Kurzarbeit: Achtung vor Steuernachzahlung

Wer Kurzarbeitergeld erhält, muss erstens eine Steuererklärung abgeben und hat zweitens mit Steuernachzahlungen zu rechnen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) gibt Tipps, wie sich mögliche Steuernachzahlungen abmildern lassen.

Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Im Frühjahr 2020 hat die Bundesregierung aufgrund der Corona-Pandemie die Regelungen für das Kurzarbeitergeld verbessert. Seither bekommen Arbeitnehmer schneller, leichter und auch etwas mehr Kurzarbeitergeld, und zwar zunächst befristet bis 31. Dezember 2021. Doch Vorsicht: Das Kurzarbeitergeld gehört zu den sogenannten Lohnersatzleistungen, die zwar grundsätzlich steuerfrei sind. Aber für Kurzarbeitergeld gilt nach wie vor Folgendes:

  • Wer in einem Jahr Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro erhält, der ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.
  • Der Bezug von Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Erhält ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird dieses Geld am Ende des Jahres zur Ermittlung des Steuersatzes auf sein Einkommen hinzugerechnet. Das ursprünglich steuerfreie Kurzarbeitergeld erhöht also den persönlichen Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Obwohl das Kurzarbeitergeld steuerfrei ist, werden doch mehr Steuern fällig.

Kurzarbeitergeld erhöht den Progressionsvorbehalt – ein Rechenbeispiel

Ein Arbeitnehmer ist kinderlos und verdient netto normalerweise 1.332 Euro. Sein Arbeitgeber beantragt für einen Monat Kurzarbeit und streicht die Hälfte der Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche. Der Nettolohn des Arbeitnehmers sinkt damit auf beispielsweise 777 Euro, also 555 Euro weniger. Die Bundesagentur übernimmt 60 Prozent des entgangenen Nettolohns, also 333 Euro. Zusammen kommt der Arbeitnehmer auf 1.110 Euro. Somit verdient er 222 Euro weniger. Ohne Kurzarbeitergeld würde er 555 Euro weniger verdienen.

Die 333 Euro Kurzarbeitergeld aus dem Rechenbeispiel sind für den Arbeitnehmer steuerfrei. Aber der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert werden muss, erhöht sich. Das bedeutet: Bekommt ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird dieses auf sein zu versteuerndes Einkommen zur Ermittlung des (höheren) Steuersatzes hinzugerechnet. Am Ende zahlt er dann mehr Steuern, obwohl das Kurzarbeitergeld selbst steuerfrei ist.

Tipp der Vereinigten Lohnsteuerhilfe

Abmildern kann diese Auswirkung nur, wer Kosten wie beispielsweise Dienst- und Handwerkerleistungen, Vorsorgeaufwendungen oder Spenden hatte – und diese Kosten in seiner Steuererklärung angibt. Ebenfalls zur Abmilderung beitragen können hohe Werbungskosten, dazu gehören zum Beispiel die Fahrtkosten und andere Ausgaben rund um den Beruf.

Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, von der steuerlichen Zusammenveranlagung zur getrennten Veranlagung zu wechseln. Ob sich das lohnt, sollte ein Einkommensteuerexperte wie zum Beispiel ein Beratungsstellenleiter der VLH im Einzelfall durchrechnen.

Übrigens: Seit 1. Januar 2021 gelten deutlich höhere Behindertenpauschbeträge. Doch Menschen, denen aufgrund ihrer Behinderung ein Behindertenpauschbetrag zusteht und die Kurzarbeitergeld beziehen gilt: Der Pauschbetrag wird durch den höheren Steuersatz schnell aufgezehrt.

Die VLH: Größter Lohnsteuerhilfeverein Deutschlands

Die VLH ist mit einer Million Mitgliedern und rund 3.000 Beratungsstellen bundesweit Deutschlands größter Lohnsteuerhilfeverein. Gegründet 1972, stellt die VLH außerdem die meisten nach DIN 77700 zertifizierten Berater: Von drei zertifizierten Beratern aller Lohnsteuerhilfevereine sind zwei von der VLH.

Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) erstellt für seine Mitglieder die Einkommensteuererklärung, beantragt Freibeträge, ermittelt und beantragt Förderungen und Zulagen, prüft den Steuerbescheid und einiges mehr im Rahmen der gesetzlichen Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG.

