IHK: Rund 200 Interessenten bei Bewerberdating

600 Ausbildungsplätze bei 80 Firmen wurden angeboten.

Rund 200 Interessenten sind am Freitag trotz des Streiks im ÖPNV zum 15. Bewerberdating bei der Bergischen IHK gekommen. 80 Firmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid und allen vertretenen Branchen waren zu Gast in der Hauptgeschäftsstelle, um gut 600 offene Stellen zu bewerben.

„Aus der Vergangenheit wissen wir, dass unser Format wohl eines der erfolgreichsten in der Region ist bei der Vermittlung von Azubis“, sagte Carmen Bartl-Zorn, IHK-Geschäftsführerin des Bereichs Aus- und Weiterbildung. Und so haben auch dieses Mal mehrere Firmen schon im Laufe der Veranstaltung von vielversprechenden Begegnungen gesprochen – darunter etwa Knipex und Haribo.

IHK-Präsident Henner Pasch lobte das Format bei seinem Besuch am Vormittag: „Wir müssen alle Wege bespielen, um Firmen und angehende Azubis zusammenzuführen, digital wie auch die persönlichen Formate.“ Angesichts der demografischen Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel seien solche Begegnungen unersetzlich. „Hier bekommen die angehenden Azubis komprimiert und niederschwellig alle Infos aus einer Hand.“  Er war begeistert von der positiven Stimmung bei allen Beteiligten.

Carmen Bartl-Zorn zieht eine positive Bilanz des Tages. „Wir haben das Haus auf drei Ebenen bespielt und viele Besucher hier gehabt – wir sehen, dass die Firmen und Schüler nach den Corona-Einschränkungen wieder dankbar sind, sich begegnen zu können. Und wir freuen uns, wenn wir schon während des Tages und danach erfahren, dass die Gespräche zum Ziel führen. Dafür bieten wir das Format an.“

Irritation um Lenneper Outlet-Pläne

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid zu den neuen Outlet-Plänen in Lennep

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid wurde als einzige demokratische Ratsfraktion (neben Echt.RS) im Vorfeld nicht über die Pläne für ein Outlet-Center in Lennep informiert und zeigt sich daher erst mal sehr überrascht von dem neuen Vorhaben. „Wir sind zunächst einmal sehr irritiert über die Informationspolitik der Stadtspitze. Das ist kein guter Stil und zeugt nicht gerade von Transparenz und Vertrauen. Nun müssen wir uns zunächst einmal intensiv über die neue Situation beraten“, so unsere Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. Daher machten sich einige unserer Mitglieder auf der gestrigen Lennep Konferenz selbst ein Bild von dem neuen Vorstoß für ein Outlet-Center in Lennep.

„Die ersten Pläne sehen zwar besser aus als das alte Konzept, doch viele Fragen sind noch absolut offen und deswegen bleiben wir erst mal skeptisch.“ Kommentiert unser Bezirksvertreter Colin Cyrus die Situation. „Unser damaliges Nein zum DOC hatte gute Gründe – fraglich, ob sich bei den neuen Plänen dahingehend etwas geändert hat. Was ist mit der Verkehrsproblematik? Wie sind die Auswirkungen auf Lennep und auf die restliche Stadt? Und vor allem: Was passiert mit den Eingaben der Bürgerinnen und Bürger oder Vereinen wie dem FC Remscheid? Sind alle Anstrengungen, Ideen und Hunderttausende Euros für Planungsbüros für die Katz? Haben wir jetzt wieder jahrelang stillstand? Wie hoch ist das Risiko?“, so Cyrus weiter.

In der Tat schätzten sowohl die Stadt als auch McArthurGlen nach der Niederlage vor dem Bundesverwaltungsgericht letztes Jahr „den Aufwand, die Kosten und die Risiken, um die Planungen erneut anzuschieben, [als] unverhältnismäßig hoch“ ein. Sie sprachen von mehreren Millionen Euro, die in Planungs-, Gutachten und juristische Beratung investiert werden müssten und von einem 5–7-jährigen Prozess. Was hat sich bis heute geändert, dass man diese Bedenken offenbar nicht mehr hat? Die weltpolitische Lage kann zumindest kein Anlass für eine optimistischere Risikoeinschätzung sein.

