Komm klar: Hilfe für Jugendliche aus suchtbelasteten Familien

Mit der neuen Gruppe „Komm klar“ will das Netzwerk „Kleine Helden“ Remscheider Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus psychisch oder suchtbelasteten Familien, wirksam helfen.

Das Remscheider Netzwerk Kleine Helden engagiert sich seit seiner Gründung in 2010 für eine Verbesserung der Situation von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern in Remscheid.

Im Rahmen dieses Engagements hat eine Arbeitsgruppe, in der sich trägerübergreifend sechs verschiedene Netzwerkpartner:innen (Caritasverband Remscheid, Diakonie im Kirchenkreis Lennep, Die Welle gGmbH, Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land, Profam Praxis für Familienberatung, Psychologische Beratungsstelle Remscheid) zusammen getan haben, ein neues Konzept für die Arbeit mit Jugendlichen entwickelt. Es heißt „Komm Klar“ und ist ein Gruppenangebot für Jugendliche aus psychisch oder suchtbelasteten Familien im Alter von 12 bis 17 Jahren als geschützter Raum für Gespräche über Stress, Ängste, Sorgen, die Erkrankungen der Eltern, und andere relevante Themen. Außerdem soll die Gruppe Zeit für gemeinsamen Spaß und das Entdecken von Stärken, Ressourcen und Stabilität bieten.

„Hast Du häufig Stress, fühlst Du Dich manchmal schuldig, wütend, überfordert und allein?“

Diese Fragen und viele Infos stehen in dem Flyer, mit dem auf das neue Angebot aufmerksam gemacht wird. Damit soll es den betroffenen Jugendlichen leichter gemacht werden, dieses Angebot anzunehmen. Das erste der Treffen der „Komm klar“-Gruppe ist am 26. Oktober um 16 Uhr im Kultshock, Stockder Straße 142-148.

Friedrich-Ebert-Platz: Bussteige wegen Abrissarbeiten verlegt

Am Montag, 11. Oktober 2021, beginnen die Abrissarbeiten des Betriebsgebäudes der Stadtwerke Remscheid am Friedrich-Ebert-Platz. Die für den Abriss benötigte Fläche umfasst neben dem Betriebsgebäude selbst auch die Bussteige B1 und B2.

Daraus ergibt sich, dass der Bussteig B komplett gesperrt werden muss. Die Bussteige B1 und B2 werden daher auf die Bussteige A1 und A2 verlegt, der Bussteig B3 wird zum Bussteig A5 verlegt.

Die Bussteige auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Grafik: Stadtwerke Remscheid
Die Bussteige auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Grafik: Stadtwerke Remscheid

Woche der älteren Generation: Abschlussveranstaltung am 9. Oktober

Die diesjährige Woche der älteren Generation neigt sich dem Ende zu. Mit einer Abschlussveranstaltung am kommenden Samstag, 9. Oktober, von 10 bis 14 Uhr in den neben dem Seniorenbüro gelegenen Räumen Markt 13 verabschieden sich die Macherinnen und Macher der beliebten Aktionswoche bis ins nächste Jahr.

Den geselligen Abschluss der Aktionswoche, zu welcher der Remscheider Seniorenbeirat seit vielen Jahrzehnten einlädt, bildet ein geselliges Zusammensein mit kleinem Imbiss und Musik aus den 50er und 60er Jahren, die von Bianca Klever präsentiert wird. Zu sehen ist außerdem eine Ausstellung über gelungene Geschichten von Migrantinnen und Migranten.

Teilnahmevoraussetzung

Es gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet). Entsprechende Nachweise sind mitzubringen und vorzulegen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Link-Tipp

Ein Organist, dem man die Freude ansieht

Jens-Peter Enk spielte ein Konzert in Lüttringhausen.

