SPD-Bildungsexperte Jochen Ott diskutierte in Lennep

Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion Jochen Ott diskutierte mit Schüler*innen und Lehrer*innen.

„Was läuft schief an Remscheider Schulen?“ Mit dieser Frage leitete Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald, am vergangenen Donnerstag seine Diskussionsrunde zum Thema „Bildung“ ein.

Jörg Bergemann, Schulleiter des Röntgen-Gymnasiums in Remscheid, erklärte hierzu, die Probleme an den Schulen seien auch bereits vor der Pandemie bekannt gewesen. Nun seien sie jedoch allen deutlich geworden. Die Digitalisierung an den Schulen sei zwar ein Fortschritt, sie stelle jedoch sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen, da der technische Support fehle.

„Die Landesregierung muss endlich Standards definieren für die Unterstützung bei der IT-Ausstattung. Das darf nicht nur bei den Informatik-Lehrkräften hängen bleiben. Dass dies im Schulgesetz nicht passiert ist, ist am schlimmsten“, kritisierte Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion für den Bereich Schule und Bildung, und ergänzte: „Auf Landesebene muss ein Zehn-Jahres-Plan gemacht werden, der mit den Lehrkräften entworfen wird, um ständige Neuorientierungen vermeiden zu können.“

„Neben der Digitalisierung ist das Hauptproblem die seelische Belastung der Schülerinnen und Schüler.“

Jochen Ott, Bildungsexperte SPD-Landtagsfraktion NRW

„Ein weiteres Problem ist die Internetverbindung. An vielen Stellen in der Schule hat man keinen Empfang“, berichtete Elen Albrink aus der Stadtschülervertretung Remscheid.

Um die Chancengleichheit zu fördern, müssten alle Schulen auf den gleichen technischen Stand gebracht werden, ergänzte Jörg Bergemann.

„Neben der Digitalisierung ist das Hauptproblem die seelische Belastung der Schülerinnen und Schüler“, erläuterte Jochen Ott. Elen Albrink bestätigte, viele Schülerinnen und Schüler seien unter anderem durch die Pandemie und den Krieg in Europa belastet. Gesprächsversuche mit Lehrkräften scheiterten meistens jedoch, da die Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterrichtsstoff durchbekommen müssten.

Hierzu erklärte Jörg Bergemann, die zwischenmenschliche Beziehung zwischen der Schülerschaft und den Lehrkräften dürfe durch den Druck, der auf den Lehrkräften lastet, nicht vernachlässigt werden. Lehrkräfte bräuchten mehr Zeit.

„Um das Bildungssystem zu verbessern, bedarf es zweier Änderungen“, so Jochen Ott. „Zum einen müssen wir uns die Frage stellen, wie man Schulen sinnvoll finanziert und die Finanzierungsstrukturen ändern, und zum anderen muss geklärt werden, welche Bildungsinhalte in den nächsten 30 Jahren vermittelt werden sollen.“

„Die Gesamtkompetenzen sollten mehr in den Mittelpunkt rücken, weil die Schule wieder ein Sprungbrett in das Leben sein muss“, so Sven Wolf abschließend. „Wir brauchen eine solide Finanzgrundlage für die Kommunen. Nach 25 Jahren war die Stadt Remscheid jetzt erstmals wieder in der Lage, eine Schule neu zu bauen.“

Podiumsdiskussion „Bildung im Mittelpunkt“

Pressemitteilung der SPD Lennep.

Immer wieder hört man, dass Krisen wie ein Brennglas wirken. Diese Erfahrung mussten wir gerade auch im Bildungsbereich während der letzten zwei Jahre Corona-Pandemie machen. Lehrermangel, langsames Internet, aber vor allem die Folgen von Lock-Down und Distanzunterricht waren und sind eine große Belastung für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrkräfte und Beschäftigte an unseren Schulen. Das Thema Bildung muss deshalb stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.

Dafür laden die SPD Remscheid und der SPD-Ortsverein Lennep gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Sven Wolf alle Interessierten ein.

