Jugendsparwoche: Fleißiges Sparen lohnt sich doppelt

Auch im vergangenen Jahr hat die Stadtsparkasse Remscheid im Rahmen der Jugendsparaktion zwei gemeinnützige Einrichtungen in Remscheid unterstützt. Für jede Einzahlung der jungen Sparerinnen und Sparer spendete die Stadtparkasse Remscheid fünf Euro an die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. und an den Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes.

So konnte der Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes mit Unterstützung der Sparkasse einen neuen Luftreiniger anschaffen. „Die Anschaffung des Luftfilters ist der Corona-Pandemie geschuldet. Mit dem neuen Gerät sind wir in der Lage, einen Teil unsere Kurse, Fortbildungen und Beratungsgespräche – natürlich unter Einhaltung alle Schutzmaßnahmen – durchzuführen. Das könnten wir sonst nicht machen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stadtsparkasse Remscheid“, sagt Karl-Richard Ponsar vom Remscheider Kinderschutzbund.

Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz nahm die Spende der Stadtsparkasse von Thomas Wingenbach entgegen. Foto: Stadtsparkasse Remscheid
Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz nahm die Spende der Stadtsparkasse von Thomas Wingenbach entgegen. Foto: Stadtsparkasse Remscheid

Auch die Ärztliche Kinderschutzambulanz freut sich über die Zuwendung. „Wir betreuen Kinder und Jugendliche, die von schwerster Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch betroffen sind. Da wir durch die Vielzahl an Anfragen – gerade zu diesen Zeiten der Corona-Pandemie – räumlich an unsere Grenzen stoßen, müssen unsere Zimmer momentan umstrukturiert werden, damit wir möglichst viele Kinder zeitgleich, in Ruhe und mit Abstand betreuen können. Daher möchten wir die Spende der Stadtsparkasse Remscheid gerne dafür einsetzen, neue Spiel- und Testmaterialien anzuschaffen sowie Kleinmöbel, um die Räumlichkeiten umzugestalten“, freut sich Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz.

„Beide Organisationen leisten hervorragende Arbeit für die Kinder in unserer Stadt und der Region. Dieses wichtige Engagement möchten wir auf diesem Weg gerne fördern“, betont Thomas Wingenbach, Pressereferent der Stadtsparkasse Remscheid.

Neueröffnung der kinderärztlichen Praxis in Lüttringhausen

Ab dem 30. April wird die kinderärztliche Praxis Remscheid Lüttringhausen nach erfolgtem Umbau in der Gertenbachstraße 35 wieder für die Kinder und Eltern der Region im Rahmen des kinderärztlichen Notdienstes zur Verfügung stehen. Ein reguläres Sprechstundenangebot kann somit wieder am dem 3. Mai in Anspruch genommen werden. Die Räume im dritten Obergeschoß der Gertenbachstraße, eine ehemalige Zahnarztpraxis, wurden dafür saniert und provisorisch möbliert. Ein Konzept für eine neue Praxisausstattung ist bereits erarbeitet. Aufgrund der langen Ausschreibungs- und Lieferfristen wird es bis zum Einbau noch einige Monaten dauern. Es war aber ein Anliegen der Stadt Remscheid und des Kooperationspartners Diakonie Bethanien, den dringend notwendigen Betrieb für die Region so schnell wie möglich wieder zu starten. Die Praxis ist barrierefrei über einen geräumigen Aufzug erreichbar und liegt verkehrstechnisch günstig im Herzen von Lüttringhausen. 

Kooperation zum Wohle der Patienten 

Zum Jahresende stand die Versorgung der Kinder in Remscheid noch unter einem schlechten Stern: Zeitgleich sollten vier von zehn kinderärztlichen Arztsitzen den Betrieb einstellen. Mit vereinten Kräften haben Stadt Remscheid und Diakonie Bethanien die Weiterführung zweier kinderärztlicher Vertragsarztsitze in die Hand genommen, neue Ärztinnen und Medizinische Fachangestellte gefunden und neue Praxisräume hergestellt. Da die alten Räume geräumt werden mussten, konnte eine zwischenzeitliche Schließung nicht vermieden werden. Jetzt soll die Versorgung möglichst schnell wieder starten. Gleich zum ersten Mai-Wochenende übernimmt die kinderärztliche Praxis Lüttringhausen einen kinderärztlichen Notdienst. 

SG Hackenberg: Absage Pfingstturnier

Die Hoffnung stirbt zuletzt, besonders im Sport, aber nun ist der Drops gelutscht: Die SG Hackenberg hat ihr internationales Pfingstturnier abgesagt.

