Hitzestress für Bäume: Zehn Eimer Wasser pro Woche als Patengeschenk

Gehölzen durch den Sommer helfen: Haben Sie in diesem Sommer schon einem Baum geholfen? Hitze und Trockenheit setzen Bäumen auch dieses Jahr wieder erheblich zu. Dabei ist es ganz einfach: Etwa zehn Eimer Wasser pro Woche genügen.

„Jeder, der kann, sollte einem Baum über den Sommer helfen. Egal, ob die eigenen Gehölze im Garten, die an der Straße vor der Haustür oder ob die der Nachbarn mehr Feuchtigkeit benötigen“, betont Baumschulmeister Reinhard Bertels von der Baumschule Bertels in Drensteinfurt im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. „Am allerbesten unterstützt man einen Baum, wenn man ihn in der Hauptvegetationsperiode zwischen Mai und Oktober regelmäßig einmal in der Woche mit zusätzlichem Wasser versorgt.“

Wie gießen?

Das bedeutet in der Regel wenig Aufwand. Es gibt keine perfekte Tageszeit, um einen Baum zu wässern. „Gießen Sie einmal in der Woche und das einfach, wenn Sie Zeit und Lust haben. Ob morgens, mittags oder abends spielt bei Gehölzen keine Rolle“, sagt Baumexperte Bertels und rät: „Einmal einen Eimer Wasser hinzukippen, bringt nicht viel. Der Boden muss durchgeweicht werden. Gießen Sie am besten zehn Eimer Wasser direkt auf die Wurzel, schön langsam nacheinander. Und leeren Sie erst dann den nächsten Eimer, wenn das erste Wasser versickert ist.“ Gießen lässt es sich natürlich am besten mit einem Gartenschlauch, aber auch Gießkanne und Eimer erfüllen ihren Zweck. Eine sehr einfache Handhabung verspricht auch die Verwendung eines Wassersackes, der – um den Stamm gelegt und mit Wasser gefüllt – dafür sorgt, dass das kostbare Nass langsam und senkrecht in das Wurzelwerk einziehen kann.

Wann gießen?

Stadtbäume mit ihren schwierigen Umweltbedingungen sollten während der Vegetationsperiode eigentlich immer gegossen werden, auch wenn der Baum auf den ersten Blick noch gut aussieht. Wenn die Bäume schon gelbe Blätter haben, ist das ein sehr deutliches Anzeichen für Trockenstress und fast schon zu spät für den Baum. Wenn z. B. Mitte Juli schon die Platanenblätter auf der Erde liegen, dann hat der Baum nicht genügend Wasser, um alle Blätter zu versorgen und die ersten Blätter werden weit vor dem Herbst abgeworfen.

Auch neu gepflanzte Bäume müssen vor allem vom ersten bis fünften Standjahr gut gegossen werden. In dieser Zeit fassen sie am neuen Standort Fuß, ihre Wurzeln profitieren noch nicht vom Grundwasser.

Warum gießen?

Unter normalen Bedingungen kann sich ein älterer Baum sehr gut selbst versorgen. Im Laufe der Jahre reichen seine Wurzeln weit genug in den Boden, um auch in trockenen Zeiten an ausreichend Wasser zu kommen. Nur herrschen in Städten, an Straßen und auch in vielen Gärten meist extreme Bedingungen für Bäume. In dicht besiedelten Gegenden und an Verkehrswegen mit Pflaster, Steinen, Asphalt und sehr hartem, verdichtetem Boden wird den Wurzeln viel zu wenig Raum gewährt. Die Wurzeln schaffen es oft nicht, in Richtung des Grundwassers zu wachsen und die Bäume können das im Unterboden vorhandene Wasser kaum aufnehmen.

Bei Regen kann das Wasser zudem oft nicht in die harten Böden einsickern und fließt sehr schnell in der Kanalisation ab, ohne tiefere Bodenschichten zu erreichen und diese durchfeuchten zu können. Die Pflanzen kommen daher vor allem bei kurzzeitigem und heftigem Starkregen viel zu kurz.