Wolf: „Landesregierung drückt Remscheid 5 Millionen Euro Schulden aufs Auge“

Einbrechende Steuereinnahmen bei Bund und Land durch die Corona-Pandemie wirken sich auch auf die Finanzmittel für die 396 Städte und Gemeinden in NRW aus.

Um Einbrüche an Finanzmitteln bei Städten und Gemeinden auszugleichen, hat der Landtag beschlossen, die fehlende Summe aufzustocken. Allerdings hat die CDU/FDP-Landesregierung das sogenannte Gemeindefinanzierungsgesetz 2021 lediglich um ein Kreditvolumen in Höhe von rund 943 Millionen Euro erhöht. Diese Summe haben die Städte und Gemeinden somit zukünftig dem Land zurückzuzahlen. „Leider haben sich CDU und FDP dafür entschieden, den Kommunen ein vergiftetes Geschenk zu machen“, beschreibt der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf die Entscheidung des Landtags. „Anstatt den Kommunen die Steuerausfälle aus dem NRW-Rettungsschirm auszugleichen, bekommen sie lediglich neue Schulden aufgebürdet“, so Wolf weiter.

„Konkret drücken CDU und FDP Remscheid insgesamt 5,05 Millionen Euro neue zusätzliche Schulden aufs Auge. Als SPD-Fraktion haben wir uns für echte Finanzhilfen und nicht für weitere Schulden ausgesprochen. Der Rettungsschirm des Landes bietet dafür die rechtliche Grundlage und Möglichkeit. Die Landesregierung und die CDU/FDP-Mehrheit betätigen sich hingegen lieber als Schuldentreiber unserer Kommunen“, kommentiert Wolf das Vorgehen.

Hintergrund

Die Kommunen in NRW (Städte, Gemeinden, Kreise und die beiden Landschaftsverbände) werden zu 23 Prozent an den Einnahmen aus den sogenannten Verbundsteuern beteiligt. Die Verteilung dieses 23-prozentigen Anteils auf die 396 Städte und Gemeinden und 31 Kreise wird über das sogenannte Gemeindefinanzierungsgesetz jedes Jahr geregelt. Corona-bedingt sinken die Einnahmen aus den Verbundsteuern. Somit sinkt auch der 23-prozentige Anteil der Kommunen. Diesen Ausfall stockt die Landesregierung mit einem Kredit in Höhe von insgesamt gut 942 Millionen Euro auf.

Betrunkener LKW-Fahrer beschädigt Zaun

Betrunken war ein Lastwagenfahrer, der am Sonntagnachmittag (17. Januar) auf der Straße Eremitage in Lindlar einen Zaun platt fuhr.

Der 46-Jährige Fahrer aus Estland war gegen 14.50 Uhr auf der Straße Eremitage in Richtung Borromäusstraße unterwegs. Aufgrund der Alkoholisierung und unangepasster Geschwindigkeit bei nassen Straßenverhältnissen kam er in der Linkskurve rechts von der Fahrbahn ab. Da die Polizisten einen starken Alkoholgeruch beim Fahrer feststellten und mehrere Flaschen Bier auf dem Beifahrersitz vorfanden, wurde ein Alkoholtest durchgeführt, der positiv ausfiel. Die Polizisten ordneten eine Blutprobe an und stellten den Führerschein des LKW-Fahrers sicher. Da es sich bei dem Fahrer um einen estländischen Staatsbürger handelt, musste er außerdem zur Sicherung des Strafverfahrens vor Ort eine Sicherheitsleistung von 1.500 Euro zahlen. Das Fahrzeug wurde stark beschädig, eine Bergung wurde veranlasst.

Zwei Verletzte bei Unfall in Kreisverkehr

Bei einem Unfall in einem Kreisverkehr in Radevormwald-Bergerhof sind am Sonntagvormittag (17. Januar) zwei Personen leicht verletzt worden; bei einem der Unfallbeteiligten verlief ein Drogentest positiv.

Um 10.45 Uhr fuhr ein 42-Jährige aus Radevormwald die Elberfelder Straße aus Richtung Remscheid entlang und prallte im Kreisverkehr Kölner Straße / Elberfelder Straße mit dem Wagen eines 72-jährigen Remscheiders zusammen. Durch den Zusammenstoß wurden der 72-Jährige und seine 65-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Ein durchgeführter Urintest beim 42-Jährigen war positiv auf Amphetamin. Es wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt.