Bundestagsallianz für Katastrophenopfer

Bundestagsabgeordnete setzen sich für Erleichterungen beim Wiederaufbau in Katastrophengebieten ein

Gute Nachrichten für das Ahrtal, aber auch andere von Katastrophen betroffene Gebiete in Deutschland: Das Bauministerium wird in den kommenden Wochen einen Novellierungsentwurf vorlegen, mit dem bauplanungsrechtliche Erleichterungen im Baugesetzbuch ermöglicht werden. Dies nahmen die Bundestagsabgeordneten Sandra Weeser (FDP), Martin Diedenhofen (SPD), Mechthild Heil (CDU/CSU) und Anja Liebert (Bündnis 90/Die Grünen) in dieser parlamentarischen Sitzungswoche zum Anlass, um sich mit dem Abteilungsleiter für Stadtentwicklung und Raumordnung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), Dietmar Horn, zum aktuellen Stand des Verfahrens und den regierungsseitig erarbeiteten Erleichterungen auszutauschen.

Die überfraktionelle Parlamentariergruppe konnte zuletzt die Verlängerung der Antragsfristen für Hilfen aus dem Wiederaufbau-Fonds um drei Jahre und eine entsprechende Verlängerung der Bewilligungsfristen voranbringen, was auch Hochwasser-Betroffenen im Bergischen Land und in NRW zugute kommt. Nun wurde der gewinnbringende Austausch über Fraktionsgrenzen hinweg zwischen Parlament und Regierung fortgeführt.

Im gemeinsamen Dialog wurden auf Grundlage der bisher gewonnenen Erfahrungen, mögliche bauplanungsrechtliche Änderungen diskutiert. Ziel ist es jetzt, die notwendigen Weichenstellungen im Baugesetzbuch zu schaffen, um den Menschen im Ahrtal und anderen durch das Hochwasser 2021 getroffenen Gebieten zu helfen. Zudem soll so auch in Zukunft bei auftretenden Katastrophen besser reagiert werden können.

Um den Erfordernissen betroffener Gebiete gerecht zu werden, soll künftig den Ländern mithilfe einer Verordnungsermächtigung der Wiederaufbau erleichtert werden. Zudem soll die Möglichkeit der Errichtung von mobilen Bauten entfristet werden. Alle verständigten sich darauf jetzt, unter Abwägung aller Interessenslagen, zügig und bestimmt Verbesserungen einzubringen.

„Es ist ein hoffnungsbringendes Signal an die Bewohner und Bewohnerinnen des Ahrtals, aber auch deutschlandweit, dass mit dem Abbau von bürokratischen Hürden der Wiederaufbau in Katastrophengebieten endlich erleichtert wird“, resümierten die Abgeordneten.

Erdkröte und Grasfrosch gehen auf Wanderschaft

Zäune und Sperrungen schützen die bedrohten Amphibien.

In Teilen der Stadt Solingen sind die ersten Erdkröten bereits auf Wanderschaft. Vor allem in Regenzeiten und dann, wenn es abends wärmer wird, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichtümpeln und Teichen. Zum Schutz der Amphibien werden an einigen Stellen Schutzzäune aufgestellt, zudem sind zwei Straßen zeitweise gesperrt.

Schutzzäune wurden an folgenden Orten bereits aufgestellt: Dycker Feld, Theegarten, Papiermühle, Tiefendicker Straße, Glockenstraße, Schellberger Weg, Friedrichsaue, Wipperauer Straße, Langhansstraße, Hermann-Löns-Weg, Caspersbroich.