„Wenn Sie jetzt den Bäumen helfen, dann können Sie sich auch in der Zukunft über ein kräftiges Wachstum Ihrer hölzernen Gefährten freuen“, sagt Baumschuler Reinhard Bertels. „Und in heißen Sommern werden Sie mit schützendem Schatten der grünen Blätter und erfrischender Kühle belohnt.“

Über „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“

Die Kampagne „Grüne Städte für ein nachhaltiges Europa“ wurde vom europäischen Baumschulverband ENA (European Nurserystock Association) initiiert. Ihr Ziel ist es, kommunale Entscheider, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten sowie Garten- und Landschaftsbauer für eine grüne Stadtentwicklung zu begeistern. In Deutschland wird die Kampagne vom Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. durchgeführt. Der BdB repräsentiert Deutschland als eines von sieben Teilnehmerländern neben Belgien, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden.

Remscheid: Maßnahmen zum Schulstart

Pünktlich zum Schulstart am Mittwoch, 12. August 2020 gilt beim Remscheider Verkehrsbetrieb wieder der Normalfahrplan.

Mit der Aufnahme des Unterrichts nach den Sommerferien ist davon auszugehen, dass wieder mehr Fahrgäste die SR-Busse nutzen. Für den Schülerverkehr werden daher extra Verstärkungsfahrten durchgeführt und sämtliche Kapazitäten an Bussen und Mitarbeitern ausgeschöpft. An hoch frequentierten Haltepunkten – wie z.B. am Friedrich-Ebert-Platz oder am Zentralpunkt – werden ab Mittwoch in den morgendlichen Spitzenzeiten und auch mittags nach Schulschluss Service-Mitarbeiter vor Ort sein, die die Schülerinnen und Schüler gleichmäßig auf die Busse verteilen und Alternativfahrten mit den regulären Linienbussen anbieten, sodass der Direktverkehr durch die zusätzlichen Fahrzeuge entzerrt wird und damit die Beförderung der Kinder und Jugendlichen der aktuellen Lage angemessen gewährleistet werden kann. Zudem wird das Fahrpersonal in den nächsten Tagen Fahrgastzählungen durchführen, um die Planung des Schülerverkehrs bei Bedarf zu optimieren. Hierzu steht der Verkehrsbetrieb auch in den nächsten Tagen in engem Austausch mit den Remscheider Schulen.

Maskenpflicht bleibt bestehen!

„Seit der Einführung der Maskenpflicht beobachten wir kontinuierlich die Situation in unseren Bussen und beschäftigen uns intensiv mit dem Thema.“, betont Armin Freund, Prokurist und Geschäftsbereichsleiter Mobilitätsmanagement des Verkehrsbetriebs. „Das Tragen einer Maske – insbesondere im ÖPNV, der ja vom Abstandsgebot ausgenommen ist – sollte mittlerweile selbstverständlich sein und gerade jetzt zum Schulstart appellieren wir an die Fahrgäste Mund und Nase zu bedecken. In unseren Bussen wird über Aushänge sowie über Durchsagen auf die wichtigen Verhaltensregeln zum Schutz vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus hingewiesen. Größtenteils halten sich unsere Fahrgäste auch daran, jedoch gibt es in wenigen Fällen leider auch Ausnahmen.“

Seit dem 10. August 2020 kann laut Landesregierung beim ersten Verstoß ein sofortiges Bußgeld in Höhe von 150 Euro erhoben werden und wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle den Bus verlassen und das Bußgeld zahlen. „Wir werden daher verstärkt auf die Maskenpflicht in unseren Bussen hinweisen und bei Verweigerung auch von unserem Hausrecht Gebrauch machen – u.a. mit Hilfe des kommunalen Ordnungsdienstes.“, so Prof. Dr. Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Remscheid GmbH.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt wird verschärft darauf geachtet, dass eine Maske getragen wird. Die rund 170 Fahrer*innen wurden noch einmal explizit darauf hingewiesen, dass sie das Hausrecht haben und es bei Maskenverweigerern durchsetzen können. Kommt der Fahrgast diesem Verweis nicht nach, wird die Leitstelle informiert und die Fahrt an der nächsten Haltestelle unterbrochen bis die Ordnungsbehörde eintrifft, um den Fahrgast des Fahrzeugs zu verweisen.

