Das Auswärtsspiel des IGR-Bundesligateams der Herren gegen die SG Eldagser Falcons am 24. Oktober fällt aus, das gegnerische Team hat zur Zeit kein einsatzbereites Team zur Verfügung. Das Spiel der IGR-Bundesligistinnen gegen den SC Bison Calenberg findet wie geplant in der Sporthalle der Grundschule Eldagsen statt. Anpfiff am 24. Oktober 2020 ist um 17 Uhr.
Es wird wieder einmal historisch in Remscheid. Nach über 30 Jahren geht mit dem RTV JUDOTEAM, wieder eine Mannschaft aus dem Bergischen Land in der ersten Bundesliga auf die heimische Matte. Dass die Remscheider in der „stärksten Liga der Welt“ am Samstag um 16.00 Uhr auf den UJKC Potsdam treffen, setzt dem ganzen Spektakel dann auch noch die sportliche Krone auf.
Beim Blick auf die Liste der Kämpfer, welche sich in der Sporthalle Neuenkamp gegenüber stehen werden, könnte man meinen, man sei bei den olympischen Spielen. Auf Seiten der Brandenburger wären da zum Beispiel der Ungar Krisztián Tóth und der Österreicher Shamil Borchashvili zu nennen. Beide gewannen zuletzt bei Olympia 2021 in Tokio Bronze. Bei den Remscheidern wird es u.a. auf Alexander Wieczerzak (Weltmeister 2017) und die Brüder Karl-Richard und Johannes Frey ankommen. Beide erkämpften sich in Tokio Bronze mit dem Mixed-Team, Letzterer wurde Anfang Mai zudem Vize-Europameister.
Manager Cedric Pick: „Wir treffen auf eines der stärksten Teams der Liga und brauchen uns dennoch nicht verstecken. Ich schätze die Chancen stehen bei 50/50. Nach unserer Niederlage zum Auftakt in Hamburg (1:13) ist diese Begegnung für unseren weiteren Saisonverlauf entscheidend und wir setzen auf die Unterstützung der Zuschauer“.
Auch für die Potsdamer ist der Kampf von sehr hoher Bedeutung, verloren sie doch ihre ersten und bislang einzigen Bundesligakampf knapp mit 6:8. Ebenfalls in Hamburg.
RTL-Kommentator Christian Straßburger moderiert in der Sporthalle Neuenkamp. Foto: Björn Kames
Die Gäste haben für ihre Fans sogar ein Public Viewing organisiert. Etwa 200 Zuschauer, welche die 500 Kilometer quer durch die Republik nicht absolvieren möchten, werden erwartet und können den Kampf über Sportdeutschland.TV verfolgen. In der Sporthalle Neuenkamp wird u.a. Benjamin Münnich (ehem. deutsche Vize-Meister) kommentieren. Interviews führen wird zudem Christian Straßburger. Der 33-jährige, kommentiert normalerweise für RTL die Europa-Leaugue und für Magenta Sport die Fußball-EM und WM. Auf seinen ersten Einsatz an der Judomatte freut er sich sehr: „Als Zuschauer habe ich die Remscheider bereits kämpfen sehen. Diese Leidenschaft und Klasse hat mich sofort begeistert. Mal schauen was ich den Athleten nach den Kämpfen entlocken kann.“
Gute Nachrichten gibt es auch für alle Kurzentschlossenen. Die Tageskasse hat ab 14.30 Uhr geöffnet. Für das leibliche Wohl der Zuschauer wird (anders als während der Pandemie) wieder gesorgt.
Komödie für Kinder nach Grimm von Katrin Lange am 5. Juni 2022 ab 16 Uhr im Westdeutschen Tourneetheater, geeignet ab 5 Jahren.
