Stadtplanung nach Gutsherrenart

Chance einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung verpasst.

Obwohl der letzte Versuch die Stadt Unsummen an Geld und Ressourcen gekostet sowie einen jahrelangen Stillstand in Lennep verursacht hat, soll der Rat noch vor den Sommerferien erneut über einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines Outlet-Centers am Rande der Lenneper Altstadt abstimmen – ohne zuvor die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger dazu angehört zu haben. Daher beantragte die Fraktion DIE LINKE auf der letzten Ratssitzung eine Bürgerbefragung bezüglich eines DOCs am Standort Lennep durchzuführen, bevor ein endgültiger politischer Beschluss gefasst wird!

Leider konnten sich weder die Ampel noch die CDU-Fraktion zu einer solchen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchringen. Ratsmitglied Peter Lange zeigte sich enttäuscht: „Die Chance die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einzubeziehen und so ein wichtiges Stimmungsbild einzuholen, hat man heute Abend verpasst. Stattdessen wird erneut über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden. Dabei wollte man eigentlich aus den vergangenen Fehlern lernen“, erklärt Lange nach der Sitzung am Donnerstagabend. „Wir wissen, dass sich viele Menschen nach Bekanntgabe der Pläne für ein neues Outlet-Center übergangen fühlen. Besonders diejenigen, die ihre Ideen aktiv in die Bürgerbeteiligungsprozesse eingebracht haben“, so Lange weiter.

Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Dass ihre Vorschläge in die Gestaltung des Centers einfließen, hält unser Lenneper Bezirksvertreter Colin Cyrus für illusorisch: „Die meisten Ideen passen nicht zu einem Outlet-Center, was in erster Linie wirtschaftliche Interessen verfolgt und dementsprechend gewinnbringend gestaltet wird. Daher und in Anbetracht der Dimension und Tragweite des Projekts ist es auch eine Frage des Respekts, ein Meinungsbild einzuholen und die Menschen über die Zukunft Remscheids und Lenneps ernsthaft und direkt mitbestimmen zu lassen.“

Umweltschonende Maurerkelle aus Remscheid

Remscheider Maurerfreund GmbH entwickelt mit Unterstützung der Effizienz-Agentur NRW umweltschonende Maurerkelle und setzt mit innovativer Maurerkelle auf Ressourceneffizienz.

Energiesparende Fügetechnik, weniger Komponenten, der Einsatz von Recyclingmaterial und hochstabilen Werkstoffen – der Remscheider Werkzeugspezialist Maurerfreund setzte bei der Entwicklung einer neuen Maurerkelle auf die Methode Circular Design. Unterstützt wurde das Unternehmen dabei durch die Ressourceneffizienz-Beratung der Effizienz-Agentur NRW aus Duisburg.

Das bergische Traditionsunternehmen Maurerfreund GmbH hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Maurerkellen und Glättekellen spezialisiert. Über 2500 Kellenarten mit unterschiedlichsten Materialsystemen für den Einsatz im Innen- und Außenbereich umfasst das Produktportfolio.

„Klassischerweise werden die Kellen aus einem Aluminiumwerkstoff, einem Eisenkern sowie mehreren Stahlblechen und einem Kunststoffgriff gefertigt“, erklärt Geschäftsführer Dominik Limbach. Die Fügung der Einzelkomponenten ist aufwendig und bedarf diverser Klebe- und Schweißtechniken.

2020 plante das Unternehmen, seine Fertigungsvielfalt und Produktpalette zu konsolidieren sowie ein Alleinstellungsmerkmal in der Produktgestaltung zu definieren. Dafür nutzte Maurerfreund die Ressourceneffizienz-Beratung der im Auftrag des NRW-Umweltministeriums tätigen Effizienz-Agentur NRW (EFA) mit Sitz in Duisburg. „Ziel des Beratungsprojekts war die Entwicklung einer neuen ressourceneffizienten Maurerkelle nach Circular Design-Kriterien“, so Limbach.