Fahrgäste, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen dürfen oder können, sind von der Maskenpflicht befreit. Dazu muss allerdings bei einer Kontrolle ein ärztliches Attest oder einen amtlichen Nachweis vorgelegt werden.

„Wir hoffen, dass wir damit ein eindeutiges Signal setzen, denn eine Maske zu tragen ist eine Geste gegenseitiger Rücksichtnahme. Wir möchten, dass unsere Fahrgäste auch in diesen Zeiten gut und sicher an Ihr Ziel kommen.“, so Prof. Dr. Hoffmann.

Feuerwehr befreit Fahrerin aus Pkw

Nach einem Zusammenstoß zwischen zwei Pkw hat die Feuerwehr Haan gestern eine Autofahrerin schonend aus ihrem Fahrzeug befreit. Dazu musste das Dach des Wagens abgetrennt werden.

Die Feuerwehr war um 17.46 Uhr durch die Kreisleitstelle alarmiert worden, nachdem es im Einmündungsbereich Millrather/Ellscheider Straße zu einem Verkehrsunfall gekommen war. Aus medizinischen Gründen entschied der Notarzt, dass die Fahrerin eines VW besonders schonend aus dem Fahrzeug zu befreien ist. Daher wurden Rettungsschere und -spreizer vorgenommen, um eine Tür und das Dach des Wagens zu entfernen. Anschließend konnte die Patientin stabilisiert und im Rettungswagen weiter behandelt werden.

Wuppertaler Notarzt im Einsatz

Die Feuerwehr Haan war mit einem Rettungswagen und einem Hilfleistungslöschfahrzug bis ca. 19 Uhr vor Ort. Zudem war ein Notarzt aus Wuppertal im Einsaz.

Motorradfahrer verliert die Kontrolle und stürzt

Ein Motorradfahrer aus Wuppertal stürzte am 7. August 2020, um 17.45 Uhr, auf der Solinger Straße in Remscheid.

Der 26-jährige Wuppertaler fuhr mit seiner schwarzen Kawasaki Z1000 die Solinger Straße in Fahrtrichtung Remscheid, als er – mit mutmaßlich deutlich überhöhter Geschwindigkeit – einen Überholvorgang eines Autos vollzog. Da sich in dem Bereich eine schlecht einsehbare Linkskurve befindet und Gegenverkehr vor ihm war, musste er spontan ausweichen. Bei dem eingeleiteten Ausweichmanöver verlor der Mann die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte.

Mit schweren Verletzungen wurde er ins Klinikum gebracht. Der Sachschaden liegt bei circa 4.000 Euro. (jb)

Freilaufendes Pferd bei Verkehrsunfall verletzt

Ein freilaufendes Pferd ist am vergangenen frühen Donnerstagmorgen, 6. August 2020, in Radevormwald-Heide von einem Auto erfasst und auf die Straße geschleudert worden; das verletzte Tier wurde vor Ort von einem Tierarzt behandelt.

Gegen 0.25 Uhr war ein 37-Jähriger aus Radevormwald auf der Landstraße 412 in Richtung Remscheid gefahren, als das Pferd plötzlich von rechts auf die Fahrbahn sprang und von dem Nissan mit der gesamten Fahrzeugfront erfasst wurde. Das Pferd wurde auf die Fahrbahn geschleudert und blieb dort zunächst verletzt liegen. Ein vom Pferdehalter verständigter Tierarzt erschien am Unfallort und kümmerte sich dort um das Tier.

Sabotage an Weidezaun

Bei der Überprüfung der nahegelegenen Pferdewiese stellte der Pferdehalter fest, dass Unbekannte offenbar den stromführenden Weidezaun geöffnet hatten. Hinweise nimmt das Verkehrskommissariat Wipperfürth unter der Telefonnummer (0 22 61) 8 19 90 entgegen.

Die Woche / KW33. Lokalnachrichten aus Remscheid

In der heutigen Ausgabe von „Die Woche“ – Lokalnachrichten aus Remscheid geht es unter anderem um diese Themen:

Die Woche läuft immer montags um 18.30 Uhr auf www.rs1.tv, auf www.luettringhauser.de, auf den Facebookseiten von rs1.tv und Lüttringhauser und im Kabelfernsehen auf NRWision.

