Situation Kinderärztinnen und Kinderärzte

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Anfrage der Fraktion.

Sehr geehrte Frau Bluth,
sehr geehrter Herr Kucharczyk,

die Fraktion DIE Linke im Rat der Stadt Remscheid bittet Sie, folgende Fragen für die nächsten Sitzungen der oben genannten Ausschüsse schriftlich zu beantworten.

  1. Wie schätzt die Verwaltung die tatsächliche Versorgung mit Kinderärztinnen und Kinderärzten derzeit in Remscheid ein?
  2. Welche Kinderärzte oder Kinderärztinnen in Remscheid nehmen zurzeit noch neue Patientinnen und Patienten auf?
  3. An wen können sich betroffene Eltern wenden, wenn sie keine Kinderärztinnen oder -ärzte mit freien Kapazitäten innerhalb Remscheids finden?

Begründung

Aus einem Bericht der Bergischen Morgenpost vom 11.02.22 geht hervor, dass es in Remscheid laut kassenärztlicher Vereinigung eine „Überversorgung“ mit Kinderärztinnen und Kinderärzten geben soll. Dies entspricht aber in keiner Weise den Erfahrungen vieler Eltern, die verzweifelt nach einer Kinderarztpraxis suchen, die die medizinische Versorgung für ihr Kind gewährleisten soll. Dass Eltern bei der Suche „sich nicht entmutigen lassen sollen“ mag zwar eine nette Aufforderung sein, hilft aber besorgten Eltern mit einem kranken Kind leider gar nicht! Und auch Hinweise auf die Corona-Situation oder saisonale Spezifika reichen als Antwort nicht, da genannte Probleme schon länger und über alle Jahreszeiten hinaus bestehen.

Remscheid, den 13.02.22

Brigitte Neff-Wetzel
(Fraktionsvorsitzende)
Peter Lange
(Ratsmitglied)
Michael Eisele
(Sachkundiger Einwohner)

Sven Wolf: „Der Ärger ist gerade an den Grundschulen unbeschreiblich groß“

Zur seit Wochen angespannten Corona-Situation an den Schulen in Remscheid erklärt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für die Städte Radevormwald und Remscheid:

„Seit Monaten fordert die SPD-Landtagsfraktion von der schwarz-gelben Landesregierung einen Plan B, damit die Schulen sich auf die steigenden Infektionszahlen einstellen und ihren Schulbetrieb hierauf abstimmen können. Mit großer Sorge haben wir zuletzt in der Aktuellen Stunde vom 24.01.2022 die Landesregierung befragt, wie es bezüglich der Priorisierung bei den PCR-Tests an den Schulen in NRW weitergeht.

Die Befürchtung, dass Schulministerin Yvonne Gebauer zunehmend überfordert ist, hat sich nun bestätigt. Trotzdem wird weiterhin auf Sicht gefahren. Und das auf Kosten der Schülerinnen und Schüler sowie der engagierten Lehrkräfte und Eltern.

Auch vor Ort bei uns in Remscheid wurden von Vielen Sorgen und Bedenken an mich herangetragen, zuletzt in guten und ausführlichen Gesprächen mit der Stadtschülervertretung und der Stadtelternvertretung. Dabei wurde deutlich, dass gerade an den Grundschulen der Ärger unbeschreiblich groß ist. Herr Neldner von der Stadtelternvertretung berichtete mir, dass manche Eltern fragten, warum das Verfahren für die Einzeltests wie an den weiterführenden Schulen nicht auch auf die Grundschulen ausgeweitet werde.

Eltern und Schüler fühlen sich ohnmächtig. Auch an den Remscheider Grundschulen sah man an verschiedenen Standorten weiße Fahnen aus den Fenstern hängen. Die Schulleitungen kapitulieren vor der derzeitigen Situation. Nicht weil es an Einsatz mangelt, sondern an Unterstützung und rechtzeitiger Information seitens des Ministeriums. Das Chaos ist perfekt. Ende letzter Woche erreichte mich auch ein offener Brief der GEW in Remscheid. Darin wurde nochmal eindrücklich der erhebliche Zeitaufwand und die Belastung für das Lehrpersonal und die Schülerschaft beschrieben, die aus der derzeitigen Testsituation entstehen. Ich appelliere an die Schulministerin, dass schnell und klug auf die berechtigten Sorgen von Schülern, Eltern und Lehrern eingegangen wird. Eine pragmatische Lösung vor Ort könnte es beispielsweise sein, mobile Teststationen auf den Schulhöfen einzusetzen, wie es die GEW in ihrem Schreiben fordert.“