Die Straße Götsche ist von Donnerstag, 9. März bis voraussichtlich 14. April für Kraftfahrzeuge und Radfahrende rund um die Uhr gesperrt, der Hohlenpuhler Weg von 19 Uhr am Abend bis 6 Uhr morgens, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen komplett. Diese Regelung kann umgesetzt werden, da die Anwohnenden die Aktion tatkräftig unterstützen. Die Orte sind mit Straßenschildern gekennzeichnet und im Baustelleninformationssystem (BASTI) auf der städtischen Homepage veröffentlicht (www.solingen.de).

Amphibien gehören weltweit zu den besonders bedrohten Arten, die am meisten vom Aussterben bedroht sind. Deshalb setzen die Stadt Solingen, Helferinnen und Helfer von NABU und BUND sowie Anwohnende gemeinsam die Maßnahmen zum Schutz der Tiere um. Die Amphibien werden entlang der Schutzzäune in Fangeimern konzentriert gesammelt und so vor dem Tod auf der Straße gerettet. Außerdem werden sie gezählt, damit ihr Vorkommen ermittelt werden kann, und die Arten werden bestimmt. Deshalb sollten sie auf keinen Fall aus den Fangeimern genommen werden.

Fragen zum Artenschutz beantwortet die Untere Naturschutzbehörde, Ansprechpartnerin ist Marita Klause, Fon 290 65 79.

Grünschnittcontainer startet in die Saison

40 Haltestellen im Solinger Stadtgebiet werden angefahren.

Der Frühling steht vor der Tür und in vielen Gärten, auf Balkonen und Terrassen fallen die ersten Arbeiten an. Pünktlich zum Saisonstart geht auch der Grünschnittcontainer wieder an den Start: Ab Dienstag, 7. März, fährt er dienstags bis samstags insgesamt 40 Haltestellen im Stadtgebiet an. Termine und Haltestellen stehen im Abfallkalender und sind online abrufbar: https://solingen.de/inhalt/verzeichnis/product/1052

Angenommen werden Grünabfälle aus Garten, Haus/Wohnung und Balkon wie etwa Laubreste, Rasen-, Strauch- und Baumschnitt (maximal 15 Zentimeter Durchmesser, maximal 1,50 Meter Länge), Blumenabfälle, Wildkräuter, Zimmerpflanzen ohne Topf. Grünschnitt, der verunreinigt ist, beispielsweise mit Verpackungen, Schnüren, Plastikfolien, Erde oder Papier, gehört nicht in den Container. Auch Küchenabfälle werden nicht angenommen. Angeliefert werden kann mit dem PKW (Kofferraum bis maximal 50 Kilogramm Material), mit Schub- oder Handkarre, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. PKW-Anhänger sind aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

Auch beim EntsorgungsZentrum Bärenloch kann der Grünschnitt abgegeben werden. Anlieferungen im PKW-Kofferraum (bis 50 Kilogramm) sind kostenfrei. Größere Mengen werden gewogen und sind kostenpflichtig.

NRW-Stiftung fördert mobilen Lernort

Das X-Perimente-Mobil kommt nach NRW.

Um Schülerinnen und Schüler interaktiv an die Themen Natur, Technik und Wissenschaft heranzuführen, hat das Deutsche Röntgen-Museum gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen das „X-perimente-Mobil“ entwickelt. Jetzt soll der mobile Lernort für zwei Jahre nach NRW kommen. Die NRW-Stiftung unterstützt die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums e.V. bei diesem Vorhaben mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro. Das beschloss jetzt der Stiftungsvorstand unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Stationiert am Röntgen-Museum

