Ein Stück Kultur bei Regen und Wind

Das bergische Wetter hat einen zweifelhaften Ruf. Und womit? Mit Recht. Da planen eine Handvoll Musiker des Lüttringhauser Posaunenchores eine kleine, aber feine kulturelle Aktion, und was passiert? Es regnet den ganzen Tag. Zusätzlich weht ein unangenehmer Wind. Es ist, Entschuldigung, von Herzen eklig.

So geschehen am Samstag, den 22. Mai. Am späten Nachmittag versammelten sich acht Musikerinnen und Musiker des Lüttringhauser Posaunenchores, um von vier unterschiedlichen, markanten Punkten im Stadtteil aus kleine musikalische Botschaften ins Dorf zu senden und damit einen bescheidenen, aber merkbaren Beitrag für die Erhaltung der hiesigen Kulturlandschaft zu leisten. „Zu Muttertag haben wir auch schon im Freien gespielt“, weiß der Dirigent des Posaunenchores Philipp Jeßberger. „Aber heute ist es auch etwas Besonderes. Auf den Tag vor 123 Jahren wurde der Lüttringhauser Posaunenchor gegründet. Das war natürlich auch ein wichtiger Punkt für die Überlegung, wann wir eine solche Aktion angehen sollten. Zusätzlich mussten wir bedenken, was unter Coronabedingungen möglich ist und was nicht.“

Versicherungstechnische Gründe: Nur drei statt vier Türme

Urike Donner (Flügelhorn) und Philipp Jeßberger (Trompete) auf dem evangelischen Friedhof. Foto: Peter Klohs
Urike Donner (Flügelhorn) und Philipp Jeßberger (Trompete) auf dem evangelischen Friedhof. Foto: Peter Klohs

Letztendlich fand man sich in Zweiergruppen zusammen, um von den vier Standorten jeweils fünf kurze musikalische Statements in die Stadt zu senden. Auf dem evangelischen Friedhof spielten Ulrike Donner und Philipp Jeßberger Trompete und Flügelhorn. Eigentlich hatte der Posaunenchor geplant, auf dem Turm des unweit gelegenen Unternehmens Pipersberg zu spielen, aber dies war aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich. Der Umzug auf das Friedhofsgelände war so nötig geworden. Sebastian und sein Bruder Marc Brüninghaus ließen ihre Trompeten von der Kirche Heilig Kreuz erklingen, während Jürgen Kammin und Stefan Roßenbach das Dorf vom Turm der evangelischen Kirche beschallte. Die letzten im musikalischen Kreislauf waren Wolfram von Borzeszkowski und Barbara Hallbach, die mit Trompete und Horn auf den Turm des Lüttringhauser Rathauses geklettert waren und dort ihre Beiträge, die sich, wie alle 20 kleinen musikalischen Vorträge aus der leichteren christlichen Literatur ergaben („Geh aus, mein Herz, und suche Freud“) zu spielen.

"Da soll ich rauf? In diesem Leben sicher nicht", sprach der Autor kopfschüttelnd und kletterte schnell wieder hinunter. Foto: Peter Klohs
„Da soll ich rauf? In diesem Leben sicher nicht“, sprach der Autor kopfschüttelnd und kletterte schnell wieder hinunter. Foto: Peter Klohs

Nun gesteht der Berichtertstatter nicht eben gerne, dass er unter extremer Höhenangst leidet. Will sagen: Fotos aus der Spitze der drei im Dorf befindlichen Türme waren leider nicht möglich. Also zum Friedhof. Was sich als eine glückliche Fügung herausstellte, denn von dort aus konnte man die Beiträge der Kolleginnen und Kollegen am Besten und Klarsten hören. Die Musik aus der evangelischen Kirche zog deutlich hörbar über den Friedhof, die von der katholischen Kirche ein wenig verschattet und verweht, und nur vom Rathausturm, dem höchsten Punkt innerhalb dieser kleinen musikalischen Reise und gerade deshalb am Meisten vom heftigen Wind betroffen, konnte man Musik zumeist nur erahnen. Mehr als zwei zusammenhängende Töne konnte man nicht ausmachen. Schade. Petrus schuldet Lüttringhausen etwas.

