerade jetzt wichtig? Sparkassen und die DekaBank beantworten in einem digitalen Dialog diese und viele weitere Fragen rund um die „Geldanlagetrends 2021“.

Das an Aufregern reiche Börsenjahr 2020 wird als Ausnahmeerscheinung vermutlich in die Finanzgeschichte eingehen. Falsch wäre es jedoch, auch die niedrigen Zinsen für eine Ausnahmesituation zu halten. Denn realistisch betrachtet werden diese noch über viele Jahre Normalität bleiben. Für Sparer und Anleger ein ernst zu nehmendes Hemmnis beim Vermögensaufbau oder der privaten Vorsorge.

Wie sehen die Zins- und Wirtschaftsprognosen für das neue Jahr aus? Wie kann man jetzt den Einstieg in Wertpapieranlagen clever gestalten? Welche Möglichkeiten bieten nachhaltige Anlageprodukte oder Digitalthemen? Was sollte man bei einem Depot-Check beachten?

Im Rahmen der 90-minütigen Online-Sendung „Geldanlagetrends 2021“ werden am 26. Januar ab 19 Uhr all diese und weitere Fragen beantwortet. Mit dabei sind:

  • Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank
  • Jörg Boysen, Deka-Chefanlagestratege
  • Ingo Speich, Deka-Experte für Nachhaltigkeit und Corporate Governance
  • Esteban de Lope Fend, Geschäftsführer Deka Immobilien Investment

Die Experten der DekaBank analysieren die aktuelle Marktsituation, stellen die Anlagetrends für 2021 vor und beantworten live die Fragen von Zuschauern rund um die Themen Geldanlage und Sparen mit Wertpapieren.

Termin und Anmeldung

Live-Webcast: Dienstag, 26. Januar, 19 Uhr
Melden Sie sich jetzt an – die kostenlose Registrierung ist auch für Nichtkunden der Stadtsparkasse Remscheid möglich: www.stadtsparkasse-remscheid.de

Online-Berufsberatung bei der Polizei RheinBerg

Die Polizei RheinBerg bietet aufgrund der derzeit bestehenden Corona-Kontaktbeschränkungen am kommenden Mittwoch (27.01.) um 18:00 Uhr eine Online-Beratung zum Thema Polizeiberuf an.

Interessierte können sich bis zum 26.01.2021 unter der Email-Adresse bewerbung.gl@polizei.nrw.de anmelden und erhalten im Anschluss die Zugangsdaten zum Online-Meeting.

„Auch in Corona-Zeiten möchten wir die richtigen jungen Leute zu einer Bewerbung motivieren, so Peter Tilmans, Einstellungsberater der Rheinisch-Bergischen Polizei. „Wichtig ist hier vor allem eine umfassende Beratung, die neben den vielfältigen Möglichkeiten und Chancen auch die Erschwernisse des Berufs aufzeigt“.

Aktuell ist eine Bewerbung für den Studienbeginn zum 01.09.2022 möglich. Im Rahmen des Online-Meetings werden die Voraussetzungen für den Polizeiberuf, der Studienablauf sowie Arbeits- und Spezialisierungsmöglichkeiten eingehend erläutert.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite der Landespolizei unter www.genau-mein-fall.de

Unfallzeugen nach Frontalzusammenstoß am 20.01.2021 gesucht

Wie Polizei und Feuerwehr gestern berichtet haben (siehe Meldung „Zwei Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß„), ist es am frühen Mittwochmorgen (20.01.) um 06:15 Uhr auf der Friedrich-Offermann-Straße zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pkw gekommen, bei dem zwei Menschen schwer verletzt wurden.

Das Verkehrskommissariat der Polizei RheinBerg sucht nun dringend nach Unfallzeugen. Es ist zumindest bekannt, dass die Unfallverursacherin mit ihrem VW Golf das erste Fahrzeug in einer Kolonne gewesen sein soll.