Seit 2020 ermöglicht das „X-perimente-Mobil“ eine interaktive Wissensvermittlung an Schulen und öffentlichen Plätzen. In dem umgebauten Kleintransporter findet sich die technische und didaktische Grundausstattung, mit der Kinder und Jugendliche bei selbst durchgeführten Versuchen einen Zugang zu naturwissenschaftlichen Themen erhalten. Ab Juni 2023 soll das „X-perimente-Mobil“ am Deutschen Röntgen-Museum in Remscheid stationiert sein und von dort aus Ziele in ganz NRW anfahren. Das Angebot, das sich bisher insbesondere an weiterführende Schulen richtete, soll konzeptionell angepasst und künftig schwerpunktmäßig den Klassenstufen 3 und 4 zur Verfügung stehen. „Das Deutsche Röntgen-Museum bietet Kindern und Jugendlichen einen praxisnahen und spannenden Einblick in die Welt der Naturwissenschaften. Durch das ‚X-perimente-Mobil‘ können auch Schulen vom Angebot des Museums profitieren, die räumlich zu weit von Remscheid entfernt liegen“, begründet Eckhard Uhlenberg die Förderentscheidung. Die NRW-Stiftung hat das Röntgen-Museum mehrfach mit insgesamt rund 970.000 Euro gefördert. Die zuletzt geförderten Experimentierkoffer werden auch im „X-perimente-Mobil“ eingesetzt.

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung konnte seit ihrer Gründung 1986 rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt 300 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im neuen Podcast „Förderbande“.

Kunstwettbewerb: Skulptur für Kreisverkehr Eisernstein

Die Bezirksvertretung Lüttringhausen hat sich in ihrer Sitzung am 15. Februar geschlossen dafür ausgesprochen, dass der neu zu errichtende Kreisverkehr Eisernstein mit einer künstlerisch anspruchsvollen Skulptur ausgestattet wird und hierfür ein Wettbewerb ausgeschrieben werden soll. Die entsprechenden baulichen Voraussetzungen für eine Skulptur wurden bei den Planungen zur Gestaltung des Kreisverkehrs bereits berücksichtigt. In der nächsten Sitzung der BV am 29. März soll das Thema auf die Tagesordnung. Dr. Gerhilt Dietrich, Sprecherin der SPD-Fraktion in der BV Lüttringhausen: „Ziel des neuen Kreisverkehrs ist nicht nur eine Verbesserung der Verkehrssituation, sondern auch eine optische Aufwertung der Lüttringhauser Ortsmitte durch mehr Grün und eine ansprechende Gestaltung. Hierzu könnte die Aufstellung einer Skulptur beitragen. Denn Kunst im öffentlichen Raum ist ein ganz wesentlicher Faktor dafür, dass sich Bürgerinnen und Bürger in ihrer Umgebung wohlfühlen und sich mit ihrem Stadtteil identifizieren.“

Die Bezirksvertretung Lüttringhausen hat sich daher dafür ausgesprochen, einen Wettbewerb auszurufen, in dem Interessierte Vorschläge für die Gestaltung des Kreisverkehrs mit einer Skulptur einreichen können. Es können Vorschläge von Einzelpersonen, aber auch von Firmen eingereicht werden. Die Vorschläge sollen in einem geordneten Verfahren angefordert und bewertet werden. Zudem schlägt die Bezirksvertretung vor, für die Auswahl der Gestaltungsvorschläge eine Jury einzusetzen. Dieser sollten Vertreterinnen oder Vertreter der Bezirksvertretung, der TBR sowie des Bauamtes angehören. Auch der Heimatbund Lüttringhausen sollte eingebunden werden. Über den Vorschlag der Jury wird dann die Bezirksvertretung Lüttringhausen beschließen.

Tibet: Remscheid zeigt Flagge für Menschenrechte

Zum Jahrestag des Tibetischen Volksaufstandes wird aus Solidarität mit dem Kampf um die grundlegenden Völker- und Menschenrechte in Tibet am 10. März 2023 die tibetische Flagge vor dem Remscheider Rathaus gehisst.

Seit 1996 ruft die Tibet Initiative Deutschland e.V. Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf, am 10. März an ihren Rathäusern die tibetische Flagge als gemeinsames Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk zu hissen. Der 10. März 1959 war der Beginn des Volksaufstandes gegen die chinesische Besatzungspolitik. Dieser Tag wird von der tibetischen Bevölkerung als Tag der Trauer sowie auch als Widerstandsbeginn gesehen.

87.000 Tibeterinnen und Tibeter kamen nach offiziellen chinesischen Angaben an diesem Tag, beim dem Aufstand in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, ums Leben. Damit begann die härteste Phase der Unterdrückung und Kulturzerstörung in Tibet.