Trotz des Bergischen Sch…wetters ließ es sich Ursula von Borzeszkowski, Mutter des im Rathausturm spielenden Wolfram, nicht nehmen, bei Ulrike Donner und Philipp Jeßberger auf dem Friedhof vorbeizuschauen und ein paar Minuten der Musik zu lauschen. „Was für eine schöne Aktion“, sagte sie. „Sehr schade, dass das Wetter nicht mitspielt.“

Auf dem evangelischen Friedhof waren die die musikalischen Beiträge am Besten und Klarsten zu hören, empfand Autor Peter Klohs. Im Bild: Ulrike Donner und Philipp Jeßberger. Foto: Peter Klohs
Auf dem evangelischen Friedhof waren die die musikalischen Beiträge am Besten und Klarsten zu hören, empfand Autor Peter Klohs. Im Bild: Ulrike Donner und Philipp Jeßberger. Foto: Peter Klohs

Aber tröstet euch, Musikliebhaber aller Couleur. Es werden wieder Zeiten kommen, in denen wir ohne Abstand und ohne Angst die kulturellen Angebote der Stadt wahrnehmen können und dürfen. Bis es soweit ist, kann eine solche Veranstaltung des Lüttringhauser Posaunenchores die Wartezeit sehr schön überbrücken. Und wenn man dies bedenkt, dann pfeift man auch auf ein wenig Regen.

Fotos vom Posaunenchor Lüttringhausen

FCR: Oberligaspieler Dylan Oberlies im neuen Kader

Kaderplanung beim FC Remscheid schreitet voran: Oberligaspieler Dylan Oberlies schließt sich dem FC Remscheid an.

Mit der Neuverpflichtung von Dylan Oberlies bekommt der FC Remscheid einen gestandenen Oberligaspieler vom TVD Velbert. Der erst 22-jährige Linksfuß hat in seiner noch jungen Fußballlaufbahn schon viele Erfahrungen sammeln können. Dylan Oberlies hat bereits über 61 Oberligaeinsätze und vier Spiele im Niederrheinpokal zu verzeichnen. Im Jugendbereich hat der in Solingen-Burg wohnende Kicker lange beim VfL Bochum gespielt, ehe es ihn zum Wuppertaler SV gezogen hat, wo er über 33 A-Jugend Bundesligaspiele (3 Tore) absolvierte.

„Dylan ist ein sehr aggressiver und robuster Zweikämpfer, der keinem Duell aus dem Weg geht.“

Marcel Heinemann, Sportlicher Leiter FC Remscheid

Zu Beginn der vergangenen -annullierten- Saison verletzte sich Dylan Oberlies. Die Verletzung ist überstanden, seine Einsatzfähigkeit voll wiederhergestellt. Der 1,83m große Innenverteidiger ist in Remscheid beruflich als Zerspanungsmechaniker tätig und unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.

„Dylan ist ein sehr aggressiver und robuster Zweikämpfer, der keinem Duell aus dem Weg geht. Er hat bei seinen vergangenen Stationen stets überzeugt. Ein sehr spannender Spieler, in dem noch eine Menge Potenzial steckt“, freut sich Marcel Heinemann, Sportlicher Leiter des FC Remscheid. Auch Dylan Oberlies ist voll des Lobes: „Vom ersten Gespräch an hat einfach alles gepasst. Da war mir sofort klar, dass ich zum FC Remscheid wechseln will. Ich habe bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen großes Vertrauen gespürt. Ich bin in Remscheid aufgewachsen, war schon als kleines Kind im Röntgenstadion und bin mit dem FCR groß geworden.“

Tag der Biene: Honigbiene ist nicht in Gefahr

Im Jahr 2018 haben die Vereinten Nationen den 20. Mai zum Weltbienentag gemacht. In Gefahr sind dabei aber nicht die Honigbienen, die besonders von Unternehmen gerne als Beispiel für nachhaltiges Handeln und Umweltschutz angeführt werden, sondern die Wildbienen. Wer sich am Weltbienentag werbewirksam mit Honigbienen ablichten lässt, betreibt Greenwashing.

Imkern ist mittlerweile ein weit verbreitetes Hobby. Viele Menschen verbinden Imkern mit Naturschutz und mit dem Erhalt der Artenvielfalt, da die Biene oftmals als Symbol für etwaige Anliegen genutzt wird. Gemeint sind damit jedoch Wildbienen wie Hummeln. Honigbienen sind eher als hochgezüchtete Nutztiere anzusehen, sie rangieren in dem Bereich nach Schweinen und Rindern auf Platz 3.