Der Fischer lebt allein mit seiner Frau Ilsebill in einer Fischerhütte direkt am Wasser. Jeden Tag geht er angeln. Eines Tages fängt er einen sprechenden Butt, der ihn bittet: „Lass mich am Leben, denn ich kann dir jeden Wunsch erfüllen.“ Der Fischer lässt den Butt wieder frei. Zu Hause erzählt er seiner Frau von dem sprechenden Fisch, der angeblich Wünsche erfüllen könne. Ilsebill wünscht sich schon lange ein schönes Haus und so schickt sie den Mann zurück zum Butt. Kaum ist der Wunsch ausgesprochen, hat der Butt ihn auch schon erfüllt. Nun könnten sie in ihrem Häuschen glücklich und zufrieden sein. Doch Ilsebill will mehr. Sie möchte schöne Kleider, tolle Möbel, ein Schloss, ein Königreich und mehr! Ob das ein gutes Ende nehmen wird?
„…Buttje, Buttje in der See, mine Fru, de Ilsebill, will nich so, as ik wol will.“
So lautet der Ruf des Fischers aus dem Märchen nach den Brüdern Grimm und seinem eigentlichen Erfinder Philipp Otto Runge. Katrin Lange setzt in ihrer Bearbeitung das Märchen des unstillbaren Begehrens in die heutige Zeit. Was ist Glück? Ist mehr tatsächlich mehr? Die gleichsam poetische wie komödiantische Inszenierung spürt diesen Fragen nach. Ein Stück über unsere Wünsche und der Suche nach dem persönlichen Glück.
Heimatbund, Stadt Remscheid und BV Lüttringhausen feiern feierliche Eröffnung vom Rathauspark Lüttringhausen.
Was lange währt, wird endlich gut. Oder auch: Gut Ding will Weile haben. Beide Sprichwörter treffen auf die neu gestaltete Umgebung um das Lüttringhauser Rathaus zu. Hinter dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ist ein lichter, begrünter und angenehmer Platz entstanden, der im Rahmen eines siebenstündigen Bürgerfestes am Samstag der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wurde. Bis es allerdings zu diesem positiven Abschluss kommen konnte, war es ein gutes Stück Weg zu gehen.
Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Heimatbund-Ehrenvorsitzender Peter Maar und Lüttringhausens Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser. Foto: Sascha von Gerishem
Die Geschichte gliedert sich in drei Abschnitte. Initiator war der Lüttringhauser Heimatbund, der mit Unterstützung der Bezirksvertretung angeregt hatte, die Flächen rund um das Rathaus zu modernisieren und somit aufzuwerten. Zunächst wurde die kleine Grünanlage zwischen Rathaus und der Gertenbachstraße neu gestaltet. Anschließend erfuhr der Raum vor dem Lüttringhauser Rathaus eine Modernisierung. Der dritte Abschnitt umfasste die Neugestaltung der Anlagen hinter dem Rathaus. Das alles war ein Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog. Der finanzielle Aufwand war enorm. Für den Heimatbund Lüttringhausen agierten der 2. Vorsitzende Dirk Bosselmann und der Ehrenvorsitzende Peter Maar, der die abwesende Vorsitzende auch bei der Begrüßung vertrat und allen Beteiligten dankte.
Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Gespräch mit einer Bürgerin. Foto: Peter Klohs
OberbürgermeisterBurkhard Mast-Weisz gab in seinem Grußwort zum Bürgerfest die Zahlen für die Finanzierung bekannt: Das Land NRW hatte 32.000 Euro zur Fertigstellung des Areals bewilligt, die Stadt Remscheid steuerte 22.800 Euro bei und der Lüttringhauser Heimatbund war mit 17.200 Euro beteiligt. „Hartnäckigkeit“, schloß der OB, „hat einen Namen, und der lautet Lüttringhausen.“ Ausdrücklich bedankte sich Mast-Weisz bei Dirk Buchwald, Bereichsleiter bei den TBR, für sein hohes Engagement, ohne das diese Umgestaltung nicht in der jetzt vorliegenden Form oder erst sehr viel später realisiert hätte werden können. „Ja, ein toller Kollege“, ergänzte Sozialdezernent Thomas Neuhaus, „eine Säule.“
Kinder genossen das Wasserspiel sichtlich. Foto: Peter Klohs
Es oblag im Anschluss dem Lüttringhauser Bezirksbürgermeister, Jürgen Heuser, die neugestaltete Fläche der Öffentlichkeit zu übergeben. Am Rande des Außengeländes steht auf einem Sockel das altehrwürdige Kinderpaar aus Stein, das in früheren Zeiten den Eingang der Lüttringhauser Badeanstalt zierte. Außerdem ist ein Wasserspiel integriert, das alleine schon zum Hinsetzen und Verweilen einlädt.