Mit Circular Design Lebensdauer der Produkte verlängern

„Circular Design beschreibt einen umfassenden Gestaltungsansatz mit dem Ziel, die Umweltbelastungen von Produkten und Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu minimieren und darüber hinaus nachhaltige Geschäftsmodelle im Sinne einer Circular Economy zu entwickeln“, erläutert Stefan Alscher, Ressourceneffizienz-Berater der EFA, der das Projekt bei Maurerfreund begleitete.

Das Ergebnis der Beratung ist die neuartige Maurerkelle „Super Prof Pure Comfort Trowel“, die 2022 an den Markt ging.

„Kleben statt Schweißen“ senkt Energieeinsatz

Der Handgriff der neuen Kelle wird aus hochstabilem Carbon hergestellt. Eine innovative Form sorgt für den richtigen Griff und optimale Kraftübertragung.

„Der besondere Clou: Bei der neuen Kelle werden die einzelnen Produktkomponenten nicht mehr wie marktüblich automatisiert geschweißt, sondern energiesparend und teilautomatisiert mit einem Hochleistungskleber fest mit dem Blatt verbunden“, erklärt Limbach.

Das neue Fügeverfahren vermeidet auch Spannungen zwischen Griff und Blatt, da die sonst produktionsbedingte Hitzeeinwirkung entfällt.

Überdies ergibt sich während der Nutzungsphase die Möglichkeit, ein mit der Zeit verschlissenes Kellenblatt zu wechseln und den hochwertigen Griff mit einem neuen Kellenblatt weiter zu nutzen. „Diese Austauschmöglichkeit einzelner Komponenten verlängert die Produktlebenszeit und senkt so maßgeblich den Ressourcenverbrauch – ganz im Sinne des Circular-Design-Ansatzes“, so Alscher.

Neues Produktdesign verringert Treibhausgasemissionen um 28 Prozent

Das Griffkonzept vereint darüber hinaus die sonst einzeln gefertigten Komponenten Handgriff und Stütze in einem integrierten Bauteil, wodurch weitere Produktionsschritte eingespart werden können. Ebenfalls setzt das Unternehmen heute für die Aluminium-Komponenten der Kelle auf Sekundäraluminium.

Die Reduzierung der Montageschritte führt zu einer 26 Prozent schnelleren Montierbarkeit der Glättekelle. Darüber hinaus senkt die ausgewählte Materialzusammensetzung den Stahleinsatz um jährlich ca. 4,3 Tonnen und führt zu einer Treibhausgas-Reduktion von 28 Prozent pro Jahr.

Zur Maurerfreund GmbH

Im Herzen der deutschen Werkzeugindustrie produziert Maurerfreund in Remscheid seit 1856 mit höchsten Ansprüchen und Hingabe zum Detail hochwertigste Kellen und Glättekellen für anspruchsvolle Handwerker. Maurerfreund-Kellen schätzen neben Maurern auch Stuckateure, Trockenbauer, Fliesenleger, Putzer und Maler auf der ganzen Welt.

Erfahren Sie mehr unter www.maurerfreund.com

Zur Effizienz-Agentur NRW

Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) wurde 1998 auf Initiative des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums gegründet, um mittelständischen Unternehmen in NRW Impulse für ein ressourceneffizientes Wirtschaften zu geben. Das Leistungsangebot umfasst die Ressourceneffizienz- und Finanzierungsberatung sowie Veranstaltungen und Schulungen. Aktuell beschäftigt die EFA 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Duisburg und in acht Regionalbüros in Aachen, in Bielefeld (Region Ostwestfalen-Lippe), in Münster, in Kempen (Region Niederrhein), in Hattingen (Region Bergisches Land), in Bonn (Region Rheinland) sowie in Südwestfalen an den Standorten Siegen und Werl.

Erfahren Sie mehr unter www.ressourceneffizienz.de

Leidenschaft seit 1883: 140 Jahre Vorwerk

140 Jahre Vorwerk – das bedeutet auch 140 Jahre Leidenschaft und Innovation. Das Unternehmen kann auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken.