Gelbe Villa: Open Air-Kino in Remscheid

Die Gelbe Villa startet am Freitag in die Open Air-Kino Saison. Als erster Film wird „The Peanut Butter Falcon“ gezeigt. Darin geht es um den 22-jährigen Zak, der wegen seines Down-Syndroms in ein Altenheim gesteckt wurde. Eines nachts flieht er und lernt einen weiteren Flüchtenden kennen. Es ist ein märchenhaftes Roadmovie und ein berührendes Plädoyer fürs Festhalten an den eigenen Träumen. Mit Zack Gottsagen, Dakota Johnson und Shia LaBeouf. Einlass ist um 19 Uhr, der Eintritt beträgt 6,90 Euro, ermäßigt 5,90 Euro. Tickets gibt es auf Remscheid Live. Die Vorführung beginnt bei Einbruch der Dunkelheit.

real,-Markt im Allee-Center schließt schon im Oktober

Bereits Ende Oktober schließt der real-Markt im Allee-Center. Ursprünglich wurde die Schließung für das Jahresende angekündigt. Die zwei Monate zwischen Schließung und Mietvertragsende werden für Rückbauten genutzt. Wer in der Innenstadt lebt kann frische Lebensmittel auf dem Wochenmarkt am Rathaus einkaufen.

Markttermine Innenstadt

Mittwoch und Samstag von 10 bis 13 Uhr bieten Marktbeschicker ihre Waren auf dem Theodor-Heuss-Platz feil.

Arbeiten an Kreuzbergstraße in Lüttringhausen abgeschlossen

Fast drei Tage früher als erwartet wurden die Arbeiten an der neuen Fahrbahndecke in Lüttringhausen an der Kreuzbergstraße abgeschlossen. Durch die Vollsperrung konnten die Arbeiten an der Verkehrsader im Eiltempo durchgeführt werden, die Durchfahrt ist wieder frei. Auch die Verkehrssituation in der Lütterkuser Altstadt normalisiert sich schon wieder.

Ein neues Kulturgut wurde gehoben: die Schultüte

Pressemitteilung der SPD Remscheid.

Einladung zur Übergabe von Preisen für schön gestaltete Schultüten am Samstag, 8. August 2020 um 12 Uhr auf dem Alter Markt in Lennep.

Am Anfang stand eine Idee: In vielen Familien werden Schultüten nicht gekauft, sondern noch selbst gebastelt. Wäre es nicht schön, wenn man diese kleinen Meisterwerke einmal der Öffentlichkeit präsentiert?

Aus dieser Idee ist die Aktion „Remscheids schönste Schultüte“ geworden, die die Lenneper SPD zu Beginn der Sommerschulferien ausgelobt habt. Über die Facebookseite Remscheids-schoenste-Schultuete konnten Bilder von den kleinen Meisterwerken hochgeladen werden.

„Ich möchte nicht zu viel verraten – außer, dass unsere Erwartungen nicht enttäuscht wurden.“ so die Initiatorin der Aktion und Vorstandsmitglied der Lenneper SPD, Bircan Aslan. Auch ihre Partnerin bei der Aktion, die Hackenberger Ratskandidatin Dela Kirchner, kam aus dem Staunen nicht heraus. „Es ist schön, dass die selbstgebastelte Schultüte immer noch für viele Familien zum Ersten Schultag einfach dazu gehört.“, so Kirchner.

Live auf dem Wochenmarkt Lennep

Am Samstag, 8 August 2020 ab 10 Uhr lädt die SPD Lennep zu ihrem ersten Stand auf dem Lenneper Wochenmarkt auf dem Alter Markt ein. Um 12 Uhr werden die Preise für die Schultüten im Beisein von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz übergeben.

Alle Teilnehmer*innen, die zum Stand kommen, werden gebeten, Mund- und Nasenschutz mitzubringen und auf die Abstandsregeln zu achten!

Velbert: Verpuffung an der Siemensstraße

Das THW Remscheid unterstützte die Kolleg*innen von THW und Feuerwehr in Velbert nach Verpuffung in Recycling-Betrieb.

