Schichel: Rede zur Verabschiedung Doppelhaushalt 2021/2022

David Schichel, Fraktionsvorsitzender der Grünen Remscheid, hielt zur Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2021/2022 der Stadt Remscheid in der Ratssitzung vom 25. Februar 2021 folgende Rede:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

meine erste Haushaltsrede als Vorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion habe ich mir, wie meine Kolleginnen und Kollegen sicher auch, anders vorgestellt.

Natürlich würde auch ich diese Gelegenheit gerne nutzen, um öffentlich vor Ihnen zu sprechen, zu sagen gibt es zu diesem Haushalt wahrlich genug.

Dass die Vorsitzenden der demokratischen Fraktionen und Gruppen dieses Rates gemeinsam darauf verzichten, ist ein wichtiges gemeinsames Zeichen: Die Gesundheit der Ratsmitglieder, der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und die der Zuschauer und Pressevertreter*innen geht vor politischer Profilierung!

Die Tatsache, dass eine einzige Fraktion diese Verantwortung nicht übernehmen möchte, spricht einmal mehr Bände. Den Vertretern von ganz rechts außen ist eben auch in dieser Ausnahmesituation jedes Mittel recht, um ihr erfahrungsgemäß doch recht peinliches Spektakel aufzuführen. Politische Inhalte, die unsere Stadt auch nur einen Millimeter weiter bringen könnten, haben wir von dieser Seite in den vergangenen sechs Jahren jedenfalls nicht ein einziges Mal vernommen.

Umso ernster sollten wir Demokrat*innen jedoch das Wahlergebnis nehmen, welches im vergangenen Jahr dazu geführt hat, dass nach 1945 wieder eine rechtsradikale Fraktion im Rate unserer Stadt sitzt. Ich empfinde das als „Menetekel“ unserer Nachkriegsgeschichte.

Ein Grund dafür, so meine persönliche Analyse, hat viel mit dem zu tun, worüber wir heute in dieser ungewöhnlichen Form debattieren. Nämlich den mangelnden Perspektiven, vor allem aber der gefühlt mangelnden Wertschätzung, die große Teile der Bevölkerung empfinden, wenn es immer nur heißt: „Geht nicht, gibt’s nicht, ist zu teuer“.

Meine Damen und Herren, um es anders zu sagen: Die Frage der Stadtfinanzen ist längst eine Frage nach der Handlungsfähigkeit unserer Demokratie. Sie muss endlich gelöst werden!

Remscheid hat seinen Teil dazu beigetragen. Vor zehn Jahren wurde unsere Stadt Teil des sogenannten „Stärkungspaktes Stadtfinanzen“ der damaligen rot-grünen Landesregierung. Das bedeutete, dass wir zwischen 2011 und 2021 insgesamt 123,8 Millionen Euro zusätzliches Geld vom Land erhalten haben. Diese Hilfen waren daran gekoppelt, dass auch die Stadt Remscheid alles in ihrer Macht stehende tut, um nach 1999 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Und wir alle gemeinsam – Bürgerinnen und Bürger, die Stadtverwaltung, die städtischen Töchter und auch der Rat der Stadt Remscheid – haben in den vergangenen Jahren geliefert:

  • Die Stadtverwaltung verzichtet dauerhaft auf mehr als 260 Stellen. Und wir alle merken zunehmend, auf wessen Knochen dieser notwendige Schritt geht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die diesen Kraftakt jeden Tag bewältigen, gehört unser aller Dank und Respekt.
  • Und auch die Bürgerinnen und Bürger haben maßgeblichen Anteil an diesem Prozess. Sie haben nicht nur höhere Steuern und Gebühren in Kauf nehmen müssen. Viele der Probleme, die wir hier immer wieder diskutieren – von den Wartezeiten bei Bürgerservice, bis hin zur „Spontanvegetation“ auf dem Theodor-Heuss-Platz – sind sozusagen die Nebenwirkung eines finanziellen Gesundungsprozesses.
  • Nicht zuletzt haben wir dem Ehrenamt in dieser Stadt in den vergangenen Jahren viel abverlangt und ebenso viel zu verdanken. Ich erinnere an Übernahme der Stadtteilbibliothek in Lüttringhausen durch die Lütteraten. Ich erinnere an den unglaublichen Einsatz mit dem so viele Remscheiderinnen und Remscheider die Aufnahme von Geflüchteten ermöglicht haben und das auch weiterhin tun werden. Und ich erinnere daran, dass es neben dem Krisenstab unserer Stadt wieder das Ehrenamt ist, auf das wir alle gemeinsam in der aktuellen Krise bauen können.

