KLANGWERK: Aus einem Experiment wird ein Ensemble

An St. Bonaventura startet das offene Improvisations-Ensemble Klangwerk für Instrumente und Stimmen. Es ist offen für alle Altersklassen ab ca. 16 Jahren und für alle, die Spaß an Musik, Klang, Rhythmus und Stimme haben.

Es war ein wunderbares Erlebnis für alle Beteiligten: Im Workshop „Ein Psalm wird Musik“ im „Andersraum 2020“ (leere Kirche St. Bonaventura im Januar 2020) wuchsen Menschen, die sich nicht kannten, in Windeseile zu einer kreativen Gruppe zusammen.

Ausgehend vom Psalm „Du stellst meine Füße in weiten Raum“ improvisierten die Teilnehmer*innen unter der Leitung der Musikerin Karola Pasquay mit dem Text, mit Sprache und Stimme, mit Gesang, Rhythmen und Instrumenten aller Art. Ihre Freude an Musik transportierte die Gruppe schließlich in eine Aufführung im Taizé-Gottesdienst in St. Bonaventura am 11. Januar.

Einmal mehr wurde erlebbar: In jedem Menschen schlummert ein ihm ureigenes Potenzial an schöpferischer Freude und Energie. Die musikalische Improvisation ist eine kreative Möglichkeit, neu klingende Wege zu beschreiten und dabei unbekannte Räume zu öffnen.

Aus dem Workshop wird ein regelmäßiges Angebot

Aus dieser Erfahrung heraus wird nun an St. Bonaventura in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk W/SG/RS ein Ensemble gegründet, das sich kontinuierlich trifft. Das Projekt ist offen für alle, die Grundkenntnisse mit einem Instrument oder einfach Spaß am Singen und Sprechen haben. Auch kleine Rhythmusinstrumente sind willkommen.

Geplant sind Treffen im monatlichen Rhythmus montags von 19.00 – 21.15 Uhr:
20. Juli / 17. August / 21. September / 26. Oktober / 09. November / 07. Dezember
In Zeiten der Gültigkeit der Corona-Schutzverordnung können die Proben in der Kirche St. Bonaventura (Hackenberger Straße 1 in Remscheid-Lennep) stattfinden. Dort sind die Bänke ausgelagert, das ermöglicht eine großzügige Einhaltung der Abstandsregelungen.

Das Angebot ist kostenfrei. Anmeldungen per Email an
ehrenamt@st-bonaventura.de 
oder per Tel 02191 7892852 (Lotsenpunkt Lennep).

Die musikalische Leiterin

Karola Pasquay ist als Flötistin professionell in Alter und in Neuer Musik unterwegs. Ihr Ensemble „Partita Radicale“ wurde jüngst vom Land NRW mit einem Preis zur Förderung von professionellen und freien Musikensembles ausgezeichnet. Mit großer Leidenschaft widmet sie sich in Workshops dem Thema Improvisation, mit unterschiedlichen Musikern, Chören und Gruppen. Mehr zu ihr auf www.karola-pasquay.de

Inhaltlich / dramaturgisch unterstützt wird sie von Andy Dino Iussa, dem Engagementförderer der Pfarrgemeinde St. Bonaventura u. Hl. Kreuz.

Grüne Remscheid: Bestens aufgestellt für die Kommunalwahl

Remscheider Grüne wählen im Neuen Lindenhof neue Sprecherin, bestätigen Burkhard Mast-Weisz als zu unterstützenden Oberbürgermeisterkandidaten und verabschieden das Wahlprogramm.

Die Remscheider Grünen tagten im Neuen Lindenhof am Honsberg. Foto: Peter Klohs
Die Remscheider Grünen tagten im Neuen Lindenhof am Honsberg. Foto: Peter Klohs

Am Samstagnachmittag, 27. Juni 2020, trafen sich dreißig Delegierte von Bündnis 90 / Die Grünen zu ihrer Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl am 13. September. Es war bereits die zweite Versammlung der Grünen unter Corona-Bedingungen. Der große Saal im Neuen Lindenhof (Honsberger Straße) war optimal hergerichtet, um den strengen Corona-Regeln Genüge zu tun. Der Vorstand der Remscheider Grünen – Beisitzerin und Wahlkampfkoordinatorin Jutta Velte, Kassierer Lars Jochimsen, Beisitzer Vincent Amtmann sowie die stellvertretende Parteisprecherin Ilka Brehmer – hatten gemeinsam mit ihren Mitstreitern einige Programmpunkte abzuarbeiten.

