Lenkrad und Tachoeinheit gestohlen

In der Nacht zu Mittwoch (28.04.) ist ein BMW in der Straße Kaule von Tätern heimgesucht worden.

Der Besitzer stellte seinen Wagen am Vorabend gegen 23:00 Uhr in der Einfahrt vor der Garage ab. Morgens um 09:15 Uhr stellte er dann fest, dass Unbekannte die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen und das Lenkrad sowie die Tachoeinheit entwendet haben.

Der Schaden beträgt mehrere tausend Euro. Es wurde eine Strafanzeige aufgenommen. Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat, wendet sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei. (ct)

SPD: Falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt

Die angekündigte Massenentlassung der Sana-Klinikum AG bis Ende diesen Jahres wird auch Beschäftigte in Remscheid treffen.

Jürgen Kucharczyk, Ausschussvorsitzender des Sozialausschusses und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD: „Wir kritisieren diesen angekündigten Schritt der Sana-Klinikum AG ausdrücklich! Obwohl wir als Stadt mit nur 5% im Konzern beteiligt sind, muss dieses Thema jetzt und hier angesprochen werden. Eine sofortige Sitzung der Sana-Klinikum-Gremien mit der Stadt Remscheid ist erforderlich. Denn es betrifft einen Teil der Beschäftigten und könnte zu einem Problem der Versorgung hier vor Ort werden, jetzt insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie.“

„Nach Corona müssen wir hier endlich einen Neustart wagen und von der immer weiter steigenden Ökonomisierung unseres Gesundheitssystems abkehren.“

Sven Wolf, MdL NRW (SPD)

Sven Wolf, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD: „Durch Corona werden viele Missstände aufgedeckt. So auch im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Krankenhauslandschaft. Das höchste Gut ist unsere Gesundheit! Wir müssen davon abkehren, dass Krankenhäuser nur Gewinne einfahren. Nach Corona müssen wir hier endlich einen Neustart wagen und von der immer weiter steigenden Ökonomisierung unseres Gesundheitssystems abkehren.“

ver.di: Heftige Kritik an angekündigter Massenentlassung der Sana Kliniken AG

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert heftig die Ankündigung einer Massenentlassung der Sana Kliniken AG in der DGS pro.service GmbH. Bis Ende dieses Jahres sollen alle Geschäftsbereiche außer der Reinigung geschlossen und damit mehr als 1.000 Beschäftigte entlassen werden. „Beschäftigten im Gesundheitswesen zu kündigen, ist für sich genommen schon ein Unding. Das auch noch mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie zu tun, schlägt dem Fass den Boden aus“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Hier sollen Menschen von einem profitablen Klinik-Konzern vor die Tür gesetzt werden, die in den letzten Monaten tatkräftig mitgeholfen haben, den Krankenhausbetrieb am Laufen zu halten. Ein funktionierendes Krankenhaus ist Teamarbeit und besteht aus weit mehr Beschäftigtengruppen als Ärzten und Pflegefachpersonen.“

„Beschäftigten im Gesundheitswesen zu kündigen, ist für sich genommen schon ein Unding. Das auch noch mitten in der dritten Welle der Corona-Pandemie zu tun, schlägt dem Fass den Boden aus.“

Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorständin

„Mit solchen Maßnahmen verkomme die vielbeschworene Wertschätzung von Beschäftigten im Gesundheitswesen zu einer hohlen Phrase“, so Bühler weiter. „Wir fordern den Sana-Vorstand auf, diese Maßnahme sofort zu stoppen.“

Die Sana DGS pro.service GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Sana Immobilien Service GmbH und damit Teil der Sana Kliniken AG. Sie ist an allen 53 Standorten der Sana Kliniken AG tätig. Neben der Unterhaltsreinigung der Sana Kliniken gehören auch Stationsassistenz, Hol- und Bringedienste, Pforten und Sicherheitsdienste zum Portfolio. Das Unternehmen hat rund 3.000 Beschäftigte, die Mehrheit davon in Teilzeit. Von der jetzt angekündigten Teilbetriebsschließung, die bis spätesten zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen sein soll, sind mehr als 1.000 Beschäftigte betroffen. Geschlossen werden sollen alle Bereiche außer der Reinigung.