Vergangenen Mittwoch hatte sich auf dem Gelände eines Metall-Recycling-Betriebes an der Siemensstraße in Velbert eine Verpuffung mit anschließendem Brand von Aluminiumspänen ereignet. Dabei hatte ein Mitarbeiter schwerste Brandverletzungen erlitten und war mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Köln-Merheim transportiert, ein auf dem Gelände anwesender verletzter Mitarbeiter einer Fremdfirma ins Klinikum Niederberg gebracht worden. In den folgenden Stunden war die Feuerwehr damit beschäftigt, den Metallbrand mit Salz zu löschen. Dazu hatten die Technischen Betriebe Velbert (TBV) mehrere Lkw-Ladungen Streusalz angeliefert, das mit einem Teleskoplader auf das brennende Metall aufgebracht wurde. Allerdings musste die Feuerwehr die Arbeiten einstellen, nachdem ein Statiker die halboffene Werkshalle, in der sich das Unglück ereignet hatte, als einsturzgefährdet bewertet hatte.

Unterstützung durch das THW Remscheid

Helfer des Velberter THW brachten unter Atemschutz und mit Hilfe der Drehleiter der Velberter Feuerwehr die Mess-Spiegel für das Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS) an. Foto: THW / Elias El Ghorchi (THW Remscheid)
Helfer des Velberter THW brachten unter Atemschutz und mit Hilfe der Drehleiter der Velberter Feuerwehr die Mess-Spiegel für das Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS) an. Foto: THW / Elias El Ghorchi (THW Remscheid)

Neben den Baufachberatern des Technischen Hilfswerks (THW), die frühzeitig angefordert worden waren, folgten weitere Einheiten der Bundesanstalt: Aus Remscheid wurde ein Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS) geliefert, das mittels eines Tachymeters Bewegungen in der Gebäudestruktur registriert und bei zu starken Veränderungen Alarm gibt, so dass Einsatzkräfte frühzeitig aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden können. Zur Installation der erforderlichen Mess-Spiegel öffnete die Bergungsgruppe aus Velbert die Wände an mehreren Stellen mit der Rettungssäge sowie Brechwerkzeugen. Gearbeitet wurde dabei aus dem Korb der Velberter Drehleiter und unter Atemschutz. Die Velberter THW-Fachgruppe Schwere Bergung brach außerdem mit einer Betonkettensäge sowie Hammer und Meißel ein Loch in die rückwärtige Hallenwand, durch das Einsatzkräfte der Feuerwehr einen anders nicht erreichbaren Brandherd im hinteren Hallenbereich löschen konnten, ohne die Halle zu betreten.

Um weiterhin Streusalz auf das brennende Metall auftragen zu können, brachte das THW aus Remscheid einen sogenannten Schreitbagger nach Velbert, der komplett mittels Fernsteuerung aus einem sicheren Bereich bedient werden kann. Mit ihm sollte gefahrlos weiteres Streusalz auf den Metallbrand geschüttet werden. Aufgrund der großen Hitze, die möglicherweise die Hydraulik des Gerätes beschädigt hätte, kam der Bagger allerdings erst am Abend zum Einsatz, nachdem die Temperatur in der Halle deutlich gesunken war. Den Nachschub mit Salz stellte ein Radlader der Fachgruppe Räumen aus Düsseldorf sicher. Mit dem Bagger konnte ein großer Teil des brennenden Metalls abgedeckt werden, es blieben aber immer noch Ecken, die das Spezialgerät schlicht nicht erreichen konnte. Um die Verbrennungsreaktionen endgültig zu stoppen, wurde schließlich am späten Abend ein Kranwagen mit einem Schüttkübel angefordert. Damit gelang es schließlich im Laufe der Nacht, sämtliche erkennbaren Brandherde durch das zum großen Teil zerstörte Dach hindurch mit Salz zu bedecken.

Dieser sogenannte Schreitbagger ist vollständig per Funkfernsteuerung bedienbar und kam zum Auftragen des Salzes auf das brennende Metall in der einsturzgefährdeten Halle zum Einsatz. Foto: THW / Elias El Ghorchi (THW Remscheid)
Dieser sogenannte Schreitbagger ist vollständig per Funkfernsteuerung bedienbar und kam zum Auftragen des Salzes auf das brennende Metall in der einsturzgefährdeten Halle zum Einsatz. Foto: THW / Elias El Ghorchi (THW Remscheid)

Viele Unterstützende aus dem Umland

Insgesamt waren im Laufe des Einsatzes mehr als 50 Helfer aus den THW-Ortsverbänden Düsseldorf, Hattingen, Heiligenhaus, Ratingen, Remscheid, Übach-Palenberg, Velbert, Witten und Wuppertal im Einsatz. Begleitet wurden die Maßnahmen außerdem durch einen Mitarbeiter der Werkfeuerwehr Chempark Currenta aus Leverkusen, der seit Mittag im Auftrag von TUIS (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) zur Vor-Ort-Beratung an der Einsatzstelle war.