Mit der Hissung der tibetischen Flagge als äußeres Symbol soll gegen die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur, Religion und nationalen Identität und für die Gewährung des dem tibetischen Volk bislang verweigerten Rechts auf Selbstbestimmung protestiert werden. Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland bezeugen durch das Hissen der tibetischen Fahne ihre Sympathie für die friedliche, gewaltlose und versöhnliche Politik des Dalai Lama. Es ist ein Appell an die Bundesregierung, mit allem Nachdruck das legitime Anliegen der Tibeterinnen und Tibeter zu unterstützen und ihre Position Peking gegenüber zu stärken.

Weitere Informationen Tibet Initiative Deutschland e.V., Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, www.tibet-initiative.de.

Volksbank: Zufrieden mit dem Ergebnis nach einem herausfordernden Jahr

Das Jahr 2022 hat auch die Volksbank im Bergischen Land vor große Herausforderungen gestellt und war anstrengend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vom Auszubildenden bis zum Vorstand. „Unsere Welt und die Weltwirtschaft sind zumindest teilweise aus den Fugen geraten“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. „Nach den Rekordjahren der Vergangenheit ist es uns gleichwohl gelungen, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.“ Hierzu hat besonders ein stabiles operatives Ergebnis in allen Bereichen beigetragen: „Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnten wir im Kreditgeschäft weiter wachsen“, erläutert Vorstandsmitglied Christian T. Fried. Der Zuwachs betrug 5,15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme stieg auf 3,1 Milliarden Euro. „Unser Dank gilt unserem Volksbank-Team, das unsere Kundinnen und Kunden in unruhigen Zeiten verlässlich begleitet hat“, sagte Christian Fried.

Obwohl auch die Kapitalmärkte im Jahr 2022 litten, setzte sich der Trend des Vorjahre fort, dass auch die Bergischen das Thema Aktien und Fonds für sich entdecken: 1.148 Millionen Euro betrug das Gesamtvolumen, das die Volksbank-Kunden in Wertpapieren anlegten. Es lag damit nur leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres.

Im Filialbereich führte die Volksbank im Bergischen Land die Modernisierung ihrer Standorte fort. Grundlegend erneuert wurde die Filiale am Cronenberger Rathausplatz. Seit November finden die Kundinnen und Kunden dort ein völlig neues Ambiente und viel Raum für diskrete Beratungsgespräche vor.

Im gesamten Verbund der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist die Umstellung auf die neue VR BankingApp und das neue OnlineBanking abgeschlossen. Sie machen das mobile Banking per Smartphone oder am Computer einfacher und intuitiver, erläutert Christian Fried. Die Nutzungszahlen der App stiegen um 20 Prozent auf 23.276. Die Online-Banking-Quote im Bereich der Girokonten betrug 74 Prozent – drei Viertel der Konteninhaber bei der Volksbank im Bergischen Land können ihr Konto also über PC oder Smartphone erreichen.

Das Prinzip der Regionalität ist der Volksbank auch als Investor wichtig. In Solingen setzt sie gemeinsam mit der Bethanien Diakonissen-Stiftung als Träger ein Kita-Projekt um. Die Kindertagesstätte „Glückspilze“ an der Schwabenstraße wird Platz für sechs Gruppen und bis zu 110 Kinder bieten und somit dazu beitragen, eine große Versorgungslücke in Solingen zu schließen.

Mit Spenden und Sponsoring hat sich die Volksbank im Bergischen Land auch 2022 auf die Seite der ehrenamtlich engagierten Menschen in der Region gestellt und Vereine und Institutionen unterstützt. Mehr als 120 Vereine und Institutionen freuten sich über die Unterstützung der Volksbank im Bergischen Land. Rund 280.000 Euro flossen als Spende, über das Crowdfunding oder als Sponsoring in gemeinnützige Projekte, soziales und bürgerschaftliches Engagement, kamen dem Sport, Bildungsprojekten, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Initiativen zugute.