Der Wuppertaler Organist und Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk ist und bleibt ein gerne gesehener Gast auch in Remscheid. Der Musiker ist immer voll Begeisterung und großer Lust dabei, wenn es gilt Musik zu machen, und das kann man ihm jederzeit ansehen. Er versprüht Lebens- und Musizierlust, erfreut sich an gelungenen Kompositionen, wobei ihm das Genre egal ist, er mag Bach, aber auch moderne Töne. Seine Konzerte bestechen immerzu durch eine geschmackvolle Auswahl der Musik.

Es geht um die Musik und den Willen des Komponisten

So auch am Nachmittag des 3. Oktober, als der Kantor aus Wuppertal-Unterbarmen in der evangelischen Kirche in Lüttringhausen ein Konzert spielte, dessen Erlös für den Erhalt der Orgel gedacht war. Ja, auch Johann Sebastian Bach stand auf dem Programm, sogar zweimal. „Nun danket alle Gott“ aus der Kantate BWV 79 kam vergleichsweise kurz und unspektakulär daher, während die Fantasie C-Dur (BWV 571) alleine durch die Dreiteilung Allegro / Adagio / Allegro über eine gewisse Länge verfügt. Eine Komposition des Bach-Zeitgenossen Johann Gottfried Walther schloss sich an.

Neben dem Tryptichon zu „Lobet den Herren“ der beiden spätromantischen Komponisten Uso Seifert und Max Drischner erklang auch die Musik noch lebender Komponisten. So die Toccata des Amerikaners Matthew H. Corl (geb. 1965), und eine Prelude von David Blackwell, der 1961 geboren wurde. Eine weitere Toccata des usbekischen Komponisten Georgi Mushel (1909 – 1989) rundete das knapp einstündige Programm ab.

Jens-Peter Enk ist nicht daran gelegen, seine zweifelsfrei vorhandene Virtuosität zur Schau zu stellen. Ihm geht es ausschließlich um die Musik und die musikalische Darstellung des vom Komponisten Gewollten. Dabei liegt er immer richtig, hat ein untrügliches Gefühl für geschmackvolle Kompositionen und nimmt sich und seine Fähigkeiten oft zurück. Er ist und bleibt hoffentlich noch lange eine Ausnahmeerscheinung im weltweiten Orgelland.

Epochales Propagandamaterial in den Briefkästen

In Lüttringhausen werden Ausgaben einer Propaganda-Zeitung verteilt: Die Epoch Times. Diese Schmähschrift, die besonders durch ausländerfeindliche Ressentiments auffällt und nun ihren Hang zum Antiwissenschaftlichen auslebt, indem Querdenkenden und deren haltlosen Falschaussagen, etwa zum Thema Impfung, Platz eingeräumt wird.

Wer mit beiden Beinen in unserer demokratischen Grundordnung und einem empirischen Weltbild lebt, sollte dieses gedruckte Pamphlet schnellstmöglich und ungelesen dem Papiermüll zuführen. Auch die dazugehörige Webseite sollte nicht aufgesucht werden.

Verfassungsfeindliche und wissenschaftsfeindliche Pamphlete gehören in den Papiermüll.
Verfassungsfeindliche und wissenschaftsfeindliche Pamphlete gehören in den Papiermüll.

Medien wie diese sind gefährlich, da sie auf den ersten Blick seriös ausschauen. Wem es an Medienkompetenz mangelt, könnte den Eindruck bekommen, dass die dort wiedergegebenen Inhalte stimmen. Jedoch handelt es sich um verfassungsfeindliche Propaganda und Fakenews oder um tendenziöse oder xenophobe Berichterstattung. Verfassungsfeindliche Vereinigungen, wie etwa die AfD oder Die Basis, bedienen sich gerne solcher Pamphlete, um gezielt Desinformation zu verbreiten um ihre Wählenden bei antiwissenschaftlicher Laune zu halten.

Bergische IHK: Aufschwung gewinnt an Breite und erfasst auch den Dienstleistungssektor

Die konjunkturelle Lage der bergischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2021 weiter verbessert. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, die IHK-Präsident Henner Pasch und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge heute (6. Oktober) vorstellten.