Grüne Remscheid bestätigen BMW als gemeinsamen Oberbürgermeisterkandidaten

Burkhard Mast-Weisz bewirbt sich. Auch Vorstandsmitglied Vincent Amtmann (li.) hört aufmerksam zu. Foto: Peter Klohs
Burkhard Mast-Weisz bewirbt sich. Foto: Peter Klohs

Nachdem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) sich von der parallel stattfindenden Aufstellungsversammlung seiner Partei loseisen konnte, gesellte er sich zu der Versammlung der Grünen hinzu und stellte sich in einer zwanzigminütigen Rede als OB-Kandidat der Grünen vor. An dieser Stelle hatten die Delegierten kurz Gelegenheit festzustellen, dass auch der Humor nicht zu kurz kam: Der OB wurde angekündigt: „Dann kommen wir jetzt zur Wahl des Oberbürgermeisters“, was zahlreiche Lacher zur Folge hatte. Die Grundsätze seiner politischen Arbeit (Freude, Begeisterung, Verantwortung, Respekt) thematisierte Mast-Weisz ebenso wie den Remscheider Haushalt und die vielfältigen Zukunftsaufgaben wie die anstehenden Digitalisierung. Die abschließende geheime Wahl erbrachten 28 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Ablehnung. Mast-Weisz ist somit offizieller OB-Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen Remscheid. Der Amtsinhaber freute sich sichtlich über das Vertrauen und gab dem auch Ausdruck: „Ich freue mich unbändig auf den gemeinsamen Wahlkampf mit euch.“

Die Stadtrats-Kandidat*innen der Remscheider Grünen mit Burkhard Mast-Weisz als Oberbürgermeisterkandidaten. Foto: Peter Klohs
Die Stadtrats-Kandidat*innen der Remscheider Grünen mit Burkhard Mast-Weisz als Oberbürgermeisterkandidaten. Foto: Peter Klohs

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand das Wahlprogramm der Grünen unter dem Motto „Grün ist…“ zur Diskussion und zur Abstimmung. Sieben Rednerinnen und Redner stellten die Eckpunkte des 22-seitigen Programms vor, das laut Jutta Velte „gar nicht alles abbilden kann.“ Remscheid als grüne Stadt (Frank Hoffmann: „Natur und Gewerbe können in unserer Stadt nebeneinander existieren.“) wurde ebenso vorgestellt wie die Energiewende („5% regenerative Energien in Remscheid ist kein guter Wert.“), nachhaltiges Wirtschaften, die Unterstützung der Tafel sowie von Foodsharing und der Kampf gegen Rassismus und alle anderen Formen der Diskriminierung. Die anschließende Diskussion über das vorgestellte Programm drohte sich hier und da in extrem ausführlichen Wortbeiträgen zu verlieren, so dass David Schichel, stellvertretender Bürgermeister von Remscheid, die geraden Pfade einer konstruktiven Auseinandersetzung wieder herstellen musste. Die Abstimmung ergab, dass die Delegierten das Programm mit einigen kleineren Ergänzungen einstimmig befürworteten.

Ilka Brehmer neue Parteisprecherin

Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem
Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem

Der ehemalige Kreissprecher, sozusagen der 1. Vorsitzende der Remscheider Bündnisgrünen, Frank vom Scheidt, war aus Enttäuschung über seinen Listenplatz Anfang Juni von seinem Amt zurückgetreten, so dass die Neuwahl einer oder eines 1. Vorsitzenden nötig wurde. Die vorgeschlagene Ilka Brehmer wurde mit 27 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen bis zum Jahresende zur Parteisprecherin gewählt. Anfang 2021 soll dann eine endgültige Lösung gefunden werden.

Als neue Beisitzer wurden Frank Hoffmann (25 Stimmen), Petra Kuhlendahl (26 Stimmen) sowie David Schichel (27 Stimmen) in den Vorstand gewählt.

IGR: Drei Remscheider im Kader der U23-Nationalmannschaft

Rollhockey kommt wieder in Fahrt. IGR Remscheid zeigt sich begeistert. Drei Spieler in U23-Nationalmannschaftskader aufgenommen.

Die U23-Nationalmannschaft hatte sich im Frühjahr über die Einladung zu einem internationalen Turnier über Ostern ins schweizerische Wimmis gefreut. Das Turnier im Berner Oberland fiel jedoch der Corona-Pandemie zum Opfer. Nachdem nun die Reisebeschränkungen wieder gelockert wurden und auch der Trainings- und Spielbetrieb in beiden Ländern wieder aufgenommen werden kann, kam der RHC Wimmis mit einer erneuten Einladung auf den Deutschen Rollsport- und Inline-Verband DRIV zu.

Cup-Teilnahme in der Schweiz

Die U23-Herren nehmen vom 11. bis 13. September am Brand-Uhren-Cup in Wimmis teil. Der für dieses Wochenende geplante Start der neuen Bundesliga-Saison ist dafür verlegt worden. Nach dem Rückzug der ERG Iserlohn erfährt der Bundesliga-Spielplan jedoch ohnehin eine Überarbeitung und auch die gestern beschlossene Neu-Terminierung der Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften auf die ersten drei September-Wochenenden hätten Einfluss auf die Bundesliga-Termine gehabt. So starten die Bundesligen nun wohl erst Ende September in die neue Saison, was neben dem Rollhockey-Nachwuchs bis zu U19 nun auch dem U23-Team für die Turnier-Vorbereitung in die Karten spielt.