Fernsehbeitrag von rs1.tv

Fernsehbeitrag von rs1.tv – Stadtfernsehen für Remscheid

Sommerferien: Noch freie Plätze in der FerienKiSte

Die Kinderstadt „FerienKiSte“, die vom 26. Juni bis 7. Juli in der Sophie-Scholl-Gesamtschule stattfindet, ist noch nicht ausverkauft. 55 Plätze sind noch zu haben. Deswegen ist weiter eine Anmeldung unter jugendfoerderung@remscheid.de möglich. Aber Achtung: Pro E-Mail bitte nur die Kinder einer Familie anmelden!

An der Kinderstadt können Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren teilnehmen. Möglich ist die Teilnahme von 7.30 bis 16 Uhr inklusive Frühstück, Frühbetreuung und Mittagessen für 130 Euro oder von 9.30 bis 16 Uhr inklusive Mittagessen für 110 Euro. Die Teilnahmebeträge gelten für zehn Tage.

Die Plätze werden in der Reihenfolge der E-Mail-Eingänge berücksichtigt. Sollte es mehr Anmeldungen als verfügbare Restplätze geben, wird eine Warteliste eröffnet.

Kontakt für weitere Informationen:

Kinder- und Jugendförderung, E-Mail jugendfoerderung@remscheid.de, Telefon (02191) 16 – 3478.

Link-Tipp

Zur Info-Seite „FerienKiSte“ 2023

Neue Investoren: Doch ein Outlet für Lennep?

Investorenfamilie aus Montabaur meldet Interesse für ein Shoppingcenter mit Outlet-Charakter für Remscheid-Lennep an. Auch McArthurGlen wieder an Verhandlungen interessiert.

Die Unternehmerfamilie Dommermuth, der das Outlet-Center in Montabaur gehört, hat sich an die Verwaltungsspitze der Stadt Remscheid gewandt und detaillierte Pläne für ein Shoppingcenter mit Outlet-Charakter vorgestellt. Realisiert werden soll das Projekt in Lennep.

Nachhaltige Gesichtspunkte bei Planung berücksichtigt

Die Pläne zeigen eine Parkanlage, in die ein Shoppingcenter integriert ist. Investor Philipp Dommermuth plant zukunftsweisende Nachhaltigkeitsstandards bei der Verwendung von Holz, recyceltem Beton und der Gebäudetechnik. Er möchte so proaktiv auf viele Einwände der Bevölkerung reagieren, die bei der Planung des ursprünglich in Lennep geplanten Designer Outlet Centers (DOC) aufkamen. Parkflächen sollen ebenerdig und in einer Tiefgarage im Bereich des ehemaligen Kirmesplatzes geschaffen werden. Die Dachfläche des Shoppingcenters selbst soll begehbar sein und eine Parkanlage mit Freizeitmöglichkeiten bilden.

Neues Outlet Remscheid - Vogelperspektive. Bildnachweis: Graf Architektur GmbH
Neues Outlet Remscheid – Vogelperspektive. Bildnachweis: Graf Architektur GmbH

Nach den aktuellen Plänen bliebe die denkmalgeschützte Feuerwache erhalten und könnte genutzt werden. Das altehrwürdige Röntgenstadion hingegen, Heimat des FC Remscheid, würde abgerissen werden, das hochklassigste Fußballteam der Stadt müsste entsprechend doch auf den Reinshagener Acker umziehen.

Investor stellt Pläne auf Lennep-Konferenz vor

Im Rahmen der Lennep-Konferenz am Donnerstag, 2. März 2023 ab 17 Uhr im Lenneper Röntgen-Gymnasium, wird der neue Investor seine Vision vorstellen. „Das Outlet soll ein Ort werden, von dem viele Menschen einen Mehrwert haben – allen voran die Einwohner Lenneps und ganz Remscheids. Gelingen kann das nur mit einem intensiven und offenen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Diesen Dialog wollen wir nutzen, um deren Wünsche und Bedürfnisse aufzunehmen und in die weitere Planung einfließen zu lassen. Wir sehen großes Potenzial im Standort Remscheid und möchten gemeinsam mir den Bürgern und deren Ideen das Projekt im Sinne der Stadt Remscheid bestmöglich entwickeln“, heißt es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch von Philipp Dommermuth.