An der Umfrage hatten sich 513 Unternehmen mit 24.900 Beschäftigten beteiligt. Mittlerweile beurteilen 36 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut, 48 Prozent als befriedigend und nur noch 16 Prozent als schlecht. Der Geschäftslageindex, der die Differenz der positiven und negativen Lageeinschätzungen wiedergibt, verbessert sich deshalb um 12 auf plus 20 Punkte. „Die Stimmung ist damit besser als unmittelbar vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich ist, dass nach dem Lockern der Corona-Schutzmaßnahmen der Aufschwung auch weite Teile des Dienstleistungssektors erreicht hat“, so Pasch und Wenge wörtlich.

Noch besser sei die Lage derzeit bei vielen Industriebetrieben, insbesondere den Herstellern von Metallerzeugnissen. Zunehmend problematisch seien aber die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe und andere Vorprodukte sowie die häufig auftretenden Lieferengpässe. Unternehmensnahe Dienstleister wie die Speditionen profitieren vom industriellen Aufschwung. Dagegen dämpfen die genannten Lieferschwierigkeiten den Aufschwung im Großhandel. Die Anbieter von kontaktintensiven Dienstleistungen können dank der Öffnungsschritte etwas aufatmen. Sie sind aber noch relativ weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. „Aber nur noch fünf Prozent der Dienstleistungs­unternehmen fürchten ihre Insolvenz – im Frühjahr waren es noch doppelt so viele“, so die IHK-Vertreter.

Wirtschaftliche Lage in Remscheid am besten

Im Vergleich der drei bergischen Großstädte ist die wirtschaftliche Lage in Remscheid derzeit am besten. Das liege nicht zuletzt daran, dass in Remscheid 42 Prozent der Wertschöpfung auf das Produzierende Gewerbe entfallen – wesentlich mehr als in den beiden Nachbarstädten.

Die Unternehmen blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft. Zugleich machen sich viele Betriebe Sorgen, dass die Preise für Vorleistungen weiter steigen und die Versorgungsengpässe zunehmen könnten. „In der Industrie sehen vier von fünf Unternehmen die stark steigenden Rohstoffpreise als ein gravierendes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an. Auch befürchten viele, dass in der neuen Legislaturperiode die Steuern erhöht werden“, machten Pasch und Wenge deutlich. Trotz der Risiken wollen drei von zehn Unternehmen mehr investieren. Auch der Arbeitsmarkt kommt in Bewegung. Über 20 Prozent der Unternehmen möchten Mitarbeiter einstellen, was aber aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels immer schwieriger wird. Besonders davon betroffen sind die Gastronomie, das Verkehrsgewerbe und die Industrie. Mehr als jedes fünfte Unternehmen möchte deshalb die Zahl der Ausbildungsplätze erhöhen.

LTG: Fahrt zum Bochumer Weihnachtsmarkt

Die Lenneper Turngemeinde veranstaltet eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Bochum. Mitfahren dürfen auch Nichtmitglieder.

Für die LTG gehört ein Weihnachtsmarkt einfach zur Weihnachtszeit dazu. Sie freuen sich nicht nur auf Handwerksstände, Glühwein und gebrannte Mandeln, sondern auch auf liebevoll geschmückte Stände und einen Mittelalterlichen Markt. Doch auch Falko Traber, der fliegende Bochumer Weihnachtsmann, ist längst eine eigene Attraktion.

Termin und Anmeldung

Der Ausflug findet am Samstag, 27. November 2021 statt. Abfahrt ist um 13 Uhr am Lenneper Bahnhof, von dort geht es mit dem Bus nach Bochum. Die Rückfahrt ist für 21 Uhr angesetzt, so dass die Tagesreisenden gegen 22 Uhr in Lennep zurückerwartet werden.

Die Kosten für die Fahrt liegen bei 15 Euro pro Person, eine vorherige Anmeldung in der Geschäftsstelle der LTG in der Moll’schen Fabrik, Neugasse 4 in 42897 Remscheid-Lennep, ist unbedingt erforderlich. Die Kosten sind vorab zu begleichen, entweder per Überweisung oder in bar gleich bei der Anmeldung.