Die Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid sorgte für abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung. Foto: Peter Klohs
Somit waren die offiziellen Tagespunkte abgehakt, und dem Bürgerfest stand nichts mehr entgegen. Ein reicher und vielfältiger musikalischer Tag lag vor den Besuchern des Festes. Der Lüttringhauser Posaunenchor machte den Anfang, die Musik- und Kunstschule in Lüttringhausen folgte ihm mit Pop- und Rocksongs, die Bigband der Schule spielte Jazz. Am Abend war weiterer Jazz in Gestalt der Beale-Street-Jazz Band vorgesehen. Der Lüttringhauser Männerchor bot an seinem Stand Grillwürstchen an und zeigte sich bereits am späten Nachmittag hoch zufrieden mit dem Gästeaufkommen und dem Fest im Allgemeinen.
Der Lüttringhauser Posaunenchor. Foto: Peter KlohsDer Lüttringhauser Posaunenchor. Foto: Peter KlohsDie Beale-Street-Jazz Band hielt es nicht durchgängig auf der Bühne. Foto: Sascha von Gerishem
Der Flair-Weltladen machte auf seine Arbeit aufmerksam und hatte pikante Curry-Nudeln, selbstverständlich bis in die kleinsten Zutaten aus fair gehandelten Waren zubereitet, im Angebot, die Lütteraten hatten Kinderbücher, aber auch Romane für Erwachsene zum Verkauf ausgestellt. Die beiden Visagistinnen am Stand der Lütteraten hatten buchstäblich alle Hände voll zu tun, um den Andrang beim Kinderschminken in gewissen Grenzen zu halten. Außerdem waren die Nachbarn des Rathauses, die Fleischerei Nolzen sowie die Bäckerei Beckmann, in das Bürgerfest integriert. Von den Menschen hinter den Ständen konnte man einhellige Begeisterung hören. „Der Besuch ist gut“, kam es von den Lütteraten, „das Wetter spielt mit, was will man mehr?“
Party hinterm Rathaus. Foto: Peter KlohsParty hinterm Rathaus. Foto: Peter KlohsParty hinterm Rathaus. Foto: Peter KlohsAm Stand vom Flair-Weltladen. Foto: Peter Klohs
Und auch die Gäste des Festes äußerten sich positiv. „Wichtig ist“, sagte Martina Gernt-Hoppe, „dass überhaupt wieder Etwas stattfinden kann. Die Menschen sind einfach nur froh, sich wieder einigermaßen unbeschwert draußen treffen und feiern zu können. Und dieses Bürgerfest kommt den Lüttringhausern gerade recht.“
Peter Heinze, im beruflichen Leben der städtische Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung, tritt den Freien Demokraten in Remscheid bei.