Am: Donnerstag, 5. Mai 2022

Um: 17:30 Uhr

Im:  Deutsches Röntgen-Museum, Schwelmer Str. 41, 42897 Remscheid

Jeder und jede sollte die gleiche und faire Chance haben auf einen guten Schulabschluss und eine gute Ausbildung. Unabhängig von Herkunft, Einkommen oder körperlichen Beeinträchtigungen. So sollte gerechte Bildung aussehen. Gemeinsam mit den Remscheiderinnen und Remscheidern und mit spannenden fachkompetenten Gästen wollen wir Antworten finden auf die Fragen: Wie können wir junge Menschen und Familien besser unterstützen? Was können wir tun, damit alle eine faire Chance haben? Welche Unterstützungsangebote werden gebraucht?

Wir freuen uns auf einen interessanten und spannenden Austausch mit den Remscheiderinnen und Remscheidern und unseren Diskussionsgästen.

Als Diskussionsgäste freuen wir uns Elen Albrink, Stadtschülervertretung Remscheid und Schülersprecherin der Albert Schweitzer Realschule, Jörg Bergemann, Schulleiter des Röntgen Gymnasiums in Lennep, und Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion für den Bereich Schule und Bildung begrüßen zu dürfen. Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich. Im Museum gilt eine Maskenpflicht.

Ostereiersuche in Lennep

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Die SPD Lennep und die AWO Lennep-Lüttringhausen laden alle Lenneper Kinder am 16. April 2022 von 11 bis 14 Uhr in den Rosengarten des Hardtparks ein. Eltern und Großeltern sind ebenfalls herzlich willkommen. Gegen eine freiwillige Spende für die Ukraine-Flüchtlinge in Remscheid gibt es Kaffee und Kuchen.

Mit gestohlenem Benz: Unfallflucht in Lennep

Am vergangenen Samstagmorgen (09.04.2022, 06:15 Uhr), ereignete sich in Remscheid-Lennep eine Unfallflucht.

Eine bislang unbekannte Person beschädigte mit einem Mercedes-Benz auf einem Parkplatz an der Otto-Hahn-Straße zwei geparkte Fahrzeuge (Renault, Peugeot) und ein Geländer. In der Folge flüchtete die Person zu Fuß.

Nach ersten Erkenntnissen war der Mercedes zunächst von einem Gebrauchtwagenhandel an der Straße Neuenteich entwendet worden. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 19.000 Euro.

Zeugen hatten einen circa 12-jährigen Jungen bemerkt, der sich von der Unfallstelle rennend entfernte. Der Junge ist circa 160 cm groß und dünn. Er trug dunkle Kleidung und eine grüne Wintermütze. Ob er im Zusammenhang mit der Unfallflucht steht, ist Gegenstand der Ermittlungen des Verkehrskommissariats Remscheid.

Zeugen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu diesem Sachverhalt geben können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

LTG: Sportlicher Sommer für Kinder

Die Lenneper Turngemeinde plant ein Sportcamp für Kinder von sechs bis zehn Jahren.

Es wird sportliche Angebote wie Judo, Hip Hop, Flying Pilates, Jumping, Turnen, Ballsportarten geben, aber auch Zoobesuche in Wuppertal stehen jeweils donnerstags auf dem Programm. Die Angebote finden in der Moll’schen Fabrik oder draußen statt.

Das Sportcamp in Lennep ist auf zwei Wochen aufgeteilt, die man getrennt buchen kann. Zur Die erste Woche findet von Montag, 27. Juni bis Freitag, 1. Juli 2022 statt. Die zweite Woche läuft von Montag, 4. Juli bis Freitag 8. Juli 2022. Die Angebote finden in der Zeit von 10 bis 16 Uhr statt, eine Betreuung ist aber bereits ab 8 Uhr möglich.

Preise und Anmeldung

Die Kosten liegen pro Kind zwischen 110 und 130 Euro pro Woche. Den Anmeldebogen gibt es auf der Webseite der LTG.

