Die Welt braucht Vielfalt

Interkulturelles Fest in der Solinger Grundschule Bogenstraße.

„Die Welt braucht Vielfalt“: Unter diesem Motto findet in der Grundschule Bogenstraße am Freitag, 17. März, 16 bis 19 Uhr, ein interkulturelles Fest statt. Die Veranstaltung will für die Vielfalt der Welt sensibilisieren und verdeutlichen, wie wichtig Mehrsprachigkeit und verschiedene Kulturen sind. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die Bedeutung von Zusammenhalt und Toleranz zu betonen.

Die Grundschul-Kinder haben sowohl im herkunftssprachlichen Unterricht Türkisch als auch in der OGS Beiträge einstudiert. Auch die Vereine Afro-German und Raduga sowie die Griechische Gemeinde bringen sich in die Vorführung mit ein. Im Anschluss sorgen Eltern in der Mensa mit internationalen Speisen und Getränken für das leibliche Wohl.

Das Fest ist offen für alle Interessierten. „Zusammen können wir zeigen, dass Vielfalt eine Stärke ist und eine Welt ohne Grenzen und Vorurteile möglich ist“, heißt es aus der Schule.

Parkscheinautomaten werden ausgetauscht

Geräte mit neuer Technik ermöglichen in Solingen nun auch kontaktfreie Bezahlung.

Die alten Parkscheinautomaten in Solingen haben ausgedient. In den nächsten Tagen werden insgesamt 70 Geräte im Stadtgebiet ausgetauscht. Die Arbeiten beginnen am Dienstag, 14. März, zunächst im Umfeld des Rathauses, danach geht es weiter in Richtung Innenstadt. Bis zum Ende der Woche sollen alle Automaten in Solingen-Mitte ersetzt sein. In der darauf folgenden Woche geht es weiter am Klinikum, in Wald und in Ohligs.

Gibt keine Ersatzteile mehr

Die alten Parkscheinautomaten stammen aus den 1990er Jahren und sind veraltet. Immer wieder kam es zu Ausfällen, Ersatzteile gab es nicht mehr und für notwendige Reparaturen war die technische Finesse der Verkehrstechniker der Technischen Betriebe Solingen gefragt. Zu nutzen waren sie nur noch mit Münzgeld, die frühere Geldkartenfunktion war inzwischen überholt.

Für Ersatz sorgen nun Geräte mit neuer Technik, angepasst an heutige Gewohnheiten. Ausgestattet sind sie mit einem bedienungsfreundlichen blauen Touch-Display. Parkgebühren können jetzt auch kontaktlos bezahlt werden, Kredit- oder Debitkarte (EC-Karte) werden akzeptiert, Zahlung per apple Pay und google Pay ist möglich. Wer lieber Münzen einwirft, kann das aber auch weiterhin tun. Im Stadtbild sind die Parkscheinautomaten zukünftig besser zu erkennen: Während ihre Vorgänger mausgrau waren, zeigen sie sich nun in Park-blau. Für den Austausch werden rund 500.000 Euro investiert.

Aktuell stehen die Geräte noch auf dem TBS-Bauhof. Dort werden sie zunächst programmiert, dann an ihrem neuen Standort montiert. Der Aufwand ist dabei überschaubar: Der alte Automat wird abgeschraubt, der neue an diesem Standort aufgebaut. Nur an einigen Stellen muss das Fundament angepasst werden, Behinderungen auf der Straße gibt es aber nicht.

Brückenschlag zwischen Kita und Grundschule

Über 200 Pädagog:innen ließen sich in Solingen beim Fachtag auf „Gefühle beim Übergang“ ein.