Der Kreisvorsitzende der Remscheider Liberalen, Torben Clever, freut sich natürlich über Peter Heinze als Neumitglied: „Wir kennen Peter Heinze aus den vergangenen Jahren politischer Arbeit als kompetenten, offenen und engagierten Dezernenten und arbeiten gerne mit ihm zusammen.“
Nachdem Peter Heinze in den vergangenen Jahren bereits den Ideen und dem Programm der Freien Demokraten nahegestanden hatte, entschloss er sich nunmehr zum Eintritt in die FDP: „Die Arbeit der Remscheider FDP ist durch Dialog und fairen Umgang, aber auch Entschlossenheit in der Sache geprägt. Ich werde mich daher gerne bei den Freien Demokraten einbringen“, so Heinze. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Sven Chudzinski, der auch der Remscheider Ratsfraktion vorsteht, begrüßt Peter Heinze gleichfalls gerne als neues Parteimitglied: „Peter Heinze wird die Partei als Mensch und als erfahrener Fachmann bereichern. Wir schätzen den konstruktiven Austausch mit ihm zu den Themen, die uns in Remscheid bewegen und Remscheid weiter nach vorne bringen sollen.“
Bürgerfest am Rathaus Lüttringhausen zur Einweihung der neuen Grün- und Platzanlage am Samstag, 21. Mai 2022. Umfassende Neugestaltung der Rathausumgebung abgeschlossen.
Als vor einigen Jahren der Bebauungsplan „Neue Mitte Lüttringhausen“ im Bereich zwischen Rathaus Lüttringhausen und Kreuzung Eisernstein nicht realisiert werden konnte,ergriff der Heimatbund Lüttringhausen die Initiative. Damit dennoch eine städtebauliche Aufwertung im Zentrum von Lüttringhausen erfolgen könnte, schlug der Heimatbund vor, zumindest die Flächen am Rathaus aufzuwerten. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen unterstützte diese Überlegungen und so konnten in den letzten Jahren mit hohem finanziellen Aufwand zunächst die Grünanlage an der Gertenbachstraße und im zweiten Schritt die Flächen vor dem Rathaus neu gestaltet werden. Jetzt wurde der dritte Schritt vollzogen: Die umfassende Neugestaltung der Flächen hinter dem Rathaus.
So verwildert sah es hinter dem Rathaus Lüttringhausen früher aus. Foto: Maar
Dort, wo noch bis vor wenigen Monaten eine total verwilderte frühere Gartenanlage, eine große Betongarage und ein Flickwerk aus Asphaltbelag das Bild im unmittelbaren Bereich des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses prägte, ist eine attraktive Grün- und Platzanlage entstanden. Den Mittelpunkt dieser neuen Parkanlage stellt die auf einem Sockel aufgestellte Skulptur „Kinderpärchen“ dar, die früher über dem Eingang des abgerissenen Lüttringhauser Hallenbades die Fassade verschönerte. Ergänzt wird diese „Erinnerungsskulptur“ durch ein Wasserspiel und zahlreiche Sitzgelegenheiten.
Großes Bürgerfest am Rathaus zur Einweihung
So schaut der Rathauspark Lüttringhausen jetzt aus. Foto: Maar
Am Samstag, 21. Mai 2022, in der Zeit von 15 bis 22 Uhr, wird die Neugestaltung des Rathaushofes und des Rathausgartens mit einem vom Heimatbund Lüttringhausen organisierten großen Bürgerfest eröffnet. Die Übergabe an die Bürgerschaft hat Oberbürgermeister Mast-Weisz übernommen. Ergänzt wird das Bürgerfest um den „Tag der offenen Tür“ der Nebenstelle Lüttringhausen der Städt. Musik- und Kunstschule, die im Untergeschoss des Rathauses untergebracht ist.