Wildbienen unter Artenschutz – Honigbienen nicht

Nachhaltig: Eine Hummel auf einer Akelei.  Foto: Daniel Wanke
Nachhaltig: Eine Hummel auf einer Akelei. Foto: Daniel Wanke

Wildbienen stehen unter Artenschutz, es drohen hohe Bußgelder, wenn man etwa Nester umsetzt oder gar zerstört. Je nach Bundesland sind bis zu 60.000 Euro Strafe fällig. Wer sich um Nachhaltigkeit bemühen und die Natur, und da besonders Bienen, schützen möchte, sollte sich nicht das Imkern zum Hobby nehmen, und mit den zusätzlichen Honigbienen den Stress der Nahrungsbeschaffung für Wildbienen weiter erhöhen, sondern das Gärtnern.

Mit dem Pflanzen von insektenfreundlichen Blumen und Pflanzen, wie Astern, Lupinen, Lavendel, Kornblumen oder Wiesensalbei, unterstützt man nämlich nicht nur die gefährdeten Wildbienen, sondern etwa auch Schmetterlinge und andere Insekten. Und auf diese Weise locken Sie dann auch Vögel in ihre Gärten und können neben den herrlichen Pflanzen, dem gesunden Gebrumm auch entspannenden Gesang genießen.

Stichwort Greenwashing bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Greenwashing

Stadt Remscheid in Abstimmung mit der Sana Kliniken AG

Die Stadt Remscheid hat sehr frühzeitig vor rund 14 Tagen ihr Unverständnis über den geplanten Stellenabbau bei der Dienstleistungstochter Sana DGS pro.service GmbH und ihre diesbezügliche Erwartungshaltung kundgetan. Darüber hinaus hat sie zusammen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg am Montag einen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Sana Kliniken AG, Herrn Thomas Lemke, verfasst und um weitere Hintergründe gebeten, wie es zu dieser Entscheidung kam. Sehr kurzfristig kam es daraufhin am vergangenen Dienstag zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung der Sana-Klinikum Remscheid GmbH.

Ziel war, dass es aus Sicht der Stadt Remscheid für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dienstleistungstochter Sana DGS pro.serviceGmbH – in Remscheid sprechen wir von 64 Betroffenen – eine verantwortungsvolle Lösung geben muss. Daher sollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben und gleichzeitig sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

An dieser außerordentlichen Aufsichtsratssitzung hat als Gast auch der zuständige Geschäftsführer der Sana DGS pro.service GmbH teilgenommen. Herr Klaus Wiendl hat dem Gremium die Hintergründe der geplanten Neustrukturierung erläutert und zudem erklärt, warum diese aus seiner Sicht notwendig sei.

Außerordentliche Aufsichtsratssitzung

Die Geschäftsführung begründete das Vorgehen einerseits damit, dass die Anforderungen an den Dienstleistungssektor im Krankenhaus in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hätten und sich die Prozesse insgesamt zunehmend komplexer darstellen würden. Besonders stark sei dies in den Teilbereichen Reinigung, Service und krankenhausinterne Logistikdienstleistungen festzustellen.

Zudem habe der Gesetzgeber eine Vielzahl von regulatorischen Projekten im Gesundheitswesen auf den Weg gebracht. Hierzu gehöre auch das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG), das die Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem entsprechenden Abrechnungs-System und deren Finanzierung über das Pflegebudget beinhalte. Für die Finanzierung von patientennahen Tätigkeiten über das Pflegebudget sei ab 2021, ergänzend zur reinen pflegenahen Tätigkeit, jedoch auch der berufliche Qualifikationsbezug der Mitarbeitenden entscheidend. Wie die Geschäftsführung der Sana DGS pro.service weiter erklärte, sei beispielsweise für Mitarbeitende im patientennahen Dienstleistungsbereich künftig eine mindestens einjährige Berufsausbildung gefordert, was die Neustrukturierung von dieser Tätigkeiten erforderlich mache.