Das Nationalteam, zu dem ein Großteil der beiden letzten U20-Nationalmannschaften aus den Jahren 2017 und 2018 gehört, wird an den Wochenenden vor dem Turniertermin noch gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren. Nationaltrainer Tobi Wahlen hat dafür zunächst den folgenden Trainingskader eingeladen: Tor: Jonas Langenohl (IGR Remscheid), Leon Geisler (RSC Cronenberg) und Marvin Mensah (RSC Darmstadt), Feld: Lucas Seidler, Aaron Börkei, Niko Morovic, Thomas Köhler (alle RSC Cronenberg), Alexander Ober und Daniel Strieder (beide IGR Remscheid), Nils Koch und Max Becker (beide RSC Darmstadt), Mattia Hackel (Hülser SV Krefeld) und Jan Dobbratz (RESG Walsum).

Im Rahmen des Brand-Uhren-Cups, zu dem vorrangig Teams der schweizer NLA eingeladen wurden, wird es dann auch zu einem U23-Länderspiel gegen die Schweiz kommen. Der SK-Vorsitzende und U23-Teammanager Thomas Ullrich freut sich: „Das Länderspiel ist in dieser Altersklasse für beide Nationen eine Premiere. Wir freuen uns, dass wir dies gemeinsam mit der Schweizer Nationalmannschaft bestreiten können.“ Das Länderspiel steht dann auch für die gemeinsamen Bemühungen, die die beiden nationalen Verbände zuletzt mit den „kleineren“ Nationen in Europa initiiert haben, um gegenüber den „großen drei“ Portugal, Spanien und Italien mehr Mitsprache und Mitbestimmung in internationalen Angelegenheiten zu erreichen. „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um eine gemeinsame Positionen gegenüber den Profis aus Südeuropa zu schaffen“, so Ullrich weiter.

International gibt es Bestrebungen ab 2021 eine U23-Europameisterschaft auszurichten. Sicherlich eines der Themen, die er in der Schweiz mit seinem Amtskollegen Simon von Allmen näher erörtern möchte.

Sonderprägung: Röntgenmedaille zum Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Stadt Remscheid den berühmten Sohn der Stadt. Vor 175 Jahren wurde Wilhelm Conrad Röntgen geboren. Am 27. März 1845 erblickte der erste Nobelpreisträger für Physik in Lennep das Licht der Welt. Diesen besonderen Geburtstag nimmt die Stadtsparkasse Remscheid zum Anlass, den Entdecker der nach ihm benannten Strahlen mit zwei Sondermedaillen zu ehren – Corona-bedingt etwas später als am eigentlichen Jahrestag.

Auf der exklusiven Sonderprägung sind als Motive der Wissenschaftler selbst und auf der Rückseite sein Geburtshaus am Lenneper Gänsemarkt zu sehen. Eingraviert sind weiterhin neben dem Geburtsdatum Röntgens sein Todestag am 10. Februar 1923. Die Prägung entstand durch eine Kooperation zwischen der EuroMint GmbH und der Deutschen Röntgengesellschaft.

In Gold oder Silber

Die Silbermedaillen in einer Auflage von 500 Stück besteht jeweils aus 999er Feinsilber, hat einen Durchmesser von 30 Millimetern und ist 8,5 Gramm schwer. Der Preis beträgt 69 Euro pro Stück. Von der 999 Feingold Prägung wird es nur 50 Exemplare geben, die in Handarbeit gefertigt werden. Die Goldmünze kostet 899 Euro. Die Edelmetallpreise gelten freibleibend. Verkaufsstart ist der 25. Juni 2020. Die Münzen können ausschließlich in der Stadtsparkasse Lennep erworben werden. Die silberne ist vorrätig, die goldene muss bestellt werden.

„Wir freuen uns, auf diese Weise Wilhelm Conrad Röntgen und seine bis heute herausragende wissenschaftliche Arbeit noch einmal besonders zu ehren. Beide Medaillen sind eine schöne Erinnerung, die zum Beispiel auch als Geschenk zu verschiedenen Anlässen Freude bereiten wird“, sagt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Michael Wellershaus. Mit einer der ersten Silbermedaillen wurde das Röntgen-Geburtshaus bedacht, das damit seine Ausstellung bereichern wird.

DIE LINKE. Remscheid hat Kandidat*innen zur Kommunalwahl aufgestellt

Am Samstag, 20. Juni 2020 fand im Neuen Lindenhof die Aufstellungsversammlung der Remscheider LINKEN für die Kommunalwahl am 13. September 2020 statt.

Es waren 28 stimmberechtigte Mitglieder und 4 Gäste erschienen. DIE LINKE wird in allen 26 Wahlbezirken und für die vier Bezirksvertretungen antreten. Ebenso wurden die Listen für den Integrationsrat und den Seniorenbeirat gewählt.

