Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW40/2020

Lokalnachrichten aus Remscheid. Heute unter anderem mit diesen Themen:

  • Corona-Zahlen in Remscheid weiter hoch
  • Tanzfestival Tanzt.jetzt! trotzte dem Regen
  • HonsWerkstatt als Modellprojekt für Städtebauförderung
  • Interview mit Jens Nettekoven

Kurznachrichten

  • Fritz Beinersdorf erkrankt
  • 57-jährige Frau vermisst

Termine

  • 30.9. ab 18.45 Uhr: 2. Philharmonisches Konzert mit den Bergischen Symphonikern
  • 5.10. ab 19 Uhr: Christen und Muslime am runden Tisch von Remscheid Tolerant

So schauen wir Die Woche im TV

Die Gesundheit: Beinersdorf verzichtet auf Mandat

Die Geschäftsordnung des Rates lässt nur persönliche Erklärungen zur Aufklärung von Missverständnissen zu. Deshalb erfolgt die persönliche Erklärung des Fraktionsvorsitzenden der Remscheider LINKEN, Fritz Beinersdorf in Form einer Medienmitteilung.

Beinersdorf erklärte: „Ich werde das Mandat für die 16. Wahlperiode des Rates der Stadt Remscheid nicht wahrnehmen.“

Begründung: „Im Verlaufe des Kommunalwahlkampfes bekam ich Probleme mit meinem Magen, die zum Ende des Wahlkampfes äußerst schmerzlich wurden, so dass ich mich auf Anraten meines Arztes am Montag, 14. September, sofort in das Sana Klinikum begab. Mit Datum vom 22. September steht fest, ich habe Krebs. Deshalb werde ich all meine Kraft und Zeit darauf verwenden diese Krankheit zu überwinden. Eine Ausübung meines Mandats ist also nicht möglich.“

Fritz der Fels: Immer eine klare Kante

Weiter führte Beinersdorf aus: „Mein Aufenthalt im Sana Klinikum hat mir gezeigt, dass Gesundheit keine Ware sein kann, und die Forderung der LINKEN nach einem Gesundheitswesen in öffentlicher Hand richtig ist. In meinem Aufenthalt habe ich es als sehr positiv empfunden wie die multikulturelle Belegschaft dieser Einrichtung nur ein Ziel kennt, alles zu tun für die Gesundheit der Patienten. Ich habe mir manchmal vorgestellt wie ein rassistischer Neonazi aus diesem Rat, sich verhält, wenn er denn auf einem OP Tisch liegen würde, ob er die türkischstämmige OP Schwester oder den Chirurgen aus Syrien nach einem Ariernachweis fragen würde?

Zum Schluss möchte ich mich bei den demokratischen Fraktionen und Gruppen und der Verwaltung für die faire und sachliche Zusammenarbeit bedanken.“

Sea Watch 4: Italien boykottiert aktiv das Retten von Menschen

Festgesetztes Schiff kann kein Leben retten: Als Bündnispartner von „United4Rescue“ fordert die Ökumenische Initiative Lüttringhausen, dem Rettungsschiff „Sea Watch 4“ sofort wieder das Auslaufen ins Mittelmeer zu erlauben.

Die italienischen Behörden haben nach einer Hafenstaatskontrolle in der Nacht auf Sonntag das Rettungsschiff “Sea-Watch 4 powered by United4Rescue” festgesetzt. Sea-Watch, United4Rescue und Ärzte ohne Grenzen verurteilen die Festsetzung aufs Schärfste und fordern die sofortige Beendigung der Kriminalisierung ziviler Seenotrettung.

Italien missachtet wiederholt geltendes See-Recht

Im Rahmen der Kontrolle suchten italienische Inspekteure elf Stunden lang nach Beanstandungen, aufgrund derer sie die Sea-Watch 4 dann festsetzten. Der Hauptvorwurf lautet, die Rettung von Menschenleben entspreche nicht der Registrierung des Schiffes. Die Sea-Watch 4 habe zu viele Rettungswesten an Bord, das Abwassersystem sei nicht für die Anzahl der geretteten Personen ausgelegt. Dass Seenotrettung als akute Nothilfe für alle Schiffe verpflichtend ist, wird außer Acht gelassen. Tatsächlich erfüllt das Schiff alle Sicherheitsvorgaben des deutschen Flaggenstaates, wie die deutschen Behörden Sea-Watch erst im Juli bestätigt haben.

