Kurzfilm porträtiert Migrantenselbstorganisationen

Auch die neue Integrationsbeauftragte der Stadt Solingen stellt sich in elfminütiger Doku vor.

In der Klingenstadt leben Menschen aus 140 Nationen. Jede:r Vierte der rund 164.000 Solinger:innen hat Wurzeln in einem anderen Land. Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind eine erste Anlaufstelle für Neuankömmlinge. Über 40 eingetragene Vereine leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Integration. Die Mitglieder möchten ihrer Herkunft treu bleiben, wollen sich aber zugleich am gesellschaftlichen Leben ihrer Heimatstadt beteiligen und es aktiv mitgestalten. Um die Integration und Partizipation von Menschen mit einem sogenannten Migrationshintergrund kümmert sich das Kommunale Integrationszentrum (KI). Ein elfminütiger Film, der vom Kommunalen Integrationsmanagement NRW gefördert wurde, gibt einen Einblick in die Arbeit der MSO und den Stellenwert des Dialogs zwischen Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Herkunft, der Ressentiments und Hemmschwellen abbaut.

In der von KI-Mitarbeiter Musa Kavalli konzipierten und von Abdulkadir Çakar produzierten Dokumentation wird nicht nur die neue Integrationsbeauftragte Caren Tuchel vorgestellt, sondern auch drei Vereine: der Albanische Kulturverein „Nexhmije Pagarusha“ e.V., das „easy“ Bildungs- und Familienzentrum e.V. und das Internationale Frauenzentrum Solingen, das im vergangenen Jahr mit dem „Silbernen Schuh“ ausgezeichnet wurde.

Posaunenchor: Zurück in die Zukunft

„Zurück in die Zukunft“ schien den Musiker*innen vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Lüttringhausen der passende Titel des Konzertes zum 125-jährigen Chor-Bestehen, da der Blick eines 125-jährigen in die Zukunft nicht ohne Rückblick abläuft.

Auf dem Programm steht Musik verschiedenster Epochen, wie etwa Deutschpop der 1980er Jahre, Bläsermusik der Renaissance oder Swing der 1930er Jahre.

Plakat zum Frühjahrskonzert "Zurück in die Zukunft" vom Posaunenchor Lüttringhausen. am 19. März 2023 ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen.
Plakat zum Frühjahrskonzert „Zurück in die Zukunft“ vom Posaunenchor Lüttringhausen. am 19. März 2023 ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen.

Mit „Send in the clowns“ wird Wolfgang Frericks als Solist sein Können auf der Tuba unter Beweis stellen, „…lobet ihn mit Posaunen“ ist eine Komposition von Jürgen Kammin für den 125. Geburtstag des Posaunenchores. Das Stück besteht aus 125 Takten und ist stilistisch nicht klar zu verorten.

„World in Color“ ist eine Originalkomposition für Blasmusik und gefällt mit der sich durch das ganze Stück hindurchziehenden Melodik. „Erkennen Sie die Melodie“ ist ein Potpourri bekannter (Kinder-)Filmmelodien, zusammengestellt und arrangiert von Gisela Woock, das zum Mitraten und Erkennen animiert.

Das traditionelle Frühjahrskonzert unter Leitung von Philipp Jeßberger findet am 19. März 2023 ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen, Ludwig-Steil-Platz 1 in 42899 Remscheid statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber herzlich erbeten.

Film: „Das Ereignis“ zum Weltfrauentag

Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen der SPD Remscheid lädt zum Internationalen Frauentag zur Filmvorführung in die Zentralbibliothek ein.

Annie Ernaux berichtet in ihrem Roman „Das Ereignis“ über ihre Erfahrungen mit einer ungewollten Schwangerschaft und ihrer in Frankreich damals in den 1960er Jahren noch illegalen Abtreibung unter lebensgefährlichen Bedingungen. Die Autorin erzählt von den Verletzungen, Demütigungen und Stigmatisierungen, die sie als junge Studentin dabei erleiden musste.

