Das Orlando-Projekt oder „Wer schreibt das Gedicht?“

Das Theater und Konzerthaus präsentiert am Sonntag, 26. März 2023 um 18 Uhr sowie am Montag, 27. März 2023 um 11 Uhr eine hybride Revue durch Zeit und Traum frei nach Virginia Woolf.

„Das Orlando-Projekt“ ist eine diverse Revue, die mit allen Mitteln des Theaters und der bildenden Kunst spielerisch der Frage nachgeht wie Literatur entsteht. Es erzählt die Geschichte von Virginia Woolfs wichtigstem Werk um die Hauptfigur Orlando, die durch die Jahrhunderte und Geschlechter reist und dabei ein Gedicht verfasst, das der Roman jedoch nicht preisgibt.

Wer schreibt das Gedicht?

„Das Orlando-Projekt“ erforscht die zentrale Frage: Wer schreibt das Gedicht? Dabei erkundet es mit der Einführung einer Künstlichen Intelligenz den Begriff „Identität“ über die menschliche Existenz hinaus. Ein Orlando wird geschaffen, programmiert, der eigenständig Fragen zu seiner Welt stellt. Mit Tanz, Malerei, Musik und Sprache entsteht dabei vor Publikum und in Echtzeit das Gedicht, das Virginia Woolf nie geschrieben hat. Also, wer schreibt das Gedicht?

Karten für die Vorstellungen am Sonntag, 26. März 2023 um 18 Uhr sowie am Montag, 27. März 2023 um 11 Uhr im Pina-Bausch-Saal des Theater und Konzerthaus Solingen können für 16-38 Euro unter www.theater-solingen.de oder an der Theater- und Konzertkasse (Konrad-Adenauer-Straße 71, 42651 Solingen, Telefon 0212 204820) erworben werden. Im Klassenverband kosten die Tickets 3,50 Euro, eine Begleitperson pro Klasse ist frei.

Virginia Woolf (1902). © Charles Beresford
Virginia Woolf (1902). © Charles Beresford

Zusätzlich wird ein Vorbereitungsworkshop, ein Einführungsvortrag sowie ein Nachgespräch für Schulklassen angeboten. Alle weiteren Infos können bei Frau Manuela Hoor unter m.hoor@solingen.de angefragt werden.

Ausstellung: Der Globale Süden wird ignoriert

„Vergessene Welten und blinde FleckenDie mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“

Nicht selten weisen Medien einen blinden Fleck auf, wenn es sich um den Globalen Süden (sog. Dritte Welt- bzw. sog. Entwicklungs- und Schwellenländer) handelt. Die Ausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Langzeitstudie vor, in der u.a. über 5.100 Sendungen der „20:00 Uhr-Tagesschau“ aus den Jahren 1996 und 2007 – 2019 ausgewertet wurden. Die Daten zeigen deutlich, dass die Berichterstattung geografisch sehr unausgewogen ist. Während dem sog. Westen weit überproportional hohe Aufmerksamkeit zufällt, werden zahlreiche Staaten des Globalen Südens an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ignoriert.

Vom 01.04. bis zum 30.04.2023 ist die Wanderausstellung im 1. Obergeschoss der Stadtbibliothek während den Öffnungszeiten zu sehen.

Zu dieser Ausstellung gibt es eine Informationsbroschüre, die in Klassenstärke bestellt werden kann. Die Ausstellungstafeln sowie die Studie selbst können unter folgender Adresse kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden: www.ivr-heidelberg.de

Informationen unter 0212/290-3239 oder per Mail: S.Koppetsch@Solingen.de

Unfall: Füßgänger schwer verletzt

Heute (24.03.2023, gegen 07:00 Uhr) kam es auf der Demmeltrather Straße zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fußgänger (44).

Eine 36-Jährige fuhr in ihrem Suzuki auf der Demmeltrather Straße in Richtung Focher Straße, als ein Fußgänger auf die Straße trat. In der Folge kam es zu einer Kollision, wodurch der 44-Jährige schwer verletzt wurde.

Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn in ein Krankenhaus.

Am Auto entstand ein niedriger vierstelliger Sachschaden. (rb)

Streik! Stillstand am Montag

Flughafen Düsseldorf und Nahverkehr in der Region vom Streik betroffen. Ver.di will zur dritten Verhandlungsrunde nochmals den Druck erhöhen.