Nach ihren ersten Rettungseinsätzen im August wartete die Sea-Watch 4 mit 353 Menschen an Bord tagelang auf die Zuweisung eines sicheren Hafens, bevor die Überlebenden am 2. September an die Quarantänefähre GNV Allegra übergeben wurden. Die Crew der Sea-Watch 4 absolvierte dann eine zweiwöchige Quarantäne vor dem Hafen von Palermo.

Europa boykottiert aktiv das Retten von Menschen

„Die Verletzungen, die wir an Bord behandelt haben, zeigen die Gewalt und die Gefahren, denen die Geretteten auf der Flucht entkommen sind“, sagt Barbara Deck, Leiterin des medizinischen Teams von Ärzte ohne Grenzen auf der Sea-Watch 4. „Wir haben einen Jungen behandelt, der von Bewaffneten auf den Kopf geschlagen wurde und in der Folge taub geworden ist, und einen Vater, der die Spuren von geschmolzenem Plastik auf seiner Haut trug. Was diese Menschen ertragen, macht sprachlos. Vor diesem Hintergrund ist es erschütternd, dass europäische Regierungen alles tun, um uns daran zu hindern, lebensrettende Hilfe zu leisten.“

Erst nachdem die europäischen Staaten ihre eigenen Rettungsschiffe zurückgezogen haben und sogar Handelsschiffen die Seenotrettung erschweren, haben sich private Hilfsorganisationen aufgemacht und Rettungsschiffe organisiert. Darunter ist seit August 2020 die „Sea watch 4 – powered by United4Rescue“. Die Evangelische Kirche in Deutschland hatte Bündnispartner gewonnen und mit ihnen „United4Rescue“ gegründet. Dies Bündnis hatte das 40 Jahre alte Forschungsschiff Poseidon in Kiel ersteigert und als Rettungsschiff umgerüstet. Zur Zeit sind fast alle Rettungsschiffe mit fadenscheinigen Gründen festgesetzt. Nun wurde auch das Aufklärungsflugzeug Moonbird von Sea-Watch durch die italienischen Behörden festgesetzt. Das Ziel ist offensichtlich zu verhindern, dass die gravierenden Menschenrechtsverletzungen an der tödlichsten Seegrenze der Welt dokumentiert werden. Niemand soll das Sterben auf dem Mittelmeer bezeugen können.

SPD-Lüttringhausen lädt zum Sterngolf ein

Die Lüttringhauser SPD bedankt sich für den Vertrauensbeweis, den ihr die Lüttringhauser*innen am vergangenen Sonntag entgegen gebracht haben und laden Groß und Klein für kommenden

Mittwoch, 23. September 2020
von 14 bis 17 Uhr
auf die Sterngolfanlage Klausen,
Hans-Böckler-Straße 147a

zu einem „Dankes-Sterngolfnachmittag“ ein. Hierbei werden die Eintritte vom SPD-Ortsverein übernommen.

„Wir sind noch immer begeistert, dass wir am vergangenen Sonntag in drei der vier Lüttringhauser Wahlbezirke die Mehrheit errungen haben.“, so die Vorsitzende der Lüttringhauser SPD, Dr. Gerhilt Dietrich.

„Wir freuen uns, dass wir beide Klausener Wahlkreise und erstmals auch den Wahlkreis Kranen / Westen geholt haben und nun mit Nico Falkenberg, Erden Ankay-Nachtwein und Jürgen Heuser im Rat vertreten sein werden.“, so Dietrich.

Grün ist Teamarbeit – Fraktion wählte Vorstand

In der konstituierenden Sitzung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remscheid am 21. September 2020 wurden der bisherige Stellvertreter und Bürgermeister David Schichel als Fraktionsvorsitzender, Spitzenkandidatin und Parteivorsitzende Ilka Brehmer als seine Stellvertreterin sowie Jutta Velte als weitere Stellvertreterin einstimmig gewählt. Damit ist der neue Fraktionsvorstand komplett.