Gegründet im Tal der Wupper als Teppichfabrik, ging Vorwerk 1929 auch zur Produktion von Haushaltsgeräten (Kobold Staubsauger) über. Die Vorteile des ersten, leistungsstarken Kobold Modells konnten über den Verkauf im Einzelhandel nicht vermittelt werden – die Geburtsstunde des Direktvertriebs bei Vorwerk, dem sicherlich wichtigsten Meilenstein in Vorwerks Geschichte. Heute ist Vorwerk das Direktvertriebsunternehmen Nummer 1 in Europa und weltweit führend im Direktvertrieb hochwertiger Haushaltsgeräte. Im Jahr 2021 erzielte es einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro – ein Rekord in der Unternehmenshistorie.

Dank gilt der Community

Erfolge, die vor allem auf die Menschen, die sich für das Unternehmen begeistern und es mit einzigartigem Einsatz unterstützen, zurückzuführen sind. Die Vorwerk Community besteht aus 100.000 Beraterinnen und Beratern, etwa 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zahlreichen Kundinnen und Kunden weltweit. Es ist die Leidenschaft eben dieser Menschen, die Vorwerk so erfolgreich macht.

Der Mensch im Fokus

Wir sind der Überzeugung: Wenn Menschen sich persönlich begegnen, öffnen sich Welten und Möglichkeiten. Eine persönliche Produktvorführung schafft magische Momente und eine dauerhafte Verbindung zwischen Menschen – und das im Fall von Vorwerk weltweit. Seit jeher steht der Mensch bei Vorwerk an erster Stelle. Der Direktvertrieb ist das Erfolgsrezept des Unternehmens: Produktvorführungen sind soziale Ereignisse, bei denen Menschen zusammenkommen, die die Liebe zum Produkt entdecken und zu Mitgliedern der Vorwerk Familie werden. Unsere Beraterinnen und Berater nehmen in dieser Gemeinschaft zweifelsfrei eine besondere Rolle ein: Sie sind die Gesichter unseres Unternehmens und für unseren Erfolg unentbehrlich – und das werden sie in Zukunft weiterhin sein.

Vorwerks Unternehmensgeschichte

Im Jahr 1883 gründeten Carl Vorwerk und sein Bruder die kleine Teppichweberei „Barmer Teppichfabrik Vorwerk & Co“ – der Grundstein der heutigen Weltmarke. Damit bewiesen sie unternehmerischen Mut, denn hochwertige Teppiche wurden bis dato nur in England hergestellt. 1907 übergibt Carl Vorwerk die Firmenleitung an seinen Schwiegersohn August Mittelsten Scheid, selbst Spross einer seit 1764 aktiven Barmer Unternehmerfamilie. 1909 war das Unternehmen bereits weit über die Grenzen der Region bekannt und wuchs rasant. Die Teppichproduktion wurde ausgebaut, neue Gebäude errichtet und eine eigene Maschinenwerkstatt aufgebaut. Auch das Produktspektrum wird kontinuierlich erweitert: Es reicht in dieser Zeit von Auto-Achsen bis hin zu Grammofon-Motoren.

Durch Einführung des Direktvertriebs nach amerikanischem Vorbild, können die Vorteile des Kobold vermittelt werden. Hier: Vorwerk Vorführung eines Kobold VK7. Foto: Vorwerk Gruppe
Durch Einführung des Direktvertriebs nach amerikanischem Vorbild, können die Vorteile des Kobold vermittelt werden. Hier: Vorwerk Vorführung eines Kobold VK7. Foto: Vorwerk Gruppe

Mit der Erfindung des Radios bricht der Markt für Grammofone zusammen. Eine neue Idee bringt die Rettung: Aus dem Grammofon-Motor wird ein Motor für einen Staubsauger. 1929 stellt der Kobold so etwas wie eine kleine Revolution dar: Ein handliches Gerät – und trotzdem leistungsstark. Doch der Markt ist noch nicht reif für diese Innovation; der Einzelhandel kann die Vorteile des Kobold nicht vermitteln. Und wieder bringt eine revolutionäre Idee die Rettung: die Einführung des Direktvertriebs in Deutschland – der sicherlich wichtigste Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. 1930 von August Mittelsten Scheids Sohn Werner aus den USA mitgebracht, wird diese nah am Menschen orientierte Vertriebsform zum Markenzeichen und Erfolgsgeheimnis des Unternehmens.