Mögliche Unfallzeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02202 205-0 bei der Polizei zu melden. (ct)

Einbruch in zwei Lagerhallen

In der Nacht zu gestern (20.01.) sind Unbekannte in zwei Lagerhallen in Unterpilghausen in Dhünn eingebrochen. Am Morgen gegen 07:30 Uhr war der Einbruch aufgefallen, der am Vorabend gegen 21:30 Uhr auf jeden Fall noch nicht geschehen war.

Die Unbekannten haben ein Tor zur Lagerhalle eines Dachdeckerbetriebes aufgebrochen und aus der Halle diverse Werkzeuge mit einem Gesamtwert im unteren vierstelligen Bereich entwendet.

An einer weiteren Lagerhalle nebenan haben die Täter ebenfalls ein Tor aufgebrochen, dort wurde jedoch nicht gestohlen. Zu den beiden Tatorten wurde der Erkennungsdienst gerufen, der wenig später mit der Spurensuche und -sicherung begonnen hat. (ct)

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

Parkplatz wird bebaut

Mehrfamilienhaus neben Birker Bad

Der Parkplatz an der Birkerstraße neben dem Birker Bad wird in den nächsten Tagen geschlossen und kann dauerhaft nicht mehr genutzt werden. Die Stadt hat das Grundstück an einen Investor verkauft, der dort ein Mehrfamilienhaus mit knapp 40 Wohnungen bauen wird. Der Bauvorbescheid liegt bereits vor. Der Neubau soll starten, sobald die alte Bebauung abgerissen wurde und das Grundstück baureif ist.  

Zeitgleich hat der Investor auch das nebenan gelegene Birker Bad erworben. Wie bereits angekündigt und im städtebaulichen Enwicklungskonzept 2030 beschrieben, soll in dem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ein Bio-Supermarkt und weiteres Gewerbe entstehen.

Hunde erhalten neue Marke

Stadt verschickt Hundesteuerbescheide.

Am 21. Januar verschickt die Stadt Solingen knapp 9000 Hundesteuer-Jahresbescheide für insgesamt 10.200 angemeldete Hunde. Den Bescheiden sind auch die neuen Hundesteuermarken beigefügt, die diesmal für die nächsten fünf Jahre (2021 bis 2025) gelten. Die Bescheide dienen vor allem der Information: Fällig wird die Hundesteuer grundsätzlich zum 15. Mai und zum 15. November eines Jahres.

Hundesteuer unverändert

Die Steuersätze haben sich nicht verändert und staffeln sich wie folgt: Wer einen Hund hält, zahlt 151,20 Euro, bei zwei Hunden werden 174 Euro pro Hund fällig, bei drei Hunden 192 Euro pro Hund. Der Steuersatz für einen gefährlichen Hund ( Landeshundegesetz (LHundG NRW)) beträgt 1200 Euro. Steuervergünstigungen sind in bestimmten Fällen möglich, etwa beim Bezug von Sozialleistungen oder bei Schwerbehinderungen.

Wer einen Hund besitzt, der bisher nicht bei der Stadt steuerlich angemeldet ist, wird dringend darum gebeten, das nachzuholen. Wer unterwegs mit einem nicht gemeldeten Hund angetroffen wird, muss mit einem Bußgeld ab 150 Euro aufwärts rechnen. Außerdem muss das Tier nachversteuert werden – ab dem Zeitpunkt, seitdem es im Haushalt lebt. Der Stadtdienst Steuern hat regelmäßig Ermittlerinnen im Einsatz, die kontrollieren, ob Hunde ordnungsgemäß angemeldet sind. Nachweis ist die gültige Hundemarke, die der Hund sichtbar tragen muss.