„Mit solchen Maßnahmen verkomme die vielbeschworene Wertschätzung von Beschäftigten im Gesundheitswesen zu einer hohlen Phrase“. Wir fordern den Sana-Vorstand auf, diese Maßnahme sofort zu stoppen.“

Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorständin

Die angekündigte Maßnahme der Sana-Kliniken AG zeige den dringenden umfassenden Reformbedarf im Gesundheitswesen, so Bühler. „Es reicht nicht an einzelnen Schräubchen zu drehen, das löst – wie dieser Fall wieder einmal deutlich macht – eine Kettenreaktion aus. Krankenhauspolitik muss sich an der bestmöglichen Versorgung kranker Menschen ausrichten und nicht an wirtschaftlichen Interessen.“ ver.di fordere seit langem, dass ein Krankenhaus eine Belegschaft haben müsse. Die immer weitergehende industrielle Zersplitterung schade nicht nur den Beschäftigten, sondern gefährde auch die Patientenversorgung, wenn nicht mehr Hand in Hand gearbeitet werden könne.

SPD: Der Blaue Mond im Südbezirk wird wieder leuchten!

Hoch erfreut über die Pressemitteilung von ALDI Nord zeigt sich Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD):

„Nach Jahren des unermüdlichen Ringens um das Wahrzeichen im Remscheider Südbezirk freut es mich ganz besonders, dass das Ziehen und Zerren nun ein glückliches Ende nimmt.

Nicht nur die Mitglieder der Bezirksvertretung Süd, sondern allen voran der Förderverein MannesmannHaus e.V., mit seinem Sprecher und Initiator, Bernd Schützeberg haben wir dies zu verdanken“, so Grote. „Auch die Stadt Remscheid hat nie klein beigegeben, und ist nie vor den Juristen des Albrecht-Konzern in die Knie gegangen. Jetzt bleibt zwar abzuwarten, wann schlussendlich der Turm wieder aufgebaut wird. Aber die Klage ist erst einmal vom Tisch!“

Tag des offenen Denkmals 2020

Chudzinski begrüßt Wiederaufbau des „Blauen Mondes“

Sven Chudzinski begrüßt das Ende des langjährigen Rechtsstreits um den „Blauen Mond“ in Bliedinghausen und freut sich auf den Wiederaufbau.

Nachdem Aldi seine Klage vor dem Oberverwaltungsgericht gegen den Wiederaufbau des Denkmals zurückgezogen hat, wird das Bauwerk möglicherweise bald wieder stehen. Chudzinski bedankt sich bei den Beteiligten: „Für uns stand immer außer Frage,
dass dieses prägende Remscheider Industriedenkmal wieder an seinem alten Ort aufgestellt werden muss. Es war richtig, ein ordnungsbehördliches Verfahren einzuleiten und auch nach der Klage von Aldi hartnäckig zu bleiben. Aus unserer Sicht war und ist
es die Pflicht des Grundstückseigentümers, das Denkmal in seinem alten Zustand wiederherzustellen. Gesetze gelten schließlich für alle. Die Überlegungen, dem Konzern Aldi mit Landesfördermitteln auszuhelfen oder einen Kuhhandel mit Investoren um die Ansiedlung von Einzelhandel zu betreiben, waren immer fehl am Platz.“

Chudzinski unterstreicht auch die Rolle der Initiative der „Mannesmänner“ um Bernd Schützeberg: „Dieses Engagement beweist eindrucksvoll, dass der ‚Blaue Mond‘ nicht nur ein bauliches Denkmal darstellt, sondern der Mannesmann-Turm in den Lebensgeschichten vieler Menschen eine Rolle spielt und ein Stück Remscheider Identität bietet. Die ehrenamtliche Initiative hat einen großen Anteil daran, die Forderungen nach der Wiederherstellung des Bauwerks wachgehalten und hierfür in der Öffentlichkeit geworben zu haben.“

Motorradunfall: Kollision mit dem Gegenverkehr

Gestern Abend (27.04.) um 18:40 Uhr ist es auf der L 289 Braunsberg in Herkenrath zu einer Kollision im Begegnungsverkehr gekommen. Ein 17-jähriger Kölner war mit seinem Leichtkraftrad Malaguti unterwegs in Richtung Kürten-Spitze.

