AsF: Das Ereignis zum Weltfrauentag

Frauenkino der AsF Remscheid in der Zentralbibliothek zum Internationalen Frauentag.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in der SPD Remscheid hat in die Remscheider Zentralbibliothek eingeladen, um am Weltfrauentag den Film „Das Ereignis“ vorzuführen. 

Dr. Gerhilt Dietrich begrüßte das Publikum. Foto: Sascha von Gerishem
Dr. Gerhilt Dietrich begrüßte das Publikum. Foto: Sascha von Gerishem

Dr. Gerhilt Dietrich begrüßte das Filmpublikum, das nicht nur aus Frauen bestand, verteilte rote Rosen und führte in den Film ein, der auf dem gleichnamigen Buch von Annie Ernaux basiert, das viele autobiographische Bezüge enthält. 

Im Oktober 1963 bemerkt die 23-jährige Studentin Annie, dass sie schwanger ist. Ein uneheliches Kind würde die junge Frau aus einfachen Verhältnissen alles kosten, was sie sich aufgebaut hat: Das Studium, das sie mit der Hoffnung verbindet, dem einfachen Elternhaus zu entwachsen. Abtreibungen sind in Frankreich jedoch illegal. Der Weg, ihr Leben durch eine Abtreibung wieder unter Kontrolle zu bringen, bringt sie in Lebensgefahr.

"Wenn Sie schreien, höre ich sofort auf, die Wände sind zu dünn!", sagt die Engelmacherin. Manche Jusos halten sich währenddessen die Augen zu. Foto: Sascha von Gerishem
„Wenn Sie schreien, höre ich sofort auf, die Wände sind zu dünn!“, sagt die Engelmacherin. Manche Jusos halten sich währenddessen die Augen zu. Foto: Sascha von Gerishem

Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf? Mit schonungsloser Offenheit erzählt Annie Ernaux von ihrem eigenen Schwangerschaftsabbruch. Und von den Demütigungen, Verletzungen und Stigmatisierungen, die sie dabei erleiden musste – und die bis heute nachhallen.

Zunächst mussten die Anwesenden den Film erst mal sacken lassen. Foto: Sascha von Gerishem
Zunächst mussten die Anwesenden den Film erst mal sacken lassen. Foto: Sascha von Gerishem

Im Anschluss an die Vorführung sprachen die Anwesenden über den Film, der mit eindrücklicher Inszenierung die Hilflosigkeit und das Ausgeliefertsein der Annie so realistisch traf, dass manche Zuschauende während der Vorführung immer wieder mal den Atem anhalten mussten, und feierten die Errungenschaften einer umfassenden Selbstbestimmung, die Frauen zumindest in Deutschland mittlerweile haben.

Nach einer Weile wurde die Atmosphäre wieder lockerer. Foto: Sascha von Gerishem
Nach einer Weile wurde die Atmosphäre wieder lockerer. Foto: Sascha von Gerishem

In Polen werden die Frauenrechte gerade wieder in Richtung Mittelalter gedreht und Abtreibungen sind wieder illegal, selbst nach Vergewaltigungen. Der Film, der in den 1960ern spielt, zeigt entsprechend das Elend, das Frauen in Polen im Jahr 2023 nun wieder erwartet.

Nach dem Film stand man noch zusammen und unterhielt sich bei Snacks und Getränken. Foto: Sascha von Gerishem
Nach dem Film stand man noch zusammen und unterhielt sich bei Snacks und Getränken. Foto: Sascha von Gerishem

17.3. im Rathaus Lüttringhausen: Frau. Macht. Veränderung.

Seit vielen Jahren begrüßt der Flair-Weltladen Projektpartner von Misereor in Remscheid. In diesem Jahr wird am 17. März im Lüttringhauser Rathaus von der Arbeit in Madagaskar berichtet.