In Coronazeiten können Hunde per Mail, Fax oder Post angemeldet werden:

  • E-Mail: stadtdienst.steuern@solingen.de
  • Telefax: 0212 / 290-3606
  • Post: Stadtdienst Steuern, Verwaltungsgebäude Bonner Straße 100, 42697 Solingen

Die Zahl der Hunde steigt in Solingen kontinuierlich an. Sowohl in 2019 als auch 2020 war ein Zuwachs von rund 200 Tieren zu verzeichnen. Zum Vergleich: Im Dezember 1994 waren rund 6000 Hunde in der Klingenstadt gemeldet. Die Staffelung der Hundesteuersätze dient deshalb auch dazu, den Hundebestand in Solingen zu regulieren. Mit der Hundesteuer hat die Stadt 2020 insgesamt 1.597.970 Euro eingenommen.  

Umstellung auf Ökolandbau hält an

Strukturwandel in der Landwirtschaft hält an: Anteil der Ökofläche steigt auf 9,6 Prozent.

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist seit der vorangegangenen Landwirtschaftszählung 2010 um 12 % auf 263 500 Betriebe gesunken. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche blieb mit 16,6 Millionen Hektar nahezu konstant (-1 %). Die durchschnittliche Größe der Betriebe lag 2020 damit bei 63 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb, das waren 13 % mehr als vor zehn Jahren, als ein Betrieb durchschnittlich 56 Hektar bewirtschaftete. Das ist ein zentrales Ergebnis der Pressekonferenz „Landwirtschaft im Wandel – erste Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020“ der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder am 21. Januar 2021 in Wiesbaden. Da die Erhebungszeiträume und Erhebungsstichtage der Landwirtschaftszählung 2020 am 1. März 2020 oder davor lagen, bilden die Ergebnisse dieser Erhebung keine Auswirkungen der Corona-Pandemie ab. 

14 % der Betriebe bewirtschaften 62 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche – Betriebsgrößen im Osten stagnieren

„Damit sind die Betriebe so groß wie nie“, sagte Christoph Unger, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes. „Entgegen dem Bundestrend geht die durchschnittliche Betriebsgröße in Ostdeutschland jedoch leicht zurück, unter anderem deshalb, weil neue beziehungsweise ausgegründete Betriebe eher geringere Betriebsgrößen aufweisen.“ Nach wie vor bewirtschaftet der überwiegende Anteil der landwirtschaftlichen Betriebe (86 %) eine Fläche von maximal 100 Hektar. Gegenüber 2010 nahm deren Zahl um knapp 40 100 auf etwa 225 400 Betriebe ab. Die Zahl der Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von mehr als 100 Hektar stieg seit 2010 um etwa 4 500 auf rund 38 100 Betriebe an. Damit bewirtschaften 14 % aller Betriebe 62 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland. Insgesamt nimmt die Geschwindigkeit des Strukturwandels aber ab: Zwischen 2016 und 2020 betrug der jährliche Rückgang der Zahl der Betriebe 3 000 und die Flächenzunahme pro Betrieb 0,6 Hektar (2010 bis 2016: 4 000 Betriebe/0,8 Hektar).