Während des zweiten Weltkriegs wurden bei Vorwerk „kriegswichtige Güter“ produziert, hierfür wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt. Vorwerk hat diesen Teil der unternehmerischen Verantwortung aktiv im Rahmen einer Studie aufgearbeitet und sich zudem an der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter beteiligt.

1953 übernimmt Dr. Erich Mittelsten Scheid die alleinige Unternehmensleitung und initiiert weit reichende Veränderungen wie die Ausweitung des Produktangebots und die weitere Öffnung für internationale Märkte. 1968 kommt mit der akf bank die erste Dienstleistungsmarke zur Unternehmensgruppe hinzu.

Vorwerk-Erlebniskochen mit dem Thermomix TM6. Foto: Vorwerk Gruppe
Vorwerk-Erlebniskochen mit dem Thermomix TM6. Foto: Vorwerk Gruppe

1969 übergibt Erich Mittelsten Scheid die Unternehmensführung an seinen Neffen Dr. Jörg Mittelsten Scheid, der Vorwerk von 1969 bis 2005 entscheidend prägt und zur weltweit erfolgreichen Unternehmensgruppe macht. Bereits 1971 wurde die kochende multifunktionale Küchenmaschine Thermomix erstmals auf den Markt gebracht. Dabei wird auch die Internationalisierung konsequent vorangetrieben: 1990 gründet Vorwerk die erste Auslandsniederlassung in China, Ländergesellschaften in Osteuropa folgen. Ende 2005 scheidet Dr. Jörg Mittelsten Scheid aus der Unternehmensleitung aus, gehört jedoch bis heute dem Beirat als Ehrenvorsitzender an. Mit Dr. Thomas Stoffmehl, Hauke Paasch und Dr. Thomas Rodemann leitet ein dreiköpfiger Vorstand heute die Geschicke der Unternehmensgruppe, während die Eigentümerfamilie in der fünften Generation für Kontinuität sorgt.

Über Vorwerk

Die Vorwerk SE & Co. KG ist ein im Jahre 1883 gegründetes, international agierendes Familienunternehmen. Sitz der Holding ist Wuppertal (Deutschland). Das Kerngeschäft von Vorwerk ist die Produktion und der Vertrieb hochwertiger Haushaltsprodukte (Küchenmaschine Thermomix®, Staubsauger Kobold). Als Direktvertriebsunternehmen sucht Vorwerk stets den direkten Kontakt zu seinen Kundinnen und Kunden. Dabei stehen die Beraterinnen und Berater im Mittelpunkt der Aktivitäten und dienen als zentrale Anlaufstelle. Zur Vorwerk Familie gehört außerdem die akf-Gruppe. Vorwerk erwirtschaftet einen Konzernumsatz von 3,4 Milliarden Euro (2021) und ist in mehr als 60 Ländern aktiv.

Diakonie: Abschied von Florian Schäfer

Florian Schäfer verlässt Diakonie im Kirchenkreis Lennep.

Der Geschäftsführer der Diakonie im Ev. Kirchenkreis Lennep, Florian Schäfer, wird sich ab 1. Juli 2023 anderen beruflichen Aufgaben widmen und verlässt daher das Diakonische Werk und den Kirchenkreis. „Wir bedauern seinen Weggang sehr und wünschen ihm persönlich und beruflich alles erdenklich Gute und Gottes Segen für seinen weiteren Weg“, sagt die Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Lennep, Pfarrerin Antje Menn und ergänzt: „Jetzt machen wir uns optimistisch an die Suche eines Nachfolgers bzw. einer Nachfolgerin für dieses wichtige Amt.“

Florian Schäfer hatte im Jahr 2016 das Amt von seinem Vorgänger Arno Matthies übernommen. Seither legte der studierte Sozialpädagoge seinen Fokus darauf, die Prozesse innerhalb der Diakonie im Kirchenkreis Lennep zu optimieren, flache Hierarchien einzuziehen und agile Entscheidungsfindungen zu begünstigen.