Die Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan zwischen der Geschäftsführung und dem Gesamtbetriebsrat der Sana DGS pro.service GmbH beginnen am Donnerstag, 20. Mai, und werden am 27. Mai fortgeführt. In diesem Zusammenhang wurde versichert, dass sämtliche betrieblichen Mitbestimmungsrechte der Mitarbeitenden strikt gewahrt werden und die zuständige Geschäftsführung in enger Kommunikation und Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat der Sana DGS pro.service GmbH ist. Daher sei es selbstverständlich, dass der Gesamtbetriebsrat der Sana DGS pro.service GmbH gemäß § 111 BetrVG über die Informationen zur geplanten Maßnahme verfügt.

Stadt Remscheid fordert schnelle Aufklärung

Die Stadt Remscheid fordert, dass schnellstmöglich geklärt werde, wie es künftig mit den entsprechenden Dienstleistungen in den Kliniken – und somit auch im Sana-Klinikum Remscheid – und den von Kündigung bedrohten Beschäftigten weitergeht. Die Stadt Remscheid erwartet, dass eine Folgebeschäftigung, die auch weiterhin tarifgebunden sein soll, sichergestellt wird. Herr Wiendl bat um Geduld, da die begonnenen Verhandlungen die nötige Zeit bräuchten, um sie im Interesse aller zu einem guten und verantwortungsvollen Ergebnis führen zu können. Selbstverständlich habe man das Wohl der Patienten, die Interessen der Mitarbeitenden, die regulatorischen Anforderungen und die Belange des Unternehmens gleichermaßen im Blick.

Sana versicherte, dass man sich der besonderen Verantwortung als Arbeitgeberin im Gesundheitsbereich bewusst und auch guter Hoffnung sei, dass im Rahmen der Verhandlungen eine für die Mitarbeitenden sozialverträgliche und zukunftsfeste Lösung gefunden werde.

Herr Wiendl hat darüber hinaus zugesagt, die Stadt Remscheid frühzeitig über den weiteren Verlauf der Verhandlungen und das Endergebnis zu informieren.

Quelle: Pressestelle der Stadt Remscheid: Presseinformation der Stadt Remscheid in Abstimmung mit der Sana Kliniken AG zur Aufsichtsratssitzung am 18. Mai

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW20/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Nicole Dahmen. Die Kurznachrichten präsentiert Sabine Yündem. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Die Hundewiese im Stadtpark ist umgezogen.
  • Humanitäre Krise: Unterstützung für Indien.
  • Allen Einschränkungen zum Trotz: Selbstständig mit Rollerreparaturen.
  • Online Fußballturnier der Jusos Remscheid.

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW19/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Sabrina Ottersbach. Die Kurznachrichten präsentiert Sabine Yündem. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Wunsch nach Tapetenwechsel für die ganze Welt am Weltladentag. Eigenes Statement einreichen: http://weltladentag.fairstaerker.de
  • Modernisierungsideen für die Heimatspielbühne.
  • Wie steht es derzeit um das Remscheider Rollhockey?

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

Wer wurde am 08.05.1945 befreit? – Homosexuelle in Konzentrationslagern

Beitrag zum „Tag der Befreiung“ und der gemeinsamen Gedenkveranstaltung vom Jugendrat Remscheid und der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. (GuB Pferdestall), verfasst von Burcu Aksoyek, 1. Vorsitzende Jugendrat Remscheid und Arzum Arslan, Q1, Geschichts-AG, Ernst-Moritz-Arndt Gymnasium, Mitglied GuB Pferdestall.

Homosexuelle wurden wie „Staatsfeinde“, Juden, Sinti und Roma verfolgt und erlebten das gleiche Schicksal im NS-Staat. Sie wurden inspiziert, ihre Häuser wurden durchsucht, sie wurden von der Gestapo aufgefordert die Namen anderer Homosexueller preiszugeben und schlussendlich wurden sie in Konzentrationslager eingewiesen. Was jedoch nach ihrer Befreiung, am 8. Mai 1945 geschah, wurde nie wirklich ein Diskussionsthema. Bis zum heutigen Zeitpunkt reden kaum noch Leute über die damals verfolgten Homosexuellen und dies obwohl wir in einer modernen Gesellschaft leben. Zudem wurden die Homosexuellen im Bundesentschädigungsgesetz von der Begünstigtengruppe ausgeschlossen. Wir sind am 8. Mai ein menschenverachtendes System losgeworden und dennoch wurde das Leben der Homosexuellen nicht einfacher. Bis 1960 waren homosexuelle Handlungen in Deutschland strafbar. Nichtsdestotrotz ist ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft groß.