»Frau.Macht.Veränderung«

Vortrag und Gespräch mit Ony Ratsimbazafy darüber wie die Gleichstellung von Frauen das Leben auf Madagaskar verbessert. Eindrücke und Perspektiven im Rahmen der Misereor Fastenaktion 2023. Ony Ratsimbazafy ist Referentin zur Ernährungssicherheit im Projekt „Vaharta“ in Madagaskar

Am Freitag, 17. März 2023 um 19.00 Uhr im Rathaus Lüttringhausen, Kreuzbergstraße 15 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen.

Weltweiter Wandel ist nur möglich, wenn Frauen an gesellschaftlichen Entscheidungen mitwirken können. Ony Ratsimbazafy aus Madagaskar vermittelt durch ihren Vortrag, wie wichtig diese Teilhabe ist. Sie arbeitet für das Projekt „Vaharta“ im Hochland Madagaskars und berichtet, wie sie dort Frauen in der Landwirtschaft fördert und ihnen neue Techniken vermittelt. Auf diese Weise trägt sie dazu bei, die Lebenssituation und die Geschlechtergerechtigkeit in ländlichen Regionen zu verbessern.

Alle Interessenten sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist kostenfrei.

Anmeldung

Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@bildungswerk-wuppertal.de

Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation mit der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen e.V., dem Kommunalen Bildungszentrum Remscheid, Abteilung Volkshochschule und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor e.V.

Osterferienprogramm: Kinder entdecken die Natur

Das Osterferienprogramm 2023 der Natur-Schule Grund ist jetzt online. Naturinteressierte Kinder vor allem im Grundschulalter sind herzlich eingeladen, Natur und Umwelt zu erleben und zu  erforschen.

Wie immer startet das Programm am ersten Samstag der Ferien mit einer Nachtwanderung für Familien (01.04.2023). Es folgen dann ab dem 03.04. die Kinderangebote.

Kräuterquark, das Leben im Teich, den Frühling erleben oder auch Körnerkissen nähen als Upcycling-Programm: Die Themen sind wie immer vielfältig. Am Programm beteiligt sind die Diplom-Biolog:innen Jörg Liesendahl und Stefanie Barzen sowie die Studierenden Julia Berents und Tobias Marsch.

Für alle Veranstaltungen fallen Kosten an. Eine möglichst frühzeitige Anmeldung per Mail ist unbedingt erforderlich.

Zu finden sind alle Angebote auf www.natur-schule-grund.de/programm sowie auf den Social Media-Accounts der Natur-Schule

Streik: Mülltonnen bleiben am 9. und 10. März ungeleert

Am 9. und 10. März kann es zu streikbedingten Störungen in der Abfallentsorgung kommen. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) werden versuchen, die unterbliebenen Leerungen von Abfallbehältern kurzfristig nachzuholen.

Sollte eine kurzfristige Nachholung in dieser Woche nicht erfolgen, können in der kommenden Woche am Leerungstag Müllsäcke (keine amtlichen Müllsäcke!) neben die Mülltonnen gestellt werden. Nicht geleerte 14-tägige oder vierwöchentliche Tonnen können dann ebenfalls zur Leerung auf dem Gehweg bereit gestellt werden. Die TBR hoffen auf Verständnis.

Auf die nachfolgende satzungsrechtliche Regelung wird hingewiesen:

§ 24 der Abfallsatzung – Unterbrechung der Abfallentsorgung
(1) Unterbleibt die der Stadt obliegende Abfallentsorgung bei vorübergehenden Einschränkungen, Unterbrechungen oder Verspätungen infolge von (…) Streiks, werden die erforderlichen Maßnahmen so bald wie möglich nachgeholt.
(2) In Fällen des Abs. 1 besteht kein Anspruch auf Ermäßigung der Gebühren oder auf Schadensersatz.

Brückenschlag zwischen Kita und Grundschule

Über 200 Pädagog:innen ließen sich in Solingen beim Fachtag auf „Gefühle beim Übergang“ ein.