Eigentlich – und damit komme ich zurück zum Haushalt – wollten wir alle gemeinsam mit dem Beschluss des Doppelhaushalts 2021/ 22 die Früchte dieses Prozesses ernten. Seit 2016 ist unser Haushalt ausgeglichen. Ich darf auch im Namen unserer Partner in der Gestaltungsmehrheit ankündigen: Dabei wird es auch bleiben.

Doch der Haushalt, den wir heute beschließen werden, ist letztlich eine Mogelpackung. Denn er klammert die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie aus. Und auch wenn ich zugeben muss, dass mir ad hoc auch keine andere Lösung einfällt, müssen wir uns klar machen, dass wir wieder zurückgeworfen werden ins Schuldenzeitalter. Die mittelfristige Finanzplanung zeigt, dass wir auf 1 Mrd. Schulden zulaufen. Wenn dieses Problem nicht gelöst wird, hieße dies, dass wir zurückgeworfen werden in die Nullerjahre, in denen Investitionen in eine gute Zukunft schlicht verboten wurden.

Meine Damen und Herren, wir wollen die Zukunft Remscheids vorausschauend und nachhaltig gestalten. Daher haben wir uns gemeinsam mit SPD und FDP in unserem Begleitantrag auf wenige wichtige Akzente verständigt.

Wie sie alle wissen liegt uns GRÜNEN das Klima ganz besonders am Herzen. Wenn wir die gesamtstädtische Klimaneutralität erreichen wollen, müssen wir die bisherigen Konzepte konsequent umsetzen und fortschreiben. Die Energie- und Wärmewende ist ohne weitere Investitionen nicht möglich. Um dies langfristig finanzieren zu können, bedarf es einer nachhaltigen Akquise der entsprechenden Fördermittel von Bund, Land und EU. Daher möchten wir ein Fördermanagement als Stabsstelle beim Oberbürgermeister ansiedeln.

Darüber hinaus werden wir einen Klimafonds schaffen, um Geld aus städtischen Beteiligungen, CO2-Zertifikaten oder von Privaten zu sammeln und zusätzlich zu den städtischen Mitteln für den Klimaschutz zur Verfügung zu stellen.

Die gesamtstädtische Klimaneutralität erreichen wir nur durch eine echte Mobilitätswende. Im Städtevergleich hinken wir weiter hinterher. Wir wollen den Modal Split zugunsten von Fuß-und Radverkehr sowie dem Nahverkehr verändern und einen Mobilitätsmix der Zukunft schaffen. Das ist nicht nur schonender für die Umwelt und das Klima, sondern auch günstiger. Ein Radweg kostet weniger als eine Straße. Um dies zügig umsetzen zu können, bedarf es einer zusätzlichen Stelle. Eine moderne Verkehrsplanung ist in den Planungsverwaltungen unterrepräsentiert, so auch in Remscheid. Dies wollen wir ändern!

Auch in dieser Haushaltsrunde wollen wir die Investitionsmittel für den Radverkehr erhöhen und beantragen weitere 100.000 Euro für den Ausbau des Radwegenetzes. Nur so können wir das Radverkehrskonzept stringent und schnell umsetzen.

Bildung ist der Schlüssel zu fast allem. Daher werden wir, wie in den vergangenen Jahren, auch diesmal in die Bildung investieren. Wir brauchen eine Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass vor allem arme Menschen, von den Kitagebühren befreit werden. Wir wollen gute Bildung für alle. Daher muss die Beitragstabelle angepasst werden.

Trotz unserer stetigen Bemühungen ist die OGS unterfinanziert. Damit ist es den Trägern nicht möglich ihre Mitarbeiter*innen fair und nach Tarif zu bezahlen. Das erschwert die Suche und die Bindung von gutem Personal. Daher muss die Dynamisierung so lange weitergeführt werden, bis eine Angleichung erfolgt ist.