Gedenkstunde für die Opfer von Faschismus mit Arzum Arslan, Angelina Haksteter, Max Volk, Isa El Baouti und Yahya Ezz Edin (v.l.). ©blg
Gedenkstunde für die Opfer von Faschismus mit Arzum Arslan, Angelina Haksteter, Max Volk, Isa El Baouti und Yahya Ezz Edin (v.l.). ©blg

Der Jugendrat Remscheid unterstützt die Gedenkaktion, da auch wir es als sehr wichtig erachten, dieses Thema bei den Jugendlichen in Erinnerung zu halten. Antidiskriminierung und Demokratiestärkung sind immer fester Bestandteil der thematischen Auseinandersetzung des Jugendrats. So sind Aktionen für ein friedliches Miteinander und für die Vielfalt der Gesellschaft ein Markenzeichen des Jugendrats.

Legten am Tag der Befreiung vom Faschismus auch Blumen nieder: Arzum Arslan, Max Volk und Yahya Ezz Edin. ©blg
Legten am Tag der Befreiung vom Faschismus auch Blumen nieder: Arzum Arslan, Max Volk und Yahya Ezz Edin. ©blg

Die Welt braucht einen Tapetenwechsel – Ideen und Überlegungen der Bürger*innen

Am Weltladentag machen hunderte Weltläden bundesweit unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!“ auf die Notwendigkeit eines sozial-ökologischen Wandels aufmerksam. Sie weisen darauf hin, dass es eine grundlegende Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft braucht und dass der Faire Handel dabei als Kompass dienen kann. Auch der Flair-Weltladen und die Fairtrade-Town Steuerungsgruppe Remscheid beteiligen sich an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes.

Alle Menschen sind eingeladen den Tapetenwechsel mitzugestalten. Ideen und Gedanken zu diesen Fragen können hier eingetragen werden: http://weltladentag.fairstaerker.de und sie werden dann hier veröffentlicht.

  • Wir alle können etwas tun für globale Gerechtigkeit und Solidarität weltweit! In unserem Alltag können wir durch unseren Lebensstil konkret etwas dafür tun, dass unsere Menschen nicht unter den Auswirkungen unseres Handelns leiden. Auch politisch können wir gemeinsam unsere Stimme erheben für eine global gerechte Zukunft!“ – Sophia Merrem
  • „Mir ist es wichtig, unsere Ressourcen nicht zu verschwenden. Deshalb kann jede/r etwas tun: Strom, Wasser, Plastik, Papier sparen. Im Internet gibt es so viele Spartipps, an die leicht zu kommen ist. Wer anfängt, sich damit zu beschäftigen, wird bewusster mit den Dingen umgehen und weniger konsumieren in Bereichen, die nicht lebensnotwendig sind.“ – Barbara Kempf
  • „So lange wurde viel zu wenige unternommen, um etwas für eine faire und nachhaltige Zukunft zu tun. Ich glaube (und hoffe), dass das Thema jetzt endlich an Fahrt aufnehmen wird, da hier zur Zeit unendlich viele Wälder abgeholzt werden. 🙁 Das ist so sehr sichtbar für Viele und bewirkt vielleicht endlich ein Umdenken!!! Ich bin zuversichtlich, aber auch sehr traurig.“ – Andrea Zimmermann

Weltladentag: Die Welt braucht einen Tapetenwechsel

Am 8. Mai ist Weltladentag. Hunderte Weltläden machen bundesweit unter dem Motto „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!“ auf die Notwendigkeit eines sozial-ökologischen Wandels aufmerksam. Sie weisen darauf hin, dass es eine grundlegende Veränderung in Wirtschaft und Gesellschaft braucht und dass der Faire Handel dabei als Kompass dienen kann. Auch der Flair-Weltladen und die Fairtrade-Town Steuerungsgruppe Remscheid beteiligen sich an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes.

Weitermachen wie bisher ist keine Option. Viele der tiefgreifenden gesellschaftlichen und ökologischen Krisen werden durch die Corona-Pandemie noch verstärkt. In weiten Teilen der Welt nimmt die soziale Ungleichheit zu, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. Doch alle Menschen können aktiv werden und sich für eine faire Veränderung einsetzen!