Die Mitwirkenden
Die Besucher erwartet ein umfangreiches Musikprogramm und natürlich ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Für Musik, Speisen und Getränke werden sorgen:
Der Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen (15.00 – 15.45 Uhr)
Die Städt. Musik- und Kunstschule (16.00 – 17.30 Uhr)
Die Beale-Street-Jazzband (18.00 – 22.00 Uhr)
Der Heimatbund Lüttringhausen mit Bierwagen und Biergarten
Der Lüttringhauser Männerchor mit Grillwurst und Wein
Der Flair-Weltladen Lüttringhausen mit veganem Nudelgericht aus fairen Zutaten und Informationen
Die Lütteraten mit Kinderschminken, Präsentation und Informationen
Die Fleischerei Nolzen als Nachbarin mit Stand und Spezialitäten
Die Bäckerei Beckmann als Nachbarin mit Spielplatz und Gartenterasse
Das THW Remscheid mit Bereitstellung der Bühne
Für die Stromversorgung ist die Firma Elektro Breest zuständig
Für ausreichend Bier, Limonade, Wasser auf dem Bierwagen der Engelsburger Getränkevertrieb mit Unterstützung der Warsteiner Brauerei
Für Sauberkeit der Toilettenanlage im Rathaus sorgt das Ehepaar Jacobs
Das WTT Schauspiel Remscheid öffnet am 19. Mai um 19 Uhr wieder die Türen zum „Foyer“. Thema der Gesprächs- und Diskussionsrunde ist diesmal der Roman „Die Zeitmaschine“ von H.G. Wells.
Regelmäßig lädt das WTT in sein gemütliches Foyer ein. Dort werden Bücher, Filme oder Theaterstücke vorgestellt oder spannende Themen aus Kultur, Gesellschaft und Politik diskutiert. Anregungen werden gerne entgegengenommen.
H.G. Wells‘ 1895 erschienener Roman wurde zum oft nachgeahmten, aber nie erreichten Vorbild: Mit ihm eröffnete der geniale Visionär die Reihe der in unserem Jahrhundert bedeutenden literarischen Gegenutopien, die sich apokalyptischer Bilder bedient, um eine humane und gerechte Welt anzumahnen.
Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist auf Schloss Burg traditionell die Zeit der Ritterspiele. Zum ersten Mal gibt es diese gemeinsam mit dem Mittelaltermarkt in einer großen Veranstaltung vereint.
Da Renovierungsarbeiten ein Bespielen der Burghöfe nicht zulassen, wird das Fest auf eine Außenfläche in der Talsperrenstraße, 400 Meter fußläufig von Schloss Burg entfernt, verlegt. Der Eintritt ins Museum ist im Veranstaltungsticket enthalten.
In alter Tradition werden die Georgs Ritter drei Mal am Tag (ausgenommen freitags) ein eigens für Schloss Burg geschriebenes Theaterstück mit Kampfszenen aufführen. Aufführungen finden um 12, 14:30 und 17:15 Uhr statt.
Hoch zu Ross findet ein weiteres Schauspiel statt: das große Ritterturnier von Heimdalls Erben. Hier treten die Ritter täglich um 16 Uhr auf der großen Turnierbahn gegeneinander zum ritterlichen Lanzenkampf mit Pferden an. Das Lager der Turnierteilnehmer ist ganztägig zugänglich und bietet neben Axtwurf und Bogenschießen auch eine Ausstellung von mittelalterlichen Waffen, Kleidung und Schilden.
Heimdalls Erben. Foto: Schlossbauverein Burg a/d Wupper e.V.
Auf dem mittelalterlichen Markt bieten Krämer und Händler ihre Waren feil. Spielleute, Feuerspucker, Artisten und Gaukler zeigen hier und da ihr Können. Für Kinder gibt es ein handgedrehtes Holzriesenrad, einen Kettenflieger, verschiedene Spiele wie die Drachenjagd oder das Eierknacken und Kinderschminken. Neben dem Ritterlager ist im Mai auch eine Falknerei vor Ort.
Verpflegung aus Bratereien und Tavernen sowie Live-Konzerte von Klanginferno, de Speelüe und Dragol sorgen für passende Stimmung.
Der Eintritt beträgt 5 Euro für Kinder und Jugendliche von 3 bis 15 Jahren und 10 Euro für alle ab 16 Jahren. Kleingruppen aus 2 Erwachsenen und bis zu drei Kindern zahlen 30 Euro. Kinder unter 3 erhalten kostenlosen Einlass. Es gibt nur Tagestickets und Tageskasse, kein Vorverkauf.