Dazu erklärt David Schichel: „Ich freue mich über die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden und danke meinen Mitstreiter*innen für das Vertrauen. Im Wahlkampf hat sich bewiesen, dass wir im Team am besten sind. Diese Kultur möchte ich in der zukünftigen Fraktionsarbeit fortsetzen. Wir sind eine gute Mannschaft aus alten und neuen Ratsmitgliedern, Jung und Alt sowie vielfältigen Kompetenzen und Fähigkeiten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der stärksten GRÜNEN Ratsfraktion in unserer fast vierzigjährigen Geschichte.“

Grün ist Teamarbeit

„Nach einem spannenden und motivierten Wahlkampf freuen wir uns mit einem gestärkten Team mit der Fraktionsarbeit zu beginnen. Unser gutes Wahlergebnis verstehen wir als Aufgabe und Erwartung der Wähler*innen Remscheid klimafreundlicher, ökologischer, sozialer und so lebenswerter zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir als neue Fraktion harmonisch und auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, ergänzt Ilka Brehmer.

Abschließend erklärt Jutta Velte: „Als langjähriges und erfahrenes Ratsmitglied bin ich sehr glücklich darüber, den Fraktionsvorstand komplettieren zu dürfen. Durch unser wunderbares Wahlergebnis konnten wir die Anzahl unserer Sitze mehr als verdoppeln. Das macht nicht nur eine Vergrößerung des Vorstands notwendig, sondern vor allem eine gute Zusammenarbeit in der gesamten Fraktion und eine Verteilung der nun größer gewordenen Verantwortung auf mehrere Schultern. Unser Team ist für die nächsten fünf Jahre gut aufgestellt.“

Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Covid-19 im Remscheider Stadtgebiet

Der Remscheider Corona-Krisenstab hat in seiner heutigen Sitzung ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Corona Virus im Stadtgebiet Remscheid beschlossen.

Das vom Corona-Krisenstab beschlossene Maßnahmenpaket besteht aus den drei Säulen Information, Intensivierung der Kontaktpersonennachverfolgung und Ahndung von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Die Einzelmaßnahmen haben der Remscheider Krisenstab und die örtliche Gesundheitsbehörde mit dem Landeszentrum Gesundheit zur lokalen Eindämmung des Infektionsgeschehens abgestimmt. Der Beschluss ist Folge einer seit Tagen steigenden 7-Tage-Inzidenz. Sie liegt heute bei 52,05. Damit ist der Wert der 7-Tage-Inzidenz für Remscheid erstmals auf über 50 gestiegen. Der Remscheider Krisenstab wird morgen (23.09.) über weitere zusätzliche Schutzmaßnahmen beraten.

Intensive Aufklärung für Reiserückkehrende

Bereits vorgestern (20.09.) hat der Remscheider Krisenstab eine umfassende Informationskampagne beschlossen. Sie hat zum Ziel, die reiserückkehrenden Familienverbünde kurzfristig über das aktuelle Infektionsgeschehen und die hiermit verbundenen Risiken intensiv aufzuklären. Zurzeit wird hierzu ein mehrsprachiges Anschreiben mit einfacher und klarer Ansprache zu Risiken und Verhaltensanforderungen über alle Kitas und Schulen sowie Vereine und Verbände an alle Eltern verteilt. Allein mit der Versendung über Kitas und Schulen erreicht der Remscheider Krisenstab rund 18.000 Haushalte.

Weiterer Baustein der Informationskampagne ist eine breit angelegte mehrsprachige Aufklärungsaktion mit Piktogrammen in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas, Sportstätten und Flüchtlingseinrichtungen über Verhaltensregeln und Ahndungsmöglichkeiten.

Das neue Corona-Plakat der Stadt Remscheid. Die zweite Welle muss dringend und aktiv abgewendet werden. Artwork: Stadt Remscheid
Das neue Corona-Plakat der Stadt Remscheid. Die zweite Welle muss dringend und aktiv abgewendet werden. Artwork: Stadt Remscheid

Die Piktogramme werden ab heute in die städtischen Social-Media-Kanäle eingespielt.
Des Weiteren startet heute eine stadtweite Plakatierungsaktion. Die Plakate, die auf die wichtigsten Corona-Verhaltensregeln und ein drohendes Bußgeld bei Verstoß aufmerksam machen, werden auch in den Bussen der Stadtwerke Remscheid aufgehängt (Plakat siehe Anlage).

Mehrsprachige Informationen

Ab sofort gibt es außerdem die tägliche mehrsprachige Übersetzung der Corona-Pressinformationen und Weiterleitung über das Kommunale Integrationszentrum (KI) an die Multiplikatoren der Zielgruppen geben.

Hinzu kommen gemeinsame Aufklärungsbesuche von Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) und KI in Moscheen, Teestuben und Supermärkten.