Das Plenum. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Das Plenum. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule und den Offenen Ganztag ist für Kinder und ihre Familien ein großer Schritt. Aber auch für die zuständigen Pädagog:innen ist die Gestaltung der Ablöse- und Willkommensprozesse eine besondere Herausforderung. Deshalb hatte die Stadt Solingen alle interessierten Fachkräfte zum Fachtag „Brückenschlag“ eingeladen. Über 210 Vertreter:innen aus Kitas, Grundschule, offenem Ganztag, Verwaltung und Gesundheitswesen kamen in die Evangelische Stadtkirche am Fronhof, deren Räume Platz für die praxisorientierten Workshops boten.

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Oberbürgermeister Tim Kurzbach nutzte das Forum, um seinen „Dank und Riesen-Respekt vor dem, was Sie leisten“ auszusprechen – auch angesichts der 681 Kinder und Jugendlichen, die seit Kriegsbeginn vor einem Jahr in die Klingenstadt gekommen sind. Aber er schilderte auch seine Sorgen über „eine Gesellschaft, die oft nur noch den Ton der Empörung kennt“ oder über ein Investitionspaket für Schulen, das für 380 Millionen Euro geschnürt wurde und angesichts permanent steigender Baukosten nun doch nicht reicht, fehlende Fachkräfte und eine Landesregierung, die immer nur erzähle, was alles nicht gehe.

Begrüßung. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Begrüßung. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Der Begrüßung durch Schulrätin Monika Hannemann, Carmen Birnbach von den Förderschulen sowie Moderator:in Nina Efker (Familienbüro) und Stefan Ermertz (Schulverwaltung) folgte ein Impulsvortrag von Christopher End. Der Kölner Psychotherapeut und Eltern-Coach sprach über „Kindliche Emotionen als Geschenk“ und rief bei den anwesenden Fachleuten (und Eltern) immer wieder wissendes Schmunzeln hervor.

Christopher End. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Christopher End. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

End differenzierte bindungsstarke, regulationsstarke und gefühlsstarke Kinder – letztere seien besonders herausgefordert durch Übergänge. Fünf Schritte könnten helfen, starken Gefühlen zu begegnen: die Reflexion möglicher Hintergründe, auf Augenhöhe gehen, Gefühle spüren, Gefühle benennen sowie sich selbst und die Situation reflektieren. So könnten Emotionen die Bedürfnisse anzeigen, einen Schlüssel zur Lösung anbieten und zur Kommunikation einladen.

Übersicht. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Übersicht. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Praxis-Beispiele, Workshops und Austausch-Runden trugen im Anschluss an die Plenumsveranstaltung dazu bei, das Übergangsmanagement im Zusammenspiel der unterschiedlichen Professionen zu verbessern – damit die Kinder der Klingenstadt bestmöglich auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet werden und ihre Familien die für sie passende Information, Begleitung und Unterstützung erhalten.

Brückenschlag 2023. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn
Brückenschlag 2023. © Klingenstadt Solingen / Stefanie Mergehenn

Mülltonnen werden von Donnerstag bis Samstag nicht geleert

ver.di: Vor allem untere Entgeltgruppen müssen deutlich angehoben werden

Zwischen 2.456,51 € im ersten Berufsjahr und 3.033,74 € nach 15 Jahren verdienen die Menschen, die täglich unseren Müll abholen. „Das sind natürlich die Bruttobeträge. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bleiben den Kolleg*innen zwischen knapp 1.650 und rund 1.950 € netto übrig“, rechnet Henning Brust vor. „Große Sprünge kann man davon sowieso nicht machen, wenn dann aber die Preise für Strom und Heizenergie durch die Decke gehen und die Lebensmittel deutlich teurer werden, wird es echt eng.“ Deshalb erwarten die Beschäftigten in der Entsorgung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst eine kräftige Tariferhöhung, so der zuständige ver.di-Gewerkschaftssekretär in Düsseldorf.