Neues Outlet Remscheid - Augperspektive. Bildnachweis: Graf Architektur GmbH
Neues Outlet Remscheid – Augperspektive. Bildnachweis: Graf Architektur GmbH

Wie vertraglich vereinbart wurde McArthurGlen, Investor des gescheiterten DOC-Projektes, von der Stadt über das neue Investitionsinteresse informiert. Auch McArthurGlen wäre gerne wieder als Investor an Bord. Das DOC in Lennep ist gescheitert, weil die Stadt Remscheid auf einen fehlerhaften Bebauungsplan gesetzt hatte, der am 25. Januar 2022 vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) als unwirksam zurückgewiesen wurde. Nun stehen also Verhandlungen mit zwei Investoren an, ein neuer Bebauungsplan muss her. Vielleicht schafft es die Stadt Remscheid, im dritten Anlauf einen Bebauungsplan zu erstellen, der nicht wieder aufgrund grober handwerklicher Verwaltungsfehler von Gerichten kassiert wird. Die Kosten dafür haben jedenfalls die Investoren zu tragen.

„Fakt ist: Outlet-Center sind nach wie vor große Frequenzbringer. Die Menschen wollen ein Einkaufserlebnis, einen Ort, an dem sie einen ganzen Tag verbringen können. Mit Geschäften, guter Gastronomie und touristischen Möglichkeiten. Dies entspricht dem heutigen Freizeitverhalten“, tönt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Das Allee-Center im Hinterkopf fragt man sich schon, ob es wirklich Fakt oder doch eher Meinung oder gar Hoffnung oder Verzweiflung ist.

„Selbstverständlich sollen die bereits gewonnenen Ideen aus den bisherigen Lennep-Konferenzen nicht verloren gehen“, predigt Baudezernent Peter Heinze, „die Herausforderung bestehe darin, Anregungen aus den Lennep-Konferenzen auszunehmen und so weit wie möglich in die Planungen zu integrieren.“ Eine ähnlich klare Aussage hat Heinze vor vier Jahren auf dem Kottenbutteressen des Heimatbundes zum kurzfristigen Baubeginn des Kreisverkehrs Eisernstein auch getätigt – bis heute ist kein Baubeginn erfolgt. Die Verwaltungsspitze wird sich also an vollbrachten Taten messen lassen müssen, nicht an ihren blumigen Phrasen.

Sanierung Jahnstraße startet

Ab Montag, 6. März, wird die Jahnstraße in Solingen im Zuge des städtischen Fahrbahndeckenprogramms saniert. Straßeneinbauten werden reguliert, die alte Decke wird abgefräst, anschließend neuer Asphalt eingebaut.

Die Arbeiten dauern etwa vier Wochen. In dieser Zeit bleibt die Straße voll gesperrt, Anwohnende können passieren. 

Ukrainehilfe: Benefizkonzert „Liebe – Ein Erlebnis“ im Vaßbendersaal

Mit einer bunten Palette von Musikwerken und Texten widmet sich das Hardenberg Duo im Benefizkonzert für die Ukrainehilfe in der Citykirche Remscheid dem universellen Thema „Liebe“.

Birgitt Saeger (Violoncello und Moderation) und Klaus Saeger (Klavier) treten seit vielen Jahren als „Hardenberg Duo“ auf. Birgitt Saeger ist in Remscheid aufgewachsen. Sie begann ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule in Remscheid und ist der Stadt immer eng verbunden geblieben. Für beide Künstler ist der Auftritt in Remscheid eine Herzensangelegenheit.

In ihrem neuen Programm „Liebe – Ein Erlebnis“ stimmt Birgitt Saeger mit lyrischen und humorvollen Texten auf einen bunten Reigen von Musikwerken berühmter Komponisten (Beethoven, Brahms, Dvorak, Offenbach u. a.) ein und lässt so das große Bedeutungsfeld des Begriffs Liebe hörbar werden. Indem Prosa und lyrische Texte zu Wort kommen, findet die Musik sowohl Ergänzung als auch Deutung.