Als weitere Schutzmaßnahmen hat der Krisenstab heute beschlossen:

  • Der Krisenstab empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken in der Öffentlichkeit für das gesamte Stadtgebiet.
  • Das Gesundheitsamt wird die Einhaltung häuslicher Quarantänen verstärkt kontrollieren und Verstößen gegen die Quarantäne-Auflagen konsequent ahnden.
  • Die Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in der Öffentlichkeit wird verstärkt. Ab sofort ist er auch wieder sonntags im Einsatz und wird Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung konsequent ahnden.
  • Großveranstaltungen über 300 Personen werden mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen bis auf Weiteres nicht mehr genehmigt.
  • Den Schulen wird die Durchführung von Sportunterricht in Hallen untersagt. Dies gilt zunächst bis zu den Herbstferien.
  • Acht Sporthallen, denen eine ausreichende Lüftung fehlt, werden komplett geschlossen. Das sind:

1. Alexander-von-Humboldt-Realschule/Sporthalle Altbau
2. Sportanlage / Gymnastikhalle Jahnplatz
3. Albert-Einstein-Gesamtschule II – Turnhalle
4. Berufskolleg Wirtschaft u. Verw., Sporthalle
5. Schulzentrum Klausen
6. GGS Siepen, Sporthalle
7. Albert-Einstein-Gesamtschule – Gymnastikhalle
8. Albert-Einstein-Gesamtschule – Sporthalle

  • Der Sportbund und die Sportvereine werden gebeten, die Situation in den Hallen im Trainings- und Spielbetrieb – falls erforderlich – zu entzerren.
  • Es erfolgt ein öffentlicher Aufruf für den Verzicht auf Reisen in Risikogebiete und eine Darstellung der Folgen bei Reisen in Risikogebiete.
  • Zusätzlich soll es über eine Einbindung der Wirtschaftsakteure eine gezielte Aufklärung der Arbeitnehmerschaft über mögliche arbeitsrechtlichen Konsequenzen von Urlauben in Risikogebieten geben.

AG 60plus: Stammtisch mit Bildvortrag

Die AG 60plus der Remscheider SPD lädt zum Stammtisch ins Bistro Miro.

Am Montag, 28. September 2020 ab 19 Uhr, findet der nächste Stammtisch der AG 60plus statt. Im Bistro Miro in der Scharffstraße 5, gegenüber vom Teo Otto Theater, hält Dirk Herrmann einen kurzen Bildvortrag. Dirk Herrmann ist seit 25 Jahren mit dem Ballon im Naturpark Bergisches Land unterwegs. Den Gästen präsentiert er seine Eindrücke und Geschichten, auch Nichtmitglieder sind willkommen.

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche KW39/2020

Die Lokalnachrichten aus Remscheid von rs1.tv und Lüttringhauser. Heute unter anderem mit diesen Themen:

  • Das Internationale Tanzfestival in Lüttringhausen am 26. und 27.9. mit Joy Kammin
  • Steph Hoffmann plant ihr neues Kinderbuch für die Weihnachtszeit
  • Natur- und Umweltschutz können auch Privatmenschen. Andrea Heidemeyer hat einen Bienenstock auf ihrer Dachterrasse.

Kurznachrichten

Termine

Neuinfektionen an Remscheider Schulen: Dringende Empfehlung vom Corona-Krisenstab

Die Entwicklung der Zahlen zur aktuellen Gesundheitslage zeigen weiter einen Anstieg von Corona-Infektionen im Stadtgebiet Remscheid.

Allein von Freitag bis heute sind 13 Personen zusätzlich erkrankt. Die heutige 7-Tage-Inzidenz liegt mit einem Wert von 37,05 über der ersten Eingriffsschwelle der aktuellen CoronaSchVO.

Meldung ans Land erforderlich

Der Erlass fordert seit dem 1. September ein, dass die betroffene Kommune, das Landeszentrum Gesundheit und die zuständige Bezirksregierung umgehend weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens abstimmen und umsetzen muss, wenn die 7-Tages-Inzidenz eines Kreis oder einer kreisfreie Stadt über dem Wert von 35 liegt. Einen Kontakt zum Lagezentrum Gesundheit hat es bereits gegeben. Es geht jetzt darum, in enger Abstimmung lokal gegen die Ausbreitung des Virus vorzugehen, indem passend zur Analyse der Fallzahlen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen werden.