Unfall am Sonnborner Ufer

Am 17.12.2021, um 17:15 Uhr, kam es auf der Straße Sonnborner Ufer zu einem Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen.

Eine 71-jährige Frau aus Wuppertal wollte mit ihrem grauen Hyundai i10 von der Straße Sonnborner Ufer auf die Autobahn 46 in Fahrtrichtung Dortmund auffahren, als sie mit dem entgegenkommenden schwarzen smart fortwo eines 66-jährigen Wuppertalers seitlich-frontal zusammenstieß, der in Fahrtrichtung Vohwinkel unterwegs war.

Die Hyundai-Fahrerin wurde bei dem Unfall schwer, der Smart-Fahrer leicht verletzt. Beide wurden rettungsdienstlich behandelt. Die 71-Jährige verblieb später stationär im Krankenhaus. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden liegt bei circa 14.000 Euro. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme blieb die Straße gesperrt. (jb)

Tätlicher Angriff auf Polizisten am Berliner Platz

Gestern (17.01.2021), gegen 14:20 Uhr, kam es in Wuppertal zu einem Angriff auf zwei Polizeibeamte.

Eine Polizistin und ein Polizist kontrollierten am Berliner Platz einen Fahrzeugführer. Unvermittelt griff sie ein an der Kontrolle Unbeteiligter 27-Jähriger von hinten an. In der Folge schlug und trat er auf die Beamten ein. Mit Hilfe weiterer Kräfte konnte er letztlich dem Gewahrsam zugeführt werden. Ihn erwarten eine Strafanzeige und die Ermittlungen der Kriminalpolizei, um die Gründe für sein Verhalten zu klären.

Die angegriffenen Polizisten mussten zur ambulanten Behandlung ein Krankenhaus aufsuchen. (sw)

18.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 18. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):10991
– davon aktuell infizierte Personen:1064
– davon genesene Personen:9653
– davon verstorbene Personen274
Gesamtzahl in Quarantäne1875
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne1858
– davon in freiwilliger Quarantäne17
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:6
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:499
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:140,56

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 10.965 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 139,4. 271 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage495
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW139,4
Fälle gesamt10.965
Fälle gesamt/100.000 EW3.087,9
Todesfälle gesamt271
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Täter scheitern an einbruchhemmender Verglasung

Am Freitagmittag (15.01.), zwischen 11:30 und 11:40 Uhr, haben Unbekannte versucht eine Terrassentür eines Hauses im Ahornweg mit einem Stein einzuschlagen. Die Terrassentür war jedoch mit einem einbruchhemmenden Glas versehen, so dass sie bei ihrem Versuch scheiterten. Zum Tatort wurde der Erkennungsdienst gerufen, um mögliche Spuren zu sichern. Wer in diesem Zusammenhang verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen hat, wendet sich bitte an die Polizei. (ct)

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

Einbruch im Industriegebiet

Gestern Morgen (17.01.) um 10:30 Uhr hat der Inhaber einer Firma in der Industriestraße einen Einbruch festgestellt. Am Vortag gegen 15:00 Uhr war er zuletzt in der Firma und hatte alle Türen verschlossen.

Unbekannte haben in diesem Zeitraum ein Fenster aufgebrochen und sind in den Firmenkomplex eingestiegen. Im Gebäude haben sie dann den Büroraum durchsucht. Sie entwendeten einen Laptop und zwei Geldkassetten mit Bargeld. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich.

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

18.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Hinweis

Wie in der Woche zuvor hat das Remscheider Gesundheitsamt aus arbeitsorganisatorischen Gründen gestern, 17. Januar, die statistische Erhebung der aktuellen Infektionszahlen und deren Meldung an das Robert-Koch-Institut ausnahmsweise für einen Tag ausgesetzt.

Eine Nachmeldung der gestrigen Zahlen erfolgt heute im Verlaufe des Tages gemeinsam mit den heutigen Zahlen. Den nächsten Bericht zur aktuellen Gesundheitslage gibt es demnach erst morgen.

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.176 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 109,6. 112 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage122
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW109,6
Fälle gesamt3.176
Fälle gesamt/100.000 EW2.852,6
Todesfälle gesamt112
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!