„Die Diakonie im Kirchenkreis Lennep übernimmt immer wieder Aufgaben, die nötig sind, um die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu fördern.“

Florian Schäfer

Mit viel Engagement baute Florian Schäfer zudem die diakonische Flüchtlings- und Migrationsarbeit im Kirchenkreis aus, in dessen Zuge auch die Flüchtlingsberatungsstelle in Radevormwald entstand. Das Angebot des Ambulant Betreuten Wohnens für Menschen mit sucht- und psychischen Erkrankungen (BeWo) wurde unter seiner Leitung erweitert.

Das Werkstattatelier, in dem langzeitarbeitslose Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen eine neue Beschäftigungsperspektive durch innovative Angebote wie Urban Gardening oder Upcycling erhalten, hat Florian Schäfer federführend ins Leben gerufen.
Zuletzt öffnete unter seiner koordinierenden Führung das Ukraine-Zentrum, das auch dank der Förderung durch die Aktion Mensch realisiert werden konnte, seine Pforten in einem früheren Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Lennep.

Ebenso lag Schäfer die Förderung des ehrenamtlichen Engagements am Herzen. 2015 öffnete Dank seiner Initiative das erste Reparaturen-Café der Region in Remscheid. Beim Aufbau der Reparaturen-Cafés in Hückeswagen und Wermelskirchen stand die Diakonie anschließend beratend zur Seite.

Bei der Eröffnung des Ukraine-Zentrums: Florian Schäfer am Redepult. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk
Bei der Eröffnung des Ukraine-Zentrums: Florian Schäfer am Redepult. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk

Florian Schäfer blickt zufrieden auf seine Zeit als Geschäftsführer der Diakonie im Kirchenkreis Lennep zurück: „Dank der tollen und hoch qualifizierten Mitarbeitenden, die wir hier haben, übernimmt die Diakonie im Kirchenkreis Lennep immer wieder Aufgaben, die nötig sind, um die Schwächsten in unserer Gesellschaft zu fördern. Das ist auch im 175. Jahr des Bestehens der Diakonie in Deutschland immer noch wichtiger denn je. Die Arbeit hier hat mich sehr zufrieden gemacht.“

Das Orlando-Projekt oder „Wer schreibt das Gedicht?“

Das Theater und Konzerthaus präsentiert am Sonntag, 26. März 2023 um 18 Uhr sowie am Montag, 27. März 2023 um 11 Uhr eine hybride Revue durch Zeit und Traum frei nach Virginia Woolf.

„Das Orlando-Projekt“ ist eine diverse Revue, die mit allen Mitteln des Theaters und der bildenden Kunst spielerisch der Frage nachgeht wie Literatur entsteht. Es erzählt die Geschichte von Virginia Woolfs wichtigstem Werk um die Hauptfigur Orlando, die durch die Jahrhunderte und Geschlechter reist und dabei ein Gedicht verfasst, das der Roman jedoch nicht preisgibt.

Wer schreibt das Gedicht?

„Das Orlando-Projekt“ erforscht die zentrale Frage: Wer schreibt das Gedicht? Dabei erkundet es mit der Einführung einer Künstlichen Intelligenz den Begriff „Identität“ über die menschliche Existenz hinaus. Ein Orlando wird geschaffen, programmiert, der eigenständig Fragen zu seiner Welt stellt. Mit Tanz, Malerei, Musik und Sprache entsteht dabei vor Publikum und in Echtzeit das Gedicht, das Virginia Woolf nie geschrieben hat. Also, wer schreibt das Gedicht?

Karten für die Vorstellungen am Sonntag, 26. März 2023 um 18 Uhr sowie am Montag, 27. März 2023 um 11 Uhr im Pina-Bausch-Saal des Theater und Konzerthaus Solingen können für 16-38 Euro unter www.theater-solingen.de oder an der Theater- und Konzertkasse (Konrad-Adenauer-Straße 71, 42651 Solingen, Telefon 0212 204820) erworben werden. Im Klassenverband kosten die Tickets 3,50 Euro, eine Begleitperson pro Klasse ist frei.

Virginia Woolf (1902). © Charles Beresford
Virginia Woolf (1902). © Charles Beresford

Zusätzlich wird ein Vorbereitungsworkshop, ein Einführungsvortrag sowie ein Nachgespräch für Schulklassen angeboten. Alle weiteren Infos können bei Frau Manuela Hoor unter m.hoor@solingen.de angefragt werden.