Das Ereignis - Filmvorführung der AsF der SPD Remscheid zum internationalen Frauentag 2023. Sharepic: SPD Remscheid
Das Ereignis – Filmvorführung der AsF der SPD Remscheid zum internationalen Frauentag 2023. Sharepic: SPD Remscheid

Im Jahr 1971 haben sich in Frankreich die Frauen gegen diese entwürdigenden Umstände gewehrt. Die Kampagne „Ich habe abgetrieben“ wurde von über 300 Frauen, darunter auch Simone de Beauvoir und Catherine Deneuve, unterzeichnet und war Vorbild für die deutsche Kampagne im „Stern“. In der Folgezeit wurden in fast allen westlichen Ländern die Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch reformiert.

„Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten in den westlichen Ländern zahlreiche Erfolge im Kampf um die Gleichberechtigung von Frau und Mann und im Bereich der Selbstbestimmung erzielt. Der Internationale Frauentag soll daran erinnern, dass Frauenrechte nicht vom Himmel fallen, sondern erkämpft und verteidigt werden müssen.“

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Dr. Gerhilt Dietrich, lädt im Namen der SPD-Frauenorganisation auch in diesem Jahr zu einer Filmvorführung aus Anlass des Internationalen Frauentages ein. Gezeigt wird der Film „Das Ereignis“. Der Film wurde 2021 mit dem goldenen Löwen der Filmfestspiele in Venedig ausgezeichnet und bisher in Remscheid nicht gezeigt.

Die Vorführung findet statt am Mittwoch, 08.03.2023 um 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) im Foyer der Zentralbibliothek, Scharffstraße 2 – 4. Der Eintritt ist frei.

DUH kritisiert FDP-Statement zum Tempolimit als Meinungsaufsatz

Anders als die seriöse UBA-Studie: FDP-Papier enthält keinerlei Modellierungen, wiederholt altbekannte ablehnende politische Haltungen und befasst sich überwiegend mit fruchtloser Methodenkritik. Urheber der Studie lassen mangelnde Fachkenntnisse zu Emissionsmodellen und Nähe zur Autoindustrie erkennen; DUH bewertet Papier als „unseriöse Auftragsarbeit im Sinne der Autokonzerne“.

„Erneut wird die FDP ihrem Ruf als Porsche-Partei gerecht und untermauert ihren ideologischen Widerstand gegen Klimaschutz und Verkehrssicherheit mit Meinungen statt Fakten.“

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert das von der FDP-Fraktion in Auftrag gegebene Papier zum Tempolimit als unwissenschaftlichen Meinungsaufsatz fachfremder Wirtschaftswissenschaftler – und als Versuch der Liberalen, aus wahltaktischen Gründen ein Tempolimit zu diskreditieren.

Wahltaktische Gründe der FDP, um Tempolimit zu diskreditieren

Anders als die vor kurzem vorgestellte wissenschaftliche Studie des Umweltbundesamtes (UBA), die das Klimaschutzpotenzial eines Tempolimits 120 auf Autobahnen auf 6,7 Millionen Tonnen CO2 beziffert, enthält das FDP-Papier überhaupt keine Modellierung. Mit einem einfachen mathematischen Dreisatz wird die CO2-Einsparung auf 1,1 Millionen Tonnen CO2 behauptet. Das in wenigen Tagen geschriebene Papier übt stattdessen Kritik an einigen Methoden, die aber an den meisten Stellen ins Leere laufen. So wird beispielsweise pauschal die Verwendung von höchst zuverlässigen Floating-Car-Daten eines Navigationsanbieters kritisiert, da „lediglich“ 15 Prozent des Verkehrsgeschehens abgedeckt seien. Dabei gibt es kaum eine Studie, die auf einer umfangreicheren und präziseren Datenbasis beruht als diese neuste Untersuchung des Umweltbundesamtes. Eine mögliche, bessere Datengrundlage wird im FDP-Papier nicht genannt. Die Auswahl der Autoren ist ebenso fraglich: zwei fachfremde Professoren für Wirtschaftswissenschaften ohne Expertise in Emissionsmodellierungen – einer davon lehrend an der von der Automobilindustrie geförderten Zeppelin Universität in Friedrichshafen. In ihrem Papier finden sich hauptsächlich Aneinanderreihung von Meinungen und politischen Argumenten, in denen die generelle Ablehnung ordnungsrechtlicher Maßnahmen zur Schließung der massiven Klimalücke im Verkehrsbereich deutlich wird.