Einstellung des Planverfahren B-Plan 672

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Antrag zur Sitzung der BV Lennep am 30.03.2022 Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz am 22.03.2022 und des Rates am 28.04.2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten folgenden Antrag auf die Tagesordnung der BV Lennep am 30.03.2022 Ausschuss für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz am 22.03.2022 und des Rates am 28.04.2022 zur Abstimmung zu stellen:

Das Planverfahren des Bebauungsplans 672 Gebiet östlich Bahnof Lennep, westlich der Straße am Am Bahnhof und das Geviert zwischen den Straßen Robert-Schumacher-Straße, Alte Kölner Straße, Kölner Straße und Am Johannisberg wird eingestellt.

Begründung

Die Grundlage des B-Planes 672 ist die 7. Flächennutzungsplanänderung sowie das kommunale Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2014. Im Rahmen dieses Konzeptes, wurde die Ansiedlung des DOCs als „politisch gewollter Beitrag, als gegebene Planungsabsicht“ in die Konzeption und Zielstellungen des Einzelhandelskonzeptes implementiert und als sachgerechte Grundlage für die 7. Flächennutzungsplanänderung dargestellt.

Da der B-Plan 672 als verbindlicher Bauleitplan aus den Vorgaben des Flächennutzungsplans aufgestellt wird und die DOC Planungen eingestellt werden, entsprechen die aus dem kommunalen Einzelhandelskonzept abgeleitete Darstellungen der Versorgungsbereiche Stadtbezirkszentrum/DOC Lennep (ZVB) nicht der Realität und können daher auch nicht als sachgerechte Grundlage zur Begründung des B-Planes Nr. 672 herangezogen werden.

Gem. der textlichen Begründung soll damit zur „Erhaltung und Entwicklung des zentralen Versorgungsbereiches Stadtbezirkszentrum / DOC Lennep beitragen und die städtebauliche Situation im Plangebiet geordnet werden. Ein Versorgungsbereich mit der besonderen Funktion „DOC“ mit einem spezifischen Sortiments- und Warenangebot wird es nicht geben.

Es besteht nunmehr keine Notwendigkeit im Plangebiet Erweiterungen von Verkaufsflächen auf 800 qm zu begrenzen und somit dem Einzelhandel weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu entziehen.

Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid e.V.
Bettina Stamm

Remscheid, 13.02.2022

Zum DOC-Aus: Schuld sind immer die anderen

Pressemitteilung von der Bürgerinitiative Lennep e.V.

Schuld sind immer die anderen, so hieß bereits 2016 ein von mir verfasster Klartext (Klartext 2/2016). Damals beschwerten sich die Remscheider Verantwortlichen für das DOC Projekt über die Klage der Stadt Wuppertal gegen das Projekt.

Auch sechs Jahre später, jetzt nach dem endgültigen Aus für das DOC Projekt, hat sich an der Grundhaltung von damals nichts geändert. Schuld sind jetzt die Kläger, die Gerichte, die angebliche Minderheit der DOC Gegner usw.. Keine Ausrede erscheint dumm genug, um die Schuld am Scheitern des Projektes auf andere abzuwälzen, um sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen.

Wie eh und je wird von einer großen Chance für Lennep gesprochen, welche die Realisierung des DOC Projektes doch gewesen sei, ungeachtet der Tatsache, dass andere DOC Städte wie Soltau und Neumünster mit massiven Leerständen in ihren Innenstädten zu kämpfen haben.

Wer so einseitig wie die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung alles auf eine Karte, nämlich auf ein einziges Projekt dieser Größe setzt und dann die Bürgerinnen und Bürger so wenig mitnimmt, wie dies in Lennep geschehen ist, der fordert Kritik und Klagen durch ansässige Bürger und Bürgerinnengeradezu heraus.