Ausstellung: Der Globale Süden wird ignoriert

„Vergessene Welten und blinde FleckenDie mediale Vernachlässigung des Globalen Südens“

Nicht selten weisen Medien einen blinden Fleck auf, wenn es sich um den Globalen Süden (sog. Dritte Welt- bzw. sog. Entwicklungs- und Schwellenländer) handelt. Die Ausstellung „Vergessene Welten und blinde Flecken“ stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Langzeitstudie vor, in der u.a. über 5.100 Sendungen der „20:00 Uhr-Tagesschau“ aus den Jahren 1996 und 2007 – 2019 ausgewertet wurden. Die Daten zeigen deutlich, dass die Berichterstattung geografisch sehr unausgewogen ist. Während dem sog. Westen weit überproportional hohe Aufmerksamkeit zufällt, werden zahlreiche Staaten des Globalen Südens an den Rand gedrängt oder teilweise sogar ignoriert.

Vom 01.04. bis zum 30.04.2023 ist die Wanderausstellung im 1. Obergeschoss der Stadtbibliothek während den Öffnungszeiten zu sehen.

Zu dieser Ausstellung gibt es eine Informationsbroschüre, die in Klassenstärke bestellt werden kann. Die Ausstellungstafeln sowie die Studie selbst können unter folgender Adresse kostenlos eingesehen und heruntergeladen werden: www.ivr-heidelberg.de

Informationen unter 0212/290-3239 oder per Mail: S.Koppetsch@Solingen.de

Röntgen-Museum: Freier Eintritt während Bestandsaufnahme

Temporäre Schließung der Ausstellung in Haus 3 des Deutschen Röntgen-Museums.

In der Zeit vom 3. bis 6. April stehen die Ausstellungen zur modernen Medizin, das Schauarchiv sowie das Museumslabor Rölab in Haus 3 des Deutschen Röntgen-Museums leider nicht der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Zur genauen Bestandsaufnahme der Schädigungen am Tragwerk des Hauses 3 am Deutschen Röntgen-Museum und der damit verbundenen konkreten Planung der erforderlichen baulichen Sanierungsmaßnahmen werden die Ausstellungen in Haus 3 und das ebenfalls dort befindliche Museumslabor RöLab für vier Tage von Montag, 3. April, bis einschließlich Donnerstag, 6. April, für den Publikumsverkehr gesperrt. Der übrige Teil der Dauerausstellung sowie die Sonderausstellung in der Black Box stehen jedoch uneingeschränkt allen Besuchenden zur Verfügung.

Das Museumsteam bittet seine Gäste um Verständnis und gewährt in der oben genannten Zeit freien Eintritt.

Es hofft, dass nach der baulich-technischen Bestandsaufnahme die Sperrung ab Karfreitag, 7. April, wieder aufgehoben wird und die Ausstellungen und das RöLab wieder uneingeschränkt zu den normalen Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Sollten sich aus der baulichen Begutachtung unverhoffte weitere Notwendigkeiten ergeben, wird hierzu unmittelbar informiert.

Wo ist das Röntgen-Museum?

Das Röntgen-Museum befindet sich in der Schwelmer Straße 41 in 42897 Remscheid-Lennep.

Unfall: Füßgänger schwer verletzt

Heute (24.03.2023, gegen 07:00 Uhr) kam es auf der Demmeltrather Straße zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fußgänger (44).

Eine 36-Jährige fuhr in ihrem Suzuki auf der Demmeltrather Straße in Richtung Focher Straße, als ein Fußgänger auf die Straße trat. In der Folge kam es zu einer Kollision, wodurch der 44-Jährige schwer verletzt wurde.

Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn in ein Krankenhaus.

Am Auto entstand ein niedriger vierstelliger Sachschaden. (rb)

Warnstreik am Montag: Busse stehen still

Am Montag, 27. März 2023 sind die Stadtwerke Remscheid von Warnstreiks betroffen

Wie dem Verlauf der Tarifverhandlungen zu entnehmen ist, wird die Gewerkschaft ver.di heute punktuelle Warnstreiks, auch in NRW, durchführen. Am Montag, 27. März 2023, ist auch der Busbetrieb der Stadtwerke Remscheid davon betroffen. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird teilweise bestreikt. Die EWR GmbH und das H2O sind am Montag nicht vom Warnstreik betroffen und mit ihrem Service wie gewohnt für die Kunden da.