Familien mit Kindern, die von Reisen zurückkehren, maßgeblich verantwortlich

Eine Analyse der Remscheider Zahlen macht deutlich, dass der Anstieg insbesondere auf reiserückkehrende Familienverbünde mit Kindern im Kita- und Schulalter zurückgeführt werden kann. Die Kinder tragen die Infektionen in die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen hinein. Aus diesem Grund hat der Remscheider Krisenstab im ersten Schritt ein umfassendes Informationspaket beschlossen, das dazu geeignet ist, nochmals verstärkt zielgruppenorientiert auf die Gesundheitsrisiken, Verhaltensempfehlungen, Quarantänenotwendigkeiten und Ahndungsmöglichkeiten bei Verstößen aufzuklären. Adressaten dieser mehrsprachig angelegten Kommunikationsoffensive werden unter anderem die Schulen, Kitas, Sportvereine, Kirchen, Vereine und Institutionen mit dem Ziel sein, eine möglichst umfassende Elternschaft passgenau zu erreichen.

Über diese Offensive wird in den kommenden Tagen weiter informiert.

Über weitere Maßnahmen wie eine stadtweite Maskenempfehlung in der Öffentlichkeit oder die gezielte Intensivierung der Corona-Schutz-Kontrollen durch den Kommunalen Ordnungsdienst wird der Krisenstab zu Wochenbeginn entscheiden.

Neue Querungsunterstützung vor der Feuerwache Lüttringhausen

Rasereien zur Schulzeit nahmen überhand. Neue Unterstützung für straßenquerende Schüler*innen auf Lockfinker Straße.

Die feste Querungshilfe an der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Lüttringhausen wurde vor einiger Zeit entfernt, um den Dienstfahrzeugen ein verzögerungsfreieres Ausfahren zu ermöglichen. Seit Wiederaufnahme des Schulbetriebes kam es an ebenjener Stelle zu etlichen Gefahrensituationen, weil die überbreite Straße manchen Autofahrenden zum Beschleunigen und nicht zu erhöhter Rücksicht verleitete.

Strahlend und deutlich

Diese markante Stelle wurde nun durch einen gestrichelten Bereich deutlich hervorgehoben und bietet Kindern ind Jugendlichen mehr Sicherheit auf dem Schulweg, .Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Eisernstein und vom Leibniz Gymnasium wurden heute von der Insel überrascht. Die ersten jungen Menschen waren noch skeptisch und zögernd, doch die markante Markierung fiel den motorisierten Verkehrsteilnehmenden sofort auf.

Bleibt zu hoffen, dass diese Markierung auch die Elterntaxen und andere nicht notwendige Fahrende vom Rasen im Bereich der Kreuzung und der folgenden Bushaltestelle abhält, damit niemand auf dem Schulweg gefährdet wird.

Corona: Positiver Test an Albert-Einstein-Gesamtschule

Es gibt einen neuen Infektionsfall an der Albert-Einstein-Gesamtschule, der heute dem Gesundheitsamt bekannt wurde. Es handelt sich diesmal um ein Kind aus der Klasse 6c, das letztmalig am Dienstag vergangener Woche, 8. September, am Unterricht teilgenommen hat. Seit Mittwoch, 9. September, befindet es sich mit Erkältungssymptomen krank zu Hause. Gestern wurde es auf das Coronavirus getestet.

In der Folge gilt für die Klasse 6c sowie für die Lehrkräfte, die am 8. September die Klasse unterrichtet haben, häusliche Quarantäne bis einschließlich Mittwoch, 23. September. Am Montag, 21. September, wird das Gesundheitsamt alle Personen auf Covid-19 testen.
(Hinweis: Die Anzahl der betroffenen Lehrkräfte kann erst morgen vermeldet werden, Ermittlungen der Gesundheitsbehörde laufen derzeit.)

Schule informiert

Die Eltern der von Quarantäne betroffenen Schülerinnen und Schüler werden zurzeit von der Albert-Einstein-Gesamtschule informiert. Auch Informationen und Entscheidungen über die Weiterführung des Unterrichts erhalten Eltern und Schülerschaft von der Schule.

Geänderte RKI-Richtlinien kommen zur Anwendung

Die aktualisierten RKI-Richtlinien regeln nunmehr, dass im Fall von positiv getesteten Schülerinnen und Schülern, die infiziert am Unterricht teilgenommen haben, die gesamte Klasse die Anordnung der Quarantäne des zuständigen Gesundheitsamtes erhalten. Bei den Lehrkräften, die in diesen Klassen unterrichtet haben, erfolgt die Bewertung individuell. Die Empfehlungen des RKI gelten hier in erster Linie also für den Klassenverband.