Im Bus gilt die 3G-Regel, ein entsprechender Nachweis ist vor Fahrtantritt zu erbringen. Treten vor Beginn der Busfahrt augenscheinliche Symptome einer Atemwegserkrankung auf, wird die entsprechende Person zum Schutz der anderen Reisenden von der Beförderung ausgeschlossen.

Buchpräsentation „Gustav Flohr – Noch ein Partisan!“ am 27. Oktober

Am Mittwoch, 27. Oktober, gibt der Politologe Jörg Becker in der Remscheider Stadtbibliothek einen Einblick in die von ihm herausgegebene und kommentierte Veröffentlichung „Gustav Flohr – Noch ein Partisan!“ und steht im Anschluss für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Der Arbeitersohn, Kommunist und spätere Remscheider Oberbürgermeister Gustav Flohr (1895-1965) war zutiefst geprägt vom Kampf gegen den Faschismus und vom Systemkonflikt des 20. Jahrhunderts. In seinem wechselvollen Leben spiegelt sich die Zerrissenheit der deutschen Arbeiterbewegung vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wie auch manche persönliche Tragik wider.

Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erforderlich

Für die Teilnahme an der Veranstaltung gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen. Der Einlass ist nur nach Voranmeldung bis zum 26. Oktober möglich.

Kontakt

Telefon: 0202 49583-0, E-Mail: anmeldung@bildungswerk-wuppertal.de

Veranstaltende

DGB Stadtverband Remscheid, Katholisches Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid, Rosa-Luxemburg-Stiftung Nordrhein-Westfalen, Kommunales Bildungszentrum Remscheid, Abteilung Volkshochschule sowie Abteilung Öffentliche Bibliothek

Veranstaltungsflyer

Bruder Sturm: Der Pater und die Flüchtlinge in Mexiko

Ausstellung in der Lenneper Altstadt und in St. Bonaventura. Geöffnet von Dienstag bis Samstag jeweils von 9 bis 18 Uhr. Insgesamt läuft die Ausstellung vom 6. Oktober bis 1. November 2021.

Es wird eine Ausstellung von Fotografien, die der Journalist Øle Schmidt in Mexiko gemacht hat, präsentiert. In der Kirche St. Bonaventura sind 13 Bilder zu sehen. Sieben weitere Fotografien säumen den Weg vom Alter Markt in der Lenneper Altstadt über die Berliner Straße Richtung St. Bonaventura. An folgenden Orten finden Sie die Bilder: Gaststätte König von Preußen (Alter Markt 2), Saint Angels Fashion (Berliner Str. 2), beim BMM Schuh- u. Schlüsselservice (Berliner Str. 6), KoKoBE (Berliner Str. 8), Lennep Laden (Berliner Str. 5), Stadtteilbibliothek (Berliner Str. 9) und am Röntgenmuseum (Schwelmer Str. 41).

Das Thema

Bild aus der Ausstellung "Bruder Sturm". Foto: Øle Schmidt
Bild aus der Ausstellung „Bruder Sturm“. Foto: Øle Schmidt

Der Franziskaner Fray Tomás hat die Migrantenherberge „Die 72“ gegründet, nach einem Massaker an 72 Migranten, das die Welt erschütterte. In Mexiko werden nicht nur Migranten auf ihrem Weg ins gelobte Land USA bedroht, sondern auch jene, die den Männern, Frauen und Kindern helfen, die vor Gewalt und Armut aus ihrer Heimat fliehen. In der Herberge können sie essen, duschen und endlich mal wieder durchschlafen.

Fray Tomás klagt an, die korrupten Schläger der Polizei und die Mörder der Kartelle. Ohne Rücksicht zu nehmen – am wenigsten auf sich selbst. Deshalb nennen sie ihn Bruder Sturm. Seine Geschichte hat der Journalist Øle Schmidt in einem Radiofeature für den SWR und mit Fotos dokumentiert. Bilder von Schmidt wurden u.a. von Misereor, Welthungerhilfe oder amnesty international veröffentlicht. Der Journalist lebt im südmexikanischen San Cristobal de Las Casas. Er berichtet aus Lateinamerika für WDR, SWR, die Wochenzeitung „Freitag“ und andere Medien.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals „Dem Leben auf der Spur“ im Jakobsjahr 2021.