Zwischenzeitlich mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr, die bis zum heutigen Vormittag mehrmals ausgetauscht wurden, noch zwei Mal auf dem benachbarten Komposthof tätig werden, da dort nach Funkenflug und dem anschließenden Löscheinsatz am gestrigen Vormittag erneut Brandnester aufloderten.

Mit Hilfe eines Krans und eines Schüttkübels wurden durch das zerstörte Dach hindurch die letzten Brandnester mit Salz bedeckt. Foto: Feuerwehr Velbert
Mit Hilfe eines Krans und eines Schüttkübels wurden durch das zerstörte Dach hindurch die letzten Brandnester mit Salz bedeckt. Foto: Feuerwehr Velbert

Erst am heutigen Vormittag konnten alle Maßnahmen zurückgefahren werden. Für das betroffene Gelände der Recyclingfirma gilt weiterhin aufgrund der Einsturzgefahr ein Betretungsverbot, ebenso für das unmittelbar angrenzende Gebäude der benachbarten Firma. Endgültig abgeschlossen ist der Einsatz für die Feuerwehr jedoch noch nicht: Um sicherzustellen, dass das Feuer sowohl in der Halle des Recyclingbetriebes wie auch auf dem benachbarten Komposthof der Gesellschaft für Kompostierung und Recycling (GKR) nicht erneut aufflammt, wird die Feuerwehr in den nächsten Tagen beide Einsatzstellen regelmäßig kontrollieren.

Die Polizei hat zwischenzeitlich die Einsatzstelle an der Siemensstraße übernommen und für die Ermittlungen zur Unglücksursache beschlagnahmt. Mit Ergebnissen ist laut Polizei erst in den nächsten Tagen zu rechnen, sie wird nachberichten. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen ebenfalls noch nicht vor. Einen herzlichen Dank richtet die Feuerwehr an die benachbarten Firmen, die den Einsatzkräften ihre sanitären Anlagen sowie Platz für die Versorgung zur Verfügung stellten. Von allen Beteiligten wurde außerdem die gute Zusammenarbeit von THW, Polizei, Feuerwehr und DRK, das die Versorgung der Einsatzkräfte über 24 Stunden übernommen hatte, hervorgehoben.

Verkehrsunfall auf der Königstraße

Am 5. August 2020 kam es gegen 11 Uhr auf der Königstraße im Remscheider Norden zu einem Verkehrsunfall.

Eine 31-jährige Remscheiderin war mit ihren Kindern (3 und 6) auf der Königstraße unterwegs, als sie – kurz abgelenkt – in den Gegenverkehr geriet und mit ihrem Ford Fusion frontal in den entgegenkommenden Ford Focus einer Remscheiderin (56) fuhr. Durch den Aufprall wurde der Fusion in ein geparktes Auto, einen VW Golf, geschleudert.

Alle vier Unfallbeteiligten wurden stationär in Kliniken aufgenommen. Der Sachschaden liegt bei 21.000 Euro.

Sonniger Berufsstart für den Sparkassen-Nachwuchs

Die erste Ausbildungswoche beschert den neuen Sparkassen-Azubis Bilderbuchwetter. Bei strahlend blauem Himmel wurden sie von den Sparkassen-Vorständen Michael Wellershaus, Peter Hardebeck und Herbert Thelen sowie von Ausbildungsleiterin Jutta Fricke willkommen geheißen. Im August haben vier junge Damen und vier junge Herren ihre Ausbildung bei der Stadtsparkasse Remscheid begonnen.