Und dafür gehen sie von Donnerstag bis Samstag auf die Straße. In Düsseldorf sowie dem bergischen Städtedreieck werden deshalb am Donnerstag und Freitag die Mülltonnen nicht geleert. Betroffen sind auch die Bereiche Straßenreinigung und Recyclinghöfe. In Solingen wird sowohl am Donnerstag als auch am Samstag das Müllheizkraftwerk bestreikt, so dass keine gewerbliche oder private Müllanlieferung stattfinden kann. Ebenso beteiligen sich die Beschäftigten der Recyclinghöfe in Düsseldorf von Donnerstag bis Samstag am Streik. Erhebliche Auswirkungen wird der Streik in der Reinigung der Düsseldorfer Altstadt am Wochenende haben. Auch die Beschäftigten der Stadtwerke Düsseldorf sowie die Stadtentwässerung in Düsseldorf beteiligen sich am Freitag erneut am Arbeitskampf.

Mit einer gemeinsamen Kundgebung werden mehr als 1.500 Streikende der betroffenen Betriebe am Freitag, den 10.03.2023 in Düsseldorf vor der Awista-Hauptverwaltung ihren Forderungen Nachdruck verleihen. „Gemeinsam wollen wir unseren Arbeitgebern für den kommenden Verhandlungstermin die Rote Karte zeigen! Der Mindestbetrag muss für unsere Kolleg*innen drin sein. Wir sind streikbereit – notfalls auch für einen Erzwingungsstreik!“, schildert Petra Meerkamp, ver.di-Vertrauensfrau der Awista in Düsseldorf.

Der dreitägige Warnstreik in Düsseldorf und dem bergischen Städtedreieck ist Teil von landesweit stattfindenden Streikmaßnahmen bei der Abfallentsorgung und Straßenreinigung in Nordrhein-Westfalen.

„Die Kolleg*innen sind wirklich stinksauer“, beschreibt Henning Brust die Stimmung. „In der 2. Verhandlungsrunde haben die Arbeitgeber ab Oktober, also nach neun „Nullmonaten“, 3 Prozent Steigerung angeboten. Für die Müllwerker*innen sind das brutto zwischen 70 und 90 €, davon bleiben netto rund 45 bis 60 € übrig. Damit wird die Preissteigerung nicht mal ansatzweise aufgefangen“, so der Gewerkschafter.

Und die angebotene Einmalzahlung verpufft. „Sie hilft vielleicht kurzfristig, aber die Preise bleiben doch langfristig hoch“, befürchtet Brust. Daher müsse ver.di vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde Ende März den Druck erhöhen.

Anja Liebert: Statement zum Internationalen Frauentag

Seit mehr als 100 Jahren wird am 8. März auf gleiche Rechte für Frauen, aber auch Diskriminierung gegenüber Frauen aufmerksam gemacht.

Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt und politische Teilhabe sind in vielen westlichen Ländern zwar gesetzlich verankert, aber bei der Umsetzung ist noch (viel) Luft nach oben.

Während wir in Deutschland die Rechte für Frauen und Mädchen ausbauen, sichtbarer machen und vorantreiben können, werden Frauen und Mädchen zum Beispiel in Afghanistan und im Iran um ihre in der UN-Charta der Menschenrechte festgeschriebenen Rechte -wie zum Beispiel das Recht auf Bildung – gebracht. Neben den Herausforderungen, die wir im eigenen Land zur Gleichstellung noch bewältigen müssen, gilt meine Solidarität am diesjährigen internationalen Frauentag insbesondere den Frauen und Mädchen in Afghanistan, im Iran und allen anderen Ländern, in denen ihnen das Recht auf Selbstbestimmung und gleiche Teilhabe verwehrt wird.

Anja Liebert, MdB
Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

DGB-Remscheid: Frauen verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger

DGB-Remscheid zum Equal-Pay-Day 2023: Frauen arbeiten bis zum 7. März unbezahlt und verdienen im Schnitt 18 Prozent weniger.