„Wir wollen eine Lösung in der dritten Verhandlungsrunde“, unterstreicht Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Aber die bisherigen Signale der Arbeitgeberseite zeigen, dass sie den Ernst der Lage noch nicht verstanden haben!“ Deshalb ruft ver.di die Beschäftigten der Rheinbahn AG, WSW mobil, Stadtwerke Solingen Verkehr, Stadtwerke Remscheid Verkehr, Bahnen der Stadt Monheim und der Regiobahn (RE 47 und S28) zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 27. März ganztägig zum Streik auf. Ebenfalls aufgerufen sind die Mitarbeiter*innen des Düsseldorfer Flughafen-Konzerns. Die Streiks am Flughafen betreffen auch die Beschäftigten der Luftsicherheit, die ebenfalls bundesweit in einer Tarifauseinandersetzung sind.

„Das vorliegende Angebot der öffentlichen Arbeitgeber lässt leider keine andere Antwort zu, denn es ist respektlos und schürt damit den Tarifkonflikt. Der Unmut der Beschäftigten ist enorm und die Streikbereitschaft steigt von Tag zu Tag. Die Arbeitgeberseite hat in der dritten Verhandlungsrunde die Chance, dauerhafte Streikmaßnahmen durch ein einigungsfähiges Angebot zu verhindern“, so Peifer.

Kulturfonds Energie: „Unterstützung für Kulturschaffende“

Bundestagsabgeordnete Anja Liebert wirbt für den Kulturfonds Energie als Unterstützung für Kulturschaffende.

Gerade die Kulturbranche war in den vergangenen Jahren arg gebeutelt – erst durch die immer noch nicht ganz ausgestandenen Folgen der Corona-Pandemie, dann durch den Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit verbundenen steigenden Energiekosten. „Viele Betreiber*innen von Veranstaltungsstätten stehen vor argen Problemen“, erklärt Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land. „Hier setzt der Kulturfonds Energie an. Der Bund bietet damit zusätzlich zu den allgemeinen Entlastungsmaßnahmen gezielte Unterstützung in Höhe von deutschlandweit bis zu 1 Milliarde Euro für den Kulturbereich zur Bewältigung der hohen Energiekosten“, so die Abgeordnete. „Ich würde mich freuen, wenn auch Einrichtungen, Vereine und Institutionen aus dem Bergischen Land von dieser Hilfe profitieren.“

Anträge können bereits online vorbereitet und ab April eingereicht werden. Alle Infos, wer für die Förderung in Frage kommt, FAQs, usw. rund um den Kulturfonds sind hier zu finden:

http://www.kulturfonds-energie.de

Dienstag wieder Warnstreik bei den Technischen Betrieben

Morgen werden in Solingen weder Müll noch Sperrgut abgeholt – Leerungen verschieben sich.

Am morgigen Dienstag kommt es erneut zu einem ganztägigen Warnstreik bei den Technischen Betrieben Solingen. Sowohl der Müll als auch der Sperrmüll werden nicht abgeholt. Die TBS haben bereits alle Bürger:innen, die für morgen einen Sperrgut-Termin hatten, kontaktiert.

Die schwarzen, braunen, blauen und gelben Tonnen werden beim nächsten regulären Abfuhrtermin geleert – also Restmülltonnen mit wöchentlicher Leerung in der kommenden Woche, bei 14-tägiger Leerung in der übernächsten Woche, blaue und gelbe Tonnen in vier Wochen. Eine Nachleerung gibt es nicht. Wer von den streikbedingten Ausfällen betroffen ist, wird gebeten, die Tonnen auf ihren Standplatz zurückzustellen. Säcke dürfen diesmal nicht daneben gestellt werden.

Papier und Verpackungsmaterial kann alternativ zur blauen oder gelben Tonne kostenlos am EntsorgungsZentrum Bärenloch und Pappe am Müllheizkraftwerk abgegeben werden. Das MHKW ist von dem morgigen Warnstreik nicht betroffen und zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet. Die Ersatzteile für den mobilen Grünschnittcontainer konnten erfolgreich beschafft und verbaut werden, so dass dieser regulär wieder ab Mittwoch, 22. März, im Einsatz ist.

Weitere Streiks in Solingen

Vor allem Bäderbetrieb und öffentlicher Nahverkehr betroffen.

In dieser Woche rufen die Gewerkschaften erneut zu ganztägigen Warnstreiks auf. Auch die Stadt Solingen ist davon betroffen. Heute und morgen bestreikt Verdi den öffentlichen Nahverkehr. Auch die Schulbusse sollen morgen nicht fahren. Am Dienstag legt zudem die Belegschaft der Solinger Bädergesellschaft mbH legt die Arbeit nieder. Sowohl das Familienbad Vogelsang und das Sportbad Klingenhalle als auch die Sporthalle Klingenhalle bleiben – wie schon heute aufgrund einer Fortbildung – ganztägig geschlossen.