Die Abstimmung zur Blume auf Lennep zu übertragen war dreist und undemokratisch; viele Bürgerinnen und Bürger regen sich heute noch darüber auf. Die BI Lennep hat damals eine solche Abstimmung nachdrücklich eingefordert, die Antwort bestand aus überheblicher Ablehnung. Damals hatte man offenbar Angst vor einem negativen Votum einer zweiten Abstimmung für den Standort Lennep (Beitrag von rs1.tv vom 25. März 2015).

Dazu wiesen die Gutachten erhebliche Mängel auf. Hier wurden die Zahlen so zurechtgebogen wie es gerade passte. Zu nennen sind hier vor allem die Besucherzahlen und der Besetzungsgrad der PKW, man versuchte die täglichen Fahrten kleinzurechnen um die Verkehrsproblematik zu verharmlosen. Zudem gab es viel Widersprüchliches im Vergleich zu den vorherigen Gutachten zum Standort Blume. Aber auch bei den umstrittenen Gutachten war man zu einer Überprüfung und mehr Transparenz nicht annährend bereit.

Schließlich wurden die Einwendungen zum Bebauungsplan 657, die von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern eingereicht worden waren, mit bloßen weitgehend inhaltsleeren Textbausteinen von der Verwaltung beantwortet.

Überhaupt galt nach der Aufstellung des Bebauungsplans 657 die Hauptsorge den Klagen der Stadt Wuppertal; die Sorgen und Bedenken der Remscheider Bürger und Bürgerrinnen dagegen ließen die Verantwortlichen kalt.

In der Öffentlichkeit wurde stets so getan, als komme das DOC sowieso, mit den paar Klägern aus Lennep werde man schon fertig. Es wurde bis zuletzt kein Zweifel daran gelassen, dass das DOC kommt.

Dabei war aus juristischer Sicht nach dem Urteil von Münster bereits klar, dass dieser Bebauungsplan keine Chance auf Realisierung mehr hatte.

Trotzdem stellte man es in der Öffentlichkeit stets so dar, als sei das Urteil von Münster ein bloßer Ausrutscher des OVG gewesen.

Alle am Projekt Beteiligten wussten lange vor dem OVG Urteil von Münster, dass die Realisierung durchaus nicht sicher war, dennoch versuchte man u.a. mit der Zerstörung von Teilen des Röntgenstadions, mit dem DOC- gerechten Ausbau von Straßen und nicht zuletzt mit dem Bau der 800.000 Euro teuren Lärmschutzmauer vollendete Tatsachen zu schaffen.

Schuld am letztlichen Scheitern des Projektes sind nicht die Kläger, nicht die Outlet Gegner, schuld sind einzig und allein Rat, Verwaltung und der Investor. Sie haben einen riesigen Apparat für die Realisierung des Projektes instrumentalisiert, haben viele, zu viele Ressourcen in der Verwaltung über einen sehr langen Zeitraum auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger einseitig gebunden, ganz zu schweigen von der Armada von Rechtsanwälten, die sie bis zuletzt beschäftigten.

Trotz dieses unglaublich hohen Aufwandes ist es Stadt und Investor nicht gelungen, einen rechtwirksamen Bebauungsplan auf den Weg zu bringen.

Nach dem beschriebenen Versagen mit dem Finger auch andere zu zeigen, mag bequem sein, ist aber nicht die richtige Schlussfolgerung aus dem Scheitern des DOC Projektes.

Genau in dieser selbstverständlichen Art andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen, die eigenen Fehler nicht erkennen zu wollen und zu akzeptieren um aus diesen zu lernen, liegt das tiefere Problem in Remscheid.

Die Projekte Gewerbegebiet Blume, DOC Blume, DOC Lennep sind alle mit dem Einsatz von viel Steuergeld und großem Aktionismus angegangen worden, ohne dass die rechtlichen Rahmenbedingungen vorab geklärt wurden.