Frauen verdienen im Schnitt immer noch 18 Prozent weniger als Männer, sie arbeiten also bis zum 7. März unbezahlt. Während Männer einen durchschnittlichen Bruttostundendienst von 24,36 Euro verzeichnen, erhalten Frauen mit durchschnittlich 20,05 Euro insgesamt 4,31 Euro weniger. Rund zwei Drittel des Verdienstunterschiedes lassen sich laut Statistischem Bundesamt auf die Überrepräsentanz von Frauen in schlechter bezahlten Berufen sowie Teilzeit-Anstellungen begründen.

„Eine Angleichung der Erwerbsarbeitszeiten von Frauen und Männern mit einer vollzeitnahen Teilzeit zum Beispiel hätte die größte Auswirkung auf eine Verringerung des Lohnabstands. Es setzt eine gleiche Verteilung von familiärer Fürsorgeverantwortung voraus, die Frauen bisher immer noch häufiger als Männer übernehmen. Dafür steigen sie ganz aus dem Erwerbsleben aus oder arbeiten Teilzeit. Die Gründe dafür sind einerseits tradierte Rollenstereotype, andererseits der Blick auf den Lohnzettel: Solange Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, nicht ihren Anforderungen entsprechend bezahlt werden, ist die Entscheidung vorprogrammiert“, erklärt Peter Lange, Vorsitzender des DGB-Remscheid. Der Gewerkschafter sieht die Ampel-Koalition in der Pflicht die Lohnlücke zu schließen und gegen die Ausweitung prekärer Beschäftigung vorzugehen.

Folgende Maßnahmen schlägt der DGB vor:

  • Mehr Tarifbindung vor allem in Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten.
  • Eine gerechte Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit.
  • Reform der Minijobs hin zur sozialen Absicherung ab der ersten Arbeitsstunde.
  • Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft.
  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie insbesondere der Ausbau und Erhalt einer zuverlässigen Betreuungsinfrastruktur.
  • Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit steuerfinanzierter Entgeltersatzleistung.
  • Abbau aller Fehlanreize im Steuer- und Sozialrecht die dem Aufbau einer eigenständigen Existenzsicherung von Frauen entgegenstehen.
  • Eine Arbeitszeitdebatte über kürzere und geschlechtergerecht verteilte Arbeitszeiten.

Der Equal Pay Day am 7. März markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer bereits bezahlt werden. Rechnet man den Prozentwert von 18% in Tage um, arbeiten Frauen 66 Tage, vom 1. Januar bis zum 7. März 2023, umsonst.

Ziele des Equal-Pay-Day sind:

  • Reduzierung der Lohnschere in Deutschland
  • Schaffung gleicher Verdienstchancen
  • Schärfung des Bewusstseins für das Problem

Für diese Ziele hat der DGB-Remscheid ein Zeichen gesetzt. Vor dem Remscheider Rathaus wurde eine Equal-Pay-Day Flagge gehisst.

Motorradunfall: Jugendlicher aus Remscheid mit schweren Verletzungen

Am Montag (06.03.2023, gegen 18:45 Uhr) kam es auf der Rader Straße in Remscheid zu einem Alleinunfall eines Jugendlichen.

Ein 17-jähriger Remscheider befuhr mit seiner Honda die Rader Straße (B 229) aus Radevormwald kommend in Richtung Remscheid-Lennep.

In einer Rechtskurve verlor der 17-Jährige aus bislang noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Leichtkraftrad. In der Folge stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte den Remscheider in ein Krankenhaus.

An dem Zweirad entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 500 Euro. Während der Unfallaufnahme musste die Polizei zeitweise den Verkehr regeln. (ar)

Outlet Lennep: Die Hülle scheint grün, aber der Inhalt ist es nicht

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Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lennep zu den neuen Plänen der Stadt Remscheid zu einem Outlet-Center in Lennep.

Die mit den Bürger:innen eingeleitete Entwicklung von umweltfreundlichen und nachhaltigen Neuen Quartieren soll zugunsten eines Outlet-Centers aufgegeben werden. Völlig widersinnig, da die Grundstücke besonders geeignet sind, eine gesunde Durchmischung von grünem Wohnen mit nachhaltigem und kreativem Gewerbe in Verbindung mit Freizeit, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen zu ermöglichen.