Merkmal2010120202
Betriebe3jeweilige
Fläche
Betriebe3jeweilige
Fläche
Anzahlha (Hektar)Anzahlha (Hektar)
Angabe in 1 000
Insgesamt (LF)299,116 704,0263,516 614,4
unter 5 ha LF27,454,021,636,5
5 bis 10 ha LF47,3343,944,6323,3
10 bis 20 ha LF63,2945,852,6781,0
20 bis 50 ha LF76,12 535,061,42 042,3
50 bis 100 ha LF51,63 628,445,23 203,2
100 bis 200 ha LF22,83 071,724,93 391,9
200 bis 500 ha LF7,22 111,59,32 706,8
500 bis 1 000 ha LF2,11 462,62,41 702,6
1 000 und mehr ha LF1,52 551,11,52 426,8
darunter: 
Ackerland229,311 846,7195,211 690,3
Dauergrünland239,44 654,7219,84 724,0
Dauerkulturen37,8198,828,4198,1
darunter: 
Betriebe mit ökologischer Bewirtschaftung 
Insgesamt (LF)16,5941,526,31 593,0
darunter: 
Ackerland10,2427,616,8729,9
Dauergrünland14,2469,624,1839,5
Nach Bundesländern 
Baden-Württemberg44,51 410,039,41 419,9
Bayern97,93 136,884,63 069,1
Brandenburg5,61 323,75,41 310,8
Hessen17,8766,415,1766,9
Mecklenburg-Vorpommern4,71 350,94,81 346,9
Niedersachsen41,72 577,035,52 584,2
Nordrhein-Westfalen35,81 463,133,61 478,3
Rheinland-Pfalz20,6705,216,4709,7
Saarland1,377,91,174,3
Sachsen6,3912,76,5897,7
Sachsen-Anhalt4,21 173,14,31 161,6
Schleswig-Holstein14,1995,612,2995,5
Thüringen3,7786,83,7774,8
1:  Totale Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010/Agrarstrukturerhebung 2016.
2:  Vorläufige repräsentative Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020.
3:  Einschließlich Betriebe ohne landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Zunehmende Konzentration in der Tierhaltung – vor allem bei Schweinen und Geflügel

Auch bei den tierhaltenden Betrieben ist ein Trend zu größeren Betrieben erkennbar. Zwar sinken auch die Tierbestände im Vergleich zum Jahr 2010, jedoch wird diese Entwicklung durch den noch stärkeren Rückgang der Zahl der tierhaltenden Betriebe begleitet. Als Folge nimmt der durchschnittliche Tierbestand je Betrieb zu. Beispielhaft zeigt sich dies in der Schweinehaltung: Im letzten Jahrzehnt hat sich die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung um 47 % reduziert, der Schweinebestand nahm hingegen lediglich um 4 % ab. Während 2010 jeder Betrieb im Schnitt rund 459 Schweine hielt, waren es 2020 rund 827 Schweine pro Betrieb.

Auch die Spezialisierung der verbleibenden Betriebe mit Tierhaltung schreitet voran, vor allem in Betrieben mit Geflügel- und Schweinehaltung. So standen in den rund 10 000 Betrieben, die ausschließlich Geflügel hielten, 70 % des gesamten Geflügelbestandes. Ähnliches gilt für die Schweinehaltung: In den rund 14 200 Betrieben, die ausschließlich Schweine hielten, werden 72 % des Gesamtbestandes gehalten. 

Wandel in der Haltung von Rindern, Schweinen und Legehennen

Bei den Rindern ist die Laufstallhaltung weiter ausgebaut worden. Ihr Anteil an den Haltungsplätzen stieg im letzten Jahrzehnt von 75 % auf 83 %. Nur noch 10% aller Haltungsplätze befanden sich 2020 in Ställen mit Anbindehaltung. 52 % der Betriebe mit Anbindehaltung praktizierten eine Kombination mit der Weidehaltung. In der Schweinehaltung stieg dagegen der Anteil der Ställe mit Vollspaltenboden, und zwar von 67 % auf 79 % im Jahr 2020. Andere Haltungsverfahren, wie beispielsweise Haltungsplätze mit Tiefstreu waren mit nur 4 % kaum verbreitet. In der Legehennenhaltung stiegen die Haltungskapazitäten sowohl in der Freilandhaltung als auch in der Bodenhaltung an, die mit einem Anteil von 65 % im Jahr 2020 nach wie vor dominiert. Auf die Käfighaltung entfallen nur noch 4 % aller Plätze. 

Öko-Trend weiter ungebrochen

Der Trend zur Umstellung auf den ökologischen Landbau hält an. Im Jahr 2020 wirtschafteten knapp 26 400 Betriebe nach den Regeln des ökologischen Landbaus, das sind 10 % der Betriebe insgesamt. Die Zahl der Ökobetriebe nahm gegenüber 2010 um rund 9 900 (+60 %) zu.