Das Plenum. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Das Plenum. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule und den Offenen Ganztag ist für Kinder und ihre Familien ein großer Schritt. Aber auch für die zuständigen Pädagog:innen ist die Gestaltung der Ablöse- und Willkommensprozesse eine besondere Herausforderung. Deshalb hatte die Stadt Solingen alle interessierten Fachkräfte zum Fachtag „Brückenschlag“ eingeladen. Über 210 Vertreter:innen aus Kitas, Grundschule, offenem Ganztag, Verwaltung und Gesundheitswesen kamen in die Evangelische Stadtkirche am Fronhof, deren Räume Platz für die praxisorientierten Workshops boten.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Oberbürgermeister Tim Kurzbach nutzte das Forum, um seinen „Dank und Riesen-Respekt vor dem, was Sie leisten“ auszusprechen – auch angesichts der 681 Kinder und Jugendlichen, die seit Kriegsbeginn vor einem Jahr in die Klingenstadt gekommen sind. Aber er schilderte auch seine Sorgen über „eine Gesellschaft, die oft nur noch den Ton der Empörung kennt“ oder über ein Investitionspaket für Schulen, das für 380 Millionen Euro geschnürt wurde und angesichts permanent steigender Baukosten nun doch nicht reicht, fehlende Fachkräfte und eine Landesregierung, die immer nur erzähle, was alles nicht gehe.

Begrüßung. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Begrüßung. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Der Begrüßung durch Schulrätin Monika Hannemann, Carmen Birnbach von den Förderschulen sowie Moderator:in Nina Efker (Familienbüro) und Stefan Ermertz (Schulverwaltung) folgte ein Impulsvortrag von Christopher End. Der Kölner Psychotherapeut und Eltern-Coach sprach über „Kindliche Emotionen als Geschenk“ und rief bei den anwesenden Fachleuten (und Eltern) immer wieder wissendes Schmunzeln hervor.

Christopher End. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Christopher End. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

End differenzierte bindungsstarke, regulationsstarke und gefühlsstarke Kinder – letztere seien besonders herausgefordert durch Übergänge. Fünf Schritte könnten helfen, starken Gefühlen zu begegnen: die Reflexion möglicher Hintergründe, auf Augenhöhe gehen, Gefühle spüren, Gefühle benennen sowie sich selbst und die Situation reflektieren. So könnten Emotionen die Bedürfnisse anzeigen, einen Schlüssel zur Lösung anbieten und zur Kommunikation einladen.

Übersicht. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Übersicht. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Praxis-Beispiele, Workshops und Austausch-Runden trugen im Anschluss an die Plenumsveranstaltung dazu bei, das Übergangsmanagement im Zusammenspiel der unterschiedlichen Professionen zu verbessern – damit die Kinder der Klingenstadt bestmöglich auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet werden und ihre Familien die für sie passende Information, Begleitung und Unterstützung erhalten.

Brückenschlag 2023. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Brückenschlag 2023. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Mülltonnen werden von Donnerstag bis Samstag nicht geleert

ver.di: Vor allem untere Entgeltgruppen müssen deutlich angehoben werden

Zwischen 2.456,51 € im ersten Berufsjahr und 3.033,74 € nach 15 Jahren verdienen die Menschen, die täglich unseren Müll abholen. „Das sind natürlich die Bruttobeträge. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bleiben den Kolleg*innen zwischen knapp 1.650 und rund 1.950 € netto übrig“, rechnet Henning Brust vor. „Große Sprünge kann man davon sowieso nicht machen, wenn dann aber die Preise für Strom und Heizenergie durch die Decke gehen und die Lebensmittel deutlich teurer werden, wird es echt eng.“ Deshalb erwarten die Beschäftigten in der Entsorgung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst eine kräftige Tariferhöhung, so der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär in Düsseldorf.

Und dafür gehen sie von Donnerstag bis Samstag auf die Straße. In Düsseldorf sowie dem bergischen Städtedreieck werden deshalb am Donnerstag und Freitag die Mülltonnen nicht geleert. Betroffen sind auch die Bereiche Straßenreinigung und Recyclinghöfe. In Solingen wird sowohl am Donnerstag als auch am Samstag das Müllheizkraftwerk bestreikt, so dass keine gewerbliche oder private Müllanlieferung stattfinden kann. Ebenso beteiligen sich die Beschäftigten der Recyclinghöfe in Düsseldorf von Donnerstag bis Samstag am Streik. Erhebliche Auswirkungen wird der Streik in der Reinigung der Düsseldorfer Altstadt am Wochenende haben. Auch die Beschäftigten der Stadtwerke Düsseldorf sowie die Stadtentwässerung in Düsseldorf beteiligen sich am Freitag erneut am Arbeitskampf.