In einer langgezogenen Rechtskurve geriet er aus bislang unbekanntem Grund in den Gegenverkehr und kolliderte mit dem Lkw Mercedes Sprinter eines 44-jährigen Leverkuseners. Bei dem Zusammenstoß verkantete sich das Vorderrad des Leichtkraftrades an der Felge des Lkw, wodurch der vordere Teil des Kraftrades vom hintern Teil abriss. Der Fahrer stürzte und musste wegen seiner Verletzungen zunächst vor Ort durch einen Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung behandelt werden. Anschließend wurde er stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Das Leichtkraftrad wurde sichergestellt und durch ein Fachunternehmen abgeschleppt. Der Sachschaden beträgt insgesamt circa 9.000 Euro. Die Fahrbahn musste wegen ausgelaufener Betriebsstoffe durch eine Fachfirma gereinigt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die anschließenden Arbeiten blieb die Unfallstelle abgesperrt. (ct)

Fuß im Pedal steckengeblieben: 83-Jähriger rast ungebremst in wartende Autos

Am Dienstag (27.04.) kam es gegen 16:30 Uhr auf der Romaneyer Straße zu einem Unfall mit mehreren beteiligten Autos, bei dem eine 42-jährige Bergisch Gladbacherin schwer und ein 83-jähriger Bergisch Gladbacher leicht verletzt wurde.

Der Unfall ereignete sich, weil ein 83-jähriger Mercedes-Fahrer mit seinem Fuß zwischen dem Gas-und Bremspedal stecken blieb und dadurch ungebremst in eine vor ihm wartende Fahrzeugschlange fuhr.

Ein 62-jähriger BMW-Fahrer wollte nach links in die Romaneyer Höhe abbiegen und musste aufgrund des Gegenverkehrs warten. Hinter dem BMW wartete eine 42-jährige Mini-Fahrerin aus Bergisch Gladbach und eine 61-jährige Renault-Fahrerin näherte sich langsam. Plötzlich krachte ein Mercedes ungebremst in den Renault, der – obwohl die Fahrerin noch versuchte, auf den Gehweg auszuweichen- wiederum in den Mini geschoben wurde.

Bei dem Unfall wurde die Mini-Fahrerin schwer und der 83-jährige Mercedes-Fahrer leicht verletzt. Der Mercedes und der Mini wurden sichergestellt; der entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht beziffern. (mw)

Ausstattung aus BMW entwendet

Gestern Morgen (27.04.) um 06:20 Uhr wollte der Besitzer eines BMW zur Arbeit fahren. Sein Wagen stand seit dem Vorabend um 22:00 Uhr auf dem Parkplatz eines Mehrfamilienhauses in der Straße Paffrather Mühle.

Allerdings musste er feststellen, dass die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen wurde und alarmierte deswegen die Polizei. Die Täter haben in der Nacht das Lenkrad, das I-Drive-System, die Tachometereinheit und das Navigationssystem ausgebaut und entwendet.

Offensichtlich haben sie zuvor die umstehenden Straßenlaternen mit schwarzen Säcken zugehangen, um ungestört zu sein. Die genaue Schadenshöhe konnte nicht beziffert werden. Bei Hinweise wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei. (ct)

Akkuschrauber aus Firmenwagen gestohlen

Gestern (27.04.) um 13:00 Uhr ist einer Passantin in der Straße Am Wasserturm ein geparkter Lieferwagen mit zerbrochener Scheibe aufgefallen. Die Seitenscheibe der rechten Schiebetür des Mercedes-Benz Vito wurde offenbar von Unbekannten eingeschlagen und nach Angaben des verständigten Benutzers wurde aus dem Innenraum ein Akkuschrauber entwendet.

Der Wagen wurde am Vortag gegen 15:30 Uhr dort abgestellt und verschlossen und soll gegen 21:40 Uhr noch unbeschädigt gewesen sein. Der Schaden wird insgesamt auf 800 Euro geschätzt.

Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht hat, wendet sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei. (ct)

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW17/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Marcus Schmidt. Die Kurznachrichten präsentiert Sabine Yündem. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Spendenaktion „Kleines Geld für großes Lächeln“.
  • Neuer Instagram-Kanal Catcalls of Remscheid.
  • Corona und kein Ende. Wie ist die Situation an Remscheider Schulen?

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

Angriff von rechts: „ZDFzoom“ über Demokratiefeind*innen

Die Coronapandemie sehen radikale Rechte als Chance: Sie wollen die Wut auf der Straße und in digitalen Räumen nutzen, um in neue gesellschaftliche Schichten vorzudringen. Radikal rechte Kräfte werben in der Krise offen um Anhänger*innen der neuen Querdenkenbewegung. Sie unterstützen national-patriotische Initiativen und gründen eigene Vereine. Gelingt es ihnen, damit ihren gesellschaftlichen Einfluss zu vergrößern? Am Mittwoch, 28. April 2021, 22.45 Uhr im ZDF, berichtet „ZDFzoom“ über „Angriff von rechts – Wie Demokratiefeinde um Einfluss kämpfen“. Der Film steht ab dem Sendetag, 18 Uhr, in der ZDFmediathek zur Verfügung.