Termine
26. bis 29. Mai 2022: Donnerstag von 11-19 Uhr, Freitag von 14-20 Uhr, Samstag von 11-20 Uhr und Sonntag von 11-19 Uhr.
3. bis 6. Juni 2022: Freitag von 14-20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11-20 Uhr und Montag von 11-19 Uhr.
Vorführung des preisgekrönten Films „Donbass“ durch die SPD-Lüttringhausen im Lütterkuser Rathaus.
Knapp 20 Zuschauende folgten der Einladung von Gerhilt Dietrich und Ulla Wilberg ins Rathaus Lüttringhausen, um den Film des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa zu schauen. Dietrich machte bei der Begrüßung deutlich, dass der Film in Remscheid bisher noch nie öffentlich gezeigt wurde. Anlass waren der Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der Krieg in der Ukraine.
Im Film wird in 13 teilweise verstörenden Szenen der Alltag im Kriegsgebiet im Südosten der Ukraine nachgestellt und wirkt dabei wie eine Dokumentation. Korruption und Propaganda werden beleuchtet und der wachsende Hass auf beiden Frontseiten ungeschönt dargestellt. Ein deutlicher Blick wird auf die teilweise unmenschliche Gewalt an der Front gelenkt. Beim Filmfestival in Cannes gewann der Film den Jurypreis für die beste Regie.
Schwer zu ertragen sind die Szenen, wenn die Besatzer, die „Neue Macht“, die Bürger*innen schikaniert und drangsaliert. Enteignungen und Drohungen werden zur Ausweitung der Macht benutzt, die Bevölkerung systematisch eingeschüchtert. Schon damals, der Film ist von 2018, wird eine vermeintliche Befreiung vom Faschismus kommuniziert, der nicht da ist. Eine der vielen Parallelen zum heutigen Krieg, unterstützt durch Putins Lügenpropaganda. Nicht verwunderlich, dass der Film in Russland unerwünscht war und nicht gezeigt werden durfte.
Der Film ist frei ab 12 Jahren, doch ist die Sprache im Krieg sehr derb. Ein Politiker wird mit flüssigem Kot übergossen, Waffen und Korruption sind allgegenwärtig, die dargestellte Gewalt ist drastisch und deutlich. Die Szenen sind furchtbar realistisch und gehen schwer an die psychische Substanz.
Nach Ende der Vorführung herrschte betretenes Schweigen. Die Menschen verließen den Ratssaal in Stille.
Auch der Flair-Weltladen in Lüttringhausen macht mit.
In jedem Jahr wird am zweiten Maisamstag der Weltladentag begangen. Wie 900 andere Weltläden, die bundesweit tätig sind, wird sich auch der Flair-Weltladen in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen daran beteiligen. Die beiden Vorsitzenden der Ökumenischen Initiative, die den 1999 eröffneten Weltladen in Lüttringhausen betreibt, Johannes Haun und Manfred Brauers, erläutern, was in diesem Jahr das bestimmende Thema sein wird.