Mit einer gemeinsamen Kundgebung werden mehr als 1.500 Streikende der betroffenen Betriebe am Freitag, den 10.03.2023 in Düsseldorf vor der Awista-Hauptverwaltung ihren Forderungen Nachdruck verleihen. „Gemeinsam wollen wir unseren Arbeitgebern für den kommenden Verhandlungstermin die Rote Karte zeigen! Der Mindestbetrag muss für unsere Kolleg*innen drin sein. Wir sind streikbereit – notfalls auch für einen Erzwingungsstreik!“, schildert Petra Meerkamp, ver.di-Vertrauensfrau der Awista in Düsseldorf.

Der dreitägige Warnstreik in Düsseldorf und dem bergischen Städtedreieck ist Teil von landesweit stattfindenden Streikmaßnahmen bei der Abfallentsorgung und Straßenreinigung in Nordrhein-Westfalen.

„Die Kolleg*innen sind wirklich stinksauer“, beschreibt Henning Brust die Stimmung. „In der 2. Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ab Oktober, also nach neun „Nullmonaten“, 3 Prozent Steigerung angeboten. Für die Müllwerker*innen sind das brutto zwischen 70 und 90 €, davon bleiben netto rund 45 bis 60 € übrig. Damit wird die Preissteigerung nicht mal ansatzweise aufgefangen“, so der Gewerkschafter.

Und die angebotene Einmalzahlung verpufft. „Sie hilft vielleicht kurzfristig, aber die Preise bleiben doch langfristig hoch“, befürchtet Brust. Daher müsse ver.di vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde Ende März den Druck erhöhen.

Landesweiter Warntag am Donnerstag

Erprobt werden vor allem Handy-Warnungen (Cell Broadcast). Tests auch für Werbetafeln und Sirenen.

Nur wenige Monate nach dem bundesweiten Warntag im Dezember 2022 findet am kommenden Donnerstag, 9. März 2023, ein weiterer Warntag des Landes Nordrhein-Westfalen statt, an dem sich die Stadt Solingen beteiligt.

Dabei wird eine landesweite Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) zentral aus dem Lagezentrum der Landesregierung (Warnstufe 1) ausgelöst.

Der Probealarm am Donnerstag wird innerhalb Nordrhein-Westfalens auch Signale an alle Stadtwerbetafeln der Firma Ströer senden. Über die Warn-App NINA erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Probe-Warnmeldung auf ihr Smartphone.

Auch das inzwischen freigeschaltete Warnsystem Cell Broadcast wird erneut getestet. Über dieses lässt sich grundsätzlich ein Warnsignal (Signalton + Nachricht) an alle Nutzerinnen und Nutzer von Handys senden – sofern die Geräte dafür entsprechend eingerichtet sind (Infos dazu siehe unten). Dadurch ergibt sich mehr Reichweite. Per Cell Broadcast kann rund die Hälfte aller Handys in Deutschland direkt erreicht werden – auch ohne Installation der NINA-App. Cell Broadcast funktioniert in drei Warnstufen:

  • amtliche Gefahrendurchsage (Warnstufe 1)
  • amtliche Gefahrenmitteilung (Warnstufe 2)
  • Gefahreninformation (Warnstufe 3)

Neben der Aktivierung der digitalen Warninstrumente ertönen am Donnerstag um 11 Uhr auch die Sirenen. Im Stadtgebiet sind 19 stationäre Sirenen installiert. Im Raum Ohligs werden zudem am Schützenplatz und an der Hamburger Straße die beiden mobilen Sirenen ausgelöst.