Der Vorstand um Joachim Weber hat sich nach Absprache mit der Stadtverwaltung zur Absage entschieden. Vermeidbare soziale Kontakte und das Verhindern von Menschenansammlungen sind wichtige Eckpfeiler im Kampf gegen die Pandemie, daher ist die Turnierabsage ein logischer und richtiger Schritt zum Schutz von Menschenleben.

Momentan sind auf den Intensivstationen der Republik deutlich mehr Berufstätige als Senior*innen in Behandlung, Altersdurchschnitt weiter sinkend.

„Wir wissen, dass dies enttäuschend ist, für alle die ihre Arbeit in das Projekt gesteckt haben“, bringt Joachim Weber seine Enttäuschung zum Ausdruck, wegen der Sicherheit der ehrenamtlich Mitarbeitenden, Spieler*innen, Besucher*innen und aller Teilnehmenden hofft die SG Hackenberg auf Verständnis für diese wichtige Entscheidung.

Pkw rast in die Glasfassade einer Kindertagesstätte

Gestern (21.04) gegen 13:05 Uhr ist es auf der Bensberger Straße im Stadtteil Heidkamp zu einem außergewöhnlichen Verkehrsunfall gekommen, bei dem sich eine Person leicht verletzt hat.

Eine 37-jährige Gladbacherin stand mit ihrem Skoda bei Rotlicht zeigender Ampelanlage an der Kreuzung Bensberger Straße / Richard-Zanders-Straße in Fahrtrichtung Bensberg.

Plötzlich und ohne erkennbaren Grund scherte sie laut Unfallzeugen mit quietschenden Reifen aus der Schlange der wartenden Fahrzeuge aus, lenkte nach links über den Fahrstreifen des Gegenverkehrs und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit über den Gehweg hinweg, wo sie letztlich mit ihrem Pkw in die Glasfassade einer Kindertagesstätte krachte.

Fahrerin unter Medikamenteneinfluss

Glücklicherweise wurde die Fahrerin bei dem Aufprall nur leicht und außer ihr keine weiteren Personen verletzt. Die Unfallverursacherin kam mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Ihr Führerschein sowie ihr Pkw wurden sichergestellt. Es wurde ihr eine Blutprobe entnommen, da sie möglicherweise unter dem Einfluss von Medikamenten stand, die ihre Fahrtüchtigkeit beeinflusst haben könnten. Zum Unfallhergang machte die Frau gegenüber der Polizei keine Angaben.

Der entstandene Sachschaden am Skoda wird auf 4.000 Euro geschätzt, der Gebäudeschaden liegt bei circa 7.000 Euro. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Aufräumarbeiten blieben der Gehweg und ein Fahrstreifen der Bensberger Straße in Höhe der Kindertagessätte gesperrt, so dass der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeführt werden konnte. Gegen die Unfallverursacherin wird nun wegen Straßenverkehrsgefährdung ermittelt. (ct)

Popup-Radweg auf der Straße Schwarze Pfähle

Eine Lücke im Solinger Radverkehrsnetz wird vorläufig geschlossen: Auf der vierspurigen Straße „Schwarze Pfähle“ wird je eine Fahrspur pro Richtung durch Gelbmarkierungen und Leitbaken abgetrennt und damit zu einem temporären Radweg umgewidmet. Heute wurden die entsprechenden Markierungsarbeiten abgeschlossen.

Die Maßnahme war vom Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität noch am Ende der alten Wahlperiode angeregt worden. Aufgrund des zeitlichen Vorlaufs für Planung und Abstimmung sowie die Wetterabhängigkeit der Markierungsarbeiten kann sie erst jetzt in Angriff genommen werden.

„Mit dem Popup-Radweg kann diese einspurige Verkehrsführung bereits im Vorfeld der Baustelle erprobt werden.“

Hartmut Hoferichter, Baudezernent Stadt Solingen

Die provisorische Anlage als Popup-Radweg liegt darin begründet, dass voraussichtlich ein Jahr später an den Schwarzen Pfählen die große und langwierige Kanalbaustelle des Viehbachtal-Sammlers eingerichtet wird. Dafür wird insgesamt rund eineinhalb Jahre lang erst die eine, dann die andere Straßenseite gesperrt und der gesamte Verkehr wird auf der jeweils anderen Straßenseite auf einer Fahrspur pro Richtung geführt.