„Das vorliegende Pamphlet der Lobbypartei FDP ist keine ‚Studie‘, sondern ein Meinungsbeitrag!“

DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch

„Das vorliegende Pamphlet der Porsche-fahrenden Lobbypartei FDP ist keine ‚Studie‘, sondern ein Meinungsbeitrag. Christian Lindner als Parteichef sollte das Thema Umwelt und Verkehr den Profis überlassen, zum Beispiel den in der Bundesregierung zuständigen Expertinnen und Experten des Umweltbundesamtes. Ausgerechnet Wirtschaftsprofessoren auszuwählen, von denen einer an einer Stiftungsuniversität der Autoindustrie lehrt und beide über keinerlei Expertise in Emissionsmodellierungen verfügen, ist unseriös. Die Aufgabe, die vor der FDP und ihrem Verkehrsminister Wissing liegt, ist die Vorlage eines rechtskonformen Sofortprogramms für Klimaschutz im Verkehr. Es ist an der Zeit, dass man sich im Ministerium und in der Fraktion dieser Aufgabe mit auch nur annähernd vergleichbarem Ehrgeiz widmet“, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die von der FDP angeführten Kritikpunkte an der UBA-Studie werden in keiner Weise untermauert. Weder liefern die Autoren eigene Daten, noch befasst man sich mit den Auswirkungen veränderter Routenwahl- oder Nachfrageeffekten eines Tempolimits.

„Alles, was die Studie präsentiert, ist ein Gedanken- und Rechenspiel mit drei angenommenen Werten zum Anteil der Fahrleistung über Tempo 130, dem Anteil der Fahrleistungen auf Autobahnen ohne Tempolimit und die Annahme, dass die CO2-Einsparung pro gefahrenem Kilometer bei 13,3 Prozent liege. Das ist alles, was diese Pseudo-Tempolimit-Experten der FDP zu bieten haben. Eigentlich müsste die Überschrift lauten: ‚Warum wir ein Tempolimit ablehnen‘. Das erinnert mich fatal an den zuletzt von den Dieselkonzernen hervorgezauberten Luftreinhalteexperten, der Dieselabgase für nicht gesundheitsschädlich bewertete, sich aber um den Faktor 1.000 verrechnet hatte“, ergänzt Resch weiter.

Link

VHS: Sicher im Netz – Veranstaltungsreihe für Frauen ab 16

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Sicher im Netz – Kooperationsveranstaltungen mit Indigo – Frauenberatungsstelle Remscheid (SkF e. V. Bergisch Land) und dem Fachdienst Gleichstellung für Frau und Mann der Stadt Remscheid

In Zusammenarbeit mit der Frauenberatungsstelle Indigo und dem Fachdienst Gleichstellung für Frau und Mann in Remscheid bieten wir eine Terminreihe mit Vorträgen zum Thema Digitale Sicherheit für Frauen an. Thematisch wird es unter anderem um digitale Gewalt wie Cybermobbing oder Cyberstalking, Hatespeech und Identitätsdiebstahl gehen und darum, wie man sich davor schützen kann. Die vier Veranstaltungen im folgenden sind allesamt kostenfrei und richten sich an Frauen jeden Alters ab 16 Jahren.

Sicher im Netz – Teil I: Gefahren im Internet

Digitale Kommunikation gehört zu unserem Lebensalltag. Wie im analogen Leben kann es auch in der digitalen Welt zu Grenzüberschreitungen und sexualisierter Gewalt kommen:

  • Dir werden unerwünscht pornographische Inhalte geschickt.
  • Dein/e Ex weiß immer, wo du gerade bist.
  • Du bekommst Sachen, die du gar nicht bestellt hast.
  • Jemand erpresst Dich mit der Veröffentlichung intimer Bilder/Filme.

Was gibt es alles und wie kann man sich davor schützen? Andreas Bredemeier ist für die Kriminalprävention bei der Polizei Wuppertal zuständig und langjähriger Experte für Cybercrime. Er wird in seinem anschaulichen Vortrag mit Ausflügen ins Netz durch das Thema führen.