Kehrtwende der Stadtplanung unbegreiflich

Deshalb ist die plötzliche Kehrtwendung der Stadtplanung für Lennep unbegreiflich. Wir sehen mit Erschrecken, dass die Stadtspitze nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. Der OB setzt mit höchstem Risiko alles auf eine Karte. Nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre ist so etwas schlicht und einfach verantwortungslos.

Der vorgestellte Planungsansatz des neuen Investors geht zwar auf von uns gesetzte Eckdaten (u.a. Erhalt der Bäume und der Wupperstraße, kein Parkhaus auf dem Kirmesplatz) ein und versucht brutale architektonische Eingriffe in das Stadtbild zu minimieren. Trotzdem bleibt die grundsätzliche Kritik bestehen: Ein Outlet-Center erzeugt unnötigen Konsum und ist mit einer gesunden Umwelt nicht in Einklang zu bringen. Die Hülle scheint grün, aber der Inhalt ist es nicht. Auch bei einem „grünen“ DOC wird eine Verkehrslawine über Lennep hereinbrechen und der Verkauf von großen Stadtflächen an einen Investor, der keine nachhaltige, langfristige Nutzung garantieren kann, ist fahrlässig.

Wir fordern die Stadt auf, die Planung der Neuen Quartiere fortzuführen, damit nicht wieder ein mehrjähriger Stillstand für Lennep droht.

Peter Lange – Bürgerinitiative Lennep e.V., Vorstand

Landesweiter Probealarm am 9. März 2023 – Remscheid ist dabei

Am Donnerstag, 9. März, beteiligt sich die Stadt Remscheid mit den elf vorhandenen stationären Sirenen und weiteren Warnmitteln wie beispielsweise der Warn-App NINA, dem Cell Broadcast und den Stadtinformationstafeln am landesweiten Warntag. Ab 11 Uhr werden die stationären Sirenen zu hören und Probemeldungen über die weiteren Warnmittel zu empfangen sein.

Wie wird der Warntag in Remscheid ablaufen?

Die Zuständigkeiten in der Durchführung sind durch das Land klar geregelt. Das Land wird zunächst alle Warnmittele nutzen, die an das sogenannte Modulare-Warn-System angeschlossen sind. Das heißt, das Land informiert unter anderem per Warn-Apps, Cell Broadcast, Radio und Stadtinformationstafeln.

Die Stadt Remscheid wird die Sirenen auslösen. Der Probealarm erfolgt um 11 Uhr und endet mit einer Entwarnung des Landes um 11.20 Uhr. Die Sirenen werden in diesem Zeitraum drei einminütige Sirenensignale abgeben. Das Auslösen der Sirenen wird genutzt, um die Leistung beziehungsweise die Ausbreitung der vorhandenen Sirenen zu prüfen und den weiteren Aufbau zu optimieren.

Wie unterscheidet sich der kommende Warntag vom Warntag im Dezember?

Der hauptsächliche Unterschied ist der Auslöser. Im Dezember war der Bund verantwortlich, er hat eine bundesweite Probewarnung durchgeführt. Am kommenden Donnerstag ist es das Land für den landesweiten Probealarm. Am kommenden Donnerstag werden auch keine Warnfahrzeuge unterwegs sein.

Sollen die Remscheiderinnen und Remscheider die Feuerwehr informieren, wenn sie nichts gehört haben?

Grundsätzlich kann sich jede und jeder bei der Remscheider Feuerwehr unter der Rufnummer 16-2400 melden, um Befürchtungen und Erwartungen mitzuteilen. Der Remscheider Feuerwehr ist bewusst, dass mit diesem Probealarm noch nicht alle Menschen erreichen werden. Mit dem Aufbau der weiteren Sirenen wird sich dies in Zukunft deutlich verbessern.

Wie läuft denn eine Warnung im Ernstfall ab?