Einstellung des Planverfahren B-Plan 672

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Antrag zur Sitzung der BV Lennep am 30.03.2022 Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz am 22.03.2022 und des Rates am 28.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten folgenden Antrag auf die Tagesordnung der BV Lennep am 30.03.2022 Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz am 22.03.2022 und des Rates am 28.04.2022 zur Abstimmung zu stellen:

Das Planverfahren des Bebauungsplans 672 Gebiet östlich Bahnof Lennep, westlich der Straße am Am Bahnhof und das Geviert zwischen den Straßen Robert-Schumacher-Straße, Alte Kölner Straße, Kölner Straße und Am Johannisberg wird eingestellt.

Begründung

Die Grundlage des B-Planes 672 ist die 7. Flächennutzungsplanänderung sowie das kommunale Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2014. Im Rahmen dieses Konzeptes, wurde die Ansiedlung des DOCs als „politisch gewollter Beitrag, als gegebene Planungsabsicht“ in die Konzeption und Zielstellungen des Einzelhandelskonzeptes implementiert und als sachgerechte Grundlage für die 7. Flächennutzungsplanänderung dargestellt.

Da der B-Plan 672 als verbindlicher Bauleitplan aus den Vorgaben des Flächennutzungsplans aufgestellt wird und die DOC Planungen eingestellt werden, entsprechen die aus dem kommunalen Einzelhandelskonzept abgeleitete Darstellungen der Versorgungsbereiche Stadtbezirkszentrum/DOC Lennep (ZVB) nicht der Realität und können daher auch nicht als sachgerechte Grundlage zur Begründung des B-Planes Nr. 672 herangezogen werden.

Gem. der textlichen Begründung soll damit zur „Erhaltung und Entwicklung des zentralen Versorgungsbereiches Stadtbezirkszentrum / DOC Lennep beitragen und die städtebauliche Situation im Plangebiet geordnet werden. Ein Versorgungsbereich mit der besonderen Funktion „DOC“ mit einem spezifischen Sortiments- und Warenangebot wird es nicht geben.

Es besteht nunmehr keine Notwendigkeit im Plangebiet Erweiterungen von Verkaufsflächen auf 800 qm zu begrenzen und somit dem Einzelhandel weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu entziehen.

Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid e.V.
Bettina Stamm

Remscheid, 13.02.2022

Zum DOC-Aus: Schuld sind immer die anderen

Pressemitteilung von der Bürgerinitiative Lennep e.V.

Schuld sind immer die anderen, so hieß bereits 2016 ein von mir verfasster Klartext (Klartext 2/2016). Damals beschwerten sich die Remscheider Verantwortlichen für das DOC Projekt über die Klage der Stadt Wuppertal gegen das Projekt.

Auch sechs Jahre später, jetzt nach dem endgültigen Aus für das DOC Projekt, hat sich an der Grundhaltung von damals nichts geändert. Schuld sind jetzt die Kläger, die Gerichte, die angebliche Minderheit der DOC Gegner usw.. Keine Ausrede erscheint dumm genug, um die Schuld am Scheitern des Projektes auf andere abzuwälzen, um sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen.

Wie eh und je wird von einer großen Chance für Lennep gesprochen, welche die Realisierung des DOC Projektes doch gewesen sei, ungeachtet der Tatsache, dass andere DOC Städte wie Soltau und Neumünster mit massiven Leerständen in ihren Innenstädten zu kämpfen haben.

Wer so einseitig wie die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung alles auf eine Karte, nämlich auf ein einziges Projekt dieser Größe setzt und dann die Bürgerinnen und Bürger so wenig mitnimmt, wie dies in Lennep geschehen ist, der fordert Kritik und Klagen durch ansässige Bürger und Bürgerinnengeradezu heraus.

Die Abstimmung zur Blume auf Lennep zu übertragen war dreist und undemokratisch; viele Bürgerinnen und Bürger regen sich heute noch darüber auf. Die BI Lennep hat damals eine solche Abstimmung nachdrücklich eingefordert, die Antwort bestand aus überheblicher Ablehnung. Damals hatte man offenbar Angst vor einem negativen Votum einer zweiten Abstimmung für den Standort Lennep (Beitrag von rs1.tv vom 25. März 2015).