Termin: Montag, 06.03.2023, von 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Allee-Arkaden Raum 8, Alleestr. 13-19, 42853 Remscheid
Entgelt: kostenfrei

Sicher im Netz – Teil II: Mobbing, Grooming, Sexting etc.

Im zweiten Teil unserer Veranstaltungsreihe thematisiert Experte Andreas Bredemeier die Gefahren im Netz durch Straftaten aus dem Deliktfeld der sexuellen Straftaten. Durch seine langjährige Arbeit bei der Kriminalprävention der Polizei Wuppertal schöpft er aus einem großen Fundus von Erfahrungen und klärt darüber auf, was Cybermobbing, Grooming und Sexting sind und was man dagegen tun kann.

Termin: Montag, 13.03.2023, von 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Allee-Arkaden Raum 8, Alleestr. 13-19, 42853 Remscheid
Entgelt: kostenfrei

Sicher im Netz – Teil III: Cyberstalking

Die Referentin Cordelia Moore ist Beraterin und Trainerin gegen digitale Gewalt und wird sich beim dritten Teil der Veranstaltungsreihe mit dem Thema Cyberstalking befassen. Digitale Medien bieten viele Möglichkeiten jemanden auszuspähen, auch in Beziehungen. Welche Schritte und Einstellungen gibt es, um sich davor zu schützen? Wie kann man bemerken, ob man digital ausgespäht wird? Bitte bringen Sie Ihr Tablet oder Smartphone zur Veranstaltung mit. HINWEIS: Die Referentin wird per Zoom zugeschaltet sein.

Termin: Montag, 20.03.2023, von 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Allee-Arkaden Raum 8, Alleestr. 13-19, 42853 Remscheid
Entgelt: kostenfrei

Sicher im Netz – Teil IV: Sexualisierte Gewalt im Netz

Besonders Frauen erleben Gewalt auch im digitalen Raum. Welche Formen gibt es und wie kann man damit umgehen? Cordelia Moore, Expertin für digitale Gewalt, klärt in diesem letzten Vortrag unserer Veranstaltungsreihe über unterschiedliche Formen sexualisierter Gewalt im Netz auf. Bitte bringen Sie Ihr Tablet oder Smartphone zur Veranstaltung mit. HINWEIS: Die Referentin wird per Zoom zugeschaltet sein.

Termin: Montag, 27.03.2023, von 18:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Allee-Arkaden Raum 8, Alleestr. 13-19, 42853 Remscheid
Entgelt: kostenfrei

Allgemeine Hinweise zum Anmeldeverfahren

Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid, Abteilung Weiterbildung (VHS), Scharffstr. 4-6, 42853 Remscheid, unter der Telefonnummer (0 21 91) 16 – 27 86 oder unter der Telefaxnummer (0 21 91) 16 – 32 73.
www.vhs.remscheid.de

Verkehrsunfall in Elberfeld

Am 27.02.2023, kurz nach 15:00 Uhr, kam es auf der Straße Steinbeck zu einem Verkehrsunfall.

Ein 81-jähriger Mann war mit seinem Audi Q3 auf der Straße Steinbeck in Richtung Südstraße unterwegs. Als er in der Anfahrt auf den Kreuzungsbereich von der rechten auf die linke Fahrspur wechseln wollte, übersah er nach bisherigen Erkenntnissen den Fiat 500 eines 58-Jährigen, der in gleicher Richtung dort unterwegs war. Bei der darauffolgenden Karambolage wurde der Fiat auf die Seite gedreht und beschädigte auf der Gegenspur sowohl einen entgegenkommenden smart fortwo, als auch einen VW Passat.

Der Fahrer des Fiat sowie die Fahrerin (30) des smart wurden leicht verletzt. Der 81-Jährige und der Fahrer des Passat (33) blieben unverletzt.

Im Zuge der Rettungsmaßnahmen, der Unfallaufnahme sowie des Abschleppens der Fahrzeuge, kam es zu Verkehrsbehinderungen. Der Sachschaden liegt bei circa 50.000 Euro. (jb)

Streik: Mülltonnen werden nicht geleert

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Heutiger Warnstreik betrifft auch die Müllabfuhr in Solingen.