Das Konzert findet am Sonntag, 5. März 2023 ab 17 Uhr im Vaßbendersaal in 42853 Remscheid statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Ukrainehilfe Remscheid wird gebeten.

Hintergrund

Birgitt Saeger begann ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule in Remscheid, studierte dann Violoncello an der Folkwanghochschule in Essen bei Ernest Strauß und an Kölner Musikhochschule bei Siegfried Palm mit dem Abschluss der künstlerischen Reifeprüfung. Sie nahm während des Studiums an verschiedenen Meisterkursen teil, u. a. bei Enrico Mainardi und Mistislav Rostropowisch. Zahlreiche Konzertreisen, in kammermusikalischen Ensembles aber ebenso als Solistin, führten sie auch durch das europäische Ausland (Frankreich, Irland). Daneben war sie Lehrbeauftragte an der Universität in Köln und unterrichtete an verschiedenen Musikschulen, zuletzt an der Musik- & Kunstschule in Velbert als Fachbereichsleiterin. Zum Schwerpunkt ihrer Arbeit wurde in den letzten Jahren immer stärker die Tendenz, verschiedene Kunstrichtungen miteinander in Verbindung zu bringen, z. B. Poesie und Musik, Kunst und Musik. Auch arbeitet sie improvisatorisch und tritt mit eigenen Kompositionen für Violoncello solo auf. Birgitt Saeger spielt ein Instrument eines unbekannten lothringischen Meisters aus Mirecourt von 1780.

Klaus Saeger erhielt als 12-Jähriger ersten Klavier- und Cellounterricht und studierte nach dem Abitur an den Universitäten Marburg und Köln Schulmusik, Germanistik, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte; nach den Staatsexamen 1874 erfolgten fortgesetzte Studien im Fach Dirigieren bei Thomas Baldner (Köln) und Prof. Fritz Schieri (München) sowie die Teilahme an Kammermusikkursen bei Guy Touvron (Toulouse). Danach schloss sich eine Tätigkeit im Lehramt am Gymnasium Velbert-Langenberg an (1975 – 2009). Die Zeit des Schuldienstes war begleitet von zahlreichen Konzertveranstaltungen mit diversen Ensembles, bei denen er als Dirigent, Pianist und Cellist mitwirkte. Er veröffentlichte auch verschiedene kunsthistorische Publikationen über Kirchenbauwerke sowie Orgeln des Rheinlands und Westfalens.

Schockanruf: Remscheider um Bargeld betrogen

Am 27.02.2023, gegen 13:15 Uhr, kam es zu einem Schockanruf bei einem 61-jährigen Remscheider. Dieser übergab später am Tag Bargeld an eine ihm unbekannte Frau.

Der Remscheider erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen Polizisten. Dieser gab vor, dass der Sohn des 61-Jährigen eine Frau tot gefahren habe. Der Sohn sei nun in Haft. Den Schock des Mannes machten sich die Täter zu Nutze und forderten eine Kautionszahlung.

Diese übergab der Remscheider schließlich in der Nähe des Amtsgerichts in Langenfeld an eine Frau.

Tipps der Polizei

Immer wieder gelingt es Betrügern, mit perfiden Geschichten, die mit den Ängsten der Opfer spielen, zum Teil hohe Geldbeträge zu erlangen.

  • Bitte sprechen Sie mit ihren Verwandten, Bekannten und Nachbarn und klären diese über solche Schockanrufe auf.
  • Wenn Sie angerufen werden und eine fremde Person Auskünfte oder Geld verlangt: Legen Sie auf.
  • Kontaktieren Sie eine nahestehende Person, die Ihnen zu Seite steht.
  • Sollten Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sein: Dies ist kein Grund, zu schweigen oder sich zu schämen. Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige. Rufen Sie die Polizei unter 110. (rb)