Mit dem Probealarm wird zu Beginn zunächst ein einminütiger Dauerton der Entwarnung zu hören sein. Nach fünf Minuten Pause folgt eine Minute lang ein auf- und anheulender Warnton. Nach weiteren fünf Minuten Pause ertönt zum Abschluss erneut ein einminütiger Dauerton der Entwarnung.

Weitere Informationen finden Bürgerinnen und Bürger im Internet unter folgenden Adressen:

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Organisation-der-Warnung/organisation-der-warnung_node.html

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/so-werden-sie-gewarnt_node.html

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html#vt-sprg-4

Auch werden die Bürgerinnen und Bürger um Rückmeldungen gebeten.

Zum Cell Broadcast ist das möglich unter:

www.warnung-der-bevoelkerung.de

Zu den Sirenen per E-Mail an:

sirene.feuerwehr@solingen.de

Abgabe auf Einwegplastik: Hersteller*innen zahlen für Plastikmüll

Weggeworfenes Einweggeschirr, Verpackungen oder Zigarettenstummel – allein für die Entsorgung dieser Produkte zahlen Kommunen jährlich hohe Summen, deutschlandweit zwischen 450 und 700 Millionen Euro. Durch das Einwegkunststofffondsgesetz und der damit verbundenen Abgabe auf Einwegplastik sind Hersteller*innen künftig in der Pflicht, sich an Entsorgungskosten zu beteiligen.

„Endlich beteiligen sich auch die Verpackungshersteller*innen als Mitverursacher der Müllberge an der Beseitigung des Plastikmülls aus dem öffentlichen Raum“, erklärt Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land: „Auch für Wuppertal, Solingen und Remscheid bedeutet das eine Entlastung unserer kommunalen Entsorgungsunternehmen. Das Geld, das wir vorher für die Entsorgung von achtlos weggeworfenem Plastikmüll aufwenden mussten, können wir nun an sinnvolleren Stellen einsetzen. Möglichkeiten gibt es genug.“

„Von weniger Plastikmüll in Parks, in Gewässern oder Wäldern profitieren wir alle!“

Anja Liebert, MdB Die Grünen

Das Gesetz sieht vor, dass Verpackungshersteller in einen Fonds einzahlen, den die Expert*innen des Umweltbundesamtes verwalten. Die Einnahmen des Fonds werden anteilig an Städte und Gemeinden weitergegeben, um die Entsorgung bestimmter Einwegplastikprodukte zu finanzieren. Nach ersten Schätzungen erhalten sie bundesweit so mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr zurück.

Die Koalitionsfraktionen hätten den Gesetzesentwurf im parlamentarischen Verfahren noch an entscheidenden Stellen nachbessern können, so Liebert weiter. So werde das Gesetz früher als geplant evaluiert, um mögliche weitere Einwegprodukte in die Regulierung aufzunehmen. Außerdem sei auch der Müll von Feuerwerkskörpern noch nachträglich ins Gesetz aufgenommen und Vereinfachungen für die beteiligten Hersteller*innen durchgesetzt worden. „Gemeinsam mit der seit Januar gültigen Mehrweg-Angebotspflicht sorgt die Abgabe auf Einwegplastik für weniger Müll im Bergischen Land. Von weniger Plastikmüll in Parks, in Gewässern oder Wäldern profitieren wir alle“, ist sich die Bundestagsabgeordnete sicher.

IHK: Rund 200 Interessenten bei Bewerberdating

600 Ausbildungsplätze bei 80 Firmen wurden angeboten.

Rund 200 Interessenten sind am Freitag trotz des Streiks im ÖPNV zum 15. Bewerberdating bei der Bergischen IHK gekommen. 80 Firmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid und allen vertretenen Branchen waren zu Gast in der Hauptgeschäftsstelle, um gut 600 offene Stellen zu bewerben.

„Aus der Vergangenheit wissen wir, dass unser Format wohl eines der erfolgreichsten in der Region ist bei der Vermittlung von Azubis“, sagte Carmen Bartl-Zorn, IHK-Geschäftsführerin des Bereichs Aus- und Weiterbildung. Und so haben auch dieses Mal mehrere Firmen schon im Laufe der Veranstaltung von vielversprechenden Begegnungen gesprochen – darunter etwa Knipex und Haribo.