Um die von uns geforderten Punkte zu erreichen und umzusetzen bedarf es einer seriösen Haushaltspolitik, die auch in Zukunft Investitionen zulässt.

Den Willen unsere Stadt auch in Zukunft auf finanziell stabile Füße zu stellen sehen wir bei der CDU in keinster Weise. Die Antragsflut der CDU lässt jegliche Seriosität und Ernsthaftigkeit vermissen. Die Forderungen der CDU würden eine Mehrbelastung des Haushalts von rund 7 Millionen bedeuten. Die Konsequenz wären immense Steuererhöhungen, die am Ende die Remscheiderinnen und Remscheider tragen. Das ist weder nachhaltig, noch sozial und schon gar keine verantwortungsvolle Haushaltspolitik.

Zu guter Letzt gilt mein Dank dem Oberbürgermeister, dem Kämmerer und unseren Partnern für die konstruktive Zusammenarbeit. Einmal mehr haben wir bewiesen, dass uns die Zukunft unsere Stadt am Herzen liegt. Wir werden auch in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass wir Remscheid wider aller Umstände gemeinsam und zukunftsfähig gestalten.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

David Schichel
Fraktionsvorsitzender B90/Die GRÜNEN Remscheid

Neue Coronaschutzverordnung : Änderungen für den Sport

Mit Inkrafttreten der neuen Coronaschutzverordnung ab dem 22. Februar sind Sport- und Freizeitaktivitäten allein, zu zweit oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes auf Sportanlagen unter freiem Himmel einschließlich der sportlichen Ausbildung im Einzelunterricht möglich. Mannschaftssport bleibt untersagt.

Angesichts dieser Lockerung hat der Remscheider Corona-Krisenstab am 24. Februar beschlossen, die nachfolgenden Sportfreianlagen zu öffnen:

  • Stadion Reinshagen,
  • Röntgen-Stadion,
  • Sportanlage Stadtpark,
  • Sportplatz Neuenkamp,
  • Sportanlage Bergisch Born,
  • Sportanlage Jahnplatz und
  • Sportanlage Hackenberg.

Diese Sportfreianlagen können ab sofort  im Rahmen der CoronaSchVO von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr genutzt werden. Gemeinschaftsräume, Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen.

Wer allein, zu zweit oder mit Personen des gleichen Hausstandes auf den Anlagen Sport treibt, muss zu anderen Personen mindestens fünf Meter Abstand halten.

Ordnungskräfte sind in nächster Zeit vermehrt auf den Sportfreianlagen unterwegs, um die Einhaltung der Coronaschutzbestimmungen zu kontrollieren. Ziel aller muss es sein, dass mit maximaler Vorsicht und Rücksicht auf den Anlagen wieder Sport getrieben werden kann.

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

25.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 128 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.598 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.339 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 131 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 435 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 33 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Coronavariante 1.1.7. Die südafrikanische und die brasilianische Variante wurden bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Die Krankenhäuser vermelden zwölf positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter vier intensivpflichtige Behandlungen (einer beatmet), Stand 25.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.598 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 80,8. 131 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage90
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW80,8
Fälle gesamt3.598
Fälle gesamt/100.000 EW3.231,6
Todesfälle gesamt131
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Natur-Schule Grund: Über die Schonzeit für Gehölze

Jedes Jahr am 1. März beginnt die Schonzeit für Hecken und Gehölze. In der Natur-Schule Grund sprach Sascha von Gerishem für rs1.tv mit dem Diplom-Biologen Jörg Liesendahl und der FÖJlerin Miriam Lamers wozu diese Schonzeit gut und wichtig ist, was das für fleißige Gärtnerinnen und Gärtner bedeutet und worauf man auch im heimischen Garten achten kann.

24.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Leider ist ein 78-jähriger Remscheider mit der Coronavirus-Infektion verstorben. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 115 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.578 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.332 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 131 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 398 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 33 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Coronavariante 1.1.7. Die südafrikanische und die brasilianische Variante wurden bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Die Krankenhäuser vermelden acht positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter vier intensivpflichtige Behandlungen (zwei beatmet), Stand 24.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.578 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 73,6. 131 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage82
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW73,6
Fälle gesamt3.578
Fälle gesamt/100.000 EW3.213,6
Todesfälle gesamt131
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Corona-Krise: Remscheider Rat soll bessere Finanzierung der Kommunen fordern

Die Stadt Remscheid soll die NRW-Landesregierung und den Deutschen Bundestag offiziell auffordern, die Städte und Gemeinden in der Corona-Krise besser zu unterstützen. Eine entsprechende Resolution bringt die Fraktion DIE LINKE in die Ratssitzung am 25. Februar ein.