„Mit dem Popup-Radweg kann diese einspurige Verkehrsführung bereits im Vorfeld der Baustelle erprobt werden“, erläutert Baudezernent Hartmut Hoferichter. Zudem diene er der besseren Anbindung zwischen Aufderhöhe und Wald. „Es wird nicht der letzte Vorschlag dieser Art bleiben“, bekräftigt der Beigeordnete. Die Kreuzung Merscheider Straße/Bebelallee muss allerdings ausgespart werden, weil die Signalanlage aufgrund ihres hohen Alters nicht zu Gunsten eines Radweges umprogrammiert werden kann. Allerdings wird der Radverkehr sicher auf der Geradeausspur ausgefädelt und nicht mehr, wie bisher, auf der Rechtsabbiegerspur sich selbst überlassen.

Die Zeit bis zur Einrichtung der Kanalbaustelle will die Verwaltung dazu nutzen, die Planung für die endgültige Ausgestaltung des Straßenzuges Schwarze Pfähle/Bebelallee (bis Roonstraße) inklusive der Kreuzung mit der Merscheider Straße voranzutreiben und einen Förderantrag zu stellen, so dass die Lücke im Radverkehrsnetz nach Abschluss der Kanalbauarbeiten dauerhaft geschlossen werden kann. Denn die stark befahrene und teilweise steile Straße Schwarze Pfähle wird unter anderem von vielen Aufderhöher Humboldt-Schüler:innen als Schulweg genutzt.

Rollerfahrer stürzt – Schwer verletzt

Gestern (21.04.21), gegen 11:25 Uhr, erlitt ein Rollerfahrer schwere Verletzungen, nachdem er mit seinem Fahrzeug stürzte.

Der 66-Jährige war mit seiner Honda auf der Theishahner Straße in Richtung Hahnerberger Straße unterwegs, als er aus noch unbekannten Gründen in Höhe der Zufahrt zur Schnellstraße L418 stürzte. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Behandlung seiner schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Während der Unfallaufnahme musste die Fahrbahn zeitweise gesperrt werden. An der Honda entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 2000 Euro.(sw)

Nächtlicher Einsatz in der Wuppertaler Nordstadt

Gestern Abend (21.04.2021), gegen 22:15 Uhr, kam es in der Elberfelder Nordstadt zu einem größeren Polizeieinsatz.

Mehrere Anwohner meldeten dem Notruf eine circa 15 – 20 köpfige Personengruppe die Parolen skandierte und Pyrotechnik entzündete. Zudem wurden Mülltonnen und Warnbaken einer Baustelle auf die Marienstraße geworfen. Zwei junge Männer, die nach ersten Erkenntnissen der Gruppe angehörten konnten festgenommen werden.

Staatsschutz eingeschaltet

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht und Landfriedensbruchs aufgenommen. Ob Sachschaden entstand, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. (sw)

Bus und Motorroller zusammengestoßen

Gestern (21.04.2021), gegen 11:30 Uhr, kam es auf der Remscheider Straße in Solingen zu einem Zusammenstoß zwischen einem Motorroller und einem Bus.

Der 53-jährige Fahrer des Motorrollers scherte auf der Remscheider Straße mit seinem Fahrzeug nach links auf die Gegenfahrbahn aus, um einen vorausfahrenden Bus zu passieren. Als der Bus in diesem Moment nach links abbog, kam es zum Zusammenstoß. Der Zweiradfahrer stürzte und zog sich leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte ihn zur Behandlung ins Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 3.500 Euro. (sw)

Greenpeace: Online-Infoabend „Plastik im Meer“

Prof. Dr. Jörg Krone von Greenpeace Remscheid referiert via ZOOM.

Wer träumt nicht vom nächsten Urlaub am Meer? Was nicht in dieses Wunschbild passt, sind vermüllte Strände und an Plastik verendete Meerestiere. Trotzdem landen Jahr für Jahr viele Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Teilweise sinkt es ab auf den Meeresgrund, zum Teil schwimmt es auch in großen Müllstrudeln an der Wasseroberfläche. Der größte bekannte Müllstrudel ist der „Great Pacific Garbage Patch*“ im Nord-Pazifik. Er wurde 1997 entdeckt, hat die Größe von Mitteleuropa und besteht aus schätzungsweise etwa 80.000 Tonnen Plastik. Hierzu bietet Greenpeace Remscheid am Dienstag den 27.4.2021 um 18 Uhr einen Online-Informationsabend zum Thema Mikroplastik und Plastikmüll im Meer an.