Die Komba hat ihre Mitglieder aufgerufen, die Arbeit in Kitas, Altenzentren, Bädergesellschaft, Stadtwerken und den Technischen Betriebe am heutigen Montag und am Donnerstag ganztägig niederzulegen. Bei den TBS kann es zu Beeinträchtigungen bei allen Leistungen kommen. Ob und inwieweit die städtischen Kindertagesstätten von den Maßnahmen betroffen sind, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Eltern sollen von den Einrichtungen zeitnah informiert werden.

Grandioser Empfang für drei „Frauen mit Profil“

Was für ein Abend! Drei strahlende Preisträgerinnen, etwa 120 gutgelaunte Gäste und eine Ministerin, deren mitreißende Rede vom Publikum gefeiert wurde. Der zehnte Empfang für Frauen in Führung und die neunte Verleihung des Preises „Frau mit Profil“ in der Wuppertaler City-Kirche war ein voller Erfolg.

Ein wichtiges Thema an diesem Abend war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So machte vor allem Natalie Schaffert, Preisträgerin der Kategorie „Vorbildhafte Unternehmerin“ deutlich, welches Potenzial dem Arbeitsmarkt verloren geht, weil Kinder – vor allem bei Frauen – immer noch viel zu oft als Karrierehindernis gesehen würden. Bessere Betreuungsmöglichkeiten, mehr Akzeptanz und Unterstützung, das wünschte sie sich für die Zukunft. Janina Wisniewski, Preisträgerin der Kategorie „Kreative Lösungen zur eigenen Existenzsicherung“ zeigte auf, welche Potenziale nicht nur für Menschen mit Behinderung in guter mentaler Unterstützung stecken und wie wichtig es ist, von den eigenen Fähigkeiten überzeugt zu sein, unabhängig davon ob es um körperliche Einschränkungen oder die eigene Arbeit geht . Martina Zsack-Möllmann, Preisträgerin der Kategorie „Leitung eines nachhaltigen Projekts für Frauen“ wurde für ihre Arbeit als Geschäftsführerin des Frauenhauses Solingen geehrt. Sie machte deutlich wie wichtig auch gegenseitige Unterstützung von Frauen für Frauen sein kann.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ehrt Natalie Schaffert, Regionalleiterin Altenhilfe Solingen, Einrichtungsleitung des Standorts Solingen und Teil der erweiterten Geschäftsführung der Diakonie Bethanien gGmbH © Stadt Wuppertal
Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ehrt Natalie Schaffert, Regionalleiterin Altenhilfe Solingen, Einrichtungsleitung des Standorts Solingen und Teil der erweiterten Geschäftsführung der Diakonie Bethanien gGmbH © Stadt Wuppertal

Josefine Paul (Grüne), NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration verwies auf die wichtige Arbeit der Kompetenzzentren, für deren Zukunft sie sich stark machen wolle „Es gibt in NRW viele tolle Frauen, die jeden Tag unglaubliches leisten. Vieles davon wird zu wenig gewürdigt, bleibt unsichtbar. Das muss sich ändern“, sagte sie.

Für die drei Preisträgerinnen hielten die Oberbürgermeister der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid die Laudationen, zwischendurch sang der WOW-Chor. Und auch wenn „WOW“ eigentlich für „Women of Wuppertal“ steht, die drei Kurzauftritte rangen vielen Gästen ein begeistertes „Wow“ ab.

Beim anschließenden Get Together ergaben sich viele neue Gespräche, Netzwerke wurden geknüpft und Kontakte geschlossen – genau so hatte es sich das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck als Ausrichter der Veranstaltung vorgestellt.

Zusatzinformation

Über Janina Wisniewski hat Sascha von Gerishem bereits 2020 für rs1.tv einen Fernsehbeitrag gedreht, der in der Ausgabe KW48/2020 von Die Woche auch bundesweit im Kabelfernsehen ausgestrahlt wurde.

Müllsäcke an die Straße stellen

Ausnahme gilt dort, wo wie Tonne wegen des Streiks in Solingen nicht geleert wurde.