Vor Ort oder online mitmachen

Anlässlich des Weltladentags sind alle Menschen eingeladen den Tapetenwechsel mitzugestalten. Im Rahmen der Aktion werden am am 8. Mai auf Tapetenrollen Ideen zur Gestaltung des Tapetenwechsels gesammelt. Live-Aktionen finden vor dem Flair-Weltladen in Lüttringhausen und vom Lotsenpunkt vor dem Bahnhof in Lennep statt. Zusätzlich ist im KuK im Allee-Center das Schaufenster passend zur bundesweiten Aktion dekoriert. Neben der Aktion vor Ort besteht zudem die Möglichkeit Ideen für eine faire und nachhaltige Zukunft per Internet in die Öffentlichkeit zu tragen.

  • „Wie können wir einen nachhaltigen Wandel in unserem Alltag mitgestalten?“
  • „Was sind Ihre Ideen für einen Tapetenwechsel?“
  • „Was können wir gemeinsam tun, um mehr Solidarität, mehr Nachhaltigkeit und mehr Dialog im Alltag zu erreichen?“

Ideen und Gedanken zu diesen Fragen können hier eingetragen werden: http://weltladentag.fairstaerker.de – gesammelte Statements werden anschließend auf der Webseite der Fairtrade-Town Remscheid unter www.fairstaerker.de für die Stadtgesellschaft sichtbar gemacht.

„Machen Sie mit! Lassen Sie uns gemeinsam zeigen – wenn wir gemeinsam aktiv werden und Veränderungen vorantreiben, ist eine nachhaltige Zukunft in Remscheid und weltweit möglich! Wir alle können mitgestalten“, motiviert Sophia Merrem, Sprecherin der Remscheider Steuerungsgruppe, zur Teilnahme an der Aktion.

Forderung nach Präsenzsitzung der BV Lennep als „unverantwortlich“ zurückgewiesen

„Mit großer Verärgerung habe ich die Forderung der CDU nach einer Sondersitzung der Bezirksvertretung Lennep zur Kenntnis genommen. Das ist angesichts der aktuellen Corona-Lage unverantwortlich“, sagt Petra Kuhlendahl, Fraktionssprecherin der Grünen der BV Lennep.

Die CDU hatte nach Absage der Sitzung für den 28. April eine Sondersitzung gefordert, um über „drängende Fragestellungen“ wie ein Konzept gegen Raser oder den aktuellen Sachstand zum DOC zu debattieren. Für Petra Kuhlendahl ist diese Begründung „ein Unding“: „In keinem der von der CDU vorgebrachten Punkte stehen aktuell dringende Entscheidungen an. Gleichzeitig ist Remscheid mit einem Inzidenzwert von 263,2 noch immer Hochinzidenzgebiet. Schulen unterrichten seit Wochen nur im Distanzunterricht, zur Eindämmung der Ansteckung haben wir Ausgangssperren verhängt. In dieser Situation aus einem recht fadenscheinigen Informationsbedürfnis Sondersitzungen zu verlangen, halte ich im wahrsten Sinne für unverantwortlich.“

Zudem gebe es andere, der Situation angemessenere Möglichkeiten, den Wunsch nach Information zu stillen. „Wenn die CDU ihre diversen Anträge einfach in Anfragen ummünzen würde, könnten diese im Rahmen der sogenannten ,Corona-Post‘ auch schriftlich beantwortet werden. Dafür hat die Verwaltung ja extra diese Lösung geschaffen“, ärgert sich Kuhlendahl. „Die Fragen, die Herr Kötter etwa zum DOC hat, wurden, nebenbei bemerkt, in der vergangenen Woche in der WDR 5-Sendung ,Stadtgespräch‘ allesamt vom Oberbürgermeister beantwortet. Und dass ein Konzept gegen Raser, über das wir in der BV bereits diskutiert haben und das mir gerade in Zeiten von Ausgangssperren auch nicht akut erscheint, so dringend in einer Präsenzveranstaltung diskutiert werden muss, wenn man dadurch die Gesundheit von Menschen gefährdet, steht für mich in keinem Verhältnis.“

Corona-Testzentrum vergrößert

Ab sofort bietet die Apotheke im Allee-Center Remscheid ihr Corona-Schnelltest-Zentrum auf größerer Fläche. „Mit der Vergrößerung des Testzentrums leisten wir, Apotheke und Center, einen weiteren gemeinsamen Beitrag. Unser Ziel ist
es, die benötigten Testkapazitäten zu steigern und einen sicheren Alltag in der Pandemie zu unterstützten“, so Nelson Vlijt vom Allee-Center. Der Zugang ist nur von außen über den Rathausplatz möglich.