Für die Fahrgäste im ÖPNV führt der Warnstreik zu folgenden Auswirkungen:

Busverkehr

Die Busse der Stadtwerke Remscheid werden am Montag, 27. März 2023, von Betriebsbeginn an nicht fahren. Das bedeutet für die Fahrgäste, dass die Nachtexpresse von Sonntag auf Montag, wie gewohnt verkehren. Über den weiteren Tagesverlauf am Montag wird keine Buslinie fahren und auch kein Schulbusverkehr stattfinden. Der Warnstreik im Nahverkehr wird wahrscheinlich wieder komplette 24 Stunden andauern. Die ersten Busausfahrten werden voraussichtlich erst wieder – zu gewohnter Zeit – am Dienstag gegen 4 Uhr erfolgen.

MobilCenter und Ticketverkauf

Das MobilCenter im Allee-Center ist am Montag auch geschlossen. Der Ticketverkauf sowie die elektronische Fahrplanauskunft per Internet stehen aber weiterhin zur Verfügung. Außerdem können über die App der Stadtwerke Remscheid (SR-App) alle Ticketarten – außer AboTickets – erworben werden. Allgemeine Fragen zu Tickets und Tarifen werden über die kostenfreie Verkehrshotline für Bus und Bahn unter 0800 6 50 40 30 beantwortet. Es kann jedoch zu Einschränkungen bei der Erreichbarkeit kommen. Ab Dienstag stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MobilCenters im Allee-Center den Kunden wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite entfallen die Ansprüche sowohl der Mobilitätsgarantie als auch des Pünktlichkeitsversprechens.

Remscheid: Infos zu Schulanmeldungen vor Osterferien

Grund- & Förderschulen entscheiden vor den Osterferien über Schulanmeldungen

Die Remscheider Grund- und Förderschulen werden den Eltern von Erstklässlern des Schuljahrs 2023/2024 noch vor den anstehenden Osterferien schriftlich mitteilen, ob sie ihr Kind aufnehmen können. Falls das angesichts nicht ausreichender Schulplätze im Einzelfall nicht möglich ist, erhalten betroffene Eltern gleichzeitig einen Hinweis, an welchen Schulen noch Kapazitäten frei sind.

In diesem Jahr kommt es erstmals zu deutlichen Verzögerungen bei den Zu- und Absagen von Schulanmeldungen im Primarbereich. Denn der städtische Fachdienst Schule und Bildung stand bislang vor dem Problem, die Anmeldungen im Primarbereich an einzelnen Schulen mit dort verfügbaren Platzzahlen in Einklang zu bringen. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen meldeten immer mehr Eltern ihre Kinder nicht an, obwohl sie der Fachdienst Schule und Bildung mit Verweis auf die bestehende Schulpflicht mehrfach dazu aufgeforderte – bis heute fehlen noch 38 Anmeldungen für das Schuljahr 2023/2024. Zum anderen sind es in diesem Jahr viel mehr Kinder, die nach Flucht oder Auswanderung in Remscheid eingeschult werden müssen. Diese neue Gemengelage hat einen bedeutenden Einfluss auf die benötigte Anzahl von Schulplätzen.

Nach Abschluss der Anmeldungen im Primarbereich liegen der Stadt Remscheid belastbare Informationen zur Anzahl der Erstklässler vor. In der Folge sind bauliche Erweiterungen und Maßnahmen an einzelnen Schulstandorten umzusetzen, um die Beschulung aller Kinder sicherstellen zu können. Sie sind notwendig, damit Anmeldezusagen noch vor den Osterferien erfolgen und Schulleitungen der Grund- und Förderschulen, Leitungen der Ganztagsbetreuungen und Eltern endlich Planungssicherheit erhalten.