„Der Weltladentag wird unter dem Motto ‚Mächtig unfair‘ stehen“, sagt Manfred Brauers, „und die unfaire Preisgestaltung im Handel thematisieren. Es ist doch absurd, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während produzierende Menschen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen. Oft sind die Preise, die sie für ihr Produkt erhalten, niedriger als die Produktionskosten. Wir glauben, dass das wirklich mächtig unfair ist.“
„Es ist doch absurd, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während produzierende Menschen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen.“
Manfred Brauers
„Solche ausbeutenden Dumping-Preise müssen verboten werden“, ergänzt Johannes Haun. „Stattdessen braucht es endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette. Und vor Allem existenzsichernde Einkommen weltweit.“
„Es braucht endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette.“
Johannes Haun
Zwei Erfolge können die Weltläden für das Jahr 2021 bereits vorweisen: Das Lieferkettengesetz wurde initiiert und unfaire Handelspraktiken wurden per Gesetz verboten. „Die beiden Gesetze sind ein wichtiger Anfang“, sagt Manfred Brauers, „sind aber aus Sicht der Fair-Handels-Bewegung noch nicht weitgehend genug.“ Die Gesetze, da ist sich Johannes Haun sicher, werden bald nachgeschärft. „Das ist schon in der Planung“, weiß er. „Wichtig ist, dass zukünftig keine Preise unterhalb der Produktionskosten gezahlt werden, dass die Löhne und Einkommen existenzsicher sind und die Menschenrechte eingehalten werden. Und das alles weltweit.“
Aktion vor dem Lüttringhauser Rathaus
Am Freitag, dem 13.Mai, wird der Flair-Weltladen vor dem Lüttringhauser Rathaus eine Aktions-Ausstellung zum Thema durchführen. Von zehn bis dreizehn Uhr werden die Auswirkungen unfairen Handels gezeigt und auf die Wichtigkeit des fairen Handelns hingewiesen. Am folgenden Samstag werden vor dem Lüttringhauser Weltladen in der Gertenbachstraße zahlreiche Aktivitäten stattfinden.
Konzert mit dem Improvisations-Ensemble Klangwerk an St. Bonaventura
Montag, 16. Mai 2022 um 19.00 Uhr | Eintritt frei St. Bonaventura, Schwelmer Str. / Ecke Hackenberger Str. in RS-Lennep
Freuen Sie sich auf ein ganz besonderes Konzert. Taizé-Lieder zu Beginn und zum Ende umrahmen ein abwechslungsreiches Programm. Zu hören sind unterschiedliche Klangwelten, meditative Stücke, Anklänge an barocke Harmoniefelder, sowie Duos, die eigentlich ein musikalisches Gespräch sind. Die Musiker*innen sind in den letzten Monaten zu einem improvisierenden Kammermusikensemble zusammengewachsen, das sich durch Fantasie und kompetente Spielfreude auszeichnet.
Entstehung des Ensembles
Gegründet hat sich das „Klangwerk“ im Workshop „Ein Psalm wird Musik“ im „Andersraum 2020“ (leere Kirche St. Bonaventura im Januar 2020). Ausgehend vom Psalm „Du stellst meine Füße in weiten Raum“ improvisierten die Teilnehmer*innen damals unter der Leitung von Karola Pasquay mit dem Text, mit Sprache und Stimme, mit Gesang, Rhythmen und Instrumenten aller Art. Ihre Freude an Musik transportierte die Gruppe schließlich in eine Aufführung zu einem Taizé-Gottesdienst in St. Bonaventura.
Nach dieser erfüllenden Erfahrung beschloss die Gruppe, weiterzumachen. Mit Unterstützung des Katholischen Bildungswerkes W/SG/RS ergänzt das Improvisations-Ensemble Klangwerk seither das kirchenmusikalische Angebot der Gemeinde.
Nach einer durch die Pandemie erzwungenen Pause ist das Klangwerk wieder aktiv und präsentiert nun ein Programm, das in den letzten Monaten gemeinsam entwickelt wurde.
Das Projekt ist weiterhin offen für alle, die Grundkenntnisse mit einem Instrument oder einfach Spaß am Singen und Sprechen haben. Beim Klangwerk wird erlebbar, dass in jedem Menschen ein ihm ureigenes Potenzial an schöpferischer Freude und Energie schlummert. Die musikalische Improvisation ist eine kreative Möglichkeit, neu klingende Wege zu beschreiten und dabei unbekannte Räume zu öffnen.
Zur Person
Die musikalische Leiterin Karola Pasquay ist als Flötistin professionell in Alter und in Neuer Musik unterwegs. Ihr Ensemble „Partita Radicale“ wurde jüngst vom Land NRW mit einem Preis zur Förderung von professionellen und freien Musikensembles ausgezeichnet. Mit großer Leidenschaft widmet sie sich in Workshops dem Thema Improvisation, mit unterschiedlichen Musikern, Chören und Gruppen.