Dazu wiesen die Gutachten erhebliche Mängel auf. Hier wurden die Zahlen so zurechtgebogen wie es gerade passte. Zu nennen sind hier vor allem die Besucherzahlen und der Besetzungsgrad der PKW, man versuchte die täglichen Fahrten kleinzurechnen um die Verkehrsproblematik zu verharmlosen. Zudem gab es viel Widersprüchliches im Vergleich zu den vorherigen Gutachten zum Standort Blume. Aber auch bei den umstrittenen Gutachten war man zu einer Überprüfung und mehr Transparenz nicht annährend bereit.

Schließlich wurden die Einwendungen zum Bebauungsplan 657, die von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern eingereicht worden waren, mit bloßen weitgehend inhaltsleeren Textbausteinen von der Verwaltung beantwortet.

Überhaupt galt nach der Aufstellung des Bebauungsplans 657 die Hauptsorge den Klagen der Stadt Wuppertal; die Sorgen und Bedenken der Remscheider Bürger und Bürgerrinnen dagegen ließen die Verantwortlichen kalt.

In der Öffentlichkeit wurde stets so getan, als komme das DOC sowieso, mit den paar Klägern aus Lennep werde man schon fertig. Es wurde bis zuletzt kein Zweifel daran gelassen, dass das DOC kommt.

Dabei war aus juristischer Sicht nach dem Urteil von Münster bereits klar, dass dieser Bebauungsplan keine Chance auf Realisierung mehr hatte.

Trotzdem stellte man es in der Öffentlichkeit stets so dar, als sei das Urteil von Münster ein bloßer Ausrutscher des OVG gewesen.

Alle am Projekt Beteiligten wussten lange vor dem OVG Urteil von Münster, dass die Realisierung durchaus nicht sicher war, dennoch versuchte man u.a. mit der Zerstörung von Teilen des Röntgenstadions, mit dem DOC- gerechten Ausbau von Straßen und nicht zuletzt mit dem Bau der 800.000 Euro teuren Lärmschutzmauer vollendete Tatsachen zu schaffen.

Schuld am letztlichen Scheitern des Projektes sind nicht die Kläger, nicht die Outlet Gegner, schuld sind einzig und allein Rat, Verwaltung und der Investor. Sie haben einen riesigen Apparat für die Realisierung des Projektes instrumentalisiert, haben viele, zu viele Ressourcen in der Verwaltung über einen sehr langen Zeitraum auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger einseitig gebunden, ganz zu schweigen von der Armada von Rechtsanwälten, die sie bis zuletzt beschäftigten.

Trotz dieses unglaublich hohen Aufwandes ist es Stadt und Investor nicht gelungen, einen rechtwirksamen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen.

Nach dem beschriebenen Versagen mit dem Finger auch andere zu zeigen, mag bequem sein, ist aber nicht die richtige Schlussfolgerung aus dem Scheitern des DOC Projektes.

Genau in dieser selbstverständlichen Art andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen, die eigenen Fehler nicht erkennen zu wollen und zu akzeptieren um aus diesen zu lernen, liegt das tiefere Problem in Remscheid.

Die Projekte Gewerbegebiet Blume, DOC Blume, DOC Lennep sind alle mit dem Einsatz von viel Steuergeld und großem Aktionismus angegangen worden, ohne dass die rechtlichen Rahmenbedingungen vorab geklärt wurden.

Mit den geplanten Gewerbegebieten Erdbeerfelder und Gleisdreieck warten vermutlich schon die nächsten Pleiten, da auch diese Projekte nach „Remscheider Art“ ebenso chaotisch aufgesetzt wurden. Es braucht eine Wende in der Art und Weise der Stadtplanung, ansonsten wird es noch öfter heißen „Schuld sind immer die anderen“.

Peter Lange
Vorsitzender der Bürgerinitiative Lennep e.V.

Parken am Testzentrum in der Alten Feuerwache

Das Testzentrum Remscheid Lüttringhausen hat eine öffentliche Stellungnahme zu einer Anfrage der CDU-Lüttringhausen an die Bezirksvertretung Lüttringhausen abgegeben. Die Anfrage trägt den Titel „Problematische Parksituation am Corona-Testzentrum“.