An diesen Schulstandorten werden neue Plätze geschaffen

Um mehr Platz für Erstklässlerinnen und Erstklässler zu schaffen, werden die Standorte GGS Am Stadtpark, GGS Reinshagen und FÖS Hilda-Heinemann bis zum Beginn des Schuljahres 2023/2024 um Pavillons erweitert. Die GGS Am Stadtpark kann Schülerinnen und Schüler nach der vom Stadtrat beschlossenen Dreizügigkeit aufnehmen. Die GGS Hasten, die GGS Reinshagen, die GGS Siepen und die GGS Dörpfeld bilden jeweils eine Mehrklasse im Bestand.

Streik! Stillstand am Montag

Flughafen Düsseldorf und Nahverkehr in der Region vom Streik betroffen. Ver.di will zur dritten Verhandlungsrunde nochmals den Druck erhöhen.

„Wir wollen eine Lösung in der dritten Verhandlungsrunde“, unterstreicht Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper. „Aber die bisherigen Signale der Arbeitgeberseite zeigen, dass sie den Ernst der Lage noch nicht verstanden haben!“ Deshalb ruft ver.di die Beschäftigten der Rheinbahn AG, WSW mobil, Stadtwerke Solingen Verkehr, Stadtwerke Remscheid Verkehr, Bahnen der Stadt Monheim und der Regiobahn (RE 47 und S28) zum Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 27. März ganztägig zum Streik auf. Ebenfalls aufgerufen sind die Mitarbeiter*innen des Düsseldorfer Flughafen-Konzerns. Die Streiks am Flughafen betreffen auch die Beschäftigten der Luftsicherheit, die ebenfalls bundesweit in einer Tarifauseinandersetzung sind.

„Das vorliegende Angebot der öffentlichen Arbeitgeber lässt leider keine andere Antwort zu, denn es ist respektlos und schürt damit den Tarifkonflikt. Der Unmut der Beschäftigten ist enorm und die Streikbereitschaft steigt von Tag zu Tag. Die Arbeitgeberseite hat in der dritten Verhandlungsrunde die Chance, dauerhafte Streikmaßnahmen durch ein einigungsfähiges Angebot zu verhindern“, so Peifer.

Osterüberraschungen in Ronsdorf

W.i.R. verteilen am Samstag, 8. April 2023 ab 9 Uhr Osterüberraschungen in der Ronsdorfer Innenstadt.

Die W.i.R. – in Ronsdorf freut sich, nach Corona über das rege Treiben in der Ronsdorfer Innenstadt. Die Bürgerinnen und Bürger kaufen weiter in Ronsdorf ein, denn in Ronsdorf gibt es nur wenige Leerstände. Diese Kundentreue zum Dorf wird belohnt. Am Samstag, 8. April, verteilen Mitglieder der W.i.R. – Wir in Ronsdorf e.V. – an die Kunden*innen, die in der Innenstadt unterwegs sein werden, ab 9 Uhr schokoladige Osterüberraschungen. Die W.i.R. setzt sich für den Erhalt der Ronsdorfer Innenstadt ein und bittet weiter um „Kauft Lokal und nicht im Internet“.

Infos zur Ronsdorfkarte:

Die Ronsdorfkarte kann von den Kunden bei den Systempartnern der W.i.R genutzt werden. Pro Cent wird ein Punkt auf der Ronsdorfkarte gesammelt, ab 500 Punkten kann in allen teilnehmenden Betrieben mit der Ronsdorfkarte bezahlt werden. Im Umlauf befinden sich aktuell über 7,5 Millionen Punkte. Mehr dazu finden Sie auf: www.ronsdorfkarte.de.

Info zur W.i.R. – Wir in Ronsdorf e.V.

Der Verein besteht seit 1997 und organisiert jährlich den Weihnachtsmarkt in Ronsdorf am zweiten Adventswochenende. Dazu finden regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen wie dem Kinderfest, Blumen am Valentinstag, Osteraktionen, Bürgerfest, Kinderfest, Oktoberaktionen, Baumschmücken, Wunschzettelaktion und das Auf- und Abhängen der Weihnachtsbeleuchtung statt. Auch die Ronsdorfkarte wird von der W.i.R. und ihren Mitgliedern betreut. Weiteren Informationen finden Sie auf: www.ronsdorf.de.