Es sind besondere Zeiten, in denen die angehenden Bankkaufleute und der künftige „Kaufmann für Digitalisierungsmanagement“ ins Berufsleben starten. Auf den Verlauf der Ausbildung und den Ausbildungserfolg soll Corona aber natürlich keinen Einfluss haben, versichert Jutta Fricke. „In der Einführungswoche stehen zunächst die Vorstellung der Abteilungen, erste Einblicke ins Unternehmen und auch ein Social-Media-Workshop auf dem Programm. Und dann geht’s auch schon los mit dem ersten Einsatz in den verschiedenen Geschäftsstellen. Dort freuen sich die Kolleginnen und Kollegen auf unseren neuesten Sparkassen-Nachwuchs“, ergänzt die Ausbildungsleiterin.

Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Kreativität

Den Wert einer fundierten Berufsausbildung verdeutlichte Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid: „Eine qualifizierte Ausbildung steht am Anfang eines erfüllten Berufslebens und persönlicher Perspektiven – heute mehr denn je.“ Bewusst setze die Sparkassen-Ausbildung frühzeitig auf Eigenverantwortung unter Begleitung der erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Und genauso freuen wir uns auf Eigeninitiative und die Kreativität unserer jungen Kolleginnen und Kollegen“, betont Peter Hardebeck, Mitglied des Sparkassen-Vorstands.

Auf die vielfältigen Karrieremöglichkeiten wies Vorstandmitglied Herbert Thelen hin: „Je nach Interesse und individueller Begabung gibt es die unterschiedlichsten Wege, sich in unserem Haus nach Ausbildungsabschluss fortzubilden und weiterzuentwickeln.“

Für die Sparkassen-Neulinge geht es jetzt erst einmal darum, das Unternehmen und seine Abläufe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich die Kundinnen und Kunden kennen zu lernen.

Zurzeit werden bei der Stadtsparkasse Remscheid 21 Nachwuchskräfte in den Berufsfeldern Bankkaufmann/-frau, Versicherungskaufmann/-frau, und Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement ausgebildet.

Jetzt schon fürs nächste Ausbildungsjahr bewerben

Auch für das nächste Jahr sucht die Stadtsparkasse Remscheid wieder Auszubildende. Alle Informationen und das Online-Bewerbungsverfahren gibt es auf der Internetseite www.stadtsparkasse-remscheid.de in der Rubrik Ausbildung und Karriere. Darüber hinaus ist Jutta Fricke unter der E-Mail jutta.fricke@stadtsparkasse-remscheid.de erreichbar.

Neun Azubis starten bei der Volksbank im Bergischen Land ins Arbeitsleben

Vorstände und Personalchef der Volksbank im Bergischen Land begrüßen die neuen Auszubildenden.

Die Tische im Schulungsraum stehen weit auseinander und zum Begrüßungspaket des neuen Arbeitgebers gehört neben dem Namensschild auch ein Satz Alltagsmasken: Die neun neuen Auszubildenden der Volksbank im Bergischen Land sind am Montag etwas anders ins Berufsleben gestartet als ihre Vorgänger. Das Wichtigste aber ist wie immer: „Schön, dass Sie da sind“, begrüßten die Volksbank-Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney ihre jüngsten Kollegen mit einem Lächeln.

„Sie bekommen bei uns eine gute Ausbildung und treffen in jeder Abteilung auf Kollegen, die Sie auf Ihrem Weg begleiten“, sagte Otto. Magney ermunterte die jungen Frauen und Männer, mit Freude in die nächsten zweieinhalb Jahre zu gehen, „dann sind Sie auch erfolgreich“. In einer Einführungswoche bekommen die angehenden Bankkaufleute einen ersten Einblick in die Welt der bergischen Genossenschaftsbank. Danach werden die „Neuen“, die aus Remscheid, Wuppertal, Hilden und Wipperfürth, stammen, jeweils in einer der 23 Filialen eingesetzt. Im Laufe der Ausbildung lernen sie weitere Filialen und interne Abteilungen kennen, haben Berufsschulzeiten und internen Unterricht.

Jetzt schon fürs nächste Ausbildungsjahr bewerben

Für das nächste Jahr sucht die Volksbank im Bergischen Land neue Auszubildende. Bewerbungen sind bereits möglich. Alle Informationen finden Interessierte unter www.bergische-volksbank.de/ausbildung.