Schnee und ein mehrtägiger Streik haben in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche die Müllentsorgung stark behindert. Mülltonnen, die an diesen Tagen nicht angefahren wurden, werden nun beim nächsten regulären Abfuhrtermin geleert. Das heißt: Restmülltonnen mit wöchentlicher Leerung werden in dieser Woche am „üblichen“ Tag geleert, bei 14-tägiger Leerung in der kommenden Woche, bei blauen und gelben Tonnen bleibt es beim vierwöchigen Rhythmus.

Abfälle, die bis dahin anfallen, werden bei der nächsten planmäßigen Restmüllleerung mitgenommen. Es handelt sich dabei um eine absolute Ausnahme, die nur in dieser Ausnahmesituation und nur für Betroffene greift, erstmals am kommenden Mittwoch, 15. März. Die Technischen Betriebe weisen darauf hin, dass der Abfall in reißfesten und nur halb befüllten Säcken gut verpackt an die Straße gestellt werden muss.

Aktionsbündnis: „Gespräche über Altschuldenlösung dürfen nicht scheitern“

Vertreterinnen und Vertreter der finanzschwachen Städte haben sich in Offenbach getroffen und über die Folgen der Krisen sowie die erforderlichen Lösungen gesprochen. Ihre Botschaft an Bund und Länder: „Die Zeit drängt“.

Die Kommunalkonferenz des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“ in Offenbach war für mindestens jeden Zehnten in Deutschland mit einer schlechten Nachricht verbunden: In den Mitgliedsstädten und -kreisen von der Ostsee bis ins Saarland, in denen mehr als 8,5 Millionen Menschen leben, hat sich die finanzielle Lage wieder verschlechtert. Die zahlreichen Krisen bedrohen die Erfolge, die die Kommunen in den vergangenen Jahren mit großen Anstrengungen errungen haben. „Die im Koalitionsvertrag versprochene und derzeit in Berlin verhandelte Altschuldenlösung muss deshalb dringend kommen. Die Gespräche zwischen Bund und Ländern dürfen nicht scheitern“, sagte Christoph Gerbersmann, Sprecher von „Für die Würde unserer Städte“. „Die Lage spitzt sich für die Kommunen durch die steigenden Zinsen dramatisch zu, die Zeit drängt! Außerdem muss es eine Reform des Förderprogramm-Dschungels und ein deutliches Zeichen gegen Steueroasen in Deutschland geben.“

Im überparteilichen Aktionsbündnis haben sich 64 Kommunen aus sieben Bundesländern zusammengeschlossen. Ihre bittere Gemeinsamkeit: Sie sind durch einen Strukturwandel sowie Aufgaben, die Bund und Länder ihnen übertragen, aber nicht angemessen finanziell ausgeglichen haben, unverschuldet finanzschwach geworden. Während andere Städte und Gemeinden in Zukunftsthemen investieren können, müssen die Betroffenen für Tilgung und Zinsen zahlen. Dass die großen Anstrengungen zum Abbau der Schulden nun vergeblich gewesen sein könnten, sehen die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen auch als Gefahr für den sozialen Frieden vor Ort. Das wurde bei der Kommunalkonferenz in Offenbach deutlich, an der auch Solingens Kämmerer Daniel Wieneke teilnahm.

Die Gastgeber verdeutlichten am Beispiel ihrer Stadt, warum eine Altschuldenlösung des Bundes so wichtig ist. „Für Offenbach ist der Kampf um eine faire Ausstattung der Kommunen sehr wichtig. Wenn der Bund unseren Anteil an der Hessenkasse übernehmen würde, hätten wir jährlich drei Millionen Euro mehr zur Verfügung“, sagte der Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Diesen Beitrag selbst zu tragen, koste die Stadt viel Geld, das sie gut für die Lebensqualität der Menschen in unserer Stadt gebrauchen könnte, etwa für Schulbausanierung, Busse oder Sportanlagen. Schwenke: „Da der Geldmangel in alle Bereiche hineinwirkt, bedeutet es für uns beispielsweise auch immer einen erheblich größeren Aufwand als in anderen Städten, um dennoch für Unternehmen attraktiv zu sein und zu bleiben. Der gemeinsame Kampf im Aktionsbündnis ist deshalb wichtig, um die Position unserer Stadt langfristig zu sichern und eine Abwärtsspirale zu vermeiden.“

„Für die Würde unserer Städte“ wird die Dringlichkeit der Probleme in den kommenden Wochen weiter öffentlich machen – in Gesprächen in Berlin und den Landeshauptstädten sowie mit aufmerksamkeitsstarken Aktionen. Für sie ist das Bündnis bekannt, weil es zum Beispiel mit einer übergroßen Eselfigur, der von Lastensäcken in die Knie gezwungen wird, zu den Parteizentralen in der Hauptstadt gezogen ist.