Die CDU Lüttringhausen empfindet die Parksituation am Corona-Testzentrum an der Alten Feuerwache als prekär und sieht auf beiden Seiten des Testzentrums, also in der Richard-Koenigs-Straße und Am Schützenplatz rücksichtslose Parkende. Dazu bezieht die Ansari & Gier Group GmbH als Betreibende des Testzentrums wiefolgt Stellung:

„Wir bedauern das Falschparken einzelner Kunden und sind sehr daran interessiert, gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den Anwohnern eine Lösung zu finden. Dafür ist es jedoch zwingend notwendig, dass auch wir über dieses Anliegen befragt werden. Leider hat die Lüttringhauser CDU-Fraktion in keiner Weise vor der Anfrage an den Oberbürgermeister Kontakt zu uns aufgenommen. Die Betreiber des Testzentrums, die Ansari & Gier Group GmbH, werden sich nun eigenständig mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzen und versuchen, eine angemessene Lösung zu finden. Seit Januar ist bereits eine Sicherheitsfirma beauftragt, diese kann sich jedoch nur um das Betriebsgelände kümmern und verweist ankommende Fahrer in der Regel auf die nahegelegenen kostenlose Parkplätze. Anregungen und Kritik zum Testzentrum, Ablauf oder zur Parksituation werden gerne via E-Mail unter feedback@ansarigier.de entgegengenommen.“

Testzentrum Remscheid-Lüttringhausen

Das Corona-Testzentrum in Lüttringhausen wird von der Ansari & Gier Group GmbH mit über 50 Angestellten betrieben. Es befindet sich in der Richard-Koenigs-Straße 1 in 42899 Remscheid, der Zugang erfolgt über die Straße Am Schützenplatz. Das Parken am Straßenrand ist untersagt, in unter 100m Entfernung zum Testzentrum gibt es einen öffentlichen und kostenlosen Parkplatz.

Das größte Testzentrum von Remscheid hat täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet, auch an Feiertagen.

Termine können bequem und schnell online vereinbart werden: www.remscheid-testzentrum.de

Stand: 14. Februar 2022

Fastenaktion: Sieben Wochen ohne Stillstand

Der Flair-Weltladen in Lüttringhausen startet seine Fastenaktion.

Der Flair-Weltladen-Lüttringhausen lädt zum 3. Mal dazu ein, die Fastenzeit zu nutzen, um fair gehandelte Produkte zu kosten und sich mit den Kooperativen, die im globalen Süden wertvolle Lebensmittel produzieren, zu solidarisieren. Vom 2. März an können sieben Wochen lang, jeweils mittwochs, vorbereitete Tüten in der Gertenbachstraße 17 abgeholt werden. Sie enthalten zu unterschiedlichen Gerichten Bio-Qualität-Produkte aus dem Fairen Handel im Wert von 11 Euro.

„7 Wochen ohne Stillstand“ heißt in diesem Jahr die Fastenaktion der Evangelischen Kirche. Der Flair-Weltladen interpretiert das Thema so, dass in jeder Tüte Rezepte mitgereicht werden, für die dann auch fair gehandelte Produkte in der Tüte zu finden sind. So kann „Bewegung“ in die Mahlzeiten kommen und die Freude beim Kochen wachsen. „Rote-Linsen-Suppe mit Reis und Paprika“ heißt besipielsweise ein Rezept oder „Gebratene Möhren mit Bulgur und Kräuter-Joghurt“.

Abonnieren kann man die „Fairen Tüten“ per Mail (flairweltladen@t-online.de) oder am Telefon (02191-564016). Bei der Anmeldung bitte die Adresse und Telefonnummer nicht vergessen! Bezahlt werden die sieben Tüten bei Abnahme der ersten Tüte insgesamt.

Über Anmeldungen freut sich das Weltladen-Team bis zum 21. Februar 2022.

Handzettel zur Fastenaktion 2022

Öffentliche Informations-Veranstaltungen

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Anfrage der Fraktion.

Sehr geehrter Oberbürgermeister Mast-Weisz,

die Fraktion DIE Linke im Rat der Stadt Remscheid bittet Sie, folgende Fragen auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Rats zu stellen und zu beantworten.