Test bald auch ohne Anmeldung möglich

Die Schnelltests der Apotheke wurden bisher nur mit Termin angeboten. Dies soll sich ab Mitte Mai ändern. Personen, die sich testen lassen wollen, können ab dem 10. Mai auch ohne Termin in das Testzentrum kommen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, ist eine vorherige Terminbuchung jedoch empfehlenswert.

Das sind die Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 8.45 bis 14 Uhr und von 16 bis 19 Uhr. Samstags durchgängig von 9 bis 16 Uhr. Termine sind im Internet unter www.apotheke-imalleecenter.de und telefonisch unter der 02191 49230 buchbar.

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW18/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Nicole Dahmen. Die Kurznachrichten präsentiert Daniel Pilz. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Der letzte Weg: Tierbestattungen in Remscheid.
  • Impfmöglichkeiten in den hausärztlichen Praxen.
  • Der Corona Quick Breath Analyzer (QuBA) im Testbetrieb.

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

Systemwechsel im Krankenhaus: Gemeinwohl vor Profit!

Völliges Unverständnis, Ärger und Wut: so kann man die Gefühle beschreiben, die sich bei der morgendlichen Lektüre der Printmedien einstellten: Sana – Klinikum entlässt 80-100 Mitarbeiter:innen.

Auf der Höhe einer kritischen Pandemiesituation, in der sich Krankenhäuser darüber beklagen, dass ihre Beschäftigten längst an ihren Belastungsgrenzen angelangt sind, verzichtet das Sana Klinikum auf Personal!

Das ist ein Skandal, denn weniger Personal bedeutet zum einen immer auch Einbußen in medizinischem und vor allem pflegerischem Bereich und betrifft somit alle Remscheider Bürger:innen; zum anderen wird hier die berufliche Existenz von Menschen zerstört, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch bejubelt und beklatscht wurden. Nun zeigt sich, wie wenig wertschätzend überregional agierende Konzerne tatsächlich mit ihren Mitarbeitern umgehen.

Es bestätigt sich leider wieder einmal: Gesundheit gehört nicht in die Hände von Unternehmen, deren Interesse allein profitorientiert ist. Gesundheit ist keine Ware, sie muss Teil einer öffentlichen Daseinsvorsorge sein!

Pressemitteilung von Die LINKE.Remscheid.

NRW: Landesregierung gefährdet den Wasserschutz

In der heutigen Plenarsitzung des Landtages NRW wird die schwarz-gelbe Regierungskoalition voraussichtlich den hochumstrittenen Entwurf für ein neues Landeswassergesetz verabschieden. Bereits im Vorfeld wurde dazu Kritik seitens mehrerer Kommunen und der Naturschutzverbände und Initiativen laut.

„Mit den beabsichtigten Änderungen am Landeswassergesetz höhlt die Landesregierung den Wasserschutz massiv aus“, erklärt Susanne Fiedler, Umweltpolitische Sprecherin der Faktion. „Gerade angesichts der knapper werdenden Wasservorräte und vor dem Hintergrund des Klimawandels, schlägt dieser Gesetzentwurf eine völlig falsche Richtung ein. Anstatt den sich auftuenden Nutzungskonflikten um die schwindende Wasserressource entschieden zu begegnen, lässt man den guten ökologischen Zustand vollkommen außer Acht.

„Der Entwurf umfasst eine Vielzahl von Änderungen, mit denen eine Rückabwicklung und Minderung wichtiger Gewässerschutzmaßnahmen droht. Besonders dem in den letzten Jahren viel diskutierten Rückgang der Artenvielfalt wird in diesem Gesetz nicht Rechnung getragen – im Gegenteil. Wir Remscheider sind stolz auf unsere vielfältigen Gewässer. Durch die Anstrengungen und Kooperationen der Bergischen Wasserverbände, der Stadtwerke, der Landwirtschaft sowie den Biologischen Stationen und Naturschutzverbänden hat sich die Wasserqualität bei uns im Bergischen erheblich verbessert. Diese Bemühungen werden nun durch das Handeln der Landeregierung konterkariert.“