Mit den geplanten Gewerbegebieten Erdbeerfelder und Gleisdreieck warten vermutlich schon die nächsten Pleiten, da auch diese Projekte nach „Remscheider Art“ ebenso chaotisch aufgesetzt wurden. Es braucht eine Wende in der Art und Weise der Stadtplanung, ansonsten wird es noch öfter heißen „Schuld sind immer die anderen“.

Peter Lange
Vorsitzender der Bürgerinitiative Lennep e.V.

Anmeldung zur Firmvorbereitung

Die Anmeldungen zur Firmvorbereitung 2022 in Lennep und Lüttringhausen stehen bevor.

Jugendliche und junge Erwachsene, die in der Regel mindestens das 16. Lebensjahr in 2022 vollenden und katholisch sind, können sich zur Firmung anmelden. Für die Anmeldung sind eine Taufbescheinigung oder das Familienstammbuch und 30 Euro Anmeldegebühr mitzubringen.

Anmeldetermine

Die Anmeldung in Lennep erfolgt am Montag, 21. März oder Donnerstag, 24. März 2022 jeweils von 18 bis 20 Uhr im Pfarrbüro von St. Bonaventura in der Hackenberger Straße 1a in 42897 Remscheid-Lennep.

Die Anmeldung in Lüttringhausen erfolgt am Montag, 28. März oder Donnerstag, 30. März 2022 jeweils von 18 bis 20 Uhr im Pfarrbüro von Heilig Kreuz in der Richard-Pick-Straße 4 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen.

Weitere Informationen gibt es per E-Mail bei Olivia Klose: olivia.klose@erzbistum-koeln.de

Katechet*innen gesucht

Das Katechet*innenteam von St. Bonaventura und Heilig Kreuz sucht mit folgendem Sharepic noch weitere Unterstützende.

Sharepic: Katholische Pfarrei St. Bonaventura und Heilig Kreuz

Greenpeace: Online-Diskussion zur Bebauung Knusthöhe

Die Remscheider Greenpeace-Gruppe lädt ein zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung über die mögliche Bebauung an der Knusthöhe in Remscheid-Lennep.

Einerseits bietet ein Neubauvorhaben immer auch eine Chance, moderne, ökologische Baustandards zu realisieren. Andererseits würde so wieder ein Stück Natur in Remscheid verloren gehen. Landwirtschaftliche Nutzflächen fehlen aber zur regionalen Lebensmittelproduktion und bei Starkregen werden sie zur Versickerung benötigt.

Es soll auch über mögliche Alternativen gesprochen werden. So z.B. der Vorschlag eine ökologische Mustersiedlung auf bereits versiegelter, für das DOC reservierter Fläche zu errichten. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 15.02.2022, um 18 Uhr online via ZOOM statt.

Die Zugangsdaten sind erhältlich bei info@remscheid.greenpeace.de.

Gleisdreieck: Kunststoffe und die Bachquellen

Die drei Remscheider Naturschutzverbände RBN, BUND und NABU laden jeden zweiten Sonntag im Monat gemeinsam zum Umweltspaziergang in das Gleisdreieck ein, in dem ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen soll.

Die Spaziergänge finden an jedem zweiten Sonntag im Monat statt und zeigen die konkreten Kritikpunkte der Remscheider Naturschutzverbände an dem Vorhaben direkt vor Ort in Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen auf. Das Gewerbegebiet ist direkt am Quellgebiet dreier Bäche geplant, die Überschwemmungsgefahr bei Starkregen, wie im vergangenen Juli auch in Remscheid erlebbar, wird bei zusätzlicher Flächenversiegelung in diesem Bereich drastisch ansteigen. Dass heimische Bauernhöfe weichen sollen, stößt den Naturschutzverbänden ebenso sauer auf wie das geplante Fällen eines kompletten Eichenwäldchens oder zu gering geplanten Pufferzonen zu den angrenzenden Naturschutzgebieten.

Kunststoffe und Mikroplastik

Woher und wie gelangen Kunststoffe und Mikroplastik in die Natur? Welche Auswirkungen und Folgen sind durch ein Gewerbegebiet auf die angrenzenden Naturschutzgebiete und auf die Quellen zu erwarten?