Der Referent, Prof. Dr. Jörg Krone, wird über Greenpeace-Exkursionen in die Antarktis und auf dem Rhein berichten. Krone führt aus: „Ich werde diese und andere Forschungsergebnisse vorstellen aber auch auf die Frage eingehen, wie das Plastik ins Meer gelangt.“ So ist der Abrieb von Reifen auf den Straßen weltweit für mehr als ein Viertel der Mikroplastik-Emissionen verantwortlich. Die kleinen Partikel gelangen bei Regen in die Kanalisation und damit in den Wasserkreislauf. Allein in Deutschland sind das rund 110.000 Tonnen im Jahr. Beim Bremsen entsteht auch Abrieb von Bremsscheiben und Bremsbelägen. „Hier sind Wissenschaft, Industrie und der Gesetzgeber gefordert, Abhilfe zu schaffen“, meint Krone. Ein neu entwickeltes System der Solinger Firma Plastic Fischer wird ebenfalls thematisiert. Dieses System soll verhindern, dass Plastikmüll in die Weltmeere gelangt und wird zurzeit an einigen asiatischen Flüssen erprobt.

Auch Verbraucher/innen können dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden. Alle Teilnehmende des Infoabends haben die Möglichkeit zur Mitwirkung, indem sie praxistaugliche Tipps erarbeiten, die Greenpeace Remscheid dann auf Facebook und Instagram veröffentlichen wird.

Martin Kuske, Pressesprecher von Greenpeace Remscheid erläutert: „Wir laden die Remscheiderinnen und Remscheider zu dieser kostenlosen Onlineveranstaltung mittels ZOOM herzlich ein. Die Zugangsdaten können via Email bei info@remscheid.greenpeace.de angefordert werden.“

* Der Great Pacific Garbage Patch besteht zu deutlich mehr als die Hälfte allein aus Plastikabfällen aus der Fischerei-Industrie, wie Schleppnetze.

Netflix: Seaspiracy

Eine sehr gute Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse aus dem Netflix-Film „Seaspiracy“.

Petition der Filmschaffenden zum Schutz der Meere und damit des Planeten

Wuppertaler Stadtwerke investieren 30 Millionen Euro in klimaneutrales Wärmenetz

Wuppertal geht den nächsten Schritt beim Klimaschutz. Bis 2030 soll der komplette Innenstadtbereich Elberfelds auf klimafreundliche Fernwärme umgestellt werden. Mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Millionen Euro werden die Fernwärmeleitungen in der Elberfelder City ausgebaut und von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Mit der klimaneutralen Wärmeversorgung können künftig 5.500 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermieden werden. Die Arbeiten beginnen Ende April.

„Da wir den Fernwärmeausbau in die städtebaulich Sanierung integrieren können, öffnet sich jetzt das Zeitfenster, die Wärmeversorgung der Elberfelder Innenstadt praktisch CO2-frei zu machen“, erklärt WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach. Hauptproduzent der WSW-Fernwärme ist das Müllheizkraftwerk des kommunalen Entsorgers AWG, einer WSW-Beteiligung. Dort wird die „WSW Talwärme“ durch die thermische Verwertung biogener Abfallstoffe erzeugt. Diese Wärmeenergie gilt mit einem Emissionsfaktor von lediglich 0,025 Kilogramm CO2/kWh als klimaneutral. Bisher nutzen etwa 280 Abnehmer in der Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld Fernwärme. Nach Analysen der WSW können zukünftig über 650 Liegenschaften, darunter Einkaufszentren, Hotels und Gewerbe versorgt werden. Für die WSW ist die Investition ein zentraler Baustein, um den Klimaschutz voranzutreiben, erläutert Hilkenbach: „Die Energiewende in Städten wird zu einem ganz wesentlichen Teil im Gebäudesektor entschieden.“

„Die Energiewende in Städten wird zu einem ganz wesentlichen Teil im Gebäudesektor entschieden.“

Markus Hilkenbach, Vorstandsvorsitzender Wuppertaler Stadtwerke

Im Zuge des Fernwärmenetz-Ausbaus werden die WSW zum einen die über 60 Jahre alten Leitungen erneuern. Zudem wird die Wärmeversorgung von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Im Dampfnetz liegen die Vorlauftemperaturen bei über 200° Celsius. Durch die Umstellung auf das Medium Heizwasser können diese auf maximal 120° Celsius reduziert werden. In Summe sind die die Energie- und Wasserverluste im zukünftig geschlossenen Vor- und Rücklaufsystem sehr viel geringer, als im offenen Kondensatrücklauf des bisherigen Dampfnetzes. Frank Pieper, Geschäftsführer der WSW Netz: „Ein Effizienzgewinn, der sich unmittelbar im geringeren Brennstoffeinsatz bei gleicher Wärmeausbeute niederschlägt.“ Insgesamt, erläutert Pieper, werde die WSW über 33 Kilometer Leitungen neu bauen und austauschen.