„Die Lage ist ernst“, sagt Brigitte Neff-Wetzel, Fraktionsvorsitzende der Remscheider LINKEN im Rat. „Wenn es bei den geplanten Regelungen bleibt, wird unserer Stadt das Geld fehlen, um halbwegs unbeschadet aus der Krise zu kommen. Am meisten werden darunter diejenigen leiden, die auf eine funktionierende soziale Infrastruktur angewiesen sind. Wir laden daher die anderen Ratsfraktionen herzlich ein, mit uns gemeinsam mehr Druck auf die Regierenden in Berlin und Düsseldorf zu machen.“

Konkret fordern die Fraktion, dass die Städte und Gemeinden zum Ausgleich der Corona-Verluste einen größeren Anteil der Umsatzsteuer zugewiesen bekommen. Außerdem soll das Land den geplanten Finanzausgleich als Zuschuss und nicht nur als Kredit vergeben. Die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer sollen zumindest zur Hälfte vom Land NRW ausgeglichen werden. Außerdem wird die Gründung einer NRW-Kasse zur Entschuldung der Kommunen gefordert.

Wohnwagenbrand in Lennep

In der Nacht vom 22.02.2021 auf den 23.02.2021, gegen 01.15 Uhr, geriet ein Wohnwagen auf dem Parkplatz Jahnplatz in Brand.

Aus bislang ungeklärter Ursache fing der Wohnwagen einer 83-jährigen Frau aus Menden Feuer und brannte komplett aus. Durch die Flammen und herumfliegende Fahrzeugteile wurden zudem weitere Fahrzeuge leicht beschädigt.

Die Feuerwehr löschte den Brand, bei dem niemand verletzt wurde. Zu der Ursache des Brandes ermittelt die Kriminalpolizei. Der Sachschaden liegt bei circa 30.000 Euro. (jb)

Helmut Ruppert: Ein sympathischer wie überzeugender Mensch

Nachruf der SPD Remscheid auf Helmut Ruppert

Helmut Ruppert

21.12.1942 – 03.02.2021

Eigentlich können und wollen wir es nicht glauben oder wahrhaben. Die Nachricht vom Tode unseres Mitglieds Helmut Ruppert hat uns überrascht und sprachlos gemacht. Bei unseren Zusammentreffen haben wir Helmut Ruppert stets als fröhlichen Menschen erlebt, der freundlich wie energisch für seine Themen stritt: den Radverkehr, umweltbewusste Mobilität und Klimaschutz.

Als Vorsitzender der Remscheider Ortsgruppe des Verkehrsclubs Deutschland war er ein sachkundiger wie angenehmer Mitstreiter, wenn es darum ging Remscheid für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer attraktiver zu machen. Wenn er gerufen wurde, um seine Expertise und Leidenschaft für nachhaltige Mobilität oder Verkehrspolitik einzubringen, ließ er sich nicht zweimal bitten.

Helmut Ruppert kämpfte schon für grüne Themen, als diese in seiner roten Heimat, der SPD, noch ein Nischendasein fristeten. Er warb schon zu Zeiten für ein Tempolimit, als im Kanzleramt Bundeskanzler Gerhard Schröder amtierte, der ein bekennender Anwalt der Automobilindustrie war. Diskussionen über das Für und Wider ging er mit Gelassenheit und Bestimmtheit an. Er glaubte an die Kraft des besseres Arguments, weswegen er jede Diskussion stets mit seinem fast schon ansteckenden, freundlichen Lächeln beendete. Spät, vielleicht zu spät, haben wir Helmut Ruppert in unseren Reihen wiederentdeckt. Als wir im Rahmen unserer Klimaschutzwochen im Herbst 2019 nach fachkundigen Referenten suchten, hat er mehrere unserer Veranstaltungen mit seiner Sachkunde aufgewertet. In guter Erinnerung bleibt uns eine sehr erfolgreiche Podiumsdiskussion im Bahnhof Lüttringhausen über die Perspektiven des Bahnverkehrs in unserer Region. „Mit seiner sympathischen Art hatte er schon gewonnen, bevor er zu Wort kam!“, erinnert sich die Organisatorin der Klimaschutzwochen, das heutige Ratsmitglied Ursula Wilberg.