Was passiert mit dem Eifgenbach, wenn das interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck kommt? Foto: Sascha von Gerishem
Was passiert mit dem Eifgenbach, wenn das interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck kommt? Foto: Sascha von Gerishem

Ein Naturschatzgebiet ist ein Gebiet, das nicht unter Naturschutz steht, aber für Natur und Umwelt als besonders wertvoll erachtet wird. Dazu zählen in Remscheid neben dem Planungsgebiet Gleisdreieck auch der Intzeforst, die Knusthöhe oder die Blume in Lüttringhausen.

Es gelten die 2G-Regeln, die vorgeschriebenen Abstandsregelungen von 1,5 Metern zwischen den Spazierenden oder medizinische Maske, falls die Abstände mal nicht eingehalten werden können. Impfbescheinigungen oder Belege der Genesung (nicht länger als sechs Monate her) sollten gemeinsam mit einem Ausweisdokument bereitgehalten werden.

Termin und Treffpunkt

Der Spaziergang findet am Sonntag, 13. Februar 2022 ab 11 Uhr statt, Treffpunkt ist am Parkplatz der Tennishallen, Bornbacher Straße 11, 42897 Remscheid.

DIE LINKE begrüßt offizielles DOC-Aus

Pressemitteilung von Die Linke.Remscheid

DIE LINKE Remscheid begrüßt die offiziell verkündete Entscheidung der Stadtspitze, sich von den DOC-Plänen zu verabschieden. Nach Jahren des Stillstands besteht nun für Lennep die Chance, sich zeitgemäß und nachhaltig weiterzuentwickeln. Schade und unnötig finden wir allerdings die subtilen Seitenhiebe gegenüber Kläger und Gericht seitens der Stadt, an deren Stelle vielleicht eher etwas selbstkritische Demut angebracht wäre. „Aber jetzt ist nicht die Zeit zum Nachtreten oder Trauern. Natürlich bedauern auch wir die verschwendeten Ressourcen und dass Warnrufe lange ignoriert wurden. Doch das müssen wir jetzt abhaken, nach vorne schauen und gemeinsam kreativ werden und anpacken, um unser Lennep zukunftsfähig zu machen!“, so unser Landtagskandidat Peter Lange.

Wichtig ist, dass die Stadt aus den begangenen Fehlern lernt und das nicht nur in planungsrechtlicher Hinsicht. „Bei den künftigen Überlegungen und Plänen für die Zukunft der betroffenen Flächen und ganz Lenneps, müssen nun von Anfang an die Bürgerinnen und Bürger gehört und mitgenommen werden“, sagt unser Lenneper Bezirksvertreter Colin Cyrus. „So ein offener und partizipativer Prozess schafft nicht nur gute Ideen und erhöht die Planungssicherheit, sondern bildet auch wieder Brücken zwischen den Befürworter:innen und Kritiker:innen des DOC-Projekts“, so Cyrus weiter.

„Das müssen wir jetzt abhaken, nach vorne schauen und gemeinsam kreativ werden und anpacken, um unser Lennep zukunftsfähig zu machen!“

Peter Lange, NRW-Landtagskandidat Die Linke

DIE LINKE Remscheid und ihre Mitglieder beteiligen sich jedenfalls gerne und konstruktiv an Ideen und Prozessen zur weiteren Entwicklung Lenneps. Die zentrumsnahen und freien Flächen bieten allerhand Möglichkeiten, um den Stadtteil attraktiver zu gestalten und nachhaltig voranzubringen.