OB-Kandidat Fritz Beinersdorf

Auf Vorschlag des Kreisvorstandes wurde Fritz Beinersdorf als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters aufgestellt. Die Reserveliste wird angeführt von Fritz Beinersdorf, Platz 2: Brigitte Neff-Wetzel, Platz 3: Peter Lange.

Die BV 1 Alt Remscheid: Thorsten Schwandt, Martin Klück, Wolfgang Kolonko, Fritz Beinersdorf.

Die BV 2 Süd: Klaus Wetzel, Gerald Wolf, Brigitte Neff-Wetzel, Frank Dirk Hilbert

Die BV 3 Lennep: Colin Cyrus, Michael Eisele, Peter, Lange, Philipp Schäfer

Die BV 4 Lüttringhausen: Axel Behrend, Eike Jesinghaus, Andrea Benkert, Thomas Fritsche

Die Kandidaten für die Wahl des Integrationsrates: Mehmet Keser, Musa Kizeltepe, Selami Polat, Sinasi Sahin

Die Kandidaten für den Seniorenbeirat: Horst Dehnert, Günter Kreuscher, Axel Behrend, Fritz Beinersdorf

Ebenso wurde das Kommunalwahlprogramm 2020 einstimmig beschlossen.

Kommunalwahlkampf hat für die Grünen begonnen

Ilka Brehmer und David Schichel ziehen als Spitzenkandidat*innen für die Remscheider Grünen in den Kommunalwahlkampf.

Über fünf Stunden dauerte die Sitzung vom Kreisverband Remscheid von Bündnis 90/Die Grünen, auf der etwa die Ratsreserveliste für die Kommunalwahl am 13. September 2020 gewählt wurden. Ilka Brehmer und David Schichel gingen auf den Listenplätzen 1 und 2 als Spitzenduo gestärkt aus dieser demokratischen Mitgliedsbefragung hervor.

Listenplatz 1: Ilka Brehmer

Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem
Ilka Brehmer. Foto: Sascha von Gerishem

Ilka Brehmer, Direktkandidatin der Remscheider Grünen bei der vergangenen Bundestagswahl und ehemaliges Mitglied im Kreistag von Unna, wird sich in besonderem Maß für Selbstbestimmungsrechte und Gleichberechtigung engagieren. Digitalisierung im Schulbereich, bessere räumliche Ausstattung und verbesserte Raumkonzepte, sowie einen deutlich angehobenen Personalschlüssel für Kitas und Offene Ganztagsschulen wird Brehmer vorantreiben.

Als Mitglied der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Remscheid setzt sie sich besonders dafür ein, dass die Idee des fairen Handels und eines nachhaltigen Konsums weiter verbreitet wird, sowohl im Einzelhandel, in Schulen, Verwaltung, Kitas und Seniorenheimen. Umweltfreundliche Lösungen bei der Energiegewinnung, wie Photovoltaik, sollen weiter ausgebaut werden. „Ich werde mich für nachhaltigere Wirtschaftsförderung, die Kriterien wie qualitative Arbeitsplätze, Ökologie, Energie und Innovation beinhaltet, einsetzen“, verkündet Ilka Brehmer ausdrucksstark.

Gemeinsamer Einsatz für die Verkehrswende

Aufstellungsversammlung der Remscheider Grünen

Den ausgeprägten Einsatz für die Verkehrswende und für mehr Radverkehr in Remscheid, etwa durch „Pop up Bike-Lanes“ oder einer möglichen Fahrradspur auf der Alleestraße, teilen sich Ilka Brehmer und David Schichel. „Wir haben viel zu sehr ans Auto gedacht, alles was im öffentlichen Raum gestaltet wurde, wurde immer ums Auto herum gebaut. Die Alleestraße muss autofrei bleiben, die paar Flächen, die wir noch ohne Autos haben, sollen es auch bleiben“, zeigt sich Schichel kämpferisch. Das Thema Transformation, zukunftsfähige Stadtentwicklung, die über die nächsten Jahrzehnte Bestand haben wird, ist eines seiner Kernthemen.

Listenplatz 2: David Schichel

David Schichel. Foto: Sascha von Gerishem
David Schichel. Foto: Sascha von Gerishem

Das Ausweichen auf die grüne Wiese, um neuen Wohnraum zu schaffen, hält David Schichel für nicht zukunftsfähig. Die Natur zurückdrängen, während bereits versiegelte Flächen brach liegen, kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein. Positive Beispiele wie die Neunutzung der Flächen des alten Lenneper Krankenhauses zeigen deutlich, dass eine städtebauliche Weiterentwicklung auch mit dem Erhalt der Natur einhergehen kann.