Nach wie vor gilt die Maßgabe des RKI, dass Kontaktpersonen von Kontaktpersonen keine Anordnung der Quarantäne erhalten.

Weiter gilt die dringende Empfehlung von Krisenstab und Gesundheitsamt

Krisenstab und Gesundheitsamt bitten in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie eindringlich darum, dass weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Die Pandemie ist in Remscheid nicht vorüber. Aktuell steigt die Anzahl der infizierten Personen wieder. Daher ist nicht auszuschließen, dass durch unvorsichtiges Verhalten ein weiterer Anstieg der Infektionen erfolgt und Personengruppen erreicht werden können, für die die Infektion mit dem Corona-Virus einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen kann.

In der Zeit nach dem Schuljahresbeginn konnte bis heute festgestellt werden, dass die Infektionen – insbesondere bei Reiserückkehrenden – in Familien und Nachbarschaften übertragen und nur in wenigen Fällen Übertragungen in der Schule festgestellt wurden. Daher ist insbesondere im privaten Bereich verstärkt darauf zu achten, dass die Corona-Regeln eingehalten werden und bei dem Auftreten von Symptomen Zusammenkünfte mit mehreren Personen, also Familienfeiern, Sportverein, Schule, Kita, Hochzeiten etc. vermieden werden, bis eine Abklärung der Infektion erfolgt ist.

Ausschreibung des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2021

Am 8. Juni 2021 vergibt die Deutsche Bischofskonferenz zum vierten Mal den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Bewerbungen und Vorschläge können bis zum 30. November 2020 beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz eingereicht werden.

„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind weiterhin drängende Probleme unserer Gesellschaft und kommen auch in der Kirche vor. Seit der ersten Verleihung unseres Preises 2015 hat fremdenfeindliche Gewalt leider noch zugenommen“, erklärt der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz und Jury-Vorsitzende, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg).

Mit dem Preis sollen Personen, Gruppen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus engagieren oder sich prägend an ökumenischen bzw. gesellschaftlichen Initiativen beteiligen. „Viele Menschen in unseren Gemeinden und kirchlichen Verbänden engagieren sich mit Kreativität, Leidenschaft und Mut für Zusammenhalt und Verständigung in der Gesellschaft. Sie treten jeden Tag für die Würde aller Menschen ein, auch angesichts von Anfeindungen und in einem Klima der Verunsicherung. Wir möchten diesen Einsatz würdigen und mit der Auszeichnung diese Initiativen als Beispiel und Ermutigung für andere bekannt machen“, so Erzbischof Dr. Heße.

2019: Der Lotsenpunkt ist Sieger mit „Weltort Lennep“

Die Deutsche Bischofskonferenz hat den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf Anregung der Migrationskommission 2015 zum ersten Mal ausgelobt. Er ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und kann auf bis zu drei Preisträger aufgeteilt werden. Verliehen wird der Preis auf Vorschlag einer fachkundigen Jury durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing.

Die Preisverleihung wird am 8. Juni 2021 in Köln stattfinden. Aus dem Erzbistum Köln stammt auch der Gewinner des dritten Preises gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2019, die Initiative „Global Village: Weltort Lennep“ der Remscheider Kirchengemeinde St. Bonaventura.

Hinweise

Personen, Gruppen oder Initiativen können sich entweder selbst um den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Bewerbungen oder Vorschläge sind bis zum 30. November 2020 per E-Mail an das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz zu senden (preis-gegen-fremdenfeindlichkeit@dbk.de). Sie sollten folgendermaßen aufgebaut sein: (1) Kurzbeschreibung des Engagements (max. eine halbe DIN-A4-Seite), (2) ausführlichere Beschreibung (ca. zwei DIN-A4-Seiten), (3) ggf. eine Auswahl weiterer Materialien wie z. B. Bilder oder elektronische Publikationen.

Der Flyer zur Ausschreibung, ein Plakat (DIN A3) sowie weitere Informationen sind unter www.dbk.de/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit-und-rassismus verfügbar. Print-Versionen des Flyers mit Informationen zur Ausschreibung sowie das Plakat können auf www.dbk.de auch kostenfrei in der Rubrik Publikationen bestellt werden.