Von den erneuten Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist heute (Dienstag, 28. Februar) erneut die Müllabfuhr in Solingen betroffen. Es werden keine Mülltonnen geleert.

In dieser Woche kommt es deshalb zu einer sogenannten „Feiertagsverschiebung“. Das bedeutet, dass die geplanten Touren von heute auf morgen, Mittwoch, und alle weiteren in dieser Woche ebenfalls um einen Tag nach hinten verschoben werden. Die Freitags-Tonnen werden also am Samstag geleert. Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) bitten darum, die Abfallbehälter bis zur Leerung draußen stehen zu lassen. Da sich die Abfuhr durch den Warnstreik lediglich um einen Tag nach hinten verschiebt, werden keine zusätzlichen Abfallsäcke mitgenommen. Sollte es in den nächsten Wochen zu weiteren und längeren streikbedingten Ausfällen kommen, wird diese Option wieder angeboten.

Mutmaßlicher Dieb auf Flucht gestellt

Am Montagabend (27.02.2023, gegen 23:15 Uhr) konnte auf dem Gelände eines Automobilhändlers an der Varresbecker Straße ein 26-jähriger Mann festgenommen werden.

Ein Mitarbeiter des zuständigen Sicherheitsdienstes konnte zuvor die Polizei informieren, dass sich zwei Personen unbefugt auf dem Gelände eines Automobilhändlers aufhielten. Bei der Absuche des Geländes konnte zuerst ein ausgebautes Lenkrad eines Mercedes-Benz Pkw aufgefunden werden. Wenig später wurde der Tatverdächtige auf einer Böschung sitzend entdeckt. Der Versuch, fußläufig zu flüchten, konnte durch die Beamten unmittelbar unterbunden werden.

Da gegen den polizeibekannten 26-Jährigen ein Haftbefehl vorliegt, wurde er festgenommen und dem zuständigen Amtsgericht zugeführt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und nach dem zweiten, bislang noch unbekannten Täter, aufgenommen.

28.02.: Streikbedingte Einschränkungen in den städtischen Kitas

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Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag, 28. Februar, zum Streik aufgerufen. Das führt leider erneut zu Einschränkungen im Betrieb der städtischen Kindertageseinrichtungen. Die Eltern wurden von den Einrichtungen bereits unmittelbar informiert.

Zurzeit geht die Stadt Remscheid davon aus, dass drei Kindertageseinrichtungen normal geöffnet sein werden. In acht Kitas werden Notbetreuungen angeboten. Weitere neun Einrichtungen werden komplett geschlossen bleiben müssen, da kein Personal zur Verfügung steht. 

Kindertageseinrichtungnormal geöffnetNotbetreuunggeschlossen
Am Holscheidsberg Notbetreuung 
Am Schützenplatz  geschlossen
Arnoldstraßenormal geöffnet  
Bergisch Born  geschlossen
Dicke Eiche Notbetreuung 
Eisernsteinnormal geöffnet  
Fürberg  geschlossen
Hasenberg  geschlossen
Henkelshof  geschlossen
Hölterfeld  geschlossen
Honsberg Notbetreuung 
Königstraße  Fortbildung
Kremenholler Straße Notbetreuung 
Lüttringhauser Straße  geschlossen
Paulstraße Notbetreuung 
Remscheider Straßenormal geöffnet  
Rosenhügel Notbetreuung 
Sedanstraße Notbetreuung 
Struck  geschlossen
Vieringhausen Notbetreuung 
gesamt389
Übersicht Stand 27.02.2023

Martin Bauer: Liedermacher live im Café Lichtblick

Konzert „Mit anderen Worten“ von Martin Bauer am 9. März 2023 um 19.00 Uhr live im Café Lichtblick, Gertenbachstraße 2 in 42899 Remscheid. Reservierung dringend empfohlen.

„Mit anderen Worten“ ist eine Hommage an die Liedermachergeneration der 70er Jahre, an Reinhard Mey, Klaus Hoffmann, Konstantin Wecker, Hannes Wader, Rio Reiser und andere.