Die folgenden Listenplätze

Mit Abstand am besten: Die Top 10 der Remscheider Grünen mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem
Mit Abstand am besten: Die Top 10 der Remscheider Grünen mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Foto: Sascha von Gerishem

Für die weiteren Listenplätze konnten sich Jutta Velte, Lars Jochimsen, Susanne Fiedler, Vincent Amtmann, Beatrice Schlieper, Frank vom Scheidt, Petra Kuhlendahl und Rolf Haumann bei den Wahlberechtigten durchsetzen. Die Plätze 11 bis 20 wurden an Sabine Yündem, Stephan Jasper, Silke Klumbis, Frank Hoffmann, Bibiana Martz, Günther Bender, Daniela Kamps, Bernd Fiedler, Bernhard Ruthenberg und Manfred Ebert vergeben. Nun hat der Wahlkampf für die Remscheider Grünen begonnen. Mit viel Elan, frischen Ideen und voller Tatendrang werden die Remscheider Grünen aktiv für eine hohe Wahlbeteiligung engagieren, um den prozentualen Anteil rechtspopulistischer Parteien so niedrig zu halten, wie es sich in einer bunten Stadt mit 120 Nationen gehört.

ResTALKrant Day: Talkshow statt Straßenfest

Mit einer Live-Talkshow und den Musikern Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam und Kai Steckmann verlegt die Vereinigung Gertenbachstraße den 5. Restaurant Day am 13. Juni 2020 ab 20.15 Uhr live ins Netz zu rs1.tv.

Als größter Restaurant Day den es bisher in der Gertenbachstraße gegeben hätte, sollte die fünfte Wiederholung des ideellen Straßenfestes in die Geschichtsbücher eingehen. Coronabedingt pausiert das Nachbarschaftsfest in diesem Jahr.

Erinnerungen und Musik

Singer-Songwriter aus Neuss: Kai Steckmann. Foto: Sascha von Gerishem
Singer-Songwriter aus Neuss: Kai Steckmann. Foto: Sascha von Gerishem

Aus dem Lüttringhauser Wohnzimmerstudio in der Gertenbachstraße sendet rs1.tv eine Livetalkshow mit den Gästen Thorsten Greuling, Kai Steckmann, Thordis Kotthaus, Carsten Pudel, Jochen Wingsch, Steph Hoffmann und Arne Held. Gemeinsam mit mir als Gastgeber schwelgen wir in Einzeltalks in Erinnerungen an die vergangenen Restaurant Days.

Die Musiker Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam und Kai Steckmann waren bereits gebucht, um die Veranstaltung wieder zu einem besonderen Erlebnis in denkmalgeschützter Kulisse zu machen. Mit jeweils vier Stücken, die bereits im Vorfeld im Wohnzimmer aufgezeichnet wurden, geben sie der Sendung den musikalischen Rahmen, den man sonst in der Lütterkuser Altstadt live erlebt hätte.

Remscheider Singer-Songwriter Jochen Wingsch aka Papa Jo's One Man Acoustic Jam. Foto: Sascha von Gerishem
Remscheider Singer-Songwriter Jochen Wingsch aka Papa Jo’s One Man Acoustic Jam. Foto: Sascha von Gerishem

Sendetermin und Streamingplattformen

Die Sendung wird am Samstag, 13. Juni 2020 ab 20.15 Uhr live auf den Plattformen YouTube und Twitch, auf den Webseiten www.rs1.tv und www.luettringhauser.de und auf den Facebookseiten von rs1.tv und Lüttringhauser übertragen.

SR: Kleiner Fahrplanwechsel

Mitte Juni veröffentlicht der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid sein neues Fahrplanbuch, in dem punktuelle Anpassungen auf einigen Linien vorgenommen wurden.

Die aktuellen Fahrplantabellen sind auf der Homepage unter www.stadtwerke-remscheid.de zu finden. Für detaillierte Auskünfte nutzt man am besten die SR App. Die Mitarbeiter*innen im MobilCenter, Alleestraße 72, stehen montags und mittwochs von 9 bis 17 Uhr oder telefonisch unter 0 21 91 – 16 43 44 für Auskünfte zur Verfügung.

Die aktuellen Fahrplanbücher sind montags und mittwochs gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro im MobilCenter erhältlich.

Die wesentlichen Neuerungen zum 14 Juni 2020 auf einen Blick

Linie 652

Der bisher unmittelbar vor der Fahrt um 7.04 Uhr ab der Haltestelle Talsperre in Richtung Remscheid Mitte verkehrende E-Wagen wird als zusätzliches Regelangebot um 6.57 Uhr – Ankunft am Friedrich-Ebert-Platz um 7.13 Uhr – in den Fahrplan aufgenommen.

Linie 658

Eine verbesserte Pünktlichkeit bezüglich der Abfahrten wird montags bis freitags ab der Haltestelle Morsbach um 7.06 Uhr – bisher 7.08 Uhr – und um 7.47 Uhr ab Falkenberg mit der Fahrplanumstellung erreicht.