„Wir diskutieren natürlich schon länger Nachfolgeoptionen, doch gerade nach dem letzten Gerichtsurteil haben wir uns nochmals zusammengesetzt und viele Ideen und Möglichkeiten eruiert“, so unsere Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. Eine zuletzt öffentlich diskutierte Wohnbebauung wäre auch für DIE LINKE denkbar und realistisch. So könnte ein ganz neuer Stadtteil „Neustadt“ neben der Altstadt entstehen, mit viel Grün, höhen ökologischen Standards, hohen Anteil an sozialgebundenen Wohnraum und offenen Angeboten für die Stadtgesellschaft, wie beispielsweise Reparaturcafés, Upcycling-Werkstätten oder Angebote für Kunst- und Kulturschaffende. Gastronomie und Gewerbe blieben in der Altstadt und würden von höher Frequentierung profitieren. Wichtig wäre aber auch Platz für Kitas oder OGS. „Ansonsten wären wir aber auch für innovative und kreative Ansätze offen, wie z.B. universitäre, forschende oder studentische Einrichtungen anzusiedeln (Röntgen- und Industriestadt) oder auch eine große Mehrzweckhalle – falls sich Möglichkeiten dazu ergeben und die Rahmenbedingungen passen“, so Neff-Wetzel weiter.

Gemeinsame Presseerklärung von SPD, GRÜNEN und FDP zum DOC-Aus

„Wir nehmen die Herausforderung an, neue Ideen für Lennep zu entwickeln und umzusetzen“

Das von vielen Bürgerinnen und Bürgern und der regionalen Wirtschaft lang ersehnte und geplante DOC in Lennep wird es nicht geben. Das hat die Stadt Remscheid heute bekanntgegeben. Nach intensiven Gesprächen mit dem Investor McArthurGlen haben sich beide Seiten zu diesem schweren Schritt entschieden, die Zusammenarbeit freundschaftlich, aber endgültig zu beenden. Die Gestaltungsmehrheit aus SPD, GRÜNEN und FDP nimmt dies mit großem Bedauern zur Kenntnis.

„Heute ist kein guter Tag für Remscheid. Das endgültige Aus für das DOC in Lennep ist zweifelsfrei eine vertane Chance für unsere Stadt. Sehr viel Arbeit, Herzblut und auch Hoffnung sind in den vergangenen Jahren in dieses Projekt geflossen. Das ist eine große Enttäuschung für uns, für alle Beteiligten, vor allem aber auch für die Lenneperinnen und Lenneper, die darin eine Zukunft ihres Stadtteils gesehen und die nun viele Fragen haben.

Wir danken McArthurGlen ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und den Mut, dieses große Projekt gemeinsam mit der Stadt Remscheid gewagt zu haben. Anerkennung verdienen auch der lange Atem, mit dem sie das DOC vorangetrieben haben und die freundschaftliche Art, nach gemeinsamer Beratung auseinanderzugehen. Wir danken auch der Verwaltung dafür, dass sie dieses komplexe Verfahren professionell geführt und dabei Politik und Bürgerschaft stets eingebunden und gut darüber informiert hat.

Unverständlich bleibt uns weiterhin die Dauer der Prozesse und das überkomplizierte Planungsrecht. Denn sowohl Befürworter als auch Gegner hätten rascher eine Antwort verdient. Unsere persönlichen Erfahrungen werden wir an geeigneten politischen Ebenen einbringen, um diese Prozesse zu verbessern. Solche Großprojekte erscheinen sonst künftig nicht mehr realisierbar.

Aus unserer Sicht liegt aber in dieser Enttäuschung auch eine große Chance, wenn wir es zügig schaffen, die umfangreichen und mitten in Lennep gelegenen Flächen sinnvoll und nachhaltig zu entwickeln. Die vielen guten Ideen der Bürgerinnen und Bürger, der Politik und der Wirtschaft werden wir in diesen Prozess gerne aufnehmen und in einem konstruktiven Verfahren zusammenbringen. Als Gestaltungsmehrheit im Rat der Stadt Remscheid nehmen wir diese Herausforderung an.“

Sven Wolf
(Fraktionsvorsitzender SPD)

David Schichel
(Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN)

Sven Chudzinski
(Fraktionsvorsitzender FDP)