Hintergrund

Mitglieder des Aktionsbündnisses sind Bochum, Bottrop, Brandenburg an der Havel, Castrop-Rauxel, Cottbus, Cuxhaven, Dietzenbach, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Geestland, Gelsenkirchen, Ginsheim-Gustavsburg, Gladbeck, Hagen, Hamm, Hattingen, Herne, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Mettmann, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberhausen, Obertshausen, Offenbach, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Trier, Kreis Unna, Voerde, Völklingen, Waldbröl, Werne, Wesel, Kreis Wesel, Witten, Worms, Wülfrath, Wuppertal und Zweibrücken.

“Für die Würde unserer Städte” hat acht Sprecherinnen und Sprecher: Dr. Rico Badenschier, Oberbürgermeister der Stadt Schwerin, Dirk Glaser, Bürgermeister der Stadt Hattingen, Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Barbara Meyer, 1. Bürgermeisterin und Kämmerin der Stadt Saarbrücken, Andrea Pospich, Kämmerin der Stadt Cuxhaven, Christoph Gerbersmann, Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer der Stadt Hagen und Martin Murrack, Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Duisburg.

IHK ehrt 73 Ausbildungsbotschafter*innen und 30 Ausbildungsunternehmen

In einer Feierstunde im Plenarsaal der Bergischen IHK hat IHK-Vizepräsident Dr. Andreas Groß am Freitag 30 Ausbildungsbetriebe und 73 „Ausbildungsbotschafter*innen“ für ihr außerordentliches Engagement im Projekt „Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter NRW – Unterwegs für Kein Abschluss ohne Anschluss“ geehrt.

„Die Bergische Industrie- und Handelskammer ist sehr stolz, dass sich so viele motivierte Auszubildende als Botschafter für die duale Ausbildung engagieren“, so Dr. Groß. Er dankte den Ausbildungsbetrieben und deren Auszubildende für ihren großartiges Engagement im Projekt und betonte, dass auch die Ausbildungsunternehmen im bergischen Städtedreieck davon profitieren. Durch die Ausbildungsbotschafter*innen knüpfen Unternehmen Kontakte zu Schulen, an denen sich frühzeitig als potenzielle Ausbildungsbetriebe präsentieren. Folglich besteht für Ausbildungsunternehmen die Möglichkeit, offenen Ausbildungsstellen entgegenzuwirken und sich gute Nachwuchskräfte zu sichern. Er selbst nimmt mit seinem Unternehmen Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG am Projekt teil. Umso wichtiger sei die Fortführung des Projektes, appellierte Dr. Groß an die Landesregierung.

Ziel des Projekts ist es, die duale Berufsausbildung bei Schülerinnen und Schülern als anerkannten, wichtigen und erstrebenswerten Einstieg in die berufliche Karriere in den Blick zu rücken.

Auch für die künftigen Einsätze in den Schulen wünschte IHK-Vizepräsident Dr. Groß den Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschaftern viel Freude. Er sei sich sicher, dass durch ihr Engagement vielen Schülerinnen und Schülern bei der Berufsorientierung geholfen werden kann.

Das Projekt „Ausbildungsbotschafter und Ausbildungsbotschafterinnen NRW“ ergänzt die etablierten Berufsorientierungsangebote der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und wird von der Landesregierung NRW und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Beschlussvorlage zur Perspektive des Alten Bahnhofs

Stadt Solingen leitet Ausschreibung ein. Auflage: Der Charakter als öffentlicher Veranstaltungsort ist zu erhalten.

Zum dauerhaften Erhalt des Alten Hauptbahnhofs im Südpark vollzieht die Stadt Solingen den nächsten Schritt. Um die Immobilie für die Bürgerinnen und Bürger als bedeutsamen Ort für öffentliche Veranstaltungen zu sichern und weiterzuentwickeln, wird jetzt die Vermarktung eingeleitet. Es geht um den Komplex mit den Gebäuden Bahnhofstraße 15, 17 und 19.