Der bisherige Bussteig B der Haltestelle Solinger Straße – aus Fahrtrichtung Morsbach kommend – wird aufgrund der recht großen Entfernung zu den beiden anderen Haltepositionen künftig als eigenständige Haltestelle „Wertstoffhof“ geführt. Diese Haltestelle wird dann auch vom NE18 bedient.

„Kräwi“-Bus

Die E-Wagen zur Wuppertalsperre fahren in diesen Sommerferien vom 27. Juni bis einschließlich 11. August täglich um 11.12 Uhr, 13.12 Uhr, 17.12 Uhr und 18.47 Uhr ab Lennep Bahnhof und um 11.31 Uhr, 13.31 Uhr, 17.31 Uhr und 19.06 Uhr ab der Haltestelle Heidersteg zurück.

NachtExpress

Der im Fahrplanbuch abgedruckte und in den Fahrplantabellen auf unserer Homepage zu findende verlängerte NachtExpress-Verkehr vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen wird zunächst noch nicht wieder angeboten. Das gleiche gilt für die zusätzlichen Fahrten der Linien des Anruf Sammel Taxis (AST) am Wochenende.

Der NachtExpress-Verkehr wird somit ab 14. Juni bis auf Weiteres an allen Tagen nach dem normalen Wochentagsfahrplan- bis nach Mitternacht – durchgeführt. Das bisher gegen 23.00 Uhr vorgezogene Betriebsende des NE entfällt.

Fahrzeitkorrekturen beachten

Um die Fahrpläne möglichst genau den Verkehrsverhältnissen anzupassen, wurden zum Fahrplanwechsel Mitte Juni kleine Fahrzeitkorrekturen im Remscheider Liniennetz vorgenommen. Dadurch verschieben sich zu verschiedenen Tageszeiten an einigen Haltestellen der Linien 653, 658, 660, 664, 670, 675, 680, NE13, NE14, NE16, NE17 und NE19 planmäßige Abfahrtzeiten um eine bis maximal zwei Minuten nach vorn oder hinten, auf der Linie 654 um eine bis maximal vier Minuten.

Der BürgerBus bietet ab 15. Juni einen eingeschränkten Fahrdienst an (Wir berichteten: Der Bürgerbus fährt Mitte Juni wieder). Montag, Dienstag, Freitag und Samstag wird der Fahrbetrieb normal durchgeführt. Für die Beförderung gelten Einschränkungen, die auf der Homepage des Bürgerbusvereins unter www.buergerbus-remscheid.de zu finden sind.

Erdelenterrassen – natürlich schön wohnen

Auf dem Grundstück in der Düppelstraße entstehen neun Wohnungen, die für ihre künftigen Eigentümer keine Wünsche offen lassen.

Am Sonntag, 7. Juni 2020 können Interessierte von 11 bis 12 Uhr das Grundstück besichtigen und sich beraten lassen.

Der Neubau des modernen Mehrfamilienhauses passt sich ideal in die Topographie des Grundstückes ein. Neben den exklusiven Wohnungen sorgen der Trockenraum, der Fahrradabstellraum, der Haustechnikraum und gut nutzbare Kellerräume sowie die belüftete Tiefgarage für optimalen Wohnkomfort.

Barrierearm und Rollstuhlgerecht

„Bei den Wohnungsgrößen ist für jeden etwas dabei. Von gemütlichen 88m² bis zu großzügig gestalteten 140m² fühlen sich hier Singles und Familien wohl. Das Wohnhaus wird durchgehend barrierearm gebaut und mit einem modernen, für Rollstuhlfahrer geeigneten Aufzug ausgestattet“, erklären Bianka Nau und Beatrix Berges vom Immobiliencenter der Stadtsparkasse Remscheid und fügen hinzu: „Die offen gestalteten Wohnungen verfügen über eine oder sogar zwei großzügige Terrassen oder Balkone mit einem einzigartigen Weitblick, die zu erholsamen Stunden im eigenen Zuhause einladen.“

Die beiden Maklerinnen sowie Philipp Künz und Daniel Wiedenkeller, Partner und Geschäftsführer des Remscheider Architekturbüros Edelhoff & Reska, stehen vor Ort für Fragen und Beratungen zur Verfügung.

Für weitere Informationen oder Fragen

Bianka Nau und Beatrix Berges, Stadtsparkasse Remscheid Immobilienmaklerinnen, erreichen Sie telefonisch über das Sparkasse-ImmobilienCenter: 02191 16-7485.

FÄLLT AUS: Bürger*innensprechstunde mit Monika Düker

UPDATE: Die Bürger*innensprechstunde mit Monika Düker fällt aus. Ein Ersatztermin wird baldmöglichst mitgeteilt.

Termin der nächsten Bürger*innensprechstunde der Grünen Remscheid.