Facebook, Instagram und WhatsApp ausgefallen (Update)

Eine große und weltweite Störung beim Unternehmen Facebook, zu dem die sozialen Netzwerke Facebook und Instagram und die Messenger WhatsApp und Facebook gehören, hat alle genannten Dienste lahmgelegt. Seit Montagnachmittag, 4. Oktober 2021, sind alle Services offline. Ironischerweise blieb dem Facebooksprecher nur die Möglichkeit sich via Twitter, einem sozialen Netzwerk der Konkurrenz, für den Ausfall zu entschuldigen. Die Fehlersuche dauert weiter an, unzählige Nutzende bleiben offline.

Update

Nach etwas mehr als sieben Stunden war der Fehler behoben. Eine falsche Einstellung in einem Router soll die Ursache gewesen sein, die die gesamte technische Infrastruktur lahmgelegt hat, wie Facebook auf seiner Webseite schreibt (Update about the October 4th outage).

„Als wäre es ein Verbrechen, eine Roma zu sein“

Veranstaltung in der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall zu der aktuellen Lage von Sinti und Roma.

Im Rahmen der bundesweiten kulturellen Woche 2021 fand am Nachmittag des 1. Oktober eine Veranstaltung statt, in der zum Thema „Phral mende – Wir über uns“ der gleichnamige Film gezeigt, gleichzeitig in Gesprächen und kleinen Fragerunden auf die heutige Situation der Sinti und Roma aufmerksam gemacht wurde. Vierzig Besucher in der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall, die die Veranstaltung in Kooperation mit dem Caritasverband durchführte, unter ihnen Schülerinnen und Schüler, wurden von der Bürgerrechtlerin Fatima Hartmann in Romanes, der Sprache der Sinti und Roma, begrüßt. „Damit Sie alle einmal das Gefühl haben, wie es ist, in einer fremden Sprache angesprochen zu werden.“

Fatima Hartmann befragt die Besucher nach ihren Kenntnissen der Sinti und Roma. Foto: Peter Klohs
Fatima Hartmann befragt die Besucher nach ihren Kenntnissen der Sinti und Roma. Foto: Peter Klohs

In kurzweiligen Fragerunden erfuhren die Gäste Überraschendes: Dass heute noch etwa zwölf Millionen Sinti und Roma leben („Hauptsächlich in Osteuropa.“), dass der Antiziganismus seit mehr als 500 Jahren praktiziert wird, das fast alle Religionen bei den Sinti und Roma vertreten sind und dass selbst im Comic „Asterix und Obelix in Spanien“ die Geschichte der Sinti und Roma Thema ist. Die Benachteiligung, ja Diskriminierung  dieser Menschen ist auch heute in Deutschland noch spürbar, konstatierte Hartmann. So bei der Wohnungs- und Ausbildungsplatzsuche, in Gaststätten und Restaurants sowie in schulischen Bereichen. „Dabei ist das nach dem Grundgesetz, Artikel 3, Satz 3 verboten. Niemand soll wegen seiner Abstammung benachteiligt werden.“

„Damit Sie alle einmal das Gefühl haben, wie es ist, in einer fremden Sprache angesprochen zu werden.“

Bürgerrechtlerin Fatima Hartmann nach ihrer Begrüßung in Romanes

Der Film der Regisseurin Tayo Awosusi-Onutor, die selbst Sintizza ist, begann mit einer Frage: „Wir werden nicht gefragt, wenn es um uns geht. Warum nicht?“ Zu Wort kam die Bürgerrechtlerin Anita Awasusi, die tätig geworden ist, als sie feststellte, dass Rassismus in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. „Dagegen gibt es nur  eins“, sagte Awasusi, „ankämpfen!“ Und die Lehrerin Hajdi Barz berichtete, dass Diskriminierung der Sinti-und-Roma-Kinder in der Schule Alltag sei. „Ein Schutzraum Schule wäre schön, ein Ort, an dem die Kinder keine Angst haben müssen“, sagte sie. Bestürzt zeigte sie auf, dass in manchen Fällen gar das Elternrecht in Frage gestellt wurde.