Grüne Remscheid: Nachruf Helmut Ruppert

Nachruf der Grünen Fraktion Remscheid auf Helmut Ruppert

Helmut Ruppert

21.12.1942 – 03.02.2021

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod von Helmut Ruppert erfahren.

Mit Helmut Ruppert verlieren wir einen politischen Freund und Mitstreiter für eine klimafreundliche Mobilitätswende. Noch im September letzten Jahres standen wir mit ihm auf der Straße und haben uns beim Parking Day für mehr Raum für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen eingesetzt.

Seit vielen Jahren stand Helmut uns beratend zur Seite, wenn es um die Verbesserung des Nahverkehrs und die Belange der Radfahrer*innen ging. Gemeinsam hat er mit Parteikolleg*innen an einer Verlängerung der Balkantrasse gearbeitet, uns bei
Veranstaltungen als Experte und Referent unterstützt und stand uns bei allen Verkehrsfragen mit Rat und Tat zur Seite.

Helmut hat sich mit großem Engagement für unsere Stadt Remscheid, den Kremenholl und den VCD eingesetzt. Mit Leidenschaft hat er für seine Ziele gekämpft und beharrlich daran festgehalten den Verkehr in unserer zu Stadt zu verbessern.

Er wird uns und Remscheid von Herzen fehlen. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

David Schichel
Fraktionsvorsitzender

Ilka Brehmer
Kreisverbandssprecherin

Beatrice Schlieper
Bürgermeisterin

23.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.553 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 65,6. 130 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage73
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW65,6
Fälle gesamt3.553
Fälle gesamt/100.000 EW3.191,2
Todesfälle gesamt130
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 106 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.553 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.317 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 130 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 379 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 33 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Coronavariante 1.1.7. Die südafrikanische und die brasilianische Variante wurden bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Die Krankenhäuser vermelden 10 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 4 intensivpflichtige Behandlungen (1 beatmet), Stand 23.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Remscheider mit geklauten Kennzeichen unterwegs

Mit gestohlenen Kennzeichen ist am Montagabend (22. Februar) ein Autofahrer aus Remscheid in eine Routinekontrolle der Polizei geraten.

Eine Streifenwagenbesatzung hatte den 25-Jährigen gegen 18 Uhr auf der Westfalenstraße kontrolliert und war zunächst darauf gestoßen, dass sich an dem nicht zugelassenen Audi gestohlene Kennzeichen befanden. Doch damit nicht genug: Im Besitz einer Fahrerlaubnis war der Remscheider ebenfalls nicht.

Und weil ein Drogentest positiv ausfiel, veranlasste die Polizei eine Blutprobenentnahme. Zusätzlich fanden die Beamten bei einer Durchsuchung noch eine geringe Menge Betäubungsmittel sowie ein Schreiben der Polizei Wuppertal: Dort war der Remscheider Mitte vergangenen Jahres mit dem gleichen Auto angehalten worden – ebenfalls mit gestohlenen Kennzeichen.

Schwerverletzter Fußgänger beim Ausparken

Gestern Nachmittag, 22.02.2021, gegen 16:25 Uhr, kam es auf der Wallburgstraße in Remscheid zu einem Unfall zwischen einem Fußgänger und einem Pkw.

Ein 77-jähriger Remscheider befand sich in Begleitung seiner 86-jährigen Ehefrau auf dem dortigen Gehweg, als eine 81-jährige Nissan-Fahrerin beabsichtigte auszuparken. Hierbei übersah sie den hinter dem Fahrzeug befindlichen Mann und es kam zur Kollision. Durch den Zusammenstoß stürzte der Senior zu Boden. Anschließend gerieten die Beine des Mannes unter die Räder des Autos. Der Fußgänger erlitt schwere Verletzungen und musste nach erster Behandlung vor Ort in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er stationär verblieb. (weit)