Erstes Konzert seit drei Jahren im Lichtblick

Bekanntes und weniger Bekanntes. Heiteres und Besinnliches. Eigene Stücke und angenommene Lieder. Viele der teilweise vor mehr als 40 Jahren entstandenen Lieder sind inzwischen Kulturgut. In ihrem gekonnten Umgang mit der deutschen Sprache spiegeln sie auch immer den damaligen Zeitgeist und das Lebensgefühl wider.

Seit 1990 lebt und arbeitet Martin Bauer als Profimusiker. Aus der Vielfalt der musikalischen Aktivitäten heraus hat sich eine spezielle Vorliebe für akustische und handgemachte Musik herausgebildet. Publikumsnah, ohne technische Tricks, direkt und ehrlich. Als Bassist, Gitarrist und Sänger sowie als Komponist und Texter ist er in den verschiedensten musikalischen Genres zuhause.

Eintritt frei – Hutspenden willkommen

Einlass 18:30 Uhr

Platzreservierungen unter Telefon 02191.5926234 werden empfohlen.

Tausende Menschen als Zeichen der Solidarität vor dem Rathaus

Mit einer beispiellosen Veranstaltung gedachten die türkische und syrische Gemeinde Remscheids gemeinsam auf dem Rathausplatz der Opfer des Erdbebens in der Türkei und Syrien.

Nach der verheerenden Naturkatastrophe in Form einer Reihe von Erdbeben im Grenzgebiet der Türkei und Syrien verloren über 50.000 Menschen ihr Leben, über 100.000 Menschen wurden verletzt. Schon am Tag der ersten Beben am 6. Februar 2023 begannen in Remscheid die Vorbereitungen für eine ganze Reihe von Hilfslieferungen, die von hier aus in die betroffenen Gebiete geführt haben.

Im Schmerz nicht allein

Tausende Trauernde vor dem Remscheider Rathaus vereint in Solidarität. Foto: Sascha von Gerishem
Tausende Trauernde vor dem Remscheider Rathaus vereint in Solidarität. Foto: Sascha von Gerishem

Viele Mitglieder der verschiedenen islamischen Gemeinden, ihre Nachbarn und Freunde haben durch die Erdbeben Familie und Verwandte verloren. Um gemeinsam der vielen Verstorbenen zu gedenken wurden vor dem Rathaus zwei Sela, zwei islamische Trauergebete, gehalten. In Trauer und Solidarität vereint, verfolgten gut zweitausend Menschen die gemeinschaftliche Versammlung und spürten, dass sie mit ihrem Schmerz nicht alleine sind:

"Gerade jetzt ist Zeit für Solidarität, Menschlichkeit, Wohltätigkeit und Zusammenhalt." Foto: Sascha von Gerishem
„Gerade jetzt ist Zeit für Solidarität, Menschlichkeit, Wohltätigkeit und Zusammenhalt.“ Foto: Sascha von Gerishem

„Ich glaube fest daran, dass wir diese Katastrophe gemeinsam überwinden und die Wunden gemeinsam heilen. Gerade jetzt ist Zeit für Solidarität, Menschlichkeit, Wohltätigkeit und Zusammenhalt. Wir sind in unseren Gedanken und Gebeten bei den Betroffenen. Wir leiden und hoffen mit ihnen, dass dieser unerträgliche Schmerz bald ein Ende findet“, hieß es etwa.

Remscheids Stadtvater Burkhard Mast-Weisz machte den Menschen Hoffnung und Mut. Foto: Sascha von Gerishem
Remscheids Stadtvater Burkhard Mast-Weisz machte den Menschen Hoffnung und Mut. Foto: Sascha von Gerishem

„Ein Vater sitzt in einer Stadt im Erdbebengebiet in der Türkei und hält die Hand seiner Tochter. Er lebt. Seine Tochter aber liegt erschlagen unter den Trümmern des Hauses. Nur der Arm ragt heraus“, beschreibt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eines der unerträglichsten Bilder der Erdbebenkatastrophe, das den ganzen Schmerz der Menschen zeigt, „wir stehen trauernd an der Seite der Menschen, die ihre Angehörigen, Freunde und Nachbarn verloren haben. Wir trauern um jedes einzelne Kind, das diese Katastrophe nicht überlebt hat. Wir hätten ihnen so sehr gewünscht, dass sie glücklich aufwachsen.“

Sven Wolf und Jürgen Hardt unter den Trauernden. Foto: Sascha von Gerishem
Sven Wolf und Jürgen Hardt unter den Trauernden. Foto: Sascha von Gerishem

Die Versammlung selbst war völlig unpolitisch, doch waren auch MdB Jürgen Hardt und der Landtagsabgeordnete Sven Wolf unter den Trauernden. Auch die Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein folgte ergriffen den Gebeten.

Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein folgte ergriffen den Gebeten. Foto: Sascha von Gerishem
Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein folgte ergriffen den Gebeten. Foto: Sascha von Gerishem

Fernsehbeitrag von rs1.tv

Für rs1.tv sprach ich mit Tevfik Baylan von der ATIB-Gemeinde und Mohamad Diab von der syrischen Gemeinde über die Solidarität der Mitmenschen und den Zusammenhalt in den Gemeinden.

Fernsehbeitrag von rs1.tv – Stadtfernsehen für Remscheid

Solingen: Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang

Auf der Neuenkamper Straße in Solingen-Höhscheid kam es am gestrigen Abend (25.02.2023) zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr gegen 19:30 Uhr ein 35-jähriger Solinger mit seinem Ford die Neuenkamper Straße in Fahrtrichtung Leichlingen. Zwischen den Einmündungen Bauermannskulle und Neuenhaus kam er aus bislang ungeklärter Ursache zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in den dortigen Grünstreifen. Von dort bewegte sich das Fahrzeug zurück auf die Fahrbahn. Im weiteren Verlauf schleuderte der Ford über die Fahrstreifen des Gegenverkehrs, kam erneut von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum.

Trotz unmittelbarer Versorgung durch Ersthelfer, eintreffender Polizeibeamter und Kräfte des Rettungsdienstes erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Die Ermittlungen der Unfallursache und die Rekonstruktion des genauen Unfallgeschehens werden durch das Verkehrskommissariat geführt und dauern an. Mögliche Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, ihre Wahrnehmungen an die Polizei unter der Rufnummer 02022840 weiterzugeben.

Die Neuenkamper Straße musste für mehrere Stunden zur Unfallaufnahme und Räumung der Unfallstelle gesperrt bleiben. (weit)

Solidaritätsversammlung für die Erdbebenopfer

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Remscheider,

die Türkei und Syrien wurden von einer großen Naturkatastrophe heimgesucht. Zwei aufeinanderfolgende Erdbeben haben nach neuesten Berichten mehr als zehntausende Menschen das Leben gekostet, weitere Zehntausende sind verletzt. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauern in der Region an.

Viele unserer Gemeindemitglieder haben bei dem Erdbeben Familie, Verwandte und Freunde verloren. Die Solidarität mit ihnen ist in unserer Gesellschaft enorm. Aus diesem Grund möchten wir, die Islamische Gemeinden aus Remscheid unsere Nachbarn und Freunde zu einer Solidaritätsversammlung für die Opfer des Erdbebens aufrufen und so auch einen Beitrag dazu leisten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb unserer Kommune stärken. Mit einem Bittgebet möchten wir den Opfern und Hinterbliebenen zudem seelischen Beistand leisten.

Sie sind herzlich eingeladen, am 26.02.2023, um 12:00 Uhr, am Rathaus-Platz Remscheid dabei zu sein.

Wir würden uns auch sehr freuen, wenn Sie in Ihren Kreisen auf diese Versammlung aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüßen
Remscheider Moschee-Gemeinden

Jürgen Hardt: Die Ukraine kämpft auch für unsere Freiheit

Vor einem Jahr hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Bundestags­abgeordnete aus Solingen, Remscheid und Wuppertal II, Jürgen Hardt (CDU), erklärt hierzu:

Seit einem Jahr sterben ukrainische Soldaten bei der Verteidigung ihres Landes gegen die russische Kriegs­maschinerie. Seit einem Jahr müssen ukrainische Familien und Kinder fliehen, werden Städte und Dörfer von russischer Artillerie zerbombt. Seit einem Jahr wissen wir, dass sich das Russland Putins für eine Zerstörung der europäischen Friedensordnung entschieden hat.