Als Alternative für einige der ausgefallen offiziellen Ausschusssitzungen hat die Verwaltung den Mitgliedern sogenannte Video-Informationsveranstaltungen via Zoom angeboten. Beispielsweise für den Ausschuss Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 26.01.22 und für die BV-Lennep am 15.02.22. Dazu stellen sich uns folgende Fragen:

  1. Wieso waren/sind diese Veranstaltungen nicht öffentlich?
  2. Plant die Verwaltung in Zukunft derlei Informationsveranstaltungen auch den Bürgerinnen und
    Bürgern oder wenigstens Vertreter:innen der Presse zugänglich zu machen?
  3. Werden die Sitzungen protokolliert und wenn ja, sind die Protokolle öffentlich zugänglich?

Begründung

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid begrüßt aufgrund der hohen Inzidenz generell die sogenannten Informationsveranstaltungen als Alternative zu den ausgefallenen Ausschusssitzungen. Auch wenn auf den Veranstaltungen keine offiziellen Beschlüsse getroffen werden können, können zumindest wichtige Themen diskutiert und Fragen gestellt werden – und an wichtigen und interessanten Themen mangelt es zurzeit nicht.

Gerade deswegen wundern wir uns darüber, dass solche Informationsveranstaltungen der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Besonders in Pandemie-Zeiten, wo bei nicht wenigen Menschen das Vertrauen in die Politik geschwächt wurde, wäre Transparenz immens wichtig und es sollte auf keinen Fall der Eindruck von „Politik hinter verschlossenen“ Türen entstehen. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben das Recht auf Information und Partizipation – v.a. bei so wichtigen Themen, wie der Corona-Situation an Schulen und Kitas oder dem DOC-Aus, das bei der Informationsveranstaltung der BV-Lennep auf der Tagesordnung steht und welches entscheidend für die gesamte Stadtentwicklung ist.

Wir haben Verständnis für die Situation der Verwaltung, welche auch unter der Corona-Pandemie und vielen Ausfällen leidet, doch erweiterte Zugänge für die Öffentlichkeit oder wenigstens für die Presse bei den Videokonferenzen zu schaffen, sollten keinen erheblichen Mehraufwand darstellen. Man könnte es auch als Chance ansehen, bei der digitalen Bürgerbeteiligung einen Schritt nach vorne zu gehen. Auch die bei normalen Sitzungen obligatorische Protokollierung hätte nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für die Mitglieder der Ausschüsse einen Mehrwert.

Remscheid, den 13.02.22

Brigitte Neff-Wetzel
(Fraktionsvorsitzende)
Peter Lange
(Ratsmitglied)
Axel Behrend
(Ratsmitglied)

Anmeldung zur Firmvorbereitung

Die Anmeldungen zur Firmvorbereitung 2022 in Lennep und Lüttringhausen stehen bevor.

Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Regel mindestens das 16. Lebensjahr in 2022 vollenden und katholisch sind, können sich zur Firmung anmelden. Für die Anmeldung sind eine Taufbescheinigung oder das Familienstammbuch und 30 Euro Anmeldegebühr mitzubringen.

Anmeldetermine

Die Anmeldung in Lennep erfolgt am Montag, 21. März oder Donnerstag, 24. März 2022 jeweils von 18 bis 20 Uhr im Pfarrbüro von St. Bonaventura in der Hackenberger Straße 1a in 42897 Remscheid-Lennep.

Die Anmeldung in Lüttringhausen erfolgt am Montag, 28. März oder Donnerstag, 30. März 2022 jeweils von 18 bis 20 Uhr im Pfarrbüro von Heilig Kreuz in der Richard-Pick-Straße 4 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen.

Weitere Informationen gibt es per E-Mail bei Olivia Klose: olivia.klose@erzbistum-koeln.de

Katechet*innen gesucht

Das Katechet*innenteam von St. Bonaventura und Heilig Kreuz sucht mit folgendem Sharepic noch weitere Unterstützende.

Sharepic: Katholische Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz

Dächer der Verwaltung nutzbar machen

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Antrag zur Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung und Klimaschutz am 22.03.2022 und zur Sitzung des Rates am 28.04.2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz,

die Fraktionen SPD, GRÜNE und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der o.g. Sitzung stellen zu lassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, bei allen Dachsanierungen und entsprechenden Dachausführungen bei Neubauten der Verwaltung und im Konzern Stadt, eine Photovoltaikanlage/ Solarthermieanlage zu errichten und/oder eine Dachbegrünung zu installieren, sofern diese Maßnahmen nicht mit dem Denkmalschutz kollidieren.