IHK-Präsident Henner Pasch lobte das Format bei seinem Besuch am Vormittag: „Wir müssen alle Wege bespielen, um Firmen und angehende Azubis zusammenzuführen, digital wie auch die persönlichen Formate.“ Angesichts der demografischen Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel seien solche Begegnungen unersetzlich. „Hier bekommen die angehenden Azubis komprimiert und niederschwellig alle Infos aus einer Hand.“  Er war begeistert von der positiven Stimmung bei allen Beteiligten.

Carmen Bartl-Zorn zieht eine positive Bilanz des Tages. „Wir haben das Haus auf drei Ebenen bespielt und viele Besucher hier gehabt – wir sehen, dass die Firmen und Schüler nach den Corona-Einschränkungen wieder dankbar sind, sich begegnen zu können. Und wir freuen uns, wenn wir schon während des Tages und danach erfahren, dass die Gespräche zum Ziel führen. Dafür bieten wir das Format an.“

Erdkröte und Grasfrosch gehen auf Wanderschaft

Zäune und Sperrungen schützen die bedrohten Amphibien.

In Teilen der Stadt Solingen sind die ersten Erdkröten bereits auf Wanderschaft. Vor allem in Regenzeiten und dann, wenn es abends wärmer wird, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichtümpeln und Teichen. Zum Schutz der Amphibien werden an einigen Stellen Schutzzäune aufgestellt, zudem sind zwei Straßen zeitweise gesperrt.

Schutzzäune wurden an folgenden Orten bereits aufgestellt: Dycker Feld, Theegarten, Papiermühle, Tiefendicker Straße, Glockenstraße, Schellberger Weg, Friedrichsaue, Wipperauer Straße, Langhansstraße, Hermann-Löns-Weg, Caspersbroich.

Die Straße Götsche ist von Donnerstag, 9. März bis voraussichtlich 14. April für Kraftfahrzeuge und Radfahrende rund um die Uhr gesperrt, der Hohlenpuhler Weg von 19 Uhr am Abend bis 6 Uhr morgens, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen komplett. Diese Regelung kann umgesetzt werden, da die Anwohnenden die Aktion tatkräftig unterstützen. Die Orte sind mit Straßenschildern gekennzeichnet und im Baustelleninformationssystem (BASTI) auf der städtischen Homepage veröffentlicht (www.solingen.de).

Amphibien gehören weltweit zu den besonders bedrohten Arten, die am meisten vom Aussterben bedroht sind. Deshalb setzen die Stadt Solingen, Helferinnen und Helfer von NABU und BUND sowie Anwohnende gemeinsam die Maßnahmen zum Schutz der Tiere um. Die Amphibien werden entlang der Schutzzäune in Fangeimern konzentriert gesammelt und so vor dem Tod auf der Straße gerettet. Außerdem werden sie gezählt, damit ihr Vorkommen ermittelt werden kann, und die Arten werden bestimmt. Deshalb sollten sie auf keinen Fall aus den Fangeimern genommen werden.

Fragen zum Artenschutz beantwortet die Untere Naturschutzbehörde, Ansprechpartnerin ist Marita Klause, Fon 290 65 79.

Grünschnittcontainer startet in die Saison

40 Haltestellen im Solinger Stadtgebiet werden angefahren.

Der Frühling steht vor der Tür und in vielen Gärten, auf Balkonen und Terrassen fallen die ersten Arbeiten an. Pünktlich zum Saisonstart geht auch der Grünschnittcontainer wieder an den Start: Ab Dienstag, 7. März, fährt er dienstags bis samstags insgesamt 40 Haltestellen im Stadtgebiet an. Termine und Haltestellen stehen im Abfallkalender und sind online abrufbar: https://solingen.de/inhalt/verzeichnis/product/1052