Zu einer Sprechstunde für Bürgerinnen und Bürger laden die Grünen Remscheid am 8. Juni 2020 ab 17 Uhr ein. Die Vorsitzende der Landtagsfraktion der Grünen NRW, Monika Düker, stellt sich in einer digitalen Sprechstunde den Fragen.

Anmeldung erbeten

Wer an einer Teilnahme interessiert ist, meldet sich bitte bis spätestens 12 Uhr am 8. Juni 2020 bei Denise Abé (Bündnis 90/Die Grünen Fraktion im Rat der Stadt Remscheid) telefonisch unter der 02191 73403 oder per E-Mail an info@gruene-remscheid.de an. Nach der Anmeldung werden die Zugangsdaten und eine Anleitung zur digitalen Sprechstunde per E-Mail zugesandt.

Gedenk- und Bildungsstätte aus Remscheid gibt NS-Opfer Identität zurück

Über 25 Jahre lag Karl-Wilhelm Altena unter falschem Namen begraben. Auf Initiative der Gedenk- und Bildungsstätte (GuB) Pferdestall aus Remscheid konnte dieser Fehler berichtigt werden. Seit Anfang Mai diesen Jahres können die Friedhofsbesucher den richtigen Namen auf dem Grabstein lesen und nun tatsächlich Karl-Wilhelm Altena gedenken. – von Tina Horky

Altena wurde am 1. Juli 1911 in Lüttringhausen geboren. Die Familie wohnte am Blaffertsberg. Als angeblicher Deserteur wurde er am 16. März 1945, vor den Augen von Lüttringhauser Bürgern in der Gaststätte Waldmüller per Standgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 17. März 1945. Im Beisein des Pfarrers Heinrich Volkert ist Karl-Wilhelm Altena auf dem Schießstand Ronsdorf-Erbschlö um 7.30 Uhr erschossen worden. Die offizielle Beurkundung seines Todes fand jedoch erst am 26. Februar 1946 statt.

„Das war damals Recht“ – Ausstellung über die menschenverachtenden Gesetze unter der Nazidiktatur

„Dem Verein war es wichtig im Rahmen der Recherchearbeit zur Ausstellung ‚Das war damals Recht‘, die sich mit den lokalen Opfern der NS-Militärjustiz befasst, sein Schicksal darzustellen, sowie den falschen Grabstein zu revidieren“, erläutert Hans Heinz Schumacher, Vorsitzender des Vereins. Der Verein fand heraus, dass in den 1990er Jahren, aus unerklärlichen Gründen, der richtige Grabstein durch den Helmut Altenas ersetzt wurde. Bei Helmut Altena handelt es sich um den jüngeren Bruder des Erschossenen. Helmut Altena, geboren 1913, ist jedoch bereits im August 1943 in der Ukraine gefallen. Der falsche Grabstein befand sich seit nunmehr 25 Jahren auf der Ehrengrabanalage des Friedhofes an der Lohsiepenstraße in Ronsdorf. „Warum der Grabstein vor ca. 25 Jahren abgeändert wurde und es niemand bemerkte, wird wohl nicht geklärt werden können, denn erschwerend kommt hinzu, dass die vollständige Originalakte von Karl-Wilhelm Altena kurz vor den Recherchen 2019 verschwand“, so Andrea Blesius (Schriftführerin) und Klaus Blumberg (Schatzmeister). Beide leiten die historische Arbeit des Vereins und geben Schüler*innen Hilfestellungen bei der Recherche von historischen Akten, wenn diese es erlernen wollen.

Vergessen werden darf Karl-Wilhelm Altena nicht. „Uns ist es wichtig, dass an alle Opfer des Nationalsozialismus ehrenvoll gedacht werden kann. Da gehört eben auch ein richtiger Grabstein dazu“, so Nick Jannis Schmeißer (stellv. Vorsitzender). Francesco Lo Pinto (stellv. Vorsitzender) bedankt sich im Namen des gesamten Vereins bei allen Beteiligten, die es möglich gemacht haben, Altena seinen richtigen Grabstein und somit auch seine wahre Identität zurückzugeben. Der Student betont an dieser Stelle die Kooperation mit dem Ressort 103.52 der Stadt Wuppertal.

Die GuB Pferdestall wird sich weiterhin dafür stark machen, dass die Opfer des Faschismus aus Remscheid und Umgebung nicht vergessen werden. Dazu sei auch eine Kooperation der Erinnerungsstätten im Bergischen Land notwendig, schließt Lo Pinto.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall hofft auf viele Besucher der neuen Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ im September 2020 im Pferdestall.

Infos zum Verein

Seit 2018 ist der ehem. Pferdestall der Remscheider Polizeiwache am Quimperplatz eine feste Erinnerungsstätte der Stadt Remscheid geworden. Betrieben wird diese durch den Trägerverein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. Schüler*innen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums hatten die Idee dort einen Ort des kollektives Gedenkens an Opfer und Täter des Faschismus zu errichten, da in eben jenem Ort Menschen unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt wurden, die von den Nationalsozialisten als lebensunwürdig betrachtet wurden. Von dort wurden sie dann in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Nur wenige überlebten.