Begründung

Bei der Entwicklung der Solarstadt Remscheid muss der Konzern Stadt ambitioniert vorangehen und eigene Potentiale zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung konsequent nutzen. Auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Stadtverwaltung ist es zudem auch aus Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten sinnvoll, möglichst große Anteile unseres regenerativen Energiebedarfs durch eigene Produktion zu decken. In diesem Sinne wird der Einsatz von Photovoltaik und/ Solarthermie zukünftig bei allen Neubauten und Dachsanierungen von Gebäuden im Eigentum des Konzerns Stadt standardmäßig (und ggf. denkmalgerecht) eingeplant.

Zur Förderung eines gesunden Mikroklimas und eines sorgsamen Umgangs mit Regenwasser werden zusätzlich oder – bei für die Energieproduktion ungeeigneten Dachflächen – alternativ Dachbegrünungen eingeplant.

Mit freundlichen Grüßen
gez.

Sven Wolf
Fraktionsvorsitzender

David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Sven Chudzinski
Fraktionsvorsitzender

Kulturkreis: Ulla Wilberg kündigt Abschied an

Ulla Wilberg legt die Leitung vom Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen zum Ende des Monats April 2022 nieder.

„Ich habe als Ratsmitglied viele Verpflichtungen und werde auch von meinen Kindern und vier Enkelkindern gebraucht. Ich habe den Kulturkreis im Oktober 2019 übernommen, weil sich damals niemand anders bereit fand, die Aufgabe zu übernehmen. Außerdem wollte ich die unvollendeten Pläne von Volker Beckmann zu Ende führen und seine Dinge in Ordnung bringen, die er nicht zu Ende führen konnte. Das ist mir gelungen. Mit einem kleinen Kreis aktiver Mitlieder haben wir in den letzten zweieinhalb Jahren Erstaunliches auf die Beine gestellt“, resümiert Ulla Wilberg.

Den Kulturkreis.jetzt möchte Wilberg in die Hände der jungen Mitglieder im Heimatbund legen, denen sie tolle Ideen attestiert.

Hoffnungen hegt Ulla Wilberg dafür, dass sich der Heimatbund Lüttringhausen aktiv in die Zukunft vom Bahnhof Lüttringhausen einbringt. Am 27. April 2022 findet ein Töttern zur Landtagswahl im CVJM-Saal statt, das wird Wilbergs letzte Veranstaltung als Leiterin vom Kulturkreis.jetzt sein.

Testsituation Schulen und Kitas

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Anfrage der Fraktion.

Sehr geehrte Frau Bluth,
sehr geehrter Herr Kucharczyk,
sehr geehrter Herr Neuhaus,

die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid bittet Sie, folgende Anfragen zu den oben genannten Sitzungen schriftlich zu beantworten:

  1. Wie gestaltete sich die Durchführung der Pooltests in den teilnehmenden KiTas in der ersten Woche nach Einführung dieser Testung?
  2. Wie oft haben die Pooltests in den ersten Wochen angeschlagen, also ein positives Corona-Testergebnis angezeigt?
  3. Wie viele Kinder und Erzieher:innen wurden in der Einzeltestung anschließend je Pool positiv getestet?
  4. Warum müssen die Erzieherinnen und Erzieher sich an der Pooltestung beteiligen und können nicht separat getestet werden?
  5. Ist es richtig, dass KiTa- Kinder zwei Wochen nach einer Genesung von COVID 19 wieder an den Pooltests teilnehmen sollen, Grundschulkinder aber erst nach acht Wochen?
    Wenn ja, was ist der Grund für diese unterschiedliche Handhabung? Denn Genesene können mitunter noch Wochen nach ihrer Erkrankung positive Testergebnisse liefern, von denen dann (im Falle der Pooltestung) die gesamte Gruppe betroffen wäre.
  6. Uns erreichten etliche Klagen von Eltern, dass sie erst nachts oder morgens davon unterrichtet wurden, dass der Pooltest in der KiTa- Gruppe ihres Kindes positiv war und dass ihr Kind an diesem Tag zur Einzeltestung in die KiTa kommen soll, dort aber nicht betreut wird.