Es ist nicht das erste Klimaschutz-Großprojekt der WSW in Wuppertal. Der 2016 begonnene Bau einer neuen Fernwärmetrasse vom Wuppertaler Müllheizkraftwerk in das dicht bebaute Tal der Wupper machte die Abschaltung des innerstädtischen Kohlekraftwerks Elberfeld möglich. „Diese Maßnahme führte zu einer CO2 Reduktion von jährlich 450.000 Tonnen“, so Hilkenbach.

Auch im Nahverkehr setzten die WSW auf klimafreundliche Technologie. Als eines der ersten ÖPNV-Unternehmen deutschlandweit setzt die WSW mobil GmbH seit dem Sommer des vergangenen Jahres Wasserstoffbusse mit Brennstoffzellen ein. Der Wasserstoff wird im Konzernverbund mit der AWG mit Strom aus der Müllverbrennung produziert.

Stadt und Stadtwerke in Wuppertal sehen sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Der WSW-Konzern und seine Töchter, die WSW Energie & Wasser AG, WSW mobil GmbH und AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal – hat bis heute seinen CO2-Ausstoß gegenüber 1990 um mehr als 60 Prozent reduziert, und damit die europäischen und nationale Vorgaben weit übertroffen.

Rechtsberatung im Mai bei den Schlawinern

Die Schlawiner bieten am Mittwoch, 5. Mai 2021, von 17 Uhr bis 19 Uhr eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Eine Rechtsanwältin berät in allen juristischen Fragen.

Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie ist leider nur eine telefonische Beratung möglich.

Anmeldung erforderlich

Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie ist eine Voranmeldung dringend erforderlich. Telefonische Anmeldung bei Anja Westfal per Telefon: (01 72) 9 07 15 45 oder E-Mail: anja.westfal@dieschlawiner.de

GRÜNE als Ideengeber für die CDU? Klingt komisch, ist aber so!

Zu den CDU-Anträgen „Starker ÖPNV: Bezahlbare, klimafreundliche und saubere Mobilität für Remscheid“ (Hauptausschuss 22. April) sowie „Avatare für langzeitkrankte Kinder (Prüfauftrag)“ (Schulausschuss 2. Juni) erklärt GRÜNEN-Fraktionssprecher David Schichel:

„Wir haben die Anträge der CDU mit großem Interesse gelesen und fühlen uns äußerst geschmeichelt. Schließlich hat Markus Kötter zur Inspiration seiner Avatar-Anfrage offenbar auf so berühmte Quellen wie ,Die Sendung mit der Maus‘ zurückgegriffen. Da freuen wir GRÜNE uns natürlich, dass er bei der Suche nach weiteren Inhalten auch in der mit der SPD und FDP gemeinsam beschlossenen Gestaltungsvereinbarung fündig geworden ist. Wir befinden uns also in prominenter Gesellschaft.“

Zum Hintergrund: Die CDU hatte am 16. April einen Antrag zur Prüfung einer Anschaffung von Avataren für langzeiterkrankte Kinder eingereicht, ein Thema, das Anfang März in der Geburtstagssendung mit der Maus dargestellt wurde. https://www.checkeins.de/sendungen/die-sendung-mit-der-maus/sendung/die-geburtstagssendung-mit-der-maus-100.html

In ihrem Antrag zum Nahverkehr fordern die Christdemokraten eine Prüfung, wie man diesen attraktiver machen kann. „Die im Antrag aufgeführten Punkte haben verblüffende Ähnlichkeit mit denen, die wir zum Punkt Mobilität im Bündnispapier zusammengefasst haben. Dass wir die CDU damit so überzeugen konnten, dass sie diese Vorschläge gleich übernimmt, macht uns zwar ein bisschen stolz, irritiert aber auch: Hatte die CDU im Wahlkampf doch noch darauf hingewiesen, dass es für mehr Busverkehr in Remscheid keine Nachfrage gäbe“, kommentiert David Schichel. „Andererseits liegt es aber auch nahe: Wer sich bei der schlauen Maus informiert, der schaut auch in die klugen Vorschläge der Gestaltungsmehrheit und möchte helfen, sie umzusetzen. Klingt komisch, ist aber so.“