Mit der Zahl der Ökobetriebe hat auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche zugenommen, und zwar um 69 % auf 1,6 Millionen Hektar im Jahr 2020. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche – ein oft betrachteter Nachhaltigkeitsindikator – ist somit von 5,6 % auf 9,6 % gestiegen. Weiter positiv fällt die Entwicklung in der ökologischen Tierhaltung aus: Die Zahl der Betriebe mit ökologischer Tierhaltung ist in den letzten zehn Jahren um 43 % auf rund 17 500 gestiegen. Diese Betriebe machen einen Anteil von 10 % an allen tierhaltenden Betrieben aus. 8 % des gesamten Rinderbestandes in Deutschland werden ökologisch gehalten, beim Geflügel sind es 5 % und bei den Schweinen knapp 1 %.

Einkommensdiversifizierung nimmt zu

Im Zeitraum März 2019 bis Februar 2020 waren in Deutschland 936 900 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft tätig. Gegenüber 2010 ist das eine Abnahme um 13 %. Knapp die Hälfte, nämlich 436 100 Personen, waren Familienarbeitskräfte in Einzelunternehmen. Weiterhin arbeiteten 229 300 ständig angestellte Arbeitskräfte und 271 500 Saisonarbeitskräfte in den landwirtschaftlichen Betrieben.

Von diesen Arbeitskräften werden zunehmend auch andere Tätigkeiten ausgeführt, mit denen die Betriebe neben der landwirtschaftlichen Primärproduktion zusätzliches Einkommen generieren. Im Jahr 2020 gaben rund 111 700 Betriebe (42 %) an, Umsätze aus zusätzlichen, auf dem Hof betriebenen Aktivitäten zu erwirtschaften (2010: 31 %). Bei mehr als einem Fünftel dieser Betriebe (21 %) trugen die Umsätze aus den zusätzlichen Einkommensquellen bereits die Hälfte oder mehr zum Gesamtumsatz des jeweiligen Betriebes bei, im Jahr 2010 traf dies erst auf 13 % der Betriebe zu. Am häufigsten gewannen die landwirtschaftlichen Betriebe mit Einkommensalternativen ihr Zusatzeinkommen aus Arbeiten in der Forstwirtschaft (34 %) sowie in diesem Zusammenhang aus der Be- und Verarbeitung von Holz mit 13 %, gefolgt von der Erzeugung erneuerbarer Energie (31 %).

Recycling-Lüge bei Getränkekartons

Deutsche Umwelthilfe fordert Pfand für klimaschädliche Einwegverpackung von Tetra Pak und Co.: Neue Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe widerlegen umweltfreundliches Image von Getränkekartons mit mickriger Recyclingquote von rund 30 Prozent. Verbundverpackung aus Plastik, Aluminium und Neupapierfasern ist klimaschädliche Einwegverpackung und landet wegen Pfandbefreiung oft in der Umwelt. DUH fordert Einwegpfand auf Getränkekartons und eine ehrliche Recyclingquote, die nur das tatsächlich recycelte Material berücksichtigt.

Neue Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entlarven die Recyclingquote für Getränkekartons von rund 76 Prozent als falsch. Tatsächlich werden nur rund 30 Prozent der Getränkekartons in Deutschland recycelt. Die DUH kritisiert die massive Täuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern seitens der Einwegindustrie mit vermeintlich umweltfreundlichen Getränkekartons. Weil die komplizierte und schwer recyclebare Verbundverpackung aus Plastik, Aluminium und Neupapier unbepfandet ist, landet sie zudem oft in der Umwelt. Die DUH fordert deshalb Umweltministerin Svenja Schulze auf, auch Getränkekartons mit Pfand zu belegen. Die Rücknahme von Getränkekartons an bestehenden Pfandrücknahmeautomaten im Handel ist technisch problemlos umsetzbar.

Getränkekartons wachsen nicht an Bäumen, sie zerstören als Plastik-Mogelverpackung unser Klima.