    Ist das richtig so? Wenn ja; ist der Verwaltung klar, welche Schwierigkeiten berufstätige Eltern (Alleinerziehende) möglicherweise bei der Betreuung ihrer Kinder bzw. bei ihrem Arbeitgeber:innen haben? Gibt es Überlegungen, dies grundsätzlich anders zu handhaben? Welche Möglichkeiten hat die Verwaltung mittlerweile gefunden, um Eltern besser zu unterstützen?
  7. Warum können die Pooltests und die Einzeltests nicht direkt hintereinander durchgeführt werden, so wie das zunächst auch in den Grundschulen gemacht wurde? Falls das beauftragte Labor dies nicht durchführen kann, warum wird kein anderes Labor beauftragt?
  8. Welche Regelungen gibt es für Kinder, die nicht am Pooltest in der KiTa teilnehmen (können),
    a. weil die Eltern der Pooltestung nicht zugestimmt haben
    b. weil die KiTa- Kinder bei der Testung aus unterschiedlichen Gründen nicht anwesend sind?

Begründung

Im Hauptausschuss vom 20.01.22 wurde mit großer Mehrheit die Pooltestung in KiTas beschlossen. Viele Eltern setzten große Erwartungen in diese Tests und erhofften sich ein sicheres Testverfahren für ihre Kinder sowie eine praktikable und einfache Durchführung. Leider scheint es bei der Durchführung der Testung zumindest anfänglich noch erhebliche Schwierigkeiten zu geben. Eltern – zurzeit schon zerrieben zwischen Gesundheitsfürsorge für die Familie, Betreuung der Kinder und Beruf – geraten zusätzlich in Stresssituationen, wenn sie etwa erst kurzfristig erfahren, dass der Pooltest ein positives Ergebnis aufweist und ihr Kind nicht betreut werden kann – und dies möglicherweise zweimal pro Woche (jeweils der Tag nach dem Test). Zudem konnte das beauftragte Labor bereits in der ersten Woche die Ergebnisse der Einzeltests nicht – wie zugesagt – zeitnah zur Verfügung stellen, sodass weitere Zeit der Unsicherheit und der Nicht-Betreuung verging.

Vielfach sind Eltern und anderen Betroffenen Bestimmungen und Verfahren zur Testung unklar. Begründet auch darin, dass Regelungen nicht immer einheitlich – etwa in KiTa und Schule – durchgeführt werden oder sich auch oftmals ändern. Dies führt naturgemäß zur weiteren Verunsicherung. Wir erhoffen uns durch die Beantwortung dieser Anfragen mehr Klarheit und wünschen uns weitere Überlegungen, wie man den Eltern und auch den KiTa-Mitarbeiter:innen in diesen extrem schwierigen und für viele existenziell bedrohlichen Situationen beistehen kann.

Remscheid, den 11.02.22

Brigitte Neff-Wetzel
(Fraktionsvorsitzende)
Peter Lange
(Ratsmitglied)
Michael Eisele
(Sachkundiger Einwohner)

Erreichung der Klimaziele

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Anfrage zur Sitzung des Rates am 03.03.2022

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Rat 2014 hat die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und folgende Leitziele zur
CO2-Minderung in Remscheid beschlossen:

  1. Die örtlichen CO -Emissionen werden bis 2022 um 14 % gegenüber 2011 gesenkt.
  2. Der Strombedarf in Remscheid sinkt bis 2022 um 5 %.
  3. Der Energiebedarf für Warmenutzungen in Haushalten in Remscheid
    sinkt bis 2022 um 15 %.
  4. Der Anteil örtlicher erneuerbarer Energien am jeweiligen Strombedarf steigt bis
    2022 auf 3,5 %.
  5. Der Anteil erneuerbarer Warmeerzeugung incl. Abwarmenutzung am jeweiligen
    Warmebedarf steigt bis 2022 auf 5 %.
  6. Der Anteil der Kraft-Warme-Kopplung am Strombedarf steigt bis 2022 auf 5 %.
  7. Effizienzsteigerung und Klimaschutz in Unternehmen sind wichtige Bausteine der
    Remscheider Wirtschaftsförderung. Es wird angestrebt, mit den örtlichen
    Unternehmen eine Vereinbarung zur freiwilligen Reduzierung der CO2 Emissionen
    im Gewerbe um 20 % bis 2022 abzuschließen.
  8. Im innerstadtischen Verkehr wird das Fahrrad zum wichtigen Verkehrsmittel. 10 %
    der PKW-Fahrten sollen bis 2022 durch das Fahrrad und den OPNV ersetzt
    werden.

Wurden alle Ziele erreicht? Wenn nein, welche Maßnahmen oder Aktivitaten sind geplant
um die gesteckten Ziele zu erreichen?

Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid e.V.
Bettina Stamm
Remscheid, 13.02.2022