„Wesentlicher Bestandteil eines Konzeptes muss ein professionelles Veranstaltungsmanagement sein, das eine entsprechende Frequenz an publikumswirksamen Events gewährleistet.“

Matthias Knospe, Leiter Gebäudemanagement Stadt Solingen

Nachdem Ende 2021 die Gastronomie Steinhaus den Betrieb eingestellt hatte, begannen beim Gebäudemanagement strategische Überlegungen, wie eine zukunftsfähige Ausrichtung für das Objekt aussehen kann. Letztlich gelangten die Fachleute zu dem Schluss, dass mit Blick auf die notwendigen Sanierungsinvestitionen in Millionenhöhe sowie auch mit Blick auf die angespannte Haushaltslage der Stadt eine Veräußerung die vernünftigste und perspektivisch klügste Lösung ist.

Eine positive wirtschaftliche Nutzung ist bisher nicht erreicht worden. Unter den gegebenen Bedingungen erscheint eine solche erfolgreiche Bewirtschaftung durch städtische Dienste auch künftig nicht realisierbar. „Denn wesentlicher Bestandteil eines Konzeptes muss ein professionelles Veranstaltungsmanagement sein, das eine entsprechende Frequenz an publikumswirksamen Events gewährleistet“, sagt Matthias Knospe, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. „Das aber gehört nicht zu den Kernaufgaben und auch nicht zu den Kernkompetenzen einer Stadtverwaltung.“ Daher setzt das Rathaus große Hoffnungen in einen privaten Träger.

Zugleich zwingt die aktuelle finanzielle Situation die Stadt dazu, bei ihren Investitionen Prioritäten zu setzen und sich auf Schwerpunkte zu konzentrieren: „Diese liegen bei uns in Solingen ganz klar in den Bereichen Bildung, Schule und Kindertagesstätten“, erklärt Stadtkämmerer Daniel Wieneke. Von einem Investor verspricht er sich nun ein überzeugendes Konzept für eine zukunftsgerechte Entwicklung der Immobilie. Denn der Komplex mit dem Alten Hauptbahnhof soll weiterhin eine Schlüsselstellung im Südpark einnehmen und als wichtiger Ort der Begegnung im städtischen Leben neue Strahlkraft erhalten. Schon für den kommenden Sommer soll geprüft werden, ob bereits wieder erste Veranstaltungen auf dem Areal stattfinden können. Das wird maßgeblich von den anfallenden Kosten, den zu erfüllenden Bestimmungen sowie vom Interesse potentieller Veranstalter abhängen.

Mit der Vermarktung sind konkrete Auflagen für Investoren verbunden. Die entscheidenden Punkte sind in einer Beschlussvorlage für die Politik verbindlich formuliert. Im Ausschuss für Städtebau, Stadtentwicklung und Digitale Infrastruktur sowie im Finanzausschusses erhalten die Fraktionen in den kommenden Sitzungen die Möglichkeit, das Thema zu beraten. Sofern der erwartete Beschluss erfolgt, wird sich dann die Ausschreibung anschließen. Das Anforderungsprofil soll sicherstellen, dass sowohl die Ziele der Stadt Solingen als auch die einstigen Förderziele verpflichtend an den Erwerber weitergebeben werden, die seinerzeit mit den Investitionen in den Alten Bahnhof festgehalten worden sind. Der Alte Hauptbahnhof war Gegenstand des Städtebauprogramms Regionale 2006. Mit den Förderzuschüssen, die Solingen damals erhielt, war eine Zweckbindungsfrist bis 2026 verbunden.

Die Vermarktung erfolgt federführend durch den Stadtdienst Gebäudemanagement und wird durch den Stadtdienst Stadtentwicklungsplanung unterstützt. Das Auswahlverfahren wird ein fachlich und rechtlich erfahrener externer Dienstleister intensiv begleiten.

Das Anforderungsprofil an einen privaten Träger umfasst unter anderem folgende Punkte:

  • Erhalt des Gebäudekomplexes als wesentlicher Bestandteil des Südparks
  • Teile des Komplexes sollen dauerhaft der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen
  • Fortführung bzw. Weiterentwicklung zum funktionalen, wirtschaftlichen und gestalterisch prägenden Präsentationsraum
  • Übernahme und langfristige Fortsetzung des Mietvertrages mit der Bergischen Universität (Forum Produktdesign)
  • Vorstellung eines neuen Gastronomiekonzeptes (Innen- und Außengastronomie)
  • Vorstellung eines kulturellen Konzeptes in Ergänzung zu den Güterhallen
  • Einbringung des Objektes in eine gemeinnützige Gesellschaft oder ein Stiftungskapital wird begrüßt

„Wir werden verlangen, dass ein potenzieller Käufer diesen Bedingungen verbindlich zustimmt“, versichern Daniel Wieneke und Matthias Knospe.