An diesen Krieg und dieses Leid dürfen wir Deutsche uns nicht gewöhnen. Es muss jeden Tag aufs Neue klargemacht werden, dass dieser Krieg nur eines ist: ein Verbrechen, das sich nicht lohnen darf.

„Es darf keinen Zweifel geben, dass Russlands Neo-Imperialismus gestoppt werden muss.“

Jürgen Hardt, MdB (CDU)

Die Ukraine führt diesen Krieg nicht für sich allein. Sie verteidigt nicht nur ihre eigene Existenz als Staat, sondern die Herrschaft des Rechts in Europa gegen militärische Aggression, gegen Kriegsverbrechen und Diktatur. Die Ukraine kämpft auch für unsere Freiheit.

Eine bittere Erfahrung der letzten zwei Jahrzehnte mit Putin als Präsident ist, dass er nur aus der Defensive zu diplo­ma­tischen Zugeständnissen bereit ist. Er wird den Angriffskrieg gegen die Ukraine nur beenden und sich mit Präsident Selenskyj an den Verhandlungstisch setzen, wenn die Fortführung des Kampfes risikoreicher erscheint, als Friedensverhandlungen zu beginnen.

Die Ukraine muss durch westliche Waffenhilfen in die Lage versetzt werden, Putin militärisch die Stirn zu bieten. Waffenlieferungen an die Ukraine verlängern nicht den Krieg, sondern erhöhen die Aussicht, das Schlachten in der Ukraine zu beenden. Gleichzeitig müssen umfassende Sanktionen dazu führen, dass Russland technologisch bald nicht mehr in der Lage ist, eigene Waffensysteme zu produzieren. Diesen Sanktionen haben sich alle Länder anzuschließen, die für sich in Anspruch nehmen, anerkannte Mitglieder der Weltgemeinschaft zu sein.

„Echte Verhandlungen wird es nur geben, wenn Russland militärisch scheitert.“

Jürgen Hardt, MdB (CDU)

Deshalb war es so wichtig, dass die demokratischen Fraktionen des Bundestags auf Druck der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 28. April 2022 von der Bundes­regierung entschiedene Unterstützung für die Ukraine verlangt haben. Noch immer warten die ukrainischen Streitkräfte täglich auf die versprochenen Waffen aus Deutschland und zahlen währenddessen einen hohen Blutzoll. Viele Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn diese Bundesregierung in der Frage Waffenlieferungen einiger gewesen wäre.

Die ukrainische Politik und Zivilgesellschaft haben eine bemerkenswerte Widerstandsbereitschaft gezeigt. Putin hat die Standfestigkeit dieser jungen Demokratie unterschätzt. Es kommt darauf an, diesen ukrainischen Mut zu belohnen.

Dauerhaften Frieden in Europa ohne einen militärischen Erfolg der Ukraine gegen die russischen Besatzer wird es nicht geben. Es darf keinen Zweifel geben, dass Russlands Neo-Imperialismus gestoppt werden muss. Wenn Putin gegen die Ukraine siegt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis er die Europäische Union und die NATO direkt heraus­fordert. Echte Verhandlungen wird es nur geben, wenn Russland militärisch scheitert und dafür muss die Ukraine weiter in der Lage sein, schnell Territorium zurück­zuerobern.

Unsere Stärke gegen militärische Bedrohungen liegt im NATO-Bündnis. Wir können uns auf dieses Bündnis verlassen, doch wir dürfen unsere Partner nicht ent­täuschen. Dem Kanzlerwort „2 Prozent für Verteidigung ab sofort“ müssen Taten folgen. Sonst schwindet auch noch das Vertrauen in Deutschland und der isolationistische Teil der Republikaner in den USA und die Deutschland-Skeptiker in Europa bekommen Oberwasser. Aktuell droht, dass Deutschland im Jahr 2023, wie vermutlich schon im Jahr 2022, weniger für Verteidigung ausgibt als versprochen.

Eine solche Verantwortungslosigkeit kann sich die Bundesregierung nicht länger leisten.