In einem Ereignisfall findet die Warnung der Bevölkerung über mehrere Wege statt. Sirenen und Lautsprecherfahrzeuge dienen hierbei als „Weckruf“, sie informieren über eine mögliche Gefahr. Detaillierte Information zum Schadensereignis können dann über die so genannten Warnmultiplikatoren wie beispielsweise die NINA-Warn-APP, das Radio oder auch die Stadtinformationstafeln gewonnen werden. Eine Warnung kann für das ganze Stadtgebiet oder nur für gewisse Stadtteile erfolgen.
Über wie viele Sirenen verfügt die Stadt Remscheid zurzeit und wo sind diese installiert?

Die Stadt Remscheid verfügt zurzeit über elf fest installierte Sirenen. Das sind die Standorte:

  • Hauptfeuer- und Rettungswache
  • Berufskolleg Neuenkamp
  • Stadtsparkasse Remscheid Alleestraße
  • Gemeinschaftsgrundschule Hasten
  • Gemeinschaftsgrundschule Mannesmann
  • Gemeinschaftsgrundschule Reinshagen
  • Stockderstiftung
  • Firma Gedore
  • Sporthalle Lüttringhausen
  • Gemeinschaftsgrundschule Honsberg (FH Köln)
  • Naturschule Grund

Die drei fehlenden Sirenen der Ausbaustufe 1

  • Gemeinschaftsgrundschule Goldenberg
  • Lennep und
  • Bergisch Born

werden in Kürze errichtet. Deswegen werden in diesen Bereichen keine Sirenensignale wahrnehmbar sein.

Wieso kam es zur Verzögerung beim Aufbau?

Aufgrund der gestörten Lieferketten und des gestiegenen Bedarfes kam es auch in Remscheid zu Verzögerungen beim Aufbau. Zielsetzung war der Abschluss des Aufbaus der Stufe 1 im Dezember 2022.
Hat die Stadt Remscheid Fördergelder des Bundes für die Sirenen erhalten?

Nein, bis zum heutigen Tage nicht. Jedoch ist bis heute weder ein negativer noch positiver Bescheid eingegangen. Daher wartet die Stadt Remscheid auf den Entschluss der Bundesregierung, inwieweit der Zivilschutz in Anbetracht der gegenwertigen Lage gefördert wird.

Wie viele Sirenen sollen in Remscheid zukünftig vorhanden sein?

In der ersten Ausbaustufe, mit der 92% des besiedelten Stadtgebietes erreicht werden, sollen 15 Sirenen aufgebaut werden. Um den gewünschten und durch den Stadtrat geforderten Erreichungsgrad von 98 % zu erreichen, beabsichtigt die Stadt Remscheid den Aufbau von weiteren zehn Sirenen.

Wie sollen Menschen reagieren, wenn sie ein Sirenensignal hören?

• Fenster und Türen geschlossen halten!
• Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten!
• Nachbarn informieren und hilfsbedürftige Personen in Sicherheit bringen!
• Über die Lage mittels der Warnmultiplikatoren informieren!

Welche „Warnmultiplikatoren“ gibt es in Remscheid?

In Remscheid stehen grundsätzlich alle Warnmultiplikatoren zur Verfügung. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Bevölkerung über

  • stationäre Sirenen,
  • mobile Sirenen,
  • Warn-Apps,
  • Cell Broadcast,
  • Radio und
  • Stadtinformationstafeln

erreicht werden kann.

Sind alle Handys über Cell Broadcast erreichbar?

Nein, das ist nicht der Fall. Das Handy darf nicht zu „alt“ sein und es muss über einen aktuellen Softwarestand verfügen (regelmäßige Updates durchführen). Daher sollte die Handysoftware regelmäßig erneuert und unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html die Verfügbarkeit geprüft werden.