Der Bürgerbus fährt Mitte Juni wieder

Fahrten des Remscheider Bürgerbusses unter erschwerten Bedingungen möglich.

In der Corona-Zeit hat der 1. Bürgerbusverein Remscheid e.V. seine Dienstleistung eingestellt. Nunmehr aber, da immer mehr Lockerungen durchgeführt werden, überlegt der Verein, wann und unter welchen Bedingungen er die beliebten Fahrten wieder aufnehmen kann. Zu diesem Zweck fand am Abend des 27. Mai eine Versammlung des Vereins im großen Saal des Remscheider Rathauses statt.

Lebhafte Diskussion um Wiederaufnahme des Fahrbetriebes

Annährend zwanzig Fahrer waren anwesend. Der 1. Vorsitzende Siegfried Broska verwies zu Anfang auf die Regelungen, die in Lindlar und Engelskirchen wirksam werden und nach denen der dortige Bürgerbus Anfang Juni den Betrieb wieder aufnimmt. „Das kommt für uns sicher noch zu früh“, sagte Broska. Aber zu diesem Zeitpunkt der Sitzung war noch gar nicht ausgemacht, ob der Bürgerbusverein seine ehrenamtliche Tätigkeit wieder aufnehmen würde.

Die Anwesenden diskutierten durchaus lebhaft und mit unterschiedlichen Argumenten. Auch ein: „Ich rate zur Vorsicht! Es ist nicht ungefährlich. Überlegt euch eine Wiederaufnahme der Fahrten gut!“, war aus der Fahrerrunde zu vernehmen.

Der Geschäftsführer des 1. Bürgerbusvereins Remscheid e.V., Holger Krant (links) und der 1. Vorsitzende Siegfried Broska leiteten die Sitzung. Foto: Peter Klohs
Der Geschäftsführer des 1. Bürgerbusvereins Remscheid e.V., Holger Krant (links) und der 1. Vorsitzende Siegfried Broska leiteten die Sitzung. Foto: Peter Klohs

Geschäftsführer Holger Krant verlas seine E-Mail, die er an das Ordnungsamt geschrieben hatte und gab auch die Antwort desselben bekannt, nach der zu einer Wiederaufnahme der Fahrgeschäfte des Vereins kein Hinderungsgrund zu erkennen sei. „Ich kann und will aber niemanden von euch zwingen zu fahren“, sagte Krant. Immerhin gehören alle Fahrerinnen und Fahrer des 1. Bürgerbusvereins der Corona-Risikogruppe an. „Und viele unserer Fahrgäste kommen ja aus Heimen. Und Heime sind ja besonders Corona-anfällig. Wie man am Haus Clarenbach erkennen kann.“

Nicht mehr als vier Fahrgäste

Die durchgeführte Abstimmung ergab eine knappe 11:8-Mehrheit für die Aufnahme des Fahrbetriebs. Krant schlug den 15. Juni als Tag der ersten Fahrten vor und erläuterte auch die Bedingungen für die Fahrten. Demnach dürfen nicht mehr als vier Fahrgäste in einem Bürgerbus befördert werden. Eine Abschirmung für die Fahrer muss noch installiert werden. Den Fahrgästen darf beim Ein- bzw. Aussteigen nicht geholfen werden. Ein schlüssiges Hygienekonzept muss noch erstellt werden, wobei man sich an der Praxis der Städte Lindlar und Engelskirchen orientieren will. Für die ersten Wochen ist eine Probephase angedacht. Fahrten sollen an den Tagen Montag, Dienstag, Freitag und Samstag stattfinden. Eine entsprechende Fahrerliste wurde dank der Einsatzfreude der Fahrer schnell erstellt. Alle weiteren Einzelheiten werden der Presse rechtzeitig mitgeteilt.

Der Hausherr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, schaute kurz vorbei und hob die Wichtigkeit des Bürgerbusses für Remscheid hervor. Foto: Peter Klohs
Der Hausherr, Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, schaute kurz vorbei und hob die Wichtigkeit des Bürgerbusses für Remscheid hervor. Foto: Peter Klohs

Der Hausherr, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, ließ es sich nicht nehmen, der Versammlung einen kurzen Besuch abzustatten, in dem er auf die Wichtigkeit des Bürgerbusses hinwies. „Es wäre schön, wenn Sie das Geschenk des Bürgerbusses wieder möglich machen würden.“ Aber eigentlich, so der OB schmunzelnd, sei er wegen der Frikadellen gekommen. In Ermangelung derselben gehe er jetzt wieder, enttäuscht und hungrig.

Nächste Fahrersitzung

In der Fahrersitzung am 25. Juni 2020 sollen erste Erfahrungen unter den neuen Bedingungen ausgetauscht werden. Nach neunzig Minuten schloss Siegfried Broska die Sitzung.