Angenommen werden Grünabfälle aus Garten, Haus/Wohnung und Balkon wie etwa Laubreste, Rasen-, Strauch- und Baumschnitt (maximal 15 Zentimeter Durchmesser, maximal 1,50 Meter Länge), Blumenabfälle, Wildkräuter, Zimmerpflanzen ohne Topf. Grünschnitt, der verunreinigt ist, beispielsweise mit Verpackungen, Schnüren, Plastikfolien, Erde oder Papier, gehört nicht in den Container. Auch Küchenabfälle werden nicht angenommen. Angeliefert werden kann mit dem PKW (Kofferraum bis maximal 50 Kilogramm Material), mit Schub- oder Handkarre, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. PKW-Anhänger sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Auch beim EntsorgungsZentrum Bärenloch kann der Grünschnitt abgegeben werden. Anlieferungen im PKW-Kofferraum (bis 50 Kilogramm) sind kostenfrei. Größere Mengen werden gewogen und sind kostenpflichtig.

Sanierung Jahnstraße startet

Ab Montag, 6. März, wird die Jahnstraße in Solingen im Zuge des städtischen Fahrbahndeckenprogramms saniert. Straßeneinbauten werden reguliert, die alte Decke wird abgefräst, anschließend neuer Asphalt eingebaut.

Die Arbeiten dauern etwa vier Wochen. In dieser Zeit bleibt die Straße voll gesperrt, Anwohnende können passieren. 

Kurzfilm porträtiert Migrantenselbstorganisationen

Auch die neue Integrationsbeauftragte der Stadt Solingen stellt sich in elfminütiger Doku vor.

In der Klingenstadt leben Menschen aus 140 Nationen. Jede:r Vierte der rund 164.000 Solinger:innen hat Wurzeln in einem anderen Land. Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind eine erste Anlaufstelle für Neuankömmlinge. Über 40 eingetragene Vereine leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Integration. Die Mitglieder möchten ihrer Herkunft treu bleiben, wollen sich aber zugleich am gesellschaftlichen Leben ihrer Heimatstadt beteiligen und es aktiv mitgestalten. Um die Integration und Partizipation von Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund kümmert sich das Kommunale Integrationszentrum (KI). Ein elfminütiger Film, der vom Kommunalen Integrationsmanagement NRW gefördert wurde, gibt einen Einblick in die Arbeit der MSO und den Stellenwert des Dialogs zwischen Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Herkunft, der Ressentiments und Hemmschwellen abbaut.

In der von KI-Mitarbeiter Musa Kavalli konzipierten und von Abdulkadir Çakar produzierten Dokumentation wird nicht nur die neue Integrationsbeauftragte Caren Tuchel vorgestellt, sondern auch drei Vereine: der Albanische Kulturverein „Nexhmije Pagarusha“ e.V., das „easy“ Bildungs- und Familienzentrum e.V. und das Internationale Frauenzentrum Solingen, das im vergangenen Jahr mit dem „Silbernen Schuh“ ausgezeichnet wurde.

Streik: Mülltonnen werden nicht geleert

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Heutiger Warnstreik betrifft auch die Müllabfuhr in Solingen.

Von den erneuten Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist heute (Dienstag, 28. Februar) erneut die Müllabfuhr in Solingen betroffen. Es werden keine Mülltonnen geleert.

In dieser Woche kommt es deshalb zu einer sogenannten „Feiertagsverschiebung“. Das bedeutet, dass die geplanten Touren von heute auf morgen, Mittwoch, und alle weiteren in dieser Woche ebenfalls um einen Tag nach hinten verschoben werden. Die Freitags-Tonnen werden also am Samstag geleert. Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) bitten darum, die Abfallbehälter bis zur Leerung draußen stehen zu lassen. Da sich die Abfuhr durch den Warnstreik lediglich um einen Tag nach hinten verschiebt, werden keine zusätzlichen Abfallsäcke mitgenommen. Sollte es in den nächsten Wochen zu weiteren und längeren streikbedingten Ausfällen kommen, wird diese Option wieder angeboten.