Grundlegendes zur Warnung und den damit verbundenen Zuständigkeiten sowie zur Organisation der Warnung (Bund, Länder, Kommunen)

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Organisation-der-Warnung/organisation-der-warnung_node.html

Wovor wird eigentlich gewarnt

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Wovor-warnen-wir-und-wann/wovor-warnen-wir-und-wann_node.html

Grundsätzliches zum Warntag

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Bundesweiter-Warntag/bundesweiter-warntag.html?nn=20098#vt-sprg-3

Thema Cell Broadcast (inklusive FAQ)

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html#vt-sprg-4

Thema Sirenen und Sirenenförderprogramm

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Sirenen/sirenen_node.html

Ein Pressekit, das zum Warntag 2022 veröffentlich wurde, findet sich auf dieser Seite

https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Presse/Mediakits/Pressekit-Warntag-2022/pressekit-warntag-2022_node.html

Informationen zu verschiedenen Warnmitteln

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/so-werden-sie-gewarnt_node.html

Informationen zu Warnmultiplikatoren

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Warnmultiplikatoren/warnmultiplikatoren_node.html

Weitere Informationen und Materialien finden sich auf der Website des ISF-Bund-Länder-Projektes „Warnung der Bevölkerung“. Diese Website wird allerdings in Kürze umgebaut.

https://warnung-der-bevoelkerung.de/serviceportal/
https://warnung-der-bevoelkerung.de/faq/
https://warnung-der-bevoelkerung.de/presse

Landesweiter Warntag am Donnerstag

Erprobt werden vor allem Handy-Warnungen (Cell Broadcast). Tests auch für Werbetafeln und Sirenen.

Nur wenige Monate nach dem bundesweiten Warntag im Dezember 2022 findet am kommenden Donnerstag, 9. März 2023, ein weiterer Warntag des Landes Nordrhein-Westfalen statt, an dem sich die Stadt Solingen beteiligt.

Dabei wird eine landesweite Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) zentral aus dem Lagezentrum der Landesregierung (Warnstufe 1) ausgelöst.

Der Probealarm am Donnerstag wird innerhalb Nordrhein-Westfalens auch Signale an alle Stadtwerbetafeln der Firma Ströer senden. Über die Warn-App NINA erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine Probe-Warnmeldung auf ihr Smartphone.

Auch das inzwischen freigeschaltete Warnsystem Cell Broadcast wird erneut getestet. Über dieses lässt sich grundsätzlich ein Warnsignal (Signalton + Nachricht) an alle Nutzerinnen und Nutzer von Handys senden – sofern die Geräte dafür entsprechend eingerichtet sind (Infos dazu siehe unten). Dadurch ergibt sich mehr Reichweite. Per Cell Broadcast kann rund die Hälfte aller Handys in Deutschland direkt erreicht werden – auch ohne Installation der NINA-App. Cell Broadcast funktioniert in drei Warnstufen:

  • amtliche Gefahrendurchsage (Warnstufe 1)
  • amtliche Gefahrenmitteilung (Warnstufe 2)
  • Gefahreninformation (Warnstufe 3)

Neben der Aktivierung der digitalen Warninstrumente ertönen am Donnerstag um 11 Uhr auch die Sirenen. Im Stadtgebiet sind 19 stationäre Sirenen installiert. Im Raum Ohligs werden zudem am Schützenplatz und an der Hamburger Straße die beiden mobilen Sirenen ausgelöst.

Mit dem Probealarm wird zu Beginn zunächst ein einminütiger Dauerton der Entwarnung zu hören sein. Nach fünf Minuten Pause folgt eine Minute lang ein auf- und anheulender Warnton. Nach weiteren fünf Minuten Pause ertönt zum Abschluss erneut ein einminütiger Dauerton der Entwarnung.

Weitere Informationen finden Bürgerinnen und Bürger im Internet unter folgenden Adressen:

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/Organisation-der-Warnung/organisation-der-warnung_node.html

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/so-werden-sie-gewarnt_node.html

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html#vt-sprg-4

Auch werden die Bürgerinnen und Bürger um Rückmeldungen gebeten.

Zum Cell Broadcast ist das möglich unter:

www.warnung-der-bevoelkerung.de

Zu den Sirenen per E-Mail an:

sirene.feuerwehr@solingen.de