Ein positives Beispiel zeigte der Film im Jazz-Gitarristen Ferenc Snetberger, der aus einer ungarischen Romafamilie stammt und der vielen Schülerinnen und Schülern das Gitarrenspiel vermittelt. Viele dieser Nachwuchsgitarristen stammten aus Sinti- und Roma-Familien. Trotzdem, zeigte sich auch Snetberger besorgt, sei die Frage erlaubt, ob die Zukunft besser wird. „Was wird aus unseren Kindern?“ fragte der Musiker. Die Schülerin Ceija Stoika fasste ihre Situation so zusammen: „Es ist teilweise so, als wäre es ein Verbrechen, eine Roma zu sein.“

Sportbund: Vorschlag TOP 9, Sportausschuss-Sitzung 7. Oktober 2021

Nach Gesprächen mit Verwaltung, Politik und Betroffenen, unterbreitet der Vorstand des Sportbundes Remscheid zur Sitzung des Sportausschusses am 07.10.2021 für den TOP 9 folgenden Vorschlag:

  • Verabschiedung des Beschlussentwurf DS 1373 Punkte 1-2,4-8
  • Neufassung des Punktes 3: Sobald das Röntgenstadion aufgrund einer Bebauung der Fläche abgerissen wird und damit die Leichtathletikanlage auch wegfällt, wird auf dem Gelände Hackenberg eine Leichtathletikanlage mit einer 200 m Laufbahn errichtet (Standort: Fläche gegenüber Vereinsheim). Die geplante 100m Laufstrecke auf dem neuen Fußballplatz bleibt bestehen.

Grundlage der Umsetzung sind die Ausführungen zur Leichtathletik in der Machbarkeitsstudie „Sportzentrum Hackenberg“ in der Aktualisierung vom 15.10.2013 der DS 14/3705 „Verlagerung der Sportstätten“ (siehe Auszug).

Wir gehen davon aus, dass mit der Umsetzung dieses Vorschlages die „Kuh vom Eis ist“ und ein entsprechender Beschluss gefasst werden kann.

Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbund Remscheid

Auszug Machbarkeitsstudie „Sportzentrum Hackenberg“ in Remscheid – Lennep (Aktualisierung vom 15. Oktober 2013)

2.2 Multifunktionsplatz Schulsport und Vereine

Auf der westlich angrenzenden, nach Süden abfallenden Rasenfläche kann ein Multifunktionsplatz für Schulsport und Vereinsaktivitäten entstehen. Die Platzfläche wäre zu diesem Zweck auf eine mittlere Höhe von 309,60 m über N.N. zu legen, was auf der Nordseite zur Hackenberger Straße eine Böschung von 3,00 – 3,40 m Höhe erzeugt, auf der Südseite
eine Anhebung der Fläche um ca. 2,20 m notwendig macht (siehe dazu auch Schnitt B-B’ des CAD-Übersichtsplans). Die bestehende Half-Pipe müsste zur Herstellung der Fläche an einem anderen Standort verlagert werden. Neben der Geländeprofilierung wird die Sportfläche selbst mit einem Tartanbelag auf den Lauf- und Spielflächen ausgestattet. Die Dimension der Laufbahn entspricht einer Hallen-Bahn (200 m-Bahn) mit integrierter 110 m langer Sprintstrecke. Die im Innenraum liegenden Spielfelder sind auf Sportarten wie Hallenhandball oder Hallenhockey ausgelegt. Darüber hinaus können Weit- und Hochsprungfelder, sowie ein Kugelstoßbereich integriert werden. Die Kirschbaumallee an der östlich gelegenen Zufahrt bleibt erhalten, eine Eingrünung der Randbereiche ist vorgesehen.