Wichtig: Überall uns ständige eine klare Kante gegen rechtes Gedankengut zeigen

Sven Bogacz, Leiter der Polizeidirektion Brandenburg Süd, macht sich wegen der Aktivitäten der radikalen Rechten Sorgen um seine Stadt Cottbus. Foto: ZDF / Christian Trieloff
Sven Bogacz, Leiter der Polizeidirektion Brandenburg Süd, macht sich wegen der Aktivitäten der radikalen Rechten Sorgen um seine Stadt Cottbus. Foto: ZDF / Christian Trieloff

Die „ZDFzoom“-Reporter Patrick Stegemann und Johanna Bentz besuchen rechte Vereine zum Beispiel in Cottbus, die das Thema Corona für sich entdeckt haben. Die radikale Rechte ringe in der zweitgrößten Stadt Brandenburgs seit Jahrzehnten um Einfluss, sagt Sven Bogacz, der regionale Polizeichef. Bomberjacke und Springerstiefel seien inzwischen kaum noch zu sehen. Man gebe sich eher bürgerlich.

Besonders auf digitalen Plattformen wie dem Messenger-Dienst Telegram erfahren rechte Akteure viel Zuspruch von Querdenkern und Anhängern von Verschwörungsmythen. Gemeinsam mit dem Datenanalysten Josef Holnburger haben die „ZDFzoom“-Reporter Tausende Telegram-Nachrichten ausgewertet. „Rechte und verschwörungstheoretische Inhalte nehmen auf der Plattform zu“, beobachtet der Datenanalyst. Viele Nutzerinnen und Nutzer hätten erst mit dem Beginn der Pandemie zum ersten Mal Kontakt mit digitalen Plattformen wie Telegram gehabt.

Rechtsextremist*innen vergiften die Gesellschaft mit ihrem Postfaktizismus

Die AfD-Politikerin Monique Buder ist auch im vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Verein "Zukunft Heimat" aktiv., wird vom Verfassungschutz also gleich in zwei rechtsextremistischen Vereinigungen beobachtet. Foto: ZDF / Leo Schmidt
Die AfD-Politikerin Monique Buder ist auch im vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Verein „Zukunft Heimat“ aktiv, wird vom Verfassungschutz also gleich in zwei rechtsextremistischen Vereinigungen beobachtet. Foto: ZDF / Leo Schmidt

Einer von ihnen ist der vierfache Familienvater und Pflegedienstleister Markus Thumm, der von sich selbst sagt: „Ich war vor der Pandemie ein Schlafschaf, ich habe selbst an das Pandemie-Szenario geglaubt.“ Den Autoren berichtet Markus Thumm, wie er über YouTube-Videos und Telegram-Gruppen in eine neue Welt gelangte – voller Verschwörungsmythen und scheinbar geheimer Kräfte.

„Erfolgreich kann sein, dass die Normalisierung des Rechtsradikalismus damit auch in kulturellen und sozialen Milieus voranschreitet, die bisher damit nichts zu tun gehabt haben“, sagt Rechtsextremismusexperte Matthias Quent.

Zahlreiche radikale Corona-Gegner mischten sich unter die Teilnehmenden der Berliner Querdenken-Kundgebung im August 2020. Foto: ZDF / Leo Schmidt
Zahlreiche radikale Corona-Gegner*innen mischten sich unter die Teilnehmenden der Berliner Querdenken-Kundgebung im August 2020. Foto: ZDF / Leo Schmidt

Jugendsparwoche: Fleißiges Sparen lohnt sich doppelt

Auch im vergangenen Jahr hat die Stadtsparkasse Remscheid im Rahmen der Jugendsparaktion zwei gemeinnützige Einrichtungen in Remscheid unterstützt. Für jede Einzahlung der jungen Sparerinnen und Sparer spendete die Stadtparkasse Remscheid fünf Euro an die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. und an den Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes.

So konnte der Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes mit Unterstützung der Sparkasse einen neuen Luftreiniger anschaffen. „Die Anschaffung des Luftfilters ist der Corona-Pandemie geschuldet. Mit dem neuen Gerät sind wir in der Lage, einen Teil unsere Kurse, Fortbildungen und Beratungsgespräche – natürlich unter Einhaltung alle Schutzmaßnahmen – durchzuführen. Das könnten wir sonst nicht machen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stadtsparkasse Remscheid“, sagt Karl-Richard Ponsar vom Remscheider Kinderschutzbund.

Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz nahm die Spende der Stadtsparkasse von Thomas Wingenbach entgegen. Foto: Stadtsparkasse Remscheid
Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz nahm die Spende der Stadtsparkasse von Thomas Wingenbach entgegen. Foto: Stadtsparkasse Remscheid

Auch die Ärztliche Kinderschutzambulanz freut sich über die Zuwendung. „Wir betreuen Kinder und Jugendliche, die von schwerster Gewalt, Vernachlässigung und Missbrauch betroffen sind. Da wir durch die Vielzahl an Anfragen – gerade zu diesen Zeiten der Corona-Pandemie – räumlich an unsere Grenzen stoßen, müssen unsere Zimmer momentan umstrukturiert werden, damit wir möglichst viele Kinder zeitgleich, in Ruhe und mit Abstand betreuen können. Daher möchten wir die Spende der Stadtsparkasse Remscheid gerne dafür einsetzen, neue Spiel- und Testmaterialien anzuschaffen sowie Kleinmöbel, um die Räumlichkeiten umzugestalten“, freut sich Dorothea Schauf von der Ärztlichen Kinderschutzambulanz.

„Beide Organisationen leisten hervorragende Arbeit für die Kinder in unserer Stadt und der Region. Dieses wichtige Engagement möchten wir auf diesem Weg gerne fördern“, betont Thomas Wingenbach, Pressereferent der Stadtsparkasse Remscheid.

Alkoholisierter Autofahrer landet senkrecht an Hauswand

Zu einem Verkehrsunfall kam es heute (26. April), gegen 01:20 Uhr in Gummersbach auf der La-Roche-sur-Yon-Straße bei dem ein Wagen in Schräglage zwischen einer Hauswand und dem höher gelegenen Gehweg stecken blieb.

Der 40-jährige Fahrer aus Kierspe fuhr mit seinem Hyundai auf der La-Roche-sur-Yon-Straße in Richtung Rathaus, als er in einer Kurve nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen eine Hauswand prallte. Der Fahrer flüchtete zu Fuß von der Unfallörtlichkeit, konnte jedoch kurze Zeit später in der Nähe von Polizeibeamten angetroffen werden. Dabei leistete der 40-Jährige erheblichen Widerstand. Da er augenscheinlich unter Alkoholeinfluss stand, wurde eine Blutprobe angeordnet. An dem Hyundai und der Hauswand entstand beträchtlicher Schaden. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und wurde nach der Bergung sichergestellt.

Gummersbach: Zwischen Hauswand und Gehweg eingekeilter Wagen. Foto: Polizei Oberberg
Gummersbach: Zwischen Hauswand und Gehweg eingekeilter Wagen. Foto: Polizei Oberberg

Neueröffnung der kinderärztlichen Praxis in Lüttringhausen

Ab dem 30. April wird die kinderärztliche Praxis Remscheid Lüttringhausen nach erfolgtem Umbau in der Gertenbachstraße 35 wieder für die Kinder und Eltern der Region im Rahmen des kinderärztlichen Notdienstes zur Verfügung stehen. Ein reguläres Sprechstundenangebot kann somit wieder am dem 3. Mai in Anspruch genommen werden. Die Räume im dritten Obergeschoß der Gertenbachstraße, eine ehemalige Zahnarztpraxis, wurden dafür saniert und provisorisch möbliert. Ein Konzept für eine neue Praxisausstattung ist bereits erarbeitet. Aufgrund der langen Ausschreibungs- und Lieferfristen wird es bis zum Einbau noch einige Monaten dauern. Es war aber ein Anliegen der Stadt Remscheid und des Kooperationspartners Diakonie Bethanien, den dringend notwendigen Betrieb für die Region so schnell wie möglich wieder zu starten. Die Praxis ist barrierefrei über einen geräumigen Aufzug erreichbar und liegt verkehrstechnisch günstig im Herzen von Lüttringhausen. 

Kooperation zum Wohle der Patienten 

Zum Jahresende stand die Versorgung der Kinder in Remscheid noch unter einem schlechten Stern: Zeitgleich sollten vier von zehn kinderärztlichen Arztsitzen den Betrieb einstellen. Mit vereinten Kräften haben Stadt Remscheid und Diakonie Bethanien die Weiterführung zweier kinderärztlicher Vertragsarztsitze in die Hand genommen, neue Ärztinnen und Medizinische Fachangestellte gefunden und neue Praxisräume hergestellt. Da die alten Räume geräumt werden mussten, konnte eine zwischenzeitliche Schließung nicht vermieden werden. Jetzt soll die Versorgung möglichst schnell wieder starten. Gleich zum ersten Mai-Wochenende übernimmt die kinderärztliche Praxis Lüttringhausen einen kinderärztlichen Notdienst.