Barbara Metz, Stv. Bundesgeschäftsführerin Deutsche Umwelthilfe

„Getränkekartons wachsen nicht an Bäumen, sie zerstören als Plastik-Mogelverpackung unser Klima. Durch das miserable Recyclingergebnis von nur rund 30 Prozent verschlechtert sich die Ressourcen- und Klimabilanz des Getränke-Plastikkartons im Vergleich zu den Behauptungen der Industrie erheblich. Es landen von vorneherein rund vierzig Prozent der Verbundverpackungen gar nicht zum Recycling im gelben Sack, sondern im Restmüll, der Papiertonne oder der Umwelt. Umweltministerin Schulze muss Getränkekartons deshalb mit einem Einwegpfand von 25 Cent belegen. Nur so lassen sich die niedrige Sammelmenge und Recyclingquote steigern. Am besten ist es jedoch, ganz auf umweltbelastende Getränkekartons zu verzichten und stattdessen regionale Mehrwegflaschen zu nutzen. Der umweltfreundliche Getränkekarton ist ein Märchen“, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Getränkekartons sind in den letzten Jahren deutlich unökologischer geworden: Der Papierfaseranteil hat abgenommen, der Plastikanteil ist gestiegen und in den letzten 20 Jahren sind die Verbundverpackungen um 35 Prozent schwerer geworden. Getränkekartons werden nur an wenigen Standorten abgefüllt und über lange Strecken bundesweit vertrieben.

Getränkekartons stehen in starkem Widerspruch zu ihrem umweltfreundlichen Image.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft Deutsche Umwelthilfe

„Getränkekartons stehen in starkem Widerspruch zu ihrem umweltfreundlichen Image. Tetra Pak bietet Getränkekartonmodelle mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent Kunststoff an und behauptet trotzdem ‚auf dem Weg zur nachhaltigsten Lebensmittelverpackung‘ zu sein. Diese Mogelverpackung hat den Namen Kartonverpackung nicht verdient. Vielmehr handelt es sich um Plastikflaschen 2.0. Komplett aus Kunststoff bestehende Oberteile, langstielige Ausgusshilfen oder überdimensionierte Schraubverschlüsse belegen die zunehmende Plastifizierung der kurzlebigen Einwegverpackung. Umweltbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher sollten einen weiten Bogen um Getränke-Plastikkartons machen“, so Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH.

Die offizielle Berechnung von Recyclingquoten ist bislang extrem irreführend. Es zählt nicht, was an wiedereinsetzbaren Stoffen aus einer Verwertungsanlage rauskommt, sondern lediglich das, was reingeht. Restanhaftungen, Fremdmaterialien, Feuchte und auch Materialverluste beim Recyclingprozess bleiben so unberücksichtigt. Deshalb liegen reale und offiziell errechnete Recyclingquote häufig weit auseinander. Die Berechnung der Recyclingquoten darf Lobbyisten der Einwegindustrie bei der Vortäuschung falscher Tatsachen keinen Vorschub leisten. Recyclingquoten sollten ehrlich berechnet werden und nur die Stoffe berücksichtigen, die auch tatsächlich am Ende des Recyclingprozesses wieder genutzt werden können.

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21.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Bedauerlicherweise sind weitere Personen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben: zwei Remscheiderinnen im Alter von 74 und 67 sowie ein 95-jähriger Remscheider.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 169 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.225 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.939 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 117 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 358 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. (Hinweis: Es ist in den vergangenen Tagen zu einer Doppelmeldung von drei Infektionsfällen bzw. einem Infektionsfall gekommen. Die Zahlen wurden zwischenzeitlich bereinigt, eine Korrekturmeldung an das RKI ist erfolgt.)

Die Krankenhäuser vermelden 30 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 7 intensivpflichtige Behandlungen (2 beatmet), Stand 21.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.225 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 97,0. 117 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage108
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW97,0
Fälle gesamt3.225
Fälle gesamt/100.000 EW2.896,6
Todesfälle gesamt117
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!